Wenn man an die Costa del Sol denkt, haben viele sofort endlose Betonhotelreihen, überfüllte Strände und laute Nachtclubs vor Augen. Die Sonnenküste ist tatsächlich ein Ort der Extreme – doch wer von Málaga aus Richtung Osten aufbricht, entdeckt eine völlig andere Welt. Nerja Spanien: Das ehemalige Fischerdorf hat es trotz wachsender Beliebtheit geschafft, seinen unverkennbaren andalusischen Charme zu bewahren – vor allem dank eines strikten Hochhausverbots. Hier findet ihr atemberaubende Ausblicke auf das Mittelmeer, majestätische Berge direkt hinter der Stadt und Gassen voller schneeweiß getünchter Häuschen. Wer einen Ort sucht, an dem Romantik, beeindruckende Natur und großartiges Essen zusammenkommen, sollte Nerja unbedingt auf die Reiseliste setzen. In diesem Artikel schauen wir uns ausführlich an, was dieses zauberhafte Städtchen und seine Umgebung alles zu bieten hat.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Bester Aussichtspunkt: Der Balcón de Europa ist das absolute Herzstück der Stadt – von hier aus habt ihr den schönsten Blick auf die Steilküste und das Meer.
- Naturwunder: Die Höhlen von Nerja beherbergen einige der größten Stalaktiten der Welt und bieten perfekte Abkühlung vor der andalusischen Sommerhitze.
- Baden: Der Strand Burriana ist der größte und bestausgestattete, während der Strand Maro wildere Natur und ideale Bedingungen für Kajak-Touren bietet.
- Zauberhaftes Umland: Nur einen Katzensprung entfernt liegt Frigiliana, das regelmäßig als schönstes weißes Dorf ganz Spaniens ausgezeichnet wird.
- Beste Reisezeit: Ideal sind Mai, Juni, September und Oktober – dann entgeht ihr der extremen andalusischen Hitze.
- Anreise: Von München oder Frankfurt kommt ihr bequem per Direktflug nach Málaga und von dort mit dem Mietwagen oder dem Regionalbus in knapp einer Stunde nach Nerja.

Wann nach Nerja reisen und wie viel Zeit einplanen
Die Wahl des richtigen Reisezeitpunkts ist für einen Besuch im südlichen Andalusien absolut entscheidend, denn die Sommermonate können hier wirklich gnadenlos sein. Im andalusischen Hochsommer übersteigen die Temperaturen regelmäßig 35 °C, und die vergangenen Jahre haben extreme Hitzewellen gebracht. Wer Hitze schlecht verträgt, sollte den August großzügig meiden. An der Küste ist es dank der Meeresbrise zwar etwas erträglicher als im Landesinneren, dafür herrscht hohe Luftfeuchtigkeit und die Stadt quillt vor Touristen über.
Die ideale Reisezeit für Nerja Spanien Urlaub sind Mai bis Juni sowie September und Oktober. Das Meer ist dann noch herrlich warm und angenehm zum Baden, die Lufttemperaturen halten sich bei idealen 25 bis 28 °C, und ihr umgeht die größten Menschenmassen. Der Winter von Januar bis März ist bei digitalen Nomaden und Reisenden aus Nordeuropa sehr beliebt, die das milde Klima genießen. Die Temperaturen liegen im Winter bei 15 bis 18 °C – zum Schwimmen nur für Abgehärtete, für Spaziergänge und Sehenswürdigkeiten aber absolut perfekt.
Für Nerja selbst reichen zwei bis drei Tage, wenn ihr das Zentrum erkunden, die Höhlen besichtigen und einen Nachmittag am Strand verbringen möchtet. Wer aber auch die umliegenden weißen Dörfer, Wanderungen in die Berge oder einen Tagesausflug nach Málaga plant, sollte sich ruhig fünf Tage bis eine ganze Woche freihalten.

Wo in Nerja übernachten
💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es in der Regel die besten Stornierungsbedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Nerja bietet eine riesige Auswahl an Unterkünften – da es aber ein sehr begehrtes Reiseziel ist, empfehlen wir, Hotels über Booking weit im Voraus zu reservieren. Lasst die Unterkunftssuche keinesfalls auf den letzten Drücker, besonders wenn ihr in der Vor- oder Nachsaison im Frühjahr oder Herbst reist.
Die beste Wahl für Romantik-Fans und alle, die abends gerne durch die Stadt schlendern, ist die Altstadt rund um den Balcón de Europa – von dort sind alle Cafés und Tapas-Bars buchstäblich ein paar Schritte entfernt. Wer dagegen hauptsächlich wegen des Meeres reist und Wellenblick aus dem Zimmerfenster möchte, sollte eine Unterkunft in der Nähe des Strandes Burriana suchen.
- Hotel Balcón de Europa: Luxushotel, das direkt in den Felsen neben dem berühmten Aussichtspunkt gebaut wurde. Es bietet absolut atemberaubende Meeresblicke, privaten Zugang zu einem kleinen Strand und erstklassigen Service – ideal für einen besonderen Urlaub.
- Parador de Nerja: Paradores sind spanische Staatshotels, die sich oft in historischen oder einzigartigen Gebäuden befinden. Dieses liegt auf dem Kliff oberhalb des Strandes Burriana und verfügt über einen wunderschönen Garten mit Pool, von dem aus man das Sierra de Almijara-Gebirge bestaunen kann.
- MB Hostal Premium: Eine hervorragende Wahl für Reisende, die moderne und saubere Unterkünfte zu einem günstigeren Preis suchen. Diese kleine Boutique-Pension liegt nahe am Zentrum und punktet mit herzlicher Atmosphäre und einer schönen Dachterrasse.

14 Tipps: Nerja Spanien Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Taucht gemeinsam mit uns ein in das Beste, was dieses bezaubernde andalusische Städtchen und seine unmittelbare Umgebung zu bieten hat – von historischen Sehenswürdigkeiten über Naturwunder bis hin zu den schönsten Stränden.

1. Aussichtspunkt Balcón de Europa
Das absolute Herzstück der Stadt und der Mittelpunkt des Geschehens ist der Balcón de Europa. Diese kreisförmige Aussichtsterrasse ist direkt auf einem steilen Felsen über dem Meer erbaut und bietet die fotogenischsten Blicke auf die zerklüftete Küstenlinie. Ursprünglich stand hier eine alte arabische Festung, später dann eine Artilleriebatterie zum Schutz der Stadt vor Piraten.
Heute ist dies der beste Ort für einen abendlichen Spaziergang. Auf der einen Seite das endlose Blau des Mittelmeers, auf der anderen die majestätischen Gipfel der Sierra de Almijara. Die Promenade mit ihren Palmen empfehlen wir kurz vor Sonnenuntergang zu erkunden, wenn der gesamte Himmel in wunderschöne Pastelltöne getaucht wird und der Platz von Straßenkünstlern und Musikern belebt wird.

2. Die faszinierenden Höhlen von Nerja (Cueva de Nerja)
Etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt wartet ein echtes Naturwunder, das ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Dieses riesige Höhlensystem wurde 1959 völlig zufällig von einer Gruppe lokaler Jungs entdeckt, die auf Fledermäusjagd waren. Heute sind die Höhlen öffentlich zugänglich und beherbergen einige der größten und ältesten Stalaktiten der Welt – einer davon misst unglaubliche 32 Meter.
Die Höhlen sind außerdem perfekte Zuflucht vor der andalusischen Sommerhitze, da sie eine konstante Temperatur von rund 19 °C halten. Die riesigen unterirdischen Säle haben eine so perfekte Akustik, dass hier im Sommer regelmäßig Konzerte mit klassischer Musik und Flamenco stattfinden. In der Hauptsaison ist es unbedingt notwendig, Tickets online mehrere Tage im Voraus zu buchen – sonst sind alle Zeitfenster hoffnungslos ausverkauft.

3. Baden am Strand Burriana
Wer einen perfekten Ort für einen entspannten Tag am Wasser sucht, ist am Strand Burriana (Playa Burriana) genau richtig. Es ist der größte und bestausgestattete Strand in ganz Nerja, der mit feinem goldfarbenen Sand und sehr klarem Wasser mit flachem Einstieg ins Meer punktet. Ihr findet hier alles, was das Herz begehrt: Liegen- und Sonnenschirmverleih, Duschen und sogar Beachvolleyball-Felder.
Entlang des gesamten Strandes zieht sich eine lebhafte Promenade mit Shops, Cafés und traditionellen Restaurants. Genau hier trefft ihr auf die lokale kulinarische Spezialität namens Espeto. Dabei handelt es sich um fünf bis sechs Sardinen, auf einen Schilfrohrspieß gesteckt, die direkt am Strand über glühenden Kohlen gegart werden – oft in alten Fischerbooten, die mit Sand gefüllt als Grillstätten dienen. Eine sehr traditionsreiche Angelegenheit, die Touristen immer wieder begeistert.

4. Der fotogene Strand Calahonda
Direkt unterhalb des berühmten Balkons Europas versteckt sich eine kleine, aber unglaublich malerische Bucht – die Playa de Calahonda. Zum Strand gelangt ihr über gewundene weiße Treppen, die gleich neben dem Aussichtspunkt beginnen. Es ist einer der meistfotografierten Strände ganz Spaniens, eingerahmt von steilen Felsen und alten Fischerhäusern, die direkt in die Klippen gebaut wurden.
Der Strand ist recht klein und füllt sich in den Sommermonaten sehr schnell, daher empfehlen wir, früh morgens herzukommen. Das Wasser leuchtet wunderschön türkisfarben, und die umliegenden Felsen schützen die Bucht vor stärkerem Wind. Auch wenn ihr nicht den ganzen Tag bleibt – für das Foto mit den ikonischen Klippen im Hintergrund lohnt sich die kurze Rast allemal.

5. Wilde Natur am Strand Maro
Wer ruhigere Orte ohne Liegestühle und laute Bars bevorzugt, fährt einfach ein paar Kilometer weiter östlich zum Dörfchen Maro. Die Steilküste Acantilados de Maro-Cerro Gordo bildet ein geschütztes Naturreservat und verbirgt wunderschöne wilde Strände, umgeben von üppiger Vegetation. Das Wasser ist hier absolut kristallklar, was diesen Ort zum Paradies für Schnorchelfans macht.
Der Strand Maro besteht aus einer Mischung aus grobem Sand und Kieselsteinen, und der Zugang ist etwas steiler – aber die Mühe lohnt sich. Direkt am Strand könnt ihr ein Kajak oder ein Stand-up-Paddleboard ausleihen und die umliegenden Meereshöhlen sowie versteckte Wasserfälle erkunden, die von den steilen Klippen direkt ins Meer stürzen.

6. Streifzüge durch die historische Altstadt
Nerja hat im Gegensatz zu vielen anderen Ferienorten an der westlichen Costa del Sol seine historische Seele bewahrt. Das Zentrum besteht überwiegend aus Fußgängerzonen mit schattigen Gassen, die mit Marmor gepflastert und von schneeweiß getünchten Häusern gesäumt sind. An jeder Ecke begegnen euch Balkone, die mit bunten Geranien und Bougainvilleen überhängen.
Beim Stadtbummel kommt ihr an der Kirche El Salvador nicht vorbei, die direkt gegenüber dem Balkon Europas steht. Die Stadt ist voller kleiner Kunsthandwerksläden und Boutiquen, in denen ihr wunderschöne Keramik, Lederwaren oder traditionelle andalusische Fächer kaufen könnt. Verirrt euch ruhig eine Weile im Labyrinth der Gassen und lasst die echte, gemächliche südspanische Atmosphäre auf euch wirken.

7. Das historische Aquädukt El Águila
Auf dem Weg zu den Höhlen von Nerja stoßt ihr auf ein sehr interessantes und unerwartetes technisches Denkmal. Das Aquädukt El Águila (Adler-Aquädukt) wurde im 19. Jahrhundert erbaut und diente der Wasserversorgung einer lokalen Zuckerrohrmühle, die damals die Haupteinnahmequelle der gesamten Region war.
Dieses imposante Bauwerk spannt sich über eine tiefe Schlucht und besteht aus vier Etagen gemauerten Bögen im Mudéjar-Stil. Ganz oben am Aquädukt fällt eine Wetterfahne in Form eines Adlers auf – nach ihr hat das Bauwerk seinen Namen erhalten. Es ist ein großartiger Ort für eine kurze Pause und ein paar schöne Fotos, zumal es direkt an der Hauptstraße liegt.

8. Ausflug ins weiße Dorf Frigiliana

Nur etwa zehn Minuten Busfahrt von Nerja in die Hügel hinauf liegt ein Ort, den ihr einfach gesehen haben müsst. Frigiliana ist ein traditionelles andalusisches Pueblo Blanco (weißes Dorf), das sich an einen Berghang schmiegt und immer wieder als schönstes Dorf ganz Spaniens ausgezeichnet wird. Es ist ein wahres Labyrinth aus steilen, engen Gassen, Treppen und kleinen Plätzen.
Jedes Haus leuchtet strahlend weiß, und Türen und Fensterläden sind in leuchtenden Pastellfarben gestrichen. Überall seht ihr Hunderte von blauen Blumentöpfen voller blühender Pflanzen. Geht bis ganz nach oben im Dorf – von dort aus bietet sich ein atemberaubendes Panorama über grüne Täler bis hin zur glitzernden Meeresoberfläche.
9. Tagesausflug nach Málaga
Lange Jahre diente Málaga Touristen nur als Durchgangsstation und Ankunftshalle, doch heute ist es eine selbstbewusste Kulturmetropole. Von Nerja aus kommt ihr bequem mit dem Bus in etwa einer Stunde hin. Das historische Herz Málagas ist kompakt, und darüber thront die maurische Festung Alcazaba aus dem 11. Jahrhundert. Zwar intimer als die berühmte Alhambra in Granada, aber mit fantastischen Ausblicken auf den Hafen.
Unbedingt anschauen: die Kathedrale Nuestra Señora de la Encarnación. Die Einheimischen nennen sie liebevoll „La Manquita“ (Die Einarmige), weil ihr südlicher Turm aus Geldmangel nie fertiggestellt wurde. Der eigentliche Publikumsmagnet des modernen Málaga ist jedoch das Museo Picasso, das in einem wunderschönen Palast residiert und über zweihundert Werke dieses berühmten Sohnes der Stadt ausstellt.
10. Besuch im Museum von Nerja
Wer mehr über die Geschichte der Region erfahren möchte, sollte im Museo de Nerja vorbeischauen, das sich direkt im Stadtzentrum am Plaza de España befindet. Die Ausstellung führt durch die Geschichte der Region von der Vorgeschichte bis zum enormen Tourismusboom der 1960er Jahre.
Das Museum arbeitet eng mit der Stiftung zusammen, die die örtlichen Höhlen verwaltet, weshalb man hier viele faszinierende archäologische Funde bestaunen kann, die in den unterirdischen Räumen entdeckt wurden. Zur Ausstellung gehören auch interaktive Tafeln, die den Besuch sehr kurzweilig gestalten und auch ältere Kinder eine Weile beschäftigen.
11. Wassersport und Bootsausflüge
Die Küste rund um Nerja und Maro ist so abwechslungsreich und interessant, dass es eine riesige Verschwendung wäre, sie nur vom Land aus zu betrachten. Der beste Weg, versteckte Buchten und hohe Steilklippen zu erkunden, ist vom Boot oder Kajak aus. Besonders das Gebiet des Naturreservats Acantilados de Maro-Cerro Gordo ist wie geschaffen für Wassersport.
💡 Tipp: Kajak-Touren gehören zu den beliebtesten Aktivitäten der Region. Wir empfehlen, über GetYourGuide eine geführte Tour zu buchen, bei der euch ein Guide zu den interessantesten Meereshöhlen führt und euch Wasserfälle zeigt, die ins Meer stürzen. Diese Touren sind im Sommer schnell ausgebucht – eine Vorabreservierung ist ein Muss.
12. Stöbern auf lokalen Märkten (Mercadillo)
Wer ein Stück authentisches lokales Treiben erleben möchte, sollte die traditionellen Märkte besuchen, die in Spanien Mercadillo heißen. In Nerja findet der Markt regelmäßig jeden Dienstag Vormittag im nördlichen Stadtteil statt, und man findet dort buchstäblich alles – von frischem Obst und Gemüse über duftende Gewürze, Oliven und Käse bis hin zu Kleidung und Keramik.
Wer am Wochenende in der Stadt ist: Am Sonntag findet am selben Ort ein beliebter Flohmarkt statt. Hier lässt es sich herrlich durch Antiquitäten, Bücher, alte Münzen und allerlei Kuriositäten stöbern. Eine tolle Gelegenheit, ein wirklich originelles Urlaubssouvenir zu ergattern und dabei gleich das Feilschen mit einheimischen Verkäufern zu üben.
13. Die östliche Costa del Sol erkunden
Westlich von Málaga beginnt die ikonische Küste mit Ferienorten wie Torremolinos oder Marbella, die im Grunde eine riesige Agglomeration für Massentourismus bilden. Die Costa del Sol östlich von Málaga (zu der auch Nerja gehört) bietet dagegen ein viel ruhigeres und authentischeres Gesicht Andalusiens.
Wer ein Mietauto hat, sollte unbedingt die kleineren Küstenortschaften Richtung Osten zur Provinz Granada erkunden. Die Straße schlängelt sich hoch über dem Meer und bietet endlose Ausblicke auf wilde Steilklippen und einsame Strände, wo man selbst in der Hochsaison ein Stück Privatsphäre findet. Macht einen Stopp in La Herradura, das für seine ausgezeichneten Bedingungen für Gerätetauchen bekannt ist.
14. Andalusische Gastronomie genießen
Die spanische Küche ist ein Kapitel für sich, und in Andalusien gilt das doppelt. Die Küstenküche ist geradlinig und setzt auf frischeste Zutaten. Vegetarier sollten unbedingt die traditionellen kalten Suppen probieren, die in der Sommerhitze eine perfekte Erfrischung sind. Neben dem klassischen Gazpacho unbedingt auch Salmorejo kosten – eine dickere, cremigere Variante aus dem nahen Córdoba.
Von den Tapas solltet ihr euch das hervorragende Spanische Omelett Tortilla de Patatas, gebratene Paprikaschoten Pimientos de Padrón mit grobem Salz oder die würzigen Kartoffeln Patatas Bravas nicht entgehen lassen. Für Meeresfrüchte-Fans ist in der Region das Pescaíto Frito typisch – eine Mischung aus verschiedenen kleinen gebratenen Fischen. Wichtig zu wissen: Spanier essen sehr spät. Wer um 18 Uhr zum Abendessen geht, wird in authentischen Restaurants noch geschlossene Türen vorfinden. Richtig voll wird es erst ab halb zehn Uhr abends.
Wohin weiter von Nerja
Andalusien ist riesig und bietet so viele wunderschöne Orte, dass man Monate damit verbringen könnte und immer noch Neues zu entdecken hätte. Wenn ihr mehr Zeit habt und überlegt, wohin es von der Küste weitergehen soll, haben wir jede Menge Inspiration für euch.
Von Nerja aus könnt ihr das wunderschöne Granada mit seiner berühmten Alhambra erkunden oder etwas weiter fahren und Córdoba mit seinen 15 Sehenswürdigkeiten entdecken. Wer Adrenalin liebt: Etwa anderthalb Autostunden entfernt liegt der berühmte Wanderweg Caminito del Rey, der einst als gefährlichster Weg der Welt galt.
Für eine umfassende Reiseplanung empfehlen wir unseren Reiseplan und die Karte der 20 schönsten Orte Andalusiens. Und wer eher Stadtluft schnuppern möchte: Wir verraten euch, was ein Urlaub in Málaga zu bieten hat oder was das leidenschaftliche Sevilla alles versteckt.
Häufig gestellte Fragen
Wie komme ich am besten von Málaga nach Nerja?
Die einfachste und schnellste Variante ist natürlich ein Mietwagen vom Flughafen Málaga aus – die Fahrt über die Autobahn dauert etwa 45 Minuten. Wer kein Auto möchte, kann vom Zentrum Málagas (vom Hauptbusbahnhof) sehr häufig direkte Busse der Gesellschaft ALSA nehmen. Die Fahrt dauert knapp eine Stunde und die Tickets kosten nur ein paar Euro.
Ist das Meerwasser warm genug zum Baden?
Das Mittelmeer ist in dieser Gegend zwar wärmer als der Atlantik bei Cádiz, kann aber dennoch recht erfrischend sein. Die besten Bedingungen zum Baden herrschen von Ende Juni bis Anfang Oktober, wenn die Wassertemperatur angenehme 24 bis 26 °C erreicht. In den Wintermonaten sinkt die Meerestemperatur auf etwa 15 °C.
Kann man von Nerja aus einen Tagesausflug nach Gibraltar machen?
Technisch ist das möglich, aber man sollte sich auf einen wirklich langen Tag einstellen. Die Fahrt mit dem Auto von Nerja nach Gibraltar dauert über zwei Stunden pro Richtung. Wichtig zu beachten: Gibraltar gehört nicht zum Schengen-Raum, daher braucht man für die Grenzüberquerung einen gültigen Reisepass – der Personalausweis reicht möglicherweise nicht aus.
Muss man Tickets für die Höhlen im Voraus reservieren?
Auf jeden Fall. Die Höhlen von Nerja gehören zu den größten Touristenattraktionen ganz Andalusiens. In den Sommermonaten und während spanischer Feiertage sind die Tickets oft schon mehrere Tage im Voraus ausverkauft. Wer die Eintrittskarten nicht rechtzeitig online kauft, riskiert, gar nicht hineinzukommen.
Komme ich in der Stadt mit Englisch zurecht?
Nerja ist ein sehr beliebtes Ziel für britische Touristen und Expats, daher ist das Englischniveau hier deutlich besser als im spanischen Hinterland. In Hotels, Restaurants im Zentrum und bei Touristenattraktionen kommt man problemlos mit Englisch zurecht. Ein paar grundlegende spanische Floskeln wie hola und gracias öffnen einem aber immer Türen und sorgen für einen herzlicheren Empfang.
Kann man das Leitungswasser trinken?
Ja, Leitungswasser ist in Spanien grundsätzlich sicher und trinkbar. In den Küstenregionen Andalusiens kann das Wasser allerdings einen stärkeren Chlorgeschmack haben oder sehr hart sein, was manchen nicht zusagt. Viele Touristen und Einheimische kaufen daher lieber abgefülltes Wasser in Kanistern.
Wie viele Tage brauche ich, um die Umgebung zu erkunden?
Wenn ihr nur die Stadt selbst, den Balcón de Europa und die Höhlen sehen möchtet, reichen zwei Tage aus. Wer aber auch in die Berge zum Dörfchen Frigiliana fahren, sich am Strand von Maro Kajaks ausleihen und entspannte Tage am Meer ohne Stress genießen möchte, dem empfehle ich mindestens fünf Tage einzuplanen.
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