Du träumst von den klassischen Kykladen mit blendend weißen Häusern und blauen Fensterläden, schreckt dich aber der Gedanke ab, hundert Euro für einen Liegestuhl hinzublättern und sich durch Kreuzfahrttouristen zu drängen? Dann ist Paros, Griechenland, genau das Richtige für dich. Die Insel trägt nicht ohne Grund den Spitznamen „das kleine Mykonos ohne Mykonos-Preise“ – und ist eine der elegantesten und dabei noch immer erschwinglichen Destinationen in ganz Griechenland.
Paros ist der goldene Mittelweg: enge Gassen voller blühender Bougainvilleen, stilvolle Boutiquen und Cafés, malerische Fischerhäfen wie aus einem Film und wunderschöne Strände mit Wasser in einer Farbe, die man sonst nur von den Seychellen kennt. Und das alles, ohne sich arm zu kaufen. Die Insel zieht vor allem Paare, Feinschmecker und alle an, die Entspannung und Stil in perfekter Balance suchen.
In diesem Reiseführer zeige ich dir 15 Tipps, was du auf Paros sehen und erleben kannst – vom zauberhaften Naoussa über Granitstrände bis hin zum Ausflug auf das böhmische Antiparos. Los geht’s! ☺️

Zusammenfassung
- Paros ist elegant und erschwinglich. Kykladenromantik wie auf einer Postkarte – für einen Bruchteil der Preise von Mykonos oder Santorin.
- Zwei Gesichter der Insel: das lebhafte Parikia mit antiken Sehenswürdigkeiten und das zauberhafte Fischerdorf Naoussa im Norden.
- Schönste Strände: Kolymbithres mit Granitfelsen wie auf den Seychellen und Golden Beach, das Mekka des Windsurfens.
- Das Inland nicht vergessen – vor allem das Bergdörfchen Lefkes mit traditionellen Kafenions und absoluter Ruhe.
- Ausflug nach Antiparos ist Pflicht. Das böhmische Inselchen liegt nur zehn Minuten per Fähre entfernt und beherbergt eine riesige Tropfsteinhöhle.
- Beste Reisezeit: Mai, Juni oder September. Im Sommer weht der Meltemi-Wind, der zwar angenehm kühlt, aber Wellen aufwühlt.
Parikia: das Tor zur Insel mit antiker Seele

Der Haupthafen und die größte Stadt der Insel ist Parikia, wo die Fähren täglich Scharen von Besuchern anlanden. Lass dich vom ersten Eindruck am Hafen jedoch nicht abschrecken: Gleich dahinter verbirgt sich eine bezaubernde Altstadt mit verwinkelten Gassen, weißen Häusern und zahlreichen Tavernen.
Sehenswert sind hier die fränkische Burg, die direkt aus antiken Marmorsäulen erbaut wurde, sowie die byzantinische Kirche Ekatontapiliani – die Kirche der hundert Türen – eine der bedeutendsten und ältesten Kirchen in ganz Griechenland. Ein abendlicher Spaziergang durch Parikia, wenn die Lichter angehen und die Tagestouristen abgefahren sind, hat seinen ganz eigenen Zauber.
Naoussa: der schönste Hafen der Kykladen

Das eigentliche Juwel der Insel ist der Fischerhafen Naoussa im Norden. Aus dem einst verschlafenen Dörfchen ist ein Epizentrum des kykladischen Charmes geworden – und dennoch hat es seine Seele bewahrt.
Den alten Hafen säumen Tavernen, deren Tische buchstäblich Zentimeter über der Meeresoberfläche schaukeln, kleine weiße Kapellen und blumengeschmückte Gassen. Abends kommt man hierher für einen Cocktail, frisches Essen und vor allem für die Atmosphäre, die einfach magisch ist. Paros Griechenland Naoussa ist eines jener Orte, an denen man leicht das Zeitgefühl verliert und bis tief in die Nacht sitzen bleibt.
Die schönsten Strände auf Paros
Paros bietet Strände, wie man sie anderswo in Griechenland kaum findet – und jeder ist völlig anders. Das sind die, die du unbedingt gesehen haben musst.
Kolymbithres

Dieser Strand sieht eher nach Seychellen als nach Griechenland aus. Er ist eingebettet zwischen glatte Granitfelsen, die Wind und Wasser zu runden Formen geschliffen haben, zwischen denen sich türkisblaues Wasser in natürlichen Felspools sammelt. Ein Paradies für Fotos wie für Abkühlung im Schatten der Felsen – und er liegt direkt bei Naoussa, sodass man mit einem kleinen Boot über die Bucht herüberfahren kann.
Golden Beach (Chrissi Akti)
Ein langer Streifen goldenen Sandes im Südosten der Insel, der dank beständigem Wind zum internationalen Mekka des Windsurfens und Kitesurfens geworden ist. Hier finden sogar Weltcup-Wettkämpfe statt – wer also selbst aufs Board möchte oder einfach den bunten Segeln auf den Wellen zuschauen will, ist hier genau richtig. Auch ohne Sport ist es ein schöner, weitläufiger Strand mit guter Infrastruktur.
Marmor, Wind und das Inselinnere

Schon in der Antike war Paros für seinen Marmor berühmt – so rein und lichtdurchlässig, dass die größten Bildhauer der Welt ihn für ihre bedeutendsten Werke verwendeten. Auch die weltberühmte Venus von Milo, die heute im Pariser Louvre bewundert wird, wurde aus parischem Marmor gemeißelt. Die Spuren der antiken Steinbrüche sind im Inselinneren noch heute zu sehen.
Das Inselinnere wäre ein Fehler zu übersehen. Versteckt liegt hier das Dörfchen Lefkes, die ehemalige Hauptstadt der Insel, hoch oben in den Hügeln, umgeben von Kiefern und Olivenbäumen. Absolute Stille, weiße Gassen, die sich den Hang hinaufschlängeln, und die besten traditionellen Kafenions weit und breit. Bei einem griechischen Kaffee hier zu sitzen, weit weg vom Strandtrubel, ist Balsam für die Seele.
Ausflug nach Antiparos

Auf Paros zu sein und nicht kurz nach Antiparos überzusetzen wäre eine Sünde. Die Fähre vom Hafen Pounta braucht gerade mal zehn Minuten – und schon wartet eine völlig andere Welt auf dich.
Antiparos ist kleiner, ruhiger und hat eine bohème-hafte Atmosphäre – kein Zufall, dass sich Schauspieler Tom Hanks hier ein Haus gekauft hat. Das Highlight der Insel ist eine gewaltige Tropfsteinhöhle in ihrem Inneren, in die man über 411 Stufen hinabsteigt und die zu den ältesten besuchten Höhlen der Welt zählt. Dazu einen Kaffee im Hafendörfchen – und das Gefühl, dass die Zeit hier einfach stehengeblieben ist.
Wo essen und was probieren
Paros ist ein Paradies für Genießer, und Tavernen gibt es hier zuhauf – vor allem in Naoussa und Parikia. Als Vegetarier kommt man hier voll auf seine Kosten: frische kykladische Salate, gebratener Käse, lokale Fava, Tomatenbällchen und allerlei Süßigkeiten warten auf dich.
Die Insel ist außerdem bekannt für ihren Wein und Käse – der lokale Xinomyzithra-Käse und die parischen Weine gehören zum Pflichtprogramm. In einer Taverne direkt am Wasser in Naoussa zu sitzen, wo die Tische über dem Wellengang schaukeln, ist für sich genommen schon ein gastronomisches Erlebnis – selbst wenn es nur Salat und ein Kännchen Wein gibt.
Wann nach Paros reisen
Wie auf den übrigen Kykladen gilt auch für den Paros Griechenland Urlaub: Juli und August sind die heißesten und belebtesten Monate. In dieser Zeit weht der Meltemi am stärksten – er kühlt angenehm, kann aber Wellen aufwühlen und die Fährverbindungen beeinträchtigen. Windsurfer hingegen lieben ihn.
Am schönsten sind Mai, Juni und September. Im Frühling ist die Insel frisch und blühend, das Meer schon badetauglich und die Massen noch nicht da. Der September punktet mit warmem Wasser und entspannterer Stimmung. Wer Romantik und Ruhe sucht, sollte auf September setzen.
Wo auf Paros übernachten
Die meisten Unterkünfte findest du in der Hauptstadt Parikia (praktisch für Fähranschlüsse) und im schicken Naoussa im Norden, das zwar teurer, atmosphärisch aber unschlagbar ist. Wer Ruhe und Strand bevorzugt, wählt die Gegend um Golden Beach im Südosten oder das Küstenort Drios.
💡 Unterkunftstipp: Wir suchen am liebsten auf Booking.com, wo die Stornobedingungen meistens am besten sind. In Naoussa und Parikia füllen sich die Unterkünfte in der Saison schnell – am besten frühzeitig buchen.
Paros ist zwar etwas teurer als etwa das benachbarte Naxos, kommt aber immer noch deutlich günstiger als Mykonos oder Santorin – bei vergleichbarer kykladischer Schönheit. Mit dem gesparten Geld gönnt man sich lieber ein Abendessen in einer der stilvollen Tavernen von Naoussa.
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Häufig gestellte Fragen
Was kann man auf Paros sehen?
Auf Paros solltet ihr auf keinen Fall den zauberhaften Fischerhafen Naoussa verpassen, die Altstadt und die byzantinische Kirche Ekatontapiliani in Parikia sowie die Strände Kolymbithres mit ihren Granitfelsen und Golden Beach zum Windsurfen. Einen Ausflug wert ist das Bergdorf Lefkes im Inselinneren und vor allem die Nachbarinsel Antiparos mit ihrer riesigen Tropfsteinhöhle. Die Insel ist ideal für Paare und Feinschmecker.
Wo liegt die Insel Paros?
Paros liegt im Herzen der Kykladen in der Ägäis, direkt neben der Insel Naxos und nicht weit von Mykonos und Santorini entfernt. Die Insel zählt zu den am besten erreichbaren Kykladeninseln und ist hervorragend per Fähre mit Athen verbunden, sowohl vom Hafen Piräus als auch von Rafina, sowie mit den umliegenden Inseln. Damit eignet sie sich perfekt fürs Inselhopping.
Ist Paros teuer?
Paros ist teurer als beispielsweise das benachbarte Naxos, aber deutlich günstiger als Mykonos oder Santorini, wo die Preise um 40 bis 60 Prozent höher liegen. Die Insel bietet daher ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis – kykladische Schönheit und Eleganz zu vernünftigen Preisen. Am teuersten ist das mondäne Naoussa, günstiger übernachtet man in Parikia oder an den südlichen Stränden.
Welche Insel ist schöner, Paros oder Naxos?
Das hängt davon ab, was ihr sucht. Naxos ist familienfreundlicher, rustikaler und hat die besten Sandstrände für Kinder, während Paros eleganter, kosmopolitischer und stilvoller ist – ideal für Paare. Beide Inseln liegen direkt nebeneinander und lassen sich während eines Urlaubs problemlos mit einer kurzen Fährfahrt kombinieren.
Wann sollte man nach Paros reisen?
Am besten sind Mai, Juni und September. Im Mai und Juni ist die Insel frisch und blühend, und das Meer ist bereits warm genug zum Baden, während der September warmes Wasser und eine ruhigere Atmosphäre nach der Hauptsaison bietet. Juli und August sind am heißesten und am vollsten, und dann weht auch der Meltemi-Wind am stärksten, den Windsurfer lieben.
Wie kommt man nach Paros?
Nach Paros gelangt man am häufigsten mit der Fähre von den Athener Häfen Piräus oder Rafina, die Überfahrt dauert etwa 3 bis 4 Stunden, mit dem Schnellboot weniger. Die Insel hat auch einen kleinen Flughafen mit Inlandsflügen von Athen. Dank ihrer zentralen Lage in den Kykladen ist Paros bestens mit den umliegenden Inseln verbunden und lässt sich daher leicht ins Inselhopping einbauen.
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