Miami hat den Ruf eines teuren Spielplatzes für Prominente, Luxusjachten und endlose Partys, für die du eine Platinkreditkarte brauchst. Die Realität wird dich aber vielleicht sehr überraschen, denn das Beste der Stadt lässt sich mit einem minimalen Budget erleben.
Du kannst hier zwischen der größten Sammlung von Art-Deco-Architektur der Welt spazieren, erstklassige Street Art bewundern oder an ikonischen Stränden baden. All das ist nämlich völlig kostenlos und für jeden zugänglich.
Ich habe für dich genau 18 Tipps gesammelt, was du in Miami sehen und unternehmen kannst, damit du die Stadt in vollen Zügen genießt. Ich verrate dir, in welche Attraktionen sich eine Investition lohnt und wo du dagegen sparst, weil die umliegenden Straßen dieselbe Pracht bieten, ohne dass du zahlen musst.

Zusammenfassung
- Das Art-Deco-Viertel ist kostenlos: Über 800 historische pastellfarbene Gebäude kannst du einfach bei einem Spaziergang durch South Beach ansehen.
- Spare in Wynwood: Das Wynwood Walls Museum selbst ist heute kostenpflichtig, aber die umliegenden Blocks sind voller wunderschöner Murals, die keinen Cent kosten.
- Die Wahl des Viertels ist entscheidend: Miami ist keine einheitliche Masse. South Beach ist teuer und laut, Coconut Grove bietet Ruhe und Wynwood eine künstlerische Atmosphäre.
- Achte auf die Saison: Im Winter (Dezember bis April) sind die Übernachtungspreise in Miami fast doppelt so hoch wie in den Sommermonaten.
- Vergiss die Natur nicht: Ein Ausflug in den Everglades-Nationalpark und eine Fahrt mit dem Luftkissenboot (Airboat) ist ein Muss, das etwa 35 Dollar Eintritt kostet.
- ESTA-Visum: Für die Einreise in die USA benötigst du eine elektronische ESTA-Registrierung, idealerweise mit ausreichend Vorlauf.

Der komplette Reiseführer: USA — Reiseführer und Highlights
Wann nach Miami reisen
Die Entscheidung, wann du an die Küste Floridas reist, beeinflusst maßgeblich dein Gesamtbudget und dein Reiseerlebnis. Die Haupttouristensaison herrscht hier im Winter, konkret von Dezember bis April, wenn das Wetter absolut ideal ist. Die Sonne scheint von morgens bis abends, die Temperaturen bleiben sehr angenehm und du umgehst die drückende Hitze. Das Wasser im Ozean hat auch im Januar und Februar etwa 23 bis 24 Grad Celsius, was für die meisten Europäer eine absolut ideale Badetemperatur ist.
Der Preis für dieses perfekte Winterwetter ist allerdings Geld. In dieser Zeit kommen die sogenannten „Snowbirds“ in die Stadt, also Amerikaner und Kanadier, die vor dem Schnee flüchten, und die Hotelpreise sind deswegen regelrecht astronomisch. Erwarte, dass du fast das Doppelte von dem zahlst, was dich genau dasselbe Zimmer außerhalb der Hauptsaison kosten würde. Im Frühling, besonders im März und April, kommen außerdem Massen von Studenten während der Frühjahrsferien (Spring Break) dazu, sodass die Stadt extrem laut und überfüllt ist.
Wenn du deutlich sparen möchtest und es dir nichts ausmacht, etwas ins Schwitzen zu kommen, reise in den Sommer- oder Herbstmonaten (von Mai bis November). Du musst dich aber auf sehr hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Nachmittagsgewitter einstellen, die zwar meist nur eine Stunde dauern, aber die Straßen in Flüsse verwandeln können. Der goldene Mittelweg können die sogenannten Randmonate sein, wie Mai oder November, wenn die Preise bereits fallen, das Wetter aber noch relativ stabil ist. Im Herbst solltest du jedoch bedenken, dass in Florida offiziell Hurrikan-Saison ist, also ist es gut, die Wettervorhersage im Auge zu behalten.

Wo in Miami übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte vor Ort vergleichen wir hier, damit man sieht, was verfügbar ist und zu welchem Preis. Am liebsten suchen wir auf Booking.com, wo es meist die besten Stornierungsbedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich zu vergleichen und über GetYourGuide zu buchen.
Miami ist definitiv keine einheitliche Masse, sondern eher eine Ansammlung sehr unterschiedlicher Viertel, von denen jedes eine völlig andere Atmosphäre und Preislage hat. Deine Wahl der Lage bestimmt also komplett den Charakter deines Urlaubs. Wenn du das Zentrum des Geschehens, endloses Nachtleben und den Gang zum Strand in Flip-Flops suchst, ist South Beach die klare Wahl. Bereite dich aber darauf vor, dass es eine sehr belebte und touristische Gegend ist, wo im Winter (von Dezember bis April) eine Nacht üblicherweise 250 bis 500 Dollar kostet, während die Preise im Sommer auf erträglichere 150 bis 300 Dollar sinken.
Für ein moderneres Erlebnis probiere das Finanzviertel Brickell, das atemberaubende Ausblicke auf die Biscayne Bay, luxuriöse Restaurants und viele Wolkenkratzer bietet. Es ist eine großartige Basis für diejenigen, die städtischen Trubel bevorzugen, und die Preise bleiben hier das ganze Jahr über stabiler bei etwa 120 bis 280 Dollar. Kunstliebhaber und Hipster-Café-Fans werden das erschwinglichere Viertel Wynwood schätzen, während die wunderschöne grüne Wohngegend Coconut Grove perfekte Ruhe mit Parks am Wasser bietet, ohne den typischen Touristenaufschlag. Eine Nacht kostet hier 200 bis 280 Dollar.
💡 Tipp: Das Angebot an Unterkünften in Miami vergleichst du an einem Ort — Verfügbarkeit und Preise prüfen. Die Preise verdoppeln sich im Winter im Vergleich zum Sommer fast, also zögere nicht mit der Reservierung.
Bei konkreten Hotels loben Reisende sehr das Hampton Inn Miami Beach, das einen tollen Dachpool, einfachen Zugang zum ikonischen Strand hat und die Preise liegen bei etwa 220 bis 280 Dollar pro Nacht. Für ein luxuriöseres Boutique-Erlebnis direkt im Herzen von South Beach ist das Kimpton Angler’s Hotel beliebt, wo eine Nacht 250 bis 320 Dollar kostet, aber hervorragenden Komfort bietet. Wenn dich eher Kunst anzieht, verfügt das AC Hotel Miami Wynwood über wunderschöne Designzimmer und einfachen Zugang zum kostenlosen öffentlichen Verkehrsmittel Metromover. Eine Unterkunft bekommst du hier idealerweise mit Vorlauf über Booking für etwa 200 bis 260 Dollar, was für die örtlichen Verhältnisse ein großartiges Angebot ist.
18 Tipps, was man in Miami sehen und unternehmen kann

1. South Beach und der berühmte Ocean Drive
Wenn man Miami sagt, stellen sich die meisten Menschen genau South Beach vor. Es ist zweifellos die berühmteste Adresse in der ganzen Stadt, gesäumt von hohen Palmen, luxuriösen Sportwagen und Neonlichtern, die nach Einbruch der Dunkelheit in allen erdenklichen Farben aufleuchten. Die Atmosphäre ist elektrisierend und für die erste Begegnung mit der Stadt gibt es keinen besseren Ort, denn genau hier spielen all die Filmszenen, die du aus dem Fernsehen kennst.
Die Straße Ocean Drive ist das Zentrum allen Geschehens, wo du die bekanntesten historischen Hotels, Cocktail-Bars und Restaurants mit Außenterrassen findest. Es ist ein absolut idealer Ort zum Beobachten von Menschen, auch wenn die Preise in den örtlichen Lokalen sehr überteuert sind. Wenn du dich entscheidest, hier zu Abend zu essen, überprüfe immer sorgfältig die Rechnung, denn die meisten Restaurants auf der Hauptstraße rechnen automatisch zwanzig Prozent Trinkgeld zum Betrag hinzu, damit sie nicht zu kurz kommen.
Direkt gegenüber erstreckt sich der wunderschöne Lummus Park und dahinter liegt der breite Sandstrand mit den ikonischen Rettungsschwimmer-Häuschen, von denen jedes ein völlig anderes Design und eine andere Farbe hat. Der Zugang zum gesamten Strand ist völlig kostenlos, du musst also nur dein eigenes Handtuch mitbringen und kannst das echte Florida-Strandfeeling genießen. Am besten kommst du früh morgens her, wenn es noch ruhig ist und du die Einheimischen beim Joggen oder Trainieren bei Sonnenaufgang beobachten kannst.

2. Art Deco Historic District
Direkt im Bereich des belebten South Beach befindet sich ein architektonischer Schatz von unschätzbarem Wert, für den Design-Liebhaber aus der ganzen Welt hierher kommen. Es handelt sich um die weltweit größte Sammlung von Art-Deco-Architektur, die über 800 wunderschöne pastellfarbene Gebäude umfasst, die überwiegend während des Booms in den 1920er und 1930er Jahren gebaut wurden. Dieses Viertel verleiht der Stadt ihren typischen Retro-Touch.
Dieses gesamte visuell überwältigende Gebiet ist wie ein riesiges Freilichtmuseum zugänglich, sodass dich der Spaziergang zwischen diesen Juwelen überhaupt nichts kostet. Die Gebäude zeichnen sich durch maritime Motive, runde Fenster, die an Schiffskabinen erinnern, symmetrische Linien und leuchtende Farben aus. Am besten kommst du am Abend hierher, wenn die untergehende Sonne die pastellfarbenen Fassaden wunderschön beleuchtet und sich anschließend langsam die ersten historischen Neonlichter einschalten, was eine absolut magische Atmosphäre schafft.
Wenn dich die tiefere Geschichte und architektonische Details interessieren, kannst du eine hervorragende kommentierte Führung buchen, die von Enthusiasten der Miami Design Preservation League organisiert wird. Diese sehr detaillierten zweistündigen Rundgänge kosten normalerweise 32 bis 35 Dollar und du erfährst dabei viele faszinierende Einzelheiten darüber, wie es gelungen ist, dieses Viertel vor dem Abriss zu bewahren. Du bekommst so einen völlig anderen Blick auf das, was sonst nur wie eine Ansammlung schöner Gebäude erscheinen würde.

3. Wynwood Walls und Street Art
Das Viertel Wynwood hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Verwandlung durchgemacht – von einem vernachlässigten Industriegebiet voller alter Lagerhallen zur größten Street-Art-Galerie der Welt. Heute findet ihr hier wunderschöne bunte Murals an jeder Ecke und das ganze Viertel pulsiert mit unglaublicher kreativer Energie. Künstler, Hipster und Touristen mischen sich hier, die zu den unabhängigen Cafés und angesagten Boutiquen strömen.
Der bekannteste und am meisten beworbene Ort ist das eingezäunte Museum Wynwood Walls, für das mittlerweile leider Eintritt verlangt wird. Die Preise ändern sich laut verschiedenen Quellen ziemlich oft, deshalb rechnet aktuell mit einem Betrag zwischen 15 und 35 Dollar für einen Erwachsenen. Es hängt stark von der Saison und der Art des Tickets ab, deshalb empfehle ich, den genauen Preis kurz vor eurem Besuch online auf der offiziellen Website zu überprüfen.
💡 Tipp: Ihr müsst das Museum selbst gar nicht betreten, wenn ihr sparen und euer Geld lieber für guten Kaffee ausgeben möchtet. Die umliegenden Blocks entlang der NW 2nd Avenue sind nämlich kostenlos und bieten hunderte genauso atemberaubende Gemälde von weltbekannten Künstlern. Ihr könnt hier endlos herumspazieren und fotografieren, ohne zu bezahlen, was der überwiegenden Mehrheit der Besucher völlig ausreicht, um die echte Atmosphäre dieses Kunstzentrums aufzusaugen.

4. Little Havana und die Straße Calle Ocho
Die Stadt ist historisch enorm stark von der lateinamerikanischen Kultur geprägt und nirgendwo ist das stärker zu spüren als im pulsierenden Little Havana. Dieses besondere Viertel ist seit langem das Herz der kubanischen Gemeinde und seine Hauptschlagader ist die berühmte Straße Calle Ocho (Achte Straße). Sobald ihr hier ankommt, werdet ihr das Gefühl haben, aus den USA direkt in die Karibik geflogen zu sein.
Bei eurem Spaziergang hört ihr allgegenwärtige lebhafte Salsa, die aus den offenen Türen der Clubs dringt, riecht den Duft von frisch geröstetem Kaffee und stoßt auf kleine Familiengeschäfte, in denen noch heute luxuriöse Zigarren von Hand gerollt werden. Ihr findet hier auch ein Pendant zum Hollywood Walk of Fame, das aber berühmten lateinamerikanischen Künstlern gewidmet ist. Ein Besuch in diesem Viertel ist einfach ein großartiges kulturelles Erlebnis, für das ihr überhaupt keinen Eintritt zahlen müsst und wo ihr einfach nur so herumschlendern könnt.
Lasst dabei auf keinen Fall einen Stopp im Máximo Gómez Park aus, der bei den Einheimischen üblicherweise Domino Park genannt wird. Kubanische Senioren spielen hier jeden Tag mit riesigem Einsatz Domino und diskutieren dabei leidenschaftlich über Politik und Leben. Es ist ein sehr authentisches, lautes und faszinierendes Schauspiel, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet, denn genau das macht Little Havana zu dem, was es ist.

5. Kubanische Küche und Optionen für Vegetarier
Wenn ihr schon die Schönheiten von Little Havana erkundet, wäre es eine riesige Verschwendung, die lokale Gastronomie nicht zu entdecken. Die traditionelle kubanische Küche ist historisch sehr fleischlastig, typische lokale Spezialitäten sind das langsam gebratene und unglaublich zarte Schweinfleisch Lechon oder die Rindermischung namens Ropa Vieja, die hier praktisch jedes traditionelle Restaurant anbietet.
Wenn ihr aber Fleisch von eurem Speiseplan streicht, braucht ihr überhaupt keine Angst zu haben, dass ihr hungrig bleibt. Die kubanische Küche bietet jede Menge absolut großartiger fleischloser Beilagen, die zusammen ein hervorragendes und reichhaltiges Gericht ergeben. Ihr müsst unbedingt schwarze Bohnen mit Reis probieren, bekannt als Moros y Cristianos, die perfekt gewürzt sind, oder gebratene Bananen auf süße und salzige Art (Tostones und Maduros), die zu eurer neuen Sucht werden.
Der allerbeste Tipp für einen schnellen Snack während des Tages sind dann die lokalen Fenster namens Ventanitas, wo sich die Einheimischen treffen. Ihr kauft hier für ein paar Dollar starken und sehr süßen kubanischen Kaffee (Cafecito), der euch sofort mit Energie auflädt. Dazu passen dann direkt genial Pastelitos, das sind knusprige süße Teigtaschen, die reichlich mit cremigem Käse, süßer Guave oder einer Kombination aus beidem gefüllt sind.

6. Vizcaya Museum and Gardens
Wenn ihr euch vom ständigen Trubel der modernen Großstadt erholen möchtet, begebt euch nach Süden zum historischen Anwesen Vizcaya. Diese atemberaubende riesige Villa, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Stil der prunkvollen italienischen Renaissance erbaut wurde, liegt direkt am ruhigen Wasser der Biscayne Bay. Das gesamte Anwesen, das der Industrielle James Deering errichten ließ, wirkt wie ein wunderschöner Traum aus einem europäischen Historienfilm.
Im Inneren der Villa findet ihr reich verzierte Räume voller wertvoller Antiquitäten, die aus Europa importiert wurden, aber die absoluten Hauptattraktionen sind die weitläufigen angrenzenden Gärten. Sie sind voller plätschernder Brunnen, präziser Skulpturen, geometrisch geschnittener Sträucher und bieten einen fantastischen romantischen Blick auf das Wasser, wo das ikonische Steinschiff als Wellenbrecher verankert liegt. Ihr werdet euch wie in einem völlig anderen Jahrhundert fühlen.
Der Eintritt in dieses gesamte wunderschöne Anwesen kostet normalerweise 20 Dollar für einen Erwachsenen (obwohl einige Quellen auch 25 Dollar angeben, also bereitet lieber eine kleine Reserve vor). In diesem Preis ist bereits ein sehr gelungener Audioguide enthalten, den ihr einfach direkt auf euer Handy herunterladen könnt. Ich empfehle, mindestens drei Stunden für den Besuch einzuplanen, damit ihr wirklich genug Zeit habt, alle versteckten Gartenecken in Ruhe zu erkunden.

7. Everglades-Nationalpark
Gleich hinter den Grenzen der verrückten Stadt beginnt eine völlig andere, faszinierende Welt, eine riesige Wildnis voller geheimnisvoller Sümpfe und undurchdringlichem Mangrovengeflecht. Der Everglades-Nationalpark ist ein so einzigartiges Ökosystem, dass ihr es einfach nirgendwo sonst auf der Welt findet, und es lohnt sich definitiv, dafür mindestens einen ganzen Tag aus eurem Reiseplan einzuplanen. Es ist ein perfekter Kontrast zu den Neonlichtern von South Beach.
Der Eintritt in den Nationalpark mit eurem eigenen oder gemieteten Auto kostet euch 35 Dollar pro Fahrzeug, wobei dieses Ticket für ganze sieben aufeinanderfolgende Tage gültig ist. Wenn ihr den echten Florida-Adrenalin erleben möchtet, probiert die berühmte Fahrt mit einem speziellen Luftkissenboot (Airboat) aus. Diese lauten, aber unglaublich unterhaltsamen Wasserfahrzeuge bewegen sich mit enormer Geschwindigkeit direkt über die Oberfläche der flachen Sümpfe und bringen euch an Orte, die ihr sonst nicht sehen würdet.
Diese beliebten Touren werden von vielen privaten Unternehmen entlang der bekannten Route Tamiami Trail angeboten und die Preise liegen zwischen 25 und 75 Dollar, je nach Länge der Tour und Größe des Bootes. Während der Fahrt mit einem Guide habt ihr eine nahezu hundertprozentige Chance, wilde Alligatoren direkt in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, was einfach ein Erlebnis fürs Leben ist. Vergesst nur nicht, starkes Insektenschutzmittel mitzunehmen, die Moskitos können hier sehr aufdringlich sein.

8. Bayside Marketplace
Direkt im Herzen der modernen Innenstadt Downtown Miami findet ihr einen riesigen, sehr lebhaften Einkaufs- und Unterhaltungskomplex unter freiem Himmel. Der Bayside Marketplace liegt direkt am Wasser und dank der angenehmen Meeresbrise ist es ein absolut großartiger Ort für einen Nachmittagsspaziergang, auch wenn ihr gerade nicht vorhabt, konkret etwas zu kaufen. Ihr findet hier Dutzende Geschäfte, Cafés und viele Straßenkünstler.
Neben Einkaufsmöglichkeiten und einer großen Anzahl von Restaurants gibt es hier fast jeden Tag Livemusik, was eine großartige und entspannte Urlaubsatmosphäre schafft. Der Eintritt in das gesamte Areal ist völlig kostenlos, ihr könnt frei durch das Gelände spazieren und zahlt nur für das, was ihr tatsächlich konsumiert oder in Einkaufstaschen mitnehmt. Nicht weit von hier befindet sich auch das riesige Riesenrad Skyviews Miami, das einen schönen Blick aus der Höhe bietet.
Von den hiesigen Hafenmolen legen auch verschiedene Ausflugsboote ab, die euch auf eine beliebte Fahrt entlang der sogenannten Millionaire’s Row mitnehmen, also den Inseln mit prächtigen Villen von Prominenten. Wenn ihr eine solche Fahrt mit Sicherheit reservieren möchtet, ist es am besten, das Portal GetYourGuide zu nutzen, wo ihr oft weitaus bessere Preise und eine größere Auswahl an Zeiten findet, als wenn ihr versucht, Tickets erst vor Ort am Stand zu kaufen.

9. Design District
Für eingefleischte Liebhaber von Luxus, Mode und moderner Architektur ist das Miami Design District eine absolute und unbestreitbare Pflicht. Dieses außerordentlich elegante und saubere Viertel beherbergt die allerprestigträchtigsten Modemarken der Welt, vom ikonischen Dior über Louis Vuitton bis zu Prada. Alles ist hier perfekt gepflegt und bis ins letzte visuelle Detail durchdacht.
Selbst wenn du nicht vorhast, hier Tausende Dollar für eine neue Markentasche auszugeben, lohnt es sich definitiv, durch das Viertel zu schlendern, allein wegen seiner Ästhetik. Die Boutiquen befinden sich nämlich nicht in gewöhnlichen langweiligen Einkaufszentren, sondern in architektonisch völlig einzigartigen Gebäuden, die selbst als riesige Kunstwerke funktionieren. Erwähnenswert ist zum Beispiel die berühmte Parkgarage Museum Garage, deren Fassade aus mehreren absolut verrückten künstlerischen Konzepten besteht.
Während deines Spaziergangs durch die schattigen Gassen stößt du auch auf interessante Outdoor-Installationen, Schaukeln und moderne Skulpturen, die sich hervorragend für soziale Medien fotografieren lassen. Das gesamte Gebiet ist sehr fotogen, unglaublich ruhig und gepflegt, was einen äußerst interessanten und willkommenen Kontrast zum wilden, rauen und lauteren Wynwood bildet, das nur unweit von hier liegt.

10. Key Biscayne und Strände ohne Massen
Wenn du feststellst, dass dir der berühmte South Beach zu laut, überfüllt und kommerziell ist, fahr mit dem Auto oder Fahrrad über die Brücke zur nahe gelegenen Insel Key Biscayne. Dieses schöne Stück Festland bietet eine viel ruhigere, fast schon dörfliche Atmosphäre und wunderschöne saubere Strände, die von üppigem tropischem Grün gesäumt sind, wo du dich von der Hektik der Großstadt erholen kannst.
An der Nordspitze dieser Insel findest du den beliebten Crandon Park mit einem zwei Kilometer langen Strand, der dank des ruhigen und sehr flachen Wassers eine absolut ideale Wahl für Familien mit kleineren Kindern ist. Ganz im Süden liegt dann der Bill Baggs Cape Florida State Park, wo du neben großartigem Baden auch einen historischen Leuchtturm findest. Von ihm aus bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf den endlosen Ozean und die fernen Umrisse der Stadt.
Der Zugang zur Insel selbst ist an die Zahlung einer kleinen Maut auf der Rickenbacker Causeway gebunden, die etwa 2,50 Dollar pro Auto beträgt. Das Parken in den örtlichen State Parks kostet dann ungefähr 8 Dollar für den ganzen Tag, was im Vergleich zu den absolut wahnsinnigen Parkpreisen am South Beach ein absolutes Schnäppchen ist. Du bekommst also für wenig Geld wesentlich bessere Entspannung.

11. South Pointe Park
An der südlichsten Spitze der geschäftigen Insel Miami Beach erstreckt sich überraschenderweise einer der schönsten und ruhigsten Stadtparks der gesamten Gegend. Der South Pointe Park bietet wunderschön gepflegte weitläufige Rasenflächen, eine lange Promenade am Wasser und absolut fantastische Ausblicke auf das Panorama der Wolkenkratzer in Downtown, die du von hier aus wie auf dem Präsentierteller hast.
Es ist der absolut ideale Ort für ein gemütliches Picknick oder einen abendlichen Spaziergang, besonders zu der Zeit, wenn riesige Hochsee-Kreuzfahrtschiffe aus dem nahe gelegenen Hafen PortMiami aus der Bucht auslaufen. Sie fahren majestätisch nur ein Stück vom Ufer entfernt vorbei und es ist ein großartiger Anblick. Der Eintritt in den Park ist völlig kostenlos und du findest hier auch einen kleinen Wasserpark (Splash Pad), wo sich Kinder an einem heißen Nachmittag sicher unter den Wasserfontänen abkühlen können.
Am schönsten ist es hier allerdings kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel über der Bucht in unglaubliche Orange- und Rosatöne färbt. Die Einheimischen kommen sehr oft und gerne hierher zum Joggen, Inlineskaten, Gassigehen oder einfach nur, um auf den Bänken zu sitzen und die vorbeifahrenden Schiffe zu beobachten mit einem Becher gutem Kaffee in der Hand. Es ist eine Oase der Ruhe nur wenige Blocks vom Wahnsinn des Ocean Drive entfernt.

12. Lincoln Road Mall
Wenn du tagsüber genug vom heißen Strand und der brennenden Sonne hast, schau dir die berühmte Lincoln Road an. Es handelt sich um eine sehr lange und breite Fußgängerzone direkt im Herzen von South Beach, die voll von Markengeschäften, unabhängigen Cafés, Galerien und Restaurants mit großzügigen Außensitzplätzen unter großen Sonnenschirmen ist.
Diese Straße wurde Mitte des 20. Jahrhunderts vom legendären Architekten Morris Lapidus so entworfen, dass sie an eine architektonische Promenade erinnert. Du findest hier viel exotisches Grün, Wasserelemente, Brunnen und Designer-Bänke in ungewöhnlichen Formen. Es ist ein großartiger Ort für einen Nachmittagskaffee und die Beobachtung der vielfältigsten Mischung von Menschen aus der ganzen Welt, die hier täglich mit Einkaufstüten promenieren.
💡 Tipp: Die Preise in Restaurants und Bars direkt an der Hauptstraße Lincoln Road sind wirklich sehr überhöht und hauptsächlich auf Touristen ausgerichtet. Wenn du gut und wesentlich günstiger essen möchtest, reicht es, in eine der angrenzenden Seitenstraßen abzubiegen, wo du kleinere, authentischere und preislich viel freundlichere Lokale findest, in die auch Einheimische zum Mittagessen gehen.

13. Perez Art Museum Miami (PAMM)
Liebhaber moderner und zeitgenössischer Kunst sollten in ihrem Reiseplan auf keinen Fall das Perez Art Museum auslassen, das an einem großartigen Ort direkt am Ufer der Bucht liegt. Schon das Gebäude dieses Museums ist von außen ein riesiges architektonisches Juwel, berühmt für seine einzigartigen hängenden Gärten, die sich vom Dach bis zum Boden erstrecken und dem Gebäude ein unglaublich frisches, tropisches Aussehen verleihen.
In den weitläufigen und hellen Sälen findest du umfangreiche Sammlungen internationaler Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, mit einem verständlicherweise sehr starken Fokus auf progressive Künstler aus Lateinamerika und der Karibik. Der Eintritt ins Museum liegt bei etwa 16 Dollar, was für amerikanische Verhältnisse ein sehr anständiger Preis ist, und das kulturelle Erlebnis ist definitiv jeden ausgegebenen Cent wert.
Wenn du gerade keine Lust hast, Eintritt zu bezahlen, oder nicht so viel Zeit hast, kannst du völlig kostenlos über die weitläufige Außenterrasse spazieren mit einem hervorragenden Blick auf das Wasser und vorbeifahrende Jachten. Hier findest du auch ein großartiges Museumscafé mit gemütlichen Außensitzplätzen, wo du dich ausruhen, die ruhige kulturelle Atmosphäre aufsaugen und dich vor der Mittagssonne Floridas im Schatten verstecken kannst.

14. Phillip and Patricia Frost Museum of Science
In unmittelbarer Nachbarschaft des Kunstmuseums befindet sich der riesige, hochmoderne Komplex des Wissenschaftsmuseums Frost Science. Es gilt zu Recht als eines der besten und modernsten Wissenschaftsmuseen in den Vereinigten Staaten und vereint ein riesiges Aquarium, ein hochmodernes digitales Planetarium und Dutzende faszinierender interaktiver Ausstellungen unter einem Dach.
Der mit Abstand größte Publikumsmagnet für alle Altersgruppen ist das dreistöckige Aquarium Gulf Stream, wo du von unten durch den riesigen Glasboden Haie und Rochen beobachten kannst, wie sie elegant direkt über deinem Kopf schwimmen. Der normale Eintritt kostet etwa 30 Dollar, was vielleicht nach viel Geld klingt, aber angesichts der enormen Größe des Museums verbringst du hier problemlos und ohne Langeweile mindestens einen halben Tag.
Es ist absolut fantastisch und eine sichere Bank für Familien mit Kindern, denn die überwiegende Mehrheit der Exponate ist vollständig interaktiv und clever so konzipiert, dass die Besucher sie selbst anfassen und in der Praxis ausprobieren können. Von den Museumsdachterrassen aus gibt es zudem einen herrlichen Blick auf den gesamten Hafen und das geschäftige Stadtzentrum, sodass auch Jäger schöner Fotos aus der Höhe auf ihre Kosten kommen.

15. Venetian Pool in Coral Gables
Im wunderschönen und sehr wohlhabenden Wohnviertel Coral Gables verbirgt sich sorgfältig eines der einzigartigsten und schönsten öffentlichen Schwimmbäder der Welt. Der Venetian Pool ist nämlich kein klassisches gekacheltes Betonbecken, sondern ein historisches Schwimmbad, das bereits 1924 direkt in altes Korallengestein gehauen wurde und sich bis heute seinen ursprünglichen Charme aus den 1920er Jahren bewahrt hat.
Die gesamte fotogene Anlage erinnert stark an eine romantische venezianische Lagune, hier gibt es malerische Wasserfälle, kleine Grotten, Steinbrücken und historische Aussichtstürmchen, die die perfekte Illusion von Italien erschaffen. Das Wasser im Becken stammt direkt aus unterirdischen artesischen Quellen und wird jede Nacht komplett ausgetauscht, sodass es wunderbar sauber, erfrischend ist und ohne aggressives Chlor auskommt.
Der Eintritt variiert ziemlich stark je nachdem, ob gerade Hauptsaison ist, aber normalerweise zahlst du zwischen 15 und 21 Dollar pro Erwachsenem. Achte aber unbedingt darauf, dass Kinder unter drei Jahren aus strengen Sicherheitsgründen überhaupt keinen Zutritt haben, es ist also kein ideales Ziel für Familien mit den kleinsten Kindern, denen das Personal den Eingang am Tor verweigern würde.

16. Fairchild Tropical Botanic Garden
Wenn du die Natur liebst und gerne neue Pflanzen entdeckst, solltest du dir unbedingt Zeit für einen Besuch im Fairchild Tropical Botanic Garden nehmen. Dieser riesige, über 80 Acres große Komplex im Süden der Stadt ist die Heimat unglaublich seltener tropischer Pflanzen, riesiger Palmen und mächtiger Baobabs, die du in keinem gewöhnlichen amerikanischen Stadtpark so leicht finden würdest.
Der Garten ist so weitläufig, dass im Eintrittspreis glücklicherweise auch eine 45-minütige kommentierte Fahrt mit einer kleinen Bahn enthalten ist, die dich bequem mit Erklärungen durch die absolut interessantesten Teile des Geländes führt. Der Eintritt beträgt 25 Dollar für Erwachsene, was zwar etwas mehr ist als üblich, aber die Pflege eines so riesigen Stücks perfekt gepflegten Regenwalds kostet eben nicht wenig Geld.
Das absolut größte visuelle Highlight ist der geschlossene Schmetterlingspavillon und die umfangreiche Ausstellung exotischer Orchideen, wo es buchstäblich in allen Farben und Düften erstrahlt. Es ist eine perfekte, ruhige Flucht aus dem Betondschungel der Wolkenkratzer und verstopften Straßen, wo du dich wunderbar im Schatten massiver tropischer Bäume entspannen und neue Energie für die weitere Erkundung der Stadt tanken kannst.

17. Verkehr: Brauchst du in Miami ein Auto?
Die Fortbewegung in dieser Metropole Floridas kann eine ziemlich harte Nuss sein, denn Miami ist enorm weitläufig und die Entfernungen zwischen den einzelnen Vierteln sind wirklich groß. Ein Mietwagen macht absolut Sinn, wenn du längere Ausflüge außerhalb der Stadt unternehmen möchtest (zum Beispiel in den Everglades-Nationalpark oder südlich zu den Florida Keys), aber im Zentrum selbst und in South Beach ist ein Auto eher eine große Last wegen sehr begrenzter und extrem teurer Parkmöglichkeiten.
Glücklicherweise hat die Stadt auch interessante öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung, die zudem für alle völlig kostenlos sind. Im Zentrum des modernen Downtown und im angrenzenden Viertel Brickell funktioniert hervorragend der sogenannte Metromover, eine automatisierte Hochbahn ohne Fahrer, die dich ohne Bezahlung bequem hoch zwischen den Wolkenkratzern transportiert und wirklich tolle Ausblicke auf die Straßen unter dir bietet.
Für längere Stadtfahrten, zum Beispiel bei der Fahrt vom internationalen Flughafen ins Zentrum oder zur Kunst ins Viertel Wynwood, leistet die klassische oberirdische Metrorail hervorragende Dienste. Ein Ticket kostet etwas mehr als zwei Dollar und damit vermeidest du zuverlässig die endlosen Verkehrsstaus, die für Miami tagsüber und besonders im Nachmittagsverkehr leider sehr typisch und frustrierend sind.

18. Miami mit Kindern
Obwohl die Stadt in Filmen oft den Ruf einer wilden Party-Destination ausschließlich für Erwachsene hat, findest du hier überraschend viele großartige Orte auch für Familien mit kleinen Kindern. Die Grundlage des Programms sind natürlich die langen Strände, wobei für die allerkleinsten Kinder die ruhigeren auf der Insel Key Biscayne ideal sind oder im nördlichen Teil von Miami Beach, wo es nicht so tückisch große Wellen gibt wie am Ocean Drive.
Ein absolut großartiges Ziel für einen ganzen Nachmittag, besonders wenn ein Florida-Gewitter aufzieht, ist das Miami Children’s Museum auf der Insel Watson Island, das voll von unterhaltsamen interaktiven Spielbereichen und lehrreichen Ausstellungen ist. Kinder können hier verschiedene echte Berufe selbst ausprobieren, von Feuerwehrleuten über Tierärzte, die Tiere retten, bis hin zu Fernseh-Nachrichtensprechern, was sie stundenlang beschäftigt.
Darüber hinaus gibt es in der ganzen Stadt eine Reihe schöner, sicherer und gut gepflegter öffentlicher Parks mit modernen Spielplätzen. In diesen Parks findest du oft auch sogenannte Splash Pads, das sind kleine, im Boden eingebaute Brunnen und Wasserdüsen, wo Kinder sich völlig kostenlos endlos austoben und sich sicher an einem heißen und feuchten Florida-Nachmittag abkühlen können.
Wohin von Miami aus weiterreisen
Wenn du einen größeren Roadtrip durch die Vereinigten Staaten planst und Inspiration suchst, schau dir unseren großen Reiseführer 50 Tipps, was man in New York sehen sollte an. Falls du mit der Familie reist, könnte dir auch der praktische Artikel speziell über New York mit Kindern nützlich sein.
Vergiss nicht, dass du für jede Reise in die USA die Bürokratie klären musst, wobei dir unsere Anleitung zu ESTA und Einreise in die USA hilft. Und wenn dich wildere Natur reizt, lies unseren Reiseführer für den Hawaii Volcanoes National Park.
Häufig gestellte Fragen
Ist Miami eine teure Stadt?
Ja, es gehört definitiv zu den teuersten amerikanischen Städten, besonders was Unterkünfte direkt am South Beach und Essen in Restaurants an den Hauptstraßen betrifft. Du kannst hier aber deutlich sparen, wenn du außerhalb der Hauptsaison im Winter anreist und dich clever auf Attraktionen konzentrierst, die kostenlos sind. Dazu gehören die Bewunderung der einzigartigen Art-Deco-Architektur, kilometerlange öffentliche Strände oder Hunderte von Street-Art-Murals rund um Wynwood.
Brauche ich in Miami einen Mietwagen?
Wenn du dich nur am berühmten South Beach und im Zentrum (Downtown) aufhältst, brauchst du überhaupt kein Auto und würdest dabei eher draufzahlen wegen der extrem teuren Parkgebühren. Für schnelle Fortbewegung reichen dir zuverlässig der kostenlose oberirdische Metromover, Uber oder Leihfahrräder. Miete dir ein Auto nur für die Tage, an denen du Ausflüge außerhalb der Stadt planst, zum Beispiel zu den Alligatoren in den Everglades-Sümpfen oder runter zu den Florida Keys.
Was kann man in Miami kostenlos machen?
Es gibt überraschend viel. Völlig kostenlos ist der Eintritt zu all den kilometerlangen wunderschönen Stränden, abendliche Spaziergänge durch das historisch wertvolle Art-Deco-Viertel und die Besichtigung der grandiosen Murals in den Straßen rund um die Wynwood Walls. Nichts bezahlst du auch für die Aussichtsfahrt mit dem oberirdischen Zug Metromover direkt zwischen den Wolkenkratzern oder für einen ruhigen Spaziergang entlang der Promenade mit Blick auf die Boote im South Pointe Park.
Brauche ich für den Besuch in Miami ein Visum?
Wenn du einen gültigen deutschen Reisepass mit biometrischen Daten hast und als Tourist für weniger als 90 Tage reist, brauchst du kein klassisches Papiervisum. Du musst aber unbedingt vorab eine elektronische ESTA-Registrierung beantragen, die offiziell 21 Dollar kostet, und ich empfehle dir dringend, sie mindestens ein paar Wochen vor dem Abflug online auszufüllen, damit du sicher sein kannst, dass alles reibungslos verläuft.
Ist Miami für Touristen sicher?
Touristisch beliebte Gegenden wie South Beach, das moderne Brickell oder das ruhigere Coconut Grove sind tagsüber sehr sicher und sichtbar gut von Polizisten bewacht. Nach Einbruch der Dunkelheit ist es aber immer besser, verlassene Straßen in Downtown oder weniger beleuchtete Randgebiete von Little Havana zu meiden und lieber clever Uber für die Rückfahrt zum Hotel zu nutzen statt unnötiger nächtlicher Spaziergänge durch unbekannte Blocks.
Wie viele Tage brauche ich für die Besichtigung von Miami?
Damit dir das absolut Beste nicht entgeht, empfehle ich dir, mindestens 3 bis 4 volle Tage für die Stadt einzuplanen. In dieser Zeit schaffst du es in Ruhe, die Atmosphäre am South Beach aufzusaugen, das hippe Künstlerviertel Wynwood zu erkunden, einen Blick ins kubanische Little Havana zu werfen, und dir bleibt noch ein ganzer freier Tag für einen abenteuerlichen Ausflug zu den Alligatoren im nahegelegenen Everglades-Nationalpark mit dem Luftkissenboot.
Kann man in Florida auch im Winter baden?
Auf jeden Fall, und es ist eigentlich die beste Zeit. Das Wasser im Ozean hat selbst in den kältesten Monaten wie Januar und Februar angenehme 23 bis 24 Grad Celsius, was für die meisten abgehärteten Europäer eine absolut ideale Temperatur zum ausgiebigen Baden ist. Genau deshalb strömen im Winter riesige Mengen an Touristen aus dem kalten Norden der USA hierher, die vor Schnee und Frost zur Sonne Floridas flüchten.
Was tun in Miami, wenn es regnet?
Starke Gewitter sind hier zwar besonders im heißen Sommer häufig, aber meistens handelt es sich glücklicherweise nur um einen sehr kurzen stündlichen Wolkenbruch, nach dem sofort wieder die Sonne herauskommt. Während eines unerwarteten Regens kannst du zum Shoppen in die vielen überdachten Passagen gehen, das erstklassige Wissenschaftsmuseum Frost Science mit riesigem Aquarium besuchen oder dich bequem in den wunderschönen klimatisierten Innenräumen des Museums für moderne Kunst PAMM verstecken.
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