Roadtrip Spanien: Reiseroute für 14 Tage – der perfekte Urlaub auf eigene Faust

Spanien ist ein Land, in das man sich einfach verlieben muss – und dann immer wieder zurückkehrt, weil einmal nie genug ist. Bei uns ist das jedenfalls so. 😅 Mit Luky verbringen wir jedes Jahr mindestens 2 Wochen in Spanien und können einfach nicht genug davon bekommen.

In diesem Artikel findet ihr eine komplette Reiseroute für einen Spanien Roadtrip 2 Wochen – von Barcelona über Valencia, Madrid, Toledo, Córdoba, Sevilla, Ronda bis Granada. Zu jedem Tag gibt es konkrete Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Unterkünften und einem Orientierungsbudget. Alles, was ihr braucht, um euren Spanien Roadtrip stressfrei zu planen und in vollen Zügen zu genießen. Los geht’s!

Artikelinhalt

Zusammenfassung

  • Route: Barcelona → Costa Brava → Zaragoza → Madrid → Toledo → Córdoba → Sevilla → Ronda → Granada → Valencia (ca. 2.500 km)
  • Ideale Dauer: 14 Tage, lässt sich auf 17–21 Tage ausdehnen, wenn ihr es gemütlicher angehen wollt
  • Beste Reisezeit: April–Juni oder September–Oktober, Sommer (Juli–August) ist in Andalusien die Hölle (40 °C+)
  • Budget: Ca. 1.000–1.750 € pro Person für 14 Tage (ohne Flüge), je nach Unterkunftsstil
  • Auto: Mietwagen ab ca. 25–40 €/Tag, am günstigsten über den Vergleichsrechner RentalCars
  • Mautgebühren: Die meisten Autobahnen in Spanien sind kostenlos, einige Abschnitte in Katalonien und im Baskenland sind mautpflichtig (insgesamt ca. 30–60 € für den gesamten Trip)
  • Must-see: Sagrada Família in Barcelona, Alhambra in Granada (Wochen im Voraus buchen!), Alcázar in Sevilla, Mezquita in Córdoba, Aussichtspunkte in Ronda
  • Für Essen extra Budget einplanen – die Küche wechselt von Region zu Region und ist überall großartig

Wann zum Roadtrip nach Spanien und wie sich vorbereiten

Spanien ist das ganze Jahr über wunderschön, aber für einen Roadtrip ist die richtige Reisezeit entscheidend. Nord- und Zentralspanien haben milde Sommer, aber Andalusien im Juli und August ist wirklich brutal – die Temperaturen übersteigen regelmäßig 40 °C und ein Nachmittagsspaziergang durch Sevilla fühlt sich an wie im Backofen. Klingt übertrieben, ist es aber nicht. 😅

April bis Juni ist unserer Meinung nach ideal – überall blüht es, die Temperaturen liegen zwischen 20–30 °C, es gibt weniger Touristen als im Sommer und die Unterkunftspreise sind günstiger. September und Oktober sind ebenfalls toll, und man kann sogar noch baden (das Meer hat um die 22–24 °C). Im März kann es in Andalusien schön sein, aber in Barcelona und Madrid noch recht kühl.

Wie kommt man nach Spanien

Am einfachsten fliegt ihr nach Barcelona und von Valencia zurück (oder umgekehrt). Flüge von Berlin, München oder Frankfurt nach Barcelona bekommt ihr bei Eurowings, Ryanair oder Vueling oft schon ab 30–80 € pro Strecke. Günstige Flüge findet ihr am besten über Vergleichsportale – flexible Daten einstellen und den besten Preis finden.

Wenn ihr mit dem eigenen Auto fahren wollt, rechnet mit ca. 1.400–1.600 km von München nach Barcelona (über Frankreich), das sind ungefähr 13–15 Stunden Fahrzeit. Die Maut durch Frankreich kostet ca. 80–100 €. Machbar, aber zwei Tage Anfahrt und zwei zurück sind schon anstrengend – fliegen und vor Ort ein Auto mieten ist nach unserer Erfahrung entspannter.

Mietwagen

Luky und ich haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars, das wir weltweit nutzen. Die Preise für Mietwagen in Spanien starten bei etwa 25–40 €/Tag für einen Kleinwagen, in der Hauptsaison kann es auch mehr sein.

Worauf ihr achten solltet:

  • Immer Vollkasko-Versicherung dazubuchen (Full Coverage) – die spanischen Straßen sind generell gut, aber in Bergabschnitten (Ronda, Sierra Nevada) schläft es sich ruhiger damit
  • Achtung ZBE-ZonenBarcelona, Madrid und Sevilla haben Umweltzonen; mit einem neueren Mietwagen ist das kein Problem, aber überprüft es sicherheitshalber
  • Parken in den Städten ist teuer (2–3 €/Std.) – sucht euch Unterkünfte mit Parkplatz oder parkt am Stadtrand und nehmt die öffentlichen Verkehrsmittel
  • Benzin kostet ca. 1,50–1,70 €/Liter

Wo übernachten und was kostet ein Roadtrip durch Spanien

Unterkünfte sind in Spanien generell günstiger als zum Beispiel in Frankreich oder Italien, aber es kommt auf Saison und Stadt an. Barcelona und Madrid sind am teuersten, in kleineren andalusischen Städten hingegen bekommt man Zimmer für erstaunlich wenig Geld.

Ungefähre Preise für ein Doppelzimmer pro Nacht:

  • Barcelona: 80–150 € für ein ordentliches Hotel im Zentrum
  • Madrid: 70–130 €
  • Sevilla, Granada: 50–100 €
  • Kleinere Städte (Toledo, Ronda, Córdoba): 40–80 €
  • Airbnb/Apartments: oft günstiger, besonders für längere Aufenthalte

Orientierungsbudget für 14 Tage zu zweit

  • Unterkunft: 800–1.500 €
  • Mietwagen + Benzin: 500–700 €
  • Essen und Trinken: 500–900 € – je nachdem, ob ihr ab und zu selbst kocht
  • Eintritte und Aktivitäten: 150–300 €
  • Maut + Parken: 80–120 €
  • GESAMT zu zweit: ca. 2.000–3.500 €, also 1.000–1.750 € pro Person (ohne Flüge)

Tipp: Spanier essen spät – Mittagessen gegen 14:00 Uhr, Abendessen gegen 21:00 Uhr. Wenn ihr das menú del día (Tagesmenü) in lokalen Restaurants nutzt, esst ihr für 10–15 € inklusive Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Getränk. Das ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in ganz Spanien – und die Einheimischen wissen das.

Tag für Tag: 14-tägiger Spanien Roadtrip

Jetzt kommt das Beste – die konkrete Route Tag für Tag. Macht das Auto startklar, erstellt eine Playlist mit Flamenco-Gitarren (und ab und zu Reggaeton, wir sind schließlich in Spanien 😁) und los geht’s.

Bevor wir ins Detail gehen, hier ein schneller Überblick über die gesamte Spanien Route per Auto – Fahrten zwischen den Städten und wo ihr jede Nacht schlafen könnt:

Tag Route und Fahrt Wo übernachten
1.–2. Ankunft in Barcelona, Stadt zu Fuß und mit der Metro Barcelona (2 Nächte)
3. Barcelona → Costa Brava (Tossa de Mar, ~1,5 Std.) Costa Brava – Begur / Calella de Palafrugell
4. Costa Brava → Zaragoza (~3,5 Std.) Zaragoza (1 Nacht)
5.–6. Zaragoza → Madrid (~3 Std.) Madrid (2 Nächte)
7. Madrid → Toledo (~1 Std.) → Córdoba (~3,5 Std.) Córdoba (2 Nächte)
8. Córdoba – Tag ohne Fahrt Córdoba
9.–10. Córdoba → Sevilla (~1,5 Std.) Sevilla (2 Nächte)
11. Sevilla → Ronda (~2 Std.) Ronda (1 Nacht)
12.–13. Ronda → Granada (~2,5 Std.) Granada (2 Nächte)
14. Granada → Valencia (~4,5 Std.) Valencia (1 Nacht)
Die Gesamtroute ist ca. 2.500 km lang. Die Fahrzeiten sind Richtwerte ohne Zwischenstopps.

Tag 1. Barcelona – Gaudí, gotische Gassen und erste Tapas

Die Basilika Sagrada Família in Barcelona

Den ersten Tag widmet ihr Barcelona – Ankunft, Mietwagen abholen (oder verschiebt es auf den nächsten Tag, in Barcelona braucht ihr kein Auto und Parken ist ein Albtraum) und eintauchen in die Atmosphäre dieser verrückten, wunderschönen, chaotischen Stadt.

Startet im Gotischen Viertel (Barri Gòtic) – schlendert durch die engen mittelalterlichen Gassen, entdeckt die Kathedrale des Heiligen Kreuzes, spaziert über die Plaça Reial und lasst euch von der Stimmung mitreißen. Von dort ist es nur ein kurzer Weg zur berühmten La Rambla – es ist eine Touristenfalle, aber einmal durchlaufen muss sein. Kauft dort nur nichts und esst dort nicht. 😅

Am Nachmittag geht es ins Viertel El Born – unser Lieblingsteil Barcelonas. Enge Gassen voller unabhängiger Boutiquen, Galerien und fantastischer Tapas-Bars. Zum späten Mittagessen oder für Tapas empfehle ich El Xampanyet (traditionelle Tapas-Bar mit Cava, immer voll, aber es lohnt sich) oder Bar del Pla (modernere Tapas, hervorragende Kroketten). Wenn ihr Specialty Coffee liebt, macht einen Stopp im Satan’s Coffee Corner – der Name ist seltsam, der Kaffee fantastisch.

Den späten Nachmittag widmet ihr der Sagrada Família – Tickets unbedingt vorab online kaufen, mindestens eine Woche vorher, sonst kommt ihr nicht rein. Gaudís unvollendete Basilika ist schlicht etwas, das man mit eigenen Augen gesehen haben muss. Fotos werden ihr nicht gerecht. Wenn ihr eintretet und das Licht durch die Glasfenster seht… bleibt euch der Mund offen stehen.

Zum Abendessen geht’s in La Pepita (fantastische Tapas, etwas abseits der Touristenpfade) oder gönnt euch den Blick über die Stadt von der Dachterrasse des El Taller.

Wo übernachten in Barcelona:

Sucht euch eine Unterkunft in der Nähe der Viertel El Born oder Eixample – ihr seid nah an allem und gleichzeitig in einem lebendigen, authentischen Teil der Stadt. Wir empfehlen das Hotel Neri Relais & Châteaux (gehobener, direkt im Gotischen Viertel) oder das Yurbban Passage Hotel & Spa (tolles Preis-Leistungs-Verhältnis in Eixample).

Tag 2. Barcelona – Park Güell, Montjuïc und Strandpromenade

Mosaikterrassen im Park Güell in Barcelona

Der zweite Tag in Barcelona beginnt im Park Güell – auch hier die Tickets vorab kaufen und früh morgens aufbrechen (am besten zum ersten Zeitfenster), bevor die Massen kommen. Die Mosaikterrassen mit Blick auf Stadt und Meer sind zauberhaft. Gaudí war einfach ein Genie, wenn auch ein leicht verrücktes. 😁

Vom Park geht es weiter zum Montjuïc – dem Hügel mit Blick auf ganz Barcelona, wo ihr die Fundació Joan Miró (für Fans moderner Kunst), den Botanischen Garten und wunderschöne Parkanlagen findet. Hinauf kommt ihr mit der Seilbahn (Teleféric de Montjuïc), was für sich genommen schon ein Erlebnis ist.

Zum Mittagessen fahrt ihr runter ins Viertel Barceloneta – das Küstenviertel mit Sandstrand und Fischrestaurants. Bestellt euch Fideuà (das katalanische Pendant zur Paella, nur mit Nudeln statt Reis) in La Mar Salada oder Can Paixano (günstig, laut, großartig – ein typisches Barcelona-Erlebnis).

Am Nachmittag spaziert entlang der Promenade, und wenn ihr noch Energie habt, schaut euch die Casa Batlló oder Casa Milà (La Pedrera) am Boulevard Passeig de Gràcia an – weitere Meisterwerke Gaudís. Die Tickets sind nicht gerade günstig (25–35 €), aber die Innenräume sind es wert.

Den Abend verbringt ihr in den Bars von El Raval oder Gràcia – beide Viertel haben eine hervorragende Gastroszene und deutlich weniger Touristen als das Zentrum.

Wo übernachten:

Gleiche Unterkunft wie Tag 1.

Tag 3. Costa Brava – Tossa de Mar, Calella de Palafrugell und Cadaqués

Tossa de Mar und der Strand Platja Gran an der Costa Brava
Foto: Txllxt TxllxT, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Heute holt ihr das Auto ab (falls noch nicht geschehen) und fahrt nördlich entlang der Costa Brava – einer der schönsten Küsten des Mittelmeers. Wilde Klippen, türkisfarbene Buchten und malerische Fischerdörfer – das ist Katalonien, wie es die meisten Barcelona-Touristen nicht kennen.

Erster Stopp: Tossa de Mar (ca. 1,5 Stunden von Barcelona). Die mittelalterliche Zitadelle (Vila Vella) auf der Klippe über dem Meer wirkt wie aus einem Märchen. Spaziert über die Burgmauern, klettert hinunter zum Strand Platja Gran und genießt ein Mittagessen mit Meerblick. Empfehlung: Restaurant Marina – frischer Fisch zu fairen Preisen.

Am Nachmittag geht die Fahrt weiter nach Norden zu Calella de Palafrugell (ca. 1 Stunde) – weiße Häuser, Fischerboote am Strand und kristallklares Wasser. Das ist wohl der fotogenste Ort der gesamten Costa Brava. Lauft den Küstenweg (Camí de Ronda) Richtung Llafranc – der Weg ist kurz (20 Minuten), aber die Ausblicke sind atemberaubend.

Wenn ihr noch Zeit und Energie habt, fahrt weiter nach Norden zu Cadaqués (ca. 1,5 Stunden) – das Städtchen, das Salvador Dalí liebte. Weiße Häuser, Olivenbäume, felsige Buchten. Es liegt etwas abseits, aber es lohnt sich. Hier ist die Zeit stehengeblieben.

Wo übernachten an der Costa Brava:

Übernachtet in Calella de Palafrugell oder im nahen Begur – beide Orte sind wunderschön. Empfehlung: Hotel Aigua Blava (direkt über der Bucht, traumhafte Ausblicke) oder das kleinere Hotel Caleta de Calella (Familienhotel nur wenige Schritte vom Strand).

Tag 4. Costa Brava → Zaragoza

Basilika Nuestra Señora del Pilar am Fluss Ebro in Zaragoza
Foto: Diego Delso, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Vormittags genießt ihr noch die Costa Brava – baden, Kaffee mit Aussicht, ein letzter Spaziergang. Gegen Mittag geht’s Richtung Zaragoza (ca. 3,5 Stunden Fahrt). Die Strecke führt durch das katalanische Hinterland und die Landschaft wandelt sich allmählich von Küstenbergen zu den Ebenen Aragóns.

In Zaragoza kommt ihr am Nachmittag an. Die meisten Touristen überspringen diese Stadt – und das ist schade, denn sie ist überraschend schön und hat eine großartige Gastroszene. Die Hauptattraktion ist die Basílica de Nuestra Señora del Pilar – eine riesige Barockbasilika am Ufer des Flusses Ebro und einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Spaniens. Der Blick vom Turm (kostet 3 €) ist fantastisch, besonders bei Sonnenuntergang.

Schlendert durch die Altstadt, werft einen Blick in die La Seo (Kathedrale mit einer unglaublichen Stilmischung – romanisch, gotisch, Mudéjar, barock – alles in einem Gebäude) und besichtigt den Palacio de la Aljafería, einen maurischen Palast, der wie eine kleine Alhambra wirkt.

Zum Abendessen geht’s in El Tubo – ein Netz enger Gassen voller Tapas-Bars. Das Prinzip: ihr zieht von Bar zu Bar und bestellt in jeder ein, zwei Tapas und einen Drink. Empfehlung: La Ternasca (aragonesische Spezialitäten) und Los Victorinos (hervorragende Kroketten und Jamón).

Wo übernachten in Zaragoza:

Zaragoza ist angenehm günstig. Übernachtet im Zentrum in der Nähe der Basilika – Hotel Sauce (modern, top Lage, fairer Preis) oder das Alfonso Hotel (eleganter, in einem schönen Gebäude).

Tag 5. Zaragoza → Madrid

Der Königspalast (Palacio Real) in Madrid
Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Morgens gönnt euch Churros mit Schokolade in der Churrería La Fama (eine lokale Institution seit 1940), verabschiedet euch von Zaragoza und macht euch auf den Weg nach Madrid (ca. 3 Stunden).

Nach der Ankunft stellt das Auto im Parkhaus in der Nähe der Unterkunft ab – im Zentrum von Madrid braucht ihr kein Auto, und Fahren dort ist eher Stress – und erkundet die Stadt zu Fuß. Den Nachmittag widmet ihr dem Zentrum: Puerta del Sol (der symbolische Mittelpunkt Spaniens), Plaza Mayor (wunderschöner Platz, aber das Essen auf den Terrassen ist überteuert und mittelmäßig – höchstens auf einen Kaffee setzen) und der Mercado de San Miguel – eine überdachte Markthalle mit Tapas und Wein. Etwas touristisch, aber die Atmosphäre stimmt und man kann von allem ein bisschen probieren.

Am späten Nachmittag spaziert ihr zum Palacio Real (Königspalast – riesig, imposant, kann auch von innen besichtigt werden für 12 €) und weiter in den Park El Retiro – Madrids „Central Park“. Mietet ein Boot auf dem Teich, setzt euch unter die Bäume und saugt die Atmosphäre auf. Die Madrilenen kommen hierher zum Picknicken, Lesen, Gitarre spielen – es ist wunderbar.

Zum Abendessen geht’s ins Viertel La Latina – die beste Tapas-Szene Madrids. Casa Lucas (kreative Tapas), Juana La Loca (berühmt für die Tortilla mit karamellisierten Zwiebeln) oder Taberna La Concha (traditionell und authentisch).

Wo übernachten in Madrid:

Ideale Viertel sind La Latina, Malasaña oder Chueca – lebendig, voller Restaurants und Bars, gut an die Metro angebunden. Empfehlung: URSO Hotel & Spa (Boutique-Hotel in einem schönen Gebäude) oder Room Mate Alba (modern, preislich zugänglicher, super Lage nahe der Puerta del Sol).

Tag 6. Madrid – Museen, Malasaña und Rooftop-Bars

Die Prachtstraße Gran Vía im Zentrum von Madrid
Foto: Javier Perez Montes, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Den zweiten Tag in Madrid widmet ihr Kultur und den Vierteln, die ihr noch nicht gesehen habt. Morgens geht’s ins Museo del Prado – eines der besten Kunstmuseen der Welt. Selbst wenn ihr keine großen Kunstfans seid, ziehen euch die Werke von Velázquez und Goya in den Bann. Tickets vorab online kaufen, in der Hauptsaison gibt es lange Schlangen. Rechnet mit 2–3 Stunden drinnen.

Falls noch Energie für ein weiteres Museum da ist: Das Museo Reina Sofía liegt gleich in der Nähe – Hauptattraktion ist Picassos Guernica. Der Eintritt ist ab 19:00 Uhr montags bis samstags kostenlos (außer dienstags, da ist geschlossen).

Zum Mittagessen geht es nach Malasaña – das Hipster-Viertel voller unabhängiger Cafés, Vintage-Läden und alternativer Bars. Gönnt euch einen Brunch im Federal Café oder Tapas in der Bodega de la Ardosa (seit 1892 im Betrieb und mit dem wahrscheinlich besten Wermut Madrids).

Am Nachmittag schlendert ihr durchs Viertel Chueca (LGBTQ+-freundlich, voller Designläden) und lasst euch in den Gassen treiben. Für einen Drink am Spätnachmittag geht es auf eine der Dachterrassenbars – Círculo de Bellas Artes (Eintritt 5 €, aber der 360°-Blick ist jeden Cent wert) oder die Azotea del Círculo.

Das Abendessen hebt euch fürs Viertel Lavapiés auf – multikulturell, authentisch, mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in ganz Madrid. Taberna de Antonio Sánchez (die älteste Tapas-Bar Madrids, seit 1830) oder La Musa Latina (kreative Küche zu vernünftigen Preisen).

Wo übernachten:

Gleiche Unterkunft wie Tag 5.

Tag 7. Madrid → Toledo (Halbtagesausflug) → Córdoba

Panorama der historischen Stadt Toledo
Foto: Acediscovery, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Heute brecht ihr früh morgens nach Toledo auf (ca. 1 Stunde von Madrid) – der Stadt der drei Kulturen, in der Christen, Muslime und Juden jahrhundertelang nebeneinander lebten. Toledo ist wie ein Freilichtmuseum, und die gesamte Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe.

Parkt am Fluss (Parken ist dort einfacher als im Zentrum) und steigt hinauf in die Stadt. Die Kathedrale Primada ist überwältigend (Eintritt 12,50 €, aber es lohnt sich – eines der prächtigsten Kircheninneren ganz Spaniens), der Alcázar bietet einen Blick über die gesamte Stadt und die Synagoge Santa María la Blanca ist ein wunderbares Beispiel für das Zusammenleben der Kulturen.

Für ein schnelles Mittagessen empfehle ich das Restaurante Adolfo (traditionelle kastilische Küche, berühmt für Lamm) oder günstiger die Bar Ludeña (lokale Institution mit Kroketten).

Nach dem Mittagessen (gegen 14:00–15:00 Uhr) steigt ins Auto und fahrt nach Córdoba (ca. 3,5 Stunden). Ihr kommt am Abend an – die perfekte Zeit für einen ersten Spaziergang durch die Altstadt und das Abendessen. Parkt und begebt euch in die Gassen der Judería (des jüdischen Viertels) – weiße Häuser, Blumentöpfe an den Wänden, Jasminduft. Zum Abendessen geht’s in die Taberna Salinas (seit 1879, authentische Córdoba-Küche) oder die Bodegas Mezquita (hervorragendes Salmorejo – kalte Tomatensuppe, die ihr unbedingt probieren müsst).

Wo übernachten in Córdoba:

Übernachtet in der Judería oder in der Nähe der Mezquita. Hotel Hospes Palacio del Bailío (Luxus in einem historischen Palast mit römischen Ruinen im Keller – wirklich) oder das Hotel Mezquita (einfacher, aber direkt gegenüber der Mezquita, super Preis).

Tag 8. Córdoba – Mezquita und andalusischer Zauber

Die Mezquita-Catedral in Córdoba mit den rot-weißen Bögen

Den Vormittag widmet ihr der Mezquita (Mezquita-Catedral) – und hier bereitet euch darauf vor, dass euch die Kinnlade runterfällt. Es ist eine ehemalige Moschee, die zur Kathedrale umgebaut wurde, und der Kontrast ist einzigartig auf der Welt. Hunderte Säulen mit rot-weißen Bögen, in deren Mitte plötzlich eine Renaissance-Kathedrale steht – so etwas gibt es nirgendwo sonst. Der Eintritt kostet 13 €, aber morgens zwischen 8:30 und 9:30 Uhr ist er kostenlos (begrenzte Plätze, kommt rechtzeitig). Tickets auch hier vorab online kaufen.

Nach der Mezquita überquert ihr den Puente Romano (Römische Brücke über den Guadalquivir) – der Blick zurück auf die Mezquita ist ikonisch, den kennt ihr bestimmt von Instagram. Auf der anderen Seite steht die Torre de la Calahorra mit einem kleinen Museum.

Mittagessen: Mercado Victoria – ein moderner Food Market mit Tapas-Ständen, wo jeder fündig wird (perfekt für Paare, die sich nie auf ein Restaurant einigen können 😅). Oder klassischer im Casa Pepe de la Judería – etwas touristisch, aber das Essen ist überraschend gut.

Am Nachmittag schlendert ihr durch die Patios de Córdoba – Córdoba ist berühmt für seine blumengeschmückten Innenhöfe. Im Mai findet das Patio-Festival statt (UNESCO), aber auch außerhalb der Saison könnt ihr einige besichtigen. Geht auch zum Palacio de Viana (12 Innenhöfe, einer schöner als der andere, Eintritt 5 €).

Den Abend genießt ihr in den Gassen – Córdoba ist im Abendlicht schlichtweg magisch.

Wo übernachten:

Gleiche Unterkunft wie Tag 7.

Tag 9. Córdoba → Sevilla

Die Römische Brücke über den Fluss Guadalquivir in Córdoba

Morgens macht ihr euch auf den Weg nach Sevilla (ca. 1,5 Stunden) – der Hauptstadt Andalusiens und laut vielen die schönste Stadt Spaniens. Ich muss ehrlich sagen, für mich persönlich ist es eines meiner absoluten Lieblingsziele überhaupt. Die Energie, die Farben, der Duft der Orangenbäume in den Gassen…

Nach Ankunft und Check-in geht es direkt zum Alcázar (Real Alcázar de Sevilla) – einem maurischen Palast mit prachtvollen Gärten, den Game-of-Thrones-Fans als Dorne wiedererkennen. Tickets mindestens eine Woche vorher online kaufen (14 €). Die Gärten sind weitläufig und wunderschön – plant mindestens 2 Stunden ein.

Direkt nebenan steht die Catedral de Sevilla – die größte gotische Kathedrale der Welt und die drittgrößte Kirche überhaupt. Klettert auf die La Giralda (ehemaliges Minarett, zum Glockenturm umgebaut) – der Blick über die Stadt ist die Belohnung. Eintritt 12 €, kombiniert mit der Kathedrale.

Zum späten Mittagessen geht es ins Viertel Triana – überquert die Brücke und taucht ein in den authentischsten Teil Sevillas. Der Mercado de Triana hat hervorragende Tapas-Stände, oder setzt euch in die Casa Cuesta (seit 1880 in Betrieb). In Triana wurde auch der Flamenco geboren – abends geht ihr zu einer authentischen Flamenco-Show. La Casa del Flamenco oder Tablao El Arenal sind tolle Optionen (Tickets ab 20 €, vorab reservieren).

Wo übernachten in Sevilla:

Ideale Viertel sind Santa Cruz (historisches Zentrum, romantische Gassen) oder Triana (authentischer, günstiger). Empfehlung: Hotel Casa 1800 (wunderschönes Boutique-Hotel in Santa Cruz mit traumhafter Dachterrasse) oder Hotel Sacristía de Santa Ana (kleiner, in Triana, tolles Preis-Leistungs-Verhältnis).

Tag 10. Sevilla – Plaza de España, Viertel Santa Cruz und Tapeo

Plaza de España in Sevilla

Der zweite Tag in Sevilla beginnt an der Plaza de España – und hier bereitet euch vor, denn dieser Platz verschlägt einem den Atem. Ein riesiger halbkreisförmiger Palast mit Fliesennischen, die jede spanische Provinz darstellen, dazu ein Kanal mit Ruderbooten und Brücken. Kommt morgens, bevor die Massen eintreffen. Der Eintritt ist kostenlos.

Vom Platz geht es durch den Parque de María Luisa – ein wunderschöner Park voller Brunnen, Pavillons und Papageien (ja, wilde Papageien, und es gibt jede Menge davon). Setzt euch ruhig auf eine Bank und lasst es auf euch wirken.

Den Vormittag widmet ihr dem Viertel Santa Cruz – dem ehemaligen jüdischen Viertel mit so engen Gassen, dass man kaum aneinander vorbeikommt. Sich hier zu verlaufen macht Spaß. Macht Halt auf einen Kaffee in La Cacharrería (Sevillas Lieblingscafé der Einheimischen) oder frühstückt in der Bar Alfalfa.

Am Nachmittag geht es zum Metropol Parasol (Setas de Sevilla) – eine futuristische Holzstruktur, die wie riesige Pilze aussieht. Das Dach ist begehbar und bietet Ausblicke auf die ganze Stadt (Eintritt 5 €, ein Getränk inklusive). Man liebt es oder hasst es – architektonisch kontrovers, aber die Aussicht ist fantastisch.

Der Abend gehört dem Tapeo – dem sevillanischen Ritual, bei dem ihr von Bar zu Bar zieht und in jeder Tapas bestellt. Startet in der Bodeguita Antonio Romero (die beste Pringá – eine sevillanische Spezialität), weiter zum El Rinconcillo (älteste Bar Sevillas, seit 1670!) und zum Abschluss in die Casa Morales (hervorragender Sherry und Tapas in historischem Ambiente).

Wo übernachten:

Gleiche Unterkunft wie Tag 9.

Tag 11. Sevilla → Ronda

Das Städtchen Ronda am Rand der Schlucht El Tajo

Morgens verlasst ihr Sevilla und macht euch auf den Weg nach Ronda (ca. 2 Stunden). Die Strecke führt durch wunderschöne andalusische Landschaft – Olivenhaine, weiße Dörfer auf Hügeln, Sonnenblumenfelder. Schon die Fahrt allein ist ein Erlebnis.

Ronda ist ein Städtchen, das am Rand der dramatischen Schlucht El Tajo thront – ein 100 Meter tiefer Canyon, über den die ikonische Steinbrücke Puente Nuevo aus dem 18. Jahrhundert führt. Es ist einer der meistfotografierten Anblicke Spaniens und in Wirklichkeit noch beeindruckender als auf den Fotos.

Beginnt auf der Brücke und spaziert auf beiden Seiten der Schlucht entlang – der Mirador de Aldehuela und der Mirador de Ronda bieten die zwei besten Aussichtspunkte. Danach steigt hinunter auf den Grund der Schlucht (der Weg ist steil, aber kurz) – der Blick von unten nach oben auf die Brücke ist noch dramatischer.

Schlendert durch die Altstadt – die Baños Árabes (arabische Bäder aus dem 13. Jahrhundert, Eintritt 3,50 €), der Palacio de Mondragón (ein schöner Palast mit maurischen Gärten) und die Plaza de Toros – eine der ältesten und schönsten Stierkampfarenen Spaniens (Eintritt 8 €, auch interessant für Leute, die den Stierkampf ablehnen – das Museum erklärt den historischen Kontext).

Zum Mittagessen empfehle ich das Restaurante Pedro Romero (direkt neben der Arena, traditionelle Küche, benannt nach einem berühmten Torero) oder die Tropicana (winzige Tapas-Bar, wo die Einheimischen hingehen – man findet sie kaum, aber die Kroketten sind göttlich).

Am Nachmittag macht einen kurzen Abstecher zum Puente Viejo und zur Puente Árabe (ältere Brücken unterhalb der Puente Nuevo) und genießt das goldene Nachmittagslicht an der Schlucht.

Wo übernachten in Ronda:

Eine Nacht in Ronda reicht, aber es lohnt sich, hier zu übernachten – das Abend- und Morgenlicht an der Schlucht ist magisch. Hotel Catalonia Ronda (direkt an der Schlucht, einige Zimmer mit Blick) oder Aire de Ronda (kleiner, gemütlich, mit Pool).

Tag 12. Ronda → Granada

Das maurische Viertel Albaicín in Granada

Vormittags gönnt euch noch einen Morgenspaziergang durch Ronda (ohne Touristen ist es eine andere Stadt) und brecht gegen 10:00 Uhr nach Granada auf (ca. 2,5 Stunden). Die Strecke führt durch die Berge und ist atemberaubend schön – ihr durchquert den Naturpark Sierra de las Nieves.

In Granada kommt ihr zum Mittagessen an. Hier muss ich etwas absolut Geniales erwähnen: In Granada bekommt ihr zu jedem Bier oder Wein Tapas gratis dazu. Ja, gratis. Und nicht irgendwelche Nüsschen – richtige Tapas, die sich mit jeder Bestellung ändern. Je mehr ihr trinkt, desto besser werden die Tapas. Das ist der Grund, warum Granada bei Studenten aus ganz Europa so beliebt ist. 😅

Geht in die Straßen rund um die Plaza Nueva und die Calle Navas – hier gibt es die meisten Bars mit Gratis-Tapas. Empfehlungen: Bodegas Castañeda (ein Klassiker, läuft seit Ewigkeiten), Los Diamantes (der beste frittierte Fisch) und Bar Ávila (riesige Tapas-Portionen zu jedem Getränk).

Am Nachmittag steigt hinauf ins Viertel Albaicín – das ehemalige maurische Viertel mit weißen Häusern, engen Gassen und den besten Blicken auf die Alhambra. Der berühmteste Aussichtspunkt ist der Mirador de San Nicolás – der Blick auf die Alhambra mit den schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada im Hintergrund ist schlicht ikonisch. Kommt zum Sonnenuntergang und bringt Wein mit. ☺️

Zum Abendessen verliert euch in den Gassen des Albaicín – Ruta del Azafrán (kreative andalusische Küche) oder Arrayanes (hervorragende marokkanische Küche – eine Erinnerung an das maurische Erbe der Stadt).

Wo übernachten in Granada:

Übernachtet im Albaicín (Atmosphäre, Ausblicke, aber Vorsicht auf die steilen Gassen mit Koffern) oder nahe der Plaza Nueva (praktischer). Hotel Casa 1800 Granada (wunderschön, Dachterrasse mit Blick auf die Alhambra) oder Palacio de Santa Inés (historischer Palast zum fairen Preis).

Tag 13. Granada – Alhambra und Viertel Sacromonte

Die Festung Alhambra in Granada

Heute erwartet euch die Alhambra – und hier bitte aufpassen: Tickets mindestens 2–3 Wochen im Voraus kaufen, in der Hauptsaison sogar einen Monat. Die Alhambra hat ein tägliches Besucherlimit und ist regelmäßig ausverkauft. Wirklich, das ist keine Übertreibung – ohne vorab gekauftes Ticket kommt ihr nicht rein, und das wäre eine riesige Enttäuschung.

Der Eintritt kostet 14 € und umfasst die Nasridenpaläste (Hauptattraktion – Zeitfenster beachten!), die Gärten des Generalife und die Festung Alcazaba. Die Nasridenpaläste sind der Grund, warum Menschen aus der ganzen Welt hierher kommen – filigrane Stuckverzierungen, geometrische Mosaike, Wasserspiele… Es ist schlicht das schönste Beispiel maurischer Architektur, das es gibt. Lasst euch Zeit und plant den ganzen Vormittag ein.

Die Gärten des Generalife sind wunderschön – die Sommerresidenz der nasridischen Sultane mit Springbrunnen, Rosenbeeten und Blicken auf die Stadt. Von der Alcazaba (dem ältesten Teil, einer Militärfestung) hat man fantastische Ausblicke.

Am Nachmittag geht es ins Viertel Sacromonte – das Roma-Viertel mit Höhlenwohnungen, die in den Hügel geschlagen wurden, wo traditionell Roma lebten und wo der Flamenco Granadas geboren wurde. Ihr könnt das Museo Cuevas del Sacromonte besuchen (Eintritt 5 €) und abends eine Flamenco-Show in einer Höhle erleben – ein authentischeres Erlebnis als irgendwo sonst in Spanien. Venta El Gallo oder Cueva de la Rocío sind hervorragende Optionen (ca. 25–35 €).

Zum Tagesausklang gönnt euch einen Tee in einer der Teterías (Teestuben) in der Gasse Calderería Nueva – marokkanische Teehäuser mit Baklava und Minztee, in denen man sich wie in Marrakesch fühlt.

Wo übernachten:

Gleiche Unterkunft wie Tag 12.

Tag 14. Granada → Valencia

Ciudad de las Artes y las Ciencias in Valencia

Der letzte Tag des Roadtrips! Morgens gönnt euch ein entspanntes Frühstück (Churros mit Schokolade im Café Fútbol – eine Granadaer Legende seit 1952), verabschiedet euch von Granada und fahrt nach Valencia (ca. 4,5 Stunden, wobei die Strecke durch La Mancha mit ihren Windmühlen einen Fotostopp wert ist).

In Valencia kommt ihr nachmittags an. Die Stadt ist wunderbar lebendig, bunt und noch immer ein wenig unterschätzt – was eigentlich genau ihren Charme ausmacht. Startet in der Ciudad de las Artes y las Ciencias – einem futuristischen Gebäudekomplex von Calatrava, der aussieht wie von einem anderen Planeten. Auch wenn ihr nicht hineingeht (Oceanogràfic, Wissenschaftsmuseum), ist die Architektur von außen überwältigend.

Spaziert durch das ehemalige Flussbett – die Turia-Gärten – ein 9 km langer Park, der durch die ganze Stadt führt (der Fluss wurde nach Überschwemmungen in den 60er-Jahren umgeleitet und an seiner Stelle ein Park angelegt – eine geniale Idee).

Zum Abschlussabendessen bestellt euch Paella – ihr seid in Valencia, der Wiege der Paella, also ist es Pflicht. Aber Achtung: Die echte valencianische Paella wird mit Huhn, Kaninchen und Bohnen zubereitet – NICHT mit Meeresfrüchten (das ist ein anderes Rezept). Empfehlungen: La Pepica (Klassiker seit 1898, am Strand) oder Casa Carmela (Paella auf Holzfeuer zubereitet – das authentischste Erlebnis). Für die Seafood-Version (Arroz a banda) geht ins La Cigrona.

Abends schlendert durchs Viertel El Carmen – Street Art, Bars, lebhafte Atmosphäre. Verabschiedet euch von Spanien mit einem Glas Agua de Valencia (ein Cocktail aus Cava, Orangensaft und Gin – süß, tückisch, das perfekte Finale für euren Roadtrip 😁).

Wo übernachten in Valencia:

Für die letzte Nacht empfehle ich das Zentrum – Viertel El Carmen oder Ruzafa (das Hipster-Viertel voller Cafés). Caro Hotel (luxuriös, in einem historischen Gebäude mit römischen und arabischen Elementen) oder One Shot Mercat 09 (modernes Design, super Lage neben dem Markt).

Praktische Tipps zum Schluss

Was einpacken

Spanien von April bis Oktober heißt leichte Kleidung, aber abends kann es in den Bergen (Ronda, Granada) kühler werden. Bequeme Schuhe für Kopfsteinpflaster sind ein Muss – die andalusischen Städte sind steil und gepflastert. Falls ihr auch Wanderungen plant, schaut euch unseren Tipp für Wanderschuhe an. Und lest auf jeden Fall unseren Guide zum Packen mit Handgepäck – auch für einen zweiwöchigen Roadtrip kann man leicht packen.

Versicherung und eSIM

Für einen Roadtrip durch Europa empfehle ich eine Reiseversicherung – gerne auch eine einfache, aber habt eine. Unsere Erfahrungen mit Versicherungen findet ihr in der SafetyWing-Bewertung. Innerhalb der EU habt ihr zwar Roaming, aber wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt mit mobilen Daten (für Navigation, Google Maps, Reservierungen), lest unsere Holafly eSIM-Bewertung – es ist gut, das Datenlimit unter Kontrolle zu haben.

Worauf achten in Spanien

  • TaschendiebstahlBarcelona und Madrid sind dafür berüchtigt. Aufpassen in der Metro, auf der La Rambla und in Touristenmassen. Lasst nichts Sichtbares im Auto liegen.
  • Die Siesta ist real – zwischen 14:00 und 17:00 Uhr sind viele kleine Geschäfte und Restaurants geschlossen, besonders außerhalb der Großstädte.
  • Spanier essen spät – wer vor 21:00 Uhr zum Abendessen geht, sitzt allein im Restaurant. Passt euch an, es gehört zum Erlebnis dazu.
  • ZBE-UmweltzonenBarcelona, Madrid, Sevilla haben Niedrigemissionszonen. Mit einem neueren Mietwagen kein Problem.
  • Hitze in Andalusien – Juli/August = 40 °C+. Trinkt viel Wasser und ruht euch über Mittag aus.

Weiterlesen: weitere Artikel über Spanien

Wollt ihr einzelne Stationen des Roadtrips ausführlicher erkunden? Hier sind unsere detaillierten Guides zu den einzelnen Städten und Regionen:

Häufig gestellte Fragen zum Spanien Roadtrip

Bevor ihr losfahrt, hier die Antworten auf die Fragen, die uns Leser am häufigsten zum Roadtrip durch Spanien stellen.

Was kostet ein 14-tägiger Roadtrip durch Spanien?

Rechnet mit ca. 1.000–1.750 € pro Person ohne Flüge. Das Budget hängt hauptsächlich von der Unterkunft ab – wenn ihr Hotels und Airbnb abwechselt und das Tagesmenü (menú del día für 10–15 €) nutzt, kommt ihr gut hin. Flüge nach Barcelona aus Deutschland bekommt ihr ab ca. 30–80 € pro Strecke, Mietwagen ab 25 €/Tag, Benzin für die gesamte Strecke ca. 150–200 €.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Roadtrip durch Spanien?

April bis Juni und September bis Oktober. Ihr umgeht die extreme Hitze in Andalusien (40 °C+ im Juli/August) ebenso wie die Winterkälte im Landesinneren. Mai und Oktober sind unserer Meinung nach ideal – angenehme Temperaturen, weniger Touristen, niedrigere Unterkunftspreise. Wenn ihr im Sommer fahrt, bereitet euch auf die Hitze im Süden vor und plant Aktivitäten für morgens und den späten Nachmittag.

Worauf muss man in Spanien beim Autofahren achten?

Die meisten Autobahnen (Autovías) sind in Spanien kostenlos, aber einige Abschnitte in Katalonien und im Baskenland sind mautpflichtig (Zahlung an Mautstellen per Karte oder bar). Tempolimits: Autobahn 120 km/h, Landstraße 90 km/h, Stadt 50 km/h (manche Zonen 30 km/h). Achtet auf ZBE-Umweltzonen in Großstädten – mit einem neueren Auto ist das kein Problem, aber überprüft es. Parken im Zentrum ist teuer und kompliziert – sucht Unterkünfte mit Parkplatz oder Tiefgaragen.

Was sollte man in Südspanien besuchen?

Andalusien ist ein wahrer Schatz. Absolute Must-sees sind die Alhambra in Granada, die Mezquita in Córdoba, der Alcázar in Sevilla und die Schlucht in Ronda. Wenn ihr mehr Zeit habt, ergänzt Málaga (Picasso-Museum, tolle Tapas), Cádiz (älteste Stadt Europas, herrliche Strände) und die weißen Dörfer (Pueblos Blancos) wie Arcos de la Frontera oder Frigiliana. Die Südküste (Costa del Sol) ist sehr touristisch, aber abseits der Haupturlaubsorte gibt es wunderschöne Ecken.

Wie viele Tage braucht man für einen Spanien Roadtrip?

14 Tage sind eine solide Grundlage für die Route Barcelona–Madrid–Andalusien–Valencia. Das ist machbar, aber ihr seid viel unterwegs. Idealerweise würden wir 17–21 Tage empfehlen – dann habt ihr Zeit für ein langsameres Tempo, ungeplante Stopps und vielleicht einen Strandtag. Wenn ihr nur 7–10 Tage habt, wählt entweder die Nordroute (Barcelona–Madrid) oder die Südroute (Sevilla–Córdoba–Granada–Ronda–Málaga).

Mietwagen oder Zug – was ist besser?

Für diese Route eindeutig das Auto. Spanien hat ausgezeichnete Züge (AVE-Hochgeschwindigkeitszüge zwischen den großen Städten), aber mit dem Auto habt ihr die Freiheit, überall anzuhalten, kleinere Städtchen zu besuchen und euch nicht nach Fahrplänen richten zu müssen. Außerdem ist das Parken in kleineren Städten (Toledo, Ronda, Córdoba) unkompliziert und Benzin relativ günstig. Die einzigen Städte, in denen ihr kein Auto braucht (und es eher stört), sind Barcelona und Madrid – dort bewegt ihr euch per Metro und zu Fuß.

Muss man Tickets vorher buchen?

Ja, und das ist wahrscheinlich der wichtigste praktische Tipp des ganzen Artikels. Alhambra in Granada – 2–4 Wochen vorher buchen, in der Saison sogar einen Monat. Sagrada Família – mindestens eine Woche vorher. Alcázar in Sevilla – mindestens einige Tage vorher. Park Güell – ein bis zwei Tage vorher. Bei anderen Sehenswürdigkeiten (Prado, Mezquita, Kathedralen) ist es weniger kritisch, aber Online-Tickets sparen euch Schlangestehen. Flamenco-Shows in Sevilla und Granada ebenfalls vorher buchen, besonders in der Saison.

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Zahle nicht zu viel für Flugtickets

Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.

Buche deine Unterkunft clever

Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.

Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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