Punta Cana, Dominikanische Republik: 20 Tipps für 2026

Wenn dein Traumziel in der Karibik ausgerechnet Punta Cana in der Dominikanischen Republik ist, muss ich dich gleich zu Beginn auf eine wirklich entscheidende Sache hinweisen. Es handelt sich nämlich nicht um eine klassische Stadt, sondern um einen rund fünfzig Kilometer langen Streifen mit traumhaften Stränden, luxuriösen Resorts und endlosen Palmenhainen. Darüber, wie dein Traumurlaub aussehen wird, entscheidet hier weniger die Anzahl der Sterne an der Hotelfassade, sondern eher der konkrete Küstenabschnitt und der Monat deines Besuchs.

Der Hauptakteur des ganzen Geschehens ist hier das Sargassum – braune Meeresalgen, die die Atlantikströmungen erbarmungslos an den Strand spülen. Für 2026 melden die Überwachungssysteme der University of South Florida ein außergewöhnlich starkes Algenaufkommen, deshalb ist es wirklich enorm wichtig zu wissen, wohin genau du fahren solltest und welche Gebiete du in bestimmten Monaten lieber weiträumig meidest. Lass dich aber nicht abschrecken – die Karibik ist immer noch das Paradies auf Erden, es braucht nur ein bisschen Planung.

In diesem Guide zeige ich dir, was du in Punta Cana auf keinen Fall verpassen solltest – und wo du lieber gar nicht erst haltmachst. Wir schauen uns die schönsten versteckten Cenoten an, ich helfe dir bei der Auswahl der richtigen Ausflüge und gebe dir ein paar Tipps für tolle vegetarische Restaurants, denn die dominikanische Küche kann auch ohne Fleisch absolut fantastisch sein.

Artikelinhalt

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Die Küste ist wichtiger als das Hotel: Nach Osten ausgerichtete Strände wie Bávaro leiden am meisten unter Algen, während das geschützte Cap Cana oder der Strand Macao deutlich sauberer bleiben.
  • Kritische Monate für Algen: Am schlimmsten ist die Lage regelmäßig von Mai bis August, aber die ersten großen Anlandungen können schon im März oder April auftreten.
  • Einreiseformalitäten: Für das Land brauchst du kein Visum, aber ein verpflichtendes e-Ticket (das erledigst du online und es ist kostenlos, ohne es lassen sie dich aber nicht an Bord).
  • Versteckte Gebühren in Restaurants: Auf die Rechnung werden in der Dominikanischen Republik automatisch 18 % Steuer (ITBIS) und 10 % gesetzliches Trinkgeld aufgeschlagen, die Preise auf der Karte sind also nicht endgültig.
  • Verkehr vor Ort: Klassische Taxis vom Flughafen haben Festpreise von rund 30 bis 39 USD, aber seit 2020 funktioniert hier auch Uber hervorragend, das dich auf kürzeren Strecken für 7 bis 10 USD mitnimmt.
  • Vorsicht vor betrügerischen Angeboten: Kostenlose Ausflüge oder Frühstücke, die dir am Strand angeboten werden, sind fast immer aggressive Verkaufspräsentationen sogenannter Timeshares.
  • Erlebnisse muss man kaufen: Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nicht direkt in Punta Cana, sondern man erreicht sie im Rahmen von Ganztagesausflügen zu den Inseln Saona oder in die Nationalparks.

Wetter in Punta Cana, Dominikanische Republik: Wann du hinfahren solltest

Die ideale Reisezeit teilt sich in drei Hauptphasen auf, wobei jede ihre klaren Vor- und Nachteile hat. Die beste Zeit ist Dezember bis April, wenn trockenes Wetter mit stabilen Temperaturen um die 26 bis 30 Grad herrscht. Das Wasser in Punta Cana in der Dominikanischen Republik hat das ganze Jahr über angenehme 27 bis 29 Grad, sodass du auch früh morgens ganz problemlos ins Meer steigst. In diesen Monaten ist das Risiko für Sargassum am geringsten, das Wasser ist herrlich klar und die Strände sehen genau so aus, wie du es dir erträumst. Du musst aber damit rechnen, dass es sich um die absolute Hochsaison handelt, was sich in den höchsten Preisen für Unterkünfte und Flüge widerspiegelt – besonders rund um Weihnachten und Neujahr, wenn die besten Hotels lange im Voraus ausgebucht sind.

Wenn du deine Reise für den Zeitraum von Mai bis August planst, erwartet dich zwar schöne Wärme und die typische karibische Schwüle, bei der du schon beim Blick aus dem Fenster ins Schwitzen kommst, aber eben auch die Hauptsaison der Meeresalgen. Wie schon erwähnt, ist 2026 laut Prognosen extrem stark, deshalb ergibt es in diesen Monaten Sinn, eine Unterkunft eher im geschützten Gebiet Cap Cana zu suchen – oder sich damit abzufinden, dass du hauptsächlich im Pool badest. Das Algenaufkommen kann so gewaltig sein, dass die Hotels es selbst mit schwerem Gerät nicht wegräumen können, und das Wasser am Ufer bekommt eine undurchsichtige braune Farbe, die zum Baden schlichtweg nicht einlädt.

Die Herbstmonate von September bis November sind dann die offizielle Hurrikan-Saison, deren absoluter Höhepunkt auf August und Oktober fällt. Ich will dir damit keine Angst machen, und es bedeutet keineswegs, dass du in dieser Zeit gar nicht reisen solltest. Meist äußert sich das nur so, dass ein sehr intensiver, aber kurzer Nachmittagsschauer kommt, nach dem gleich wieder die pralle Sonne scheint. Es heißt nur, dass eine gute Reiseversicherung und eine stornierbare Hotelreservierung eine absolute Selbstverständlichkeit für die Ruhe im Kopf sein sollten. Ein riesiger Vorteil dieser Herbstzeit sind dagegen die niedrigsten Reisepreise im ganzen Jahr und herrlich halbleere Strände.

Wo du in Punta Cana übernachten solltest

Die Auswahl der Unterkunft funktioniert hier ein bisschen anders als in europäischen Badeorten. Du wählst nämlich nicht nur ein Hotel, sondern vor allem eine strategische Lage im Hinblick auf die Meeresströmungen und den Flughafen. Wenn du in den riskanten Sommermonaten fährst, ist die luxuriöse südliche Region Cap Cana deine beste Absicherung. Sie ist dank ihrer Form hervorragend geschützt und das Wasser bleibt hier selbst in der größten Krise schön sauber. Schau dir zum Beispiel das Eden Roc Cap Cana an, ein absolutes Spitzenresort, das völlige Privatsphäre, einen eigenen Beachclub und unglaubliche Ruhe vom Massentourismus bietet. Die Fahrt vom internationalen Flughafen (PUJ) hierher dauert außerdem kaum zwanzig Minuten, sodass du nach einem langen Flug praktisch sofort die Füße im Sand hast.

Der belebteste und bekannteste Teil ist dagegen die zentrale Küste Bávaro, wo du die längsten weißen Sandstreifen und die größte Konzentration an All-inclusive-Resorts findest. Manche dieser Hotels sind so riesig, dass in ihnen kleine interne Busse oder Golfwagen fahren, die dich von der Rezeption zum Strand bringen. Die hiesigen Strände sind zwar wunderschön und von Palmen gesäumt, fangen aber leider die meisten Algen aus dem offenen Ozean ab. Wenn dich das nicht stört oder du im Winter fährst, ist das riesige Lopesan Costa Bávaro Resort eine tolle Wahl, mit herrlichen Kaskaden-Pools und einem riesigen tropischen Garten. Für Erwachsene, die Ruhe ohne Kinder suchen und nicht das Geschrei an den Rutschen hören wollen, gibt es hier das sehr beliebte Secrets Royal Beach Punta Cana in der Dominikanischen Republik mit perfektem Service und toller Gastronomie.

Wenn du nicht in der All-inclusive-Blase eingesperrt sein und abends gerne zu Fuß in die lokalen Restaurants gehen möchtest, such dir eine Unterkunft in der Gegend Los Corales oder El Cortecito. Diese Viertel haben eine entspanntere Atmosphäre und bieten jede Menge kleinere Boutique-Pensionen oder Apartments zur Miete. Bei der Reservierung jeglicher Unterkunft über Booking solltest du aber immer riesig auf den Posten „plus taxes“ achten. Die lokale Besteuerung von 28 %, die sich aus 18 % Mehrwertsteuer und 10 % gesetzlichem Trinkgeld zusammensetzt, kann den Endpreis beim Bezahlen an der Rezeption ziemlich unangenehm in die Höhe treiben – prüfe deshalb den finalen Betrag sorgfältig.

💡 Auf dieser Karte vergleichst du, was gerade frei ist — du siehst sofort, um wie viel Cap Cana teurer ist als Bávaro.

20 Tipps, was du in Punta Cana sehen und erleben solltest

Punta Cana bietet mehr, als es auf den ersten Blick scheinen mag, und die meisten der besten Dinge verstecken sich nicht hinter dem Zaun des Resorts. Hier sind meine Tipps, die mir am interessantesten erschienen.

1. Der ikonische Playa Bávaro

Das ist der Strand, der als Erstes aufpoppt, wenn du bei Google „Punta Cana Strand“ eingibst. Und ehrlich gesagt, die Fotos lügen nicht. Kilometerlanger feiner weißer Sand ist von endlosen Reihen Kokospalmen und riesigen Hotelkomplexen gesäumt, die sich über mehrere Kilometer erstrecken. Das Wasser hat hier eine unglaubliche türkise Farbe, und dank des Korallenriffs in der Ferne gibt es hier keine großen Wellen, sodass es der absolut ideale Ort für Familien mit kleinen Kindern ist. Ich empfehle dir, früh aufzustehen und gleich nach Sonnenaufgang zu einem Spaziergang aufzubrechen, wenn der Sand noch schön kühl ist und der ganze Strand nur den Joggern und ein paar Frühaufstehern gehört.

Es gibt hier aber einen großen Haken, von dem schon in der Einleitung die Rede war. Der Playa Bávaro ist direkt nach Osten ausgerichtet und funktioniert deshalb wie ein perfektes Netz für alles, was der offene Ozean ans Ufer bringt. In der Algensaison können sich hier riesige braune Teppiche bilden, die die Hotels zwar von morgens bis abends mit schwerem Gerät wegräumen und im Meer spezielle Sperrnetze aufbauen, aber die Natur ist oft viel schneller und stärker. So kann aus dem türkisfarbenen Meer für ein paar Wochen eine braune Suppe werden.

💡 Tipp: Wenn du im Sommer herkommst, wähle Hotels mit einem wirklich großen und ausgeklügelten Poolkomplex, damit du immer eine angenehme Alternative hast, wenn das Meer gerade voller Sargassum ist.

2. Der exklusive Strand Juanillo Beach

Wenn du das schönste Stück Küste in der ganzen Region suchst, musst du in den Süden aufbrechen, in die luxuriöse geschlossene Zone Cap Cana. Juanillo Beach ist ein absoluter Karibiktraum mit Sand, so fein wie glattes Mehl, und Wasser, das eher an einen riesigen flachen Pool erinnert. Der Meeresboden fällt hier nur sehr sanft ab, du findest hier also keine steilen Abgründe in die Tiefe. Dank der spezifischen Form der Bucht ist dieser Strand hervorragend vor Sargassum-Anlandungen geschützt, sodass das Meer selbst in den schlimmsten Sommermonaten deutlich sauberer ist als der Rest der Küste.

Obwohl sich der Strand in einem privaten Millionärsgebiet voller Luxusvillen und riesiger Golfplätze befindet, ist der Zutritt auch der breiten Öffentlichkeit gestattet. Du musst nur durch das Haupt-Sicherheitstor fahren und dich mit einem gültigen Ausweisdokument ausweisen, am besten mit dem Reisepass. Rechne aber damit, dass hier recht hohe Parkgebühren und Gebühren für die Liegenmiete in den lokalen Beachclubs anfallen. Der Sand ist hier übrigens so weiß, dass er die Wärme überhaupt nicht aufnimmt, sodass er dir selbst in der Mittagszeit nicht die Fußsohlen verbrennt.

💡 Tipp: Reserviere dir ein Mittagessen in einem der lokalen Luxus-Beachclubs, denn durch den Verzehr von Essen bekommst du oft Liegen für den ganzen Tag gratis, was sich am Ende definitiv mehr lohnt als die reine Liegenmiete.

3. Der wilde Playa de Macao

Eine völlig andere Welt erwartet dich am Strand Macao, der etwas weiter nördlich liegt und bei Weitem nicht so durchgehend mit riesigen Resorts zugebaut ist. Es ist ein beliebter öffentlicher Strand, der von Einheimischen und vor allem von Surfern aufgesucht wird, denn hierher kommen aus dem offenen Ozean ordentliche Wellen. Du findest hier jede Menge kleine Buden mit einfachem Essen, Surfschulen, die dir ein Brett und einen Neopren-Shirt (Rashguard) verleihen, und am Wochenende herrscht hier eine großartige, entspannte dominikanische Atmosphäre voller lauter Musik und Grillduft.

Das Beste am Strand Macao ist aber paradoxerweise seine offene Lage zum Meer. Die starken Strömungen tragen die Algen hier viel schneller weg, als sie sich überhaupt dauerhaft am Ufer ansammeln können. Etwas Sargassum siehst du hier zwar nach einem Sturm ab und zu, aber nur selten bilden sich hier diese undurchdringlichen, stinkenden Teppiche wie im zentralen Bávaro. Die lokalen Köche bereiten hier außerdem direkt am Strand den legendären frittierten Fisch (Pescado Frito) zu, den du frisch aus dem Öl gezogen direkt auf einem Plastikteller bekommst.

💡 Tipp: Wenn du gerne fotografierst, komm hierher zu einem Spaziergang am Abend bei Sonnenuntergang – das goldene Licht, das sich in den großen wilden Wellen spiegelt, schafft absolut atemberaubende Szenerien.

4. Der entspannte Playa Blanca

Ein kurzes Stück vom internationalen Flughafen entfernt, direkt am bekannten Puntacana Resort, befindet sich der kleinere Strand Playa Blanca. Er zeichnet sich durch extrem flaches und ruhiges Wasser aus, sodass du hier zig Meter Richtung Meer gehen kannst und das Wasser dir immer noch kaum bis zu den Knien oder zur Hüfte reicht. Es ist ein fantastischer Ort für Stand-up-Paddling, Kitesurfen oder für alle, die sich in tiefem Wasser nicht ganz sicher fühlen. Die Sonne spiegelt sich hier vom weißen Grund so stark, dass eine gute Polarisationsbrille absolut unverzichtbar ist.

Hier befindet sich der gleichnamige Beachclub mit ausgezeichneten Drinks, dem Schatten hoher Palmen und (im Gegensatz zum belebten Bávaro) einer Atmosphäre, bei der es dich nirgendwohin drängt. Zum Nachmittagskaffee spielt hier manchmal Livemusik, und das ist genau das richtige karibische Rezept fürs Nichtstun.

💡 Tipp: Ein kurzes Stück vor der Küste befinden sich geschützte und künstlich angelegte Korallenriffe, vergiss also auf keinen Fall Schnorchel und Taucherbrille – du siehst hier jede Menge bunte Fische in absolut ruhigem Wasser.

5. Lokale Atmosphäre am Playa Bibijagua

Wenn du sehen willst, wie ganz normale Dominikaner ihre Zeit am Meer verbringen, und das echte lokale Treiben erleben möchtest, steuere den Strand Bibijagua an. Du erkennst ihn schon von Weitem an den Dutzenden bunten Fischerbooten, die direkt auf den feinen Sand gezogen sind. Es ist ein sehr lebendiger und lauter Ort voller Musik, Gelächter und endloser Budenreihen, wo du wohl wirklich alles kaufst – von frischen Kokosnüssen über Strandtuniken bis hin zu handgeflochtenen Armbändern und gemalten Bildern.

Genau hier befindet sich ein riesiger und sehr unübersichtlicher Souvenirmarkt. Es ist der ideale Ort zum Kauf von echtem dominikanischem Kaffee, rohem Kakao, Flaschen lokalen Rums oder traditionellen Keramikfigürchen ohne Gesicht. Feilschen ist hier allerdings absolute Pflicht, und die Verkäufer können mitunter recht aufdringlich sein, besonders wenn du an einer Bude die Ware länger als ein paar Sekunden betrachtest.

💡 Tipp: Wenn du dich mit niemandem über den Preis streiten willst und nur vorbeischlenderst, reicht es, freundlich zu lächeln und höflich, aber bestimmt „No, gracias“ zu sagen – die Verkäufer respektieren das meist nach einem Moment und lassen dich in Ruhe.

6. Der adrenalingeladene Scape Park

Wenn dir das ganztägige Liegen am Strand mit einem Drink in der Hand über wird, ist der Scape Park im geschützten Gebiet Cap Cana die beste Wahl für einen Ausflug. Dieser riesige Natur-Erlebnispark bietet alles – von adrenalingeladenen Ziplines, die hoch über den Baumkronen gespannt sind, bis zur Erkundung geheimnisvoller Kalksteinhöhlen und zum Baden unter Wasserfällen. Von manchen Ziplines rutschst du am Ende sogar direkt in ein kühlendes Becken. Das ganze riesige Areal ist behutsam in einen wunderschönen tropischen Dschungel eingebettet, sodass es hier ständig etwas zu sehen gibt.

Der Park ist zwar recht teuer, aber im Preis des Ganztagestickets sind wirklich alle Attraktionen enthalten, inklusive bequemer Fahrt direkt von deinem Hotel mit einem klimatisierten Bus. Die Infrastruktur ist hier sehr modern und sorgfältig gepflegt, überall findest du saubere Duschen, sichere Schließfächer für Wertsachen und mehrere geräumige Restaurants, wo du tagsüber in Ruhe zu Mittag essen und dich vor der Mittagshitze verstecken kannst.

💡 Tipp: Nimm dir feste Wasserschuhe mit dicker Sohle mit, denn die Übergänge zwischen den einzelnen Attraktionen in nassen Flip-Flops können auf den steinigen Dschungelpfaden wirklich ziemlich gefährlich sein.

7. Baden in der Cenote Hoyo Azul

Hoyo Azul, übersetzt „Blaues Loch“, ist mit Abstand das meistfotografierte und bekannteste Naturphänomen in der ganzen Region Punta Cana. Es handelt sich um eine überwältigende Süßwasser-Cenote von knapp fünfzehn Metern Tiefe mit unglaublich türkisem Wasser, die sich direkt unter einer steilen, fünfundsiebzig Meter hohen Kalksteinwand verbirgt. Der Kontrast zwischen dem leuchtend blauen Wasser und dem satten Grün des Dschungels ist so überzogen, dass es auf den Fotos wie ein Instagram-Filter aussieht. Nur sieht es in echt wirklich genau so aus.

Diese magische Cenote ist ein fester Bestandteil des erwähnten Scape Parks, und zu ihr führt ein schöner, gepflegter Dschungelpfad voller wilder Orchideen und riesiger Farne. Das Wasser in der Höhle ist recht kalt (meist um die 24 Grad), was aber in der schwülen karibischen Hitze unglaublich erfrischend und ein belebendes Erlebnis ist, das du so schnell nicht vergisst. Zum Wasser gelangst du über Holztreppen, von denen man die besten Fotos macht.

💡 Tipp: Fahr gleich morgens zu Hoyo Azul, als allererste Attraktion direkt nach der Öffnung des Parks, so hast du die Chance, diesen Ort zumindest für einen Moment ohne Hunderte weitere Touristen in Rettungswesten zu genießen.

8. Das versteckte Geheimnis Hoyo Claro

Wenn dich die Touristenmassen und der hohe Eintritt in den großen kommerziellen Parks abschrecken, gibt es eine tolle lokale Alternative. Das Naturschutzgebiet Hoyo Claro verbirgt eine ähnlich schöne Süßwasser-Cenote, aber hierher kommen überwiegend nur Einheimische am Wochenende. Es liegt etwas abseits der Haupt-Schnellstraße und keine bequemen Asphaltwege führen hierher, was den Ort perfekt vor den Massen aus den Resorts schützt. Deshalb vergiss nicht, dir vorher Offline-Karten aufs Handy herunterzuladen, das Signal verliert sich hier ab und zu.

Das Wasser ist hier kristallklar und erfrischend, aber Schließfächer, Duschen oder einen Kaffeestand erwarte hier nicht. Es ist reine dominikanische Natur ohne Firlefanz, also pack dir alles Nötige und auch Trinkwasser in den Rucksack.

💡 Tipp: Für die Anfahrt lohnt es sich, die Dienste eines zuverlässigen Ubers oder eines lokalen Taxifahrers zu nutzen, denn mit einem normalen gemieteten Pkw könntest du auf dem tiefen Feldweg große Probleme bekommen und stecken bleiben.

9. Indigenous Eyes Ecological Reserve

Das ist ein absolutes Juwel für Liebhaber ruhiger Natur und stiller Spaziergänge. In einem weitläufigen, schattigen Park beim Puntacana Resort befindet sich ein einzigartiges System aus zwölf Süßwasserlagunen, die durch sehr sorgfältig gepflegte Waldwege miteinander verbunden sind. Der Park wird von der lokalen Umweltstiftung Puntacana Ecological Foundation verwaltet, und das ganze weitläufige Gebiet ist streng geschützt und bewacht, damit die Natur in Ruhe atmen kann.

Das größte Highlight ist, dass in fünf dieser Lagunen das Schwimmen offiziell erlaubt ist. Das Wasser ist herrlich klar und voller kleiner Süßwasserfische und scheuer Wasserschildkröten, die du direkt von der Oberfläche aus beobachten kannst. An den Wegen sind geschickt Schilder platziert, auf denen du erfährst, wie diese wunderlichen Bäume heißen und was diese Tiere eigentlich so tun. Der ganze Ort wirkt außerdem unglaublich beruhigend, weit weg von der lauten Hotelanimation.

💡 Tipp: Vergiss nicht, dir wirklich starkes und funktionierendes Mückenschutzmittel gegen die tropischen Moskitos in den Rucksack zu packen, im tiefen Schatten des Dschungels und am Süßwasser gibt es hier ab und zu ordentliche Schwärme.

10. Spaß im Bávaro Adventure Park

Für Liebhaber starker Motoren, Adrenalin und allgegenwärtigen Drecks gibt es hier einen riesigen Erlebnispark direkt im Zentrum von Bávaro. Die Hauptattraktion ist hier die wilde Fahrt in Geländebuggys über ausgefahrene Matschstrecken, bei der garantiert kein Faden an dir trocken oder sauber bleibt. Während der Fahrt durchquerst du sogar kleinere Wasserfurten. Du kannst hier aber auch ganz gemütlich auf Pferden reiten, Gelände-Segways ausprobieren oder auf einer langen Zipline durch den Dschungel fliegen.

Ein riesiger Vorteil dieses Parks ist die Tatsache, dass du von den meisten beliebten Hotels in der Umgebung wirklich nur ein kurzes Stück hierher hast, sodass du nicht den halben Tag im Bus verbringst. Außerdem musst du dir keinen teuren Ganztagespass für alles kaufen, sondern kannst dir gezielt nur die konkreten Aktivitäten aussuchen und bezahlen, die dich wirklich interessieren und auf die du gerade Lust hast.

💡 Tipp: Für die Matschfahrt in den Buggys zieh alte Sachen an, um die es dir nicht leidtut, sie gegebenenfalls gleich in den Müll zu werfen, denn diesen satt roten dominikanischen Matsch bekommst du aus einem hellen Shirt nie mehr ganz raus.

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11. Seaquarium Punta Cana (mit Bedacht)

Das Seaquarium bietet eine sehr spezielle Möglichkeit, über den Meeresboden zu spazieren – in einem speziellen schweren Helm – und in einem riesigen Gehege direkt im Ozean zu schnorcheln. Während des Tauchgangs schwimmst du hier direkt zwischen Rochen und kleineren Haien (oft handelt es sich um völlig harmlose Ammenhaie), was auf dem Papier wie ein tolles und sicheres Erlebnis für die ganze Familie klingt. Zum Ort gelangst du mit einem großen Boot mit Glasboden, aus dem laute Partymusik dröhnt und der Rum schon ab den frühen Morgenstunden in Strömen fließt.

Ich muss aber ehrlich erwähnen, dass die Bewertungen und Eindrücke von diesem Ort recht zwiespältig ausfallen. Viele Reisende beschweren sich über die riesige Menge an Menschen, die ins Wasser gedrängt werden, das offensichtliche Stressen der Tiere und die insgesamt sehr kommerzielle und aufgesetzte Atmosphäre. Überleg dir deshalb gut, ob dir das für das nicht geringe Geld wirklich das wert ist oder ob du das Geld lieber woanders investierst.

💡 Tipp: Wenn du wilde Tiere magst und sie in ihrer natürlichen Umgebung sehen willst, bezahl lieber einen klassischen Schnorchelausflug zu den offenen Korallenriffen, das ist ein viel authentischeres und ruhigeres Erlebnis.

12. Das abendliche Downtown Punta Cana

Wenn dir nach ein paar Tagen das gleiche abendliche Animationsprogramm in deinem Resort keinen Spaß mehr macht, brich auf, um Downtown zu entdecken. Es ist ein riesiges modernes Einkaufs- und Unterhaltungszentrum unter freiem Himmel, das wie eine perfekt sichere Blase für Touristen funktioniert. Du findest hier riesige Kinos, jede Menge Geschäfte weltbekannter Marken, ein Hard Rock Cafe und Dutzende ausgezeichnete Restaurants aller Weltküchen. Tagsüber ist es eine ruhigere Einkaufszone, aber nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlt alles in Neonlicht und die Straßen füllen sich mit Menschen.

Genau hier auf dem Platz befindet sich auch der legendäre Nachtclub Coco Bongo, der eine unglaubliche wilde Mischung aus Kabarett, Akrobatik und klassischer Disco mit fliegenden Konfetti und Lichtshow bietet. Es ist die absolut einfachste und sicherste Art, abends aus dem Hotel rauszukommen, ohne dass du dich mit irgendeinem komplizierten Transport in unbekannte Viertel herumschlagen musst.

💡 Tipp: Im Areal von Downtown befindet sich auch ein riesiger Supermarkt Jumbo, wo du hochwertige Souvenirs, Bohnenkaffee und Zuckerrohr-Rum zu einem Bruchteil der lokalen Preise im Vergleich zu den überteuerten Hotelshops kaufst.

13. Lokales Leben in Los Corales und El Cortecito

Wenn du dir im Urlaub eine etwas authentischere Atmosphäre außerhalb der Mauern der riesigen Resorts wünschst, sind diese zwei miteinander verbundenen Viertel in der Gegend Bávaro absolut ideal. Es ist ein Gebiet mit einer riesigen Community aus Expats und digitalen Nomaden, sodass du hier eine wunderbare Mischung aus entspannter dominikanischer Kultur und präzisen europäischen Dienstleistungen findest. Die Gassen sind hier voller kleiner bunter Läden, Bäckereien und gemütlicher Cafés mit WLAN, aus denen der Duft frischen Gebäcks schon von Weitem strömt.

Genau das ist der Ort, wohin man gut essen fährt, wenn du dir klugerweise keinen All-inclusive-Aufenthalt kaufst. Es gibt hier Dutzende hervorragende Restaurants, Tapas-Bars und stilvolle Beachclubs, wo du einen eisgekühlten Drink direkt mit den Füßen im feinen Sand genießen und dabei nur dem Rauschen des Meeres und dem Klirren der Gläser lauschen kannst.

💡 Tipp: Ich empfehle dir, hierher zu einem langen Wochenend-Brunch zu fahren, die Atmosphäre ist hier unglaublich träge und entspannt, genau so, wie es in der echten Karibik am Wochenende aussehen sollte.

14. Die Betonbasilika in Higüey

Rund vierzig Minuten Fahrt von der strahlenden Küste entfernt liegt die ganz gewöhnliche Provinzhauptstadt Higüey, die dir das echte und ungeschönte Gesicht der Dominikanischen Republik zeigt. Das Hauptwahrzeichen der ganzen Stadt ist die riesige Betonbasilika Nuestra Señora de la Altagracia, der mit Abstand bedeutendste katholische Wallfahrtsort im ganzen Land. Ihre massive, in den Himmel ragende Bogenarchitektur ist wirklich imposant und absolut unverwechselbar, besonders vor dem strahlend blauen Himmel.

Rund um die Basilika pulsiert ein absolut chaotisches, unglaublich lautes und echtes dominikanisches Leben, das du in Punta Cana nicht erlebst. Du siehst hier überfüllte Obstmärkte, Motorräder, die sich gefährlich zwischen den Autos hindurchschlängeln, und riechst den schweren Duft frittierter Bananen von den Straßenständen. Es ist ein riesiger und nötiger Kontrast zu den perfekt geschnittenen Rasenflächen in den Luxusresorts und zeigt dir, wie die Einheimischen wirklich leben.

💡 Tipp: Für die Basilika selbst musst du angemessen dezente Kleidung tragen, die Schultern und Knie bedeckt, sonst lassen dich die strengen Wächter keine einzige Sekunde hinein – und das ohne jegliche Ausnahmen für Touristen.

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Wo du außerhalb des Resorts essen kannst

Wenn du gute Gastronomie magst, bleib auf keinen Fall nur bei den Hotelbuffets. Geh raus und entdecke die lokale kulinarische Szene, die definitiv etwas zu bieten hat, und zwar auch für Vegetarier. Die lokalen Restaurants legen Wert auf die Zutaten, und die Atmosphäre beim Abendessen im Freien hat ihren ganz eigenen unverwechselbaren Zauber.

15. Das fantastische Indian Aroma

Wenn wir schon beim Entdecken großartigen Essens in Los Corales sind, empfehle ich dir ein gastronomisches Kleinod. Indian Aroma ist ein unscheinbares Restaurant (keine Neonschilder, kein Strandruhm), aber die lokalen Expats kennen es und kommen regelmäßig her, und es ist klar, warum. Der Innenraum ist zwar sehr schlicht und beeindruckt dich mit nichts, aber umso mehr überrascht dich nach dem ersten Bissen die Qualität, die reichhaltigen Gewürze und die absolute Authentizität des Essens.

Warum ich es aber vor allem erwähne, ist ihre riesige und bis ins Detail ausgearbeitete vegetarische Karte. In einem Land, wo sich die meisten traditionellen Gerichte ausschließlich um Schweinefleisch und Fisch drehen, ist das eine absolute Oase und Rettung für alle, die pflanzliche Kost bevorzugen. Sie machen hier ausgezeichnete, gehaltvolle cremige Currys, frisch gebackenes fluffiges Naan-Brot und perfekt gewürzte pikante Linsen-Dahls.

💡 Tipp: Probier auf jeden Fall ihr vegetarisches Tikka Masala mit Paneer-Käse, es ist so ehrlich und sättigend, dass du gleich am nächsten Tag zu einem frühen Abendessen wieder hierher zurückkommen willst.

16. Das pflanzliche Riviera Express Vegan

Ein weiterer toller Anlaufpunkt für alle, die aus welchem Grund auch immer kein Fleisch essen, ist dieses klasse rein pflanzliche Restaurant. Riviera Express Vegan & Healthy Choice zeigt klar, dass man auch in der Karibik moderne gesunde Gastronomie auf allerhöchstem Niveau machen kann. Sie haben schön und modern angerichtete Gerichte voller leuchtender Farben und frischer lokaler Zutaten von den örtlichen Bio-Farmen.

Ich empfehle, besonders dann hierherzukommen, wenn du nach ein paar Tagen das Gefühl hast, von den schweren Hotelbuffets etwas übersättigt zu sein und dein Körper dringend eine ordentliche erfrischende Ladung Vitamine braucht. Sie machen hier tolle dicke Smoothies voller Energie, riesige frische Salate und auch sättigendere pflanzliche Burger mit knuspriger Bulette, nach denen dir nicht den ganzen Nachmittag schlecht wird.

💡 Tipp: Ihre hausgemachten Desserts ohne raffinierten Zuckerzusatz sind gefährlich gut, besonders die gehaltvollen Raw-Schokoladentörtchen solltest du zum Kaffee auf keinen Fall auslassen.

17. Das entspannte Castaways Bistro und Wowzer

Dieses großartige Bistro in Los Corales ist ein absoluter Klassiker, den ehrlich sowohl Touristen als auch langjährige lokale Expats lieben. Das Castaways Bistro hat eine tolle entspannte Atmosphäre unter einem riesigen Reetdach, das schön kühlt, und das Personal ist hier unglaublich freundlich und lächelnd. Es ist genau der Typ Lokal, wo du mit einem Buch viel länger verweilst, als du morgens ursprünglich geplant hattest, während du an ihrem legendären Eiskaffee nippst. Ein sehr ähnliches und ebenso tolles Konzept mit einer beeindruckenden Frühstücksauswahl bietet auch das nahe gelegene Wowzer Brunch & Restaurant.

Sie kochen hier eine tolle internationale Küche mit leichtem karibischem Einschlag, und die Portionen auf dem Teller sind wirklich sehr großzügig, sodass du meist nicht mal alles aufisst. Sie haben ausgezeichneten starken Kaffee und machen absolut legendäre Wochenendfrühstücke und lange Brunches, für die in der Saison oft sogar Schlangen vor dem Eingang stehen.

💡 Tipp: Probier ihren perfekten Avocado-Toast mit pochiertem Ei und fein pikanter Sauce, dazu einen gekühlten frischen Saft, und ein träger perfekter Vormittag ist garantiert.

18. Entdeckung lokaler fleischloser Spezialitäten

Obwohl die traditionelle dominikanische Küche stark auf Schweinefleisch, Hühnchen und frittierten Fisch setzt (die Einheimischen lieben vor allem das gehaltvolle Fleisch-Sancocho oder den frittierten Pescado Frito), findest du hier auch jede Menge tolle lokale Gerichte, die von Natur aus fleischlos sind. Der allergrößte Klassiker ist Mangú, ein köstlicher und sehr sättigender Brei aus gekochten grünen Kochbananen (Plantains), der typischerweise mit marinierten roten Zwiebeln gleich zum Frühstück gegessen wird. Manchmal wird er auch mit frittiertem Käse serviert, was eine geniale Kombination ist.

Eine absolute sichere Bank für ein schnelles Mittagessen ist dann Arroz con Habichuelas, also Reis mit roten Bohnen, das inoffizielle Nationalgericht, das du in der vegetarischen Version wohl an jedem Straßenstand oder in jeder kleineren Kneipe (dem sogenannten Comedor) bekommst. Als tolle Beilage nimm dir auf jeden Fall Tostones, das sind zweimal frittierte knusprige Scheiben ungesüßter Bananen, oder goldgelb frittierte Yuca, die gewöhnliche Pommes spielend in die Tasche steckt.

💡 Tipp: Die lokalen karibischen Avocados sind riesig, unglaublich buttrig und schmecken völlig anders als die aus den deutschen Supermärkten – du musst sie auf dem Teller nur ein wenig salzen und mit frischer Limette beträufeln.

19. Süße dominikanische Getränke

Die Dominikanische Republik produziert für die Welt nicht nur den berühmten, in Eichenfässern reifenden Zuckerrohr-Rum, sondern bietet auch fantastische und sehr spezielle alkoholfreie Getränke. Der absolute Hit an heißen Tagen ist Morir Soñando, was sich poetisch mit „Träumend sterben“ übersetzen lässt. Es handelt sich um einen unglaublich erfrischenden Mix aus frischem Orangensaft, Kondensmilch, Rohrzucker und jeder Menge Eis, der am Ende genau wie geschmolzenes cremiges Orangeneis schmeckt, nur im Glas.

Das Land ist außerdem berühmt für die Produktion von Premium-Kakao und ausgezeichnetem Kaffee, der überwiegend in den Bergregionen im Landesinneren wächst. Der lokale Kaffee ist sehr stark, dunkel geröstet und wird aus kleinen Plastikbechern mit einer riesigen Menge Zucker getrunken. Du bekommst ihn an jeder Ecke von Straßenverkäufern mit Thermoskanne, und er katapultiert dich garantiert durch den ganzen restlichen Nachmittag voller Herumlaufen am Strand.

💡 Tipp: Bestell dir in den Cafés zum Frühstück eine dicke heiße Schokolade, die aus lokalen zerkleinerten Kakaobohnen zubereitet wird, das ist ein völlig anderes Geschmackserlebnis als das Instantpulver, das wir von zu Hause kennen.

20. Vorsicht vor Timeshares und Delfinen

Ganz zum Schluss muss ich zwei wichtige Warnungen für deine Geldbörse und dein Gewissen hinzufügen, damit du nicht unnötig verärgert aus dem Urlaub zurückkommst. Wenn dir jemand am Strand oder in der Hotellobby aus dem Nichts einen kostenlosen Bootsausflug oder ein „VIP-Frühstück“ in einem Luxushotel gratis anbietet, im Austausch für nur eine Stunde deiner Zeit, kannst du dir zu 99 % sicher sein, dass es sich um eine außergewöhnlich aggressive Verkaufspräsentation sogenannter Timeshares (geteiltes Eigentum an Ferienapartments) handelt. Dieser Termin stiehlt dir einen halben Urlaubstag und jede Menge Nerven, denn die Verkäufer können unglaublich hartnäckig sein. Lehne diese Angebote mit einem Lächeln, aber sehr entschieden gleich zu Beginn ab.

Und die zweite Sache betrifft die beliebten Familienausflüge mit Tieren. In Punta Cana wird eine riesige Menge an Möglichkeiten zum Schwimmen mit Delfinen in Betonbecken und geschlossenen Meeresgehegen angeboten, aber aus ethischen Gründen kann ich dir den Besuch dieser Einrichtungen mit Tieren in Gefangenschaft mit ruhigem Gewissen nicht empfehlen. Die Tiere leiden hier oft unter enormem Stress und dem völligen Mangel an Platz für natürliche Bewegung und Jagd im Ozean.

💡 Tipp: Investiere deine Zeit und dein gespartes Geld lieber klug in Ganztages-Ausflüge in die Nationalparks, wo du mit etwas Glück Meerestiere beobachten kannst, die frei im Ozean schwimmen, ganz ohne einschränkende Zäune und Betonwände.

Wohin von Punta Cana aus weiter

Wie schon erwähnt, kauft man das Programm in dieser Region großteils über Ausflüge und Bootsfahrten. Die schönsten Naturszenerien liegen nicht direkt bei den Hotels, sondern du musst zu ihnen zu einer organisierten Entdeckung aufbrechen. Hier sind die besten Richtungen, wohin du von Punta Cana aus für einen ganzen Tag entfliehen kannst:

  • Isla Saona und Bayahibe: Das ist der absolut meistverkaufte Ausflug, und das ist kein Wunder. Vom Dörfchen Bayahibe (wo es übrigens fast nie Algen gibt) fährst du mit einem Katamaran zur Insel Saona, die im Nationalpark Cotubanamá liegt. Der schönste und ruhigste Teil der Insel ist der Halt Canto de la Playa, wo der Sand so weiß ist, dass einem davon wirklich die Augen brennen und schmerzen. Auf der Rückfahrt hält man oft an einem natürlichen Badeplatz mit Seesternen.
  • Parque Nacional Los Haitises: Der interessanteste Naturausflug für alle, die mehr sehen wollen als nur Strand und Meer. Dich erwartet eine Bootsfahrt zwischen Mangroven, geheimnisvolle Kalksteininselchen in der Bucht, auf denen Pelikanschwärme nisten, und die Erkundung alter Höhlen, wo du gut erhaltene Piktogramme der Ureinwohner vom Volk der Taínos siehst. Es ist zwar ein ganztägiger und recht anstrengender Ausflug mit frühem Aufstehen, aber es lohnt sich definitiv.
  • Isla Catalina: Vom Hafen in La Romana fährt man zu dieser kleinen Insel, die für das beste Schnorcheln in der weiten Umgebung berühmt ist. Die lokalen Korallengärten sind voller Leben, bunter Papageifische, und das Wasser ist hier klar wie Glas. Der ganze Ausflug ist merklich ruhiger als die Partyboote zum belebteren Saona.
  • Montaña Redonda: Wenn du Instagram nutzt, hast du dieses Foto bestimmt schon gesehen. Es handelt sich um einen Hügel, der rund eine Stunde Fahrt nördlich liegt, auf dessen Gipfel riesige Schaukeln gebaut sind, die scheinbar direkt über dem Abgrund thronen. Der Ausblick auf die grüne Landschaft und den Ozean in der Ferne ist von hier absolut phänomenal, und nach oben bringen dich offene Safari-Lastwagen.
  • Altos de Chavón: Diese architektonische Kuriosität, die über der tiefen Schlucht des Flusses Chavón liegt, ist eine originalgetreue Nachbildung eines mediterranen Dorfes aus dem 16. Jahrhundert, inklusive eines riesigen, aus Stein gehauenen Amphitheaters. Man fährt oft im Rahmen kombinierter Ausflüge mit der Insel Saona hierher oder als Nachmittagsausflug zum Einkaufen lokaler Kunst.

Wenn dich interessiert, wie du die konkrete Gegend für dein Hotel richtig auswählst, habe ich für dich eine ausführliche Anleitung Wo du in Punta Cana wohnen solltest vorbereitet, die dir dabei hilft. Und wenn du planst, auch andere Teile der Insel zu bereisen, schau dir auf jeden Fall unseren großen Guide Dominikanische Republik: Urlaub, 21 Tipps und wann du fahren solltest an, wo du jede Menge weiterer Inspiration und praktischer Reisetipps findest.

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Häufig gestellte Fragen

Hier ist eine Übersicht der häufigsten Fragen, die mir von euch zugehen, damit du vor der Reise in allem Klarheit hast.

Brauche ich ein Visum für die Dominikanische Republik?

Für normale Touristenaufenthalte benötigen Sie kein Visum, allerdings ist das Ausfüllen des elektronischen Formulars e-Ticket verpflichtend, und zwar sowohl vor der Einreise als auch vor der Ausreise aus dem Land. Dieses Formular wird online ausgefüllt, ist völlig kostenlos und generiert einen QR-Code, den Sie dem Beamten auf Ihrem Handy zeigen. Die frühere Touristenkarte, die für 10 USD am Flughafen an einem speziellen Schalter gekauft werden musste, ist heute automatisch im Ticketpreis enthalten.

Lohnt sich All-inclusive in Punta Cana?

Wenn Sie absolute Ruhe suchen, nichts kompliziert organisieren wollen und mit der Familie reisen, dann lohnt sich All-inclusive auf jeden Fall und macht am meisten Sinn. Die Hotels haben zudem oft ausgezeichnete Kinderclubs. Für aktivere Reisende, die ganze Tage auf Ausflügen außerhalb des Hotels verbringen und abends begeistert lokale Restaurants in Gegenden wie Los Corales erkunden möchten, ist es jedoch oft wirtschaftlicher, eine Unterkunft nur mit Frühstück zu nehmen und mehr Freiheit zu genießen.

Wie steht es um die Sicherheit in Punta Cana?

Direkt in der Resortzone und an den angrenzenden Stränden ist die Sicherheit auf sehr hohem Niveau, große Hotels haben starke und wachsame Sicherheitsdienste und es gibt auch eine spezielle Touristenpolizei (POLITUR). Ihre Pässe und Wertsachen sollten Sie aber natürlich trotzdem im Hotelsafe aufbewahren und nachts nicht auf unbeleuchteten Stränden außerhalb des Resorts spazieren gehen. Die Hauptrisiken hier sind nämlich nicht Kleinkriminalität, sondern eher unvorhersehbare Meeresströmungen beim Baden, die extrem starke karibische Sonne und gelegentlich aufdringliche Verkäufer überteuerte Ausflüge.

Funktioniert Uber in Punta Cana?

Ja, Uber funktioniert hier seit 2020 zuverlässig und ist eine großartige, sehr sichere und staatlich regulierte Art der Fortbewegung. Die Preise sehen Sie schön im Voraus in der App und eine kurze Fahrt zwischen Resorts oder in die Downtown kostet Sie etwa 7 bis 10 USD, was oft viel günstiger ist als das ermüdende Feilschen mit örtlichen Taxifahrern, die bei Touristen gerne überhöhte „Flughafen“-Tarife ausprobieren.

Wie viel kosten Ausflüge von Punta Cana aus?

Die Preise für Ausflüge variieren enorm, je nachdem bei wem Sie sie kaufen, in wie großer Gruppe Sie fahren und was alles im Preis inbegriffen ist (zum Beispiel Mittagessen oder Parkeintritt). Kaufen Sie immer bei zertifizierten Agenturen mit Niederlassung oder über geprüfte Portale mit Bewertungen, niemals bei zufälligen Schleppern am Strand, die Ihnen das Blaue vom Himmel versprechen und dann mit Ihrer Anzahlung verschwinden. Die Preise können sich während der Saison ändern, daher sollten Sie sie immer vorher online überprüfen.

Ist das Leitungswasser trinkbar?

Nein, Leitungswasser darf in der Dominikanischen Republik auf keinen Fall getrunken werden, auch nicht in den luxuriösesten Fünf-Sterne-Resorts mit goldenen Wasserhähnen. Zum Trinken und sicherheitshalber auch zum Zähneputzen verwenden Sie immer ausschließlich Flaschenwasser, so vermeiden Sie unnötige Magen-Darm-Probleme. Sie müssen aber überhaupt keine Angst vor Eis in Getränken oder gewaschenen Salaten in Hotels und besseren Touristenrestaurants haben, diese werden strikt mit sicherem, industriell gereinigtem Wasser zubereitet.

Wie funktioniert die Aufschlagung von Steuern in Restaurants?

Das ist etwas, das viele unvorbereitete Touristen unangenehm überrascht. In klassischen Restaurants außerhalb Ihres bezahlten All-inclusive werden zum auf der Speisekarte angegebenen Preis automatisch 18% Steuer (ITBIS) und dazu noch 10% gesetzliches Trinkgeld (propina legal) hinzugerechnet. Rechnen Sie also damit, dass Ihre Endrechnung immer fast ein Drittel höher sein wird als der Betrag, den Sie ursprünglich auf der Karte zusammengerechnet haben. Die meisten Leute lassen außerdem noch etwas Bargeld (am besten Ein-Dollar-Scheine) für die Bedienung auf dem Tisch über diese Gebühr hinaus.

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