Kennst du das Gefühl, wenn es draußen friert, ein eisiger Wind weht und du mit einer Tasse Tee am Computer sitzt und von schneeweißen Stränden, Maya-Pyramiden und einem unerschöpflichen Vorrat an frischer Guacamole träumst? Glaub mir: Mexiko ist genau das Reiseziel, das dir diese Träume bis ins letzte Detail erfüllt. Auch wenn die Reise um die halbe Welt nach einer riesigen logistischen Herausforderung aussieht, schaffst du das mit dem richtigen Plan ganz locker.
Wenn du schon nächtelang nach Flügen nach Mexiko googelst und überlegst, wie du das alles organisierst, bist du hier genau richtig. Wir haben für dich den ultimativen Praxis-Guide zusammengestellt, der dich durch den gesamten Prozess führt – vom Kauf der Flugtickets über die Tücken amerikanischer Flughäfen bis hin zum Geldabheben an den örtlichen Geldautomaten, ohne dass man dir unsinnige Gebühren abknöpft.
In diesem Guide findest du eine komplette Anleitung, wie du die Reise nach Mexiko ganz ohne Stress meisterst. Wir schauen uns die tückische Falle namens ESTA an, erklären dir, warum deine Kreditkartenversicherung vermutlich nicht ausreichen wird, und verraten dir Insider-Tipps zum Thema Verkehr, mit denen du eine Menge Geld und Nerven sparst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Flüge: Einen Direktflug gibt es nicht. Du kannst über Europa fliegen (ohne Visa-Sorgen) oder über die USA (oft günstiger, erfordert aber amerikanische Bürokratie).
- ESTA-Falle: Wenn du über die USA fliegst (und sei es nur eine Stunde zum Umsteigen), brauchst du zwingend eine genehmigte ESTA-Registrierung.
- Einreise: Ein klassisches Visum verlangt Mexiko von Touristen zum Glück nicht. Es reicht ein noch 6 Monate gültiger Reisepass, und du bekommst einen Aufenthalt von bis zu 180 Tagen. Die Touristenkarte (FMM) ist heute meist vollständig digital.
- Geld: Gezahlt wird in mexikanischen Pesos (MXN). Der Kurs liegt bei rund 0,05 € pro Peso. Lehne den ungünstigen DCC-Umtausch am Geldautomaten immer ab und habe Bargeld für Märkte und kleinere Einkäufe dabei.
- Versicherung: Absolut unverzichtbar. Private Kliniken in Mexiko haben amerikanische Preise, mit einer gewöhnlichen Versichertenkarte kommst du dort nicht weit.
- Internet: Die zuverlässigste und bequemste Variante ist eine eSIM, die du noch vor dem Abflug einrichtest – so bist du gleich nach der Landung online.
- Verkehr: Die ADO-Busse sind unglaublich komfortabel und zuverlässig. Für kürzere Strecken funktionieren die genialen Sammeltaxis namens Colectivos.
Wie kommst du nach Mexiko (Umstiege, Kosten und wann du buchen solltest)

Die Reiseplanung beginnt beim wichtigsten Punkt überhaupt – den Flugtickets. Einen Direktflug von Deutschland nach Cancún oder Mexiko-Stadt gibt es leider nicht, dich erwartet also mindestens ein, häufiger eher zwei Umstiege. Davor muss man aber keine Angst haben, man muss nur die Route gut wählen, damit aus dem ersehnten Urlaub nicht gleich zu Beginn ein bürokratisches Fegefeuer wird.
Die grundlegende Entscheidung, die dich erwartet, ist die Wahl zwischen einem Umstieg in Europa und einem Umstieg in den USA. Die Route rein über europäische Flughäfen (am häufigsten über Madrid mit Iberia, über Paris mit Air France oder über Amsterdam mit KLM) ist eindeutig die bequemste. Du musst dich um keine Transitvisa kümmern und steigst einfach von einem Flugzeug ins nächste. Diese Tickets sind allerdings etwas teurer. Flüge mit Umstieg an großen amerikanischen Drehkreuzen wie Atlanta, Miami oder Dallas sind preislich dagegen oft sehr attraktiv, bringen aber den nötigen US-Papierkram mit sich, über den wir im nächsten Kapitel ausführlich sprechen. Wenn du nach Flügen nach Mexiko suchst, vergleiche unbedingt beide Varianten und überlege, ob dir die Ersparnis von ein paar Hundert Euro den zusätzlichen Stress wert ist.
Die Ticketpreise ab Deutschland bewegen sich in der Regel zwischen 650 und 900 €, je nach Saison. Reist du in der Hochsaison (von November bis April, wenn das Wetter in Mexiko am schönsten ist), steigen die Preise logischerweise an. Die absolut schlechteste Zeit für den Ticketkauf ist die Zeit rund um den amerikanischen Spring Break im März – dann schießen die Preise in astronomische Höhen und die Resorts platzen aus allen Nähten. Wenn du die Tickets dagegen rechtzeitig buchst (idealerweise 2 bis 4 Monate im Voraus), kannst du auf schöne Angebote stoßen.
💡 Tipp: So verlockend es auch ist, Flüge über diverse Vergleichsportale und zweifelhafte Agenturen zu suchen – kaufe sie am Ende immer direkt auf der offiziellen Website der jeweiligen Fluggesellschaft. Kommt es zu einer Annullierung oder Verspätung, ist die Kommunikation mit der Airline tausendmal einfacher als der Versuch, eine Hotline eines Wiederverkäufers zu erreichen.
⚠️ Die ESTA-Falle: Vorsicht beim Umstieg in den USA (auch der Transit braucht eine Genehmigung)

Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem jedes Jahr so manch ein Urlaub scheitert. Die Reise nach Mexiko über amerikanische Flughäfen ist sehr beliebt, birgt aber eine riesige Tücke. Viele Reisende glauben nämlich, dass es die US-Behörden überhaupt nicht kümmert, wenn man in den USA nur umsteigt, die Transitzone nicht verlässt und nach ein paar Stunden weiterfliegt. Das ist ein riesiger Irrtum, der dich den ganzen Urlaub kosten kann.
Die USA kennen nämlich den klassischen Flughafen-Transit nicht so, wie wir ihn in Europa verstehen. Selbst wenn du nur durch den Flughafen zum nächsten Gate gehst, reist du aus Sicht der US-Behörden offiziell in die USA ein. Das bedeutet, du brauchst entweder ein gültiges US-Visum oder eine genehmigte elektronische ESTA-Registrierung. Diese musst du rechtzeitig online auf der offiziellen ESTA-Regierungswebsite beantragen. Sie kostet 21 Dollar (etwa 20 €), und in das Feld für die US-Adresse trägst du einfach das Wort „transit“ ein. Pass gut auf, dass du die Registrierung wirklich nur auf dieser offiziellen Regierungsseite ausfüllst, denn das Internet ist voll von betrügerischen Websites, die für dasselbe Formular locker das Dreifache verlangen.
Eine weitere große Komplikation entsteht, wenn du in der Vergangenheit eines der Länder besucht hast, die die USA als riskant einstufen. Wenn du einen Stempel aus dem Iran, Irak, Syrien, Sudan, Jemen oder (und das ist der häufigste Stolperstein) aus Kuba nach Januar 2021 im Pass hast, lehnt das System deine ESTA-Registrierung automatisch ab oder storniert sie. In diesem Fall musst du ein klassisches Touristenvisum B2 in der US-Botschaft beantragen, was ein persönliches Interview und eine Wartezeit von mehreren Monaten bedeutet. Wenn du also über die USA fliegst, ist „ESTA für den Mexiko-Umstieg in den USA“ ein Begriff, den du dir gut einprägen solltest.
💡 Tipp: Beim Umstieg in den USA holst du immer dein aufgegebenes Gepäck ab, gehst damit durch die Zollkontrolle und gibst es direkt dahinter wieder am Band für Anschlussflüge auf. Dieser Prozess kann dauern, plane für den Umstieg in den USA daher immer mindestens 3, idealerweise eher 4 Stunden ein.
Visum und Einreise nach Mexiko (FMM und Touristenkarte)
Nach all den amerikanischen Strapazen kommt endlich eine gute Nachricht: Ein Visum verlangt Mexiko von deutschen Touristen nicht. Wenn du zu touristischen Zwecken ins Land reist, reicht dir ein gültiger Reisepass. Dieser muss noch mindestens 6 Monate über deine geplante Rückkehr hinaus gültig sein.
Als europäische Touristen haben wir Anspruch auf einen Aufenthalt von bis zu 180 Tagen, was eine absolut luxuriöse Zeitspanne ist, um das ganze Land zu erkunden. Früher füllte man im Flugzeug einen kleinen Zettel namens Forma Migratoria Múltiple (FMM) aus, dessen zweiten Teil man sorgfältig während des gesamten Aufenthalts aufbewahren und bei der Ausreise abgeben musste. Der Verlust dieses Zettels bedeutete eine saftige Strafe und unnötigen Stress am Flughafen.
Heute ist Mexiko an den meisten internationalen Flughäfen (einschließlich Cancún, Mexiko-Stadt oder dem neuen Flughafen in Tulum mit dem Code TQO) auf ein vollständig digitales System umgestiegen. Du gehst zum Einreisebeamten, er scannt deinen Pass, drückt einen Stempel hinein und fertig. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass ein Beamter aus irgendeinem Grund nicht die vollen 180 Tage gewährt, sondern nur eine begrenzte Anzahl Tage entsprechend deinem Rückflugticket.
💡 Tipp: Sobald du den gestempelten Pass zurückbekommst, kontrolliere die Zahl, die der Beamte mit dem Stift hineingeschrieben hat. Das ist die Anzahl der Tage, die du legal im Land bleiben darfst. Wenn du dort weniger Tage siehst, als du für deine Reise brauchst, melde dich sofort – später lässt sich das nur sehr kompliziert lösen.
Reiseversicherung (warum dich die gewöhnliche Karte nicht rettet)
Die Reiseversicherung ist etwas, woran sich Sparen absolut nicht lohnt, und für Lateinamerika gilt das doppelt. Vergiss, dass dich die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) retten würde – außerhalb Europas gilt sie überhaupt nicht. Sich nur auf die Versicherung zu verlassen, die kostenlos zur normalen Zahlungskarte gehört, ist ebenfalls ein riesiges Risiko, denn die Höchstgrenzen für Heilbehandlungskosten sind bei diesen Basis-Produkten erschreckend niedrig.
Das Gesundheitswesen in Mexiko ist in einen staatlichen und einen privaten Sektor aufgeteilt. Staatliche Krankenhäuser sind zwar günstig, aber oft überfüllt, und nicht immer findest du dort englischsprachiges Personal. Als Tourist wirst du höchstwahrscheinlich in eine private Klinik gehen, wo die Versorgung erstklassig ist, die Preise aber denen in den USA entsprechen. Eine gewöhnliche Konsultation wegen Verdauungsbeschwerden kann dich Hunderte Dollar kosten, und jede ernstere Verletzung klettert schnell in den fünf- bis sechsstelligen Eurobereich.
Wenn du einen Aktivurlaub planst, prüfe unbedingt, was deine Versicherung alles abdeckt. Tauchen in den magischen unterirdischen Höhlen (Cenotes), Surfen an der Pazifikküste oder längere Trekkingtouren in den Bergen fallen oft in die Kategorie Extremsport, und dafür muss man extra zahlen. Versicherer gibt es viele auf dem Markt; beliebt für längere und abenteuerlichere Reisen sind zum Beispiel die HanseMerkur, AXA oder Allianz mit ihren Premium-Paketen.
💡 Tipp: Wenn dich nur die üblichen Reisewehwehchen wie leichte Verdauungsbeschwerden oder eine Erkältung erwischen, musst du nicht gleich den Rettungsdienst rufen. In ganz Mexiko gibt es Apothekenketten (z. B. Farmacia del Ahorro oder Farmacia Similares), die gleich neben dem Verkaufsraum eine kleine Praxis mit Arzt haben. Eine Konsultation kostet dort buchstäblich ein paar Pesos, und der Arzt verschreibt und verkauft dir gleich die nötigen Medikamente.
Geld: Pesos, tückische Karten und warum dich Geldautomaten abzocken wollen

Geld ist in Mexiko ein Kapitel für sich, und es lohnt sich, sich darauf vorzubereiten, um nicht unnötig Hunderte Euro an Gebühren zu verschleudern. Die offizielle Währung ist der mexikanische Peso (MXN). Zum einfachen Umrechnen kannst du dir merken, dass 1 Peso ungefähr 0,05 € entspricht – ein Peso ist also rund 5 Cent. Um grob die Preise in Euro zu erhalten, teilst du den mexikanischen Preis einfach durch 20. Gelegentlich (vor allem in touristischen Gebieten) triffst du auch auf Preise in US-Dollar, aber in Dollar zu zahlen ist meist unvorteilhaft wegen des schlechten Kurses, den dir der Verkäufer anbietet.
Zahlungskarten werden in besseren Restaurants, Supermärkten und Hotels ganz selbstverständlich akzeptiert. Du solltest aber immer genug Bargeld dabeihaben. Authentische Straßenstände mit den besten Käse-Quesadillas, lokale Märkte, kleine Cafés, Fahrten in Colectivos oder die Maut auf den Autobahnen sind strikt Cash-only-Zonen.
Die größte Falle für Touristen lauert an den Geldautomaten und heißt DCC (Dynamic Currency Conversion). Wenn du deine deutsche Karte (etwa Revolut oder Wise) in einen mexikanischen Geldautomaten steckst, bietet dir der Bildschirm mit großem Tamtam an, den Betrag direkt in deine Heimatwährung umzurechnen, damit du „genau weißt, wie viel du zahlst“. Tu das niemals. Dieser garantierte Kurs enthält einen versteckten Aufschlag von 8 bis 9 %. Lehne dieses Angebot immer ab (oft muss man auf „Decline Conversion“ oder „Without Conversion“ klicken) und lass den Geldautomaten den Betrag in mexikanischen Pesos abbuchen. Deine Bank rechnet ihn dann zu einem viel günstigeren Mittelkurs um.
Eine weitere wichtige Regel: Hebe Geld nur an Automaten ab, die physisch in den Filialen großer Banken stehen (z. B. Santander, HSBC, BBVA, Banorte). Hebe niemals an irgendwelchen Automaten auf der Straße oder in Bars ab, denn dort treiben oft Banden mit Lesegeräten ihr Unwesen (Skimming). Die Banken selbst berechnen für eine Abhebung eine Gebühr, die von 36 Pesos (Santander) bis 81 Pesos (HSBC) reicht. Das Maximallimit für eine einzelne Abhebung liegt meist bei 5.000 bis 10.000 Pesos.
Und wie sieht es mit dem Budget aus? Das hängt von deinem Reisestil ab. Ein sparsamer Backpacker kommt mit einem Budget von rund 35 bis 55 € pro Tag aus (Übernachtung im Hostel, Essen auf der Straße). Ein angenehmer Mittelklasse-Standard mit schönen Hotels und Abendessen in Restaurants kommt etwa auf 70 bis 110 € pro Person und Tag. Wenn du dich nach Luxus und Resorts sehnst, rechne mit mindestens 180 € pro Tag. Was das Trinkgeld angeht: In Restaurants lässt man üblicherweise 10 bis 15 %, dem Zimmermädchen rund 25 bis 50 Pesos pro Tag, und dem Tankstellenpersonal gibt man etwa 10 Pesos fürs Scheibenwischen und Tanken.
💡 Tipp: Wenn du in großen Supermärkten zahlst, fallen dir ältere Menschen auf, die dir an der Kasse den Einkauf in Tüten packen. Sie bekommen vom Geschäft keinen Lohn und leben nur von dem, was ihnen die Kunden geben. Es gehört sich, ihnen eine Münze im Wert von 10 bis 20 Pesos zu geben.
eSIM und Internet (wie du gleich nach der Landung online bist)

Heutzutage ohne Internet zu sein, ist für die meisten von uns kaum vorstellbar. Nicht nur wegen des Teilens von Fotos, sondern vor allem wegen der Navigation, der Suche nach Restaurantbewertungen oder dem Bestellen einer Fahrt. Wenn du deinen deutschen Tarif nutzt, zahlst du für ein paar Megabyte horrende Summen. Klassisches Roaming außerhalb der EU ist schlichtweg finanzieller Selbstmord.
Zum Glück ist die Lage heute viel einfacher dank der eSIM. Wenn du ein neueres Handy hast, das diese Technologie unterstützt, gibt es nichts Einfacheres, als vor dem Abflug eine App wie Holafly oder Yesim herunterzuladen und ein Datenpaket für Mexiko zu kaufen (es nutzt oft das beste lokale Netz Telcel). Ein Paket mit 5 GB Daten kostet rund 13 € und aktiviert sich automatisch in dem Moment, in dem das Flugzeug auf der Landebahn aufsetzt.
Wenn du ein älteres Handy hast, bleibt dir nichts anderes übrig, als eine physische SIM-Karte zu kaufen. Die bekommst du buchstäblich an jeder Ecke in den allgegenwärtigen Oxxo-Minimärkten. Du verlangst einfach einen „chip Telcel“ und lässt dir dazu ein Datenpaket aufladen (das sogenannte paquete amigo).
💡 Tipp: Bevor du in Europa ins Flugzeug steigst, gehe in die Handy-Einstellungen und schalte das Daten-Roaming deiner deutschen SIM-Karte konsequent aus. So verhinderst du, dass sich das Handy versehentlich für ein paar Sekunden ins mexikanische Netz einwählt, bevor du die lokale eSIM aktivieren kannst.
Verkehr in Mexiko (ADO-Busse, Sammeltaxis und die Tücken der Autovermietung)

Der Verkehr in Mexiko ist überraschend einfach, vielfältig und vor allem sicher, solange du die Grundregeln einhältst. Das Land ist riesig, daher lohnt es sich, mehrere Verkehrsmittel zu kombinieren.
ADO-Busse Für Fahrten zwischen größeren Städten (etwa von Cancún nach Playa del Carmen oder Tulum) sind die Fernbusse der Gesellschaft ADO die absolute Nummer eins. Wenn du an deutsche Fernbusse gewöhnt bist, klappt dir hier die Kinnlade herunter. Sie sind unglaublich geräumig, sauber, haben riesige Sitze, eine Klimaanlage (die oft eisig kühlt wie in Sibirien, also Pullover mitnehmen!) und fahren absolut pünktlich. Ein Ticket von Playa del Carmen nach Cancún kostet rund 10 € und ich empfehle, es im Voraus über deren App zu kaufen.
Colectivos (Sammeltaxis) Für kürzere Strecken und das Erkunden kleinerer Cenotes entlang der Autobahn sind die Colectivos absolut genial. Es sind weiße Vans, die auf den Hauptrouten pendeln. Sie haben keine festen Haltestellen – du stellst dich einfach an die Straße, winkst sie heran, und wenn Platz ist, nehmen sie dich mit. Eine Fahrt kostet ein paar Dutzend Pesos (z. B. 45 MXN) und wird beim Aussteigen an den Fahrer gezahlt. Wenn du aussteigen willst, rufst du einfach laut „Baja!“ (Achtung!). Es ist ein bisschen Punk, aber ein unglaublich authentisches Erlebnis.
Inlandsflüge Wenn du riesige Strecken zurücklegst (z. B. von Yucatán nach Mexiko-Stadt), nutze die lokalen Billigflieger wie Volaris oder VivaAerobus. Die Tickets sind günstig, aber pass enorm auf versteckte Gepäckgebühren auf. Oft lohnt es sich, gleich einen etwas teureren Tarif zu kaufen, der das Handgepäck bereits enthält. Nur ein Hinweis: In Mexiko-Stadt wurde vor Kurzem der neue Flughafen AIFA (Code NLU) eröffnet, der wirklich sehr weit vom Stadtzentrum entfernt ist – kontrolliere also beim Kauf, zu welchem der beiden Flughäfen du fliegst.
Mietwagen und die Versicherungsfalle Wenn du absolute Freiheit willst, ist ein Mietwagen eine tolle Wahl, besonders im sicheren Yucatán. Die Straßen sind in gutem Zustand, du musst dich nur an die allgegenwärtigen Bremsschwellen namens „topes“ gewöhnen. Die sind oft nicht gekennzeichnet, und wenn du mit hoher Geschwindigkeit darauffährst, reißt du dir die Achse ab. Die Grundregel lautet: niemals, aber wirklich niemals, nachts fahren.
Das größte Problem bei der Autovermietung ist allerdings die Versicherung. Buchungsportale locken dich mit Mietpreisen von lächerlichen 5 € pro Tag. Der Haken: In Mexiko ist die Haftpflichtversicherung gegenüber Dritten (TPL/PLI) gesetzlich vorgeschrieben, und die deckt keine Kreditkartenversicherung ab. Wenn du dann am Schalter ankommst, zwingt dich die Vermietung, diese Versicherung dazuzubuchen, und der Mietpreis verdreifacht sich schlagartig (locker weitere 20 bis 30 € pro Tag). Rechne von vornherein damit, damit du nicht unangenehm überrascht wirst.
💡 Tipp: In touristischen Zentren wie Cancún und Tulum tobt ein riesiger Krieg zwischen traditionellen Taxifahrern und Uber-Fahrern. In Tulum funktioniert Uber sogar gar nicht, und am Flughafen von Mexiko-Stadt hat die Nationalgarde Uber seit März 2026 verboten, Fahrgäste direkt am Terminal aufzunehmen. Buche Flughafentransfers zum Hotel daher lieber immer im Voraus über offizielle Anbieter.
Wie geht es weiter
Wenn du die Logistik im Griff hast, ist es Zeit, das Spannendste zu planen – das eigentliche Programm! Wir haben für dich weitere Artikel vorbereitet, die dir dabei helfen:
- Was man in Mexiko sehen sollte — die schönsten Strände, geheimnisvolle Maya-Ruinen und versteckte Cenotes, die man auf keinen Fall verpassen sollte.
- Wann man nach Mexiko reisen sollte — ein ausführlicher Wetter-Guide, aus dem du erfährst, welche Monate du wegen Regen meiden solltest und wann die Algen (Sargassum) an den Stränden am schlimmsten sind.
- Ist Mexiko sicher? — ein ehrlicher Blick auf die Sicherheitslage. Welche Bundesstaaten du weiträumig meiden solltest und warum Yucatán als sicherste Region gilt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Währung wird in Mexiko verwendet und kann ich mit Dollar bezahlen?
Offizielle Währung ist der mexikanische Peso (MXN), mit dem du überall bezahlen kannst. US-Dollar werden zwar in touristischen Gebieten manchmal akzeptiert, aber der Wechselkurs, den dir die Verkäufer anbieten, ist sehr ungünstig, also verzichte lieber darauf und zahle in Pesos.
Brauche ich ein Visum für die Einreise nach Mexiko?
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Wenn du zum Zweck des Tourismus reist und tschechischer Staatsbürger bist, benötigst du für Mexiko kein Visum. Es reicht ein Reisepass, der mindestens 6 Monate gültig ist, und an der Grenze erhältst du eine Aufenthaltsgenehmigung von bis zu 180 Tagen.
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Muss man sich für Mexiko speziell impfen lassen?
Keine Impfung ist offiziell vorgeschrieben. Ärzte empfehlen jedoch allen Reisenden dringend, eine gültige Impfung gegen Hepatitis A und Typhus zu haben, da die Hygiene an Straßenständen mit Essen nicht immer einwandfrei ist.
Kann ich in Mexiko Leitungswasser trinken?
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Auf keinen Fall, das Leitungswasser in Mexiko ist weder für Einheimische trinkbar und dient nur zum Waschen. Kaufe immer Flaschenwasser (agua purificada), und wenn du dir einen Drink mit Eis bestellst, achte auf Eiswürfel mit einem Loch in der Mitte – das bedeutet, dass sie aus der Fabrik kommen und aus sicherem Wasser hergestellt wurden.
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Welche Steckdosen werden in Mexiko verwendet?
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In Mexiko findest du die gleichen Steckdosen und Spannung wie in den Vereinigten Staaten (Typ A und B mit zwei flachen Stiften). Du musst daher unbedingt einen Reiseadapter mitnehmen, sonst kannst du nicht mal dein Handy aufladen.
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Muss ich in Mexiko Trinkgeld geben?
Ja, die Trinkgeldkultur ist hier sehr ausgeprägt, das Servicepersonal hat miserable Gehälter und ist darauf angewiesen. In Restaurants lässt man üblicherweise 10 bis 15 % der Rechnung, Zimmermädchen im Hotel etwa 25 bis 50 Pesos pro Tag.
Warum hat das System meine ESTA-Registrierung bei meinem Zwischenstopp in den USA abgelehnt?
Der häufigste Grund für die Ablehnung der ESTA-Registrierung bei tschechischen Touristen ist ein früherer Besuch in Kuba (nach Januar 2021) oder anderen Risikoländern wie Iran oder Syrien. In diesem Fall kannst du nicht mit ESTA durch die USA reisen und musst ein kompliziertes amerikanisches B2-Visum beantragen.
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