Die Kanarischen Inseln habt ihr als sichere Bank im Kopf – Sonne auch im Januar, vulkanische Strände, ewiger Frühling. Doch dann kommt die Realität der Planung: Welche Insel soll es eigentlich sein, wann fliegt man am günstigsten, und schafft ihr das auf eigene Faust oder lieber als Pauschalreise? Genau in dieser Unsicherheit steckten auch wir, bevor wir das erste Mal hingefahren sind.
Hier findet ihr drei Dinge an einem Ort: aktuelle Preise für Pauschalreisen und Flüge, die wir jeden Morgen aktualisieren; unsere Tipps aus eigenen Reisen und Artikeln zu den einzelnen Inseln; und einen Plan, wann und was ihr buchen solltet, damit ihr nicht unnötig draufzahlt. Kein Drumherumgerede – nur das, was ihr wirklich wissen müsst.

Was man in Kanarische Inseln sehen und erleben kann
Die Kanaren sind keine einzelne Insel, sondern sieben verschiedene Welten. Wir empfehlen euch deshalb, zuerst unseren Vergleich zu lesen, welche Insel die richtige ist – das erspart euch viel Hin und Her. Und dann geht es nur noch darum, was ihr vom Urlaub erwartet.
- Teneriffa – die größte Insel mit dem Vulkan Teide (3.718 m), den besten Stränden und lebhaften Urlaubsorten. Eine super Wahl für den ersten Besuch.
- Gran Canaria – ein „Kontinent im Kleinen“: die Dünen von Maspalomas, Berge im Inselinneren und ruhige Städte im Norden.
- Lanzarote – mondartige Vulkanlandschaft, Weinberge in der Lava und die Architektur von César Manrique. Unser persönlicher Favorit für Fotos.
- Fuerteventura – endlose helle Strände und Wind. Ein Paradies für Surfer, Ruhesuchende und lange Spaziergänge am Meer.
Eines haben alle Inseln gemeinsam: ganzjährige Wärme, gutes Essen (papas arrugadas mit Mojo-Soße solltet ihr gleich am ersten Tag probieren) und eine Vulkannatur, wie ihr sie sonst nirgendwo in Europa findet.
Wann ist die beste Reisezeit für Kanarische Inseln
Dieses Reiseziel hat einen riesigen Vorteil – ihr könnt das ganze Jahr über hinfahren. Die Temperaturen am Meer liegen zwischen 20–28 °C, und selbst im Winter ist es hier angenehm. Genau deshalb sind die Kanaren so beliebt als Flucht vor dem deutschen Schmuddelwetter.
Wer ohne Kompromisse baden möchte, fährt am besten von Mai bis Oktober, wenn das Meer am wärmsten ist. Die touristische Hauptsaison (und teuerste Zeit) ist dagegen Dezember bis Februar, wenn ganz Europa hierherkommt, um Wintersonne zu tanken – die Preise für Flüge und Unterkünfte schießen dann in die Höhe.
Unser Tipp für das beste Verhältnis von Preis und Wetter: April, Mai und Oktober. Es ist warm, das Meer trägt schon bzw. noch, und Menschenmengen wie Preise lassen nach. Rechnet aber damit, dass an den Stränden im Osten der Inseln (vor allem auf Fuerteventura) fast immer der Wind weht.
Anreise nach Kanarische Inseln
Am einfachsten ist der Flug. Auf die Kanaren fliegt man direkt oder mit Umstieg – Direktflüge (Charter und Billigflieger) gibt es vor allem ab größeren Flughäfen, ansonsten wird meist in Madrid, Barcelona oder über deutsche und Wiener Flughäfen umgestiegen. Ein Direktflug dauert etwa 4 bis 5 Stunden.
Mit dem Auto oder Zug ergibt es aus naheliegenden Gründen keinen Sinn – es handelt sich um Inseln im Atlantik vor der afrikanischen Küste. Zwischen den einzelnen Inseln reist ihr entweder mit Kurzflügen oder per Fähre (z. B. Teneriffa–Gran Canaria). Wenn ihr mehrere Inseln kombinieren wollt, plant die Transfers im Voraus – in der Saison füllen sich die Kapazitäten schnell.
Mietwagen vor Ort
Auf den Kanaren lohnt sich ein Auto meistens. Wenn ihr mehr sehen wollt als nur den Strand vor dem Hotel – Vulkane, Inselinneres, versteckte Buchten – kommt ihr ohne Auto nicht aus. Die Mietpreise sind relativ günstig und die Straßen gut. Wenn ihr dagegen rein zum Faulenzen in einem Resort bleibt, ist ein Auto eine überflüssige Ausgabe und gelegentlich ein Taxi oder Bus genügt.
- Bucht im Voraus über ein Vergleichsportal – in der Saison (Winter) füllen sich die Kapazitäten und die Preise vor Ort sind höher.
- Achtet auf Versicherung und Kaution – der Grundpreis enthält oft keinen vollen Schutz. Zahlt für eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung drauf, das erspart euch Ärger über einen zerkratzten Lack.
- Tankt rechtzeitig und parkt mit Bedacht – Maut gibt es auf den Inseln nicht, aber in den Zentren der Urlaubsorte ist das Parken oft ein Problem.
Unterkünfte in Kanarische Inseln
Das Angebot an Unterkünften auf den Kanaren ist riesig – von All-inclusive-Resorts bis zu gemütlichen Apartments. Wo ihr wohnt, hängt vor allem davon ab, was ihr vom Urlaub erwartet:
- Urlaubsorte (Playa de las Américas, Maspalomas, Costa Calma) – Komfort, der Strand gleich um die Ecke, Restaurants und Animation. Ideal für Familien und den ersten Besuch.
- Ruhigere Städte und Dörfer – authentischere Atmosphäre, bessere Preise und lokale Küche. Toll, wenn ihr ein Auto habt.
- Apartments mit Küchenzeile – unser Lieblingskompromiss: Ihr spart beim Essen und habt mehr Freiheit als im Hotel.
Wenn ihr mehr von der Insel sehen wollt als nur den Strand, empfehlen wir, näher am Geschehen mit Auto zu wohnen und auf Ausflüge zu fahren. In der Hauptsaison (Winter) bucht eure Unterkunft ruhig 2–3 Monate im Voraus – die besten Angebote zu vernünftigen Preisen sind am schnellsten weg.
Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Die Kanaren bekommt ihr auf beide Arten hin – es kommt darauf an, was ihr vom Urlaub erwartet. Hier ist unser ehrlicher Vergleich:
- Eine Pauschalreise lohnt sich, wenn ihr einen sorglosen Strandurlaub mit All-inclusive wollt, für eine Woche fliegt und euch um nichts kümmern möchtet.
- …wenn ihr mit Kindern reist und den Transfer vom Flughafen sowie eine Reiseleitung vor Ort zu schätzen wisst.
- …wenn ihr ein günstiges Last-Minute-Angebot findet – auf den Kanaren ist die Kombination Flug + Hotel oft günstiger, als beides einzeln zu buchen.
- Auf eigene Faust reist ihr, wenn ihr mehrere Inseln kombinieren oder das Inselinnere und die lokale Küche kennenlernen wollt.
- …wenn ihr ein Auto mieten und bei Route wie Terminen flexibel sein möchtet.
- …wenn ihr eine authentischere Unterkunft abseits der großen Urlaubsorte sucht.
Wir beide reisen eher auf eigene Faust mit Auto auf die Kanaren – uns macht es Spaß, Vulkane und Lokale abseits der Massen zu entdecken. Aber für einen ruhigen Strandurlaub mit der Familie oder den ersten Besuch ist eine Pauschalreise völlig in Ordnung und oft sogar günstiger. Es ist keine Schande, sich für Komfort zu entscheiden.
Budget: Tageskosten in Kanarische Inseln
| Niveau | Unterkunft | Essen | Transport & Aktivitäten | Gesamt/Tag |
|---|---|---|---|---|
| Rucksacktourist | 30 €–45 € | 14 €–20 € | 10 €–16 € | ~50 €–80 € |
| Standard | 45 €–85 € | 25 €–35 € | 20 €–30 € | ~90 €–155 € |
| Komfort | 100 €+ | 40 €–60 € | 35 €+ | ~175 €+ |
Die Preise sind Richtwerte pro Person und Tag (ohne Flug) und gehen davon aus, dass ihr euch die Unterkunft zu zweit teilt. Die Kanaren sind preislich angenehmer als das spanische Festland – vor allem das Essen und der lokale Wein erfreuen das Portemonnaie. Am meisten spart ihr mit einem Apartment mit Küchenzeile und Mittagessen in den lokalen guachinche-Lokalen.
Sparen bei der Planung
- Flüge für die Wintersaison 2–4 Monate im Voraus buchen, für Frühjahr/Herbst reichen oft auch 6–8 Wochen. Meidet Weihnachts- und Ostertermine, da zahlt man am meisten drauf. Flüge findet ihr in unserer Suche.
- Unterkünfte im Winter 2–3 Monate im Voraus reservieren – die besten Angebote zu vernünftigen Preisen sind am schnellsten weg. Außerhalb der Saison lohnt sich auch Last Minute. Schaut euch unsere Tipps zur Unterkunft an.
- Pauschalreisen sowohl First als auch Last Minute verfolgen – auf den Kanaren gewinnt oft Last Minute außerhalb der Ferien, aber für einen bestimmten Termin (Winter, Frühjahrsferien) nehmt First Minute. Behaltet die aktuellen Pauschalreisen auf dieser Seite im Blick.
- Aktivitäten und Ausflüge (Walbeobachtung, Seilbahn auf den Teide) solltet ihr in der Saison vorab reservieren – vor Ort ist es oft teuer und ausgebucht. Schaut, was ihr rechtzeitig buchen solltet.
- Am meisten spart ihr beim Essen – ein Apartment mit Küchenzeile und Mittagessen in lokalen Lokalen machen über eine Woche einen großen Unterschied.
Praktische Informationen
- Sprache und Währung: Gesprochen wird Spanisch, in den Urlaubsorten kommt ihr mit Englisch weiter. Bezahlt wird in Euro, die Kanaren gehören zur EU – keine Überraschungen.
- Kartenzahlung: Karten werden fast überall akzeptiert, aber für Märkte und kleine Lokale solltet ihr ein paar Euro in bar dabeihaben.
- Konnektivität: Ihr seid in der EU, also funktioniert Roaming. Wenn ihr nur ein kleines Datenpaket habt, lohnt sich eine eSIM – in wenigen Minuten eingerichtet und ihr habt direkt nach der Landung Internet.
- Sicherheit: Die Kanaren sind ruhig und sicher. Achtet nur an den Stränden und im Auto auf eure Wertsachen.
- Sonne und Meer: Unterschätzt die vulkanischen Strände und die starke Sonne nicht – Creme mit hohem Lichtschutzfaktor, und im Atlantik Vorsicht vor Strömungen.
