Rumänien lockt mit den wilden Karpaten, mittelalterlichen Städten in Siebenbürgen und Preisen, bei denen ihr euch immer wieder fragt, ob ihr euch nicht verlesen habt. Doch sobald aus dem Träumen das Planen wird, kommt die unangenehme Unsicherheit auf: Was kostet das Ganze, wann reist man am besten und lohnt sich eine Pauschalreise oder lieber auf eigene Faust?
\nAuf dieser Seite haben wir drei Dinge zusammengetragen: aktuelle Preise für Pauschalreisen und Flüge, die wir jeden Morgen aktualisieren, unsere Tipps von Reisen durch Rumänien und einen Plan, wann und was ihr buchen solltet, damit ihr nicht unnötig draufzahlt.

Was man in Rumänien sehen und erleben kann
Rumänien ist größer und vielfältiger, als die meisten erwarten. In ein paar Tagen schafft ihr Berge und Meer, aber wir empfehlen, sich nicht zu hetzen – ein langsames Tempo zahlt sich hier aus. Hier sind die Orte und Erlebnisse, von denen wir beide nicht genug bekommen:
\n- Siebenbürgen (Transsilvanien) – Brașov, Sibiu und Sighișoara mit ihren bunten Fassaden und Stadtmauern. Dazu gehört auch das berühmte Schloss Bran, mit dem Dracula real eigentlich wenig zu tun hat, aber das Foto lohnt sich.
- Transfăgărășan – vielleicht die schönste Bergstraße Europas, nur wenige Sommermonate geöffnet. Serpentinen, der Bâlea-See und Schafherden mitten auf dem Asphalt.
- Bukarest – der Kontrast zwischen dem pompösen Parlamentspalast und zerfallenden Villen. Ein toller Ort, an dem ihr das rumänische Nationalhobby – Sitzen und Glotzen versteht.
- Streunende Hunde sind in Rumänien allgegenwärtig, manchmal geradezu rührend. Wie man sich verhält, haben wir im Artikel Die Hunde sind hier wie überdimensionierte Tauben beschrieben.
- Das Land und die Maramureș – Holzkirchen, Pferdefuhrwerke und ein Leben, das hier vor fünfzig Jahren stehen geblieben ist. Hier erkennt ihr am deutlichsten, wie wahr es ist: sauber ist es vor allem dort, wo EU-Gelder fließen.
Ehrlich gesagt: Rumänien ist kein geleckter Urlaubsort und an manchen Stellen hakt es. Wir nehmen das aber als Teil des Erlebnisses und in unseren Artikeln über Rumänien beschönigen wir nichts.
Wann ist die beste Reisezeit für Rumänien
Die beste Reisezeit für Rumänien ist von Mai bis September. Der späte Frühling (Mai–Juni) ist ideal für Berge und Städte – alles ist grün, blüht und es ist noch nicht schwül. Wenn ihr den Transfăgărășan befahren wollt, rechnet damit, dass er normalerweise erst von Juli bis Oktober befahrbar ist, sonst liegt dort Schnee.
\nDer Sommer (Juli–August) ist am wärmsten, in Bukarest und an der Schwarzmeerküste klettert das Thermometer oft deutlich über 30 °C und die Städte sind voller Touristen. Der September ist dagegen unserer Meinung nach der goldene Mittelweg – warm, weniger Menschen und niedrigere Preise. Außerhalb der Saison (November–März) ist Rumänien günstig und ruhig, aber viele Bergstraßen und Attraktionen sind geschlossen und das Wetter in den Karpaten kann rau sein.
Anreise nach Rumänien
Am schnellsten erreicht ihr Rumänien von Tschechien aus mit dem Flugzeug: Der Flug nach Bukarest dauert etwa 2 Stunden. Neben der Hauptstadt könnt ihr auch regionale Städte wie Klausenburg (Cluj-Napoca) oder Temeswar (Timișoara) anfliegen, was sich anbietet, wenn ihr direkt nach Siebenbürgen wollt. Manchmal findet ihr Direktverbindungen, mal wird in Wien, Budapest oder anderen Drehkreuzen umgestiegen.
\nMit dem Auto sind es von Prag nach Rumänien je nach Ziel etwa 1.000–1.300 km, also realistisch eine Ganztagesfahrt durch die Slowakei und Ungarn. Das lohnt sich vor allem dann, wenn ihr die Berge und das Land bereisen wollt, wo man sonst schlecht hinkommt. Mit Zug oder Bus ist es günstig, aber langwierig. Für längere Strecken im Land plant Zeitpuffer ein, die rumänische Bahn ist kein Schnellzug.
Hlavní leteckou bránou do Rumunska je Bukurešť (letiště Henri Coandă), kam to z Česka trvá zhruba 2 hodiny. Jako regionální vstupy poslouží Kluž (Cluj-Napoca) a Temešvár (Timișoara), což oceníte hlavně při cestě do Sedmihradska. Z Prahy létají sezonní přímé linky, jinak se přestupuje ve Vídni nebo Budapešti.
Mietwagen vor Ort
Ein Auto lohnt sich in Rumänien, sobald ihr in die Berge und aufs Land wollt. Den Transfăgărășan, die Maramureș oder kleine Dörfer erreicht ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer. Bleibt ihr dagegen in Bukarest oder anderen Großstädten, ist das Auto eher eine Last. Parken und Verkehr im Zentrum sind die Nerven nicht wert.
\n- Bucht im Voraus über ein Vergleichsportal – vor Ort ist es in der Saison teuer und das Angebot klein.
- Versicherung: rechnet mit einer höheren Selbstbeteiligung, eine Zusatzversicherung (CDW/Kaution) lohnt sich – die Straßen sind stellenweise in schlechtem Zustand.
- Kaution wird von den Vermietern üblicherweise auf der Kreditkarte blockiert, haltet dort eine Reserve bereit.
- Die Vignette (rovinietă) ist Pflicht und beim Mietwagen meist enthalten – prüft das bei der Übernahme.
Unterkünfte in Rumänien
Die Unterkunft ist in Rumänien einer der Hauptgründe, warum sich eine Reise hierher lohnt – ihr bekommt für euer Geld deutlich mehr Qualität als zu Hause. In Städten wie Brașov oder Sibiu findet ihr schöne Pensionen und Apartments im historischen Zentrum für ein paar Hundert Kronen, in Bukarest ist das Angebot am breitesten: von Hostels bis zu Designhotels.
\n- Siebenbürgische Städte (Brașov, Sibiu, Sighișoara) – Pensionen und Apartments im Zentrum, ideale Basis für Ausflüge in die Berge.
- Bukarest – die günstigsten Hostels und luxuriöse Hotels; wählt ein Viertel in der Nähe der Altstadt.
- Land und Maramureș – Agrotourismus-Pensionen und Gästehäuser bei Einheimischen, wo ihr hausgemachtes Essen und echten Kontakt zum Dorfleben bekommt.
- Berge und Transfăgărășan – Berghütten und Campingplätze; in der Saison rechtzeitig buchen, es gibt nicht viele Plätze.



Pauschalreise oder auf eigene Faust?
Rumänien lässt sich auf beide Arten bereisen und beide Varianten haben ihren Sinn. Hier ein schneller Vergleich:
\nEine Pauschalreise lohnt sich, wenn …
\n- ihr in ein paar Tagen das Wichtigste sehen wollt (Siebenbürgen, Bran, Transfăgărășan) ohne zu planen,
- euch die Sprachbarriere und der Zustand der Straßen nicht behagen und ihr den Transport geregelt haben wollt,
- ihr zum ersten Mal hinfahrt und einen Überblick wollt, nach dem ihr beim nächsten Mal selbst zurückkommt.
Auf eigene Faust reist, wenn …
\n- ihr im eigenen Tempo reisen und dort anhalten wollt, wo es euch gefällt,
- es euch nichts ausmacht, euch ans Steuer zu setzen und Berge und Dörfer abzufahren,
- ihr sparen wollt – Rumänien ist günstig und eine eigenständige Reise kommt hier preiswert.
Wir beide sind typische „Auf-eigene-Faust\“-Reisende und Rumänien ist genau das Land, in dem sich das lohnt – die größten Erlebnisse hatten wir abseits der Pauschalrouten. Aber wenn ihr zum ersten Mal hinfahrt und wenig Zeit habt, erspart euch eine Pauschalreise Sorgen und wir empfehlen sie gerne als Einstieg.
Budget: Tageskosten in Rumänien
| Niveau | Unterkunft | Essen | Transport & Aktivitäten | Gesamt/Tag |
|---|---|---|---|---|
| Rucksacktourist | 300–500 Kč (Hostel, Mehrbettzimmer) | 200–300 Kč | 150–250 Kč | 650–1 050 Kč |
| Standard | 700–1 200 Kč (Pension, Apartment) | 400–600 Kč | 300–500 Kč | 1 400–2 300 Kč |
| Komfort | 1 800 Kč+ (Hotel) | 800 Kč+ | 700 Kč+ (Auto, Eintritte, Ausflüge) | 3 300 Kč+ |
Die Preise sind Richtwerte pro Person und Tag ohne Anreise ins Land. Rumänien gehört zu den günstigeren europäischen Reisezielen — für Standardkomfort gebt ihr hier deutlich weniger aus als in Westeuropa, vor allem für Essen und Unterkunft.
Sparen bei der Planung
- Flüge nach Rumänien kauft ihr idealerweise 2–3 Monate im Voraus, für den Sommer ruhig früher. Last-Minute-Angebote werden hier meist nicht günstiger. Flüge findet ihr in unserer Suchmaschine.
- Unterkünfte in der Saison (Juli–August) in den Bergen und beliebten Städten rechtzeitig buchen, sonst zahlt ihr mehr für ein schlechteres Zimmer. Unsere Unterkunftstipps.
- Pauschalreisen: First Minute lohnt sich für die Haupttermine im Sommer, Last Minute eher für die Nebensaison. Werft einen Blick auf die aktuellen Pauschalreisen und vergleicht sie mit der Reise auf eigene Faust.
- Aktivitäten wie Bergtouren oder Führungen bucht vor allem im Sommer im Voraus. Was ihr rechtzeitig buchen solltet.
Wo zahlt man am häufigsten drauf? Vor allem beim Essen und Kaffee direkt an den touristischsten Orten und bei Taxis vom Flughafen – ein paar Straßen weiter ist der Preis halb so hoch, und in Bukarest funktionieren Fahrdienst-Apps zuverlässig.
Praktische Informationen
- Währung: rumänischer Leu (RON), nicht Euro. Habt für kleine Läden und das Land immer etwas Bargeld dabei, größere Betriebe nehmen problemlos Karten.
- Sprache: Rumänisch. An touristischen Orten und bei jüngeren Leuten kommt ihr mit Englisch zurecht, auf dem Land helfen ein paar Worte und ein Lächeln.
- Konnektivität: Rumänien ist in der EU, also funktioniert das Roaming wie zu Hause. Wenn ihr einen Tarif mit niedrigem Datenlimit habt, lohnt sich eine eSIM – für Ausflüge mit Karten und Navigation praktisch.
- Sicherheit: Rumänien ist sicher, die größte Vorsicht gilt dem Verkehr und den streunenden Hunden. Unsere Sicht haben wir im Artikel Solange sie keine Gewehre haben, ist alles in Ordnung zusammengefasst.
- Verkehr: die Straßen sind unterschiedlich gut, in den Bergen rechnet mit langsamer Fahrt und Pferdefuhrwerken. Für Autobahnen und Schnellstraßen braucht ihr eine elektronische Vignette (rovinietă).
Häufige Fragen
Wann reist man am besten nach Rumänien?
Zahlt man in Rumänien mit Euro?
Wie lange dauert die Reise nach Rumänien von Tschechien aus?
Ist Rumänien sicher?
Funktioniert das Roaming in Rumänien wie zu Hause?
Lohnt es sich, in Rumänien ein Auto zu mieten?
Was kostet ein Tag in Rumänien?
Ist eine Pauschalreise oder die Reise auf eigene Faust besser?
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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