Als Lukáš und ich Anfang März nach Barcelona aufbrachen, war einer unserer ersten Stopps der berühmte Strand Barceloneta. Wir waren nur zu einem langen Spaziergang dort, denn zum Baden war es um diese Jahreszeit wirklich nicht gemacht. Aber ehrlich gesagt, selbst bei brütender Sommerhitze wären wir dort wahrscheinlich nicht ins Wasser gegangen. Wenn es um die schönsten Strände in Barcelona geht, hat die lokale Bloggerin Diana es kürzlich absolut treffend zusammengefasst: Die Einheimischen meiden die Barceloneta heute komplett und fahren lieber nach Norden oder gleich raus aus der Stadt.
Es ist zwar der bekannteste Strand Barcelonas, der auf Fotos absolut fantastisch aussieht, aber in Wirklichkeit ist es wahrscheinlich der schlechteste Ort in der Stadt, an dem du dein Handtuch ausbreiten kannst. Alle Stadtstrände sind nämlich künstlich und entstanden erst beim gewaltigen Umbau der Küste vor den Olympischen Spielen 1992. Das Badeerlebnis ändert sich hier aber dramatisch mit jeder Metrostation, die du dich weiter vom historischen Zentrum entfernst.
Deshalb habe ich 12 Tipps für Strände in Barcelona und Umgebung zusammengestellt, damit du weißt, wo du sauberen Sand findest und wo du dagegen genau auf dein Portemonnaie achten solltest. Wir schauen uns an, wann das Meer die ideale Temperatur hat, welche strengen Regeln an der Küste gelten und warum es sich manchmal lohnt, in die Regionalbahn zu steigen und ein paar Stationen weiter nach Süden oder Norden zu fahren.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Meide die Barceloneta lieber. Sie liegt zwar am nächsten zum Zentrum, ist aber voller Taschendiebe und Straßenverkäufer, und der Sand ist selten der sauberste.
- Einheimische lieben den Strand Bogatell. Er liegt nur ein Stück weiter nördlich, trägt die Blaue Flagge für Sauberkeit und bietet viel mehr Platz zum Entspannen.
- Am besten badet es sich im August und September. Das Meer erwärmt sich sehr langsam, im Juni hat das Wasser nur um die 20 °C, während du im Herbst angenehme 23 °C genießt.
- Mit dem Zug R1 nach Ocata. In nur 20 Minuten Fahrt vom Zentrum entdeckst du einen zu Unrecht übersehenen und herrlich breiten Strand ohne Touristenmassen.
- Castelldefels ist ein Paradies im Süden. Dieser Strand liegt nur 200 Meter vom Bahnhof entfernt und bietet unglaubliche fünf Kilometer goldenen Sand.
- Vorsicht vor strengen Bußgeldern. An Barcelonas Stränden herrscht absolutes Rauchverbot, du darfst hier keinen Alkohol trinken und in der Stadt nicht nur in Badekleidung herumlaufen.

Wann du nach Barcelona ans Meer fahren solltest
Das ist ein absolut entscheidendes Detail, das dir den ganzen Sommerurlaub retten kann. Das Meer in Barcelona erwärmt sich sehr langsam und kühlt noch langsamer ab, richte dich bei der Reiseplanung also auf keinen Fall nur nach der Lufttemperatur. Im Juni backt die Stadt schon bei 26 °C, aber das Wasser hat gerade mal 20 °C, was für die meisten von uns zum längeren Baden ziemlich grenzwertig ist. Wenn du schon im Mai aufbrichst, bereite dich darauf vor, dass das Wasser eisige 17 °C hat und nur echte Hartgesottene in die Wellen steigen.
Die besten Badebedingungen findest du im August und September, wenn sich das Meer endlich richtig aufwärmt. Im August erreicht das Wasser durchschnittlich schöne 25 °C, du musst aber damit rechnen, dass die Stadt überfüllt ist und die Strände aus allen Nähten platzen. Im September dagegen sinkt die Wassertemperatur nur unwesentlich auf sehr angenehme 23 °C, aber die Touristenmassen lichten sich merklich und die Sonne brennt nicht mehr so aggressiv. Baden im Herbst ist in Barcelona paradoxerweise eine viel bessere Wahl als im Frühling. Sogar im Oktober, wenn es zwar ab und zu regnet und die Luft um die 22 °C hat, bleibt das Wasser genauso warm wie Anfang Juni, sodass du problemlos ins Wasser gehst.
Wenn dich die detaillierten Durchschnittswerte für jeden Monat interessieren, schau dir unseren Artikel Wetter in Barcelona: Temperaturen nach Monaten und wann du fahren solltest an. Wir waren Anfang März hier, und obwohl wir hauptsächlich zu Fuß in leichten Jacken durch die Stadt gelaufen sind, war es zum Baden nicht im Geringsten geeignet. Die Strände dienen im März eher für Spaziergänge mit Kaffee in der Hand als zum Bräunen, auch wenn die Sonne tagsüber schon ganz angenehm sein kann.

Wo du in Barcelona in Meeresnähe übernachtest
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Als Lukáš und ich Barcelona erkundet haben, wählten wir das schöne Hotel Gaudí, das eine tolle Dachterrasse hat und direkt neben dem berühmten Palast Palau Güell liegt. Von hier aus schafften wir es zu Fuß zum Meer, zum Arc de Triomf und zur Markthalle La Boqueria. Wenn du aber ausschließlich wegen des Strandurlaubs kommst, lohnt es sich eher, in den Vierteln Poblenou oder Barceloneta zu wohnen. Du musst allerdings damit rechnen, dass seit April 2026 die Touristensteuer in Barcelona deutlich gestiegen ist. Für ein Fünf-Sterne-Hotel zahlst du heute 12 Euro an Steuern pro Person und Nacht, während der Betrag bei Ferienwohnungen auf 9,50 Euro pro Person gestiegen ist. Diese Steuer wird zum Glück höchstens für sieben aufeinanderfolgende Nächte fällig.
Wenn du eine Unterkunft suchst, die Strandnähe und guten Service kombiniert, empfehle ich dir unbedingt, die Hotels rechtzeitig über Booking.com zu buchen. Barcelona hebt zudem nach und nach alle Lizenzen für Kurzzeitvermietungen auf, mit dem Ziel, sie bis Ende 2028 komplett abzuschaffen. Das bedeutet, dass das Angebot an klassischen Hotels sehr schnell ausverkauft ist und die Durchschnittspreise für Zimmer ständig steigen, besonders in der Sommersaison. Mehr zu den einzelnen Vierteln kannst du in unserem Guide Wo du in Barcelona wohnen solltest: 10 Viertel nachlesen.
Von den konkreten Hotels, die tolle Bewertungen haben und strategisch nah am Meer liegen, schau dir unbedingt diese drei beliebten Optionen an, aus denen jeder je nach Budget das Passende findet:
- Hotel Gaudí – Hier haben wir gewohnt und können es nur wärmstens empfehlen. Es liegt zwar ein Stück vom Meer entfernt am Boulevard La Rambla, aber dank der fantastischen Dachterrasse mit Pool hast du einen perfekten Blick direkt auf die bunten Schornsteine des nahen Palau Güell.
- W Barcelona – Das ikonische Luxushotel in Form eines riesigen Glassegels, das direkt am Strand Sant Sebastià steht. Wenn du absoluten Luxus mit Blick aufs endlose Meer suchst und dir der höhere Preis nichts ausmacht, ist das die absolut beste Wahl in der ganzen Stadt.
- Ilunion Barcelona – Ein tolles und preisgünstigeres Hotel im Viertel Poblenou, von dem aus du nur zehn Minuten gemütlichen Spaziergang zum besten Stadtstrand Bogatell hast. Zudem bietet es einen schönen Dachpool, wo du dich nach einem Tag voller Sehenswürdigkeiten erholst.

12 Tipps für die schönsten Strände in Barcelona und Umgebung
Der Küstenstreifen gliedert sich in mehrere Hauptabschnitte und die Unterschiede zwischen ihnen sind gewaltig, egal ob es um Menschenmassen, Lärm oder die Sauberkeit des Sandes geht. Schauen wir uns die bekanntesten Strände direkt in der Stadt sowie die versteckten Perlen an, zu denen dich die Regionalbahn bequem bringt.

1. Barceloneta: Der berühmte Strand, den Einheimische meiden
Das ist das absolute Epizentrum der Tourismusindustrie und der erste Ort, zu dem die meisten Besucher aus dem Zentrum steuern. Wenn du hierher gehst, höre auf den Rat der Einheimischen, schau dir das unglaubliche Treiben an, aber wähle zum Liegen lieber einen anderen Ort. Im Juli und August drängt sich hier Kopf an Kopf, aus Dutzenden tragbaren Lautsprechern dröhnt Musik und zwischen den Decken schlängeln sich ständig Straßenverkäufer hindurch. Diese sogenannten Manteros bieten dir alle fünf Minuten Massagen oder Becher mit Mojito an. Die Getränke werden allerdings heimlich ohne Kühlung gemixt und oft direkt in den Kanälen an der Straße gelagert, dieser Kauf geht also rein auf dein eigenes Risiko.
Die Metrostation Barceloneta an der gelben Linie L4 gehört zudem zu den fünf kritischsten Orten der Stadt, was Taschendiebe angeht. Die Diebe wissen genau, dass hier riesige Menschenmengen in Flip-Flops mit dem Handy in der Hosentasche vorbeiströmen, sei also maximal vorsichtig und lass deine Sachen niemals unbeaufsichtigt auf der Decke liegen.
Warum also überhaupt hierherkommen? Eindeutig wegen des großartigen Essens. Geh nicht direkt an den Sand, sondern verzieh dich in die verwinkelten Gassen des alten Fischerviertels. Hier findest du das historische Lokal 7 Portes oder das ausgezeichnete Restaurant Can Majó, das großartige vegetarische Varianten von Tapas und mit Tintenfischtinte gefärbten Reisgerichten anbietet.
💡 Tipp: Wenn du hierherkommst, vergiss nicht, dass du nach dem Überqueren der Straße zurück in die Stadt ein T-Shirt oder Hemd anziehen musst. Die Verordnung in Barcelona ist kompromisslos, und nur in Badekleidung außerhalb des Strandes zu laufen, kann dich ein Bußgeld von bis zu 300 Euro kosten.

2. Sant Sebastià und Sant Miquel: Unter dem ikonischen Segel
Wenn du am Strand Barceloneta Richtung Süden gehst, kommst du zu den Abschnitten Sant Sebastià und Sant Miquel, die vom riesigen Glasgebäude des berühmten Hotels W Barcelona dominiert werden. Sant Sebastià gehört zu den überhaupt ältesten Stränden der Stadt und hatte historisch sogar einen abgetrennten Bereich für FKK, auch wenn du hier heute eher Scharen von Touristen mit Kameras triffst, die das berühmte Hotelsegel fotografieren wollen.
Die Atmosphäre ist hier sehr ähnlich wie am benachbarten Barceloneta, von ruhiger Entspannung kannst du also nur träumen. Der Vorteil ist aber, dass du hier einige luxuriösere Strandclubs und Bars findest, wo du dir gegen Gebühr eine bequeme Liege mit Sonnenschirm mieten kannst. Rechne allerdings damit, dass die Preise für die Ganztagesmiete in der Hochsaison ziemlich hoch werden können und die Plätze wirklich schnell weg sind.
Interessant ist, dass direkt von hier die historische rote Seilbahn Teleférico del Puerto fährt, die dich hoch über den belebten Hafen bis auf den Berg Montjuïc bringt. Es ist ein tolles Erlebnis und die Ausblicke auf die ganze sonnenüberflutete Küste sind es definitiv wert. Rechne nur damit, dass sich an den Kassen am Strand oft längere Schlangen bilden, besonders gegen Mittag.

3. Somorrostro: Wo Tag und Nacht das Leben tobt
Gleich hinter der Barceloneta Richtung Norden liegt der Strand Somorrostro, der fest mit dem Nachtleben Barcelonas verbunden ist. Er befindet sich nämlich in unmittelbarer Nähe des Hafens Port Olímpic, wo die größten und berühmtesten Nachtclubs wie Opium oder Pacha sitzen. Tagsüber sonnen sich hier deshalb oft diejenigen, die die ganze Nacht durchgetanzt haben und nun auf dem heißen Sand nachschlafen, während um sie herum lebhafte Beachvolleyball-Turniere stattfinden.
Trotz seines Party-Rufs ist dieser Strand sehr gut gepflegt und du findest hier die komplette nötige Infrastruktur inklusive geräumiger Duschen und sauberer Toiletten. Insgesamt herrscht hier eine sehr jugendliche und energiegeladene Atmosphäre, langweilig wird dir hier also bestimmt nicht. Wenn du im Urlaub aber Stille, das Rauschen des Meeres und Ruhe zum Bücherlesen suchst, geh lieber ein Stück weiter nach Norden, wo der Trubel merklich verstummt.
💡 Tipp: An allen Stadtstränden in Barcelona herrscht ein strenges Verbot, aus dem Laden mitgebrachten Alkohol zu trinken, der sogenannte Botellón. Wenn du hier mit einem Kasten Bier vom Späti eine Party feierst, riskierst du ein unangenehmes Bußgeld von 100 bis 600 Euro. Wenn zudem Minderjährige dabei sind, schnellt der Satz auf bis zu 1.500 Euro hoch.

4. Nova Icària: Die ideale Wahl für Familien
Sobald du den belebten Port Olímpic passierst und weiter Richtung Norden gehst, beruhigt sich die Atmosphäre endlich merklich. Nova Icària ist ein überaus beliebter Familienstrand, den du vom historischen Zentrum aus in etwa fünfzehn Minuten zügigem Gehen erreichst. Er bietet sehr ruhiges Wasser, ideal zum Schwimmen, und eine hervorragende Infrastruktur für verschiedenste Wassersportarten.
Im Vergleich zu den vorherigen Stränden findest du hier viel mehr Platz und der Sand ist deutlich sauberer. Direkt am Strand gibt es zudem einige gute Restaurants und sogenannte Chiringuitos, also typische Strandbars. Diese öffnen meist von Frühling bis Herbst und bieten eine tolle Erfrischung direkt am Wasser, du kannst dir also einen Kaffee oder eine Limo mit Blick auf die Wellen gönnen.
Dieser Strand ist außerdem hervorragend barrierefrei zugänglich und in der Sommersaison funktioniert hier sogar ein Assistenzdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Zur Verfügung stehen spezielle Amphibienstühle, die einen sicheren und bequemen Einstieg direkt ins Meer ermöglichen, was Nova Icària zu einem der freundlichsten Orte an der Küste macht.

5. Bogatell: Der echte Favorit der Einheimischen
Wenn du die Einheimischen fragst, wohin sie nach der Arbeit ans Meer gehen, schicken dich die meisten genau hierher. Bogatell funktioniert als absolut ruhige Alternative zu den belebten Stadtstränden. Von der Metrostation Poblenou an der gelben Linie L4 kommst du in angenehmen zwanzig Minuten gemächlichen Gehens hierher, und unterwegs kannst du die moderne Architektur dieses aufstrebenden Viertels bewundern.
Der Sand ist hier sichtbar sauberer, deutlich weniger Menschen und du hast jede Menge Platz, um bequem deine Decke auszubreiten und den Raum zu genießen. Der Strand trägt zudem die prestigeträchtige Blaue Flagge, was eine hohe Wasser- und Strandqualität garantiert. Genau das ist der Ort, wo du endlich die ersehnte Entspannung ohne ständige Störungen durch Straßenverkäufer genießt.
Direkt am Strand findest du zudem El Xiringuito Escribà, eines der besten Lokale der Stadt, wohin man wegen der berühmten Paella und ausgezeichneter Gemüse-Tapas geht. Reserviere aber unbedingt rechtzeitig, denn diese Bar ist auch unter Einheimischen enorm beliebt und oft hoffnungslos ausgebucht.
💡 Tipp: An allen Stränden in Barcelona gilt ein striktes Rauchverbot. Die Polizei setzt dieses Verbot aktiv durch, um Nichtraucher zu schützen und die Ansammlung von Zigarettenstummeln im Sand zu verhindern, die eine enorme ökologische Belastung darstellen. Mit einer Zigarette wirst du mindestens mit Schmach vom Strand verwiesen.

6. Mar Bella: Sport und FKK in einem
Wenn du noch weiter nach Norden gehst, stößt du auf den Strand Mar Bella, der einen sehr eigenen und freigeistigen Charakter hat. Sein linker Teil ist schon seit den Neunzigern als FKK-Strand ausgewiesen und historisch ist er auch der überhaupt beliebteste sommerliche Zufluchtsort für die LGBTQ+-Community in ganz Barcelona.
Lass dich aber nicht täuschen: Mar Bella bietet auch dann tolle Möglichkeiten, wenn du mit kleinen Kindern oder Teenagern reist. Direkt hinter dem Strand befindet sich ein ausgezeichneter Beton-Skatepark, jede Menge moderne Klettergerüste und sogar eine riesige Rutsche, an der sich die Kinder stundenlang beschäftigen können, während du in Ruhe ein Buch auf der Decke liest.
Das Wasser ist hier dank der deutlich größeren Entfernung zum Haupthafen herrlich klar und am Horizont stören nicht mehr so viele Ausflugs- und Frachtschiffe. Es ist ein toller Kompromiss zwischen guter Erreichbarkeit vom Stadtzentrum mit dem Rad oder zu Fuß und einer angenehm entspannten Strandatmosphäre.

7. Nova Mar Bella: Ruhe unter modernen Wolkenkratzern
Nova Mar Bella liegt umgeben von gläsernen Wolkenkratzern des modernen Viertels Diagonal Mar. Ruhe findest du hier auf jeden Fall, du musst aber damit rechnen, dass die typische historische Kulisse der Altstadt, die du von bunten Postkarten und Reiseführern kennst, hier komplett fehlt. Die Bebauung ist hier viel neuer und wirkt eher wie ein modernes Wohnviertel irgendwo in Miami.
Diesen Strand suchen vor allem Einheimische auf, die in den angrenzenden Neubauten wohnen, und gewöhnliche Touristen verirren sich wirklich nur höchst selten hierher. Der Sand ist hier herrlich fein und der Einstieg ins Wasser recht sanft, was du vor allem beim Baden im Herbst schätzt, wenn die Wellen etwas ruhiger und die Wassertemperatur noch sehr angenehm ist.
Interessant ist, dass hier dank des viel offeneren Raums oft ein etwas stärkerer Wind weht, was Nova Mar Bella im Frühling und Herbst zum idealen Ort zum Drachensteigen macht, und ab und zu triffst du hier auch auf begeisterte Anhänger verschiedenster Windsportarten am Strand.

8. Llevant und die Zone Fòrum: Der äußerste Norden der Stadt
Das sind die überhaupt nördlichsten Punkte der Küste von Barcelona. Llevant ist ein relativ neuer Strand, der erst 2006 offiziell für die Öffentlichkeit eröffnet wurde, und bietet die absolute Flucht vor dem Großstadtwahnsinn. Hier herrscht meist herrliche Ruhe und an einem Teil des Strandes gibt es in der Sommersaison sogar einen speziell abgegrenzten Bereich, wo du bedenkenlos auch deine Hunde baden lassen kannst.
Gleich daneben befindet sich die riesige Betonzone Fòrum. Hier findest du eigentlich gar keinen klassischen Sand, sondern eher befestigte Betonflächen mit einem künstlich angelegten Meeresbecken, das vor großen Wellen geschützt ist. Ins Wasser steigt man hier über Metallleitern, ganz ähnlich wie du es von einem klassischen Freibad kennst.
Die Zone Fòrum ist vor allem dafür bekannt, dass hier riesige Musikfestivals wie zum Beispiel das weltberühmte Primavera Sound stattfinden. Wenn du am Wochenende nur schnell im sauberen Wasser schwimmen willst, ohne dir mühsam den Sand von Füßen und Sachen klopfen zu müssen, ist das eine ganz interessante und ungewöhnliche Alternative.

9. Ocata und El Masnou: Nördlicher Geheimtipp ohne Touristen
Wenn du wirklich breite Strände und kristallklares Meer willst, mach es wie die Katalanen am Wochenende und steig in die Regionalbahn. An der Station Plaça Catalunya, Sants oder Arc de Triomf steigst du in die Linie R1 Richtung Maresme, und nach zwanzig bis dreißig Minuten steigst du an der Station Ocata aus. Die Züge fahren jede halbe Stunde und ein einfaches Ticket kostet dich rund 4 bis 5 Euro.
Lokale Blogger bezeichnen diesen Strand als absolut unterschätzt, denn die Touristen fahren mit dem Zug meist viel weiter nach Süden, und hier triffst du überwiegend nur Einheimische. Dich erwartet ein außergewöhnlich breiter Strand, sauberer Sand und vollkommene Ruhe. Es ist die ideale Wahl für alle, die einfach in Stille liegen, ein Buch lesen und im herrlich türkisen Wasser baden wollen.
Gleich daneben liegt der Strand El Masnou, der nahtlos an Ocata anschließt. Hier findest du einen tollen Hafen voller kleiner Cafés und ausgezeichneter Restaurants, wo du dir nach einem Tag in der Sonne großartige Gemüse-Tapas mit Blick auf die vor Anker liegenden Segelboote gönnen kannst. Und wenn du noch ein Stück weiter fahren möchtest, kommst du in fünfundvierzig Minuten nach Caldes d’Estrac, wo der Strand von alten bunten Jugendstilvillen gesäumt ist.

10. Castelldefels: Fünf Kilometer goldener Sand im Süden
Wenn du dagegen mit der Regionalbahn nach Süden fährst, sollte dein erstes großes Ziel definitiv Castelldefels sein. Die Fahrt dauert vom Zentrum aus etwa fünfundzwanzig Minuten und hat einen absolut unschlagbaren Vorteil. Der Bahnhof liegt nur 200 Meter vom Sand entfernt, sobald du also mit dem Handtuch aussteigst, kannst du in zwei Minuten schon die Schuhe ausziehen und direkt zum Wasser laufen.
Der Strand bietet unglaubliche fünf Kilometer goldenen Sand und ist deutlich leerer als die überfüllten Stadtstrände in Barcelona. Er ist herrlich breit, flach und dank des spezifischen sanften Windes, der hier regelmäßig weht, auch ein sehr beliebtes Revier für Kitesurfing und andere Adrenalin-Windsportarten.
Auf der gepflegten Promenade entlang des Strandes findest du eine riesige Menge Chiringuitos, die bis lange in den warmen Abend geöffnet haben. Du kannst dir hier bequem Liegen und Sonnenschirme leihen, deren Preis meist bei etwa 15 bis 20 Euro pro Tag liegt, und in aller Ruhe das Rauschen des Meeres genießen.

11. Sitges: Blaue Flaggen und historische Gassen
Noch ein Stück weiter nach Süden liegt das wunderschöne und überaus fotogene Städtchen Sitges. Mit dem Zug der Linie R2 Sud von den Stationen Sants oder Passeig de Gràcia kommst du in angenehmen fünfunddreißig Minuten hin. Sitges ist nicht nur zum bloßen Baden da, es ist ein vollwertiger Tagesausflug mit wunderbarer Architektur, den es sich definitiv lohnt, in die Reiseroute aufzunehmen.
Das Städtchen bietet dir eine Auswahl aus unglaublichen 17 verschiedenen Stränden, hat alte weiße Gassen, eine wunderschöne Kirche, die sich auf einer Klippe direkt über dem Meer erhebt, und ein berühmtes Nachtleben. Es trägt zudem gleich neun Blaue Flaggen für Sauberkeit, was der Höchstwert in ganz Katalonien ist. Auf der Zugfahrt passierst du außerdem das Dörfchen Garraf, das für seine ikonischen grün-weißen Strandhütten in einer kleinen romantischen Bucht berühmt ist.
⚠️ Wichtiger Hinweis für 2026: Auf der Bahnstrecke im Abschnitt Garraf–Sitges finden dieses Jahr umfangreiche Bauarbeiten statt und es gilt ein alternativer Fahrplan. Prüfe vor der Fahrt immer den aktuellen Stand auf der Website rodalies.gencat.cat, damit du nicht unnötig an einer Streckensperrung hängen bleibst und dir das die Pläne durcheinanderbringt.

12. Costa Brava: Klippen und Pinien weiter im Norden
Wenn es dir nichts ausmacht, etwas länger zu reisen, sind die romantischen Klippen und duftenden Pinienhaine der berühmten Küste Costa Brava die Fahrt von über einer Stunde definitiv wert. Vom Busbahnhof Estació del Nord, der ein Stück bei der Metro Arc de Triomf liegt, fahren direkte und bequeme Busse der Gesellschaft Moventis.
Die Fahrt in den malerischen Badeort Tossa de Mar dauert etwa eine Stunde und zwanzig Minuten und ein einfaches Ticket kostet 15 bis 27 Euro. Tossa ist absolut atemberaubend, denn direkt über dem Hauptstrand erhebt sich eine wunderschöne und hervorragend erhaltene mittelalterliche Burg, unter der du im kristallklaren türkisen Wasser schwimmen kannst.
Eine günstigere und etwas abenteuerlichere Variante ist, dir am Bahnhof der Regionalbahn ein Kombiticket Tren + Bus zu kaufen. Mit dem Zug fährst du bequem entlang der Küste bis in die Stadt Blanes und steigst dort nahtlos in den anschließenden Bus Autocars Pujol um, der dich zu weiteren Küstenorten entlang der Klippen bringt.

Wohin von Barcelona aus weiter
Zu Barcelona haben wir auch diese ausführlichen Guides:
Wenn du genug von salziger Luft und Stränden hast, kannst du losziehen, um die Stadt selbst zu entdecken, oder dich auf weitere Ausflüge machen. Wie ich schon erwähnt habe, sind wir bei unserem März-Besuch hauptsächlich zu Fuß gegangen, haben die überwältigende Sagrada Família von außen und innen bestaunt und auf der berühmten Mosaikbank im Park Güell gesessen. Den Tibidabo haben wir damals wegen des schlechten Wetters und beunruhigender Bewertungen über aufgebrochene Autos lieber ausgelassen.
Wenn du Hilfe bei der Planung deines gesamten Aufenthalts möchtest, schau dir unsere weiteren Artikel an:
- Was du in Barcelona sehen solltest: 25+ Tipps – Der komplette Guide zu Sehenswürdigkeiten und Architektur.
- Barcelona in 3 Tagen: Reiseroute – Der genaue Plan, wie du das Wichtigste ohne Stress schaffst.
- Sitges: 14 Tipps, was du bei Barcelona sehen solltest – Ein detaillierter Guide durch dieses malerische Städtchen.
- Costa Brava: Die schönsten Strände und Städtchen – Tipps für die besten Ausflüge aus der Stadt.
- Verkehr in Barcelona: Metro, Tickets und Flughafen – Wie die Tickets funktionieren und dass das T-casual nicht mehr für zwei gilt.
- Urlaub Spanien: 17 Tipps, wohin es sich lohnt – Inspiration für weitere Reisen über die ganze Iberische Halbinsel.

Häufig gestellte Fragen
Gibt es Quallen an den Stränden in Barcelona?
Ja, sie tauchen gelegentlich auf, besonders wenn warme Winde sie an die Küste treiben. Achten Sie immer auf das u003cstrongu003eFlaggensystemu003c/strongu003e der Rettungsschwimmer, die in der Sommersaison die Sicherheit überwachen. Grün bedeutet sicheres Baden, während Gelb zur Vorsicht mahnt, sehr häufig gerade wegen erhöhtem Quallenaufkommen oder starken Strömungen. Rot bedeutet absolutes Badeverbot.
Kann ich meine Sachen auf dem Handtuch lassen, wenn ich ins Wasser gehe?
Das ist die absolut grundlegende Regel, die ihr euch merken müsst: u003cstrongu003eLasst niemals eure Sachen unbeaufsichtigt.u003c/strongu003e Diebstähle von Handtüchern sind an Barcelonas Stränden ein Massenphänomen. Taschendiebe arbeiten in Teams, und sobald ihr euch mit dem Gesicht zu den Wellen dreht, ist eure Tasche sofort verschwunden. Einer von euch sollte immer auf der Decke bleiben, oder nehmt am besten gar nichts Wertvolles mit ans Wasser, nur ein paar Münzen für Wasser.
Ist es erlaubt, am Strand Alkohol zu trinken?
Auf keinen Fall, Alkoholtrinken in der Öffentlichkeit, das sogenannte Botellón, ist streng verboten. u003cstrongu003eDie Bußgelder liegen zwischen 100 und 600 Eurou003c/strongu003e, und falls Minderjährige bei euch sind, kann der Betrag auf unglaubliche 1.500 Euro steigen. Das Verbot gilt sowohl an den Stränden als auch in den Straßen der ganzen Stadt.
Darf man an den Stränden rauchen?
Nein, in Barcelona gilt an allen städtischen Stränden ein u003cstrongu003eabsolutes Rauchverbotu003c/strongu003e. Die Stadt versucht damit, gegen die enorme ökologische Belastung durch Zigarettenkippen im Sand zu kämpfen und Nichtraucher zu schützen. Die Polizei patrouilliert, und man wird euch mit Zigarette mindestens mit Schimpf und Schande vom Strand verweisen.
Was sind Chiringuitos und wann haben sie geöffnet?
Chiringuitos sind typische Strandbars, die direkt auf dem Sand stehen. Sie bieten erfrischende Getränke, Kaffee und einfache Tapas an. u003cstrongu003eIhre Saison beginnt normalerweise im Frühlingu003c/strongu003e und sie schließen im Herbst. Genau dort könnt ihr legal einen Drink genießen, und oft vermieten sie auch bequeme Strandliegen mit Sonnenschirmen.
Kann ich vom Strand in die Stadt in Badekleidung gehen?
Versucht das auf keinen Fall. Die Barceloneser Bürgerverordnung aus dem Jahr 2025 u003cstrongu003everbietet strikt das Herumlaufen auf den Straßen ohne Shirtu003c/strongu003e oder nur in Badekleidung. Sobald ihr die Straße vom Meer in die Stadt überquert, müsst ihr euch anziehen, sonst riskiert ihr ein Bußgeld von bis zu 300 Euro, und in kein Lokal oder keine Kirche werdet ihr sowieso reingelassen.
Gibt es Duschen an den Stränden?
Ja, alle wichtigen städtischen Strände sind u003cstrongu003emit öffentlichen Duschen und Toiletten ausgestattetu003c/strongu003e. In den vergangenen Jahren wurden sie gelegentlich wegen extremer Trockenheit abgeschaltet, aber im Jahr 2026 sind die Wasserreservoirs in Katalonien wieder voll, sodass aktuell keine Einschränkungen für Touristen in dieser Hinsicht gelten.
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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