Die schönsten Strände Griechenlands: TOP 20 + praktische Regeln 2026

Wenn ich die Augen schließe und mir den perfekten Urlaub vorstelle, sehe ich türkisblaues Meer und einen endlosen Streifen aus Sand oder weißen Kieseln, in den die Sonne brennt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damit nicht allein bin. Die schönsten Strände Griechenlands werden jeden Monat von Hunderttausenden Menschen online gesucht – und das aus gutem Grund. Griechenland bietet buchstäblich Tausende davon und belegt regelmäßig Platz zwei weltweit bei der Anzahl der Blauen-Flagge-Auszeichnungen, von denen es derzeit rund 620 besitzt.

Die traumhafte Bucht zu finden bedeutet aber nicht, einfach blind mit dem Finger auf die Karte zu zeigen. Einige der berühmtesten Strände leiden heute unter dem Ansturm der Massen, andere hat die Natur selbst gesperrt, und wieder andere wurden von überteuerten Strandclubs vereinnahmt, wo man für zwei Liegestühle mehr bezahlt als für den Flug.

Genau deshalb ist dieser ehrliche Reiseführer entstanden. Ich zeige euch ohne Schönfärberei 20 der schönsten griechischen Strände, aufgeteilt nach dem, was ihr vom Urlaub erwartet – dazu die aktuellen Regeln für 2026 (Liegestühle, gesperrtes Navagio, neues Strandgesetz) und am Ende eine übersichtliche Tabelle, damit ihr den Durchblick behaltet. Los geht’s! ☺️

Luftaufnahme der türkisfarbenen Lagune Balos auf Kreta mit weißem Sand und flachem Wasser
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons
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Zusammenfassung

  • Ikonische Postkartenstrände: Elafonissi (rosa Sand), Balos (Lagune), Myrtos und Sarakiniko. Atemberaubend schön, aber oft überfüllt – ein früher Start lohnt sich.
  • Achtung bei Navagio (Schiffswrack) auf Zakynthos: Für 2026 ist der Strand weiterhin gesperrt wegen Erdrutschen. Betreten ist verboten – möglich sind nur Fotos vom Boot oder vom Aussichtspunkt über dem Felsen.
  • Familien mit Kindern werden die flachen, ruhigen Strände von Agios Georgios (Naxos), Tigaki (Kos) oder Golden Beach (Thassos) lieben.
  • Party von nachmittags bis in die Nacht gibt es auf Super Paradise (Mykonos), Paradise Beach (Kos) und in Kavos (Korfu).
  • Abseits der Massen findet ihr euch auf Voidokilia, Simos, Vai mit seinem Palmenhain oder dem wilden Egremni wieder.
  • Neues Strandgesetz: Mindestens 70 % jedes Strandes müssen frei zugänglich bleiben – ohne Liegestühle. Mit eigenem Sonnenschirm und Handtuch findet ihr heute fast überall einen Platz.
  • Badeschuhe sind auf den Ionischen Inseln ein Muss – wegen der Kieselsteine und Seeigel.

Praktische Strandregeln Griechenland 2026: Das solltet ihr wissen

Bevor ihr euren Urlaub plant, lohnt es sich, die aktuellen Spielregeln zu kennen – denn die griechische Strandkultur hat in den letzten Jahren einige grundlegende Veränderungen erlebt.

Das größte Thema sind Liegestühle und Sonnenschirme – vor allem deren Preise, die sich enorm unterscheiden. Während ihr auf dem ruhigeren Thassos oder auf dem Festland für zwei Liegestühle und einen Sonnenschirm 5 bis 15 Euro pro Tag bezahlt, kann euch dieselbe Kombination in einem Luxus-Strandclub auf Mykonos locker 100 Euro und mehr kosten. Auf vielen kleineren Inseln wie Kos oder Naxos gilt außerdem noch die angenehme Regel „Liegestuhl gratis bei Verzehr“: Einfach in der Taverne nebenan einen Frappé und etwas zu essen bestellen, und der Platz gehört euch für den ganzen Tag.

Der wichtigste Tipp: Fragt immer vorher nach dem Preis. Viele Strandkioske hängen keine Preislisten aus – und der Betrag auf der Rechnung kann dann eine unangenehme Überraschung sein.

Die Handtuch-Bewegung und das neue Gesetz

Wer gar nichts bezahlen möchte und lieber das eigene Handtuch ausbreitet, steht heute auf der richtigen Seite des Gesetzes. Laut griechischer Gesetzgebung müssen mindestens 70 % der Fläche jedes Strandes frei zugänglich bleiben (in Natura-2000-Schutzgebieten sogar 85 %). Jahrelang ignorierten Strandbar-Betreiber diese Vorschrift und belegten den Sand bis ans Wasser. Im Sommer 2023 schlug die Stimmung jedoch um: Die sogenannte „Handtuch-Bewegung“ (Κίνημα της Πετσέτας) entflammte – Einheimische protestierten gegen illegale Flächenbelegungen, die Regierung reagierte konsequent, schickte Drohnen in die Luft und verhängte Bußgelder von 2.000 bis 60.000 Euro. Verstöße lassen sich heute direkt vom Strand aus über die offizielle App MyCoast melden – allein in einem einzigen Sommer gingen darüber mehr als elftausend Beschwerden ein. Das Ergebnis: Mit eigenem Sonnenschirm findet ihr heute fast überall einen Platz.

Seeigel, Kieselsteine und Sicherheit

Rettungsschwimmer und Warnflaggen gibt es nur an großen, bewirtschafteten Stränden – eine rote Flagge bedeutet Badeverbot. An wilden Buchten seid ihr auf euch allein gestellt, also Achtung vor allem bei zwei Dingen.

Die Ionischen Inseln (Kefalonia, Lefkada, Zakynthos) sind für ihr wunderschönes blaues Wasser bekannt, das sie den hellen Kalksteinkieseln verdanken. Das sieht zwar spektakulär aus, aber das Laufen darauf tut höllisch weh – Badeschuhe sind hier absolut unverzichtbar. Das zweite Risiko sind Seeigel, die sich meist auf Felsen und Steinen im klaren Wasser aufhalten. An reinen Sandstränden begegnet ihr ihnen kaum, aber sobald ihr über Felsen ins Meer klettert, schaut gut auf den Boden.

Die gute Nachricht: Das griechische Meer gehört zu den saubersten in ganz Europa. Für 2025 wurden insgesamt 623 Strände mit der Blauen Flagge ausgezeichnet – ein Siegel für Wasserqualität, Sicherheit und gute Infrastruktur in einem. Wer mit jemandem reist, der in seiner Mobilität eingeschränkt ist, sollte sich die barrierefreien Rampen von Seatrac anschauen – sie sind bereits an knapp 150 griechischen Stränden im Einsatz und ermöglichen einen selbstständigen Meereseinstieg.

Ikonische Strände, die ihr von Postkarten kennt

Diese Strände kennt ihr aus Reisekatalogen und von Instagram. Sie sind atemberaubend schön – aber ihre Berühmtheit hat ihren Preis. Wer hierherfährt, sollte mit einer guten Strategie anreisen.

Navagio (Schiffswrack), Zakynthos

Strand Navagio auf Zakynthos mit Schiffswrack, weißen Klippen und türkisfarbenem Meer
Foto: kallerna, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Die Bucht mit dem Wrack des Schmugglerschiffs Panagiotis, eingerahmt von senkrechten Kalksteinfelsen, ist wohl das meistfotografierte Motiv ganz Griechenlands – und gleichzeitig ein echter Problemfall.

⚠️ Aktueller Stand für 2026: Der Strand ist für Besucher gesperrt. Nach einer Reihe gefährlicher Erdrutsche und seismischer Aktivitäten haben die Behörden nach einer Inspektion im März 2026 das strenge Betretungsverbot verlängert. Das Betreten des Sandes sowie das Schwimmen in unmittelbarer Nähe des Wracks ist auf unbestimmte Zeit verboten. Lasst euch nicht von Schleppern einreden, die euch ein Picknick direkt neben dem Wrack versprechen.

Was bleibt also? Entweder eine Bootstour buchen (Abfahrt von Porto Vromi, Alykes oder Skinari), die euch in die Bucht bringt, sodass ihr vom Deck aus fotografieren könnt. Oder zur Aussichtsplattform auf dem Felsen hoch über dem Strand fahren – der Blick von dort ist genauso beeindruckend. Rechnet aber mit Warteschlangen und gelegentlichen Zugangssperren, besonders bei starkem Wind. Weitere Tipps rund um die Insel findet ihr in unserem Zakynthos-Reiseführer.

💡 Tipp: Bootstouren zu Navagio könnt ihr ganz bequem vorab online vergleichen und buchen auf GetYourGuide – so spart ihr euch die Ticketsuche vor Ort und wählt das Boot mit den besten Bewertungen.

Elafonissi, Kreta

Luftaufnahme des Strandes Elafonissi auf Kreta mit rosa Sand und türkisfarbener Flachwasser-Lagune
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

Die Lagune an der Südwestspitze Kretas ist berühmt für ihren rosa Sand, der durch zermahlene Schalen kleiner Meeresorganismen entsteht. Das Wasser ist unglaublich flach und warm – man kann problemlos von der Küste bis zur benachbarten kleinen Insel waten, und Kinder haben hier ihren ganz persönlichen Märchenspielplatz.

Das klingt nach Paradies – doch im Juli und August verwandelt sich Elafonissi in ein echtes Ameisennest mit Hunderten von Autos und Dutzenden von Reisebussen, täglich kommen bis zu 5.000 Besucher. Wer ihn wirklich genießen möchte, muss früh aufstehen. Kommt vor zehn Uhr morgens oder erst nach 17 Uhr, wenn die Gruppentouren wieder abgereist sind. Und denkt daran: Die gesamte Lagune ist Naturschutzgebiet – den rosa Sand als Souvenir mitnehmen ist verboten. Weitere Tipps gibt es in unserem Kreta-Reiseführer.

Balos, Kreta

Lagune Balos auf Kreta aus der Vogelperspektive mit vielfältigen Türkistönen und weißer Sandbank
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

Eine weitere kretische Lagune, diesmal im Nordwesten, mit wilder, ursprünglicher Schönheit, wo sich Dutzende Blau- und Grüntöne vermischen. Die Anreise ist allerdings ein kleines Abenteuer für sich.

Die komfortablere Variante ist ein ganztägiger Bootsausflug vom Hafen Kissamos (ca. 30 bis 40 Euro), der euch unterwegs auch zur Pirateninsel Imeri Gramvousa bringt und direkt am Wasser absetzt. Die zweite Möglichkeit ist die Anreise mit dem Auto – doch dann erwartet euch eine acht Kilometer lange Schotterpiste am Klippenrand, für die die meisten Mietwagenfirmen keine Versicherung gewähren. Am Ende parkt ihr und steigt (und klettert in der Hitze wieder zurück) etwa zwanzig Minuten über einen Steinpfad. Die Belohnung: ein schier unschlagbarer Ausblick von oben, der sich tief ins Gedächtnis brennt.

💡 Tipp: Den ganztägigen Bootsausflug nach Balos und zur Pirateninsel Gramvousa vom Hafen Kissamos könnt ihr im Voraus auf GetYourGuide buchen – in der Hochsaison sind die Boote schnell ausgebucht.

Myrtos, Kefalonia

Strand Myrtos auf Kefalonia mit weißen Kieseln und tiefblauem Meer unter steilen Hängen
Foto: Tony Hisgett, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

Strahlend weiße Kiesel im Kontrast zu tiefblauem Wasser und steilen grünen Felsen. Myrtos wirkt unglaublich dramatisch und gehört zu den meistfotografierten Stränden der Ionischen Inseln überhaupt.

Das Wasser fällt hier jedoch schnell in die Tiefe und die Meeresströmungen können tückisch stark sein – für kleine Kinder ist dieser Strand daher weniger geeignet. Für geübte Schwimmer und Fotobegeisterte ist er dagegen ein absolutes Muss. Und vergesst die Badeschuhe nicht – die Kiesel sind gnadenlos. Kefalonia hat noch viele weitere ruhige Buchten, schaut in unseren Kefalonia-Reiseführer.

Porto Katsiki, Lefkada

Strand Porto Katsiki auf Lefkada mit hoher weißer Klippe und türkisfarbenem Meer
Foto: Dimitra Papadimitriou, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der Name bedeutet übersetzt „Ziegenhafen“ – weil früher nur Tiere hierherkamen. Heute führt eine Asphaltstraße hin, und zum Strand gelangt man über rund hundert steile Stufen, die an der Felswand kleben. Das Wasser hat durch den Kalksteinuntergrund eine Farbe wie aus einer anderen Welt – milchiges Türkis, dem man den Atem verschlägt.

Bedenkt: Nachmittags brennt die Sonne gnadenlos auf den weißen Fels, also bereitet euch auf extreme Hitze vor und nehmt ausreichend Wasser mit. Lefkada hat noch viele weitere Strände dieser Art – mehr dazu im Lefkada-Reiseführer.

Sarakiniko, Milos

Weiße Vulkanfelsen am Strand Sarakiniko auf der Insel Milos mit Blick auf die Ägäis
Foto: dronepicr, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

Sarakiniko ist eigentlich gar kein Strand im klassischen Sinne – eher eine Mondlandschaft. Strahlend weiße Vulkanfelsen wurden hier von Wind und Meer zu glatten, runden Formen modelliert. Sand gibt es kaum; man liegt direkt auf den aufgeheizten Steinen und springt von den Felsen ins Wasser.

Das ist ein Erlebnis, das man sonst nirgends in Griechenland findet – aber Achtung: Auf den weißen Felsen gibt es keinen Schatten, und der Stein reflektiert die Sonne so stark, dass man sich im Handumdrehen verbrennt. Hut, reichlich Sonnencreme und ein früher Aufbruch morgens oder abends sind hier Pflicht. Mehr über die Vulkaninsel Milos gibt es hier.

Strände für Familien mit Kindern

Ihr reist mit Kindern? Dann braucht ihr keine dramatischen Klippen und kein tiefes Wasser. Was ihr sucht, ist feiner Sand zum Burgenbauen, flacher Meereseinstieg, wo die Kleinen sicher planschen können, und gute Infrastruktur mit Toiletten und Tavernen. Diese Strände sind für kleine Wasserratten wie gemacht.

Agios Georgios, Naxos

Stadtstrand Agios Georgios auf Naxos mit flachem türkisfarbenem Wasser und breitem Sandstreifen
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Naxos rühmt sich generell der schönsten Sandstrände aller Kykladeninseln, und Agios Georgios liegt direkt neben der Hauptstadt Chora. Das Wasser bleibt noch Dutzende Meter vom Ufer entfernt flach und die Wellen sind minimal – Eltern können in aller Ruhe in der Taverne sitzen und ihre Kinder dabei im Blick behalten.

Ein großes Plus: Der Strand ist zu Fuß direkt aus der Stadt erreichbar, ihr braucht also kein Auto. Wenn ihr eine Insel für den Familienurlaub sucht, ist Naxos eine sichere Wahl.

Tigaki, Kos

Blick auf den langen Sandstrand Tigaki auf der Insel Kos mit flachem Meer
Foto: Asurnipal, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Ein langer und breiter Streifen hellen Sandes an der Nordküste von Kos – mit toller Infrastruktur und vielen Liegestühlen, aber auch genug freiem Platz für das eigene Handtuch. Das Wasser ist kristallklar, außergewöhnlich flach und trägt die Blaue Flagge.

Tigaki ist ruhig, gut ausgestattet und für einen Urlaub mit Kindern ideal. Kos ist zudem perfekt für Radtouren – so kommt ihr auch bequem aus der Stadt hierher. Was es auf der Insel sonst noch zu erleben gibt, erfahrt ihr in unserem Kos-Reiseführer.

Golden Beach (Chrissi Ammoudia), Thassos

Golden Beach auf der Insel Thassos, vom Berg Ipsarion aus gesehen: langer goldener Sandstreifen in der Bucht
Foto: Sli23121953, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der Goldene Strand auf Thassos macht seinem Namen alle Ehre. Drei Kilometer feiner Sand, eingerahmt von sattgrünen Bergen, ruhiges und warmes Wasser – kurz gesagt ideal für die Kleinsten. Dazu zählt Thassos zu den günstigsten griechischen Inseln überhaupt, sodass ihr für Liegestühle kein Vermögen hinlegen müsst.

Wer Familienurlaub ohne Menschenmassen und ohne überhöhte Preise sucht, wird hier fündig.

Falassarna, Kreta

Breiter Sandstrand Falassarna im Westen Kretas mit türkisfarbenem Meer
Foto: Pavel Špindler, CC BY 3.0, Wikimedia Commons

Wer Elafonissi zu überlaufen findet, für den ist Falassarna im Westen Kretas eine hervorragende Alternative. Der Strand ist schlicht riesig – er besteht aus mehreren aneinandergereihten Sandabschnitten, sodass man selbst in der Hochsaison ein ruhiges Plätzchen für sich findet. Das Wasser ist wunderschön klar und der Strand bestens ausgestattet.

Wegen des offenen Meeres kann es hier manchmal stärker winden – das schätzen Wellenliebhaber mehr als blutige Anfänger im Wasser. Dafür belohnt er euch mit einigen der schönsten Sonnenuntergänge auf der ganzen Insel.

Agios Gordios, Korfu

Strand Agios Gordios auf Korfu mit grünen Hängen und Felsformationen im Meer
Foto: Marc Ryckaert (MJJR), CC BY 3.0, Wikimedia Commons

Eine wunderschöne Bucht an der Westküste Korfus, umgeben von jahrhundertealten Olivenhainen und dramatischen Felsen. Der Sand ist etwas grober, aber der Meereseinstieg ist absolut sicher und direkt am Strand gibt es tolle Familientavernen.

Das ist eines dieser Orte, an denen man den ganzen Tag verbringen kann, ohne irgendwohin hetzen zu müssen. Weitere Tipps zur Insel findet ihr im Korfu-Reiseführer.

Partystrände, wo bis in den Morgen getanzt wird

Wenn für euch ein Strand nicht nur Buch lesen und leises Meeresrauschen bedeutet, sondern eher fette DJ-Sets, Cocktails und Tanzen im Sand – Griechenland hat seine Legenden. Hier ist absolut nichts für alle, die Ruhe suchen. 😅

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Super Paradise, Mykonos

Strand Super Paradise auf Mykonos mit Sand, Liegestühlen und türkisfarbenem Meer
Foto: rene boulay, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Das Epizentrum des griechischen Strandhedonismus. Tagsüber Luxusliegestühle und teure Cocktails, nachmittags dreht die Musik auf und die ganze Bucht verwandelt sich in einen riesigen Open-Air-Club voller internationaler Prominenz.

Es ist teuer, exklusiv und ohrenbetäubend laut – Liegestühle in Premium-Clubs wie Scorpios müssen teilweise Wochen im Voraus reserviert werden. Wer aber das Tanzbein schwingen und sich zumindest kurz wie eine Berühmtheit fühlen möchte, ist hier genau richtig. Mehr über Griechenlands berühmteste Party-Insel gibt es in unserem Mykonos-Reiseführer.

Paradise Beach, Kos

Panoramablick auf den Paradise Beach auf der Insel Kos mit goldenem Sand und türkisfarbenem Meer
Foto: Stimoroll, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Die kleinere und deutlich günstigere Schwester der mykonischen Legende. Bekannt auch als „Bubble Beach“, weil aufgrund vulkanischer Aktivität kleine Bläschen vom Meeresgrund aufsteigen. Tagsüber ein toller Badespot, nachmittags legt die Stimmung mit Musik und Wassersport richtig los.

Ein idealer Kompromiss für alle, die Spaß wollen, aber nicht zu Mykonos-Preisen.

Kavos, Korfu

Den äußersten Süden Korfus haben sich vor allem junge, überwiegend britische Touristen unter den Nagel gerissen. Der Strand selbst gehört nicht zu den schönsten der Insel, aber wer günstige Drinks, laute Musik, Schaumpartys und wildes Nachtleben sucht, wird in Kavos auf seine Kosten kommen.

Das ist eine zweckgebaute Party-Zone – eine der intensivsten in ganz Europa. Familien mit Kindern und Ruhesuchende sollten lieber einen anderen Teil der Insel ansteuern.

Wilde und ruhige Strände: Weg von den Massen

Für alle, die nur Wind und Meer hören wollen und auf den Komfort eines Strandservice gerne verzichten. Die Belohnung: Stille, Weite und das Gefühl, den Ort ganz für sich entdeckt zu haben.

Kavourotrypes (Orange Beach), Chalkidiki

Orange Beach auf der Halbinsel Sithonia mit orangefarbenem Sand, Felsen und Blick auf den Berg Athos
Foto: EAMorton, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Ein Gewirr kleiner Buchten mit weißem Sand und türkisblauem Wasser, eingerahmt von duftenden Kiefernwäldern und glatten weißen Felsen. Dabei handelt es sich nicht um einen einzigen Strand, sondern um eine ganze Kette versteckter Buchten auf der Halbinsel Sithonia.

In der Hochsaison kann es voll werden, aber im Juni oder September verwandelt sich die Gegend in ein absolutes Paradies. Chalkidiki ist zudem die Region mit den meisten Blauen Flaggen in ganz Griechenland – um die Wasserqualität müsst ihr euch hier also keine Sorgen machen.

Egremni, Lefkada

Strand Egremni auf Lefkada mit langem weißem Sandstreifen unter hohen Klippen und türkisfarbenem Meer
Foto: Stefan Fussan, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

⚠️ Der Zugang ist nach wie vor schwierig. Nach einem starken Erdbeben im Jahr 2015 stürzten die berühmten Stufen ein, die zu diesem beeindruckenden Strand führten. Inzwischen sind sie teilweise wiederhergestellt, doch der Abstieg – und vor allem der Wiederaufstieg in der Sommerhitze – ist extrem anspruchsvoll und für Menschen mit schlechter Kondition schlicht nicht empfehlenswert.

Die beste und sicherste Art, Egremni zu erleben, ist die Anreise per Ausflugsboot von Nidri oder Vassiliki. Vom Wasser aus wirkt die endlose weiße Felswand, die ins Türkisblaue abfällt, noch beeindruckender.

Vai, Kreta

Strand Vai im Osten Kretas mit Palmenhain und türkisfarbenem Meer
Foto: Marc Ryckaert (MJJR), CC BY 3.0, Wikimedia Commons

Im äußersten Osten Kretas wartet etwas völlig Einzigartiges: Europas größter natürlicher Palmenhain. Dank Tausender Dattelpalmen erinnert Vai eher an die Karibik als ans Mittelmeer – ein Anblick, den man hier nicht erwartet.

Der Strand ist zwar organisiert und gut ausgestattet, aber sobald ihr euch ein Stück vom Haupteingang entfernt, findet ihr die ersehnte Ruhe. Es ist ein weiter Weg ans andere Ende der Insel – aber er lohnt sich definitiv.

Simos, Elafonisos

Strand Simos auf der Insel Elafonisos mit weißem Sand, Dünen und klarem türkisfarbenen Meer
Foto: DimitrisP67, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Ein echter Geheimtipp. Elafonisos ist eine kleine Insel unweit der südlichen Peloponnes-Spitze (nicht zu verwechseln mit dem kretischen Elafonissi!) und lässt sich mit einer kurzen Fähre vom Festlandhafen Pounta erreichen – die Überfahrt dauert kaum zehn Minuten.

Simos besteht aus einer atemberaubenden Doppelbucht mit feinem weißen Sand und Dünen, weshalb er als „Karibik Europas“ gilt. Es ist ein abgelegener Ort, wohin vor allem die Griechen selbst zum Erholen fahren. Wer also sehen möchte, wohin die Einheimischen ihren Urlaub verbringen – hier ist die Antwort.

Für Naturliebhaber: Schildkröten und der perfekte Halbmond

Zum Abschluss zwei Strände, bei denen nicht Party oder Liegestühle im Vordergrund stehen, sondern die Natur selbst. Einer ist Heimat bedrohter Meeresschildkröten, der andere hat eine so perfekte Form, dass man es kaum glauben kann.

Gerakas, Zakynthos

Strand Gerakas auf Zakynthos mit goldenem Sand und weißen Sandsteinfelsklippen
Foto: kallerna, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Zakynthos ist nicht nur das gesperrte Schiffswrack. Im Süden der Insel liegt der Strand Gerakas – ein wichtiges Brutgebiet der bedrohten Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) und Teil des Nationalen Meeresparks, wo strenge Regeln gelten.

Ihr dürft keinen eigenen Sonnenschirm in den Sand stecken (um die Nester nicht zu beschädigen), keine Hunde mitbringen, keine Motorwassersportarten betreiben – und vor allem: Der Strand schließt strikt vor Sonnenuntergang. Das Wasser ist wunderschön klar, warm und flach, und wer Glück hat und die Schnorchelmaske aufsetzt, kann einer erwachsenen Karettschildkröte direkt vor der Küste begegnen. Die goldene Regel: nicht berühren, nicht hetzen, nur still und respektvoll beobachten. Die Parkregeln findet ihr auf der offiziellen Website.

Voidokilia, Peloponnes

Strand Voidokilia auf dem Peloponnes in der Form des griechischen Buchstabens Omega mit weißem Sand und ruhiger Lagune
Foto: Chris06, CC0, Wikimedia Commons

Ein fast perfekter Halbkreis in Form des griechischen Buchstabens Omega (Ω), gesäumt von einem Dünenstreifen. Voidokilia auf dem Peloponnes ist so symmetrisch, dass er fast unnatürlich wirkt – und gehört zu den fotogenischsten Stränden ganz Griechenlands.

Das Wasser ist flach und ruhig, oberhalb des Strandes stehen die Nestor-Höhle und eine fränkische Burg, dahinter erstreckt sich eine vogelreiche Lagune. Es ist ein wilder, geschützter Strand ohne Kiosk und Liegestühle – bringt also euren eigenen Schatten, Wasser und Proviant mit. Für diese unberührte Schönheit lohnt sich der Aufwand allemal.

Die große Übersicht: TOP 20 Strände Griechenland

Zur besseren Orientierung findet ihr hier eine schnelle Zusammenfassung aller zwanzig Strände auf einen Blick. Ob ihr nach Insel, Strandtyp oder nach dem perfekten Ort für Familien oder Feierwütige sucht – hier wird ihr fündig.

StrandInsel / RegionUntergrundIdeal fürAnreise
ElafonissiKretarosa SandFamilien, FotosAuto/Bus (früh anreisen)
BalosKretaSandAbenteuerlustigeBoot ab Kissamos oder Offroad
Navagio ⚠️Zakynthosweiße Kieselgesperrt für Besuchernur Blick vom Boot oder Felsen
MyrtosKefaloniaweiße KieselSchwimmer, ErwachseneAuto (steile Serpentinen)
SarakinikoMilosweiße FelsenFotos, FelsenspringerAuto, Roller
Porto KatsikiLefkadaKieselPaare, SchwimmerAuto + 100 Stufen
Agios GeorgiosNaxosfeiner SandFamilien mit Kleinkindernzu Fuß aus Chora
TigakiKosSandFamilien, EntspannungAuto, Fahrrad aus Kos-Stadt
Golden BeachThassosSandFamilienAuto, Bus
FalassarnaKretaSandFamilien, WellenliebhaberAuto
Agios GordiosKorfugröberer SandFamilienAuto, Bus
Super ParadiseMykonosSandParty, LuxusAuto, Wassertaxi
Paradise BeachKosSandParty, Junge LeuteAuto, Bus
KavosKorfuSandwildes NachtlebenAuto, Bus in den Süden
KavourotrypesChalkidikiSand / FelsenRuhe, NaturAuto, dann zu Fuß durch den Wald
Egremni ⚠️LefkadaKieselAbenteuerlustigeBoot ab Nidri (Stufen risikoreich)
VaiKretaSandExotik-LiebhaberAuto in den Osten Kretas
SimosElafonisosweißer SandMassen meidenFähre vom Peloponnes
GerakasZakynthosSandSchildkröten-BeobachterAuto (strenge NP-Regeln)
VoidokiliaPeloponnesSandNaturliebhaberAuto (Halbmondform)

Unterkunft an den schönsten Stränden Griechenlands

💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com – dort gibt es meist die besten Stornobedingungen für den Fall, dass sich Wetter oder Strandzugang ändern. Tickets, Bootsausflüge und Aktivitäten lohnt es sich vorher auf GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Wo ihr übernachtet, hängt stark davon ab, welchen Urlaub ihr plant. Auf Kreta empfehle ich, die Unterkunft je nach gewünschten Stränden zu wählen: Für Elafonissi und Balos ist Chania im Westen ideal, für Vai und die Oststrände bieten sich Sitia oder Agios Nikolaos an. Apartments starten bei etwa 50 bis 70 Euro pro Nacht – in der Hochsaison ruhig mehrere Monate im Voraus buchen.

Für Familienstrände sind Naxos oder Kos eine sichere Wahl – dort findet ihr viele Apartments mit Küche in Strandnähe. Wer zur Party nach Mykonos will, muss tief in die Tasche greifen: In der Saison fängt eine anständige Unterkunft gern bei 150 Euro pro Nacht an. Kos ist eine günstigere und trotzdem spaßige Alternative.

An ruhigen Stränden wie Voidokilia oder Simos übernachtet ihr am besten in den umliegenden Dörfern – dort erwartet euch authentische Atmosphäre und lokale Preise. Egal wohin es euch zieht: Lohnt sich, die Angebote auf Booking.com zu vergleichen und frühzeitig zu buchen – die besten Preis-Leistungs-Angebote sind als Erstes weg.

Egal ob ihr euch für eine lebhafte Strandbar auf den Kykladen oder eine versteckte Bucht auf den Ionischen Inseln entscheidet – denkt an das Wichtigste: Respektiert die lokalen Regeln, schützt die Natur und genießt die unglaubliche Entspannung, die Griechenlands Küste zu bieten hat. Schönen Urlaub! ☺️

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Bevor ihr aufbrecht, schaut auch in unsere anderen Griechenland-Artikel – damit euer Urlaub bis ins letzte Detail geplant ist:

Häufig gestellte Fragen

Kde jsou v Řecku nejkrásnější pláže?

Mezi vůbec nejkrásnější patří krétská laguna Elafonissi s růžovým pískem a Balos, dále Voidokilia na Peloponésu ve tvaru písmene omega, dramatický Myrtos na Kefalonii a měsíční krajina Sarakiniko na Milosu. Záleží ale na tom, co hledáte. Pro rodiny budou nejkrásnější mělké písčité pláže na Naxosu a Kosu, pro dobrodruhy zase divoké zátoky Jónských ostrovů.

Je pláž Navagio (vrak lodi) v roce 2026 otevřená?

Ne. Navagio na Zakynthu je pro rok 2026 stále uzavřené pro vstup kvůli nebezpečným sesuvům půdy a seismické aktivitě. Na pláž ani k vraku se nesmí, úřady zákaz v březnu 2026 prodloužily na neurčito. Vidět ji můžete jen z výletní lodi, která vpluje do zátoky, nebo z vyhlídkové plošiny na útesu nad pláží.

Která řecká pláž je nejlepší pro rodiny s dětmi?

Pro rodiny s malými dětmi je ideální Agios Georgios na Naxosu, kde je voda mělká i desítky metrů od břehu. Skvělou volbou jsou i Tigaki na Kosu, Golden Beach na Thassosu nebo Agios Gordios na Korfu. Všechny mají jemný písek, pozvolný vstup do vody, minimum vln a dobré zázemí s tavernami a toaletami.

Kolik stojí lehátko na řecké pláži?

Ceny se liší propastně. Na klidnějších ostrovech a na pevnině zaplatíte za set dvou lehátek a slunečníku zhruba 5 až 15 eur (125 až 375 Kč) na den, v luxusních klubech na Mykonosu klidně 100 eur i víc. Na řadě menších ostrovů ale funguje pravidlo „lehátko zdarma při útratě“ a podle zákona musí 70 % každé pláže zůstat volných, takže s vlastním ručníkem si lehnete zdarma.

Kdy jsou na Zakynthosu želvy?

Mořské želvy karety obecné hnízdí na Zakynthu zhruba od června do srpna, kdy samice kladou vajíčka, a mláďata se líhnou přibližně od srpna do října. Nejlepší šanci je zahlédnout máte na plážích Gerakas, Dafni a Marathonisi nebo při šnorchlování v zátoce Laganas. Vždy je pozorujte z odstupu a nikdy se jich nedotýkejte.

Kde je v Řecku nejteplejší a nejčistší moře?

Nejteplejší vodu obvykle najdete na jihu, tedy na Krétě, Rhodosu a v Dodekanésu, kde se moře drží příjemně teplé až do října. Co se čistoty týče, řecké moře patří k nejčistším v Evropě a země má přes 620 pláží s Modrou vlajkou. Mimořádně průzračnou vodou prosluly Jónské ostrovy díky bílému vápencovému podloží.

Jsou v řeckém moři žraloci nebo medúzy?

Žraloků se bát nemusíte, útoky na lidi jsou v Řecku naprosto výjimečné a běžně se s nimi při koupání nesetkáte. Občas narazíte na medúzy, většina z nich je ale neškodná. Pozor si dejte jen na fialovou výstražnou vlajku, která znamená výskyt mořských škůdců. Větším praktickým rizikem jsou mořští ježci na skalnatých plážích, proti kterým pomohou boty do vody.

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