New York bietet an jeder Ecke ein Erlebnis, doch kaum eines kommt dem Gefühl gleich, mit einem Kaffee in der Hand über die berühmten Avenues von Manhattan zu schlendern und dabei lokale Läden zu entdecken. Die Stadt, die niemals schläft, diktiert weltweite Trends – und du hast die einzigartige Chance, direkt an der Quelle zu sein. Egal, ob du ikonische Modehäuser, versteckte Boutiquen voller unabhängiger Designer oder riesige Outlets suchst: Shopping in New York erfüllt selbst die Erwartungen der anspruchsvollsten Reisenden. Glänzende Schaufenster, historische Gebäude und endlose Möglichkeiten machen aus dem schlichten Geldausgeben ein vollwertiges Kulturereignis.
Beim ersten oder zweiten Besuch kann das gigantische Angebot etwas verwirrend wirken, besonders wenn du mit Familie oder Partner reist und deine Zeit gut nutzen möchtest. Die Entfernungen in Manhattan täuschen, und ohne Vorbereitung landest du schnell mit leerem Geldbeutel und dem Gefühl, die besten Orte verpasst zu haben. Du musst keine Tausende Dollar ausgeben, um originelle Stücke nach Hause zu bringen – es reicht zu wissen, in welche Straßen du steuern solltest und welche Regeln die hiesigen Läden befolgen.
Dieser Guide deckt die wichtigsten Shopping-Zonen ab – von der luxuriösen Fifth Avenue über die stylischen Gassen von SoHo bis zu den Flohmärkten in Brooklyn. Du stößt hier auf große Kaufhäuser und Outlets vor den Toren der Stadt, dazu eine genaue Erklärung des amerikanischen Steuersystems, damit du an der Kasse keine böse Überraschung erlebst. Den Koffer packst du besser erst nach der Ankunft.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit zum Lesen haben
- Der Preis auf dem Etikett ist nicht der Endpreis – die Sales Tax von 8,875 % kommt erst an der Kasse dazu, rechne immer mit dem Aufschlag
- Kleidung und Schuhe bis 110 USD pro Stück sind in New York steuerfrei, du zahlst genau den ausgezeichneten Preis
- Tax Free für Touristen wie in Europa gibt es in den USA nicht, die gezahlte Steuer bekommst du nicht zurück
- Woodbury Common Premium Outlets: eine Stunde mit dem Bus von Manhattan, über 250 Marken, das beste Outlet in der Umgebung
- Souvenirs nicht am Times Square kaufen – ein paar Blocks weiter oder in Chinatown bekommst du dieselben Dinge zum halben Preis
- Bei Elektronik die EU-Zollfreigrenze von 430 EUR im Blick behalten und an die amerikanischen 120-V-Steckdosen denken
- Fifth Avenue: Luxusmarken Saks, Bergdorf Goodman, Tiffany, Apple Store (der gläserne Würfel) und FAO Schwarz am Rockefeller Center
5th Avenue und Luxus-Shopping
Die berühmte Fifth Avenue fungiert als Schaufenster der Weltmode, und ein Spaziergang über sie gehört zu den Pflichtpunkten jedes New-York-Itinerars. Der spannendste Abschnitt zieht sich von der 49. Straße nordwärts zum Central Park, wo die prestigeträchtigsten Marken residieren. Selbst wenn du nicht vorhast, Tausende Dollar für Designerstücke auszugeben, bietet ein Besuch der hiesigen Flagship-Stores ein visuelles Erlebnis vergleichbar mit dem Rundgang durch eine moderne Galerie. Die Architektur der Gebäude, die akribischen Schaufensterarrangements und der erstklassige Kundenservice schaffen eine Atmosphäre, die du sonst nirgends erlebst.
Das ikonische Kaufhaus Saks Fifth Avenue (611 Fifth Ave) dominiert Midtown mit seinen zehn Etagen voller Luxusmode, Kosmetik und Accessoires. Kunden kommen nicht nur wegen der riesigen Auswahl an weltbekannten Designern, sondern auch wegen der legendären Schuhabteilung, die sogar eine eigene Postleitzahl hat. In den Wintermonaten verwandelt sich die Fassade des Gebäudes in eine magische weihnachtliche Schaufenster-Show, begleitet von einer Licht- und Musikprojektion, die den Verkehr im weiten Umkreis zuverlässig zum Stillstand bringt. Drinnen findest du hilfsbereites Personal, das dir bei der Auswahl zur Seite steht – ob du ein exklusives Parfum oder eine Abendrobe suchst.
Direkt an der südöstlichen Ecke des Central Park steht Bergdorf Goodman (754 Fifth Ave), ein Synonym für die absolute Spitze des New Yorker Luxus. Dieses Kaufhaus zeichnet sich durch eine intimere, elegantere Atmosphäre aus als die Konkurrenz und bietet aus den oberen Etagen einen atemberaubenden Blick auf die Bäume des Parks. Private Berater helfen den Kunden, komplette Garderoben zusammenzustellen, und die Abteilung mit Wohnaccessoires erinnert eher an eine Museumsausstellung. Die Herrenabteilung befindet sich in einem separaten Gebäude direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite, was beiden Abteilungen maximalen Komfort und Platz sichert.
Schmuckliebhaber dürfen einen Besuch bei Tiffany & Co (725 Fifth Ave) nicht verpassen, dem legendären Juwelier, der kürzlich umfassend renoviert wurde und nun den Beinamen The Landmark trägt. Die blendenden Interieurs kombinieren historische Elemente mit moderner Kunst und präsentieren auf mehreren Etagen die strahlendsten Diamanten der Welt. Im obersten Stockwerk kannst du das beliebte Blue Box Cafe besuchen, wo du ein vegetarisches Frühstück in stilvollem türkisfarbenem Ambiente genießt – ganz in den Fußstapfen der berühmten Filmheldin. Eine Tischreservierung empfehle ich weit im Voraus, denn das Interesse von Touristen aus aller Welt reißt nicht ab.
Technikbegeisterte steuern automatisch den Apple Store Fifth Avenue an, den du leicht an dem ikonischen gläsernen Würfel auf dem Platz vor dem Plaza Hotel erkennst. Dieses architektonische Meisterwerk hat rund um die Uhr geöffnet, du kannst dein neues Handy oder deine Kopfhörer also problemlos auch um drei Uhr morgens ausprobieren. Der unterirdische Verkaufsraum selbst bietet einen riesigen, lichtdurchfluteten Raum voller lebender Bäume und hunderter ausgestellter Geräte zum Testen. Ein Stück weiter Richtung Rockefeller Center finden Familien mit Kindern den Spielzeugladen FAO Schwarz (30 Rockefeller Plaza), berühmt für das riesige Bodenklavier aus dem Film „Big“, auf dem du tanzen und deine Lieblingsmelodie spielen kannst.

SoHo und NoLita: Boutiquen und Flagship-Stores

Das Viertel SoHo (South of Houston Street) bildet einen absoluten Kontrast zu den Wolkenkratzern und dem Trubel rund um den Times Square. Die typische Gusseisen-Architektur, historische Gebäude und das gepflasterte Kopfsteinpflaster der Prince Street schaffen eine einzigartige Kulisse für eines der besten Open-Air-Einkaufszentren der Welt. Das ursprünglich industrielle Viertel voller Künstlerateliers verwandelte sich im Laufe der Zeit in die Heimat weltbekannter Marken, behielt dabei aber seinen bohemischen und visuell ansprechenden Charakter. Durch die Straßen zu schlendern macht auch denen Spaß, die gerade nichts kaufen wollen, denn die Schaufenster erinnern hier an moderne Kunstinstallationen.
Sportbegeisterte steuern den fünfstöckigen Nike SoHo (529 Broadway) an, der die Grenzen des gewöhnlichen Einkaufens sprengt. Es geht hier nicht nur um Regale voller Schuhe – drinnen findest du ein eigenes Basketballfeld, Laufbänder und Zonen zum Testen von Fußballschuhen. Im fünften Stock gibt es ein spezielles Labor zur Personalisierung, wo Experten deine Sneaker oder Kleidung mit Aufnähern, Prints und einzigartigen Schnürsenkeln genau nach deinen Vorstellungen anpassen. Das Einkaufserlebnis rundet das professionelle Personal ab, das die Technologien und Materialien der einzelnen Produkte bestens beherrscht.
Nur ein paar Blocks weiter liegt der Apple SoHo (103 Prince St) in einem wunderschönen historischen Gebäude, einer ehemaligen Post. Im Gegensatz zum hektischen Glaswürfel auf der Fifth Avenue herrscht hier ein viel ruhigeres Tempo, das Interieur schmücken originale Backsteinmauern und ein großzügiges Oberlicht lässt weiches Tageslicht herein. Die hiesige Filiale veranstaltet oft kostenlose Workshops rund um Fotografie, Musikproduktion oder Programmierung. Für den Kauf von Elektronik oder eine Beratung beim technischen Support ist dieser Standort eine deutlich angenehmere und stressfreiere Alternative.
Das angrenzende Viertel NoLita (North of Little Italy) schließt nahtlos an SoHo an, bietet aber eine intimere, gemütlichere Atmosphäre. Straßen wie die Mott Street oder Elizabeth Street säumen Bäume, Backsteinhäuser und Dutzende unabhängiger Boutiquen lokaler Designer, wo du originellen Schmuck, handgenähte Kleidung oder einzigartige Wohnaccessoires bekommst. Die hiesigen Läden konzentrieren sich auf Qualität, Nachhaltigkeit und limitierte Editionen, sodass die Wahrscheinlichkeit, jemandem im selben Mantel zu begegnen, gegen null geht. Die schmalen Bürgersteige und das Fehlen großer multinationaler Ketten verleihen dem Viertel das Gefühl eines kleinen europäischen Dorfes inmitten der riesigen Metropole.
Bei deiner Erkundung von NoLita stößt du auf den Premium-Kosmetikladen Aesop, der dich mit seinem charakteristischen Kräuterduft hineinzieht. Das Interieur respektiert die Geschichte des Viertels und kombiniert rohe Materialien mit eleganten Messingwaschbecken, an denen du sämtliche Produkte am eigenen Körper ausprobieren kannst. Nach anstrengendem Anprobieren von Kleidung und Kosmetik empfehle ich einen Stopp im französischen Concept Store La Mercerie. Dieser bezaubernde Ort verbindet einen Designmöbel-Laden mit einem eleganten Café, wo köstliche vegetarische Quiches, frisches Gebäck und Spezialitätenkaffee in wunderschönem Keramikgeschirr serviert werden.
Große Shopping Malls und Kaufhäuser in New York
Amerikanische Kaufhäuser prägen die Einkaufskultur seit über einem Jahrhundert, und ein Besuch von New York wäre ohne sie nicht vollständig. Macy’s Herald Square (an der 34. Straße) nimmt die Fläche eines ganzen Häuserblocks ein und trägt stolz den Titel des größten Kaufhauses der Welt. Das historische Gebäude beherbergt zehn Etagen voller Mode, Kosmetik, Accessoires und Haushaltswaren von Hunderten verschiedener Marken. Bis heute funktionieren die originalen hölzernen Rolltreppen aus den 1920er Jahren, die Kunden in die oberen Stockwerke befördern und dem Ort einen nostalgischen Hauch verleihen, den du in keinem anderen Kaufhaus findest.
Für ausländische Touristen hält Macy’s einen sehr angenehmen Bonus in Form einer Rabattkarte bereit. Du gehst einfach mit deinem Reisepass zum Besucherzentrum im Zwischengeschoss oder zur Information, wo du einen Ausweis erhältst, der 10 % Rabatt auf den Großteil des Sortiments gewährt. Dieser Rabatt gilt 30 Tage lang und lässt sich sogar auf bereits im laufenden Schlussverkauf reduzierte Ware anwenden. 💡 Tipp: Wenn du die App des Geschäfts herunterlädst oder deren Website besuchst, bekommst du oft einen elektronischen Rabattcode direkt aufs Handy, was dir die Wartezeit in der Schlange am Besucherzentrum erspart.
Eine weitere Ikone der New Yorker Einzelhandelsszene ist Bloomingdale’s (1000 Third Ave), das die lukrative Ecke der 59. Straße und Lexington Avenue belegt. Berühmt machten dieses Kaufhaus vor allem die ikonischen braunen Einkaufstaschen mit der Aufschrift Little Brown Bag, die selbst zum beliebten Souvenir wurden. Das Erdgeschoss beeindruckt mit einer riesigen Kosmetik- und Parfümabteilung, darüber erstrecken sich Etagen voller Premium-Alltags- und Abendmode. Der schwarz-weiße Schachbrettboden und die luxuriöse Beleuchtung schaffen ein elegantes Ambiente, das zu langen Shopping-Sessions und zum Entdecken neuer Designerkollektionen einlädt.
Wenn du den modernsten Ansatz beim Kundenservice suchst, mach dich auf zum Flaggschiff von Nordstrom (225 W 57th St), das in der Nähe des Central Park steht. Das siebenstöckige Gebäude mit gewellter Glasfassade lässt maximales Tageslicht herein und bietet ein luftiges, unaufgeräumtes Interieur. Nordstrom ist berühmt für die größte Schuhauswahl in ganz New York, eine umfangreiche Abteilung mit kosmetischen Behandlungen und einen erstklassigen Kundenservice. Im Geschäft gibt es gleich mehrere Restaurants und Bars, sodass du dich zwischen dem Anprobieren von Mänteln und der Auswahl von Handtaschen leicht bei einem Glas Wein oder einem leichten vegetarischen Sandwich erholst, ohne das Gebäude verlassen zu müssen.

Rabatte und Outlets

Markenkleidung zum Bruchteil des ursprünglichen Preises zu ergattern, ist für viele Reisende das Hauptziel eines New-York-Trips. Der legendäre Laden Century 21 (22 Cortlandt St) im Financial District gegenüber der Gedenkstätte des World Trade Center erfüllt diese Träume seit Jahrzehnten. Nach der erzwungenen Insolvenz 2020 hat das Geschäft glücklicherweise wieder geöffnet und bietet erneut Designerstücke zu Outlet-Preisen mitten in Manhattan. Das Einkaufssystem erfordert Geduld – du musst dich durch dicht gepackte Ständer und Regale wühlen, aber als Belohnung warten luxuriöse Kleider, Handtaschen oder Herrenanzüge, oft um sechzig bis achtzig Prozent reduziert.
Eine ausgezeichnete Alternative für günstige Einkäufe direkt in der Stadt ist Nordstrom Rack, die Off-Price-Sparte des berühmten Kaufhauses, die in New York gleich mehrere Filialen hat. Hier findest du ältere Kollektionen, Überbestände oder Musterstücke aus dem Haupt-Nordstrom zu deutlich niedrigeren Preisen. Anders als im ordentlich sortierten Mutterhaus herrscht im Rack ein leichtes Chaos – Schuhe sind nach Größen in langen Gängen geordnet und Kleidung hängt zu Hunderten an langen Ständern. Wer aber ein scharfes Auge und Zeit zum Stöbern hat, entdeckt hier Premium-Jeansmarken, hochwertige Lederaccessoires und Marken-Sportausrüstung.
Für das größte Outlet-Erlebnis musst du allerdings vor die Tore der Stadt zu den Woodbury Common Premium Outlets aufbrechen. Dieser riesige Komplex im Gebiet Central Valley erinnert an ein ordentliches Dörfchen und versammelt über 250 Marken – von erschwinglichen Sportherstellern bis zu den luxuriösesten europäischen Modehäusern. Die Busfahrt vom Port-Authority-Terminal in Manhattan dauert etwa eine Stunde, die Tickets kaufst du am besten vorab online. Nach der Ankunft führt dich dein erster Weg ins Besucherzentrum, wo du nach Vorlage des Reisepasses ein VIP-Rabattheft bekommst, das dir zu den bereits reduzierten Preisen weitere zehn bis zwanzig Prozent Rabatt bei ausgewählten Händlern verschafft.
Die Planung eines Tages in Woodbury Common erfordert einen strategischen Ansatz, denn das Areal lässt sich nicht in ein paar Stunden durchlaufen. Der Schlüssel zum Erfolg ist die frühe Ankunft – am besten gleich zur Öffnungszeit, wenn die Läden frisch aufgeräumt sind, alle Größen verfügbar und an den Kassen keine langen Schlangen stehen. Hol dir am Eingang einen Lageplan, kreis deine bevorzugten Marken ein und gehe systematisch nach den einzelnen Farbzonen vor. In der Mitte des Komplexes findest du einen geräumigen Café-Park und einen Food Court, wo du Energie für die nächste Anproberunde tankst – die hiesigen Restaurants bieten dabei auch eine reiche Auswahl an rein vegetarischen Gerichten.
Wenn du keine Lust auf eine Stunde Busfahrt hast, bietet sich eine neuere und besser erreichbare Variante an: die Empire Outlets auf Staten Island. Zu diesem Komplex an der Richmond Terrace gelangst du mit der ikonischen orangefarbenen Staten Island Ferry, die kostenlos vom unteren Manhattan fährt und einen herrlichen Blick auf die Freiheitsstatue bietet. Dieses Outlet erreicht nicht die Größe von Woodbury und konzentriert sich eher auf gängigere und Sportmarken, aber die moderne Architektur, die schönen Blicke auf die Skyline von Manhattan und der Wegfall der langen Anreise machen es zum perfekten Halbtagesausflug für die ganze Familie.
Vintage, Märkte und Bücher

New York gehört nicht nur den großen Marken und glänzenden Schaufenstern – riesige Beliebtheit genießt hier die Kultur der Second-Hand-Ware. Literaturliebhaber müssen zum Union Square, wo der legendäre Strand Bookstore (828 Broadway) seinen Sitz hat. Dieser unabhängige Laden wurde mit dem Slogan über achtzehn Meilen Bücher berühmt und beherbergt in seinem Inneren über zweieinhalb Millionen neue, gebrauchte und seltene Bände. Der ikonische rote Schriftzug über dem Eingang begrüßt Leser aus aller Welt, die sich stundenlang in den schmalen Gängen voller Regale verlieren, Kunstpublikationen durchblättern oder in der speziellen Sammlerabteilung nach seltenen Erstausgaben suchen können.
Wer einzigartige Stücke und lokale Kultur sucht, findet sein Paradies auf den Wochenendmärkten. Brooklyn Flea wechselt je nach Jahreszeit seinen Standort, im Sommer erwacht er oft unter dem Bogen der Manhattan Bridge im Viertel DUMBO oder in Williamsburg zum Leben. Dutzende Händler breiten hier ihre Tische voller Antiquitäten, Retro-Kleidung, alter Karten, Schmuck und vollgepackter Kisten mit Schallplatten aus. Die Atmosphäre wird ergänzt durch Stände mit hervorragendem vegetarischem Streetfood, spielende Musik und eine bunte Mischung Einheimischer, die hier ihre faulen Wochenendnachmittage verbringen und um die Preise rarer Stücke feilschen.
Ein ähnliches Konzept, aber unter Dach und mit größerem Fokus auf unabhängige Kreative, bieten Artists & Fleas. Ihre festen Filialen betreiben sie im Chelsea Market und an der Adresse 70 N 7th St in Williamsburg. Die hiesigen Verkäufer bieten handgemachte Seifen, originelle Grafiken, Upcycling-Mode und selbst entworfenen Schmuck. Der Vorteil dieses Marktes ist der direkte Kontakt zu den Kreativen, die dir gern den Herstellungsprozess und die Geschichte hinter jedem Produkt erklären. Es ist der ideale Ort, um sinnvolle Souvenirs und Geschenke zu kaufen, die nicht in einer Fabrik am anderen Ende der Welt, sondern direkt in den Ateliers New Yorker Künstler entstanden sind.
Für Fans von Second-Hand-Mode ist Brooklyn das gelobte Land, und Beacon’s Closet (88 N 11th St in Williamsburg) ist sein Haupttempel. Dieses riesige Lager funktioniert nach dem Prinzip von An- und Verkauf, also bringen die hiesigen Trendsetter ihre ausrangierten Designerstücke her und der Laden bietet sie umgehend weiter an. Das Interieur prägen endlose Reihen nach Farben sortierter Kleidung, von Pastelltönen bis zu sattem Schwarz, was die Suche überraschend schnell macht. Du kannst hier auf fast ungetragene Schuhe berühmter Designer oder Vintage-Lederjacken aus den achtziger Jahren zu sehr akzeptablen Preisen stoßen.
Wenn du eher preiswerte Retro-Stücke als Luxusmarken suchst, besuche eine der Filialen der Kette L Train Vintage, die hauptsächlich über Brooklyn verteilt sind. Diese Läden haben sich auf den Import riesiger Mengen Gebrauchtkleidung spezialisiert, die sie zu sehr niedrigen Preisen verkaufen, oft nahe am Kilopreis. Die Regale quellen über vor klassischen Flanellhemden, abgetragenen Jeans amerikanischer Marken, Retro-Sportjacken und T-Shirts mit Prints alter Bands. Das Wühlen in den Kleiderbergen kostet Zeit und Energie, aber das Gefühl, eine perfekt sitzende Jeansjacke für ein paar Dollar zu finden, lohnt sich.
Ein eigenes Kapitel des New Yorker Shoppings bildet der legendäre Laden B&H Photo Video (420 9th Ave in Midtown). Es ist einer der größten Läden für Kameras, Elektronik und Audiotechnik der Welt. Den Laden erkennst du schon von Weitem an den grünen Markisen, und drinnen beeindruckt dich ein einzigartiges Logistiksystem. Über den Köpfen der Kunden fahren Körbe mit Ware über ein ausgeklügeltes Förderbandsystem direkt aus den Lagern zu den Kassen. Der Laden gehört der Gemeinschaft chassidischer Juden und wird von ihr betrieben, prüfe deshalb vor dem Besuch die Öffnungszeiten – an jüdischen Feiertagen sowie von Freitagnachmittag bis Samstagabend bleiben die Türen kompromisslos geschlossen.
Steuern, Preise und wie du sparst
Für europäische Touristen ist das amerikanische System der Preisauszeichnung oft der größte Schock. Der Betrag, den du auf dem Etikett im Laden oder auf der Speisekarte siehst, enthält niemals die Verkaufssteuer. In New York kommt an der Kasse die sogenannte Sales Tax in Höhe von 8,875 % auf den Preis dazu. Dieser Satz setzt sich aus drei Teilen zusammen: der städtischen Steuer (4,5 %), der bundesstaatlichen Steuer (4 %) und der speziellen Verkehrsabgabe MCTD (0,375 %). Wählst du also im Regal ein Parfum für glatte hundert Dollar, verlangt der Verkäufer an der Kasse 108 Dollar und 88 Cent von dir. Mit diesem Aufschlag musst du bei der Planung jedes Einkaufs rechnen, um dein Budget nicht zu sprengen.
New York bietet jedoch eine fantastische Ausnahme, die alle Modeliebhaber freut. Kleidung und Schuhe bis 110 USD pro Stück sind in New York steuerfrei. Dieser Mechanismus gilt strikt pro Stück, nicht für den Gesamteinkauf. Legst du drei Hosen in deinen Korb, von denen jede 95 Dollar kostet, zahlst du keinen Cent Steuer, obwohl die Gesamtrechnung die Grenze von hundertzehn Dollar überschreitet. Sobald du aber einen Wintermantel für 115 Dollar dazulegst, wird dir für dieses konkrete Stück die volle Steuer von 8,875 % berechnet. Dieses System spielt Einkäufen im Schlussverkauf und in Outlets extrem in die Karten, wo die meiste Alltagskleidung unter die festgelegte Grenze fällt.
Anders als in vielen europäischen oder asiatischen Ländern gibt es in den Vereinigten Staaten kein Tax-Free-System für Touristen. Formulare zur Steuerrückerstattung am Flughafen würdest du vergeblich suchen – die gezahlte Verkaufssteuer bleibt bei den amerikanischen Behörden und es gibt keine legale Möglichkeit, sie zurückzubekommen. Diese Tatsache gleichen die riesigen saisonalen Rabatte aus. Die deutlichsten Preisstürze erlebst du während des Black Friday Ende November, nach Weihnachten oder während verlängerter Wochenenden wie dem Memorial Day und Labor Day. Im Mode-Viertel Garment District finden zudem oft sogenannte Sample Sales statt, bei denen Designer Musterstücke aus den Schauen zu Bruchteilen der Preise verkaufen.
Beim Bezahlen mit Karte in amerikanischen Läden stößt du auf eine weitere kleine Falle. Die Zahlungsterminals bieten bei einer europäischen Karte oft die sogenannte dynamische Währungsumrechnung (DCC) an und fragen dich, ob du die Transaktion in Dollar oder in Euro abrechnen möchtest. Wähle immer und ausnahmslos die Zahlung in der Landeswährung, also in US-Dollar. Wählst du Euro, verwendet das Terminal einen extrem ungünstigen Kurs der vermittelnden Bank und der Einkauf wird unnötig teurer. Deine Hausbank oder moderne Reisekarten vom Typ Revolut rechnen Dollar in Euro zu einem viel günstigeren Mittelkurs um.
Ein letzter Rat für sparsame Reisende betrifft die klassischen Souvenirs. Vermeide den Kauf von Magneten, T-Shirts mit der Aufschrift „I Love NY“ und Miniatur-Freiheitsstatuen direkt am Times Square oder in unmittelbarer Nähe der Hauptattraktionen. Die Händler in diesen Gegenden zahlen astronomische Mieten, und die Souvenirpreise entsprechen dem. Es reicht, drei Blocks zur Seite Richtung 8. oder 9. Avenue zu gehen oder gleich ins Viertel Chinatown rund um die Canal Street aufzubrechen. An diesen Orten findest du identische Ware, aber zum halben, oft sogar zum drittel Preis – im Chinesenviertel kannst du bei größeren Einkäufen außerdem erfolgreich um die Preise feilschen.
Tipps und Erfahrungen von Reisenden
- Der Preis auf dem Etikett ist nicht der Endpreis – rechne mit dem Aufschlag der Sales Tax von 8,875 % an der Kasse
- Die Steuerbefreiung für Kleidung bis 110 USD pro Stück spart vor allem im Schlussverkauf Geld
- Sneaker und amerikanische Marken sind in Woodbury deutlich günstiger als in Deutschland
- Die EU-Zollfreigrenze von 430 EUR musst du besonders bei teurer Elektronik im Blick behalten, hebe deine Belege auf
- Souvenirs abseits des Times Square bekommst du zum halben Preis in Chinatown oder ein paar Blocks weiter
Für aktuelle Infos zu temporären Läden, Pop-up-Boutiquen und saisonalen Rabattaktionen verfolge die offizielle Tourismus-Website von NYC. Dort findest du einen Veranstaltungskalender, Karten der einzelnen Viertel und praktische Tipps zur einfachen Orientierung in der Stadt, was dir hilft, deine Shopping-Tage mit maximaler Effizienz zu planen.
Wo übernachten zum Shoppen
Die richtige Lage für die Unterkunft zu wählen spart dir viel Zeit und schmerzende Füße, denn volle Taschen durch die überfüllte U-Bahn zu schleppen verliert schnell seinen Reiz. Das Gebiet Midtown Manhattan bietet in dieser Hinsicht einen unschlagbaren Vorteil. Eine Unterkunft rund um die 34. bis 50. Straße bedeutet, dass du die berühmte Fifth Avenue, das riesige Macy’s und Dutzende weiterer beliebter Läden fußläufig erreichst. Wenn deine Hände voller Taschen sind, springst du leicht ins Hotel, legst die Beute ab, ruhst dich kurz aus und kannst ohne unnötige Fahrt quer durch die Stadt zur nächsten Runde aufbrechen.
Midtown ist auch dann ein strategischer Punkt, wenn du Ausflüge vor die Tore Manhattans planst. In Gehweite befindet sich das riesige Busterminal Port Authority, von dem direkte Linien zum Woodbury Common Outlet abfahren, sowie der Bahnhof Penn Station für Fahrten nach New Jersey. Dieser zentrale Teil der Stadt strotzt zudem vor Hotels aller Kategorien, von luxuriösen Fünf-Sterne-Komplexen bis zu erschwinglichen Boutique-Hotels, sodass sowohl die Familie mit Kindern als auch das Paar auf der Suche nach romantischem Rückzugsort für den New-York-Aufenthalt etwas findet.
Für bequemes Shoppen lohnt es sich, nah an den Läden zu wohnen. Wirf einen Blick auf Hotels in Midtown in der Nähe der Fifth Avenue und von Macy’s, oder vergleiche alle Unterkünfte in New York.
Wohin als Nächstes
- 44 Tipps, was man in New York sehen sollte
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- New York in 3 Tagen: was du schaffen kannst
Häufig gestellte Fragen
Wo man in New York einkaufen kann?
Die luxuriösesten Marken sind auf der Fifth Avenue im Abschnitt unterhalb des Central Parks ansässig. Unabhängige Boutiquen und Designerläden findest du in den Vierteln SoHo und NoLita, während große Kaufhäuser wie Macy’s und Bloomingdale’s den Midtown-Bereich abdecken. Für günstige Schnäppchen lohnt sich ein Ausflug zu den Century 21 Stores oder zum Woodbury Common Outlet.
Wie hoch ist die Steuer beim Einkaufen in New York?
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Die Grundsteuer auf Verkäufe beträgt 8,875 Prozent und wird erst an der Kasse zum Warenpreis hinzugerechnet. Kleidung und Schuhe mit einem Preis von bis zu 110 Dollar pro Stück sind jedoch von dieser Steuer vollständig befreit. Diese Grenze gilt für jedes einzelne Stück separat, nicht für den gesamten Einkauf im Warenkorb.
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Wo gibt es Outlets in der Umgebung von New York?
Hier ist die Übersetzung:
Das bekannteste und größte Einkaufszentrum Woodbury Common Premium Outlets liegt etwa eine Stunde Busfahrt von Manhattan entfernt und bietet über 250 Marken. Näher an der Stadt findest du Empire Outlets auf Staten Island, das du bequem mit der kostenlosen Fähre erreichst. Direkt auf Manhattan gibt es dann die Outlet-Stores Century 21 und Nordstrom Rack.
Lohnt es sich, Kleidung und Sneakers in New York zu kaufen?
Amerikanische Marken wie Nike, Levi’s, Calvin Klein oder Tommy Hilfiger bekommst du in den Vereinigten Staaten deutlich günstiger als in Europa. Die größte Ersparnis erzielst du beim Einkauf in Outlets oder während großer Sales. Bei Kleidung und Schuhen bis 110 Dollar pro Stück sparst du zusätzlich Geld dank der Befreiung von der lokalen Steuer.
Gibt es Tax Free für Touristen in den USA?
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Die Vereinigten Staaten betreiben kein Tax-Refund-System für ausländische Touristen, wie ihr es von europäischen Flughäfen gewohnt seid. Die bezahlte Verkaufssteuer könnt ihr euch nicht zurückerstatten lassen. Diesen Nachteil machen die Geschäfte durch häufige Rabattaktionen und die generelle Steuerbefreiung für günstigere Kleidung wett.
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Was man aus New York mitbringen sollte?
Neben vorteilhafter Markenkleidung und Kosmetik solltet ihr euch auf lokale Produkte von unabhängigen Künstlern von den Märkten in Brooklyn konzentrieren. Ein tolles Souvenir sind auch seltene Bücher aus dem legendären Laden Strand oder Vinylplatten von den örtlichen Flohmärkten. Günstige Andenken kauft ihr besser in Chinatown als am Times Square.
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