Du planst einen Besuch im Waterton Lakes National Park in der kanadischen Provinz Alberta? Wenn man in dieser Region nach Nationalparks fragt, fällt den meisten Menschen sofort Banff oder Jasper ein. Auch Lukáš und ich waren da keine Ausnahme – bei unseren ersten Planungen für einen Roadtrip durch Westkanada hatten wir nur die berühmtesten türkisfarbenen Seen im Blick. Dann empfahl uns jemand, ganz in den Süden an die US-amerikanische Grenze zu fahren – dorthin, wo die endlose, flache kanadische Prärie im wahrsten Sinne des Wortes von einer Sekunde auf die andere auf eine gewaltige Felswand prallt. So entdeckten wir den Waterton Lakes National Park in Kanada.
Dieser Park ist wohl der intimste und entspannteste Ort, den wir in den kanadischen Rocky Mountains erlebt haben. Von Massentourismus keine Spur – das Städtchen Waterton hat im Grunde nur drei Straßen, und überall herrscht eine wunderbar gemütliche Atmosphäre. Trotzdem findest du hier einige der besten Wanderwege Nordamerikas, Bären, die gelegentlich einfach so an deinem Auto vorbeispazieren, und ein ikonisches Hotel auf einer Klippe, wo der Wind so stark bläst, dass er dich fast mitsamt deinem Kaffee wegfegt 😅.
Also, los geht’s: Ich zeige dir den Crypt Lake Trek, nach dem dir die Beine und das Herz wehtun werden (im besten Sinne), einen fotogenen Cañon so rot wie Blut, eine Bootsfahrt über die Grenze auf einem alten Schiff – und noch ein paar Dinge mehr, wegen denen du dir wünschen wirst, früher hergekommen zu sein. Außerdem bekommst du alle praktischen Infos: Unterkunft, Preise und die beste Reisezeit, damit du nicht ankommst und feststellst, dass die ganze Stadt im Winterschlaf liegt.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Bester Ausblick: Wanderung auf den Bear’s Hump. Der Aufstieg ist zwar kurz, aber knackig (ca. 45 Minuten), doch der Blick auf das Städtchen und die Seen von oben ist einfach unschlagbar.
- Top-Erlebnis für Abenteurer: Crypt Lake Trek. National Geographic hat ihn unter die 20 besten Wanderwege der Welt gewählt – dich erwartet eine Bootsfahrt, das Klettern auf einer Leiter und das Durchkriechen eines engen Felsentunnels.
- Für Familien und Fotografen: Red Rock Canyon. Eine malerische Straße führt zu einem Canyon mit leuchtend roten Felsen, wo man im Sommer im Bach waten kann.
- Achtung, kurze Saison: Waterton hat eine unglaublich kurze Saison – im Grunde ist alles nur von Mitte Juni bis Mitte September geöffnet. Außerhalb dieser Zeit ist das Städtchen so gut wie vollständig geschlossen.
- Anreise: Am einfachsten fliegt man nach Calgary und mietet sich dort am Flughafen ein Auto. Die Fahrt nach Süden dauert etwa drei Stunden.
Reisezeit und Anreise nach Waterton
Wenn du planst, diesen wunderschönen Teil Albertas zu besuchen, musst ich dich auf etwas Wichtiges hinweisen. Der Waterton Lakes National Park hat eine extrem kurze Sommersaison. Es ist wirklich kein Ort, den du „außerhalb der Saison“ besuchen möchtest – im Winter leben im Städtchen nur etwa hundert Einwohner, und die meisten Restaurants, Hotels und Tankstellen haben schlicht geschlossen. Die beste Reisezeit ist von Mitte Juni bis Mitte September. Wir persönlich empfehlen Ende August oder Anfang September – dann gibt es weniger Mücken, und die Berge beginnen, wunderschöne Herbstfarben anzunehmen.
Die einfachste Anreise führt über Calgary, wohin die meisten internationalen Flüge gehen – auch von Deutschland aus, zum Beispiel mit Lufthansa oder über Umsteiger-Hubs wie London oder Amsterdam. Wir buchen unser Mietauto immer im Voraus über DiscoverCars, direkt am Flughafen. Die Fahrt von Calgary nach Süden beträgt etwa 270 Kilometer und dauert gut drei Stunden in gemütlichem Tempo über die flache Prärie. Der dramatische Moment, wenn sich vor dir plötzlich die Berge erheben, ist einfach unbeschreiblich.
Wo übernachten und was kostet Waterton?
Wer Hotels im Waterton Lakes National Park sucht, muss sich auf zwei Dinge einstellen: Erstens ist das Städtchen (Waterton Townsite) wirklich winzig, und zweitens können die Preise in der Saison ganz schön hoch sein. Wenn du die echte Atmosphäre des Parks erleben möchtest, übernachte unbedingt direkt im Ort – aber reserviere mindestens ein halbes Jahr im Voraus, denn die Kapazitäten sind in Windeseile ausgebucht. Ein normales Doppelzimmer in einem soliden Hotel kostet in der Hauptsaison etwa 250 bis 400 CAD pro Nacht (umgerechnet ca. 170 bis 270 €). Wir würden euch das beliebte Waterton Lakes Lodge Resort für mehr Komfort empfehlen, oder das gemütlichere Crandell Mountain Lodge, das eine wunderbar alpine Atmosphäre hat. Weitere Unterkünfte lassen sich bequem über Booking.com finden und vergleichen.
Wer lieber unter dem Sternenhimmel schläft, ist auf dem berühmten Townsite Campground genau richtig. Er ist der beliebteste Campingplatz der ganzen Gegend, liegt direkt am Seeufer und bietet einen direkten Blick auf die Berge und das Städtchen. Plätze für Zelte und Wohnmobile kann man über die offizielle kanadische Website Parks Canada reservieren – aber auch hier gilt: Wenn die Buchungen öffnen (meist im Januar oder Februar), sind die besten Plätze innerhalb von Minuten weg. Ein Campingplatz kostet etwa 30 bis 40 CAD pro Nacht (ca. 20 bis 27 €).
Waterton Lakes National Park: 10 Orte, die du besuchen solltest
Dieser abgelegene Winkel Kanadas hat uns vom ersten Tag an begeistert – deshalb haben wir für euch eine echte Mischung zusammengestellt: etwas für alle, die ihre Beine richtig fordern wollen, aber auch Highlights, bei denen man einfach nur mit offenem Mund dasteht und sich fragt, ob etwas so Schönes wirklich real sein kann.
1. Prince of Wales Hotel – die Ikone auf der Klippe
Auch wenn du nicht dort übernachtest, ist dieses Gebäude beim Besuch des Parks ein absolutes Muss. Das Prince of Wales Hotel wurde 1927 erbaut und sieht aus wie ein riesiges Schweizer Bergchalet, das jemand versehentlich auf einen hohen Hügel über dem Upper Waterton Lake fallen ließ. Es ist mit Abstand der meistfotografierte Ort im ganzen Park – und wenn du davor stehst, weißt du sofort, warum.

Interessant ist, dass das gesamte Hotel aus Holz gebaut ist und an einem Ort steht, an dem die Winde so stark sind, dass es mit enormen Stützbalken gesichert werden musste. Noch heute, wenn man in der prachtvollen Lobby des Prince of Wales Hotels sitzt, mit riesigen Fenstern und einer überteuerten Tasse Kaffee in der Hand, hört man gelegentlich, wie die gesamte hölzerne Konstruktion knackt und ächzt. Ein traditioneller Nachmittagstee mit dem Blick durch die gläserne Wand direkt auf den See und die Berge ist jeden Cent wert – das empfehlen wir wärmstens.
2. Spaziergang durch das winzige Waterton Townsite
Waterton Townsite ist keine klassische Stadt – eher eine Ansammlung einiger Straßen mit ein paar kleinen Hotels, Restaurants und drei Souveniershops. Aber genau darin liegt sein unglaublicher Charme. Alles wirkt unheimlich sicher, sauber und freundlich, besonders abends, wenn die Wanderer von den Trails zurückgekehrt sind und alle draußen auf Terrassen sitzen, mit einem Bier oder einem Eis in der Hand.

Es ist völlig normal, dass du morgens deinen Kaffee holst und dabei eine Hirsch- oder Bergschafherde seelenruhig die Straße überquert – die Tiere sind längst an Menschen gewöhnt und bewegen sich mitten zwischen den Häusern. Was uns aber am meisten beeindruckt (und ein wenig erschreckt) hat, war, wie nah sie an einen herankommen. Bitte beachte dabei die Nationalpark-Regeln: Halte Abstand und füttere die Tiere auf keinen Fall.
3. Wanderung auf den Bear’s Hump – der beste Aussichtspunkt
Wenn du nur Zeit für einen einzigen kürzeren Ausflug hast und ganz Waterton wie auf einer Landkarte sehen möchtest, dann wandere auf den Bear’s Hump (deutsch: „Bärenbuckel“). Der Trail ist zwar nur 2,8 Kilometer lang (hin und zurück), aber es geht steil bergauf – eine richtige Treppe in den Himmel. Das Höhenprofil ist ordentlich knackig, also wirst du definitiv ins Schwitzen kommen, auch wenn Lukáš und ich ihn in etwa 45 Minuten hochgelaufen sind.

Die Belohnung oben ist jedoch absolut spektakulär. Du stehst auf einem flachen Felsen hoch über dem Städtchen, und unter dir breitet sich die ganze Schönheit des Sees, des Prince of Wales Hotels und der kanadischen Prärie in der Ferne aus. Besonders bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang, wenn die Felsen in goldenes Licht getaucht werden, ist es schlicht paradiesisch. Oben weht aber ein kräftiger Wind – pack also auch im Hochsommer eine leichte Jacke in den Rucksack.
4. Red Rock Canyon – ein farbenfrohes Naturwunder
Wenn du „Waterton Lakes National Park Red Rock Canyon“ in eine Suchmaschine eingibst, wirst du auf Fotos stoßen, bei denen du dir vielleicht denkst, dass da jemand mit Photoshop übertrieben hat. Aber der Canyon ist tatsächlich so intensiv rot. Schon die Fahrt auf der malerischen Red Rock Parkway dorthin ist ein großartiges Erlebnis – die Straße schlängelt sich durch wunderschöne Täler, und wir sahen dabei sogar einen Schwarzbären, der am Straßenrand graste.

Der Canyon selbst ist eher flach, und auf seinem Grund fließt ein kristallklarer, eiskalter Bach. Der Kontrast zwischen den leuchtend roten Steinen, dem satten Grün der Kiefern und dem blauen Himmel macht ihn zu einem der beliebtesten Orte für Familien mit Kindern, die hier an heißen Sommertagen gerne im Bach planschen. Ein Stopp dauert etwa eine Stunde – es sei denn, du möchtest auch noch einen der kürzeren Trails in der Umgebung erkunden, die direkt am nahegelegenen Parkplatz beginnen.
5. Crypt Lake Trek – das Abenteuer aus dem National Geographic
Das ist die absolute Königsdisziplin für alle Wanderbegeisterten. Der Crypt Lake Trek wird regelmäßig zu den besten und abenteuerlichsten Trails Nordamerikas gezählt – National Geographic hat ihn sogar in die Top 20 weltweit aufgenommen. Das ist keine gewöhnliche Waldwanderung. Sie beginnt damit, dass du im Hafen ein Boot nimmst, das dich über den See zum Ausgangspunkt bringt, weil man den Trailhead zu Fuß schlicht nicht erreichen kann.

Es folgt eine etwa 20 Kilometer lange Rundtour mit rund 700 Höhenmetern, bei der du durch einen engen natürlichen Felsentunnel kriechen, ein kurzes Klettersteig-Segment mit Stahlseil bewältigen (quasi eine kleine Klettersteig-Passage) und eine eiserne Leiter hinaufklettern musst. Am Ende erreichst du den smaragdgrünen Crypt Lake, der teilweise auf amerikanischem Territorium liegt und oft noch im Hochsommer Eisschollen trägt. Das Erlebnis ist unvergesslich – aber nimm unbedingt gut eingelaufene Wanderschuhe mit, denn müde Füße über Abgründen macht keinen Spaß.
6. Cameron Falls – direkt im Ort
Ein Wasserfall, zu dem du nicht stundenlang steil bergauf wandern musst? Ja, auch das bietet Waterton. Die Cameron Falls findest du direkt am Rand des Städtchens – du erreichst sie bequem zu Fuß in wenigen Minuten von jedem Hotel oder Campingplatz aus. Sie sind bestens zugänglich, und ein sicherer Weg mit Aussichtsplattformen führt daran vorbei.
Einheimische erzählten uns von einer Besonderheit, die wir leider selbst nicht erlebt haben: Bei starken Regengüssen spülen die Wassermassen rote Mineralien (sogenanntes Argillit) von den Felsen weiter oben in den Bergen, und der Wasserfall färbt sich für einige Stunden leuchtend rosa. Wir haben ihn nur in seiner klassischen, klaren und schäumenden Form gesehen – aber auch so ist er ein wunderbar fotogenes Motiv.
7. Bootsfahrt über die Grenze
Da der gesamte Waterton Lake durch die Staatsgrenze zwischen Kanada und den USA geteilt wird, ist eine Fahrt mit dem historischen Ausflugsboot „The International“ eines der beliebtesten Erlebnisse hier. Das Boot legt direkt in der Marina von Waterton ab und bringt dich in etwa zwei Stunden ans südliche Ende des Sees, zu einem Ort namens Goat Haunt, der bereits im amerikanischen Bundesstaat Montana liegt.

Achtung: Wenn du auf der amerikanischen Seite von Bord gehen und im Glacier National Park wandern möchtest, brauchst du deinen Reisepass und eine gültige ESTA-Genehmigung. Wir haben das erst auf dem Boot herausgefunden, weshalb wir Goat Haunt nur von der Reling aus bewundert haben 😅. Ich empfehle, Tickets im Voraus zu buchen – es kann hier recht voll werden.
8. Akamina Parkway und Kanufahren auf dem Cameron Lake
Eine weitere wunderschöne Straße, bei der dir die Kinnlade herunterfällt, ist die etwa 16 Kilometer lange Akamina Parkway. Sie führt dich aus dem Städtchen hinauf in die Berge und endet am wunderschönen subalpinen Cameron Lake. Hier merkst du sofort, dass du einige hundert Meter höher bist – die Temperatur sinkt spürbar, und die Luft ist herrlich frisch und nach Nadelholz duftend.

Wir leihen uns an solchen Orten immer gerne ein Boot, und hier bietet sich dafür eine ideale Gelegenheit. Direkt am See gibt es einen kleinen Bootsverleih (oft von freundlichen Studenten im Sommerjob betrieben), wo du dir für wenig Geld ein rotes Kanu oder ein Paddleboard ausleihen kannst. Von der Mitte des Sees aus siehst du mächtige Gletscher, die langsam in das Wasser am fernen Ende gleiten – eine Kulisse, die man einfach nicht vergisst.
9. Bertha Lake Trail und Wasserfälle
Wer ein Erlebnis sucht, das zwischen dem gemütlichen Canyon und dem anspruchsvollen Crypt Lake liegt, sollte unbedingt den Bertha Lake Trail ausprobieren. Er beginnt gleich neben dem Waterton Townsite, und wir sind ihn an einem unserer ersten Morgen nach der Ankunft gegangen. Zunächst führt die Strecke sanft bergauf zu den sehenswerten Bertha Falls – die schafft wirklich jeder, es ist etwa eine Stunde Gehzeit.

Wer noch Energie hat, kann von den Wasserfällen aus steiler weitersteigen – über endlose Serpentinen (sogenannte Switchbacks) – bis hinauf zum Bertha Lake selbst. Dieser blaugrüne Schatz liegt hoch oben in den Bergen, umgeben von gewaltigen Felswänden, und sobald man dort ankommt, vergisst man sofort, dass man noch vor einer halben Stunde über jeden weiteren Schritt geflucht hat 😁. Hin und zurück dauert die Tour je nach Tempo etwa 4 bis 5 Stunden.
10. Verbindung mit dem amerikanischen Glacier National Park
Waterton hat eine Besonderheit, die kaum jemand kennt: Auf der amerikanischen Seite der Berge schließt sich nahtlos der Glacier National Park an, und zusammen bilden die beiden Parks das erste internationale Friedensparkgebiet der Welt. Im Jahr 1932 wurden beide Parks formell vereinigt und der historisch erste Waterton-Glacier International Peace Park entstand.

Wir empfehlen wärmstens, den Besuch in Waterton mit einer Fahrt nach Montana zu kombinieren und die berühmte Going-to-the-Sun Road im Glacier National Park zu fahren. An einem einzigen Tag wechselst du so von einem ruhigen, intimen kanadischen Park zu einer der dramatischsten Bergstraßen der gesamten USA. Das ist ein Ausflug, an den du noch lange mit Freude zurückdenken wirst – auch wenn die Nerven an den Abgründen der amerikanischen Bergstraße selbst erfahrene Autofahrer auf die Probe stellt 😅.
Essen und Trinken in Waterton
Wir dachten, in einem Städtchen mit drei Straßen wird man zwar nicht verhungern, aber kulinarisch auch keine großen Überraschungen erleben – doch Waterton hat uns angenehm überrascht. Wenn du nach einem langen Trek schnell und günstig Kalorien tanken möchtest, schau unbedingt bei Wieners of Waterton vorbei. Dort gibt es beliebte Hot Dogs in hervorragenden hausgemachten Brötchen, belegt mit allem von Käse über Zwiebeln bis hin zu Spezialsoßen. Hier bildet sich regelmäßig eine Schlange – ein echter Klassiker.
Für einen süßen Vormittag eignet sich das kleine Café und die Bäckerei Waffelton hervorragend. Es duftet schon auf der Straße, und sie machen ehrliche Waffeln mit viel Obst, Sahne und natürlich dem traditionellen kanadischen Ahornsirup. Wer ein etwas festlicheres Abendessen möchte, sollte das Restaurant Lakeside Chophouse ausprobieren. Man sitzt direkt am Wasser, die Küche bietet gute Steaks und lokale Fischgerichte, und auch wenn man etwas mehr zahlt, ist der Blick auf die sich spiegelnden Berge jeden Euro wert.
Weiter geht’s: Was gibt es in der Umgebung?
Wenn du einen ausgedehnten Roadtrip durch Westkanada planst, solltest du auch die berühmteren (wenn auch deutlich volleren) Orte im Norden nicht verpassen. Wir haben ausführliche Reiseführer für dich:
- Der Startpunkt deines Roadtrips: Was gibt es in Calgary zu sehen und zu tun?
- Türkisfarbene Seen und Bären etwas weiter nördlich: Nationalpark Banff – der komplette Reiseführer.
- Und bevor du in die Berge aufbrichst, schau dir unsere Rezension zur Reiseversicherung SafetyWing an – sie hat uns im Ausland schon mehrmals gerettet.
Praktische Reisetipps (nicht nur) für Kanada
- Flüge buchen: Günstige Flüge nach Calgary und in alle Welt findest du am besten auf Kiwi – unser Lieblingsportal, auf dem wir regelmäßig tolle Preise entdecken.
- Mietwagen: Wir nutzen weltweit den Vergleich DiscoverCars.com – in Kanada ist ein Auto schlicht unverzichtbar.
- Internet im Ausland: In den Bergen gibt es oft kein Signal, aber in Städten und auf den Straßen kommt man ohne mobile Daten nicht weit. Lies unsere Rezension zur eSIM von Holafly, damit du sorgenfrei unterwegs bist.
- Unterkunft buchen: Wo möglich, vertrauen wir auf das bewährte Booking.com – unser meistgenutzter Hotel-Suchmaschine.
- Reiseversicherung nicht vergessen: Medizinische Versorgung in Kanada ist astronomisch teuer. Für kürzere Reisen empfehlen wir eine klassische Reiseversicherung (z. B. über HanseMerkur oder ADAC), für längere Aufenthalte oder digitale Nomaden ist SafetyWing ideal.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hast du noch Fragen? Hier sind die Fragen, die uns am häufigsten in den Kommentaren oder auf Instagram erreichen.
Lohnt sich ein Besuch im Waterton Lakes National Park?
Auf jeden Fall. Zwar findet man hier keine so gigantischen Seen wie den Lake Louise in Banff, dafür ist es aber auch bei weitem nicht so überlaufen. Der Park hat eine wunderbar intime Atmosphäre, großartige Wanderwege und jede Menge wild lebende Tiere. Es ist so ein echter Geheimtipp in Süd-Alberta.
Wie viele Grizzlybären leben in Waterton?
Die Schätzungen der örtlichen Ranger variieren, aber die größere Region (zusammen mit den angrenzenden Parks) ist Heimat für über 1.000 Bären. Direkt im Waterton-Gebiet leben natürlich weniger, aber die Chancen stehen sehr gut, dass ihr während eures Besuchs zumindest aus der Ferne auf einen Grizzlybären oder einen kleineren Schwarzbären trefft. Tragt immer Bärenspray bei euch.
Ist Waterton der schönste Nationalpark in Kanada?
Diese Frage ist wahnsinnig schwer zu beantworten, weil das Wort schön ja subjektiv ist. Viele Leute halten Banff oder Jasper wegen ihrer riesigen Gletscherseen für die schönsten. Waterton gilt aber in dem Sinne als besonders schön, wie nah man die Berge direkt nach der Anfahrt aus der flachen Prärie hat, und wie gemütlich es dort wirkt.
Was macht den Waterton Lakes National Park so besonders?
Das absolute Highlight ist, dass er zusammen mit dem amerikanischen Glacier National Park den weltweit ersten internationalen Friedenspark bildet. Und dann noch diese Kuriosität: Hier wächst über die Hälfte aller Pflanzenarten der gesamten Provinz Alberta, sodass Botaniker hier locker eine ganze Woche verbringen könnten.
Wie sieht es mit Camping aus im Waterton Lakes National Park?
Camping ist hier sehr beliebt, aber die Plätze am See sind schnell ausgebucht. Der beste und am besten erreichbare ist der Townsite Campground direkt im Zentrum des Geschehens. Dort kann man duschen und hat es nicht weit zu den Geschäften, aber man muss Monate im Voraus reservieren. Außerdem gibt es im Park abgelegenere Backcountry-Camps für Leute, die mit dem Rucksack unterwegs sind.
Gibt es eine Karte vom Park und wo bekomme ich sie?
Selbstverständlich. Sobald ihr durch das Eingangstor zum Park fahrt, wo ihr die Tagesgebühr bezahlt (oder euren Jahrespass Parks Canada Discovery Pass vorzeigt), bekommt ihr eine sehr übersichtliche Papierkarte mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten in die Hand. Große Besucherzentren mit detaillierteren Wanderkarten findet ihr dann direkt in Waterton townsite.
Sind Drohnen im Park erlaubt?
Nein, in absolut keinem Nationalpark in Kanada darf man mit Drohnen fliegen. Falls euch die örtlichen Ranger dabei erwischen, drohen euch Beschlagnahmung der Ausrüstung und eine wirklich saftige Geldstrafe, die euer Urlaubsbudget komplett ruinieren kann. Luftaufnahmen macht ihr also besser vom Bear’s Hump aus.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
