Cagliari auf Sardinien: 13 Tipps für 2026, was du sehen musst

Kennst du das Gefühl, wenn du nach einem Reiseziel suchst, das traumhafte Strände wie aus der Karibik verbirgt, gleichzeitig aber auch ein gutes Stück Geschichte und großartiges Essen bietet? Genau das ist Cagliari auf Sardinien, die Hauptstadt der Insel, die viele Reisende auf dem Weg vom Flughafen nur schnell durchfahren. Das wäre allerdings ein Riesenfehler, denn der südliche Teil der Insel hat eine absolut fantastische Atmosphäre, ist deutlich günstiger als der luxuriöse Norden und strahlt echtes italienisches Temperament aus.

Wenn du überlegst, wohin du dieses Jahr in die Sonne fliegen sollst, wird dich Cagliari ganz sicher begeistern – mit seinen uralten Gassen, rosa Flamingos und unglaublich blauem Meer. Der Süden der Insel bewahrt sich sein wahres, authentisches Gesicht, wo dich pure Gelassenheit empfängt und die Einheimischen das Leben in vollen Zügen genießen. Außerdem ist die Stadt eine absolut ideale strategische Basis, um die gesamte Südküste zu erkunden – Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.

In diesem Reiseführer findest du 13 Tipps, was man in Cagliari sehen und unternehmen kann, damit du aus deinem Urlaub das absolute Maximum herausholst. Wir gehen gemeinsam die schönsten historischen Sehenswürdigkeiten durch, ich helfe dir bei der Orientierung in den verwinkelten Gassen und auch Tipps für fantastische Ausflüge in die Umgebung kommen nicht zu kurz. Außerdem erfährst du, wann die beste Reisezeit ist, wo du strategisch klug übernachtest und was du unbedingt probieren musst.

Strand auf Sardinien
Strand auf Sardinien

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Wichtigste historische Sehenswürdigkeiten: Lass dir auf keinen Fall das historische Viertel Castello entgehen, von dem aus du einen herrlichen Ausblick hast, sowie die monumentale Terrasse Bastione di Saint Remy.
  • Bester Strand in der Stadt: Direkt in Cagliari findest du den 8 Kilometer langen Strand Poetto mit feinem Sand, den du bequem mit dem Stadtbus erreichst.
  • Naturhighlight: Direkt hinter der Stadt erstreckt sich das Feuchtgebiet Molentargius, wo du das ganze Jahr über frei lebende Schwärme rosa Flamingos beobachten kannst.
  • Top-Ausflüge in die Umgebung: Miete dir ein Auto und fahr zu den karibischen Stränden rund um Chia, in den malerischen Ferienort Villasimius oder zu den antiken Ruinen der Stadt Nora.
  • Anreise vom Flughafen: Vom Flughafen Elmas kommst du mit dem Zug in nur 7 Minuten ins Zentrum, und das Ticket kostet nur wenig mehr als einen Euro.
  • Worauf du achten solltest: Das historische Zentrum hat strenge Fahrverbotszonen (ZTL), achte also gut auf die Beschilderung, um kein saftiges Bußgeld zu kassieren.
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Wann nach Cagliari reisen und wie man sich durch die Stadt bewegt

Das Tolle an Cagliari ist, dass es das ganze Jahr über lebt und kein künstlicher Ferienort ist, der im Winter komplett in den Winterschlaf fällt. Erfahrungen von Reisenden zeigen aber ganz klar: Wenn du das Baden ohne verrückte Menschenmassen genießen möchtest, sind die besten Monate Juni und September. Im Juli und August klettern die Temperaturen regelmäßig auf 35 °C, die Stadt glüht und die Übernachtungspreise schießen in die Höhe. Der September dagegen bietet das wärmste Meer des ganzen Jahres (rund 24 °C) und viel angenehmere Luft für Spaziergänge zu den Sehenswürdigkeiten.

Wenn du am Flughafen Cagliari-Elmas landest, wirst du angenehm überrascht sein, wie genial einfach die Fahrt ins Zentrum ist. Direkt vom Terminal fährt ein Zug, der dich in unglaublichen 7 Minuten zum Hauptbahnhof an der Piazza Matteotti bringt. Das Ticket kostet angenehme 1,30 € und erspart dir damit jede Menge Stress mit der Taxisuche. Die Züge fahren sehr häufig, und die aktuellen Fahrpläne kannst du direkt auf der offiziellen Website von Trenitalia prüfen.

Das Stadtzentrum selbst lässt sich mit etwas Kondition locker zu Fuß erkunden, auch wenn du dich darauf einstellen musst, dass der historische Teil auf einem ziemlich steilen Hügel liegt. Zum Glück gibt es hier ein System öffentlicher Aufzüge, die dir die schlimmsten Steigungen ersparen 😅. Wenn du dir für Ausflüge ein Auto mieten möchtest, sei extrem vorsichtig mit den sogenannten ZTL-Zonen (Zona a Traffico Limitato). In die Viertel Castello, Marina und Villanova dürfen Autos ohne Genehmigung nicht einfahren, und die allgegenwärtigen Kameras verteilen automatische Bußgelder zwischen 80 und 200 €.

Cagliari Sehenswürdigkeiten direkt in der Stadt

Schauen wir uns gemeinsam das Spannendste an, was es in Cagliari direkt in den Straßen zu sehen gibt. Die Stadt ist in mehrere historische Viertel unterteilt, von denen jedes eine völlig andere Atmosphäre hat, und du findest hier von allem etwas – von atemberaubenden Aussichtspunkten über geheimnisvolle Unterwelten bis hin zu endlosen Stränden und Naturreservaten voller Leben.

1. Das Viertel Castello und seine historische Altstadt

Das Herz der ganzen Stadt ist das mittelalterliche Festungsviertel Castello, das majestätisch auf einem Hügel hoch über dem Hafen thront. Genau hier findest du die ikonischsten Sehenswürdigkeiten von Cagliari und enge gepflasterte Gassen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Ursprünglich residierte hier die Aristokratie, und bis heute strahlen die bröckelnden Paläste diese abgeblätterte, aber unglaublich noble italienische Romantik aus.

Mittelalterlicher Turm Torre di San Pancrazio im Viertel Castello in Cagliari
Mittelalterlicher Turm Torre di San Pancrazio im Viertel Castello in Cagliari

Bei deinem Spaziergang darfst du auf keinen Fall die beiden Hauptwehrtürme aus der pisanischen Epoche verpassen. Der erste ist der Torre dell’Elefante (Elefantenturm), der seinen Namen einer kleinen Elefantenfigur an seiner Fassade verdankt. Der zweite ist der nicht weniger beeindruckende Torre di San Pancrazio. Beide Türme dienten früher als Gefängnis, und angeblich wurden von ihnen die abgeschlagenen Köpfe von Verbrechern zur Abschreckung hinabgeworfen – ein bisschen gruselig, aber umso faszinierender 😅.

2. Bastione di Saint Remy und die Sonnenuntergänge

Wenn du Aussichten so liebst wie ich, wird dich dieser Ort umhauen. Der Bastione di Saint Remy ist eine gewaltige neoklassizistische Terrasse aus weißem und gelbem Kalkstein, die das obere Viertel Castello mit den unteren Stadtteilen verbindet. Seine monumentale Freitreppe wirkt unglaublich erhaben und erinnert an die Kulisse eines historischen Films.

Bastione di Saint Remy und Sonnenuntergänge in Cagliari
Bastione di Saint Remy und die Sonnenuntergänge

Der eigentliche Zauber kommt aber in dem Moment, in dem du nach oben auf die Terrasse Umberto I. steigst. Von hier öffnet sich ein atemberaubendes Panorama über die ganze Stadt, den Hafen und das ferne Meer. Reisende sind sich einig, dass dies der absolut beste Ort in Cagliari für den Sonnenuntergang ist. Abends treffen sich hier die Einheimischen, es läuft Musik, und mit einem Stück Pizza in der Hand ist das ein unbezahlbares Erlebnis.

3. Die Kathedrale Santa Maria und ihre Krypta

Direkt im Herzen des Viertels Castello stößt du auf die Hauptkathedrale der Stadt, die der Jungfrau Maria geweiht ist. Von außen überrascht dich vielleicht ihre pisanisch-romanische Fassade aus dem frühen 20. Jahrhundert, die recht streng wirkt – aber lass dich nicht täuschen. Sobald du eintrittst, überwältigt dich die prunkvolle barocke Ausstattung voller Marmor, Fresken und goldener Details, die einen krassen Kontrast zum Äußeren bildet.

Kathedrale Santa Maria in Cagliari
Kathedrale Santa Maria in Cagliari

Das Interessanteste verbirgt sich laut vielen Besuchern jedoch im Untergeschoss. Das Heiligtum der Märtyrer (Santuario dei Martiri) ist eine einzigartige, in den Fels gehauene Krypta, in der fast zweihundert Reliquien angeblicher christlicher Märtyrer aufbewahrt werden. Die Decke der Krypta ist mit Hunderten wunderschöner, in den Stein gemeißelter Rosetten bedeckt, und es herrscht eine ganz besondere, fast schon mystische Atmosphäre.

4. Das in den Fels gehauene römische Amphitheater

Wenn man Amphitheater sagt, stellen sich die meisten von uns das Kolosseum vor – aber Cagliari hat seinen eigenen antiken Schatz, der in vielerlei Hinsicht einzigartig ist. Das hiesige römische Amphitheater aus dem 1. bis 2. Jahrhundert nach Christus ist nämlich zu großen Teilen direkt in den natürlichen Kalksteinfelsen gehauen, was es zu einem absoluten Baukunst-Unikat macht.

In den Fels gehauenes römisches Amphitheater in Cagliari
In den Fels gehauenes römisches Amphitheater in Cagliari

In Zeiten seiner größten Blüte fanden hier bis zu 8.000 begeisterte Zuschauer Platz, die harte Gladiatorenkämpfe und Duelle mit wilden Tieren verfolgten. Auch wenn heute nur noch Ruinen zu sehen sind, ist die Vorstellung, wie es hier vor zweitausend Jahren ausgesehen und getost haben muss, absolut faszinierend. Die Öffnungszeiten ändern sich im Laufe des Jahres, deshalb empfehle ich, den aktuellen Stand vor dem Besuch zu prüfen.

5. Das Nationale Archäologische Museum und die rätselhaften Riesen

Ob du nun ein Geschichtsfan bist oder nicht – dieses Museum solltest du auf keinen Fall verpassen, denn Sardinien hat eine Vergangenheit, wie du sie nirgendwo sonst in Europa findest. Im Komplex namens Cittadella dei Musei befindet sich das Nationale Archäologische Museum, das die bedeutendste Sammlung der nuraghischen Kultur weltweit beherbergt. Diese geheimnisvolle Zivilisation aus der Bronzezeit hinterließ Tausende Steintürme und seltsame Artefakte.

Nationales Archäologisches Museum in Cagliari
Nationales Archäologisches Museum und die rätselhaften Riesen

Das größte Highlight des Museums sind zweifellos die Steinriesen von Mont’e Prama. Es handelt sich um gewaltige, über zwei Meter hohe Statuen von Kriegern und Bogenschützen mit absolut hypnotischen, geometrisch präzisen Augen. Sie wirken fast außerirdisch. Das Kombiticket für den Komplex kostet etwa 15 €, aber für die aktuelle Saison prüfe Preise und Öffnungszeiten am besten auf der Website des Museums.

6. Das Viertel Marina und der Markt San Benedetto

Wenn du die echte, lärmende und herrlich duftende Atmosphäre Süditaliens aufsaugen möchtest, musst du ins Viertel Marina. Früher war es das Viertel der Fischer und Hafenarbeiter, heute ist es ein pulsierendes Zentrum des Nachtlebens und des guten Essens. Die engen Gassen sind buchstäblich vollgestopft mit kleinen familiengeführten Trattorien, Cafés und Bars, in denen die Einheimischen bis tief in die Nacht feiern.

Viertel Marina und die Uferpromenade Via Roma in Cagliari
Viertel Marina und die Uferpromenade Via Roma in Cagliari

Am Vormittag wäre es eine Sünde, nicht zur berühmten Markthalle Mercato di San Benedetto zu gehen. Es ist einer der größten Märkte ganz Italiens, und das wahre Theater spielt sich im Erdgeschoss ab, wo die Fischer lautstark ihren frischen Fang anpreisen. Im Obergeschoss findest du dann eine unglaubliche Auswahl an Käse, frischem Obst und lokalen Spezialitäten. Angeblich ist es der beste Ort, um duftende Souvenirs für zu Hause zu kaufen.

7. Der Strand Poetto und der Hügel Sella del Diavolo

Cagliari hat einen riesigen Vorteil gegenüber vielen anderen Städten. Gleich neben dem Zentrum erstreckt sich der 8 Kilometer lange Strand Poetto mit feinem weißem Sand, sodass du vormittags die Sehenswürdigkeiten erkunden und nachmittags am Meer faulenzen kannst. Das Wasser ist hier flach und herrlich sauber, und entlang des gesamten Strandes verläuft eine Promenade voller kleiner Kioske, an denen du einen eisgekühlten Drink oder Kaffee bekommst.

Stadtstrand Poetto in Cagliari
Stadtstrand Poetto in Cagliari

Am Ende des Strandes erhebt sich ein unübersehbarer felsiger Hügel, der Sella del Diavolo, also Teufelssattel genannt wird. Der Legende nach entstand diese Form, als der Teufel im Kampf mit den Engeln von seinem Pferd fiel und sein Sattel zu Stein wurde. Rund um den Hügel führt ein sehr schöner Wanderweg, der etwa anderthalb Stunden dauert und dir die besten Ausblicke auf die gesamte Bucht bietet.

8. Das Feuchtgebiet Molentargius und die rosa Flamingos

Das ist ein Erlebnis, das du in einer Großstadt wohl nicht erwarten würdest. Gleich hinter dem Strand Poetto erstreckt sich der weitläufige Naturpark Molentargius, der früher der Salzgewinnung diente. Heute ist es ein geschütztes Reservat, das dafür bekannt ist, dass hier das ganze Jahr über riesige Schwärme rosa Flamingos brüten. Die Einheimischen nennen sie liebevoll „sa genti arrubia“, was übersetzt rote Leute bedeutet.

Rosa Flamingos in der Lagune Molentargius bei Cagliari
Rosa Flamingos in der Lagune Molentargius bei Cagliari

Am besten erkundest du den Park, indem du dir ein Fahrrad mietest und über die angelegten Wege fährst, denn zu Fuß wären die riesigen Distanzen ziemlich ermüdend. Die Flamingos siehst du hier wirklich mit eigenen Augen und in freier Natur, was ein absolut faszinierender Anblick ist. Der Eintritt in den Park ist kostenlos, weitere Infos und Möglichkeiten zum Fahrradverleih findest du auf der Website des Parco Molentargius.

9. Der botanische Garten Orto Botanico

Nach einem ganzen Tag in der heißen Stadt gibt es nichts Besseres, als sich in den kühlenden Schatten zu flüchten. Der von der Universität Cagliari verwaltete botanische Garten ist eine grüne Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Er liegt im Tal von Palabanda, und du findest hier eine unglaubliche Sammlung mediterraner und exotischer Pflanzen aus der ganzen Welt.

Botanischer Garten Orto Botanico in Cagliari
Botanischer Garten Orto Botanico in Cagliari

Neben seltenen Sukkulenten und riesigen Palmen stößt du hier auch auf Überreste antiker Zisternen und Brunnen, die behutsam ins Grün eingebettet sind. Es ist ein idealer Ort, um eine Weile mit einem Buch zu entspannen oder einfach auf einer Bank zu sitzen und dem Vogelgezwitscher zu lauschen. Der Eintritt kostet nur ein paar Euro, und diese kleine Portion Ruhe ist es allemal wert.

Die besten Ausflüge von Cagliari aus

Wie ich schon erwähnt habe, reichen die Sehenswürdigkeiten von Cagliari und die Stadt selbst für etwa zwei Tage – aber es wäre ein großer Fehler, nicht weiter hinauszufahren. Die Umgebung der Hauptstadt bietet die schönsten Strände und faszinierende archäologische Stätten. Ideal ist es, sich für ein paar Tage ein Auto zu mieten, aber rechne damit, dass man auf den sardischen Straßen langsamer fährt und 60 Kilometer locker anderthalb Stunden dauern können. Hier sind die besten Tipps für Tagesausflüge von Cagliari aus.

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10. Die antike Stadt Nora beim Städtchen Pula

Rund 40 Minuten Fahrt Richtung Westen liegt eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Insel. Nora ist eine antike phönizisch-römische Stadt, die direkt auf einer kleinen, vom Meer umspülten Halbinsel errichtet wurde. Die Ruinen liegen in einer absolut atemberaubenden Kulisse, und du kannst hier zwischen den Überresten alter Thermen spazieren, gut erhaltene Mosaike bewundern oder dich in das steinerne Theater setzen.

Antike Stadt Nora beim Städtchen Pula
Antike Stadt Nora beim Städtchen Pula

Ein großer Teil der ursprünglichen Stadt befindet sich heute unter dem Meeresspiegel, was dem Ort einen noch geheimnisvolleren Hauch verleiht. Nach der Besichtigung der Ruinen kannst du außerdem gleich am angrenzenden Strand baden. Der Eintritt kostet rund 8 €, und vor der Anreise empfehle ich einen Blick auf die offizielle Website des archäologischen Parks, um die Öffnungszeiten für die aktuelle Saison zu prüfen.

11. Karibische Strände und Sanddünen in Chia

Wenn du Strände suchst, bei denen du dir die Augen reibst, ob du nicht vielleicht versehentlich in der Karibik gelandet bist, fahr in die Region Chia. Sie liegt etwa eine Stunde von Cagliari entfernt, und die ganze Bucht ist für ihren strahlend weißen Sand und das türkisfarbene Wasser berühmt. Die gesamte Küste wird von hohen goldenen Dünen gesäumt, auf denen alte Wacholderbäume wachsen – eine absolut traumhafte Landschaft.

Karibische Strände und Sanddünen in Chia
Karibische Strände und Sanddünen in Chia

Der bekannteste Strand dieser Region ist die Spiaggia di Su Giudeu, die zu den schönsten der ganzen Insel zählt. Das Wasser ist hier unglaublich klar und ziemlich lange flach, weshalb es angeblich auch ein idealer Ort für Familien mit Kindern ist. Über der gesamten Bucht wacht zudem der alte Wachturm Torre di Chia, zu dem du einen kurzen Spaziergang machen und die Bucht schön von oben fotografieren kannst.

12. Der Ferienort Villasimius und Capo Carbonara

Ein weiterer unglaublicher Ort zum Baden ist der Ferienort Villasimius, der knapp eine Stunde Fahrt östlich von Cagliari liegt. Die gesamte Region gehört zum geschützten Meeresreservat Capo Carbonara, was bedeutet, dass du hier fantastische Bedingungen zum Schnorcheln findest und das Unterwasserleben förmlich aufblüht.

Ferienort Villasimius und Capo Carbonara
Ferienort Villasimius und Capo Carbonara

Der absolute Hit ist der hiesige Strand Porto Giunco, der eine große Besonderheit hat. Von einer Seite umspült ihn das kristallklare Meer, und auf der anderen Seite liegt eine große, flache Lagune, in der wieder sehr häufig rosa Flamingos durchs Wasser staksen. Achte nur darauf, dass einige Strände hier (zum Beispiel Punta Molentis) eine begrenzte Kapazität haben und ziemlich hohe Parkgebühren von rund 10 € pro Auto verlangen – es lohnt sich also, möglichst früh am Morgen anzukommen.

13. Die Steinfestung Su Nuraxi di Barumini

Das ist ein Ort, den jeder sehen sollte, der nach Sardinien kommt, denn etwas Vergleichbares findest du sonst nirgendwo auf der Welt. Rund eine Stunde Fahrt ins Landesinnere liegt Su Nuraxi di Barumini, der am besten erhaltene und bekannteste Nuraghen-Komplex der Insel. Seit 1997 steht er auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste, und sein Alter wird auf bis zu 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung geschätzt.

Steinfestung Su Nuraxi di Barumini
Steinfestung Su Nuraxi di Barumini

Es handelt sich um eine gigantische kegelförmige Festung, zusammengesetzt aus riesigen Basaltblöcken ohne jegliches Bindemittel. Ins Innere des Turms, der einst über 18 Meter hoch war, kannst du nur im Rahmen einer Führung gelangen – was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn die Guides erklären dir jede Menge faszinierender Details über diese bis heute nicht vollständig verstandene Zivilisation. Infos zu den Eintritten findest du auf der Website der Stiftung Barumini.

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Wo man in Cagliari übernachtet

Die Wahl der richtigen Lage in Cagliari ist absolut entscheidend, um deinen Aufenthalt ohne unnötigen Stress zu genießen. Die Stadt ist nicht riesig, aber wegen der Hügel und der Einschränkungen für Autos lohnt es sich, gut zu überlegen, was du dir vom Urlaub erwartest. Erfahrene Reisende meiden meist die Hotels direkt am Hafen und wählen lieber das ruhigere historische Zentrum oder Hotels näher am Meer. Wenn du vor allem zum Sightseeing kommst, plane für die Unterkunft ein Budget von etwa 80 bis 130 € pro Nacht für zwei Personen ein.

  • Für Liebhaber von Geschichte und Romantik (Castello): Die schönsten Ausblicke und die zauberhafte Atmosphäre der Altstadt findest du im Viertel Castello. Der Nachteil ist, dass du hier nicht mit dem Auto hineindarfst (ZTL-Zone) und bergauf laufen musst – aber der morgendliche Kaffee in einer engen Gasse ist das angeblich wert.
  • Für Feinschmecker und Nachtschwärmer (Marina): Wenn du alles in der Nähe haben und abends einfach vors Hotel treten und dich in eine hervorragende Trattoria setzen möchtest, suche dir eine Unterkunft im Viertel Marina. Hier geht es lebhafter zu, aber du hast die Garantie, dass dir die Unterhaltung nicht ausgeht.
  • Für Strandfans (Poetto): Wenn du die meiste Zeit am Meer verbringen und nur ab und zu einen Ausflug in die Stadt machen möchtest, halte Ausschau nach Pensionen entlang des Strandes Poetto. Vom Zentrum fahren hierher Busse, und das Meer hast du buchstäblich auf der anderen Straßenseite.

💡 Konkrete Tipps für Unterkünfte über verschiedene Regionen hinweg (Preise und Verfügbarkeit prüfst du über Booking.com, in der Hauptsaison rechtzeitig buchen):

Was man in Cagliari probieren sollte

Die sardische Küche ist völlig anders als die italienische vom Festland. Sie ist sehr bäuerlich, setzt auf kräftige Aromen, hochwertige Käsesorten und Kräuter. Die gute Nachricht: Auch wenn die Insel vom Meer umgeben ist, entstanden die Grundpfeiler der hiesigen Gastronomie im Landesinneren unter Hirten, weshalb das Speisenangebot auch für Vegetarier absolut großartig ist. Das lokale Essen ist einfach ein Erlebnis, das untrennbar zum Reisen gehört.

Ein absolutes Muss, das du probieren musst, sind Culurgiones. Das sind herrlich von Hand geflochtene Teigtaschen, die an eine Weizenähre erinnern und eine göttliche Füllung aus Kartoffeln, kräftigem Pecorino sardo und frischer Minze verbergen. Üblicherweise werden sie mit einer einfachen Tomatensoße serviert und sind einfach der Himmel auf Erden. In den Restaurants bringt man dir zum Essen außerdem fast immer Pane carasau, ein extrem dünnes, knuspriges Hirtenbrot, das früher monatelang haltbar war und das die Einheimischen oft mit Olivenöl beträufeln und salzen (dann nennt man es Pane guttiau).

Und der süße Abschluss? Lass dir auf keinen Fall das Dessert namens Seadas (oder Sebadas) entgehen. Das sind große frittierte Teigtaschen, gefüllt mit jungem Schafskäse, die warm mit einer großzügigen Portion lokalem Honig und Zitronenschale übergossen werden. Die Kombination aus süß und salzig macht unglaublich süchtig. Wenn du auch die lokalen Spezialitäten aus Fleisch und Fisch erkunden möchtest, erwähnen Reisende oft das berühmte langsam gegrillte Spanferkel (Porceddu) oder Pasta mit Bottarga – getrockneter, geriebener Fischrogen, der als sardischer Kaviar gilt.

Wohin als Nächstes

Sardinien ist riesig und bietet unzählige weitere Orte zum Entdecken. Wenn du überlegst, wohin deine Reise weitergeht, habe ich noch etwas Inspiration für dich vorbereitet. Wirf einen Blick in den ausführlichen Artikel Urlaub Sardinien: was man sehen und unternehmen kann, in dem du Tipps für die ganze Insel findest.

Wenn dich die schönsten Badebuchten reizen, schau dir unbedingt die Übersicht über die schönsten Strände Sardiniens an. Und falls du Roadtrips und Überfahrten mit dem Schiff liebst, begeistert dich vielleicht die benachbarte französische Insel, über die du im Korsika-Reiseführer mehr erfährst.

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Häufig gestellte Fragen

Was gibt es in Cagliari zu sehen?

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Die Basis ist das historische Viertel Castello mit seinen Türmen und der Aussichtsterrasse Bastione di Saint Remy. Lasst auch die Kathedrale, das römische Amphitheater, das archäologische Museum, das pulsierende Viertel Marina und die fantastischen Feuchtgebiete Molentargius mit Flamingos nicht aus.
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Lohnt sich ein Besuch in Cagliari?

Auf jeden Fall! Die Stadt hat eine sehr authentische italienische Atmosphäre, ist deutlich günstiger als der Norden der Insel und bietet einen großartigen Mix aus Geschichte, Kultur, hervorragendem Essen und langen Stränden direkt in der Stadt.

Wie kommt man vom Flughafen Cagliari ins Zentrum?

Die schnellste und günstigste Variante ist der Zug, der direkt vom Terminal des Flughafens Elmas abfährt. Die Fahrt zum Hauptbahnhof im Zentrum dauert nur 7 Minuten und das Ticket kostet etwa 1,30 €.

Wo kann man in Cagliari baden?

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Direkt in der Stadt befindet sich der beliebte Strand Poetto, der sich mit feinem Sand und einer Länge von 8 Kilometern rühmt. Er ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar und bietet alle Annehmlichkeiten einschließlich Strandbars.
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Wie viele Tage braucht man für Cagliari?

Na samotné prohlídky historického centra a památek vám budou bohatě stačit dva dny. Doporučuji si ale vyhradit alespoň 4 až 5 dní, abyste mohli podniknout i výlety do nádherného okolí.

Welche Ausflüge kann man von Cagliari aus unternehmen?

K den beliebtesten gehören die Fahrt zu den karibischen Stränden in die Gegend von Chia oder Villasimius. Geschichtsliebhaber sollten die antike Stadt Nora an der Küste oder den berühmten Nuraghen-Komplex aus Stein Su Nuraxi di Barumini nicht verpassen.

Was man in Cagliari unbedingt probieren sollte?

Zu den lokalen Spezialitäten gehören die gefüllten Teigtaschen culurgiones (mit Kartoffel und Minze), das knusprige Brot pane carasau und das fantastische frittierte Dessert seadas, das mit Käse gefüllt und mit Honig übergossen wird. Für Liebhaber von Fleisch und Meeresfrüchten ist das am Spieß gebratene Spanferkel porceddu oder die bottarga (getrockneter Rogen) typisch.

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