Vyšehrad Prag: Kompletter Guide zur zweiten Burg (Basilika, Friedhof, Festungsmauern)

Jedes Jahr zu Weihnachten bin ich zum Vyšehrad gegangen, um am Grab von Mácha (einem berühmten tschechischen Dichter) sein Gedicht zu lesen. Es war eine Tradition, die ich mir aus der Schulzeit bewahrt hatte. Ich liebe den Vyšehrad – im Winter, im Sommer, im Herbst und im Frühling. Als Lukáš und ich unser erstes gemeinsames Weihnachten feierten, war es genau der Vyšehrad, wohin ich ihn am Heiligabend schleppte.

Der Vyšehrad in Prag ist für die Einheimischen so etwas wie ein Wohnzimmer unter freiem Himmel. Während man sich auf dem Hradschin durch die Menschenmassen quetscht und um jeden Quadratzentimeter kämpft, trifft man hier Prager mit Picknickdecken, Hundebesitzer und Jogger, die zwischen den massiven barocken Festungsmauern ihre Runden drehen. Mittlerweile kommen wir auch mit unserem zweijährigen Sohn Jonáš hierher. Die langen asphaltierten Wege entlang der Mauern sind nämlich absolut perfekt für Kinderwagen, und die weitläufigen Parks unter großen Bäumen bieten herrlichen Schatten im heißen Sommer. Und was ich als Vegetarierin besonders schätze: Wenn man hinunter nach Podolí oder zur Výtoň geht, findet man jede Menge toller Bistros, die weit mehr als nur typische Kneipenkost bieten.

Dieses ganze Areal hoch über der Moldau hat zudem den riesigen Vorteil, dass es trotz seiner historischen Bedeutung – umrankt von Sagen um die Fürstin Libuše – eine unglaublich entspannte, fast parkartige Atmosphäre bewahrt hat. Man kann hier stundenlang umherstreifen, auf den Mauern sitzen, die Beine baumeln lassen und Boote auf dem Fluss beobachten. Es ist eben kein steifes Freilichtmuseum mit Drehkreuzen, sondern ein lebendiges Stadtviertel, in das sich ein Ausflug aus den überhitzten Pflasterstraßen der Altstadt absolut lohnt.

In diesem Artikel findest du einen kompletten Guide für den Vyšehrad Prag – einschließlich Öffnungszeiten der Basilika St. Peter und Paul, wo genau der Vyšehrad-Friedhof und das berühmte Mausoleum Slavín liegen, und warum du die älteste Rotunde St. Martin auf keinen Fall verpassen solltest.

Aussicht vom Vyšehrad in Prag
Aussicht vom Vyšehrad

Zusammenfassung

  • Der Eintritt zum gesamten Vyšehrad-Areal (Parks, Mauern, Wege) ist völlig kostenlos und rund um die Uhr geöffnet.
  • Die Hauptattraktion ist die Basilika St. Peter und Paul mit atemberaubendem Jugendstil-Dekor – der Eintritt kostet etwa 5 €.
  • Der Vyšehrad-Friedhof und das Mausoleum Slavín sind die letzte Ruhestätte berühmter tschechischer Künstler (Antonín Dvořák, Bedřich Smetana, Karel Čapek).
  • Von den barocken Festungsmauern eröffnen sich die besten Aussichten auf die Prager Burg, das Moldautal und Podolí.
  • Die unterirdischen Kasematten beherbergen den Saal Gorlice, in dem Originale barocker Statuen von der Karlsbrücke aufbewahrt werden.
  • Die Rotunde St. Martin ist die älteste erhaltene Rotunde in Prag, erbaut bereits im 11. Jahrhundert.
  • Am einfachsten erreichst du den Vyšehrad mit der roten Metrolinie C bis zur Station Vyšehrad – von dort geht es ebenerdig weiter.
  • Für Familien mit Kindern gibt es einen tollen Themenspielplatz, inspiriert von alten tschechischen Sagen.
Vyšehrad mit Kleinkind
Frühling auf dem Vyšehrad

Wann den Vyšehrad besuchen und wie planen

Die Planung eines Besuchs auf dem Vyšehrad ist deutlich unkomplizierter als die Logistik rund um den Altstädter Ring. Da ein großer Teil des Erlebnisses aus Spaziergängen über die Mauern und durch die Parks besteht, spielt das Wetter hier eine ziemlich wichtige Rolle. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich selten mittags im Hochsommer hierherkomme, wenn die Sonne auf die Steinmauern brennt. Lieber wähle ich die Tagesrandzeiten oder kühlere Monate, wenn dieser Ort eine viel intimere Stimmung hat und man sich nicht durch Dutzende picknickenende Gruppen schlängeln muss.

Frühling und Herbst als absolute Favoriten

April, Mai und dann September und Oktober sind objektiv die besten Monate für den Vyšehrad. Das goldene Herbstlicht, das ich während meines Fotokurses so liebte, wirkt an den Backsteinmauern und den dunklen Türmen der Basilika wahre Wunder. Im Herbst, etwa zur Zeit des Signal Festivals (2026 findet es vom 15.–18.10. statt), färben sich die Bäume im Park gelb, und die Ausblicke auf den Nebel, der von der Moldau aufsteigt, haben eine unglaubliche Tiefe. Die Frühlingsmonate bringen blühende Bäume entlang der Mauern in Richtung Podolí. In diesen Monaten sind die Temperaturen zudem perfekt für ausgedehnte Spaziergänge, ohne dass man sich nach zehn Minuten in den Schatten flüchten muss.

Sommerabende und Winter-Melancholie

Im Sommer ist der Vyšehrad richtig belebt. Die Biergärten und Freilichtbühnen platzen aus allen Nähten, in den Parks spielen Leute Gitarre und insgesamt fühlt sich alles wie ein großes Festival an. Wenn du im Juli oder August kommst, empfehle ich, entweder früh morgens zu gehen oder erst zum Sonnenuntergang. Der Blick auf die untergehende Sonne hinter der Prager Burg von der Ziegelsteinaussicht ist so bekannt, dass du abends Dutzende Fotografen mit aufgestellten Stativen triffst. Der Winter (Januar, Februar) ist ein ganz anderes Kapitel. Bei Schnee ist der Vyšehrad wunderbar still. Der verschneite Friedhof wirkt ungemein majestätisch, und man fühlt sich wie mitten im 19. Jahrhundert. Allerdings solltest du dich darauf einstellen, dass der Wind vom Fluss auf den Mauern ziemlich schneidend sein kann.

Wie viel Zeit einplanen

Wenn du das Gelände nur schnell durchlaufen, die Aussicht fotografieren und einen Blick auf den Friedhof werfen möchtest, reichen zwei Stunden. Willst du aber die Basilika von innen besichtigen, eine Führung durch die unterirdischen Kasematten machen und die Kinder auf dem Spielplatz toben lassen, plane lieber einen halben Tag ein. Lukáš, Jonáš und ich verbringen hier regelmäßig einen ganzen Vormittag, schließen mit einem Kaffee ab und steigen dann gemütlich hinunter zum Fluss zum Mittagessen. Der Vyšehrad ist kein Ort zum Hetzen – sein Genius Loci liegt gerade im langsamen Tempo.

Ausflug in Prag
Ausflug in Prag

Wo übernachten

Als wir das letzte Mal eine Unterkunft in Prag für unseren jährlichen Besuch suchten, wollten wir etwas, das strategisch günstig an den Hauptverkehrsadern liegt und gleichzeitig absoluten Komfort bietet – denn Reisen mit einem zweijährigen Kind hat seine Eigenheiten. Wir entschieden uns für das The Julius Hotel am Senovážné náměstí, und rückblickend war es eine unserer besten Entscheidungen. Wir wohnten in ihrer One Bedroom Suite, was uns genug Platz für den Abend gab, wenn Jonáš bereits schlief. Das Design ist klar, durchdacht, mit dezenten Farbverweisen auf Alfons Mucha. Vom Hotel aus erreicht man den Hauptbahnhof (von dort sind es mit der Metro C nur drei Stationen zum Vyšehrad) in knappen fünf Minuten. Die Zimmer haben eine voll ausgestattete Küchenzeile, was man mit Kind besonders schätzt – auch wenn man einfach gerne selbst frühstückt. Preise und Verfügbarkeit für euren Termin könnt ihr über Booking.com prüfen und buchen.

Aussicht vom Vyšehrad
Aussicht vom Vyšehrad

Sehenswürdigkeiten auf dem Vyšehrad

Das Areal selbst birgt eine Fülle an historischen Denkmälern, Aussichtspunkten und versteckten Ecken. Schauen wir uns die spannendsten Orte an, die du bei deinem Spaziergang nicht verpassen solltest.

Basilika St. Peter und Paul

Die zwei dunklen neugotischen Türme der Basilika St. Peter und Paul bilden eine unübersehbare Dominante des Prager Panoramas, die man von überall erkennt. Obwohl die heutige Gestalt aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert stammt, reichen die Fundamente der Kirche ins 11. Jahrhundert zurück, in die Regierungszeit von König Vratislav II. Das Innere ist ein wahrer visueller Schock – während die Basilika von außen streng und schlicht wirkt, trifft man drinnen auf eine unglaublich farbenfrohe, üppige Jugendstil-Dekoration. Die Wände sind mit Ornamenten und Fresken des Ehepaars Urban bedeckt, die sich vom Stil Alfons Muchas inspirieren ließen. Ich persönlich gehe selten in Kirchen, aber diese Farbexplosion, die mit klassischer kühler Gotik absolut nichts zu tun hat, fasziniert mich jedes Mal aufs Neue.

Geöffnet ist täglich, allerdings finden sonntags vormittags Gottesdienste statt, sodass für Touristen erst ab 12:00 Uhr geöffnet ist. Der reguläre Eintritt liegt 2026 bei etwa 5 € für Erwachsene – Tickets kauft man direkt am Eingang. Von der Metro C Station Vyšehrad erreicht man die Basilika in einem gemütlichen zehnminütigen Spaziergang durch den Park. 💡 Insider-Tipp: Achte auf die Details der Fresken in den Seitenschiffen – einige Gesichter der Heiligen tragen die Züge damaliger Prager Bürger, die die Ausschmückung der Kirche finanziell unterstützt haben.

Vyšehrad-Friedhof
Vyšehrad-Friedhof
Lukáš und Lucie

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Vyšehrad-Friedhof und Mausoleum Slavín

Direkt neben der Basilika befindet sich der Vyšehrad-Friedhof – ein Ort, den man als Pantheon der tschechischen Kultur bezeichnen könnte. Während der nationalen Wiedergeburt im 19. Jahrhundert verwandelte sich der gewöhnliche Pfarrfriedhof in eine prestigeträchtige Begräbnisstätte. Architektonisch am eindrucksvollsten ist der Slavín, ein gewaltiges Gemeinschaftsmausoleum, das man an der geflügelten Geniusfigur auf der Spitze erkennt. Hier ruhen Alfons Mucha, die berühmte Opernsängerin Ema Destinnová und der Bildhauer Josef Václav Myslbek. Beim Schlendern durch die schmalen Gänge zwischen den Grabsteinen suchen Lukáš und ich oft nach bekannten Namen – man findet hier das Grab von Antonín Dvořák mit einer schönen Büste, das Grab von Bedřich Smetana oder die letzte Ruhestätte von Karel Čapek.

Der Friedhof ist das ganze Jahr über täglich kostenlos zugänglich. Im Sommer schließen die Tore um 18:00 Uhr, in den Wintermonaten bereits um 16:00 Uhr – darauf solltest du bei der Planung deines Nachmittagsspaziergangs achten. Es herrscht hier immer absolute Stille und Respekt, weshalb wir gerne vor dem Stadtlärm hierher flüchten. 💡 Insider-Tipp: Das Grab von Karel Čapek findest du nicht auf dem zentralen Slavín, sondern im hinteren Teil des Friedhofs (Abteilung 12) – es ist oft mit kleinen Steinen und Bleistiften bedeckt, die Leser dort hinterlassen.

Vyšehrad-Friedhof in Prag
Vyšehrad-Friedhof

Rotunde St. Martin

Wenn du vom Tábortor aus durch das Gelände spazierst, stößt du auf ein kleines rundes Bauwerk, das wirkt, als hätte es schon immer hier gestanden. Die Rotunde St. Martin ist die älteste erhaltene Rotunde Prags und stammt aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Sie hat eine unglaubliche Anzahl von Katastrophen überlebt – von Plünderungen während der Hussitenkriege bis hin zu Zeiten, in denen sie als Pulvermagazin oder Lagerhaus diente. Es ist faszinierend, ein so altes romanisches Bauwerk in einem relativ unversehrten Zustand zu sehen, besonders wenn man bedenkt, dass nur wenige Meter entfernt moderne Autos fahren.

Die Rotunde ist normalerweise nicht von innen zugänglich – sie öffnet nur bei besonderen Anlässen oder während Gottesdiensten. Da der Hauptweg aber direkt an ihr vorbeiführt, kann man sie unmöglich übersehen. Sie steht genau an der Wegkreuzung in Richtung Kasematten. 💡 Insider-Tipp: Geh ganz nah an die Fassade auf der rechten Seite heran – über einem der Fenster ist noch immer eine Kanonenkugel von 1757 in die Mauer eingemauert, als preußische Truppen Prag belagerten.

Rotunde St. Martin auf dem Vyšehrad
Rotunde St. Martin auf dem Vyšehrad

Kasematten und der Saal Gorlice

Unter den barocken Backsteinmauern, die den gesamten Vyšehrad umgeben, verbirgt sich ein System geheimer Militärgänge aus dem 17. Jahrhundert. Diese Kasematten dienten dem schnellen und unauffälligen Truppentransport. Die Führung durch die dunklen, engen und leicht feuchten Backsteinkorridore endet in einem riesigen unterirdischen Saal namens Gorlice. Er diente ursprünglich als Truppensammelplatz und Lebensmittellager, hat heute aber eine weitaus interessantere Funktion – er beherbergt mehrere originale Barockstatuen von der Karlsbrücke, die wegen Witterungsschäden durch Kopien ersetzt werden mussten. Die gewaltigen Sandsteinfiguren in dem beleuchteten unterirdischen Raum zu sehen, ist ein ziemlich beeindruckendes Erlebnis.

Den Eingang zu den Kasematten findest du am Ziegeltor (Cihelná brána). Führungen finden stündlich zur vollen Stunde statt, der volle Eintrittspreis beträgt etwa 5,50 €. Geöffnet ist täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr (im Sommer bis 18:00 Uhr). Drinnen herrscht eine konstante Temperatur von etwa 15 °C. 💡 Insider-Tipp: Nimm im Sommer einen leichten Pullover mit nach unten – auch wenn es draußen dreißig Grad sind, wird dir nach zwanzig Minuten in der unterirdischen Feuchtigkeit kalt.

Festungsmauern auf dem Vyšehrad
Festungsmauern auf dem Vyšehrad

Mauern, Aussichten und die Sage von Libuše

Was den Vyšehrad zu einem so beliebten Ort macht, sind seine mächtigen barocken Festungsmauern. Sie bilden einen zweieinhalb Kilometer langen Rundweg, auf dem man bequem spazieren kann, und bieten Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Der schönste Blick eröffnet sich von der südwestlichen Bastion in Richtung Fluss, Podolí und das gegenüberliegende Zlíchov. Von der Aussicht bei der Galerie wiederum zeigt sich der ikonischste Blick auf die Prager Burg über die Dächer der Neustadt. Mit dem Vyšehrad sind Legenden um die Fürstin Libuše verbunden, die von hier aus den Ruhm Prags prophezeit haben soll. Beim Spaziergang über dem Fluss fällt die Ruine eines gotischen Turms auf, der aus dem Felsen ragt – er wird Libušes Bad genannt, obwohl er historisch mit der sagenhaften Fürstin nichts zu tun hat.

Auf der Wiese im Park liegen zudem die sogenannten Teufelssäulen – drei Stücke einer zerbrochenen Granitsäule, die laut Sage der Teufel hier hingeschleudert haben soll, als er eine Wette mit dem örtlichen Priester verlor. Das Gelände der Mauern und Parks ist rund um die Uhr frei zugänglich. 💡 Insider-Tipp: Wenn du in Ruhe Fotos mit Moldau-Blick ohne fremde Köpfe im Bild machen willst, komm am Sonntagmorgen gegen acht Uhr – dann hast du die Mauern praktisch für dich allein, abgesehen von ein paar Hundebesitzern.

Aussicht vom Vyšehrad auf die Moldau
Aussicht vom Vyšehrad

Mit Kindern auf den Vyšehrad: Spielplatz der alten Sagen

Wenn wir mit Jonáš in Prag sind, gehören Spielplätze zu unseren festen Stationen zwischen den Sehenswürdigkeiten. Den Vyšehrad-Spielplatz „Aus den alten tschechischen Sagen“ findest du im ruhigen Teil des Parks nahe der Rotunde St. Martin. Er ist komplett aus massivem Robinienholz gebaut. Es gibt Holzfiguren von Bivoj mit dem Keiler, verschiedene Klettergerüste, kleine Häuschen und Schaukeln – alles einfühlsam in die Umgebung unter alten Bäumen eingefügt.

Der Spielplatz ist eingezäunt, was ich als Elternteil mit einem Kleinkind, das am liebsten in alle Richtungen gleichzeitig losrennt, ungemein zu schätzen weiß. Auf dem Boden liegt weicher Sand und Kies, und es gibt genügend Bänke zum Ausruhen. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos.

Spielplatz auf dem Vyšehrad
Spielplatz auf dem Vyšehrad

Praktische Infos für deinen Besuch

Bevor du dich auf den Weg zum Vyšehrad machst, habe ich hier die wichtigsten praktischen Informationen zu Anreise, Essen und Eintrittspreisen zusammengestellt.

Anreise und wie du hinkommst: Der einfachste Zugang zum Vyšehrad ist mit der roten Metrolinie C bis zur Station Vyšehrad. Von dort sind es etwa 10 Minuten zu Fuß auf absolut ebenem Terrain vorbei am Kongresszentrum bis zum Tábortor. Diese Route ist ideal für Kinderwagen oder Besucher mit eingeschränkter Mobilität. Eine zweite, etwas romantischere Möglichkeit ist die Straßenbahn (Linien 2, 3, 17, 21) bis zur Haltestelle Výtoň, von wo aus man den Hügel entlang der Festungsmauern hinaufsteigt. Es geht zwar ordentlich bergauf, aber dafür eröffnen sich nach und nach tolle Ausblicke auf den Fluss. Eine 30-Minuten-Fahrkarte für den ÖPNV kostet 1,20 €, die Tageskarte etwa 6 €. Wer von Deutschland aus anreist, erreicht Prag bequem mit dem Zug – von München oder Berlin gibt es Direktverbindungen, und vom Prager Hauptbahnhof sind es mit der Metro C nur drei Stationen zum Vyšehrad.

Essen und Trinken: Direkt auf dem Vyšehrad-Gelände gibt es mehrere Cafés und Restaurants, in die man einkehren kann. Wir waren neulich auf einen Kuchen und einen Kaffee dort, als unser Sohn 30 Minuten nach dem Frühstück unbedingt einen Snack brauchte.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten: Wie bereits erwähnt, ist das gesamte Außengelände – Parks, Wege, Mauern – rund um die Uhr geöffnet und kostenlos. Eintritt wird nur für einzelne Gebäude erhoben:

  • Basilika St. Peter und Paul: ca. 5 € (täglich, sonntags erst ab 12:00 Uhr)
  • Kasematten und Gorlice: ca. 5,50 € (täglich 9:30–17:00/18:00 Uhr)
  • Vyšehrad-Friedhof: kostenlos (täglich geöffnet, schließt um 16:00 oder 18:00 Uhr je nach Saison)
Café Bystro auf dem Vyšehrad
Café Bystro auf dem Vyšehrad

Weiterlesen

  • Stellst du gerade ein Gesamtprogramm zusammen? Dann lies unseren großen Guide Was man in Prag sehen sollte – dort findest du Dutzende weiterer Tipps abseits der üblichen Touristenpfade.
  • Wenn du den ruhigen Vyšehrad mit seinem berühmteren Geschwisterchen vergleichen möchtest, schau dir den Artikel über die Prager Burg an.
  • Reist du mit kleinen Kindern? Dann hilft dir unser Spezial-Überblick Unternehmungen mit Kleinkind in Prag, in dem wir unsere Lieblingsspielplätze und baby-freundlichen Cafés teilen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Eintritt zum Vyšehrad kostenpflichtig?

Nein, der Zutritt zum gesamten Außengelände, zu den Mauern und Parks ist völlig kostenlos. Eintritt zahlt man nur, wenn man die Basilika von innen besichtigen, die unterirdischen Kasematten besuchen oder in die Galerie gehen möchte.

Darf ich meinen Hund auf den Vyšehrad mitnehmen?

Ja, der Vyšehrad ist bei Hundebesitzern sehr beliebt. Hunde müssen im Bereich des Nationalen Kulturdenkmals allerdings an der Leine geführt werden und dürfen weder auf den Spielplatz noch auf den Friedhof.

Ist der Vyšehrad für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet?

Auf jeden Fall. Wenn du mit der Metro C zur Station Vyšehrad fährst, führt der gesamte Weg bis zur Basilika und der Hauptrundgang über die Mauern über asphaltierte, ebene Wege ohne Treppen. Nur einige Seitengassen haben Kopfsteinpflaster.

Wie lange dauert eine Besichtigung des Vyšehrad?

Für einen entspannten Spaziergang mit Aussicht von den Mauern und einem Besuch des Friedhofs empfehle ich 2 bis 3 Stunden einzuplanen. Mit Innenbesichtigungen und Mittagessen verbringt man hier leicht einen halben Tag.

Wo kann man am Vyšehrad parken?

Am besten lässt man das Auto in den gebührenpflichtigen Parkzonen in der Nähe der Metrostation Vyšehrad oder unten in Podolí und geht den Rest zu Fuß.

Ist die Rotunde St. Martin regulär zugänglich?

Nein, die Rotunde ist aus Sicherheits- und Denkmalschutzgründen die meiste Zeit des Jahres geschlossen – von außen kann man sie nur über einen kleinen Zaun hinweg betrachten. Geöffnet wird sie nur ausnahmsweise, etwa während der Langen Nacht der Kirchen oder den Tagen des Europäischen Kulturerbes.

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