Die schönsten Gärten und Parks in Prag: 15 Tipps für einen Spaziergang (2026)

Wer über Parks und Gärten in Prag spricht, denkt schnell an das Offensichtliche – Karlsbrücke, Prager Burg, Touristenmassen. Dabei hat die Stadt eine ganz andere, grüne Seite, die ich jahrelang von innen kenne. Ich habe an der Kleinseite das Gymnasium besucht und in den Mittagspausen die umliegenden Gärten durchstreift. Prag war für mich nie nur eine Stadt aus Stein, gotischen Türmen und gepflasterten Gassen. Es war ein verworrenes Netz versteckter Höfe, terrassenförmiger Gärten und weitläufiger Parkanlagen, die als natürliche Kulisse meiner Jugend dienten.

Später, während meines Fotojournalismus-Kurses an der Karlsuniversität, verbrachte ich Stunden damit, in verlassenen Winkeln barocker Gärten auf das perfekte Licht zu warten. Mit schwerer Spiegelreflexkamera um den Hals dokumentierte ich, wie sich Schatten auf verwitterten Mauern verändern und wie wilde Natur in streng geschnittene Hecken eingreift. Damals lernte ich diese grünen Oasen aus einer völlig anderen Perspektive kennen – nicht als Orte für eine kurze Erholung, sondern als eigenständige architektonische Werke mit eigenen Regeln und eigenem Rhythmus.

Heute kehren mein Mann Lukáš und ich jedes Jahr nach Prag zurück und entdecken die Stadt neu – diesmal im Tempo unseres zweijährigen Sohnes Jonáš. Ich musste feststellen, dass die romantischen Terrassengärten mit Dutzenden von Stufen, die ich früher so liebte, mit Kinderwagen ein absoluter Albtraum sind. Mein Blick auf das Prager Grün hat sich grundlegend verändert. Ich schätze jetzt breite asphaltierte Wege, barrierefreie Zugänge und schattige Plätze unter alten Bäumen, wo man in Ruhe eine Picknickdecke ausbreiten kann.

Die Prager Parks befinden sich in stetem Wandel. Manche werden behutsam revitalisiert, andere behalten ihr leicht vernachlässigtes, melancholisches Gesicht, das ich noch aus der Schulzeit kenne. Diesen Text aktualisiere ich jedes Jahr – die aktuelle Version spiegelt den Stand vom April 2026 wider. Ob ihr den perfekten Ausblick auf rote Dächer sucht, einen ruhigen Leseplatz braucht oder Raum, wo eure Kinder sicher toben können: Hier ist meine Liste der Lieblingsplätze, die Reiseführer vom Schreibtisch aus häufig übersehen.

Vrtba-Garten: barocke Oase in der Karmelitská-Straße
Vrtba-Garten: barocke Oase in der Karmelitská-Straße

Zusammenfassung

  • Die meisten historischen Palastgärten (darunter der Vrtba-Garten und die Gärten unterhalb der Prager Burg) öffnen ihre Tore ausschließlich in der Sommersaison, in der Regel vom 1. April bis 31. Oktober.
  • Für Familien mit Kinderwagen ist die Stromovka der absolute Sieger. Hier gibt es kilometerlange glatte Wege, moderne Spielplätze und jede Menge Schatten. Die terrassenförmigen Barockgärten auf der Kleinseite sind mit Kinderwagen besser zu meiden.
  • Der Vrtba-Garten bietet meiner Meinung nach den fotogenischsten Blick auf die Prager Burg und die Nikolauskirche – ohne die Menschenmassen, die sich an klassischen Aussichtspunkten drängen.
  • Der Eintritt in den Wallenstein-Garten ist kostenlos. Hier kann man die monumentale Sala Terrena und frei herumlaufende Pfaue bewundern – aber auf die Öffnungszeiten achten, die sich nach den Sitzungen des Senats richten.
  • Wer echte Wildnis innerhalb der Stadtgrenzen erleben möchte, fährt mit der Straßenbahn zur Wilden Šárka. Felsen, Wälder und ein Naturschwimmbad lassen einen vergessen, dass man sich in einer Metropole befindet.
  • Die schönsten Sonnenuntergänge mit Blick auf die Hradschin-Silhouette erlebt man in den Rieger-Anlagen im Stadtteil Vinohrady. Hier versammeln sich abends die Einheimischen mit einer Flasche Wein und einer Decke.
  • Die Vojan-Gärten sind eine versteckte Oase, nur wenige Schritte von der belebten Metrostation Malostranská entfernt. Stille, Bänke unter Obstbäumen und eine Ruhe, die man in der Innenstadt kaum findet.
  • Im Havlíček-Park (Grébovka) kann man durch einen echten Weinberg spazieren und die künstliche Grotte bewundern, die kürzlich wunderschön restauriert wurde.
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Wann lohnt sich ein Besuch der Prager Gärten und Parks

Das Prager Grün folgt seinem eigenen Kalender, der das Jahr streng in zwei Hälften teilt. Während die großen Stadtparks ganzjährig zugänglich sind und sich lediglich in ihrer Farbpalette wandeln, schließen die historischen Barockgärten im Winter ihre schweren schmiedeeisernen Tore.

Frühling und Sommer: Prag in voller Blüte

Der Frühling ist in Prag etwas ganz Besonderes. April und Mai färben die Hänge des Petřín in Rosa und Weiß, die Luft duftet und die Stadt erwacht aus dem grauen Winter. Diese Zeit ist ideal für Gartenbesuche: Die Temperaturen erreichen noch keine sommerlichen Extreme und das Gras leuchtet frisch. Am besten früh aufstehen und gleich nach der Öffnung – etwa um neun Uhr morgens – in die Gärten. Dann habt ihr noch den Morgentau auf den Wiesen und die Bänke für euch allein.

Von Juni bis August erhitzen sich die Straßen, und der Schatten alter Bäume wird zum knappen Gut. In der Sommerhitze überhitzt die historische Innenstadt spürbar – eine Flucht in die Stromovka oder unter die Platanen auf der Kampa ist dann schlicht notwendig. An Sommerwochenenden platzen die Parks aus allen Nähten: Auf den Wiesen sitzen Grüppchen von Studenten, und die Biergärten an den Imbissständen laufen auf Hochtouren.

Herbst und Winter: Melancholie und Stille

September und Oktober sind für mich persönlich die besten Monate für lange Spaziergänge. Das goldene Altweibersommerlicht fällt sanft auf Palastfassaden, und die Laubbäume auf der Letná und in den Rieger-Anlagen leuchten in allen Gelb- und Rottönen. Die Temperaturen sind angenehm und die Touristenmassen lichten sich etwas. Nicht vergessen: Mit Ende Oktober schließen die meisten Palast- und Schlossgärten kompromisslos ihre Pforten.

Herbstliches Ahornblatt über dem Panorama von Prag, aufgenommen vom Letná-Park
Altweibersommer auf der Letná

Von November bis März beschränkt sich die Auswahl auf frei zugängliche Parks. Der Winter legt das rohe Gesicht der Stadt frei – Bäume ohne Laub öffnen neue Blickachsen auf die Architektur, die den Rest des Jahres verborgen bleiben. Fällt Schnee, verwandeln sich Petřín und Stromovka in ein märchenhaftes Winterland, wohin die Prager mit Schlitten und Rodeln strömen. Es ist eine Zeit für Introvertierte, die die stille Melancholie der eingeschneiten Stadt zu schätzen wissen.

Wo übernachten

Als Lukáš und ich zuletzt nach Prag zurückkehrten, haben wir lange über die Unterkunft nachgedacht. Mit dem kleinen Jonáš können wir nicht mehr in lauten Hostels über Kneipen schlafen wie in Studententagen. Wir brauchten Ruhe, Platz und die Möglichkeit, uns selbst ein Frühstück zu machen. Wir entschieden uns für das The Julius Hotel am Senovážné náměstí – und das war ein Volltreffer.

Wir wohnten in ihrer One Bedroom Suite, was ein separates Schlafzimmer und eine voll ausgestattete Küche bedeutete. Als Eltern eines Zweijährigen war das ein absoluter Lebensretter – wir konnten Milch aufwärmen oder ein schnelles Abendessen zubereiten, wenn unser Sohn für ein Restaurant schon zu müde war. Als Vegetarierin schätzte ich außerdem das Frühstücksbuffet, das weit über das übliche Ei-Käse-Angebot hinausging und eine tolle Auswahl an pflanzlichen Alternativen bot. Das Hotel liegt nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof und vom Wenzelsplatz entfernt, sodass wir mit dem Kinderwagen nicht auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen waren. Wer ein stylisches Hotel mit perfektem Design sucht, sollte sich die aktuellen Preise des Julius Hotels auf Booking.com ansehen.

Barock- und Palastgärten in Prag (Wo die Zeit stehen blieb)

Die Kleinseite und der Hradschin verbergen hinter hohen Mauern das Allerbeste – und ich muss sagen: Jedes Mal, wenn ich einen dieser Gärten betrete, habe ich das Gefühl, auf ein privates Grundstück eingedrungen zu sein. Was historisch gesehen nicht ganz falsch ist: Diese Räume wurden nicht für die Öffentlichkeit geschaffen, sondern als pompöse Machtdemonstration des Adels. Heute sind sie (meist gegen Eintritt) für uns alle zugänglich – und ich nutze das jedes Jahr. Wichtig zu wissen: Die Saison läuft von April bis Oktober.

Vrtba-Garten

Gelber Gartenpavillon im Vrtba-Garten auf der Kleinseite
Sala Terrena im Vrtba-Garten

Dieser kaskadenartige Barockgarten, versteckt in einem unscheinbaren Hof in der Karmelitská-Straße, ist mein persönlicher Favorit unter den Prager Gärten. Als ich ihn während meines Fotojournalismus-Kurses stundenlang erkundete, faszinierte mich, wie meisterhaft der Architekt František Maxmilián Kaňka den steilen Petřín-Hang genutzt hat. Der Garten ist terrassenförmig angelegt, steigt steil an, und jede Ebene ist mit Originalskulpturen von Matthias Bernhard Braun geschmückt. Von der obersten Terrasse öffnet sich ein Blick auf die roten Ziegeldächer der Kleinseite und die majestätische Kuppel der Nikolauskirche.

Aktuelle Informationen findet ihr auf der offiziellen Website des Vrtba-Gartens; der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt in der Saison 2026 etwa 5 €. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr (in den Sommermonaten bis 19 Uhr). Ihr erreicht den Garten mit der Straßenbahn (Linien 12, 15, 20 oder 22) bis zur Haltestelle Malostranské náměstí oder Hellichova. Mit Kinderwagen solltet ihr hier besser nicht kommen – die Treppen sind eng und steil.

💡 Tipp von der Einheimischen: Die besten Fotos gelingen hier etwa eine Stunde vor Schließung, wenn die Sonne hinter den Petřín sinkt und lange, weiche Schatten auf die Sandsteinskulpturen wirft. Zu diesem Zeitpunkt sind auch kaum noch andere Besucher da.

Wallenstein-Garten Prag

Arkadengang und gepflegte Grünflächen im Wallenstein-Garten Prag
Wallenstein-Garten mit Arkadengang

Das zum Senat des tschechischen Parlaments gehörende Areal ist eine echte Überraschung für jeden, der es zum ersten Mal betritt. Albrecht von Wallenstein wollte mit seinem Palast und Garten die Prager Burg selbst in den Schatten stellen – und wenn man vor der monumentalen Loggia (Sala Terrena) steht, muss man zugeben, dass ihm das beinahe gelungen ist. Der Garten ist voller Bronzeskulpturen (Kopien von Werken Adriaen de Vries‘), geometrisch geschnittener Hecken und eines großen Karpfenteiches. Pfaue – darunter seltene weiße Exemplare – laufen frei herum und sorgen gelegentlich für überraschend lauten Lärm.

Der Eintritt ist völlig kostenlos (aktuelle Informationen auch auf den Seiten des tschechischen Senats). Der Garten ist von April bis Oktober geöffnet (an Werktagen ab 7:30 Uhr, am Wochenende ab 10:00 Uhr, im Sommer jeweils bis 19:00 Uhr) und liegt direkt bei der U-Bahn- und Straßenbahnhaltestelle Malostranská. Die Wege sind mit feinem Kies bestreut und problemlos auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl befahrbar.

💡 Tipp von der Einheimischen: Schaut euch die künstliche Tropfsteinwand im südlichen Teil des Gartens genau an. Wer lange genug hinschaut, entdeckt im Gestein versteckte Tier- und Monstergesichter, die die Erbauer im 17. Jahrhundert eingearbeitet haben.

Königsgarten der Prager Burg

Diese Renaissance-Oase am nördlichen Rand der Prager Burg wurde ursprünglich von Ferdinand I. angelegt, um exotische Pflanzen zu kultivieren und seltene Tiere zu halten. Heute ist es ein weitläufiger und gepflegter Bereich, der vom Sommerschloss der Königin Anna (Belvedere) und dem berühmten Singenden Brunnen dominiert wird. Dessen Wassertropfen, die auf eine bronzene Schüssel fallen, erzeugen einen Klang wie fernes Glockenläuten. Für mich ist dieser Ort mit unserem ersten Date mit Lukáš verbunden – hier haben wir damals einen Spaziergang gemacht, bevor wir hinunter auf die Kleinseite gestiegen sind.

Das Sommerschloss der Königin Anna (Belvedere) im Königsgarten der Prager Burg
Foto: Palickap / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Der Eintritt ist kostenlos, ihr müsst jedoch die Sicherheitskontrollen an den Burgeingängen passieren (am schnellsten geht es an der Straßenbahnhaltestelle Královský letohrádek). Geöffnet ist von April bis Ende Oktober, täglich von 10 bis 18 Uhr. Wer die Burg und ihre Gärten intensiver und mit fachkundiger Führung erkunden möchte, empfehle ich eine Führung über GetYourGuide zu buchen.

💡 Tipp von der Einheimischen: Die meisten Touristen betreten die Burg vom Hradschin-Platz. Wer mit der Tram 22 bis zur Haltestelle Královský letohrádek fährt und die Besichtigung im Königsgarten beginnt, umgeht die schlimmsten Morgenschlangen an der Sicherheitskontrolle.

Palastgärten unterhalb der Prager Burg

Dabei handelt es sich um einen Komplex aus fünf miteinander verbundenen historischen Gärten (Ledeburg-, Kleiner und Großer Pálffy-, Kolowrat- und Kleiner Fürstenberg-Garten), die sich den südlichen Hang unterhalb der Burg hinaufziehen. Die Terrassenarchitektur mit Treppen, Balustraden, Pavillons und Kletterrosen bildet einen der komplexesten Barockräume Europas. Die Ausblicke von hier sind phänomenal – die gesamte Kleinseite liegt wie auf dem Präsentierteller.

Der Eintritt für den gesamten Komplex kostet rund 5–6 €. Zugang ist vom Wallensteinplatz (Straße Valdštejnská). Geöffnet von April bis Oktober, täglich von 10 bis 18 Uhr. Einen Besuch mit Kinderwagen oder bei Knieproblemen solltet ihr hier völlig vergessen – die Anzahl der zu erklimmenden Stufen geht in die Hunderte, das Gelände ist körperlich sehr anspruchsvoll.

💡 Tipp von der Einheimischen: Auf der obersten Terrasse des Ledeburg-Gartens gibt es einen kleinen, oft verlassenen Pavillon. Es ist ein absolut perfekter, stiller Leseplatz mit Ausblick – kaum jemand steigt ganz nach oben, also wird euch dort niemand stören.

Vojan-Gärten

Der älteste teilweise erhaltene Garten Prags liegt paradoxerweise nur wenige Dutzend Meter von der lauten Kreuzung Klárov entfernt – und trotzdem wissen nur wenige von ihm. Ursprünglich gehörte er zu einem Karmeliterinnenkloster; heute ist es ein öffentlicher Park voller alter Obstbäume, unter denen im Frühling Schneeglöckchen und Narzissen blühen. Eine stille, abgeschlossene Welt, in der Pfaue frei herumlaufen und Einheimische mit einem Kaffee aus den nahe gelegenen Cafés auf den Bänken sitzen.

Der Eintritt ist kostenlos, der Park liegt in der Straße U Lužického semináře. Er ist ganzjährig geöffnet (im Winter ab 8 bis 16 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr) und die Wege sind so eben und breit, dass ihr mit dem Kinderwagen keinerlei Probleme haben werdet. Für Kinder gibt es ausreichend sicheren Platz zum Herumtoben auf dem Rasen.

💡 Tipp von der Einheimischen: Im Herbst, wenn auf den alten Bäumen Äpfel und Birnen reifen und das Fallobst auf den Rasen fällt, kommen Einheimische mit Leinentaschen und sammeln es für Apfelstrudel – eine stille Kleinseitener Tradition, die offiziell niemand verbietet.

Große Stadtparks in Prag (Wo die ganze Stadt lebt)

Während die Barockgärten eher Freilichtmuseen sind, stellen die großen Parks die echte grüne Lunge der Stadt dar. Sie sind rund um die Uhr und sieben Tage die Woche geöffnet. Hier joggen Prager, führen ihre Hunde aus, spielen Frisbee, trinken Bier aus dem Becher und verbringen ihre Wochenenden.

Petřín-Anlagen und Rosengarten

Bei Petřín denken die meisten sofort an die Standseilbahn und das verkleinerte Abbild des Eiffelturms. Für mich ist es der Hügel, auf den wir als Schüler gerne geschwänzt haben. Die weitläufigen Anlagen bedecken den gesamten Hügel und bieten unzählige verwinkelte Pfade. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Rosengarten auf dem Gipfel, wo über zehntausend Rosensträucher blühen, sowie die Květnice – ein kleiner umzäunter Garten mit Stauden, der fast ländlich wirkt.

Petřín-Aussichtsturm auf dem grünen Hügel Petřín über den Dächern der Kleinseite
Petřín mit Aussichtsturm über den Dächern der Kleinseite

Für die Anlagen selbst gibt es keinen Eintritt – nur für den Aussichtsturm und das Spiegelirrgarten. Die Standseilbahn auf den Petřín ist Teil des Prager ÖPNV, ein normales Ticket ist also gültig (mehr auf den Seiten von Prague City Tourism). Von Deutschland aus reist ihr am bequemsten per Zug oder Flug nach Prag – von München, Frankfurt oder Berlin gibt es direkte oder schnelle Verbindungen. Für Familien empfiehlt sich die Standseilbahn hinauf und der Rückweg zu Fuß auf den asphaltierten Wegen, die auch mit Kinderwagen gut zu befahren sind, auch wenn man an steileren Stellen leicht abbremsen muss.

💡 Tipp von der Einheimischen: Verzichtet auf den Hauptasphaltweg von der Standseilbahn zum Aussichtsturm. Steuert stattdessen den Lobkowitz-Garten am östlichen Hang des Petřín an. Dort sind deutlich weniger Menschen, alte Obstgärten warten und ein wunderbarer Blick auf den Hradschin durch Baumäste.

Stromovka (Königliche Fasanerie)

Breite Allee mit alten Bäumen in der Stromovka in Prag
Stromovka, die königliche Fasanerie in Holešovice

Das ist der unbestrittene König der Prager Parks – und mein aktueller Favorit. Seit wir Jonáš haben, sind wir hier Stammgäste. Die Stromovka liegt im Stadtteil Holešovice und ist ein riesiges, flaches Areal mit Teichen, breiten Asphaltpfaden und alten Eichen. Das ehemalige Jagdrevier der böhmischen Könige dient heute als zentraler Treffpunkt für Jogger, Inline-Skater und Eltern mit Kinderwagen. Die jüngste Revitalisierung brachte neue Stege an den Teichen und saubere öffentliche Toiletten.

Eintritt ist ganzjährig kostenlos. Der beste Zugang ist vom Výstaviště Holešovice (Straßenbahnen 6, 12, 17). Der Park ist vollständig barrierefrei. Unsere Lieblingsstation ist beim Restaurant Vozovna mit einem tollen Kinderspielplatz oder an den Teichen, wo die Kinder die Enten füttern. Als Vegetarierin finde ich hier immer einen passenden Food-Truck mit fleischfreiem Essen.

💡 Tipp von der Einheimischen: Im hinteren Teil der Stromovka, in Richtung Císařský ostrov (Kaiserinsel), liegt der beliebte Kinderspielplatz Kaštánek. Er ist eingezäunt und von riesigen Bäumen beschattet, sodass es selbst in der Hochsommerhitze angenehm kühl bleibt und die Kinder nicht in der Sonne schmoren.

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Rieger-Anlagen

Die „Riegráče“ in Vinohrady sind ein Synonym für Prager Sommerabende. Der Park liegt in leichter Hanglage, und seine Hauptattraktion ist eine riesige Rasenfläche mit Blick auf das Panorama der Prager Burg. Die Sonnenuntergänge sind so beliebt, dass in den warmen Monaten Hunderte von Menschen mit Picknickdecken, Gitarren und Weinflaschen die Wiesen bevölkern. Es ist ein entspannter, leicht böhmischer Ort, an dem sich Expats, Studenten und Familien mit Kindern begegnen.

Der Park ist kostenlos und rund um die Uhr zugänglich. Am nächsten ist die U-Bahn- und Straßenbahnhaltestelle Jiřího z Poděbrad. Im Park findet sich ein riesiger Biergarten, wo Bier in Glas und Becher ausgeschenkt wird und auch klassische tschechische Kneipensnacks zu haben sind – für Vegetarierinnen wie mich natürlich auch Käse. Mit dem Kinderwagen fährt man sich gut, auch wenn einige Seitenwege mit gröberem Schotter bestreut sind.

💡 Tipp von der Einheimischen: Wer im Sommer den berühmten Sonnenuntergang von der Hauptwiese genießen will, sollte mindestens eine Stunde vorher kommen. Die besten Plätze mit direktem Blick auf die Burg sind schon gegen sieben Uhr abends vergeben.

Letná Park Prag

Der grüne Streifen entlang der Letenská-Klippe über der Moldau bietet die bekanntesten Ausblicke auf Prags Brücken. In den neunziger Jahren, nach dem Fall des Kommunismus, wurde hier anstelle von Stalins Denkmal ein riesiges Metronom errichtet, um das sich heute die Skateboard-Community versammelt. Der Letná Park ist in zwei Bereiche aufgeteilt: breite Flächen für Sport und Hundespaziergänge sowie Wege entlang des Hangs über dem Fluss mit fantastischen Ausblicken.

Blick auf die Prager Brücken und die Moldau vom Letná Park
Blick auf die Prager Brücken von der Letná

Der Eintritt ist frei, ihr kommt mit der Straßenbahn bis zu den Haltestellen Sparta oder Letenské náměstí. Genau wie in den Rieger-Anlagen gibt es auch auf der Letná einen legendären Biergarten beim Letenský zámeček. Lukáš und ich haben hier einmal einen ganzen Nachmittag verbracht – unter alten Kastanien, mit Blick auf die Altstadt und kühlem Bier. Einer jener Momente, in denen man sich fragt, warum Prag niemals aufhört, großartig zu sein.

Bank unter Kiefern mit Blick über Prag auf der Letná
Bank mit Ausblick auf die Altstadt auf der Letná

💡 Tipp von der Einheimischen: Geht nicht nur zum Hauptaussichtspunkt beim Hanavský-Pavillon, wo sich Massen mit Fotoapparaten drängen. Geht etwa 300 Meter östlich entlang der Hangkante zu einer kleineren, weniger auffälligen Mauer. Der Blick auf die Moldau-Schlaufe ist von dort unverstellter – und ihr müsst euch den Platz mit niemandem teilen.

Kampa-Insel

Kampa ist eigentlich kein klassischer Park, sondern eher eine weitläufige Rasenfläche auf einer Insel, die von der Kleinseite durch den künstlichen Kanal Čertovka getrennt wird. Sie liegt direkt unter der Karlsbrücke, Touristentrubel lässt sich also kaum vermeiden – und trotzdem hat der Ort unglaublich viel Charme. Die große Wiese ist von Platanen gesäumt und auf einer Seite von der Moldau begrenzt, auf der Ausflugsboote vorbeiziehen.

Park auf der Kampa-Insel mit den Sovovy-Mühlen
Foto: ŠJů / CC BY 4.0 / Wikimedia Commons

Der Zugang ist ganzjährig kostenlos – einfach die Treppen von der Karlsbrücke hinuntersteigen oder von der Straße Újezd kommen. Es ist ein idealer Ort für eine kurze Pause während einer intensiven Erkundung des Zentrums. Hier findet sich auch das Museum Kampa für moderne Kunst, vor dem Davids Černýs bekannte bronzene Babyskulpturen über den Rasen kriechen.

💡 Tipp von der Einheimischen: An der Südspitze der Kampa, nahe den Sovovy-Mühlen, gibt es einen schmalen Uferstreifen, wo man bis ans Wasser hinuntersteigen kann. Ideal, damit Kinder Steine in die Moldau werfen und Schwäne füttern können – weit weg vom größten Trubel.

Versteckte Grüne Winkel in Prag (Wohin man vor dem Trubel flüchtet)

Wer das Gefühl hat, dass das Prager Zentrum zu einer einzigen großen Touristenkulisse wird, muss nur ein paar Straßenbahnhaltestellen weiterfahren. Es gibt Parks und Gärten, die sich ihren lokalen Charakter bewahrt haben und wo man eher Nachbarn beim Gassiführen als geführte Reisegruppen antrifft.

Havlíček-Park (Grébovka)

Dieser weitläufige Park an der Grenze zwischen Vinohrady und Vršovice ist von der italienischen Renaissance inspiriert – und ehrlich gesagt hat er mich beim ersten Besuch ein bisschen überwältigt. So viel Prunk hätte ich in Vršovice nicht erwartet. Der Industrielle Moritz Gröbe ließ ihn anlegen, und noch heute dominiert die majestätische Gröbe-Villa das Gelände. Die größte Attraktion ist jedoch der historische Weinberg am Südhang, auf dem Weinreben kultiviert werden, sowie der hölzerne Viniční altán, wo man ein Glas des lokalen Weins trinken kann.

Der Eintritt ist kostenlos, der Park ist täglich geöffnet – abends werden die Tore aber geschlossen (geöffnet von 6 bis 22 Uhr, im Winter bis 20 Uhr). Am besten kommt ihr mit der Straßenbahn bis Krymská oder Nádraží Vršovice. Der Park hat einiges an Höhenunterschied, mit dem Kinderwagen den Hügel hinauf wird man etwas ins Schwitzen kommen – aber die Asphaltpfade sind gut.

💡 Tipp von der Einheimischen: Lasst die künstliche Grotte im oberen Teil des Parks nicht aus. Nach der Renovierung ist sie zugänglich, und man kann durch ihre Steingänge und Treppen kriechen. Ein absolut surreales Erlebnis, das man im Prager Zentrum nicht erwartet.

Kinsky-Garten

Der Kinsky-Garten schließt nahtlos an die Petřín-Anlagen von der südlichen, Smíchover Seite an – hat aber eine völlig andere Atmosphäre. Er ist wilder, steiler und deutlich weniger besucht. Waldpfade schlängeln sich um Sandsteinfelsen, künstliche Wasserfälle und kleine Teiche. In der Mitte des Hangs steht das Sommerschloss der Kinskys, in dem heute das Volkskundemuseum untergebracht ist, und etwas darüber ein vollständig aus Holz gefertigtes karpathisches Kirchlein (das leider vor einigen Jahren abgebrannt ist und auf seine Wiederherstellung wartet).

Der Eintritt ist kostenlos, der Park rund um die Uhr geöffnet. Der einfachste Zugang ist vom Náměstí Kinských (Straßenbahnhaltestelle Švandovo divadlo oder Újezd). Das Gelände ist wirklich steil – für Familien mit Kleinkindern oder Kinderwagen ist es eher ein Konditionstraining als ein entspannter Spaziergang.

💡 Tipp von der Einheimischen: Wer den steilen Aufstieg vermeiden möchte, fährt mit dem Bus 176 bis zur Haltestelle Stadion Strahov und betritt den Kinsky-Garten von oben. Den gesamten Weg geht man bequem bergab und genießt schöne Ausblicke auf Smíchov.

Wilde Šárka

Wenn Lukáš und ich komplett abschalten und vergessen wollen, dass wir in einer Millionenstadt leben, fahren wir in die Wilde Šárka. Dieses weitläufige Naturschutzgebiet im Nordwesten Prags bietet ein tiefes, von steilen Felsen eingerahmtes Tal, dichte Wälder und den mäandernden Šárecký-Bach. Es ist ein idealer Ort für einen ganzen Ausflugstag, längere Wanderungen und im Sommer auch zum Baden.

Wilde Šárka in Prag
Wilde Šárka

Der Eintritt ins Schutzgebiet ist kostenlos. Der beste Ausgangspunkt ist die Endstelle der Straßenbahnen 20 und 26, Haltestelle Divoká Šárka. Der asphaltierte Hauptweg durch das Tal ist perfekt für Kinderwagen und Laufräder – sobald ihr aber auf die Waldpfade zu den Felsaussichten abbiegt, erwartet euch anspruchsvolleres Gelände mit Wurzeln und Steinen.

💡 Tipp von der Einheimischen: Mitten im Tal findet ihr das Sommerbad U Veselíka. Es wird von Quellwasser gespeist, sodass das Wasser auch in der größten Augusthitze eine Temperatur hat, die einen zuverlässig abkühlt (manche würden sagen, es ist ein Eisschrank). Außerdem machen sie dort fantastischen Langos.

Franziskanergarten

Das hier ist ein kleines Wunder mitten im pulsierenden Herzen des kommerziellen Prags. Zwischen dem Wenzelsplatz und dem Jungmann-Platz versteckt sich im Innenhof der Garten eines ehemaligen Franziskanerklosters. Zur Mittagszeit füllen sich die Bänke mit Büroangestellten, die ihre Lunchboxen mitgebracht haben; den Rest des Tages ruhen hier Touristen aus, deren Beine vom Einkaufen schwer werden. Der Garten ist für seine Kräuterbeete und wunderschöne, mit Rosen bewachsene Bögen bekannt.

Franziskanergarten im Herzen von Prag
Franziskanergarten in der Innenstadt

Der Garten wird abends abgeschlossen, tagsüber (in der Regel 8–19 Uhr) ist der Eintritt frei. Zugänglich ist er über die Světozor-Passage, vom Jungmann-Platz oder vom Wenzelsplatz durch die Alfa-Passage. Das Gelände ist völlig eben, Kinderwagen und Rollstühle kommen problemlos durch. Im oberen Teil gibt es auch einen eingezäunten Kinderspielplatz.

💡 Tipp von der Einheimischen: Bevor ihr euch auf eine Bank setzt, macht einen kurzen Abstecher in der Světozor-Passage zur legendären Eisdiele Ovocný Světozor. Holt euch ein Softeis mit Erdbeere und Banane zum Mitnehmen in den Garten. Das ist ein Ritual, das gefühlt alle Prager befolgen.

Südgärten der Prager Burg und Hirschgraben

Die Umgebung der Prager Burg erschöpft sich nicht im Königsgarten. Die Südgärten (Rajská zahrada, Na Valech und Hartigovská) ziehen sich in einem schmalen Streifen entlang der Südfassade der Burg und bieten die ikonischsten Ausblicke auf die Dächer der Kleinseite. Ihre aktuelle Gestalt verdanken sie zum Teil dem slowenischen Architekten Josip Plečnik, dessen Gespür für Details und Arbeit mit Stein an jeder Ecke spürbar ist. Auf der gegenüberliegenden, nördlichen Seite der Burg befindet sich der Hirschgraben – eine tiefe Schlucht, die früher als Verteidigungswall und Tiergehege diente.

Südgärten der Prager Burg entlang der südlichen Fassade
Südgärten unterhalb der Südfassade der Prager Burg
Unterer Hirschgraben unter der Prager Burg
Foto: Hubert Kororo / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Der Eintritt in die Südgärten und den Hirschgraben ist kostenlos (nach dem Passieren der Burgkontrollen). Geöffnet ist nur in der Sommersaison, von April bis Oktober. Der Hirschgraben wurde kürzlich revitalisiert – ein Spaziergang durch ihn ist ruhig und schattig, ideal für heiße Tage. Der Abstieg in den Graben ist recht steil, mit Kinderwagen braucht man etwas Kraft.

💡 Tipp von der Einheimischen: Im Hirschgraben solltet ihr den Durchgang durch den Tunnel unter der Pulverbrücke nicht verpassen – ebenfalls von Josip Plečnik entworfen. Ein dunkler, mit Ziegeln ausgekleideter Ort mit faszinierender Akustik, der fast mystisch wirkt.

Wo man nach dem Spaziergang essen geht

Nach einem langen Nachmittag an der frischen Luft meldet sich früher oder später der Hunger. Mit Jonáš haben wir uns daran gewöhnt, immer einen Snack griffbereit zu haben – aber wenn wir mit Lukáš ein richtiges Mittagessen oder einen Kaffee wollen, haben wir ein paar Lieblingsplätze in der Nähe unserer Parks.

Sterile Restaurantketten reizen uns nicht, daher suchen wir meistens Lokale, die etwas von einem Community-Treffpunkt haben und eine tolle Atmosphäre ausstrahlen. Als Vegetarierin schätze ich es außerdem immer, wenn die Speisekarte mehr bietet als nur panierten Käse.

Meine Lieblingsbistros und Cafés

Rund um die Stromovka schwören wir auf das Bistro Salt’n’Pepa, das fantastische vegetarische Burger und Pommes macht. Es ist winzig, aber unglaublich herzlich. Wer sich in der Gegend der Rieger-Anlagen in Vinohrady aufhält, sollte das Kavárna Mezi Srnky ausprobieren. Die Brunch-Auswahl ist klasse, der Kaffee unschlagbar gut – und Lukáš und ich sitzen dort gerne beim Frühstück, bevor wir in den Park gehen.

Wenn wir von der Letná Richtung Strossmayerovo náměstí hinuntergehen, ist das Bistro Cobra unsere klare Wahl. Tagsüber gibt es super Mittagessen, abends verwandelt es sich in eine angenehme Bar. Diese Läden haben genau die richtige, entspannte Energie – und mit unserem Kleinen haben wir uns dort immer willkommen gefühlt.

Praktische Infos und Tipps für den Besuch

Ein paar Dinge, von denen ich mir gewünscht hätte, dass sie mir jemand beim ersten Besuch gesagt hätte. So wäre mir ein unnötig vermasselter Nachmittag vor einem verschlossenen Tor erspart geblieben.

  • Anreise und öffentliche Verkehrsmittel: Prag ist von Deutschland aus gut erreichbar – per Direktzug von München (ca. 5,5 Std.) oder Berlin (ca. 4,5 Std.), per Fernbus oder mit Eurowings/Lufthansa ab verschiedenen deutschen Flughäfen. Vor Ort hat Prag eines der besten ÖPNV-Systeme Europas. Mit der Straßenbahn kommt ihr zu fast allen Gärten. Wer viel fahren möchte: Das 24-Stunden-Ticket kostet rund 6 €, Einzeltickets für 30 Minuten etwa 1,20 € – beides im Fahrzeug mit Karte erhältlich.
  • Öffnungssaison: Das magische Datum ist der 1. April – dann öffnen die meisten Palast- und Burggärten. Geschlossen wird in der Regel am 31. Oktober. Stadtparks wie Stromovka oder Letná haben keine solchen Einschränkungen.
  • Picknicks und Alkohol: In den großen öffentlichen Parks (Stromovka, Rieger-Anlagen, Letná) ist Picknicken auf dem Rasen erlaubt und üblich. Alkohol im öffentlichen Raum ist in Prag durch eine Verordnung an vielen Stellen verboten, beim Picknick in Parks wird es aber stillschweigend toleriert, solange man keinen Lärm macht und keinen Müll hinterlässt. In den historischen Barockgärten ist Picknicken und Sitzen auf dem Rasen strikt verboten.
  • Hunde: In die großen Parks dürfen Hunde problemlos, oft gibt es sogar eigens ausgewiesene Freilaufflächen. In historische Gärten (Vrtba-Garten, Wallenstein-Garten, Gärten der Prager Burg) ist Hunden der Zutritt strikt untersagt.

Weiterlesen

Wer das Grüne schon erkundet hat und weiter in die Stadt eintauchen möchte, findet hier weitere Reiseführer und detaillierte Artikel:

Häufig gestellte Fragen

Welche Gärten in Prag sind kostenlos?

Von den historischen Gärten sind der Waldstein-Garten, der Königliche Garten und die Südgärten der Prager Burg am bedeutendsten. Völlig kostenlos sind natürlich alle großen Stadtparks wie Stromovka, Petřín, Letná oder die Riegrovy sady.

Wo hat man die besten Ausblicke auf Prag?

Wenn ihr den klassischen Blick auf die Brücken haben möchtet, geht in die Letná-Parks. Für den Ausblick auf ein Meer roter Dächer der Kleinseite ist der Vrtba-Garten oder die Palastgärten unterhalb der Prager Burg unschlagbar.

Sind die Prager Gärten auch im Winter geöffnet?

Die großen Parks (Stromovka, Petřín, Grébovka) sind ganzjährig geöffnet. Die barocken und Palastgärten (Vrtba-Garten, Waldstein-Garten, Burggärten) sind von November bis Ende März geschlossen.

In welche Parks kann ich mit dem Kinderwagen gehen?

Am besten geeignet sind Stromovka, die Letná-Parks und die Vojanovy sady, wo es breite und ebene Wege gibt. Meidet den Vrtba-Garten, die Palastgärten unter der Burg und die steilen Teile des Kinský-Gartens.

Wo kann ich in Prag picknicken?

Die beliebtesten Orte zum Picknicken sind Stromovka, Riegrovy sady, die Letná-Parks und die Insel Kampa. In den historischen Barockgärten ist das Sitzen auf dem Rasen verboten.

Wo finde ich in den Parks Toiletten?

In den großen Parks wie Stromovka oder Riegrovy sady gibt es öffentliche Toiletten (oft gegen eine kleine Gebühr von etwa 0,40-0,80 EUR, manchmal wird auch Kartenzahlung akzeptiert). In historischen Gärten mit kostenpflichtigem Eintritt (Vrtba-Garten) sind die Toiletten kostenlos Teil der Anlage.

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