Was kostet eine Reise zu den Lofoten? Budget und Spartipps für 2026

Wenn du davon träumst, einmal hinter den Polarkreis zu reisen, taucht schnell eine entscheidende Frage auf: Wie sehr belastet so ein Trip eigentlich das Portemonnaie? Die Lofoten in Norwegen haben den Ruf, zu einer der teuersten Regionen der Welt zu gehören – und das ganz zu Recht.

Lass dich davon trotzdem nicht abschrecken, denn diese nordische Schönheit ist jeden Cent wert und muss mit etwas Planung keinen finanziellen Ruin bedeuten. Wie hoch dein Reisebudget am Ende ausfällt, hängt vor allem davon ab, welchen Standard du bei Unterkunft und Verpflegung wählst.

Wer in den ikonischen roten Fischerhütten übernachtet und abends im Restaurant isst, gibt schnell mehrere Tausend Euro aus. Mit dem eigenen Zelt und Einkäufen im Supermarkt bleibst du dagegen bei sehr vernünftigen Summen. Schauen wir uns also genau an, was ein Urlaub auf den Lofoten 2026 kostet – und wo du clever sparen kannst.

Zusammenfassung
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zusammenfassung

  • Flüge und Fähren: Hin- und Rückflüge von Berlin oder München nach Bodø oder Narvik bekommst du 2026 für rund 250 bis 400 €. Die Fähre für Auto und zwei Personen von Bodø nach Moskenes kostet etwa 1.200 NOK (ca. 105 €).
  • Unterkunft auf den Inseln: Eine Nacht in einer traditionellen Fischerhütte (Rorbu) kostet ab 2.000 bis 4.000 NOK (175 bis 350 €). Deutlich günstiger ist Camping, wo du für einen Stellplatz mit Auto und Zelt 300 bis 400 NOK (26 bis 35 €) pro Nacht zahlst.
  • Essenspreise und Selbstkochen: Wenn du selbst aus Einkäufen bei Kiwi oder Rema 1000 kochst, drückst du dein Tagesbudget fürs Essen auf 150 bis 200 NOK (13 bis 18 €) pro Person.
  • Mietwagen und Verkehr: Ein kleinerer Mietwagen für eine Woche in der Hauptsaison kostet 7.000 bis 10.000 NOK (610 bis 870 €). Rechne außerdem mit hohen Spritpreisen von rund 23 NOK pro Liter (2 €).
  • Zahlungen und Bargeld: Norwegen ist eine nahezu vollständig bargeldlose Gesellschaft – Bargeld brauchst du gar nicht. Du zahlst überall ganz normal mit Karte.
7 Dinge, die du wissen musst
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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7 Dinge, die du wissen musst

Schauen wir uns die wichtigsten Posten deiner Reise etwas genauer an.

1. Flüge und Fähre mit Auto

Die Anreise in den hohen Norden Norwegens ist der erste große Posten in deinem Budget. Am gängigsten ist der Flug in die Stadt Bodø oder zum Flughafen Evenes in der Nähe von Narvik. Von Deutschland aus kommst du meist mit einem Umstieg in Oslo dorthin, und die Preise für Hin- und Rückflüge klettern in der Sommerhauptsaison auf rund 400 €. Wenn du lieber mit dem eigenen oder gemieteten Auto vom Festland anreist, kommst du um eine Überfahrt nicht herum.

Die meistgenutzte Fähre fährt von Bodø zum Hafen Moskenes ganz im Süden der Lofoten. Die Überfahrt dauert etwa drei bis vier Stunden und bietet dir absolut atemberaubende Ausblicke auf die näher rückende Bergkette der Lofoten. Für einen normalen Pkw und zwei Passagiere zahlst du umgerechnet rund 105 € pro Strecke. Wer ohne Auto nur zu Fuß unterwegs ist, fährt deutlich günstiger und oft sogar gratis – ein riesiger Vorteil für Rucksacktouristen. Die Überfahrt selbst ist ein Erlebnis, denn der Ozean kann hier seine Kraft zeigen. Für empfindliche Mägen lohnt es sich, Reisetabletten gegen Seekrankheit einzupacken.

💡 Tipp: In den Sommermonaten sind die Fähren oft hoffnungslos ausgebucht. Reserviere deinen Stellplatz fürs Auto rechtzeitig über die offiziellen norwegischen Buchungssysteme, damit du nicht stundenlang auf der sogenannten Standby-Liste im Hafen festhängst. So ersparst du dir gleich zu Beginn des Urlaubs jede Menge unnötigen Stress.

Traditionelle Fischerhütten Rorbu
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2. Unterkunft: Ikonische Rorbu vs. Camping

Den größten Unterschied spürt dein Geldbeutel bei der Wahl der Unterkunft. Wohl jeder Lofoten-Besucher träumt davon, mindestens eine Nacht in einer traditionellen roten Fischerhütte namens Rorbu zu verbringen. Diese Hütten stehen auf Holzpfählen direkt über dem Wasser, dienten früher den Fischern während des saisonalen Fangs und bieten heute eine unvergleichlich romantische Atmosphäre. Rechne aber damit, dass es sich um ein Premium-Erlebnis handelt, für das du zwischen 2.000 und 4.000 NOK pro Nacht zahlst. Ein großer Vorteil der Rorbu ist die voll ausgestattete Küche, die dir anschließend enorme Summen beim Essen im Restaurant spart.

Wenn du nach einer günstigeren Alternative suchst: Die Lofoten sind ein wahres Paradies fürs Camping. Norwegische Campingplätze sind sauber, hervorragend ausgestattet und liegen oft mitten in atemberaubender Natur, häufig direkt an schneeweißen Stränden. Für einen Stellplatz mit Pkw und kleinem Zelt zahlst du sehr vernünftige 300 bis 400 NOK pro Nacht. Ein Kompromiss zwischen Zelt und teurer Rorbu sind lokale Hostels oder kleine Pensionen, wo ein Bett im Mehrbettzimmer rund 800 NOK kostet.

Wer absolute Freiheit bevorzugt: Norwegen erlaubt das sogenannte Jedermannsrecht (Allemannsretten). Dein Zelt darfst du also fast überall kostenlos aufschlagen, solange du einen Mindestabstand von 150 Metern zur nächsten Behausung einhältst und nicht auf bewirtschaftetem Land campst. Achte aber immer darauf, keinen Müll zu hinterlassen.

💡 Tipp: Die meisten norwegischen Campingplätze verfügen über voll ausgestattete Gemeinschaftsküchen und warme Duschen. Für die Dusche zahlst du aber oft extra mit Münzen oder speziellen Wertmarken. Erkundige dich daher an der Rezeption immer nach den aktuellen Regeln und halte Kleingeld oder eine aufgeladene Karte bereit.

Verkehr: Mietwagen, Maut und Parken
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3. Verkehr: Mietwagen, Maut und Parken

Die Lofoten erkundest du am besten mit dem Auto, denn der öffentliche Nahverkehr ist hier recht dünn und bringt dich nicht zu abgelegenen Orten oder versteckten Stränden. Ein Mietwagen für eine Woche in der Sommersaison kostet 2026 rund 7.000 bis 10.000 NOK. Wenn du ein Auto mietest, achte sorgfältig darauf, es mit voll getanktem Tank zurückzugeben. Andernfalls berechnen die Vermieter saftige Servicegebühren, die viel mehr schmerzen als das überteuerte norwegische Benzin selbst.

Auf den gesamten Lofoten wird Maut erhoben, aber du musst keine komplizierte Bürokratie fürchten. Die meisten Mietwagen haben eine eingebaute elektronische AutoPass-Box, die die Gebühren beim Durchfahren der Mautstationen vollautomatisch erfasst. Den Endbetrag für die Durchfahrten bucht dir die Vermietung nach deiner Heimkehr einfach von der Kreditkarte ab.

Neben der Maut solltest du dich auch auf kostenpflichtiges Parken an den meisten Sehenswürdigkeiten einstellen. Viele Ausgangspunkte beliebter Wanderungen haben ihre Parkplätze gebührenpflichtig gemacht, damit die kleinen Gemeinden den täglichen Touristenansturm bewältigen können. An manchen Orten triffst du zudem auf eine sogenannte Beach Fee – eine kleine lokale Gebühr für die Pflege der Naturgebiete rund um beliebte Strände.

💡 Tipp: Für schnelles Parken lade dir gleich nach der Ankunft die App EasyPark herunter. Sie funktioniert zuverlässig in ganz Norwegen und erspart dir viel Ärger an Parkautomaten, die ausländische Karten manchmal nicht akzeptieren.

Getrockneter Kabeljau (Stockfisch), traditionelles Lofoten-Lebensmittel
Foto: User:Sveter (Please credit as „Petr Šmerkl, Wikipedia“ in ca / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

4. Essen: Kochen in der Rorbu und Supermärkte

Die Lebensmittelpreise auf den Inseln entsprechen im Wesentlichen denen auf dem norwegischen Festland. In der Praxis heißt das, dass die Preise deutlich höher liegen als in Deutschland – oft fühlt es sich an, als müsstest du das Doppelte einplanen. Essen im Restaurant kann daher schnell teuer werden. Ein einfaches Hauptgericht kostet dich 2026 rund 200 bis 400 NOK, also locker 35 € pro Portion.

Die größte Ersparnis bietet daher eine voll ausgestattete Küche in deiner Rorbu oder auf dem Campingplatz. Wenn du die Zutaten selbst kaufst, lassen sich die täglichen Essenskosten für eine Person auf sehr akzeptable 112 bis 195 NOK drücken. Steuere direkt die grünen Kiwi-Supermärkte oder die blauen Rema-1000-Läden an, die als günstigste Ketten des Landes gelten. In diesen Geschäften lohnt es sich, nach Eigenmarken wie der beliebten Prima bei Rema zu suchen.

Zum norwegischen Frühstück gehören traditionell Kaviarpaste aus der Tube oder Kartoffelfladen namens Lompe, die man auch süß essen kann. Eine lokale Spezialität ist der arktische Kabeljau Skrei oder die berühmten Fischburger im Lokal Anita’s Sjømat auf der Insel Sakrisøy. Wer einen exzellenten Kaffee und eine tolle Hipster-Atmosphäre genießen möchte, sollte ins Trevarefabrikken in Henningsvær fahren; für ein gutes Abendessen bietet sich das klassische Restaurant Krambua im malerischen Reine an.

💡 Tipp: Vergiss nicht, im Laden den traditionellen norwegischen Braunkäse Brunost in den Korb zu legen. Er hat einen besonderen, leicht süßlich-karamelligen Geschmack und gehört zu einem echten nordischen Frühstück auf frischem Brot einfach dazu. Kinder lieben ihn meistens!

Aktivitäten und Museumseintritte
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5. Aktivitäten und Museumseintritte

Das größte Highlight der Lofoten ist natürlich ihre raue Natur, die glücklicherweise für alle Reisenden völlig kostenlos ist. Für die schönsten Ausblicke von Berggipfeln, Spaziergänge entlang schneeweißer Strände und das Bummeln durch malerische Fischerdörfer zahlst du keinen einzigen Cent. Die Mitternachtssonne im Sommer oder die faszinierenden Polarlichter in den Wintermonaten zu beobachten, kostet dich überhaupt nichts – du musst nur den richtigen Ort ohne Lichtverschmutzung finden.

Wenn du dein Programm aber mit kostenpflichtigen Erlebnissen aufpeppen möchtest, musst du tiefer in die Tasche greifen. Sehr beliebt ist der Besuch des Wikingermuseums Lofotr, wo dich der Eintritt rund 250 NOK kostet und dich vollkommen in die nordische Geschichte eintauchen lässt. Für verschiedene organisierte Bootstouren, etwa die Fahrt in den atemberaubenden Trollfjord oder die abendliche Polarlichter-Beobachtung mit einem lokalen Guide, zahlst du typischerweise zwischen 900 und 1.500 NOK pro Person. Solche Ausflüge lassen sich ganz einfach über die Plattform GetYourGuide finden und buchen.

💡 Tipp: Plane nicht zu viele organisierte Aktivitäten an einem Tag. Das Wetter wechselt auf den Inseln oft schnell, und vielleicht merkst du, dass das größte Erlebnis darin besteht, einfach auf der Holzterrasse zu sitzen, einen heißen Tee zu trinken und in Ruhe das tosende Meer zu beobachten.

Wetter und wie man für den Norden packt
Foto: Virtual-Pano / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

6. Wetter und wie du für den Norden packst

Das Packen für die Lofoten ist eine kleine logistische Prüfung. Das Wetter macht hier nämlich, was es will, und an einem einzigen Nachmittag wechseln sich oft Sonne, Sturm und horizontaler Regen ab. Selbst wenn du Mitte Juli aufbrichst, liegt die durchschnittliche Tagestemperatur häufig nur zwischen 12 und 15 Grad Celsius. Die App yr.no wird zu deinem besten Freund, den du mehrmals täglich checkst – ohne sie solltest du dich lieber gar nicht auf längere Touren begeben.

Das Geheimnis fürs Überleben im Norden heißt Zwiebellook. Vergiss dicke, unförmige Winterjacken, in denen du beim Bergaufstieg sofort schmilzt. Du brauchst ein System, das du im Gehen fließend an- und ausziehen kannst. Die Basis ist hochwertige Merinowolle, die hervorragend wärmt, auch wenn du mal schwitzt oder nass wirst. Darüber kommt ein leichtes Fleece und obendrauf eine wasserdichte, winddichte Hardshell-Schicht. Ende Juli und im August kann lästiges Insektenvolk auftreten, also pack unbedingt ein gutes Mückenmittel mit DEET ein, das dich vor Mücken und Kriebelmücken schützt.

💡 Tipp: Während der Polartage solltest du den Schlaf keinesfalls unterschätzen. Die Sonne scheint auch um Mitternacht, und dein Körper kann dadurch durcheinandergeraten. Pack dir eine Schlafmaske oder spezielle Rollos mit Saugnäpfen ein. Viele Unterkünfte haben zwar Verdunkelungsvorhänge, aber sie lassen überraschend viel Licht durch.

7. Geld, Gesundheit und Sicherheit

Norwegen funktioniert als nahezu vollständig bargeldlose Gesellschaft. Das bedeutet, dass du wirklich überall mit einer normalen Karte zahlst – sogar für den Kaffee in der kleinsten Bäckerei am Ende der Welt im Dorf Å oder fürs Parken mitten in der Natur. Norwegische Kronen in bar musst du vor der Reise gar nicht wechseln. Vielleicht stößt du auf den Hinweis „Vipps“, das lokale Pendant zur QR-Code-Zahlung, aber als Tourist kommst du mit dem klassischen Terminal bestens aus. Trinkgeld lässt man in Norwegen üblicherweise nicht, das Personal wird sehr ordentlich bezahlt.

Auch wenn Norwegen nicht in der Europäischen Union ist, gehört es zum Europäischen Wirtschaftsraum. Deine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt hier daher und deckt notwendige Behandlungen zu denselben Bedingungen ab wie für Einheimische. Das heißt allerdings, dass du dieselbe norwegische Selbstbeteiligung (Egenandel) zahlst, die bei rund 200 bis 400 NOK für eine normale Arztbehandlung liegt. Das einzige vollwertige Krankenhaus auf den Inseln findest du im Städtchen Gravdal, Apotheken mit begrenzten Öffnungszeiten in größeren Zentren wie Svolvær oder Leknes. Pack auf jeden Fall deine eigene Reiseapotheke mit Fiebermitteln, Antihistaminika und Mitteln gegen Reiseübelkeit ein.

💡 Tipp: Die EHIC deckt weder den Rücktransport in die Heimat noch aufwendige Bergrettungsaktionen oder zahnärztliche Behandlungen ab. Eine gute private Reiseversicherung mit hohen Deckungssummen ist für einen Aufenthalt in der rauen norwegischen Natur daher absolut unverzichtbar. Speicher dir für den Notfall die Nummer 116 117 für den landesweiten norwegischen Bereitschaftsdienst.

Praktische Zusammenfassung und Richtpreise

Damit du dein Budget besser planen kannst, haben wir eine Übersicht der Durchschnittspreise zusammengestellt, denen du auf den Lofoten 2026 wahrscheinlich begegnen wirst. Betrachte alle Preise als Richtwerte, denn sie ändern sich je nach Saison.

  • Hin- und Rückflug ab Deutschland: 250 – 400 €
  • Fähre (Auto + 2 Personen): 1.200 NOK (ca. 105 €)
  • Nacht auf dem Campingplatz (Zelt und Auto): 300 – 400 NOK (ca. 26 – 35 €)
  • Nacht in der Rorbu für zwei: 2.000 – 4.000 NOK (ca. 175 – 350 €)
  • Mietwagen für eine Woche: 7.000 – 10.000 NOK (ca. 610 – 870 €)
  • Liter Kraftstoff: 23 NOK (ca. 2 €)
  • Hauptgericht im Restaurant: 200 – 400 NOK (ca. 18 – 35 €)
  • Kaffee im Café: 50 – 70 NOK (ca. 4 – 6 €)
  • Laib Brot im Supermarkt: 40 NOK (ca. 3,50 €)
  • Eintritt ins Wikingermuseum: 250 NOK (ca. 22 €)

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten vergleicht und bucht man am besten über GetYourGuide.

Wie geht es weiter

Wenn dich die Planung der Reise in den Norden begeistert hat und du noch tiefer in die Vorbereitungen eintauchen möchtest, lies unbedingt unsere weiteren Artikel. Schau dir den großen Lofoten-Reiseführer an, in dem du die schönsten Ausflüge und Wanderungen entdeckst. Für ausführliche Infos zu Unterkünften öffne den Artikel darüber, wo man auf den Lofoten übernachtet, und auch die praktische Anleitung, wie man zu den Lofoten kommt, wird dir sicher nützlich sein.

Häufig gestellte Fragen

Sind die Lofoten wirklich so teuer, wie man sagt?

Ja, Norwegen gehört generell zu den teuersten Reisezielen in Europa. Den größten Teil des Budgets verschlingen Dienstleistungen, Restaurants und Übernachtungen in traditionellen Hütten. Wenn Sie aber im Zelt schlafen und sich selbst mit Einkäufen aus dem Supermarkt versorgen, lassen sich die Kosten auf ein sehr vernünftiges Niveau senken, das mit einem Urlaub in Westeuropa vergleichbar ist.

Brauche ich in Norwegen Bargeld?

Überhaupt nicht. Norwegen ist Vorreiter beim bargeldlosen Bezahlen und Papiergeld sieht man dort kaum noch. Mit einer normalen Bankkarte können Sie absolut alles bezahlen, vom Parkschein in den Bergen über öffentliche Toiletten bis hin zum Fährticket. Den Geldwechsel in der Wechselstube können Sie getrost überspringen.

Was kostet eine Übernachtung in einem traditionellen Rorbu?

Die ikonischen roten Hütten auf Stelzen über dem Wasser sind eine große Attraktion, was sich in ihrem Preis widerspiegelt. Für eine Nacht in der Hauptsaison im Sommer zahlen Sie durchschnittlich zwischen 180 und 360 EUR. Der Preis variiert je nach Lage und Luxusniveau, einige moderne Rorbuer bieten sogar eine eigene Sauna.

Wo kann man auf den Lofoten am günstigsten Lebensmittel einkaufen?

Die besten Lebensmittelpreise finden Sie in den Ketten Kiwi und Rema 1000. Diese Geschäfte sind über die gesamte Inselgruppe verteilt und bieten eine große Auswahl an Eigenmarken, die deutlich günstiger sind als Premiumprodukte. Es lohnt sich, nach der Marke Prima Ausschau zu halten. Meiden Sie dagegen kleine Spätis und überteuerte Shops an Tankstellen.

Wie funktioniert die Mautbezahlung beim Mietwagen?

Um die Maut brauchen Sie sich überhaupt nicht zu kümmern. Autos von norwegischen Vermietern sind mit einer kleinen AutoPass-Box ausgestattet, die die Durchfahrt durch Mautstationen automatisch registriert. Die Vermietung rechnet nach Rückgabe des Fahrzeugs alle Gebühren zusammen und zieht sie von Ihrer Kreditkarte ab.

Welche Kleidung sollte man für einen Sommerurlaub im Norden mitnehmen?

Auch im Juli können Sie auf den Inseln von starkem Wind und Regen mit Temperaturen um die 10 Grad überrascht werden. Die Grundlage ist das Zwiebelprinzip. Packen Sie hochwertige Thermounterwäsche aus Merinowolle, einen warmen Fleecepullover sowie eine zuverlässige wasserdichte Jacke und Hose ein. Dicke Winterjacken lassen Sie zu Hause, setzen Sie lieber auf mehrere dünne Schichten und packen Sie auch Mückenschutz ein.

Gilt in Norwegen die tschechische Versichertenkarte?

Ja, dank der Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gilt Ihre blaue EHIC-Karte auch in Norwegen. Sie garantiert Ihnen eine Behandlung zu denselben Bedingungen wie Norweger, was aber bedeutet, dass Sie die norwegische Selbstbeteiligung (egenandel) zahlen müssen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, auch eine gute Reiseversicherung zu haben.

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