Steile Klippen, die in tiefe Fjorde stürzen, lassen dir den Atem stocken, du schlenderst durch Gassen voller weißer Holzhäuser und tauchst am Ende vielleicht sogar deine Füße in einen überraschend weißen Sandstrand. Südnorwegen und seine südwestliche Küste sind der perfekte Einstieg in die skandinavische Landschaft – für alle, die zum allerersten Mal in dieses atemberaubende Land reisen. Im Vergleich zum rauen und abgelegenen Norden bietet diese Region ein deutlich milderes Klima, viel kürzere Strecken und eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt.
In diesem Reiseführer schauen wir uns gemeinsam 11 Tipps an, was du im Süden Norwegens sehen und erleben kannst, damit du dir eine wirklich perfekte Route zusammenstellen kannst. Du erfährst, warum es sich lohnt, im malerischen Stavanger Halt zu machen, wie du dich auf den Aufstieg zum berühmten Preikestolen vorbereitest und warum du das idyllische Hinterland der Region Telemark bei deiner Routenplanung auf keinen Fall auslassen solltest. Norwegen gehört zwar zu den preislich anspruchsvolleren Reisezielen, aber mit guter Vorbereitung und rechtzeitiger Buchung lässt sich alles mühelos meistern.
Ich gebe dir auch praktische Tipps, etwa zur idealen Reisezeit für die Region, zu zuverlässigen Transportmöglichkeiten und zum ungefähren Budget für Unterkünfte. Egal, ob du mit dem eigenen Auto über Dänemark anreisen oder lieber fliegen und vor Ort einen Wagen mieten möchtest – hier findest du alle wichtigen Infos für einen reibungslosen Urlaub. ☺️

Zusammenfassung
- Top-Highlights: Das kosmopolitische Oslo, die ikonischen Felsaussichten Preikestolen und Kjeragbolten sowie tiefblaue Fjorde.
- Weniger bekannte Perlen: Die langen Sandstrände von Jæren, historische Stabkirchen und die zauberhafte Südküste Sørlandet.
- Anreise & Transport: Ideal ist ein Roadtrip mit dem eigenen oder gemieteten Auto, alternativ die malerischen Bahnstrecken Bergensbanen und Sørlandsbanen.
- Beste Reisezeit: Die besten Bedingungen herrschen von Ende Mai bis Anfang September, wenn die Bergstraßen sicher befahrbar sind.
- Budget: Stell dich auf höhere Preise ein – eine Nacht in einem durchschnittlichen Hotel kostet rund 130 bis 220 €.
- Tickets: Fjordfahrten oder beliebte organisierte Touren lassen sich bequem im Voraus sichern, eine beliebte Plattform ist zum Beispiel GetYourGuide.

Anreise und beste Reisezeit für Südnorwegen
Wenn du absolute Freiheit haben und an jedem schönen Wasserfall anhalten möchtest, ist das Auto die beste Wahl. Nach Südnorwegen kommst du sehr leicht mit der Fähre vom dänischen Hafen Hirtshals, von wo die Schiffe direkt nach Kristiansand oder Stavanger ablegen. Von Deutschland aus erreichst du Hirtshals bequem über Hamburg und die dänische Autobahn – eine klassische Variante für eine Autorundreise durch Südnorwegen. Die Entfernungen im Süden sind deutlich kürzer als im arktischen Norden, sodass du nicht den ganzen Urlaub hinterm Steuer verbringst und genug Zeit zum Entdecken bleibt.
Für Fans des langsamen Reisens bietet Norwegen ein absolut fantastisches Bahnnetz, das zu den schönsten Europas zählt. Die Strecke Bergensbanen zwischen Oslo und Bergen bietet atemberaubende Ausblicke auf die Hochebenen, während dich die Sørlandsbanen-Linie bequem von der Hauptstadt bis nach Stavanger bringt. Die Züge sind sauber, zuverlässig, und mit einer frühzeitigen Buchung sparst du obendrein einiges an Geld.
Die ideale Reisezeit für den Süden und Südwesten ist von Ende Mai bis Anfang September, wenn die besten Bedingungen für Wanderungen herrschen. In den Sommermonaten sind alle Bergstraßen und Wanderwege wie Preikestolen oder Trolltunga voll zugänglich, und das Wetter ist für norwegische Verhältnisse sehr freundlich. Wenn du blühende Bäume liebst, fahr im Mai zum Hardangerfjord, denn die örtlichen Apfelplantagen in voller Blüte bilden einen unglaublichen Kontrast zu den schneebedeckten Berggipfeln.

Wo übernachten in Südnorwegen
💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, dort gibt es meist die besten Stornobedingungen. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleichst und buchst du am besten über GetYourGuide.
Die Unterkunftsmöglichkeiten in dieser Region reichen von luxuriösen Stadthotels bis zu gemütlichen Holzhütten in Campingplätzen direkt am Fjordufer. Die Preise für ein Doppelzimmer liegen in der Sommersaison im Schnitt zwischen 110 und 220 € pro Nacht, weshalb du deine Buchungen rechtzeitig erledigen solltest. Wer etwas sparen möchte, findet auf Campingplätzen oft voll ausgestattete Hütten mit eigener Küchenzeile – das senkt die Verpflegungskosten deutlich. Auch Ferienhäuser in Südnorwegen sind eine beliebte und oft günstigere Option für Familien.
In den großen Städten lohnt es sich, eine Unterkunft in Gehweite zum Zentrum und zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten zu suchen. Wenn du zuverlässige Hotels mit hervorragendem Frühstück suchst, schau bei Booking vorbei – dort findest du eine große Auswahl mit kostenloser Stornierung. Im Folgenden findest du ein paar konkrete Tipps für beliebte Hotels in den wichtigsten Städten Südnorwegens.
- In der Hauptstadt bietet das Thon Hotel Opera eine fantastische Basis – es liegt direkt neben dem berühmten Opernhaus und nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt. Seine Lage ist ideal, um die Stadt zu Fuß zu erkunden oder schnell zum Flughafen zu kommen.
- Für deinen Aufenthalt in Stavanger, von wo aus du wahrscheinlich zu den Fjorden aufbrichst, ist das designorientierte Clarion Hotel Energy eine gute Wahl. Es bietet sehr moderne Zimmer, eine gute Erreichbarkeit und reichhaltige Frühstücksbuffets, die dich perfekt auf eine ganztägige Wanderung vorbereiten.
- Ganz im Süden, in Kristiansand, ist das Radisson Blu Caledonien Hotel eine ausgezeichnete Option, von dem du einen schönen Blick direkt auf den Hafen hast. Es ist der ideale Ausgangspunkt, wenn du gerade mit der Morgenfähre aus Dänemark ankommst und dich erst einmal ausruhen möchtest.

Städte und ikonische Felsen des Südwestens
Der südwestliche Teil des Landes ist genau die Region, die du von Postkarten und Titelseiten von Reisemagazinen kennst. Tiefe Fjorde, die sich ins Festland schneiden, kontrastieren hier scharf mit moderner Architektur und einer reichen, mit der Ölförderung verbundenen Geschichte. Genau hierher zieht es die meisten Reisenden, die die berühmtesten norwegischen Naturmonumente mit eigenen Augen sehen wollen.
Bei der Routenplanung durch diese Region solltest du damit rechnen, dass du gebührenpflichtigen Streckenabschnitten oder Fähren über die Fjorde oft nicht entkommst. Die Straßengebühren werden automatisch über Mautstationen abgebucht, also vergiss vor der Reise nicht, das Kennzeichen deines Fahrzeugs im entsprechenden System zu registrieren. Belohnt wirst du dafür aber mit Ausblicken, die du dein Leben lang nicht vergisst.

1. Oslo — die grüne Hauptstadt
Norwegens Hauptstadt ist ein perfekter Mix aus innovativer moderner Architektur, allgegenwärtigem Grün und reicher Wikingergeschichte. Beginnen kannst du mit einem Spaziergang über das Dach der berühmten Oper, von wo aus du einen schönen Blick auf den angrenzenden Oslofjord und die umliegenden Inselchen hast. Lass dir auf keinen Fall den einzigartigen Vigeland-Park mit seinen Hunderten faszinierenden Skulpturen oder die Halbinsel Bygdøy entgehen, wo du die besten Museen des ganzen Landes findest. Mehr Details und konkrete Tipps findest du im ausführlichen Artikel Oslo: Sehenswürdigkeiten.

2. Stavanger — die alte weiße Stadt und das Tor zu den Fjorden
Stavanger ist eine ungemein charmante Hafenstadt, berühmt geworden durch ihre alten Viertel voller perfekt erhaltener weißer Holzhäuser. Der lebendigste Ort ist die bunte Gasse Fargegata, wo du gemütliche Cafés, Vintage-Läden und jede Menge Street-Art findest. Die Stadt dient außerdem als wichtigster Ausgangspunkt für Fahrten in den Lysefjord und Ausflüge in die umliegende Natur. Den kompletten Reiseführer zu dieser Stadt liest du im Text Stavanger — das Tor zum Preikestolen.

3. Preikestolen — der berühmteste Aussichtspunkt Norwegens
Dieser gewaltige flache Fels, der ganze 604 Meter senkrecht über dem Wasserspiegel des Lysefjords aufragt, ist wohl das bekannteste Reiseziel ganz Norwegens. Der Aufstieg selbst zählt zu den mittelschweren, der Weg nach oben dauert rund zwei Stunden und ist auch für Familien mit größeren Kindern oder aktive Senioren machbar. Belohnt wirst du für die Mühe mit einem absolut atemberaubenden Panorama, das ein wenig wie aus einer anderen Welt wirkt. Ausführliche Infos zur Route liefert der Reiseführer Preikestolen — Aufstieg Schritt für Schritt.

4. Kjeragbolten und Lysefjord — der Felsblock über dem Abgrund
Wenn du etwas mehr Adrenalin suchst, dann mach dich auf zum faszinierenden Felsblock Kjeragbolten, der hoch über dem Abgrund in einer Felsspalte eingeklemmt ist. Die Tour zum Kjerag ist anspruchsvoller als der Preikestolen, sie verlangt eine gute Kondition und festes Schuhwerk, denn die Route führt oft über glatte Felsplatten. Die Gegend kannst du auch von unten während einer Aussichtsfahrt über den majestätischen Lysefjord bewundern. Alles Wichtige zur Tourenplanung fasst der Artikel Kjeragbolten und Lysefjord zusammen.

5. Hardangerfjord — Obstgärten, Wasserfälle und Gletscher
Der Hardangerfjord wird oft liebevoll als der riesige Obstgarten Norwegens bezeichnet und ist berühmt für den Anbau hervorragender Äpfel und die Produktion des lokalen Ciders. In der Umgebung findest du den gewaltigen Wasserfall Vøringsfossen, den majestätischen Folgefonna-Gletscher und außerdem den Einstiegspunkt für die extreme Tour zum Aussichtspunkt Trolltunga. Der Frühling ist hier besonders magisch dank Tausender blühender Bäume an den Ufern des Fjords. Details zu den schönsten Stopps bietet der Artikel Hardangerfjord — Obstgärten und Wasserfälle.

Hinterland, Kultur und die Südküste
Während die Westküste mit dramatischen Steilwänden und tiefen Buchten lockt, zeigen das Hinterland und der äußerste Süden ein viel ruhigeres und poetischeres Gesicht Norwegens. Die Region Telemark und das Tal Gudbrandsdalen sind die Wiege der traditionellen norwegischen Kultur, wo du bis heute Menschen in reich verzierten Trachten siehst und ehrliche regionale Küche probieren kannst. Es ist die ideale Gegend für alle, die die wahre Seele dieses nordischen Landes ohne allgegenwärtige Menschenmassen kennenlernen wollen.
Die Südküste, bekannt unter dem Namen Sørlandet, ist dann das Sommerrefugium der Norweger selbst. Hier scheint die Sonne am häufigsten im ganzen Land, und das Wasser im Meer kann in flachen Buchten überraschend angenehme Temperaturen erreichen. Wenn du dich nach anstrengenden Bergtouren ausruhen möchtest, sind die idyllischen weißen Hafenorte und langen Sandstrände dafür wie geschaffen.

6. Telemark, Gaustatoppen und der Telemarkkanal
Die weitläufige Binnenregion Telemark ist ein absolutes Paradies für Naturliebhaber und Fans traditioneller Architektur. Das Hauptwahrzeichen ist der ikonische Berg Gaustatoppen, von dem aus du bei klarem Wetter angeblich bis zu einem Sechstel des gesamten norwegischen Staatsgebiets überblicken kannst. Der Weg zum Gipfel ist zwar steinig, aber relativ gut begehbar, und die Aussicht aus fast zweitausend Metern Höhe ist absolut fantastisch.
Ein weiteres großes Highlight dieser Gegend ist der historische Telemarkkanal, ein faszinierendes technisches Bauwerk aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Der Kanal überwindet den Höhenunterschied mithilfe von 18 historischen Schleusen, die bis heute ausschließlich von Hand bedient werden. Du kannst eine Ganztagesfahrt auf einem historischen Schiff unternehmen oder ein Kajak mieten und die stillen Buchten ganz nach deinem Tempo erkunden.
Im Winter verwandelt sich die Region in ein beliebtes Skigebiet, vor allem rund um das Städtchen Rjukan. Dieser Ort hat auch eine faszinierende Kriegsgeschichte, denn genau hier fand die berühmte Sabotage der Schwerwasserfabrik statt, die die Atompläne der Nazis vereitelte. Heute findest du hier ein großartiges Museum und im Tal sogar riesige Spiegel, die im Winter die Sonnenstrahlen auf den dunklen Platz lenken.
💡 Tipp: Wenn du keine Lust hast, zu Fuß auf den Gaustatoppen zu steigen, kannst du die einzigartige unterirdische Standseilbahn Gaustabanen nutzen, die dich durch einen direkt im Berg getriebenen Tunnel nach oben bringt.

7. Stabkirchen und das beeindruckende Heddal
Wenn du dich für Geschichte interessierst, weißt du sicher, dass Norwegen für seine einzigartigen Stabkirchen berühmt ist, die man auf Norwegisch stavkirke nennt. Diese Meisterwerke mittelalterlicher Holzarchitektur tragen in sich eine faszinierende Mischung aus frühen christlichen Symbolen und alten heidnischen Wikinger-Motiven. Von ursprünglich Hunderten Bauwerken sind im ganzen Land bis heute nur knapp dreißig erhalten geblieben.
Die größte und wohl auch schönste von ihnen ist die Kirche Heddal, die du genau im südlichen Hinterland in der Region Telemark findest. Von Weitem erinnert sie an ein riesiges Märchenschloss, dessen dunkle Holzwände und verschachtelte Stufendächer scharf mit den umliegenden grünen Wäldern kontrastieren. Einer alten lokalen Legende nach sollen sie einst fünf boshafte Trolle in nur drei Tagen erbaut haben.
Bei der Besichtigung des Inneren solltest du auf die unglaublich detaillierten Holzschnitzereien rund um die Türen achten, wo sich ineinander verschlungene Drachen mit Weinreben winden. Der Eintritt in die Kirche liegt bei etwa 100 NOK (rund 9 €), und es lohnt sich, auch in eine Führung mit einem ortskundigen Guide zu investieren. So bekommst du einen viel tieferen Einblick in die damalige Lebensweise und die faszinierenden mittelalterlichen Bautechniken.

8. Lillehammer — olympisches Erbe und Freilichtmuseum
Die Stadt Lillehammer, nördlich von Oslo am riesigen See Mjøsa gelegen, hat sich durch die Olympischen Winterspiele 1994 einen bleibenden Ruf erworben. Bis heute kannst du hier die Skisprungschanzen Lysgårdsbakkene besuchen, von denen aus du einen tollen Blick auf die ganze Stadt und das angrenzende Tal hast. Die Stadt selbst hat eine sehr entspannte Atmosphäre, ein gemütliches Zentrum mit Holzfassaden und bildet das natürliche Eingangstor zum wunderschönen Tal Gudbrandsdalen.
Der wichtigste kulturelle Schatz der Stadt ist aber eindeutig Maihaugen, eines der größten und besten Freilichtmuseen ganz Nordeuropas. Ein Spaziergang durch dieses weitläufige Freilichtmuseum nimmt dich mit auf eine Zeitreise von mittelalterlichen Höfen und Holzkirchen bis hin zu Wohnvierteln aus dem vergangenen Jahrhundert. Es ist ein wunderbarer Ort voller Geschichte, an dem dir richtig bewusst wird, wie rau und beschwerlich das frühere Leben der norwegischen Bauern war.
Familien mit Kindern zieht es dann sehr oft in den nahegelegenen Freizeitpark Hunderfossen, der komplett nach Motiven norwegischer Märchen und Sagen gestaltet ist. Hier triffst du riesige Trollfiguren, probierst lustige Attraktionen aus und kannst dich in den Sommermonaten in einem weitläufigen Wasserpark abkühlen. Eine schöne Abwechslung im Reiseplan, wenn du von Bergtouren genug hast und die Kinder ein bisschen beschäftigen möchtest.

9. Kristiansand — die größte Stadt des Südens und Familienspaß
Kristiansand ist die heimliche Hauptstadt der gesamten Südküste und für viele Reisende der erste Kontakt mit Norwegen nach dem Ausstieg aus der dänischen Fähre. Der interessanteste Teil des Zentrums ist das Viertel Posebyen, das verheerende Brände überstanden hat und sich bis heute mit der größten zusammenhängenden Sammlung alter weißer Holzhäuser in Nordeuropa rühmen kann. Es ist ein sehr ruhiger Ort voller Blumen, kleiner Cafés und Handwerksateliers.
Der größte Touristenmagnet der Stadt ist zweifellos der Dyreparken, ein riesiger Komplex, der Zoo, Freizeitpark und Wasserpark vereint. Ein absoluter Hit für Familien mit Kindern, für den du ruhig einen ganzen Tag einplanen solltest. Die Tiere leben hier in riesigen und sehr naturnahen Gehegen, von denen die nordischen Arten – allen voran majestätische Elche und scheue Luchse – die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die lokalen Restaurants und Bistros entlang der Hafenpromenade bieten tolle Möglichkeiten, regionale Spezialitäten zu probieren. Obwohl Norwegen für seinen Fischfang berühmt ist, müssen Vegetarier hier bestimmt nicht hungern, denn jedes bessere Bistro bietet heute hervorragende fleischlose Burger, reichhaltige Salate oder cremige Gemüsesuppen. Abends kannst du dann am Wasser sitzen und den einlaufenden Hochseeschiffen zusehen.
💡 Tipp: Wenn du mit der Fähre aus Hirtshals nach Kristiansand kommst, buch deine Tickets möglichst frühzeitig, denn in der Sommersaison sind die beliebtesten Zeiten sehr schnell ausverkauft.

10. Fredrikstad — die perfekt erhaltene Festungsstadt
Ein Stück südlich der Hauptstadt Oslo, unweit der schwedischen Grenze, liegt Fredrikstad, dessen Altstadt namens Gamlebyen ein absolutes historisches Kleinod ist. Es handelt sich um die am besten erhaltene Festungsstadt Skandinaviens, umgeben von mächtigen sternförmigen Wällen und Wassergräben. Ein Spaziergang über diese begrünten Festungsmauern wirkt sehr beruhigend und bietet schöne Ausblicke auf die historischen Gebäude und gepflasterten Gassen unter dir.
Innerhalb der Mauern herrscht eine sehr angenehme und authentische Atmosphäre, denn die Häuser sind keine bloßen Museumsexponate – hier leben und arbeiten bis heute ganz normal die Einheimischen. Du findest hier viele kleine Kunstgalerien, versteckte Antiquariate und zauberhafte Cafés, die sich in kleinen Innenhöfen verbergen. An den Wochenenden finden hier oft Märkte voller lokaler Produkte und ehrlicher Handwerkswaren statt.
Neben der Geschichte bietet Fredrikstad auch ein interessantes modernes Gesicht entlang des Flusses Glomma, wohin sich das wichtigste Geschäfts- und Gesellschaftsleben verlagert hat. Den Wechsel zwischen Alt- und Neustadt erleichtern kleine Stadtfähren, die wie ganz normaler öffentlicher Nahverkehr funktionieren und obendrein für alle Fahrgäste völlig kostenlos sind. Eine sehr clevere und umweltfreundliche Art, beide Seiten dieser faszinierenden Stadt zu erkunden.

11. Die Strände von Jæren und die sonnige Küste Sørlandet
Wenn man Norwegen sagt, denken wohl die wenigsten an lange Strände mit feinem Sand und türkisem Meer – aber die Gegend Jæren südlich von Stavanger bietet genau das. Strände wie Sola oder Bore sind beliebt bei Surfern und Wassersportlern, denn hier weht oft der richtige Wind. Auch wenn das Wasser ziemlich erfrischend ist, haben Spaziergänge entlang der Dünen mit Blick aufs offene Meer einen riesigen und unverwechselbaren Reiz.
Die Küste Sørlandet, die sich von Stavanger bis zum Oslofjord erstreckt, ist typisch für ihre endlosen Buchten, kleinen Inselchen und idyllischen Hafenstädtchen. Orte wie Risør, Grimstad oder Arendal füllen sich im Sommer mit Menschen aus den großen Städten, die hierherkommen, um ihren Urlaub auf ihren Booten oder in Sommerhäusern zu verbringen. Das Leben fließt hier in sehr langsamem Tempo, die Luft riecht nach Salz und die Abende verbringt man beim Grillen auf hölzernen Terrassen.
Diese Gegend ist auch ideal für alle, die die Landschaft gern vom Fahrradsattel aus entdecken, denn das Gelände ist hier längst nicht so hügelig wie im Westen. Du kannst dir eine Radausrüstung mieten und auf gut ausgeschilderten Radwegen losfahren, die die einzelnen Fischerdörfer verbinden. Unterwegs stößt du auf alte Leuchttürme, einsame Buchten und versteckte Aussichtspunkte, die du in keinem gewöhnlichen gedruckten Reiseführer findest.
Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy
Wohin weiter von Südnorwegen aus
Wenn du mehr Zeit zur Verfügung hast und nach der Erkundung des Südens weiterreisen möchtest, bietet Norwegen unzählige weitere atemberaubende Ziele. Du kannst über die berühmte Straße Richtung Norden zu den majestätischen Fjorden rund um Ålesund aufbrechen oder noch weiter hinter den Polarkreis fahren und die raue Schönheit der Lofoten-Inselgruppe kennenlernen.
Damit du weitere Inspiration für deinen großen skandinavischen Roadtrip sammelst, haben wir für dich eine umfangreiche Übersicht der interessantesten Orte aus dem ganzen Land zusammengestellt. Öffne einfach unseren Hauptartikel Norwegen: 50 Tipps für deine Reise und du kannst die nächste Etappe deines unvergesslichen Nordurlaubs planen. ☺️
Häufig gestellte Fragen
Was gibt es in Südnorwegen zu sehen?
Zu den größten Highlights gehören die Hauptstadt Oslo, der malerische Hafen von Stavanger und die berühmten Felsaussichten Preikestolen und Kjeragbolten über den tiefen Fjorden. Einen Besuch wert sind auch die Binnenregion Telemark mit dem Berg Gaustatoppen sowie die idyllischen südlichen Sandstrände mit den weißen Holzstädtchen.
Wie viele Tage braucht man für Südnorwegen?
Na grundlegende Route einschließlich Oslo, der westlichen Fjorde und Stavanger solltest du dir idealerweise mindestens 7 Tage einplanen. Wenn du auch das Landesinnere mit historischen Kirchen erkunden und die entspannte Atmosphäre an der Sørland-Küste genießen möchtest, empfehle ich, die Reise auf 10 bis 14 Tage zu planen.
Wie kommt man nach Südnorwegen?
Der schnellste Weg ist eine Flugverbindung von Prag oder Wien direkt nach Oslo oder Stavanger und das anschließende Mieten eines Autos. Wenn Sie mit dem eigenen Wagen aus Tschechien anreisen, ist die beste Wahl die Überfahrt nach Dänemark und die Nutzung der Fähre vom Hafen Hirtshals direkt nach Kristiansand oder Stavanger.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Hauptsaison ist von Ende Mai bis Anfang September, wenn die Temperaturen stabiler sind und alle Bergstraßen sowie Wanderwege vollständig zugänglich sind. Der Mai ist wiederum absolut fantastisch für einen Besuch der Hardangerfjord-Region, da die umliegenden Obstgärten in voller Blüte stehen.
Südnorwegen oder Nordnorwegen?
Süden ist ideal für den ersten Besuch – er bietet ein milderes Klima, kürzere Reisezeiten und ikonische Felsen über den Fjorden kombiniert mit schönen Städten. Der Norden und die Gebiete hinter dem Polarkreis locken mit viel wilderer und rauerer Natur, Mitternachtssonne im Sommer und Polarlichtern im Winter.
Ist der Süden gut für den ersten Norwegen-Besuch?
Ja, der südliche und südwestliche Teil des Landes ist für das erste Mal absolut ideal. Die klassische Kombination aus der Hauptstadt Oslo, den westlichen Fjorden und der Wanderung zum Preikestolen bietet dir einen perfekten Querschnitt durch das Beste, was die norwegische Natur und Kultur zu bieten haben.
Lohnt sich ein Besuch an der Südküste von Sørlandet?
Auf jeden Fall ja, es ist ein ganz anderes Gesicht Norwegens, als Sie es von Fotos dunkler Berge kennen. Die Küste ist übersät mit idyllischen weißen Häfen, verbirgt lange Sandstrände und wird im Sommer zum beliebtesten sonnigen Ferienziel der Norweger selbst.
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