Nîmes und Pont du Gard: 12 Tipps für das römische Frankreich 2026

Der Süden Frankreichs hat nicht nur das eine glänzende Gesicht, das du aus Lifestyle-Magazinen kennst. Während die Nachbarregionen mit endlosen Lavendelfeldern und Luxusyachten beeindrucken, beginnt gleich hinter der Rhône eine ganz andere Welt, die nichts vorgibt zu sein, was sie nicht ist. Das historische Okzitanien ist ein Landstrich, der rauer, viel authentischer und buchstäblich von Geschichten aus der Antike durchzogen ist. Wenn du tiefe Geschichte liebst, dir sommerliche Temperaturen, die deine körperliche Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellen, nichts ausmachen und du Orte suchst, an denen der Stein mit jahrtausendealter Stimme spricht, bist du in Nîmes in Frankreich genau richtig.

In diesem Artikel findest du 12 Tipps, was man in Nîmes und am nahegelegenen Pont du Gard sehen und erleben kann – vom besterhaltenen römischen Amphitheater bis zur Kanutour unter dem monumentalen Aquädukt. Ich verrate dir außerdem, in welchem Stadtteil du dich strategisch klug einquartierst, wie du die Anreise clever löst und wann du am besten herkommst, um dir das nervige Anstehen in endlosen Schlangen zu ersparen. Nîmes und seine Umgebung bergen nämlich ingenieurtechnische und architektonische Wunder, über die selbst heutige Fachleute nur staunen können.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Die Arena von Nîmes ist ein funktionierendes Wunder: Das besterhaltene römische Amphitheater der Welt beherbergt bis heute riesige Sommerkonzerte und historische Festivals.
  • Maison Carrée als UNESCO-Welterbe: Der antike Tempel aus dem ersten Jahrhundert ist in einem so perfekten Zustand, dass er aussieht, als wäre er erst vor wenigen Jahren erbaut worden.
  • Aquädukt Pont du Gard: Die dreistöckige römische Brücke über den Fluss Gardon kannst du von Aussichtspunkten bewundern oder direkt von der Wasseroberfläche aus dem gemieteten Kanu.
  • Brutale Sommertemperaturen: Im Juli und August klettern die Temperaturen gewöhnlich auf 40 Grad, weshalb sich ein Besuch im Frühling oder Herbst ideal anbietet.
  • Kombitickets sparen Geld: Für den Eintritt in die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lohnt sich der sogenannte Pass Nîmes definitiv.
  • Die Anreise erfordert Planung: Zum Pont du Gard kommst du mit dem Bus nur sehr schwer, weshalb ein Mietwagen für flexibles Reisen eine absolute Notwendigkeit ist.
  • Verbinde die Reise mit weiteren Perlen des Südens: Die Lage ist ideal für Tagesausflüge ins nahe Avignon oder zur riesigen mittelalterlichen Festung Carcassonne.

Wann nach Nîmes und zum Pont du Gard reisen

Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist für den Süden Frankreichs absolut entscheidend, denn das Sommerwetter kann hier wirklich gnadenlos sein. Im Juli und August brutzelt ganz Okzitanien förmlich, und die Temperaturen erreichen sehr häufig extreme 40 bis 43 Grad Celsius, was Spaziergänge zwischen den aufgeheizten römischen Bauwerken zu einer kräftezehrenden Erfahrung macht. Berichte über die jüngsten Hitzewellen zeigen klar, dass ein Aufenthalt im Freien über Mittag an die körperliche Erschöpfung grenzt und auch ein erhöhtes Risiko für Sommerbrände besteht. Wenn du trotzdem während der Hauptferienzeit herkommst, musst du alle Outdoor-Aktivitäten in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend verlegen, sonst riskierst du einen ernsthaften Sonnenstich. Die aufgeheizten Steine in den Gassen verstärken die Hitze noch zusätzlich, sodass sich die Stadt nach dem Mittagessen praktisch leert und erst mit Sonnenuntergang wieder zum Leben erwacht.

Sein schönstes Gesicht zeigt die Region während der Frühlingsmonate von April bis Juni, wenn alles blüht, die Luft angenehm frisch ist und die Touristenmassen ihren Höhepunkt noch nicht erreicht haben. In diesen Monaten liegen die Temperaturen bei idealen fünfundzwanzig Grad, was für die Erkundung antiker Bauwerke absolut perfekt ist. Eine ausgezeichnete Wahl sind auch September und Oktober, wenn die Sonne nicht mehr so brennt, das Meer an der nahen Küste aber noch herrlich aufgewärmt ist und du dich auf sehr warme Tage freuen kannst. Die Herbstmonate bringen zudem wunderschöne Farben in die umliegenden Weinberge, und die gesamte Atmosphäre in den Städten kehrt zu ihrem ruhigen, gemächlichen Tempo zurück, während die Menschenmassen nach dem ersten September deutlich abnehmen.

Wenn du lebhafte Feste magst und die Stadt in ihrem größten Trubel erleben möchtest, trag dir den Juni in den Kalender ein. Konkret verschlingt die berühmte Feria de Nîmes vom 12. bis 14. Juni 2026 die ganze Stadt – ein riesiges Straßenfest voller Musik, Wein und traditioneller Kultur. Daran schließt sich das großartige Festival de Nîmes an, das 2026 vom 11. Juni bis zum 26. Juli läuft und die größten Musikstars der Welt in die antike Arena holt. Es ist ein gewaltiges Erlebnis, erfordert aber eine Buchung der Unterkunft ruhig auch ein halbes Jahr im Voraus, weil die Kapazitäten in der Stadt schlicht nicht ausreichen.

Wo man in Nîmes und Umgebung übernachtet

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.

Bei der Wahl der Unterkunft in Nîmes ergibt es am meisten Sinn, ein Zimmer direkt im historischen Zentrum namens L’Écusson zu suchen, denn von dort erreichst du alle wichtigen römischen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß. Dieses Viertel, das mit seiner Form an ein Schild erinnert, ist von zauberhaften engen Gassen durchzogen und beherbergt eine riesige Anzahl an hervorragenden Bistros und Handwerksbäckereien. Wenn du mit dem Auto reist, überprüfe immer vorab, ob das Hotel eigene Parkplätze anbietet, denn in den engen Einbahnstraßen des historischen Kerns zu parken ist nahezu unmöglich, und öffentliche Parkhäuser können bei längerem Aufenthalt ziemlich ins Geld gehen. Sehr gute Erfahrungen machen Reisende mit dem Boutique-Hotel Hôtel Marquis de la Baume, das in einem wunderschön renovierten Palast aus dem siebzehnten Jahrhundert residiert und dessen Innenhof inmitten der pulsierenden Stadt perfekte Ruhe bietet. Wenn du etwas Luxuriöseres suchst, kannst du das ikonische Margaret Hôtel Chouleur mit seinem schönen Außenpool probieren.

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Eine interessante Alternative kann eine Unterkunft außerhalb der Stadt selbst sein, wenn du die Ruhe der französischen Provinz bevorzugst und einen Mietwagen zur Verfügung hast. In der Umgebung der Dörfer in der Nähe des Pont du Gard findest du Dutzende wunderschöner steinerner Gehöfte, die zu gemütlichen Pensionen umgebaut wurden – in Frankreich nennt man sie chambres d’hôtes. Diese Wahl beschert dir nach einem ganzen Tag voller Sehenswürdigkeiten perfekte Erholung am Pool und gleichzeitig hast du die Flüsse und Naturschutzgebiete ganz in der Nähe.

Suchst du dagegen eine größere und lebhaftere Basis, um ganz Ostokzitanien zu erkunden, eignet sich auch die nahe Studentenstadt Montpellier hervorragend, von wo aus du Nîmes mit dem Zug in knapp einer halben Stunde erreichst. Montpellier ist eine Stadt mit einer riesigen Studentenpopulation, die bis tief in die Nacht lebt. Übernachten kannst du in der Nähe des riesigen Platzes Place de la Comédie oder im monumentalen neoklassizistischen Viertel Antigone, das von Ricardo Bofill entworfen wurde. Die Stadt hat zudem ein hervorragendes Netz an Designer-Straßenbahnen, und zu den langen Sandstränden sind es von hier aus nur zehn Kilometer.

12 Tipps, was man in Nîmes und am Pont du Gard sehen und erleben kann

Schauen wir uns gemeinsam die konkreten Orte und Erlebnisse an, die diesen Winkel Okzitaniens zu einem absoluten Unikat auf der Landkarte Europas machen. Von monumentalen Ingenieurbauwerken der Antike über moderne Museen bis zu den verwinkelten Gassen der Altstadt – Nîmes und der Pont du Gard bieten eine unglaublich bunte Mischung aus Geschichte und südfranzösischer Gelassenheit. Schnür dir bequeme Schuhe und sorge für genug Platz im Handy für Fotos, denn hier wirst du buchstäblich jede sonnendurchflutete Ecke festhalten wollen.

1. Arènes de Nîmes: Das Amphitheater, das bis heute lebt

Wenn vor dir zum ersten Mal die massive Steinfassade der Arena von Nîmes auftaucht, wird dich wahrscheinlich ihr absolut perfekter Zustand überraschen. Es handelt sich um das besterhaltene römische Amphitheater der ganzen Welt, das in puncto Vollständigkeit selbst das berühmte römische Kolosseum spielend in die Tasche steckt. Während dem italienischen Bauwerk ein wesentlicher Teil der Mauern und der ursprüngliche Boden fehlen, steht die Arena in Nîmes praktisch in ihrer ursprünglichen Gestalt. Sie wurde Ende des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung erbaut und brüstet sich mit einer unglaublichen Kapazität von 24.000 Zuschauern. Ihre komplexe innere Konstruktion aus Gängen und Galerien ist so genial, dass sich der gesamte riesige Zuschauerraum problemlos in wenigen Minuten evakuieren ließe.

Das Erstaunlichste an diesem antiken Bauwerk ist jedoch die Tatsache, dass es nicht nur als stilles Museum für Touristen mit Kameras dient. Das Amphitheater ist bis heute eine voll funktionsfähige Kulturstätte, in der die größten gesellschaftlichen Ereignisse der gesamten Region stattfinden. Hier werden großartige historische Rekonstruktionen römischer Spiele aufgeführt, und im Sommer verwandelt sich die ganze Arena in eine atemberaubende Konzerthalle unter freiem Himmel. Die Akustik zwischen den uralten Steinen ist schlicht unbeschreiblich und verleiht jeder Aufführung eine magische Atmosphäre.

💡 Tipp: Wenn du im Sommer nach Nîmes fährst, schau dir das Programm des berühmten Festival de Nîmes an, das 2026 vom 11. Juni bis zum 26. Juli läuft. Tickets für die Abendkonzerte der Weltstars in der Arena sind aber schon ein halbes Jahr im Voraus weg, also zögere mit dem Kauf nicht.

2. Maison Carrée: Die Perfektion eines UNESCO-Tempels

Nur ein paar Straßen weiter stößt du auf ein Bauwerk, bei dem du das hartnäckige Gefühl haben wirst, jemand hätte dir eine perfekte Filmkulisse aufgestellt. Die Maison Carrée ist der einzige komplett erhaltene antike Tempel der Welt, der lange zwei Jahrtausende ohne den geringsten Schaden überstanden hat. Seine strahlend weißen korinthischen Säulen und symmetrischen Proportionen beeindrucken die Besucher schon seit Jahrhunderten, daher ist es kein Wunder, dass er 2023 endlich offiziell in die prestigeträchtige Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Der Tempel war ursprünglich den früh verstorbenen Enkeln des Kaisers Augustus geweiht, und sein wundersames Überleben verdankt er der Tatsache, dass das Gebäude nie leer stand und immer eine praktische Nutzung fand.

Im Laufe der bewegten Jahrhunderte diente der Tempel nacheinander als frühchristliche Kirche, Rathaus, Privathaus, Pferdestall und schließlich sogar als Stadtarchiv. Heute kannst du nicht nur sein atemberaubendes Äußeres vom angrenzenden, mit Cafés gefüllten Platz aus betrachten, sondern nach Zahlung des Eintritts auch das heilige Innere des Bauwerks selbst betreten. Innen befindet sich eine neu gestaltete moderne Ausstellung zur Geschichte des Tempels und zur römischen Architektur. Der allergrößte Wert ist aber zweifellos das Gefühl selbst, in einem Gebäude zu stehen, das vor mehr als zweitausend Jahren errichtet wurde.

💡 Tipp: Die schönsten Fotos des Tempels machst du am frühen Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die schneeweißen Säulen treffen und auf dem Platz die Terrassen der umliegenden Restaurants noch nicht aufgebaut sind.

3. Musée de la Romanité: Das moderne Gesicht der Antike

Direkt gegenüber der antiken Arena steht ein Gebäude, das auf den ersten Blick einen absolut radikalen Kontrast zum antiken Amphitheater bildet. Das Musée de la Romanité ist ein hypermodernes architektonisches Bauwerk, eingehüllt in eine gewellte Fassade aus rund siebentausend Glasplättchen, die sehr clever an eine leichte, elegant drapierte römische Toga erinnern sollen. Dieses kühne Werk, das erst vor wenigen Jahren für die Öffentlichkeit geöffnet wurde, ist ein absolutes Muss für jeden, der den tiefen historischen Kontext der gesamten Region verstehen und die wertvollsten erhaltenen Artefakte aus den lokalen archäologischen Ausgrabungen sehen möchte.

Die Ausstellung im Inneren des riesigen Gebäudes ist unglaublich interaktiv, nutzt jede Menge moderne Technologien und unterhält zuverlässig auch Besucher, die klassische Museen normalerweise eher meiden. Du findest hier riesige Wandmosaike, zusammengesetzt aus Tausenden winziger Steinchen, beeindruckende Statuen und Hunderte Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die dir das Leben in einer reichen römischen Provinz perfekt näherbringen. Der gesamte Rundgang verläuft flüssig, und dank der modernen Aufbereitung zieht dich die Geschichte buchstäblich ins Geschehen.

💡 Tipp: Lass dir auf keinen Fall den Besuch des großzügigen Dachgartens des Museums entgehen, der für alle zudem völlig kostenlos zugänglich ist. Von hier hast du einen absolut famosen und ungestörten Panoramablick auf die gesamte Arena und das historische Zentrum von Nîmes.

4. Jardins de la Fontaine: Wo die Stadt geboren wurde

Jede große französische Stadt hat ihre grüne Lunge, und im Fall von Nîmes handelt es sich um einen magischen Ort, der eng mit der Geburt der einstigen antiken Siedlung verbunden ist. Die Jardins de la Fontaine waren im achtzehnten Jahrhundert einer der allerersten öffentlichen Gärten in ganz Europa und zählen bis heute zweifellos zu den schönsten, die du im Süden besuchen kannst. Der gesamte weitläufige Park wurde clever rund um die antike heilige Quelle des Gottes Nemausus angelegt, an der sich einst die allerersten keltischen Bewohner niederließen. Später errichteten die geschickten Römer darum einen monumentalen Komplex aus Thermen und Heiligtümern, dessen Überreste du hier bis heute bewundern kannst.

Heute ist es ein absolut idealer Zufluchtsort, um der sengenden Sommerhitze der aufgeheizten Steingassen zu entfliehen. Du kannst endlos lange über die breiten Terrassen spazieren, elegante klassizistische Statuen bewundern, dem beruhigenden Plätschern des Wassers in den großen Steinbecken lauschen und den Einheimischen dabei zusehen, wie sie hier ihre faulen Sonntagnachmittage verbringen. Im unteren Teil der schattigen Gärten solltest du dann unbedingt auf die geheimnisvollen Ruinen des sogenannten Dianatempels achten, dessen ursprünglicher Zweck bis heute Gegenstand vieler Mutmaßungen und leidenschaftlicher archäologischer Debatten ist.

💡 Tipp: Pack dir ein frisches, knuspriges Baguette, ein Stück gereiften Käse in den Rucksack und veranstalte im oberen Teil der Gärten unter den Pinien ein perfektes französisches Picknick. Das ist garantiert das beste Mittagessen, das du dir in der Stadt gönnen kannst.

5. Tour Magne: Aussicht vom keltischen Turm

Wenn du schon zufrieden durch die grünen Jardins de la Fontaine spazierst, mach dich auf den gewundenen Pfaden, die von mediterraner Vegetation und Pinien gesäumt sind, bis zur Spitze des Hügels Mont Cavalier auf. Hier ragt majestätisch der Tour Magne in die Höhe, ein massiver Steinturm, der der einzige erhaltene Überrest der ursprünglichen keltischen Befestigung ist. Später band ihn der große Kaiser Augustus selbst in die riesigen und langen römischen Stadtmauern ein, die in der Antike die ganze Stadt umschlossen. Das Bauwerk selbst wirkt aus der Nähe wirklich monumental und lässt klar erahnen, welche enorme strategische Bedeutung Nîmes in der Vergangenheit hatte.

Stell dich aber darauf ein, dass dich im Inneren des historischen Turms ein körperlich anspruchsvollerer Aufstieg über eine ziemlich steile Wendeltreppe erwartet – doch die aufgewendete Mühe zahlt sich am Ende hundertfach aus. Von der schmalen Aussichtsplattform an der Spitze eröffnet sich ein konkurrenzloser und ungetrübter Blick auf ganz Nîmes und die endlosen Ebenen des heißen Languedoc. Bei klarem Sommerwetter siehst du von hier aus problemlos bis zu den Gipfeln des nahen Gebirges Alpilles und kannst sogar die charakteristische Silhouette des sagenumwobenen Berges Mont Ventoux erkennen.

💡 Tipp: Plane den Aufstieg auf den Turm idealerweise für den frühen Vormittag, wenn die Luft noch nicht so heiß ist und die Fernsicht nicht im Sommerdunst verhüllt liegt, der sich gewöhnlich nach Mittag bildet.

6. Feria de Nîmes und die traditionelle Stierkultur

Ganz Okzitanien liegt geografisch wie kulturell sehr nah an der spanischen Grenze, und dieser starke Einfluss ist in der lokalen Mentalität wirklich tief verwurzelt. Nîmes ist in ganz Frankreich berühmt für sein riesiges Fest namens Feria, das regelmäßig im Juni und anschließend in kleinerem Rahmen auch im September stattfindet. Während des Junitermins verwandelt sich die ganze Stadt für einige Tage in eine einzige riesige Straßenparty, überall spielen Live-Bands, die Menschen tanzen spontan in den Gassen, und die provisorischen Bars, genannt Bodegas, platzen unter dem riesigen Andrang der Besucher mit Weingläsern in der Hand aus allen Nähten. Es ist ein Erlebnis, das dir Frankreich von einer ganz anderen, wilderen Seite zeigt.

Mit dieser ausgelassenen Feier ist jedoch untrennbar auch die etwas kontroverse Stierkultur verbunden, die die heutige Gesellschaft stark spaltet. In der antiken Arena finden traditionelle Corridas statt, daneben werden in den historischen Gassen aber auch sogenannte Abrivados veranstaltet. Dabei versuchen erfahrene Reiter zu Pferd, eine Stierherde durch die Stadt zu treiben, während Wagemutige aus den Reihen der Zuschauer dies mit gewaltigem Geschrei zu verhindern versuchen. Es ist ein Schauspiel voller Adrenalin, das dir das wahre, ungezähmte südländische Blut in voller Pracht zeigt.

💡 Tipp: Wenn du die berühmte Feria am eigenen Leib erleben willst (die nächste große findet vom 12. bis 14. Juni 2026 statt), musst du deine Unterkunft in der Stadt ruhig auch acht Monate im Voraus reservieren. Später findest du keinen freien Stuhl mehr.

7. Die Geburt des berühmten Denims: Der Stoff, der die Welt eroberte

Bei deinen gemächlichen Streifzügen durch das historische Stadtzentrum stößt du auf ein völlig unerwartetes Detail, das das antike Nîmes direkt mit der modernen Popkultur und der globalen Modeindustrie verbindet. Die hiesigen geschickten Weber entwickelten nämlich schon im siebzehnten Jahrhundert einen unglaublich festen und mechanisch widerstandsfähigen Baumwollstoff, den ursprünglich aus rein praktischen Gründen die örtlichen Hirten und schwer arbeitenden Arbeiter trugen. Dieser beliebte Stoff wurde mit der Zeit massenhaft in die ganze Welt exportiert und trug auf den Handelsschiffen stets die stolze Bezeichnung „serge de Nîmes“, also wörtlich übersetzt Gewebe aus der Stadt Nîmes.

Wenn du diesen französischen Namen schnell hintereinander und mit starkem englischem Akzent aussprichst, wird dir sofort klar, woher das heute so populäre Wort „Denim“ stammt. Diesen ehrlichen und festen Stoff aus dem Süden Frankreichs entdeckte später ein gewisser Levi Strauss, der im fernen Amerika daraus widerstandsfähige Arbeitshosen für Goldgräber zu nähen begann und so die Welt der Mode für immer veränderte. Den Verweis auf diesen berühmten Stoff findest du in der Stadt auf Schritt und Tritt.

💡 Tipp: Heute kannst du in den verwinkelten Gassen des Stadtzentrums luxuriöse und lokal genähte Jeansstücke von ortsansässigen Designern kaufen, die versuchen, diese alte Textiltradition wiederzubeleben und dem Denim seine ursprüngliche französische Eleganz und seinen Charme zurückzugeben.

8. Pont du Gard aus der Nähe: Ingenieurkunst, die du nicht begreifen wirst

Knapp eine halbe Stunde Fahrt mit dem Mietwagen von Nîmes entfernt erwartet dich eine ikonische Sehenswürdigkeit, die dich mit ihrer unglaublichen Monumentalität buchstäblich in die Knie zwingt. Der Pont du Gard ist zweifellos das höchste erhaltene römische Aquädukt der ganzen Welt, und seine durchdachte Bauweise widerspricht völlig all unseren heutigen Vorstellungen von den technologischen Möglichkeiten der Antike. Diese imposante dreistöckige Brücke mit ihren beachtlichen 50 Metern Höhe war ein wichtiger Teil einer fast dreißig Kilometer langen Wasserleitung, die kostbares, frisches Quellwasser direkt in die beliebten öffentlichen Thermen und Zierbrunnen von Nîmes leitete.

Am gesamten Bauwerk ist vor allem die unglaubliche millimetergenaue Präzision faszinierend, mit der die antiken Römer arbeiteten. Das gesamte lange Aquädukt fällt auf seiner riesigen Länge um lediglich 12 Meter ab, was absolut perfekte geodätische Berechnungen erforderte, über die selbst heutige Ingenieure, die moderne Laser und Satelliten zur Verfügung haben, nur staunen können. Die Sehenswürdigkeit ist in eine wunderschöne Natur voller Kalkfelsen und mediterraner Sträucher eingebettet, sodass du dir hier wie in einem Dokumentarfilm über die Antike vorkommst.

💡 Tipp: Für die Sommersaison 2026 ist vom 15. Mai bis zum 20. September eine wunderschöne nächtliche Beleuchtung des Denkmals vorbereitet, und vom 4. Juli bis zum 30. August findet hier zudem eine großartige audiovisuelle Show statt, bei der die antiken Steine in den bunten Farben des Nachthimmels zum Leben erwachen.

9. Baden und Kanu: Das Aquädukt direkt von der Wasseroberfläche

Während sich die überwältigende Mehrheit der gewöhnlichen Touristen mit einem schnellen Spaziergang am Ufer und einem Foto der antiken Brücke von den offiziellen Aussichtspunkten begnügt, kannst du hier etwas viel Authentischeres und Besseres erleben. Der Fluss Gardon, der träge direkt unter den riesigen Bögen des Aquädukts fließt, ist in den heißen Sommermonaten nämlich ein absolut idealer Ort für ein erfrischendes Bad. Französische Familien bringen hierher gewöhnlich große Picknickdecken und bunte Sonnenschirme mit und verbringen an den natürlichen Kiesstränden unter den Gewölben ganze Nachmittage. Das Wasser ist hier herrlich klar, angenehm kühlend, und der Anblick der antiken Pfeiler direkt von der kalten Wasseroberfläche aus ist einfach makellos.

Die absolut beste Art, die berühmte Brücke aus einer ungewöhnlichen Perspektive und ohne die Menschenmassen am Ufer in Ruhe zu betrachten, ist, sich im nahen malerischen Dörfchen Collias ein Kanu zu mieten und den Fluss bis direkt zur Sehenswürdigkeit hinunterzufahren. Die gemütliche Fahrt dauert etwa zwei Stunden, der Fluss ist an diesen Stellen sehr ruhig und sicher, und die gesamte Strecke meistern absolut problemlos auch komplette Wassersport-Anfänger. Unter den über zweitausend Jahre alten riesigen Steingewölben in einem kleinen Plastikboot hindurchzufahren, ist ein unglaubliches Erlebnis.

💡 Tipp: Wenn du im Juli oder August Kanu fahren möchtest, mach dich gleich am frühen Morgen aufs Wasser. So entgehst du dem größten Andrang der anderen Paddler, und die Sonne brennt noch nicht mit so brutaler Kraft.

10. Wie du Anreise und Parken am Pont du Gard meisterst

Die Logistik und Planung rund um den Besuch des Aquädukts selbst kann unvorbereitete Reisende ziemlich auf die Probe stellen. Wenn du dich ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel verlässt, rechne damit, dass die Busverbindung aus Städten wie Nîmes oder Avignon sehr eingeschränkt ist und sonntags oder an gesetzlichen Feiertagen oft gar nicht fährt. Aus Avignon fährt zwar die Linie 115 und aus Nîmes die Verbindung Nummer 121 hierher, aber die Taktung ist weitläufig. Viel bequemer und logischer ist es, mit dem Mietwagen herzufahren, was dir absolute zeitliche Freiheit verschafft und die hervorragende Möglichkeit bietet, den Ausflug mit dem Besuch der umliegenden uralten Winzerdörfer zu verbinden, zu denen du sonst nicht gelangst.

Der fußläufige Zugang zum Aquädukt selbst und zu seiner unmittelbaren Umgebung ist für alle Besucher völlig kostenlos, gezahlt wird ausschließlich für das notwendige Parken auf den riesigen Parkplätzen, die am linken und rechten Flussufer angelegt wurden. Das ganze clevere System ist so eingerichtet, dass du eine einheitliche Pauschalgebühr für das ganze Fahrzeug zahlst, unabhängig von der Zahl der Insassen, was vor allem für größere Familien und Freundesgruppen riesig vorteilhaft ist. Im Preis dieses Ganztagesparkens ist zudem auch der Eintritt in das hervorragende moderne Museum voll enthalten.

💡 Tipp: Wenn du einen aktiven Urlaub magst, kannst du dir im nahen Städtchen Uzès E-Bikes ausleihen und über einen sicheren und ebenen Radweg zum Aquädukt fahren. In diesem Fall zahlst du überhaupt keinen Eintritt und keine Gebühren.

11. Eintritt und Kombitickets für 2026

Der Eintritt in die einzelnen historischen Sehenswürdigkeiten in Nîmes kann beim separaten Kauf an jeder Kasse deinen Geldbeutel ziemlich schnell leeren. Wenn du während deines Aufenthalts redlich mehrere Orte besuchen und die antike Geschichte erkunden möchtest, ist die definitiv beste Investition der sogenannte Pass Nîmes, der dir nicht wenig Geld und viel Zeit spart. Dieses praktische Kombiticket sichert dir problemlos den Zugang zur großen Arena, zum Tempel Maison Carrée und zum Aussichtsturm Tour Magne. Außerdem gilt es ganze drei Tage ab der ersten Nutzung, sodass du dich überhaupt nicht stressen musst und alle genannten Sehenswürdigkeiten schön langsam und im eigenen Tempo abklappern kannst, ruhig mit langen Kaffeepausen.

Es gibt auch eine etwas teurere erweiterte Version dieses Passes, die zusätzlich den Eintritt in das hypermoderne Musée de la Romanité voll umfasst – eine Variante, die ich dir vom Preis-Leistungs-Verhältnis her definitiv empfehlen würde. Das Museum selbst bietet nämlich so viele interessante Exponate, dass es ein riesiger Jammer wäre, es auszulassen. Beim Aquädukt Pont du Gard werden die Tickets dann ganz separat geregelt, und zwar direkt vor Ort im Rahmen des erwähnten Parksystems.

💡 Tipp: Kaufe alle Tickets idealerweise rechtzeitig online auf den offiziellen Seiten. So entgehst du dem unnötigen Warten in langen Schlangen an den Kassen, die in der Sommersaison in der prallen Sonne wirklich kräftezehrend und gefährlich sein können.

12. Streifzüge durch die Altstadt und lokales Essen

Nachdem du gewissenhaft alle berühmten und monumentalen Sehenswürdigkeiten von deiner Liste abgehakt hast, kommt der allerbeste Moment, einfach ohne Eile und ohne Karte durch die schattigen Gassen der Altstadt namens L’Écusson zu streifen. Nîmes ist buchstäblich übersät mit kleinen romantischen Plätzen mit plätschernden Steinbrunnen, wo du dich zufrieden in den Schatten mächtiger Platanen setzen und dir einen hervorragenden Kaffee bestellen kannst. Die gesamte Atmosphäre ist hier herrlich entspannt, sehr gemächlich, typisch südländisch, und die reiche Cafékultur funktioniert hier zu hundert Prozent – von den frühen Morgenstunden bis tief in die warme Nacht, wenn sich die Gassen mit den Einheimischen füllen.

Was die Gastronomie selbst angeht, ist das weitläufige Okzitanien ein riesiges und vielfältiges Paradies für alle Liebhaber lokaler und frischer Zutaten. Die örtliche berühmte Spezialität Nummer eins ist zwar die Brandade de Morue (ein traditionelles Püree aus gesalzenem Kabeljau), aber wenn du eher pflanzliche Köstlichkeiten suchst, probiere unbedingt die hervorragenden lokalen Tapenaden aus schwarzen Oliven, perfekt gereifte Ziegenkäse von den kleinen umliegenden Bauernhöfen oder echtes, reichhaltiges Gemüse-Ratatouille voller frischer Tomaten und duftender Kräuter. Zur Vollkommenheit reicht dann ein Bissen knuspriges frisches Baguette aus der örtlichen Bäckerei, dazu ein Glas gekühlter Wein aus den sonnendurchfluteten Weinbergen der Corbières.

💡 Tipp: Wenn du die besten lokalen Zutaten wie ein echter Franzose einkaufen willst, mach dich gleich morgens auf in die Markthalle Les Halles. Hier bekommst du die frischesten Käse, Oliven und das knusprigste Gebäck für einen Ganztagesausflug.

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Wohin von Nîmes aus weiter

Dank seiner absolut idealen strategischen Lage ist Nîmes ein perfekter Ausgangspunkt, um den gesamten Süden Frankreichs zu erkunden. Mit einer kurzen Zug- oder Autofahrt kannst du dich in völlig anderen historischen Epochen und Landschaften wiederfinden.

Versuch, nach Osten zu fahren und erkunde das päpstliche Avignon, das dich mit seinem massiven Palast und der berühmten Brücke beeindruckt, die mitten im Fluss endet. Wenn dich violette Felder und malerische, auf Hügelspitzen thronende Dörfer locken, beginnt die ganze Provence gleich hinter der Rhône und bietet endlose Möglichkeiten für Wein- und Romantikliebhaber. Und wenn du in die entgegengesetzte Richtung aufbrichst, in Richtung der spanischen Grenze, stößt du auf die mittelalterliche Stadt Carcassonne, die größte erhaltene mittelalterliche Festung in ganz Europa, die mit ihren zweiundfünfzig Türmen genau wie die perfekte Illustration aus einem historischen Roman aussieht und dich mit ihrer Monumentalität verblüfft.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage brauche ich für einen Besuch in Nîmes und am Pont du Gard?

Für eine entspannte Erkundung der Stadt Nîmes selbst, all ihrer wichtigsten antiken Sehenswürdigkeiten, des modernen Museums und der verwinkelten Gassen der historischen Altstadt reicht ein wirklich vollgepackter Tag aus. Für einen ruhigen Besuch des Aquädukts Pont du Gard solltet ihr auf jeden Fall mindestens einen halben Tag einplanen, idealerweise auch mit der fantastischen Möglichkeit zum Baden im Fluss oder einer Kanutour. Wenn ihr beide Orte zu einem völlig stressfreien Ausflug verbinden und das Herumhetzen in der Sommerhitze vermeiden möchtet, empfehle ich euch, für diese gesamte Region zwei volle Tage einzuplanen.

Ist der Zugang zum Pont du Gard wirklich kostenlos?

Ja, der Fußweg zum antiken Aquädukt selbst und der angenehme Spaziergang entlang beider Ufer des Flusses Gardon sind für alle Besucher völlig kostenlos. Gebührenpflichtig ist lediglich das Parken auf den angrenzenden offiziellen Parkplätzen, wobei dieser einheitliche Pauschalpreis pro Auto glücklicherweise automatisch auch den Familieneintritt ins hervorragende Besuchermuseum und in die Kinderzone beinhaltet. Wenn ihr mit dem Fahrrad über den Radweg oder zu Fuß aus den nahe gelegenen malerischen Dörfern zur Sehenswürdigkeit kommt, zahlt ihr überhaupt nichts und könnt das Monument unbegrenzt lange genießen.

Kann man den Pont du Gard mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?

Das ist zwar theoretisch möglich, erfordert aber wirklich sorgfältige Planung und eine große Portion Geduld. Von Nîmes und Avignon fahren zwar lokale Regionalbusse zum Aquädukt, wie die Linie 115 von Avignon oder die Verbindung Nummer 121 direkt von Nîmes, aber die Busse verkehren tagsüber nicht besonders häufig und am Wochenende ist der Betrieb erheblich eingeschränkt. Ein Mietwagen ist in diesem speziellen Fall die weitaus zuverlässigere und flexiblere Wahl, die euch eine Menge unnötiges Warten an aufgeheizten Haltestellen erspart.

Wann ist die beste Reisezeit für Nîmes?

Die ideale Zeit, um den Süden zu entdecken, ist eindeutig der Frühling in den Monaten April bis Juni und anschließend der ruhigere Herbst im September und Oktober. Während dieser Monate ist das Wetter sehr angenehm für lange Stadtspaziergänge, alles blüht wunderschön und die Touristenmassen sind absolut erträglich. Vermeidet wenn möglich die Sommermonate Juli und August, wenn die Sonne gnadenlos brennt, die Temperaturen regelmäßig die ermattenden vierzig Grad überschreiten, Brandgefahr besteht und der Aufenthalt an den aufgeheizten Steindenkmälern regelrecht gefährlich ist.

Was genau beinhaltet der Pass Nîmes?

Der grundlegende Kombi-Pass Nîmes ermöglicht dir einen reibungslosen Zugang zur gigantischen römischen Arena, zum hervorragend erhaltenen antiken Tempel Maison Carrée und zum keltischen Aussichtsturm Tour Magne. Er ist praktischerweise volle drei Tage ab erster Nutzung gültig und ist deutlich günstiger, als wenn du die teuren Einzeltickets für jede Sehenswürdigkeit separat vor Ort an der Kasse kaufen würdest. Du kannst zudem gegen Aufpreis die Premium-Version mit Eintritt ins moderne Musée de la Romanité wählen – eine Investition, die sich definitiv lohnt.

Ist Nîmes eine sichere Stadt für Touristen?

Das wunderschöne historische Zentrum namens L’Écusson und die unmittelbare Umgebung aller Hauptsehenswürdigkeiten sind tagsüber für Besucher sehr sicher und werden regelmäßig von der Polizei überwacht. Wie in jeder größeren südfranzösischen Stadt sollte man jedoch stets auf organisierte Taschendiebe achten, insbesondere in dichten Menschenmengen während der Sommermärkte und großen Feste wie der Feria. Nach Einbruch der Dunkelheit empfehle ich euch, abgelegene Randviertel lieber zu meiden und nicht unnötig in der verlassenen Umgebung des Bahnhofs herumzustreifen.

Ist die Arena in Nîmes besser als das römische Kolosseum?

Beide antiken Denkmäler sind natürlich absolut beeindruckend und majestätisch, aber die Arena von Nîmes besticht vor allem durch ihren unglaublich gut erhaltenen und vollständigen Zustand. Im Gegensatz zum berühmten römischen Kolosseum, dem aufgrund von Erdbeben und Plünderungen ein wesentlicher Teil der Außenmauern und des ursprünglichen Bodens fehlt, sieht die Arena von Nîmes fast genauso aus, wie die antiken Römer sie ursprünglich gebaut haben. Außerdem könnt ihr hier noch heute hautnah ein echtes abendliches Musikkonzert unter dem Sommerhimmel erleben, was in Rom einfach nicht möglich ist.

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