Wenn man Peru sagt, denkt wohl jeder zuerst an die verlorene Stadt in den Wolken. Cusco (auch Cuzco), die Hauptstadt des Inka-Reiches, ist für viele nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Machu Picchu. Dabei verbergen die Straßen von Cusco Peru Kolonialkirchen, die direkt auf präzisen Inka-Mauern errichtet wurden. Ein Aufenthalt von zwei bis drei Tagen in Cusco lohnt sich auf jeden Fall.
Tickets für Machu Picchu morgens vor Ort zu kaufen, ist mittlerweile eher Glückssache, denn die Eintrittskarten haben ein neues System mit genauen Zeitfenstern und zehn verschiedenen Routen. Ausländer zahlen 152 peruanische Soles (S/ 152, also etwa 40 €), und für Routen mit Bergbesteigung laut Agenturen S/ 200 (etwa 50 €). Ab Mai 2026 kommt eine Gebühr für die Verwaltung der Schutzgebiete SERNANP in Höhe von S/ 11 (etwa 3 €) hinzu. Seit dem 22. September 2026 kann man ein Ticket nicht mehr reservieren, ohne zu zahlen, und du musst innerhalb von fünfzehn Minuten bezahlen. Der Kulturminister hat angekündigt, dass Reservierungen nicht mehr zurückerstattet werden. Im Dorf Aguas Calientes am Fuß des Berges kannst du Tickets höchstens drei Tage im Voraus kaufen. Die Bedingungen ändern sich jedoch. Den aktuellen Verkaufsstatus solltest du daher auf der offiziellen Website tuboleto.cultura.pe überprüfen.
Bevor du deine Koffer packst, denk an die Höhe von 3.400 Metern, wo Akklimatisierung die Grundlage für einen erfolgreichen Aufenthalt ist. Der ideale Ablauf: Von Lima fliegst du zum Flughafen in Cusco und fährst von dort direkt ins tiefer gelegene Heilige Tal. Lass dich nicht von Berichten über einen neuen Flughafen beim Dorf Chinchero verwirren. Schätzungen zufolge wird er frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 eröffnet. Vorerst wird noch auf dem alten Flughafen direkt in Cusco gelandet. Für die Erkundung der Region benötigst du das Kombiticket Boleto Turístico für S/ 130 (etwa 35 €). Es ist zehn Tage gültig und kann nur vor Ort in Cusco oder am Eingang der Sehenswürdigkeiten gekauft werden. Online wird es nicht verkauft. Es deckt Machu Picchu nicht ab, ebenso wenig die Kathedrale, den Tempel Qorikancha oder die Salzfelder von Maras.

Zusammenfassung
- Tickets für Machu Picchu: Die Tickets werden für bestimmte Routen und Zeitfenster verkauft, und seit September 2026 musst du innerhalb von fünfzehn Minuten bezahlen. Die Regeln ändern sich, überprüfe sie auf tuboleto.cultura.pe.
- Akklimatisierung: Die Stadt liegt hoch, und für einen problemlosen Aufenthalt ist es sinnvoll, die ersten Nächte im tiefer gelegenen Heiligen Tal zu verbringen.
- Boleto Turístico: Für das Kombiticket zahlst du S/ 130 (etwa 35 €). Das Ticket deckt jedoch Machu Picchu und die Salzfelder von Maras nicht ab.
- Wie viele Tage du brauchst: Plane für die Stadt und Umgebung zwei bis drei Tage ein. Das Heilige Tal und Machu Picchu nehmen weitere zwei bis drei Tage in Anspruch.
- Wann losfahren: Ein guter Kompromiss sind April, Mai, September und Oktober. Es regnet wenig und in der Stadt sind weniger Menschen als von Juni bis August. Machu Picchu hat aber im September und Oktober noch Hochsaison.
- Anreise nach Machu Picchu: Von Mai bis Dezember fährt PeruRail direkt von den Bahnhöfen San Pedro und Poroy. Von Januar bis April und bei Inca Rail erfolgt die Fahrt von Cusco aus mit einer Kombination aus Bus und Zug. Die meisten Verbindungen gibt es von Ollantaytambo.
- Sicherheit und Essen: Pass auf Taschendiebe und gefälschte Taxis auf. Freuen kannst du dich hingegen auf eine große Auswahl für Vegetarier.
Wann nach Cusco reisen und praktische Informationen
Das Klima in den peruanischen Anden teilt sich nur in zwei ausgeprägte Jahreszeiten, daher solltest du dies bereits bei der Reiseplanung berücksichtigen. Die Trockenzeit dauert von Mai bis September und bringt sonnige Tage mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 21 °C, während die Nächte kalt sind. Ein guter Kompromiss sind April, Mai, September und Oktober. Es regnet wenig und in der Stadt sind weniger Menschen als von Juni bis August, Machu Picchu hat aber im September und Oktober noch Hochsaison.
Die Regenzeit herrscht von November bis März und kann Reisepläne durcheinanderbringen. Im Januar regnet es durchschnittlich fast zwanzig Tage im Monat. Der beliebte Inka-Trail ist den gesamten Februar geschlossen wegen regelmäßiger Wartungsarbeiten, und das Wetter in den Bergen ist zudem unberechenbar. Auch in der Trockenzeit kann es ausnahmsweise nass sein. Laut Berichten lokaler Agenturen war der Inka-Trail aufgrund von Regenfällen im Zusammenhang mit El Niño vom 18. August bis 5. September 2026 geschlossen. Wenn du im Juni oder Juli aufbrichst, bereite dich auf kalte Nächte vor. Die durchschnittliche Mindesttemperatur sinkt auf 1 bis 2 °C und lokale Häuser haben oft keine Heizung. Das berühmteste Fest ist das Sonnenfest Inti Raymi, das jedes Jahr am 24. Juni stattfindet.
💡 Tipp: In großer Höhe brennt die Sonne viel stärker, als es scheint. Pack daher auch für kalte Tage Sonnencreme ein.
Von Europa nach Cusco gibt es keine Direktflüge, und internationale Linien von Cusco fliegen nur in andere südamerikanische Staaten. Die Reise führt daher normalerweise über Lima. Der Inlandsflug dauert etwa anderthalb Stunden und wird von den Fluggesellschaften LATAM, SKY oder JetSMART durchgeführt. Vom Flughafen kommst du in zehn bis zwanzig Minuten ins Stadtzentrum. Ein Taxi vom offiziellen Stand kostet orientierungsgemäß 35 bis 60 Soles (etwa 9 bis 16 €). In Cusco funktioniert auch die Uber-App. Normale Taxis haben kein Taxameter, daher solltest du den Preis im Voraus vereinbaren. Von der Straße aus solltest du lieber kein Taxi anhalten, was auch das britische Außenministerium (FCDO) empfiehlt.
Die offizielle Währung ist der peruanische Sol, und ein Sol entspricht etwa 0,16 €. Größere Hotels und Agenturen akzeptieren normalerweise US-Dollar. Kleine Sol-Beträge in bar brauchst du jedoch für Gebühren an die Gemeinden bei Natursehenswürdigkeiten. Geldautomaten findest du zwar an jeder Ecke, Geld solltest du aber immer innerhalb von Bankfilialen abheben, um das Risiko eines Kartenkopierens zu vermeiden. In Restaurants lässt man normalerweise zehn Prozent Trinkgeld, wenn die Rechnung keine Servicegebühr enthält. Die Steckdosen haben 220 V und 60 Hz. Der europäische Zweipolstecker passt oft hinein, ansonsten verwendest du einen Adapter. Leitungswasser ist nicht trinkbar.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen normalen Aufenthalt kein Visum. Standardmäßig erhältst du 90 Tage, die längste mögliche Aufenthaltsdauer beträgt 183 Tage und kann nicht verlängert werden. Für jeden Tag über die erlaubte Zeit wird eine Strafe von S/ 4,50 (etwa 1 €) fällig. Das Einreiseformular TAM (Tarjeta Andina de Migración) ist seit 2023 nur noch elektronisch und kann kostenlos ausgefüllt werden. Hotels werden es von dir verlangen, denn damit zahlst du als Ausländer bei einem Aufenthalt bis zu sechzig Tagen keine achtzehnjährige Übernachtungssteuer. Deinen Reisepass brauchst du beim Kauf von Tickets für Machu Picchu, dem Kombiticket Boleto Turístico und Zugtickets. Laut PeruRail weisen sich Ausländer am Eingang zu Machu Picchu ausschließlich mit dem Reisepass aus.
Höhenkrankheit und Sicherheit
Der Aufenthalt in den Anden bringt spezifische gesundheitliche Herausforderungen mit sich, die Aufmerksamkeit erfordern. Das amerikanische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) gibt an, dass nach einem schnellen Flug nach Cusco bis zur Hälfte der Reisenden erkrankt. Cusco liegt 3.400 Meter über dem Meeresspiegel. Das CDC rät daher, die erste Nacht so niedrig wie möglich zu schlafen, am besten nicht höher als etwa 2.750 Meter. Das Heilige Tal (ca. 2.800 bis 2.950 m) nähert sich dieser Grenze, während Machu Picchu (2.430 m) darunter liegt. Es ist sinnvoll, die erste oder die ersten beiden Nächte tiefer zu verbringen, damit sich der Körper gewöhnt.
Bewege dich die ersten Tage langsam, trinke viel Flaschenwasser und verzichte die ersten achtundvierzig Stunden auf Alkohol. Über die Einnahme vorbeugender Medikamente wie Acetazolamid solltest du dich vor der Reise mit deinem Arzt beraten. Der allgegenwärtige Koka-Tee gehört zu den lokalen Gepflogenheiten und vielen Menschen geht es danach besser, ein Heilmittel gegen die Höhenkrankheit ist er aber nicht. Koka-Blätter kannst du vor Ort zwar auf jedem Markt kaufen, aber nimm sie niemals mit nach Hause. Das Koka-Blatt gehört zu den international kontrollierten Substanzen und seine Einfuhr in die EU ist verboten. Koka kann zudem zu einem positiven Drogentest führen. Wenn du Atemnot in Ruhe verspürst oder unsicher gehst, musst du tiefer absteigen und einen Arzt aufsuchen.
💡 Tipp: Laut CDC verringert körperliche Fitness das Risiko der Höhenkrankheit nicht, daher sollten auch trainierte Sportler eine schrittweise Akklimatisierung einhalten.
Das Auswärtige Amt hat für Peru keine aktuellen Reisewarnungen herausgegeben. Das britische Außenministerium (FCDO) warnt vor Taschendieben in Touristengebieten und vor gefälschten Taxifahrern oder betrügerischen Wechselstuben. Geldwechsler versuchen manchmal, Touristen alte ungültige Inti-Banknoten (Währung gültig bis 1991) anstelle der heutigen Soles unterzuschieben. Die Reise kann gelegentlich durch lokale Proteste und Blockaden von Straßen oder Eisenbahnen erschwert werden. Aus Sicherheitsgründen solltest du nicht versuchen, sie zu durchfahren oder zu umgehen, sondern warten, bis sich die Situation beruhigt hat.
Das FCDO gibt an, dass es bei allein reisenden Frauen in der Umgebung von Cusco Fälle von unlauteren Praktiken einiger Agenturen verzeichnet hat. Vorsicht lohnt sich auch bei der Auswahl von Abenddrinks. In Peru gab es in der Vergangenheit Fälle von Methanolvergiftungen, daher solltest du den traditionellen Pisco nur in geprüften Bars trinken. Das FCDO warnt auch vor unregulierten Ritualen mit der Pflanze Ayahuasca, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben können.
Wo übernachten in Cusco
Die Wahl des richtigen Viertels spielt eine Rolle dabei, wie du die Andenstadt genießt. Nach der Akklimatisierung macht eine Unterkunft direkt im historischen Zentrum nahe der Plaza de Armas Sinn, wo du steile Hügel vermeidest. Die ersten Nächte nach der Ankunft verbringst du aber besser tiefer im Heiligen Tal (siehe unten). Im Zentrum befindet sich das Monasterio, A Belmond Hotel, Cusco. Eine Alternative für die Unterkunft im Zentrum ist auch das Wyndham Costa del Sol Cusco.
Wenn du im malerischen Handwerkerviertel wohnen möchtest und Steigungen nichts ausmachen, konzentriere dich auf San Blas. Es liegt an einem steilen Hang direkt über dem Hauptplatz und seine steilen Gassen bergen Werkstätten und einen Aussichtspunkt. Zur Unterkunft geht man hier bergauf über Treppen. Genau hier befindet sich die Antigua Casona San Blas. Für Reisende mit kleinerem Budget gibt es hier das Black Llama Hostel, Cusco, das allerdings ebenerdig beim Markt San Pedro liegt, nicht in San Blas.
Wie oben erwähnt, ist es ein kluger Schachzug, die ersten Nächte außerhalb der Stadt im Heiligen Tal zu verbringen, das in angenehmerer Höhenlage liegt. In dieser Gegend befindet sich das Tambo del Inka, a Luxury Collection Resort & Spa, Valle Sagrado, das als Basis für die Erkundung der Inka-Stätten dient.
Im Städtchen Aguas Calientes direkt unterhalb des Berges macht es Sinn, nur eine Nacht zu verbringen, bevor du Machu Picchu besuchst. Das Städtchen dient hauptsächlich als praktischer Zwischenstopp: Von der Unterkunft aus startest du zu einem frühen Aufstieg am Morgen oder zum ersten Bus und sparst dir die morgendliche Zugfahrt.
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Vierteln und weitere Empfehlungen für konkrete Hotels findest du im separaten Artikel Wo bydlet v Cuscu.
💡 Auf dieser Karte kannst du vergleichen, was gerade verfügbar ist — du siehst sofort, wie stark der Preis ein paar Blocks weiter variiert.
22 Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Cusco
Beginnen wir damit, wie du deinen gesamten Aufenthalt in der Andenregion planst. Für Cusco und Umgebung rechne mit vier bis sechs Tagen: zwei bis drei Tage für die Stadt, einen für das Heilige Tal und einen bis zwei für Machu Picchu. Für Hochgebirgsausflüge kommen weitere Tage und etwas Zeitpuffer hinzu. Die Stadt liegt auf 3.400 Metern über dem Meeresspiegel. Sei am Anfang daher vorsichtig und lass dir Zeit.
Die Tipps sind von der Stadt über die Umgebung bis zu den Bergen gegliedert. Die Tipps 1 bis 9 führen dich durch das historische Stadtzentrum, die Tipps 10 bis 12 durch die Umgebung von Cusco (Rundgänge I und II des Sammeltickets Boleto Turístico). Weitere Tipps führen dich ins Heilige Tal, nach Machu Picchu und zu Hochgebirgsausflügen. Öffnungszeiten und Preise ändern sich, überprüfe sie vor dem Besuch.

1. Plaza de Armas
Die Plaza de Armas bildet das Zentrum der Stadt und trug in der Inkazeit laut Führern den Namen Huacaypata oder auch Aukaypata. Der gesamte Platz ist von Arkaden gesäumt. Abends ist der Platz beleuchtet, was ihn zu einem guten Ausgangspunkt für abendliche Spaziergänge macht. Touristen werden hier oft von Schleppern mit Angeboten für Massagen oder Ausflüge angesprochen.
Direkt am Platz befindet sich das Restaurant Morena Peruvian Kitchen, das peruanische Gerichte anbietet. Vegetarische Versionen solltest du beim Personal nachfragen. Von den lokalen Geschmacksrichtungen ohne Fleisch such nach Choclo con Queso, Quinoa oder dem alkoholfreien Getränk Chicha Morada aus violettem Mais.
💡 Tipp: Die Kathedrale hat laut Führern Besuchszeiten erst ab 10:30 Uhr. Plane für den Platz daher eher eine Besichtigung der Kirchen um die Mittagszeit ein und halte dir den Abend für einen Spaziergang unter den beleuchteten Arkaden frei.

2. Kathedrale
Die Kathedrale (Basílica Catedral) an der Plaza de Armas birgt im Inneren vierzehn Säulen, Chorgestühl aus Zedernholz und einen Hauptaltar aus massivem Silber. Laut Führern musste nach dem Erdbeben von 1650 die Höhe der Türme reduziert werden. Aufmerksamkeit erregt das Gemälde des Letzten Abendmahls, das Führer Marcos Zapata zuschreiben. Laut Führern ist darauf vor Jesus ein gebratenes Meerschweinchen oder Cuy serviert.
Die Besuchszeiten sind laut Führern von 10:30 bis 17:00 Uhr. Der Eintritt zur Kathedrale ist nicht im Sammelticket Boleto Turístico enthalten. Ein Einzelticket kostet laut Führern etwa 40 Soles (ca. 10 €). Alternativ kann ein Erzbistums-Rundgang für 50 Soles (ca. 13 €) erworben werden.
💡 Tipp: Der Erzbistums-Rundgang für 50 Soles umfasst neben der Kathedrale auch das Museo Arzobispal, die Kirche San Cristóbal und laut einigen Quellen auch die Kirche San Blas.

3. Qorikancha und Kloster Santo Domingo
Der Sonnentempel Qorikancha gehörte zu den heiligsten Stätten des Inkareichs und seine Wände waren laut Chronisten mit Gold bedeckt. Die Spanier errichteten später direkt auf den Inka-Fundamenten das Dominikanerkloster Santo Domingo. Genau an diesem Ort beginnen am 24. Juni die Festlichkeiten von Inti Raymi. Ein bezahlter Platz auf der Tribüne beim Tempel kostete 2026 235 Soles (ca. 60 €), der Hauptteil der Feierlichkeiten findet aber auf Saqsaywaman statt (Tipp 10).
Beim Besuch achte auf zwei verschiedene Tickets. Der Tempel und das Kloster selbst haben laut Agenturen einen eigenen Eintritt von etwa 15 bis 20 Soles (ca. 4 bis 5 €). Unter dem Garten befindet sich allerdings das Museo de Sitio Qorikancha und dieses fällt bereits unter das Sammelticket Boleto Turístico. Der Tempel mit Kloster ist montags bis samstags zwischen 8:30 und 17:30 Uhr geöffnet, sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr.
💡 Tipp: Während der Inti-Raymi-Festlichkeiten kannst du einen Teil der Zeremonien bei Qorikancha kostenlos verfolgen, kostenpflichtig sind die Tribüne am Tempel und die Haupttribüne auf Saqsaywaman.

4. San Blas und der 12-Ecken-Stein (Hatun Rumiyoc)
In der Straße Hatun Rumiyoc 480 triffst du auf den Stein mit zwölf Ecken. Dieser Block ist in die Mauer eines ehemaligen Inka-Palastes eingelassen und rund um die Uhr frei zugänglich. San Blas liegt höher über dem Platz und gehört zu den bekannten Handwerkervierteln mit steilen Gassen, Werkstätten und einem Aussichtspunkt. Die örtliche Kirche San Blas birgt laut Führern eine aus einem Stück Zeder geschnitzte Kanzel.
In San Blas findest du das rein vegane Restaurant Green Point und das Lokal Chia Vegan Restaurant. In den Räumen des Mercado San Blas hat dann Govinda Lila ihren Sitz, die laut Reisenden günstige Mittagsmenüs anbietet. Geöffnet ist montags bis samstags zwischen 11:00 und 17:00 Uhr.
💡 Tipp: Die Restaurants Green Point und Chia Vegan Restaurant haben bis spät abends geöffnet. Das erstgenannte bis 22:00 Uhr und das zweite bis 23:00 Uhr.

5. Markt San Pedro
Der Mercado Central de San Pedro in der Straße Thupaq Amaru 477 bietet einen Einblick ins tägliche Leben. Du kaufst hier Säfte, Käse, Souvenirs und Obst. Du findest hier auch Abteilungen mit Fleisch und laut Führern auch Brot aus Oropesa, einem Dorf in der Nähe von Cusco. Geöffnet ist montags bis samstags zwischen 6:30 und 18:00 Uhr, sonntags wird um 16:00 Uhr geschlossen.
Achte in den Menschenmassen auf Taschendiebe. Eine weniger touristische Alternative ist der Mercado de Wanchaq. Wenn du pflanzliche Kost suchst, findest du an der Adresse San Andrés 481 das vegane Lokal Parada Vegana. Dieses hat montags bis samstags zwischen 9:00 und 21:00 Uhr geöffnet.
💡 Tipp: Bei Ständen mit Suppen bitte immer vorab um eine Portion ohne Fleischbrühe mit der Phrase „sin caldo de carne“.

6. Kirche La Compañía de Jesús
Die Kirche Iglesia de la Compañía de Jesús wurde von Jesuiten erbaut und ihr Innenraum ist reich vergoldet. Die Öffnungszeiten sind in zwei Blöcke aufgeteilt. Montags bis samstags kannst du hierher von 9:00 bis 11:45 Uhr und von 13:00 bis 17:45 Uhr gehen. Sonntags ist sie nur während der Vormittagsstunden zugänglich.
Diese Sehenswürdigkeit gehört nicht zum Sammelticket Boleto Turístico und den Eintritt solltest du an der Kasse nachfragen. Die Kirche gehört zur sogenannten Andinen Barockstraße (Ruta del Barroco Andino) und die erhobenen Eintrittsgelder gehen zur Unterstützung sozialer Projekte.
💡 Tipp: Die Andine Barockstraße umfasst neben dieser Kirche auch die Kirche San Pedro Apóstol in Andahuaylillas.

7. Museo de Arte Precolombino (MAP)
Das Museo de Arte Precolombino befindet sich an der Plazoleta Nazarenas und beherbergt Ausstellungen, die die Andenkulturen von 1250 v. Chr. bis 1532 nachzeichnen. Es ist täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Es ist eine Schwesterinstitution des Museo Larco in Lima, über das du im Artikel über Lima lesen kannst.
Am selben Platz, an der Adresse Plazoleta Nazarenas 167, befindet sich das Lokal Inkazuela, das Suppen in Tontöpfen serviert. Die vegetarische Variante solltest du beim Personal vorab erfragen. An der Adresse Ataúd 154 findest du das Restaurant Organika mit einem Farm-to-Table-Konzept. Laut Reiseführern bietet es auch vegetarische Optionen.
💡 Tipp: Die aktuelle Höhe des Museumseintritts kannst du vor deinem Besuch auf der offiziellen Website mapcusco.pe überprüfen.

8. Museo Machu Picchu – Casa Concha
Das Museo Machu Picchu findest du im Haus Casa Concha an der Straße Santa Catalina Ancha. Drinnen sind Funde aus Machu Picchu ausgestellt, die laut Reiseführern aus den Sammlungen der amerikanischen Yale-Universität nach Peru zurückgekehrt sind. Das Museum öffnet von Montag bis Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr und bleibt sonntags geschlossen.
In derselben Straße Santa Catalina Ancha befindet sich das vegetarische Restaurant El Encuentro. Es hat von Montag bis Samstag zwischen 9:30 und 21:00 Uhr geöffnet und bietet laut Reisenden günstige Mittagsmenüs.
💡 Tipp: Der Besuch dieses Museums ist eine gute Vorbereitung vor der Reise nach Machu Picchu. Denk aber an den sonntäglichen Ruhetag.

9. Zentrum für traditionelle Textilien
Das Centro de Textiles Tradicionales del Cusco an der Avenida El Sol 603 ist eine gemeinnützige Organisation. Hier siehst du Vorführungen des Webens und kannst Produkte direkt von den Weberinnen kaufen. Es ist von Montag bis Samstag von 8:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, sonntags ist geschlossen. Laut Reiseführern sind Straßenpullover mit der Aufschrift „Alpaka“ oft aus Kunstfasern.
An der Adresse Choqechaka 425 befindet sich das vegane Lokal The Vegan Temple by Prasada. Es öffnet von Montag bis Samstag zwischen 11:00 und 19:30 Uhr.
💡 Tipp: Während das Weberzentrum sonntags geschlossen hat, bedient dich The Vegan Temple by Prasada an diesem Tag von 11:00 bis 17:00 Uhr.

10. Saqsaywamán
Direkt oberhalb der Stadt erstreckt sich der Komplex Saqsaywamán, den du täglich von 7:00 bis 17:30 Uhr besichtigen kannst. Die Mauern bestehen aus präzise ohne Mörtel zusammengefügten Steinen. Die Ruinen liegen auf etwa 3.600 Metern Höhe, deshalb solltest du diesen Ausflug auf spätere Tage verschieben, wenn du besser akklimatisiert bist.
Der Eintritt fällt unter die Sammeleintrittskarte Boleto Turístico del Cusco. Sie kostet S/ 130 (ca. 35 €), ist zehn Tage gültig und deckt sechzehn Orte in drei Routen ab. Kinder bis neun Jahre haben freien Eintritt und Studenten zahlen den ermäßigten Preis von S/ 70 (ca. 18 €). Die Eintrittskarte wird auf einen Namen ausgestellt, deshalb solltest du deinen Reisepass immer dabei haben.
Jedes Jahr am 24. Juni erreicht das Inka-Fest Inti Raymi auf Saqsaywamán seinen Höhepunkt. Während du die einleitenden Zeremonien auf der Plaza de Armas und beim Tempel Qorikancha kostenlos verfolgen kannst (nur die Tribüne beim Tempel ist kostenpflichtig), ist die Haupttribüne auf Saqsaywamán kostenpflichtig. Für die Ausgabe 2026 kosteten Tribünenkarten zwischen S/ 490 und 850 (ca. 125 bis 220 €) und alle 4.116 Plätze waren im Voraus ausverkauft.
💡 Tipp: Das Sammelticket Boleto Turístico kaufst du im Verkaufsbüro Counter Central an der Av. El Sol 103 (täglich von 7:30 bis 18:00 Uhr) oder am Eingang der meisten Sehenswürdigkeiten. Ein Ticket für einen einzelnen Ort kannst du nicht kaufen, nur für die ganze Route (Teilticket S/ 70).

11. Tambomachay, Puka Pukara und Q’enqo
Ein Stück hinter Saqsaywamán entdeckst du drei kleinere archäologische Stätten. Tambomachay diente als Ort der Wasserverehrung und die antiken Kanäle mit Brunnen sind dort bis heute erhalten. Das Areal empfängt Besucher von 7:00 bis 17:30 Uhr und liegt laut Reiseführern von allen drei Stätten am höchsten, etwa auf 3.700 Metern.
In der Nähe steht die Festung Puka Pukara und etwas tiefer Richtung Stadt findest du das Felsheiligtum Q’enqo. Q’enqo verbirgt unterirdische Tunnel und ist von 9:00 bis 17:45 Uhr geöffnet. Alle drei Stätten gehören zur Route I der Sammeleintrittskarte Boleto Turístico, sodass du sie leicht zu einem Ausflug verbinden kannst.
Praktische Route: Fahr mit dem Taxi zum höchstgelegenen Tambomachay und steig von dort zu Fuß über Puka Pukara und Q’enqo zurück in die Stadt ab.
💡 Tipp: Wenn du nur das Teilticket für Route I für S/ 70 (ca. 18 €) kaufst, denk daran, dass es nur einen Tag gültig ist.

12. Südliches Tal: Tipón, Pikillaqta und Andahuaylillas
Südlich von Cusco liegt das Gebiet mit der Stätte Tipón, die ein ausgedehntes System landwirtschaftlicher Terrassen und Bewässerungskanäle verbirgt. Tipón und Pikillaqta fallen unter die Route II der Sammeleintrittskarte Boleto Turístico, die auch Sehenswürdigkeiten in der Stadt abdeckt und zwei Tage gültig ist.
Ein Stück weiter wartet Pikillaqta, eine laut Reiseführern prä-inkaische Stadt, die von der Wari-Kultur erbaut wurde. Die Ruinen sind täglich von 8:30 bis 16:30 Uhr geöffnet und bieten einen anderen architektonischen Stil als Inka-Bauten. Vom Südlichen Tal aus lässt sich auch ein Ganztagesausflug mit einer Wanderung zur Hornfestung Waqrapukara unternehmen, die von der Gemeinde Acomayo verwaltet wird. Die Eintrittsbedingungen solltest du aber besser überprüfen.
Die letzte Station ist meist das Städtchen Andahuaylillas mit der Kirche San Pedro Apóstol, die von 7:30 bis 17:30 Uhr geöffnet ist. Wegen ihres reich verzierten Innenraums wird sie laut Reiseführern die Sixtinische Kapelle der Anden genannt. Die Kirche gehört zur Andinen Barockroute (Ruta del Barroco Andino) und die Eintrittsgelder fließen in lokale Sozialprojekte.
💡 Tipp: Tipón und Pikillaqta sind in der Sammeleintrittskarte Boleto Turístico enthalten, aber die Kirche in Andahuaylillas gehört nicht dazu und der Eintritt wird separat bezahlt.

13. Pisac: Ruinen und Markt
Das Eingangstor zum Heiligen Tal ist das Städtchen Pisac, das etwa 32 Kilometer von Cusco entfernt auf 2.972 Metern Höhe liegt. Darüber erstreckt sich ein archäologischer Park, den du täglich zwischen 8:00 und 16:30 Uhr besichtigen kannst. Die Ruinen selbst sitzen höher auf dem Kamm auf 3.446 bis 3.514 Metern Höhe.
Der Eintritt wird von Route III der Sammeleintrittskarte Boleto Turístico abgedeckt, für die du ein Teilticket für S/ 70 (ca. 18 €) für zwei Tage kaufen kannst.
Unten im Tal erwartet dich ein Kunsthandwerksmarkt mit Öffnungszeiten von 9:00 bis 17:00 Uhr. Hier findest du Textilien, Keramik und lokale landwirtschaftliche Produkte. Laut Reiseführern fällt der größte Markttag auf Sonntag.
💡 Tipp: Von Cusco nach Pisac fahren geteilte Kleinbusse namens Colectivos. Sie fahren von den Straßen Calle Pavitos oder Avenida Grau ab, aber die genauen Haltestellen solltest du vor der Fahrt lieber überprüfen.

14. Ollantaytambo
Tief im Heiligen Tal liegt Ollantaytambo. Es befindet sich auf 2.792 Metern Höhe und das Ruinenareal über der Stadt ist täglich von 7:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt fällt unter Route III der Sammeleintrittskarte Boleto Turístico.
Neben den Ruinen ist Ollantaytambo ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, denn hier befindet sich der Hauptbahnhof für die Fahrt nach Machu Picchu. Von hier aus fahren beide Eisenbahngesellschaften, PeruRail und Inca Rail, Züge zur Station Aguas Calientes unterhalb des Berges.
Fahr nicht nur hastig durch: Laut Reiseführern ist es eine lebendige Stadt mit ursprünglichem Straßengrundriss.
💡 Tipp: Übernachte in Ollantaytambo die erste Nacht nach deiner Ankunft. Es liegt über 600 Meter tiefer als Cusco, was die Akklimatisierung erleichtert, und morgens bist du nah am Zug.

15. Moray
Hoch auf einem Plateau auf etwa 3.500 Metern Höhe verbirgt sich die Stätte Moray. Das Areal besteht aus mehreren konzentrischen Terrassen und empfängt Besucher täglich von 7:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt fällt ebenfalls unter Route III der Sammeleintrittskarte Boleto Turístico.
Eine populäre Hypothese besagt, dass der Ort ein landwirtschaftliches Labor mit verschiedenen Mikroklimata war. Es ist aber nur eine Hypothese und die Terrassen sind auch ohne sie einen Besuch wert.
Direkt neben den Ruinen befindet sich das Restaurant MIL Centro von Chefkoch Virgilio Martínez, das Mittagessen in Form eines Degustationsmenüs serviert. Montags ist geschlossen und die Verfügbarkeit der vegetarischen Version solltest du besser im Voraus überprüfen.
💡 Tipp: Die Sammeleintrittskarte Boleto Turístico deckt Moray ab, aber die Salzfelder von Maras nicht, also bereite dafür einen separaten Eintritt vor.

16. Salzfelder von Maras
Die Salzfelder von Maras bestehen aus Tausenden kleiner Salzbecken. Die Anlage wird laut Reiseführern von der örtlichen Gemeinde betrieben und ist täglich von 6:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Achte auf eine häufige Falle beim Eintritt, denn die Salzfelder sind in keinem Rundgang des Boleto Turístico enthalten. Du zahlst hier separat am Eingang und das Ticket für Ausländer kostet laut Reiseführern etwa S/ 20 (5 €).
💡 Tipp: Die Eintrittspreise variieren in verschiedenen Quellen und ältere Texte nennen auch S/ 10. Überprüfe die aktuelle Summe daher immer erst an der Kasse.

17. Chinchero
Das traditionelle Dorf Chinchero liegt hoch in den Bergen und erreicht laut üblichen Angaben eine Höhe von etwa 3.760 Metern. Du bist hier deutlich höher als in Cusco selbst, daher ist eine ordentliche Akklimatisierung unerlässlich. Das archäologische Zentrum ist täglich von 7:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und fällt unter den Rundgang III des Boleto Turístico.
Das Dorf ist stolz auf seine koloniale Kirche, die laut Reiseführern auf Inka-Fundamenten steht. Chinchero ist berühmt für seine Webereigenossenschaften. Von der Umgebung Chincheros führt laut Reiseführern eine ein- bis zweitägige Wanderung zur königlichen Residenz Huchuy Qosqo, die nur zu Fuß erreichbar ist.
Direkt neben dem Dorf läuft der Bau eines neuen internationalen Flughafens. Im Januar 2026 waren etwa 40 Prozent fertiggestellt und Schätzungen sprechen von einer Inbetriebnahme frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028. Bisher wird der alte Flughafen Alejandro Velasco Astete direkt in der Stadt angeflogen.
💡 Tipp: Glaube nicht Webseiten, die über den Flughafen Chinchero als fertige Sache schreiben, und suche für die Reise in die Region Flüge nach Cusco.

18. Machu Picchu und Aguas Calientes
Wenn du dich entscheidest, nur einem kostenpflichtigen Erlebnis Zeit zu widmen, wähle Machu Picchu. Der Ticketkauf erfordert jedoch Vorbereitung. Der wichtigste offizielle Verkaufskanal ist das staatliche Portal des Kulturministeriums tuboleto.cultura.pe. Seit dem 22. September 2026 kannst du ein Ticket nicht mehr ohne Bezahlung reservieren und musst es innerhalb von fünfzehn Minuten bezahlen. Der Kulturminister hat angekündigt, dass Reservierungen nicht mehr zurückgegeben werden, überprüfe die aktuellen Regeln daher direkt auf dieser Website.
Das Basisticket für einen erwachsenen Ausländer kostet S/ 152 (40 €) und für Routen mit Bergaufstieg zahlst du laut Agenturen S/ 200 (50 €). Seit dem 1. Mai 2026 kommt zu diesen Beträgen noch eine spezielle Gebühr für die Organisation SERNANP in Höhe von S/ 11 hinzu. Dieser Aufschlag gilt nicht für Besucher, die über den Inka-Trail kommen.
Beim Kauf wählst du aus drei Hauptrundgängen, die sich in zehn verschiedene Routen aufteilen. Am beliebtesten ist Rundgang Nummer zwei, der laut Reisenden normalerweise als Erster ausverkauft ist. Falls für deinen Termin Rundgang zwei nicht mehr verfügbar ist, nimm die Route 1-B aus dem ersten Rundgang. Sie führt zur oberen Terrasse und liefert das klassische Foto von oben.
Der erste panoramische Rundgang umfasst die Route 1-A auf den Berg Montaña und die erwähnte 1-B. Die Routen 1-C zum Sonnentor und 1-D zur Inka-Brücke werden nur in der Hauptsaison verkauft. Der zweite klassische Rundgang besteht aus den Routen 2-A und 2-B. Der dritte königliche Rundgang bietet den Weg 3-A auf den Waynapicchu und die Route 3-B, die teilweise für Besucher im Rollstuhl zugänglich ist. Die verbleibenden Routen 3-C Gran Caverna und 3-D Huchuypicchu öffnen sich wieder nur in der Hauptsaison.
Seit dem 3. November 2026 gilt die Nebensaison, sodass die vier erwähnten saisonalen Routen nicht verkauft werden. Überprüfe die Verfügbarkeit einer bestimmten Route daher im Kalender auf dem Portal. Laut Reiseführern gilt am Eingang eine Toleranz für Verspätungen von dreißig Minuten in der Nebensaison und fünfundvierzig Minuten in der Hauptsaison. Bei den Bergrouten gibt es jedoch keine Toleranz und du musst pünktlich ankommen.
Für Reisende ohne Online-Ticket funktioniert der Verkauf vor Ort im Städtchen Aguas Calientes. Seit dem 7. Mai 2026 kannst du hier im örtlichen Kulturzentrum ein Ticket bis zu drei Tage im Voraus kaufen.
Nach Machu Picchu fährt man normalerweise mit dem Zug der Anbieter PeruRail oder Inca Rail. Von Mai bis Dezember fährt PeruRail direkt von den Bahnhöfen San Pedro und Poroy ab. Von Januar bis April und bei Inca Rail fährt man von Cusco aus mit einer Kombination aus Bus und Zug. Die meisten Verbindungen hat Ollantaytambo. Ein einfaches Ticket von Ollantaytambo in der günstigsten Klasse kostet orientierungsweise 50 bis 85 USD (45 bis 75 €), die Preise ändern sich je nach Nachfrage. Es gibt auch einen günstigeren Weg über die Station Hidroeléctrica, von wo man laut Reisenden zu Fuß entlang der Gleise nach Aguas Calientes gehen kann. In der Regenzeit drohen dort jedoch Erdrutsche.
Der Zug endet in Aguas Calientes, von wo dich ein Bus hinauf nach Machu Picchu bringt. Das Hin- und Rückfahrtticket kostet 24 USD (etwa 21 €). Der Betreiber wird aber gerade in einer neuen Ausschreibung ausgewählt, überprüfe die Situation daher vor der Reise. Zum Essen in Aguas Calientes geh ins vegetarische Restaurant SATTVA by Govinda.
💡 Tipp: Die Besichtigungsroute ist streng einbahnig, sodass man nicht zurückgehen oder zu einem anderen Rundgang wechseln kann.
💡 Tipp: Achte auf Webseiten mit Domains wie machupicchu.org, die nur Wiederverkäufer sind.

19. Rainbow Mountain (Vinicunca)
Der Aussichtspunkt auf den Rainbow Mountain (Vinicunca, deutsch Regenbogenberg) liegt auf einer Höhe von über 5.000 Metern. Plane den Aufstieg daher erst nach der Akklimatisierung und widme die ersten Tage deines Aufenthalts niedrigeren Lagen. Ein schneller Wechsel in solche Höhen stellt für jeden Organismus eine Belastung dar.
Die umliegenden Gemeinden erheben von ausländischen Besuchern Eintritt. Dieser bewegt sich laut Reiseführern zwischen S/ 25 und 30 (7 bis 10 €) und wird bar in Soles gezahlt. Für die Abzweigung ins Rote Tal zahlst du weitere etwa S/ 30 extra. Im Februar 2026 wurde wegen Schnee und Regen eine Schließung des Ortes erwogen. Streitigkeiten der Gemeinden führten dann am 9. März 2026 zu einer Vereinbarung über einen vorübergehenden Tourismusausschuss.
Ausflüge von Cusco beginnen normalerweise schon zwischen zwei und drei Uhr morgens. Laut einem Teil der Reisenden ist diese Wanderung nicht notwendig. Einer von ihnen rät, dass sich ein privater Fahrer lohnt, falls du dennoch losfährst.
💡 Tipp: Überprüfe die Situation bezüglich der Streitigkeiten der Gemeinden und der Zugänglichkeit des Berges zur Sicherheit einen Tag vorher bei deiner Agentur.

20. Palccoyo, Alternative ohne Massen
Wenn du eine ruhigere Variante suchst, bietet sich der Ort Palccoyo an. Die Route misst etwa zwei Kilometer hin und zurück und verläuft über fast ebenes Gelände. Statt eines Berges siehst du hier gleich drei bunte Grate, die ein Steinwald ergänzt. Die Höhe liegt laut Reiseführern bei etwa 4.900 Metern. Unterschätze die Akklimatisierung daher auch hier nicht.
Der Eintritt in dieses Gebiet kostet laut Blogs etwa S/ 20 (5 €). Laut Reisenden bietet Palccoyo eine ähnliche, wenn auch weniger markante Landschaft wie Vinicunca. Die Wanderung ist aber kürzer und verläuft meist eben.
💡 Tipp: Reisende empfehlen diesen Ausflug als mildere Variante für diejenigen, die sich auf den Trek zum Berg Salkantay vorbereiten.

21. Laguna Humantay
Dieser Gletschersee liegt auf einer Höhe von etwa 4.200 Metern. Der Aufstieg selbst beginnt in der Siedlung Soraypampa. Laut Informationsseiten misst er etwa zwei Kilometer und dauert ungefähr anderthalb bis zwei Stunden. Von Cusco aus fährt man hierher auf einen Ganztagesausflug, der zwölf bis vierzehn Stunden dauert. Davon verbringst du etwa sechs Stunden mit der eigentlichen Fahrt.
Der Eintritt wird im Ort Mollepata bezahlt und kostet S/ 10 bis 20 (3 bis 5 €) in bar. Am meisten Menschen sind vormittags da, wenn die Gruppen von den standardmäßig organisierten Ausflügen ankommen. Der See selbst ist laut Besuchern eine Belohnung, die die Mühe wert ist.
💡 Tipp: Fahr zum See erst nach zwei oder drei Tagen Aufenthalt in der Höhe und iss in den ersten Tagen in Cusco nur leichte Mahlzeiten.

22. Inka-Trail und Salkantay
Der klassische Inka-Trail ist eine viertägige Wanderung, bei der du auf eine Höhe von über 4.200 Metern aufsteigst. Diese Route kannst du nur mit einer lizenzierten Tourismusagentur begehen. Die Preise für diese organisierten Touren liegen laut Reiseblogs zwischen 500 und 1.500 USD (ca. 460 bis 1.400 €).
Jedes Jahr im Februar wird der Weg wegen regelmäßiger Wartungsarbeiten geschlossen. Im Jahr 2026 dauerte diese geplante Schließung vom 31. Januar bis 1. März. Außerdem können starke Regenfälle die Pläne durchkreuzen. Laut Berichten lokaler Agenturen war der Weg aufgrund von Niederschlägen im Zusammenhang mit dem El-Niño-Phänomen vom 18. August bis 5. September 2026 geschlossen.
Eine Alternative bietet der Salkantay Trek. Er dauert vier bis fünf Tage und du benötigst dafür keine spezielle Genehmigung. Das britische Außenministerium FCDO erwähnt jedoch bei diesen Routen Todesfälle und Rettungsaktionen von Touristen. Vorsicht ist daher geboten.
💡 Tipp: Die Februar-Schließung des Inka-Trails für 2027 wurde zwar noch nicht offiziell angekündigt. Es handelt sich aber um eine jährliche Routine, daher solltest du für diesen Monat lieber ein anderes Programm einplanen.
Wohin weiter von Cusco
Die Stadt und ihre Umgebung bergen viele weitere Orte, für die es sich lohnt, mindestens einen zusätzlichen Tag einzuplanen. Einen Blick über die ganze Stadt bietet die Statue des Weißen Christus (Cristo Blanco), die du kostenlos erreichen kannst. Bereite dich auf einen steilen Aufstieg vom Viertel San Blas vor. Auf dem Weg nach unten bietet sich ein Stopp am Mirador de San Cristóbal an, der ebenfalls freien Eintritt hat.
Abends kannst du einen Besuch im Planetarium Cusco reservieren, wo du Details über die Inka-Astronomie erfährst und den südlichen Sternenhimmel betrachten kannst. Ein Erwachsenenticket kostet ab S/ 90 (23 €). Tagsüber kannst du das ChocoMuseo am Plaza Regocijo besuchen, wo Schokoladenherstellungs-Workshops angeboten werden. Geschichtsliebhaber können auch das Inka-Museum oder das Kloster Santa Catalina besichtigen.
Von der Umgebung von Chinchero führt laut Reiseführern eine ein- bis zweitägige Wanderung zur königlichen Residenz Huchuy Qosqo. Sie liegt hoch über dem Tal und ist nur über einen Fußweg erreichbar. Die Route solltest du lieber im Voraus mit einer lokalen Agentur absprechen, damit du dich in den Bergen nicht verirrst.
Wenn du Cusco kennengelernt hast, ist der Süden eine verlockende Fortsetzung der Reise. Von Cusco kannst du mit dem PeruRail-Zug oder dem Bus zum Titicacasee und in die Stadt Puno aufbrechen. Laut Reisenden ist die Zugstrecke zwischen Cusco und Puno komfortabel und landschaftlich reizvoll.
Vergiss nicht, dass dein Ausgangspunkt für die gesamte Reise höchstwahrscheinlich Lima sein wird. Lima liegt auf Meereshöhe und ist der wichtigste Umsteigeknoten vor dem Flug in die Höhenlagen. Hier findest du das Museo Larco, die Schwesterinstitution des MAP-Museums in Cusco.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage für Cusco und Machu Picchu?
Rechne mit vier bis sechs Tagen: zwei bis drei Tage für die Stadt, einen für das Heilige Tal und einen bis zwei für Machu Picchu. Wenn du einen Aufstieg zum Rainbow Mountain (Vinicunca) oder einen mehrtägigen Trek planst, füge weitere zwei bis drei Tage hinzu. Fahre nicht direkt von der Küste in die Berge. Die Höhe verlangt ihre Zeit zur Akklimatisierung.
Wie vermeidet man die Höhenkrankheit in Cusco?
Die Stadt liegt auf 3.400 Metern Höhe und laut CDC-Daten wird nach der Ankunft bis zur Hälfte der Menschen krank. Die beste Vorbeugung ist, die ersten ein bis zwei Nächte tiefer im Heiligen Tal zu schlafen und erst dann nach oben zu fahren. Überstürze nichts in den ersten Tagen und trinke viel Wasser. Verzichte mindestens die ersten achtundvierzig Stunden komplett auf Alkohol. Besprich den Einsatz von Medikamenten mit deinem Arzt. Coca-Tee ist ein lokaler Brauch, dient aber nicht als Medizin und bring keine Coca-Blätter mit nach Hause.
Wie kauft man Tickets für Machu Picchu im Jahr 2026?
Tickets bekommst du auf der offiziellen Website tuboleto.cultura.pe oder in begrenzter Anzahl vor Ort in Aguas Calientes. Du wählst Rundweg, Route und Eintrittszeit. Ein erwachsener Ausländer zahlt für die Standardroute S/ 152 (40 €) und für Routen mit Bergaufstieg laut Agenturen S/ 200 (50 €). Ab Mai 2026 wird zusätzlich eine Gebühr an die Organisation SERNANP in Höhe von S/ 11 (3 €) fällig. Ab dem 22. September 2026 kannst du das Ticket ohne Bezahlung nicht behalten und musst es innerhalb von fünfzehn Minuten bezahlen. Der Kulturminister hat angekündigt, dass Reservierungen nicht mehr zurückerstattet werden. Aktuelle Regeln überprüfe auf tuboleto.cultura.pe.
Was ist das Boleto Turístico del Cusco und lohnt es sich?
Das Kombiticket Boleto Turístico kostet S/ 130 (35 €) und gilt zehn Tage für sechzehn Sehenswürdigkeiten. Es deckt Eintritte zu Orten wie Saqsaywamán, Pisac, Ollantaytambo, Moray, Chinchero und mehreren Stadtmuseen ab. Ein Einzelticket für einen Ort gibt es nicht. Du wählst zwischen einem Teilrundweg für S/ 70 (18 €) und dem vollständigen Ticket für S/ 130, das sich lohnt, wenn du Sehenswürdigkeiten aus mindestens zwei Rundwegen besuchst. Beachte, dass es weder Machu Picchu noch die Hauptkathedrale, den Qorikancha-Tempel oder die Salzfelder von Maras einschließt. Kinder bis neun Jahre haben zu den eingeschlossenen Orten freien Eintritt.
Wie komme ich von Cusco nach Machu Picchu?
Den komfortabelsten Weg stellt der Zug mit PeruRail oder Inca Rail zum Bahnhof Aguas Calientes dar. Von Mai bis Dezember fährt PeruRail direkt von den Bahnhöfen San Pedro und Poroy in Cusco. Von Januar bis April und bei Inca Rail fährt man von Cusco mit einer Kombination aus Bus und Zug. Die meisten Verbindungen hat Ollantaytambo. Von Aguas Calientes bringt dich ein Bus nach Machu Picchu, der für Ausländer etwa 24 USD (20 €) für ein Rückfahrticket kostet. Alternativ kannst du zu Fuß hochlaufen. Bei PeruRail hast du kostenlos einen Rucksack bis 8 kg oder ein Handgepäckstück bis 12 kg, für weitere Stücke wird ein Aufpreis berechnet. Lass daher den großen Koffer im Hotel. Wanderfreunde wählen Touren wie den Inka-Trail. Dieser wird nur mit lizenzierter Agentur begangen und ist im Februar meist geschlossen. Eine weitere Variante ist der mehrtägige Salkantay-Trek oder die günstigere Route, bei der du laut Reisenden mit dem Minibus zur Station Hidroeléctrica fährst und von dort zweieinhalb bis drei Stunden zu Fuß entlang der Gleise gehst.
Wann ist die beste Zeit, nach Cusco zu reisen?
Am wenigsten Niederschlag fällt in der Trockenzeit von Mai bis September. Ein guter Kompromiss sind April, Mai, September und Oktober. Es regnet wenig und in der Stadt sind weniger Menschen als von Juni bis August. Machu Picchu hat aber im September und Oktober noch Hochsaison. Von November bis März rechne dagegen mit Regen. Im Januar regnet es laut Aufzeichnungen fast zwanzig Tage im Monat. Vorsicht ist geboten im Juni und Juli, wenn die Nächte kalt sind. Das durchschnittliche Minimum fällt auf 1 bis 2 °C und Häuser haben oft keine Heizung.
Ist Cusco sicher und kann man dort vegetarisch essen?
Die Stadt erfordert übliche Vorsicht, denn Taschendiebstähle sind hier laut FCDO keine Ausnahme. Nachts droht bei Abhebungen an Geldautomaten die sogenannte Express-Entführung (erzwungene Bargeldabhebung), daher hebe Bargeld lieber tagsüber innerhalb von Banken ab. Achte auf betrügerische Wechselstuben mit ungültigen Banknoten. Bestelle Taxis über eine App oder nimm sie von einem offiziellen Stand. Vegetarier essen hier laut Reisenden problemlos. Besonders das Viertel San Blas beherbergt gleich mehrere rein vegane Restaurants, angeführt von Green Point und Chia Vegan.
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