Wenn man sich durch die engen, schattigen Gassen des römischen Historischen Zentrums schlängelt, ahnt man eigentlich nicht, was einen gleich um die nächste Ecke erwartet. So sind Lukáš und ich durch die Stadt geschlendert, als wir plötzlich ein gewaltiges Rauschen von Wasser hörten, das von den alten ockerfarbenen Fassaden der Palazzi widerhallte. Ein paar Schritte weiter öffnete sich die Gasse unvermittelt – und wir standen wie angewurzelt vor einer riesigen Masse aus strahlendem weißem Travertin und türkisblauem Wasser.
Der Trevi-Brunnen in Rom ist genau das Wahrzeichen, das einen trotz tausender gesehener Instagram-Fotos in natura vollkommen überwältigt. Gleichzeitig werden dich die Menschenmassen, die hier alle das perfekte Selfie jagen, ziemlich sicher unangenehm überraschen – deshalb ist es unbedingt notwendig, die neuen Regeln für 2026 zu kennen.

Zusammenfassung
- Neue Gebühren: Ab Februar 2026 kostet der Eintritt 2 Euro, wenn du die Stufen direkt hinunter zum Brunnenbecken gehen möchtest.
- Regulierung der Massen: Gleichzeitig dürfen sich maximal 400 Personen über spezielle Drehkreuze im unteren Bereich aufhalten.
- Münze werfen: Das traditionelle Ritual funktioniert so: Münze in die rechte Hand nehmen und über die linke Schulter werfen – das eingesammelte Geld geht an die Caritas.
- Beste Zeit für Fotos: Die schönsten Aufnahmen gelingen dir früh morgens gegen sieben Uhr oder spät nachts.
- Vorsicht vor Taschendieben: Rund um den Brunnen treiben sehr geschickte Taschendiebe und Händler ihr Unwesen.
- Verborgenes Juwel: Direkt nebenan befindet sich die unterirdische Ausgrabungsstätte Vicus Caprarius.
- Restaurants: Halte dich von Lokalen mit Anreißern und Bildmenüs in fünf Sprachen fern – das sind klassische Touristenfallen.
Wann du nach Rom reisen solltest und wie viele Tage du brauchst

Rom verzeiht es dir nicht, wenn du unvorbereitet anreist und auf Improvisation setzt. Die Ewige Stadt ist zwar wunderschön, aber gleichzeitig eine pulsierende Drei-Millionen-Metropole, in der antike Geschichte auf alltägliche Staus und Millionen anderer Touristen trifft. Das Geheimnis eines gelungenen Trips liegt nicht im Abhaken von Sehenswürdigkeiten, sondern im strategischen Timing und der Bereitschaft zu akzeptieren, dass man einfach nicht alles sehen kann.
Wer den goldenen Mittelweg zwischen herrlichem Sonnenwetter und halbwegs erträglichem Andrang sucht, sollte im Oktober anreisen. Die Temperaturen liegen dann bei angenehmen 22 Grad, die Luft ist klar und die Stadt taucht in ein weiches Herbstlicht, das fürs Fotografieren geradezu ideal ist. Mai und September sind zwar ebenfalls schöne Monate, aber die Stadt platzt dann aus allen Nähten und Hotels sind lange im Voraus ausgebucht.
Der römische Sommer, also Juli und August, ist eine Prüfung für Körper und Geist. Die Temperaturen klettern regelmäßig auf 35 Grad, die Luftfeuchtigkeit verwandelt die Gassen in ein schwüles Treibhaus und das aufgeheizte Kopfsteinpflaster strahlt noch Stunden nach Sonnenuntergang Wärme ab. Wer im Sommer keine andere Wahl hat: Wecker auf sechs Uhr stellen, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bis zehn Uhr abklappern und dann strikte Siesta im klimatisierten Hotel halten – sonst hat die Stadt dich am Abend komplett ausgepowert.
Nach dem turbulenten Heiligen Jahr 2025, als die Stadt Dutzende Millionen Pilger empfangen musste, bringt 2026 eine gewisse Erleichterung. Die Infrastruktur wurde erneuert, Gerüste sind von den Denkmälern verschwunden – aber die Massen rund um Ikonen wie den Trevi-Brunnen wird es immer geben. Plant für Rom selbst mindestens vier Nächte ein, damit ihr Zeit habt, in Ruhe einen Morgenkaffee zu genießen, lokale Spezialitäten zu probieren und die Atmosphäre ohne ständigen Stress zu erleben.
Wo du in Rom übernachtest – und keinen Fehler machst
💡 Unterkunfts-Tipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo man in der Regel die besten Stornierungsbedingungen findet. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.

Die Wahl des richtigen Stadtviertels prägt dein gesamtes Erlebnis in der italienischen Hauptstadt – denn Rom ist riesig, und wer täglich eine Stunde im klimafreien Bus verbringt, ist am Abend schlicht erschöpft. Wir empfehlen immer, die Unterkunft über Booking.com zu suchen, wo du nach genauer Lage filtern und echte Bewertungen von Reisenden lesen kannst, die sich vor Ort bereits mit Verkehr und Nachtlärm auseinandersetzen mussten.
Für die meisten Reisenden ist das Viertel Monti absolut ideal – es liegt strategisch günstig direkt hinter dem Kolosseum und bietet die perfekte Balance zwischen Sehenswürdigkeiten und Abstand vom Trubel. Es ist ein sehr lebendiges, bohèmehaftes Viertel mit engen Gässchen, tollen kleinen Cafés und Vintage-Läden – und eine Metro-Station ist auch vorhanden. Sehr gut bewertet ist hier zum Beispiel das elegante Hotel Artemide oder das gemütlichere Salotto Monti, von dem aus man die antiken Ruinen in wenigen Minuten zu Fuß erreicht.
Wer das echte romantische Postkartenmotiv sucht, wird den Stadtteil Trastevere jenseits des Tibers lieben – hier hängt Wäsche zwischen den Häusern und abends leben Dutzende kleiner Trattorien auf. Allerdings fährt hier keine U-Bahn, sodass du zu den Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit überfüllten Straßenbahnen gelangst, was morgens etwas mühsam sein kann. Einen Blick wert ist hier zum Beispiel das zauberhafte Hotel Santa Maria, das in einem ehemaligen Kloster mit herrlichem Innenhof untergebracht ist – ideal zum Entspannen nach einem langen Reisetag.
Familien mit Kindern oder alle, die es ruhiger mögen, empfehlen wir das elegante Viertel Prati in der Nähe des Vatikans. Hier findet man keine verwinkelten mittelalterlichen Gassen, sondern breite, flache Boulevards – was man nach einem langen Tag auf Roms Kopfsteinpflaster sehr schätzt. Eine hervorragende Wahl in dieser Gegend ist etwa das NH Collection Roma Giustiniano, von dem aus man den Petersplatz in wenigen Minuten erreicht und morgens die Basilika noch ohne irrsinnige Schlangen besuchen kann.
10 Tipps zum Trevi-Brunnen in Rom und seiner Umgebung
Schauen wir uns gemeinsam an, was du über den berühmtesten Brunnen Roms wissen solltest, bevor du ihn besuchst. Ich erkläre dir, wie du die neuen Gebühren umgehst, wo du ohne Touristenaufschlag gut isst und welche weiteren atemberaubenden Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Umgebung du unbedingt gesehen haben solltest.
1. Ein architektonisches Meisterwerk aus weißem Travertin

Wenn du direkt vor dem Brunnen stehst, wirst du von seinen gewaltigen Ausmaßen förmlich verschluckt – er nimmt die gesamte Rückfassade des majestätischen Palazzo Poli ein. Dieses Meisterwerk des Hochbarock entwarf Architekt Nicola Salvi im 18. Jahrhundert, die Bauzeit betrug unglaubliche dreißig Jahre. Salvi nutzte meisterhaft das Wechselspiel von Licht und Schatten auf dem strahlend weißen Travertin – übrigens demselben Stein, aus dem auch das berühmte Kolosseum erbaut wurde.
Die zentrale Figur der Brunnenanlage ist entgegen einer weit verbreiteten Annahme nicht Neptun, sondern der Titan Okeanos, der stolz auf einer von Seepferden gezogenen Muschel thront. Das eine Pferd ist wild und widerspenstig, das andere ruhig und fügsam – das soll die wechselhafte Stimmung des Meeres selbst symbolisieren. Die gesamte Szene wirkt unglaublich dynamisch, als würden Wasser und Skulpturen direkt aus der Fassade des Palastes auf dich zuströmen.
💡 Lokaler Tipp: Achte auf die große Steinvase in der rechten unteren Ecke des Brunnens, die die Römer liebevoll „Asso di Coppe“ nennen. Salvi soll sie angeblich absichtlich dort platziert haben, um einem lokalen Barbier die Sicht auf den Brunnen zu versperren, der seine Arbeit während der Bauzeit unablässig und wenig schmeichelhaft kommentiert hatte.
2. Die neuen strengen Regeln und Drehkreuze (2026)

Der extreme Besucheransturm hat die Stadtverwaltung zum Handeln gezwungen: Seit dem 2. Februar 2026 gilt am Brunnen ein völlig neues und sehr strenges Regime. Wer die Treppe direkt hinunter zum Marmorbecken hinabsteigen und das beste Foto machen möchte, muss als Nicht-Anwohner 2 Euro Eintritt bezahlen. Der abgesperrte Bereich ist physisch abgegrenzt und wird von Ordnern bewacht.
Der Zugang nach unten zum Wasser wird über spezielle Drehkreuze reguliert, die maximal 400 Personen gleichzeitig in die untere Zone einlassen. Die bezahlpflichtige Zone ist nur von 9:00 bis 22:00 Uhr zugänglich – das bedeutet, dass du deinen Besuch gut planen musst, um nicht lange auf den Stufen anstehen zu müssen.
Wer nicht zahlen oder warten möchte, kann den Brunnen auch weiterhin vollkommen kostenlos vom oberen Niveau des Platzes und von den angrenzenden Gassen aus bewundern. Allerdings ist der Blick über die Köpfe anderer Menschen hinweg nicht ideal, und Polizisten mit Pfeifen werden dich ständig zum Weitergehen auffordern, damit du den Durchfluss nicht blockierst.
3. Das Münzenwerfen und die Legende des Trevi-Brunnens

Eine Münze in den Trevi-Brunnen zu werfen gehört für jeden Rombesucher dazu – aber du musst es richtig machen, sonst soll der Zauber nicht funktionieren. Stelle dich mit dem Rücken zum Wasser, nimm eine Münze in die rechte Hand und wirf sie über die linke Schulter. Eine geworfene Münze soll garantieren, dass du die Ewige Stadt eines Tages wiedersehen wirst.
Wer zwei Münzen wirft, soll der Legende nach einen Italiener oder eine Italienerin kennenlernen, drei Münzen sollen sogar eine baldige Hochzeit ankündigen. Ob man diesen Überlieferungen glaubt oder nicht – die Bedeutung des Trevi-Brunnens für wohltätige Zwecke ist sehr real. Täglich landen auf dem Brunnenboden unglaubliche 3.000 Euro, was im Jahr eine beträchtliche Summe ergibt.
Städtische Mitarbeiter sammeln das Geld regelmäßig mit speziellen Industriesaugern ein, reinigen und sortieren die Münzen – und der gesamte Erlös geht an die katholische Hilfsorganisation Caritas. Mit deinem Kleingeld werden so Lebensmitteleinkäufe, Suppenküchen und Hilfe für die Bedürftigsten in Rom finanziert.
4. Das perfekte Foto ohne Menschenmassen

Den Brunnen in Ruhe und ohne Dutzende Selfie-Stangen zu erleben erfordert Entschlossenheit und einen frühen Wecker. Wer gegen sieben Uhr morgens ankommt, findet den kleinen Platz noch angenehm verschlafen und hört nur das beruhigende Rauschen des fallenden Wassers. Zu dieser Uhrzeit umgehst du außerdem die neue Gebührenpflicht, denn die Drehkreuze werden erst um neun Uhr aktiviert.
Das Morgenlicht taucht den Travertin in wunderschöne Pastelltöne und du hast genug Raum, die Atmosphäre wirklich aufzusaugen. Sobald es neun Uhr schlägt, strömen organisierte Reisegruppen herein und aus dem schönen Erlebnis wird ein Kampf um jeden Quadratzentimeter persönlichen Raums.
Eine zweite hervorragende Option ist der späte Abendbesuch. Nach elf Uhr nachts schlafen die meisten Tagesausflügler längst, der Brunnen wird wunderschön und dramatisch beleuchtet und der gesamte Ort gewinnt seine magische, fast filmreife Atmosphäre zurück – die man tagsüber im Gewusel kaum noch spürt.
5. Filmruhm und La Dolce Vita

Der Trevi-Brunnen hat sich durch Federico Fellinis Kultfilm „La Dolce Vita“ (Das süße Leben) unauslöschlich in die Weltpopkultur eingeschrieben. Die Szene, in der die wunderschöne Anita Ekberg im schwarzen Abendkleid durch das eiskalte Wasser schreitet und Marcello Mastroianni zu sich ruft, ist zum absoluten Symbol des italienischen Kinos geworden.
Viele Touristen versuchen diese berühmte Szene leider nachzustellen – was die denkbar schlechteste Idee ist, auf die man in Rom kommen kann. Das Betreten des Brunnenbeckens, das Hineinstrecken der Füße oder gar ein Bad darin ist streng verboten und wird hart bestraft.
Die Polizei überwacht den Platz permanent – wer auch nur versucht, das Wasser zu berühren, wird sofort angesprochen. Die Bußgelder für die Beschädigung des Denkmals sind astronomisch und beginnen bei 450 Euro; im Extremfall droht sogar ein vorübergehendes Betretungsverbot für die historische Innenstadt.
6. Schutz vor Taschendieben und Straßenhändlern

Die enorme Konzentration von Menschen auf engstem Raum macht die Umgebung des Brunnens zum absoluten Paradies für organisierte Taschendieb-Gruppen. Die Diebe sind hier unglaublich geschickt und nutzen den Moment, in dem du vom Anblick des Baudenkmals fasziniert bist und das Handy fürs Fotografieren hochhältst. Nimm deinen Rucksack daher immer vom Rücken und trage ihn fest vor dem Bauch.
Ein weiteres Ärgernis sind allgegenwärtige Straßenhändler. Oft kommen sie mit einem breiten Lächeln auf dich zu, loben dein Heimatland und drücken dir unauffällig eine Rose in die Hand oder knüpfen dir ein buntes Armband ums Handgelenk – mit dem Hinweis, es sei ein Geschenk. Lass dich nicht täuschen: Im nächsten Moment fordern sie sehr bestimmt zehn bis zwanzig Euro.
Das einzig wirksame Mittel ist konsequentes Ignorieren und Bestimmtheit. Keinen Blickkontakt herstellen, Hände in den Taschen lassen und wenn jemand herantritt, laut und klar „No, grazie“ sagen. Wer aus Höflichkeit stehen bleibt und antwortet, wird es danach sehr schwer haben, wieder loszukommen.
7. Das Geheimnis unter der Erde: Vicus Caprarius

Die meisten Menschen gehen nach dem Münzwurf sofort weiter Richtung Pantheon und ahnen nicht, dass sich nur wenige Schritte entfernt eine faszinierende Unterwelt verbirgt. In der unscheinbaren Vicolo del Puttignani findest du den Eingang zur Ausgrabungsstätte Vicus Caprarius, auch bekannt als „Stadt des Wassers“.
Wer unter das heutige Straßenniveau hinabsteigt, entdeckt Überreste einer luxuriösen antiken Residenz und ein verschlungenes Labyrinth alter Gänge. Das Faszinierendste daran ist jedoch, dass hier noch heute frisches Wasser aus dem zweitausend Jahre alten Aquädukt Aqua Virgo fließt, der direkt den Trevi-Brunnen über dir speist.
Es ist eine perfekte und obendrein herrlich kühle Zuflucht vor dem Trubel da oben. Hier hört man nur das Tropfen von Wasser auf uralten Ziegeln und kann in absoluter Ruhe und Stille ein Stück echter römischer Geschichte erleben – was im Zentrum der Stadt ein echter Luxus ist.
8. Wie du hinkommst – und dabei Kräfte sparst

Das historische Zentrum Roms ist aus nachvollziehbaren archäologischen Gründen vom U-Bahn-Netz nahezu abgeschnitten – direkt zum Brunnen kommt man also nicht unterirdisch. Die nächsten Stationen der orangefarbenen Linie A sind Barberini oder Spagna, von wo aus ein etwa zehnminütiger Fußweg durch das Labyrinth enger Gassen auf dich wartet.
Dein bester Freund in diesem Viertel ist eine zuverlässige Offline-Karte auf dem Handy – und vor allem sehr gutes, bequemes Schuhwerk. Das klassische römische Pflaster aus schwarzem Basalt, die sogenannten Sampietrini, ist extrem uneben, voller Lücken und ruiniert deine Füße zuverlässig schneller als eine ganztägige Bergwanderung. Absätze oder dünne Flipflops sind tabu.
💡 Lokaler Tipp: Kauf kein überteurertes Flaschenwasser von Straßenhändlern. Im gesamten Zentrum verteilt stehen gusseiserne Trinkbrunnen, die sogenannten Nasoni (große Nasen). Das Wasser ist eiskalt, hundertprozentig trinkbar und kostenlos. Einfach den unteren Abfluss mit dem Finger verschließen und das Wasser spritzt aus einem kleinen Loch oben direkt in den Mund.
9. Pantheon und gutes Essen ohne Touristenfalle


Vom Brunnen ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Pantheon, dem besterhaltenen Antikbauwerk der Welt mit seiner faszinierenden Betonkuppel. Achtung: Der Eintritt ist nicht mehr kostenlos und kostet 5 Euro (ab Sommer 2026 sogar 7 Euro) – an Wochenenden ist eine Vorab-Reservierung absolut Pflicht, sonst stehst du endlos in der Schlange in der Sonne.
Nicht weit entfernt liegt der wunderschöne Barockplatz Piazza Navona – ein visuelles Highlight, aber gastronomisch gesehen ein echtes Minenfeld. Restaurants mit Blick auf die Brunnen, wo ein Kellner dich aktiv hineinlockt und eine englischsprachige Bildkarte anbietet, sind klassische Touristenfallen, in denen du für mittelmäßiges Essen einen Mondpreis zahlst.
Wir haben mit Lukáš schnelle Mittagessen in der nahen Bäckerei Forno Campo de‘ Fiori für uns entdeckt, wo sie absolut göttliche Pizza bianca (nur mit Olivenöl und Salz) oder Pizza rosso direkt in die Hand backen. Wer Lust auf etwas Traditionelles und Vegetarisches hat, sollte in eine kleine Trattoria im jüdischen Ghetto eintauchen und sich gebratene Artischocken (Carciofi alla Giudia) oder die klassischen Pasta-Cacio e pepe bestellen.
10. Spanische Treppe und Sitzverbot

Wenn du vom Trevi-Brunnen nach Norden durch die eleganten Einkaufsstraßen schlenderst, erreichst du die berühmte Spanische Treppe. Ihr einzigartiges, an Schmetterlingsflügel erinnerndes Design zieht Besucher seit Jahrhunderten an, und im Frühling ist sie wunderschön mit Hunderten blühender Azaleen geschmückt – auf Fotos sieht das einfach fantastisch aus.
Aus der Ferne wirkt die Treppe wie der ideale Rastplatz, aber ich warne dich ausdrücklich: Setz dich nicht darauf. Die Stadt hat dieses Verbot zum Schutz des historischen Marmors eingeführt, und die Polizei in Warnwesten setzt es aktiv und kompromisslos durch. Wer sich auch nur kurz hinhockt, hört sofort eine Pfeife – und riskiert ein Bußgeld von 250 Euro.
Statt zu sitzen, lieber die Treppe ganz nach oben zur Kirche Trinità dei Monti erklimmen und dann links an der Villa Medici vorbei zum Park Pincio weitergehen. Von dort öffnet sich einer der schönsten Ausblicke auf Rom – besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Vatikankuppel in der Ferne in wunderschönen Goldtönen erstrahlt.
Wohin nach oder rund um Rom

Wenn du das historische Zentrum in alle Richtungen durchlaufen hast und die Füße vom Kopfsteinpflaster brennen, ist es Zeit für weitere Schätze. Rom bietet unglaublich viele Ausflugsmöglichkeiten – direkt in der Stadt selbst oder kurz hinter ihren Grenzen.
Die besten Sehenswürdigkeiten direkt in Rom:
- Kolosseum – Die absolute Antik-Ikone. Tickets unbedingt genau 30 Tage im Voraus kaufen, sonst kommst du ohne Schwarzmarkthändler nicht rein.
- Vatikan und Vatikanische Museen – Plane dafür ruhig einen ganzen Tag ein, steh um sieben Uhr auf und halte den strikten Dresscode mit bedeckten Schultern und Knien unbedingt ein.
- Engelsburg – Beeindruckende Festung mit einem geheimen Durchgang zum Vatikan und grandiosem Ausblick von der Dachterrasse.
- Galleria Borghese – Atemberaubende Skulpturen- und Gemäldesammlung in einem wunderschönen Park. Vorab-Reservierung ist hier strikt Pflicht – ohne Ticket kommt man nicht rein.
- Lies auch unseren vollständigen Reiseführer Was in Rom sehen, wo du einen detaillierten Reiseplan und weitere praktische Tipps findest.
Tolle Ausflüge mit dem Zug aus der Stadt:
- Ostia Antica – Ein erstaunlich gut erhaltener antiker Hafen, nur eine halbe Zugstunde vom Zentrum entfernt. Hier sind wesentlich weniger Menschen als auf dem Forum Romanum – du kannst in aller Ruhe zwischen Ruinen alter Läden und Badehäuser schlendern.
- Tivoli – Malerisches Bergstädtchen mit der Renaissance-Villa d’Este und ihren Hunderten zauberhafter Brunnen und Gärten.
- Pompeji – Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Schnellzug nach Neapel nehmen und auf einem faszinierenden Spaziergang durch die Stadt schlendern, die vor zwei Jahrtausenden unter der Asche des Vesuv begraben wurde.
Häufig gestellte Fragen
Wo finde ich in der Nähe des Brunnens öffentliche Toiletten?
Öffentliche Toiletten sind im historischen Zentrum rar gesät und meist kostenpflichtig. Die beste und sicherste Strategie ist es, in eine beliebige kleine Bar zu gehen, an der Kasse einen Espresso an der Theke für etwa 1,20 Euro zu kaufen und höflich das Personal nach der Toilette zu fragen. Nach italienischem Gesetz müssen Bars zahlenden Kunden die Nutzung der Toilette ermöglichen.
Kann man das Wasser aus der Fontana di Trevi trinken?
Auf keinen Fall! Das Wasser im Brunnenbecken zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf, ist chemisch behandelt und voller Münzen, daher absolut nicht zum Trinken geeignet. Zur Erfrischung und zum Auffüllen eurer Flaschen nutzt die kleinen gusseisernen Trinkbrunnen (Nasoni), die ihr auf nahegelegenen Plätzen findet und aus denen hervorragendes, eiskaltes Trinkwasser kostenlos fließt.
Gilt am Brunnen eine strenge Kleiderordnung?
Im Gegensatz zum Vatikan oder Pantheon, wo man mit schulterfreier Kleidung und kurzen Shorts kompromisslos hinausgeworfen wird, gilt am Brunnen auf dem Platz keine Kleiderordnung. Es handelt sich um einen öffentlichen Außenbereich, ihr könnt also alles tragen, worin ihr euch im heißen römischen Sommer wohlfühlt.
Kann man in den umliegenden Geschäften mit Karte zahlen?
Italien hat beim bargeldlosen Zahlen einen riesigen Sprung gemacht und heute zahlt man selbst eine Kugel Eis oder ein Stück Pizza problemlos mit Karte. Trotzdem empfehlen wir, immer ein paar Münzen im Wert von 10 und 20 Euro dabei zu haben, die ihr zum Einwerfen in den Brunnen, als Trinkgeld für den Barista oder zum Kauf von Wasser in kleineren Kiosken brauchen werdet.
Was tun im Zentrum von Rom, wenn es zu regnen beginnt?
Römische Sommergewitter können sehr heftig sein und das Basaltpflaster verwandelt sich sofort in eine gefährliche Rutschbahn. Das beste Erlebnis ist es, sich ins nahegelegene Pantheon zu flüchten und zu beobachten, wie es durch das neun Meter große Oculus im Dach direkt auf den Marmorboden hineinregnet. Meidet bei Regen die Spanische Treppe, sie ist extrem rutschig.
Wie lange dauert die Besichtigung des Brunnens?
Das Bewundern des Denkmals selbst und das Einwerfen einer Münze dauert etwa zwanzig Minuten. Wenn ihr jedoch in der Hauptsaison tagsüber kommt und durch die Drehkreuze in die kostenpflichtige untere Zone wollt, müsst ihr damit rechnen, dass ihr in der Warteschlange am Eingang auch mehr als eine halbe Stunde verbringen könnt.
Sind die neuen Tickets für den Brunnen zeitgebunden?
Ja, aufgrund der strengen Begrenzung von 400 Personen gleichzeitig ist das System in der kostenpflichtigen Zone reguliert, um gefährliches Gedränge auf den rutschigen Marmorstufen zu vermeiden. Wir empfehlen immer, das aktuelle Reservierungssystem auf den offiziellen Seiten der Stadt vor eurer Reise zu überprüfen.
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