Los Angeles, Kalifornien: 24 Tipps, was du 2026 sehen und erleben solltest

Die Stadt der Engel ist keine klassische Metropole, die du morgens im Zentrum beginnst und abends am anderen Ende beendest. Los Angeles, Kalifornien, USA ist eine riesige Fläche – vergleichbar mit der Größe eines ganzen Bundeslandes –, auf der du zwischen den einzelnen Erlebnissen ganz normal eine Stunde mit dem Auto unterwegs bist. Wenn du deinen Tag im europäischen Stil planst und Museum, Strand und einen Aussichtspunkt am Abend an einem Tag schaffen willst, verbringst du die meiste Zeit im Stau auf dem Highway.

Ich war 2012 in Los Angeles, das ist aber schon eine ganze Weile her. Deshalb überprüfe Preise und Öffnungszeiten immer anhand aktueller Quellen, nicht anhand meines Gedächtnisses. Das Jahr 2026 ist für diese Stadt zudem absolut wegweisend, denn hier wurden mehr neue Projekte eröffnet als im gesamten vorherigen Jahrzehnt. Die Einheimischen haben endlich die Verlängerung der wichtigen Metrolinie D bekommen, es sind brandneue Museen entstanden und die Stadt bereitet sich intensiv auf die bevorstehenden Olympischen Spiele vor.

Das Geheimnis eines gelungenen Ausflugs liegt darin, dass du deinen Plan nach einzelnen Vierteln aufteilst und jeden Tag nur einer Gegend widmest. In diesem Guide zeige ich dir, wie du deine Route so zusammenstellst, dass du das Beste von den Hollywood-Studios über Kunstsammlungen bis zu den ikonischen Stränden siehst – und dabei am lokalen Verkehr nicht verzweifelst.

Artikelinhalt

Zusammenfassung

  • Plane nach Vierteln: Kombiniere niemals Santa Monica und Downtown an einem Tag, sonst verbringst du Stunden im Stau. Ein Tag entspricht einer Gegend.
  • 2026 steckt voller Neuheiten: Ab Mai fährst du mit der Metro zu den wichtigsten Museen am Wilshire, im April wurden die neuen Galerien im LACMA eröffnet und im September öffnet das einzigartige Lucas Museum.
  • Die Metro lohnt sich: Eine Fahrt kostet 1,75 USD und die Tagesobergrenze liegt bei 5 USD, was die öffentlichen Verkehrsmittel zur günstigsten Art macht, sich in der verstopften Stadt zu bewegen.
  • Achtung vor Autoaufbrüchen: Lass niemals sichtbare Gegenstände auf den Sitzen oder im Kofferraum liegen, eingeschlagene Scheiben an Stränden und Sehenswürdigkeiten sind hier leider an der Tagesordnung.
  • Folgen der Brände von 2025: Sowohl der PCH-Highway als auch die Getty Villa sind nach den letztjährigen Bränden in Pacific Palisades wieder geöffnet, in die betroffenen Wohnviertel fährt man aus Respekt vor den Anwohnern nicht.
  • Tickets im Voraus kaufen: Für die Studios Universal und Warner Bros, aber auch für die meisten großen Galerien brauchst du eine zeitlich festgelegte Reservierung, sonst kommst du gar nicht hinein.

Wann nach Los Angeles reisen

Frühling (April, Mai) und Herbst (September, Oktober) sind für einen Besuch eindeutig am angenehmsten. Es ist zwar warm, aber keine sengende Hitze, und die Menschenmengen sind etwas kleiner. Die September-Tage sind außerdem absolut ideal zum Baden im Ozean, denn das Wasser ist nach dem langen kalifornischen Sommer das wärmste im ganzen Jahr. Die Frühlingsmonate bringen dagegen eine wunderschön blühende Natur in den umliegenden Hügeln, was du vor allem bei den Wanderungen zum Observatorium zu schätzen weißt.

Wenn du deine Reise auf den Frühsommer planst, hüte dich vor dem Phänomen namens June Gloom. Im Juni hält sich über den Küstengebieten wie Santa Monica oder Venice Beach regelmäßig dichter Vormittagsnebel und niedrige Bewölkung. Sie lösen sich sehr oft erst nach dem Mittag auf, sodass morgendliche Strandspaziergänge ziemlich kühl und grau sein können. Erfahrene Reisende planen im Juni deshalb das Vormittagsprogramm eher im Landesinneren oder in Museen und fahren erst am Nachmittag ans Meer.

August und September bringen wiederum die allergrößten Hitzewellen, wenn die Temperaturen im Landesinneren zu sehr unangenehmen Höchstwerten klettern. In dieser Zeit steigt in den umliegenden Bergen das Risiko von Waldbränden rapide an, die den Verkehr behindern oder den Zugang zu einigen Parks einschränken können. Wanderungen in Gegenden wie dem Griffith Park werden im Spätsommer nachmittags wegen der sengenden Sonne und des fehlenden Schattens ausgesprochen gefährlich. Verfolge deshalb immer die aktuellen Warnungen der örtlichen Behörden und nimm ausreichend Trinkwasser mit.

Wo in Los Angeles übernachten

Wo du in Los Angeles schläfst, beeinflusst stark, wie dein gesamter Aufenthalt verläuft. Überlege dir deshalb zuerst, was du am meisten sehen willst, und wähle erst dann dein Hotel. Rechne zum Hotelpreis immer die Übernachtungssteuer hinzu, die in der Stadt Los Angeles 14 Prozent und im benachbarten Santa Monica 15 Prozent beträgt (dazu kommt dort noch eine Touristenabgabe von 2,30 bis 7,25 USD pro Nacht je nach Zimmerpreis). Die Verkaufssteuer von 9,5 Prozent, die du in Los Angeles County an der Kasse siehst, kommt nur bei Einkäufen und Essen hinzu. Die meisten Hotels berechnen zudem üblicherweise Parkgebühren, die bei Selbstparken zwischen 20 und 30 USD pro Nacht liegen, beim Valet-Parking zahlst du auch mal 45 USD. Oft stößt du auch auf die sehr unbeliebten Resort Fees in Höhe weiterer zig Dollar pro Tag, die dein ursprüngliches Budget unangenehm in die Höhe treiben können.

Wenn du nah am Ozean sein willst und dir höhere Preise nichts ausmachen, suche eine Unterkunft in Santa Monica oder in Venice. Für Liebhaber des Nachtlebens und der Filmindustrie ist West Hollywood ideal, während Downtown eine hervorragende Erreichbarkeit mit der neuen Metro und eine moderne Gastroszene bietet. Reservierungen empfehle ich traditionell über bewährte Portale zu regeln, wo du das breiteste Angebot über alle Preisklassen hinweg findest und dir leicht Hotels mit inklusivem Parkplatz herausfiltern kannst.

Eine detaillierte Auswahl nach Vierteln findest du im separaten Artikel Wo in Los Angeles wohnen. Zu den zuverlässigen Hotels mit guter Lage gehört zum Beispiel The Garland in North Hollywood, das einen kostenlosen Shuttle zu den nahegelegenen Universal Studios bietet. Dieses Hotel verzaubert dich mit seinem schönen Retro-Design aus den Siebzigern und einem herrlichen Außenpool. Wenn dich eher die entspannte Strandatmosphäre lockt, schau dir das Hotel Erwin direkt am Venice Beach an, von wo aus du den Pazifik und die berühmte Promenade voller Straßenkünstler nur wenige Schritte vom Zimmer entfernt hast. Im Stadtzentrum bietet dann Freehand Los Angeles ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und kombiniert auf interessante Weise stylische Privatzimmer mit einem wunderschönen Dachpool und Blick auf die umliegenden Wolkenkratzer.

💡 Auf dieser Karte vergleichst du, was gerade frei ist — du siehst sofort, um wie viel günstiger ein Hotel in Koreatown ist als am Strand in Santa Monica.

24 Tipps, was du in Los Angeles, USA sehen und erleben kannst

Diese Liste ist umfangreich, deshalb gleich zur Sache: 24 Orte, so geordnet, dass du sie Viertel für Viertel abklappern kannst, von Hollywood über Downtown bis zu den Stränden. Wo es sich lohnt, früher aufzustehen, und wo du es dir dagegen gemütlich machen kannst, findest du alles weiter unten.

1. Griffith Observatory und Park

Das berühmteste Observatorium der Westküste thront hoch über der Stadt und bietet den absolut besten Blick auf das gesamte Becken von Los Angeles sowie auf den ikonischen Hollywood-Schriftzug. Der Eintritt in das Gebäude selbst ist völlig kostenlos, du zahlst nur, wenn du eine Vorstellung im Planetarium besuchen möchtest, die erst vor Ort gekauft wird. Das Observatorium ist von Dienstag bis Freitag zwischen 12:00 und 22:00 Uhr geöffnet, am Wochenende bereits ab zehn Uhr morgens und montags bleibt es geschlossen. Wenn du tiefer in die Geheimnisse des Weltalls und die Geschichte dieses Ortes eindringen möchtest, kannst du eine organisierte Führung buchen, die bei etwa 29 USD beginnt.

Mit dem Auto hinaufzukommen kann ziemlich nervenaufreibend sein, denn das Parken am Observatorium kostet 10 USD pro Stunde und wird im Voraus an Automaten bezahlt. Die Kapazität des Parkplatzes ist zudem sehr begrenzt, sodass du am Nachmittag und am Wochenende Gefahr läufst, lange Minuten nur zu kreisen und auf einen freien Platz zu warten. Wenn du sparen und dem Stress am Steuer entgehen willst, lass das Auto unten in der Stadt und fahr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinauf.

💡 Tipp: Von der Metrostation Vermont/Sunset fährt regelmäßig der Bus DASH Observatory, der nur 50 Cent kostet, und wenn du eine aufgeladene TAP-Karte hast, zahlst du sogar nur 35 Cent. Dieser Bus fährt täglich von zehn Uhr morgens bis zehn Uhr abends und erspart dir eine Menge Ärger.

2. Aussichten auf das Hollywood Sign

Viele Reisende haben das Gefühl, direkt bis unter die einzelnen Buchstaben des ikonischen Hollywood-Schriftzugs kommen zu können, aber die Grundstücke rund um den Schriftzug sind streng abgesperrt und bewacht. Die gesamte Gegend ist von Zäunen und einem Kamerasystem umgeben, denn sie liegt in unmittelbarer Nähe eines luxuriösen Wohnviertels. Die besten Fotos machst du deshalb aus respektvoller Entfernung, von wo aus die gesamte riesige Konstruktion schön im Kontext der umliegenden Hügel und des blauen Himmels zur Geltung kommt.

Tolle Fotos machst du schon vom erwähnten Griffith Observatory aus oder vom beliebten Lake Hollywood Park, wo du dich ins Gras setzen und ein Picknick mit einem der berühmtesten Ausblicke der Welt genießen kannst. Wenn du ein Auto zur Verfügung hast, fahr zum Jerome C. Daniel Overlook an der berühmten Straße Mulholland Drive, von wo aus du nicht nur den Schriftzug siehst, sondern auch das faszinierende Panorama der ganzen Stadt von den Bergen bis zum Ozean.

Wer mehr über die Geschichte des Schriftzugs erfahren und zu den besten versteckten Fotospots gelangen möchte, kann eine organisierte Wanderung mit einem lokalen Guide buchen. Diese Touren beginnen bei etwa 29 USD und führen dich zu staubigen Pfaden, die du selbst nur sehr schwer finden würdest. Eine weitere Option sind Fahrten mit offenen Sightseeing-Bussen, die etwa 35 USD kosten und mit dir die interessantesten Aussichtspunkte in den Hügeln abfahren.

3. Freizeitpark Universal Studios Hollywood

Hier werden Träume von der Filmwelt Wirklichkeit. Ein Ticket für den ganzen Tag kostet dich 109 bis 154 USD je nach konkretem Datum, und wenn du keine langen Schlangen anstehen willst, zahlst du für den Express Pass drauf, womit der Preis auf 209 bis 309 USD klettert. Für Kinder von drei bis neun Jahren beginnen die Tickets bei 94 USD. Eine große Neuheit öffnet am 16. September 2026: die Outdoor-Achterbahn Fast & Furious: Hollywood Drift mit Fahrzeugen, die sich um 360 Grad drehen, hat eine 4.100 Fuß lange Strecke, fährt bis zu 72 Meilen pro Stunde und ist die schnellste Bahn in der Geschichte von Universal.

Es lohnt sich definitiv, die Tickets mit großem Vorlauf online auf der offiziellen Website des Parks zu kaufen, denn der Online-Kauf ist um 20 bis 50 USD pro Person günstiger als die Zahlung an der Kasse. Wenn du während der wilden Fahrten und beim Erkunden der Filmkulissen Hunger bekommst, empfehle ich dir, ins nahe Hollywood zu einem ordentlichen Essen zu fahren. Dort findest du zum Beispiel das hervorragende vegane thailändische Restaurant Salaya Plant-Based Kitchen, wo sie fantastische pflanzliche Spezialitäten und ausgezeichnete Nudeln machen.

💡 Tipp: Schau dir vor dem Besuch die offizielle App des Parks im Detail an, damit du genau weißt, um wie viel Uhr die einzelnen Shows laufen. Das erspart dir viel wertvolle Zeit beim Hin-und-her-Laufen zwischen den Attraktionen und hilft dir, den Tag so zu planen, dass du das Beste ohne unnötiges Warten in der Sonne schaffst.

4. Warner Bros. Studio Tour Hollywood

Während Universal Studios ein riesiger Freizeitpark voller Achterbahnen ist, führt dich die Studio Tour von Warner Bros direkt in echte und voll funktionierende Kulissen. Die Basis-Tour beginnt bei 66 USD beim Online-Kauf auf den Studioseiten, an der Kasse würdest du dafür zehn Dollar mehr zahlen. Für echte Filmfans gibt es auch eine dreistündige historische Version ab 99 USD oder die Premium-Studio-Tour Plus für 150 USD, die dich auch in normalerweise unzugängliche Produktionsbüros führt.

Während der Fahrt in einem kleinen Golfwagen fährst du durch Gassen, in denen der berühmte Batman gedreht wurde, schaust in das malerische Städtchen aus Gilmore Girls und setzt dich natürlich auf das legendäre orangefarbene Sofa aus der Serie Friends. Du siehst auch riesige Requisitenlager, in denen sich Filmemacher Möbel und Dekorationen für ihre aktuellen Projekte aus aller Welt aussuchen.

Die Guides sind meist Filmstudierende mit echter Leidenschaft fürs Drehen und passen das Programm gerne daran an, was deine Gruppe schaut. Wenn ihr also eine ganze Familie von Friends-Fans seid, macht ihr am orangefarbenen Sofa ruhig fünf Minuten länger Halt. 😁 Am Ende der Rundfahrt erwartet dich dann eine interaktive Ausstellung, in der du ausprobieren kannst, einen echten Oscar in der Hand zu halten.

5. Runyon Canyon Park

Wenn du sehen willst, wie die Einheimischen ihre Freizeit verbringen, geh joggen oder spazieren in den Runyon Canyon. Dieser beliebte Park bietet den schnellsten Blick auf die Stadt direkt aus der Gegend von Hollywood, es wird überhaupt kein Eintritt verlangt und es herrscht eine unglaublich entspannte Atmosphäre. Auf dem Weg nach oben begegnest du ganz sicher Dutzenden Joggern, Fitness-Enthusiasten und Leuten, die ihre Hunde ausführen und sich hier jeden Morgen treffen.

Der Park hat mehrere verschiedene Routen, von den breiten und asphaltierten bis zu den steileren staubigen Pfaden, bei denen du beim Aufstieg ordentlich ins Schwitzen kommst. Vergiss nicht, ausreichend Flaschenwasser mitzunehmen, denn Schatten gibt es hier so gut wie keinen und die kalifornische Nachmittagssonne kann selbst auf kurzen Abschnitten wirklich erschöpfend sein.

Vom Gipfel blickst du an einem klaren Tag bis zum Ozean, und weil du zu Fuß direkt aus den Straßen Hollywoods hierher gelangst, brauchst du überhaupt kein Auto. Pass nur beim Parken in den umliegenden Wohnstraßen auf, wo Strafzettel gnadenlos verteilt werden.

6. Kunstmuseum LACMA

Das größte Kunstmuseum im Westen der Vereinigten Staaten hat 2026 eine gigantische Verwandlung durchlaufen, die sein Gesicht völlig verändert hat. Im April 2026 wurde hier das neue Gebäude David Geffen Galleries des weltberühmten Architekten Peter Zumthor eröffnet. Dieser Koloss bietet über zehntausend Quadratmeter Ausstellungsfläche auf einer einzigen riesigen, angehobenen Ebene. Der Eintritt für Besucher von außerhalb des Bezirks Los Angeles beträgt 30 USD (Einheimische zahlen 25 USD), und das Museum ist jeden Mittwoch geschlossen.

Vor dem Museum am Wilshire Boulevard darfst du die ikonische Skulptur Urban Light nicht verpassen, die aus 202 restaurierten Straßenlaternen aus den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts besteht. Diese beeindruckende Installation ist frei und kostenlos zugänglich und ist zu Recht wohl das meistfotografierte Kunstwerk der ganzen Stadt geworden.

💡 Tipp: Ab dem 8. Mai 2026 gelangst du neuerdings bequem mit der Metrolinie D (früher Purple Line) zum Museum, sodass du dir endlich die Suche nach absurd teuren Parkplätzen sparst. Die neue Station Wilshire/Fairfax setzt dich ein Stückchen vom Haupteingang entfernt ab.

7. Academy Museum of Motion Pictures

Gleich neben dem LACMA findest du ein fantastisches Museum, das der Geschichte der Filmindustrie gewidmet ist und in einem wunderschönen Gebäude des italienischen Architekten Renzo Piano untergebracht ist. Der normale Eintritt für Erwachsene kostet 25 USD, aber wenn du nach halb fünf nachmittags kommst, bekommst du ein ermäßigtes Ticket für 18 USD. Ein großer Vorteil für Familien ist die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre immer völlig kostenlos hineinkommen, du darfst nur nicht vergessen, ihnen ein Null-Euro-Ticket im Online-Buchungssystem zu buchen.

Drinnen erwarten dich originale Kostüme aus legendären Filmen, echte Oscar-Statuetten und interaktive Ausstellungen, die dich durch den gesamten Prozess des Filmemachens führen – vom Schreiben des ersten Drehbuchs bis zum finalen Schnitt in der Postproduktion. Das Museum ist so konzipiert, dass es sowohl eingefleischte Filmkritiker als auch normale Besucher unterhält, die sich einfach an ihre Lieblingsfilme erinnern wollen.

Auch hierher gelangst du ab Mai 2026 ganz einfach über die neue Metrostation Wilshire/Fairfax, was diese ganze Museumsmeile zu einer der am besten erreichbaren Gegenden für Touristen ohne Auto macht. Von der Terrasse des Museums hast du zudem einen schönen Blick direkt auf den Hollywood-Schriftzug in der Ferne.

8. Petersen Automotive Museum

Der Dritte im Bunde auf der berühmten Museumsmeile ist das weltbekannte Automobilmuseum, das du schon von Weitem an seiner unübersehbaren roten Fassade erkennst, die von Stahlbändern umhüllt ist. Drinnen befinden sich mehr als 300 historische Fahrzeuge, von seltenen Oldtimern vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts über berühmte Filmautos bis zu modernen Supersportwagen. Auch zu diesem Museum bringt dich ab Mai 2026 die verlängerte Metrolinie D, sodass du die ganze Gegend zu Fuß ablaufen kannst.

Die Ausstellungen sind auf mehrere Etagen nach Themen aufgeteilt, wobei auch eine interaktive Sektion zum Design und den Technologien der Zukunft nicht fehlt. Wenn du ein echter Motorsport-Enthusiast bist, zahl unbedingt für die spezielle kommentierte Führung durch den Tresor im Untergeschoss drauf. Genau dort verbergen sich die größten Automobil-Legenden und die Autos von Hollywood-Stars, die einfach nicht mehr in die normale Ausstellung gepasst haben.

Das gesamte Museum hat vor ein paar Jahren eine gewaltige Renovierung durchlaufen und zählt heute zu den besten Automobilsammlungen der Welt. Der Besuch nimmt mindestens zwei bis drei Stunden in Anspruch, wenn du dir jedes Detail der ausgestellten Prachtstücke in Ruhe ansehen willst.

9. Museum für moderne Kunst The Broad

Im Herzen des modernen Downtown steht das architektonische Juwel The Broad, das eine der überhaupt besten Sammlungen zeitgenössischer Kunst der Welt beherbergt. Der Eintritt ins Museum ist immer kostenlos, aber du musst dir rechtzeitig zeitlich festgelegte Tickets auf ihrer offiziellen Website thebroad.org sichern. Besonders am Wochenende sind die Termine ruhig auch Wochen im Voraus ausgebucht, deshalb lohnt sich Last-Minute-Planung hier wirklich nicht.

Das Gebäude selbst ist einen Stopp wert: Die perforierte Hülle lässt weiches Tageslicht in die Galerien, sodass selbst Warhol und Basquiat anders aussehen als in jedem anderen Museum. Das Ganze wirkt luftiger, ruhiger und vor allem ohne diese typische Museumsschwere.

Die größte Attraktion ist hier allerdings die berühmte Spiegelkammer der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Die Reservierung für diesen konkreten Raum wird separat gemacht und freie Plätze verschwinden blitzschnell, sobald die Termine freigegeben werden. Wenn du sie sehen willst, musst du dir den Wecker stellen und wirklich schnell am Computer sein, aber das visuelle Erlebnis ist es definitiv wert.

10. DATALAND: Museum für künstliche Intelligenz

Das Jahr 2026 hat Downtown ein absolutes Weltunikat beschert, über das in allen Kunstkreisen gesprochen wird. Genau am 20. Juni 2026 öffnete für Besucher das DATALAND, das überhaupt erste Museum der Welt, das ausschließlich der von künstlicher Intelligenz geschaffenen Kunst gewidmet ist. Wenn dich die Verbindung von modernen Technologien und visuellem Schaffen fasziniert, darfst du diesen innovativen Ort bei einem Spaziergang durchs Zentrum keinesfalls auslassen.

Es handelt sich um ein überwältigendes visuelles Erlebnis, bei dem sich riesige Mengen digitaler Daten in immersive Installationen verwandeln, die fließend auf die Bewegung der Besucher reagieren. Die Ausstellung entwickelt sich ständig in Echtzeit weiter, sodass keine zwei Besuche jemals völlig gleich sein werden.

Los Angeles macht so deutlich, dass es nicht bei Hollywood bleiben wird. Digitale Kunst nimmt man hier genauso ernst wie Filme und Modenschauen. Wenn dich interessiert, was nach den Bildern an der Wand kommt, ist DATALAND die beste Antwort darauf.

11. Lucas Museum of Narrative Art

Das ist wohl die meisterwartete Eröffnung dieses Herbstes. Im weitläufigen Exposition Park öffnet am 22. September 2026 das einzigartige Museum von George Lucas, das sich auf visuelles Geschichtenerzählen quer durch die gesamte Menschheitsgeschichte konzentriert. Ein Ticket für Erwachsene kostet 25 USD, Senioren zahlen 21 USD und Kinder bis siebzehn Jahre haben freien Eintritt in die Ausstellungen, was es zu einem tollen Ziel für Familien macht.

Zeitlich festgelegte Tickets werden mit großem Vorlauf auf der offiziellen Website lucasmuseum.org verkauft, und für die ersten Betriebswochen wird ein absolut riesiger Andrang von Fans erwartet. Das Gebäude selbst erinnert an ein riesiges Raumschiff, das gerade mitten in der Stadt gelandet ist, und drinnen findest du alles von klassischen Buchillustrationen bis zu detaillierten Concepts aus den Dreharbeiten von Star Wars und anderen berühmten Filmen.

💡 Tipp: Wenn du in der Gegend des Exposition Park bist, kannst du dir kostenlos auch das benachbarte California Science Center anschauen. Genau dort ist das echte Space Shuttle Endeavour ausgestellt und weitere faszinierende Exponate aus Wissenschaft und Technik, bei denen du problemlos weitere zwei Stunden reine Zeit verbringst.

12. Santa Monica Pier und Küstenradweg

Der hölzerne Pier vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts mit dem ikonischen Riesenrad im Pacific Park ist gemessen an der Gesamtzahl der Bewertungen der überhaupt meistbesuchte Ort in ganz Los Angeles. Du findest hier auch das offizielle Ende der historischen Route 66, an dem sich jeden Tag Hunderte Touristen fotografieren. Stell dich aber darauf ein, dass es hier zu jeder Tageszeit wirklich Kopf an Kopf steht und die Preise an den Ständen hoch angesetzt sind.

Ein viel besseres Erlebnis erwartet dich, wenn du dich auf den asphaltierten Weg The Strand begibst, der direkt unter dem Pier beginnt. Sich für den ganzen Tag ein Rad zu leihen ist die beste Investition, die du hier für deine Gesundheit und deinen Geldbeutel machen kannst. Der Weg zieht sich über etwa 35 Kilometer entlang schöner Strände und bringt dich sicher und autofrei von einem Strandstädtchen ins andere.

Auf dem Weg nach Süden Richtung Torrance fährst du an den ikonischen Rettungsschwimmern in roten Badehosen vorbei, kommst an Outdoor-Fitnessstudios und luxuriösen Villen am Strand vorbei. Es ist das ikonischste kalifornische Erlebnis, das du aus Los Angeles mitnehmen kannst, dazu begleitet von einer frischen Meeresbrise.

13. Venice Beach Boardwalk und die ruhigen Kanäle

Die Promenade am Venice Beach in Los Angeles, Kalifornien, USA ist eine faszinierende Schau von Straßenkünstlern, Muskelmännern im Open-Air-Fitnessstudio Muscle Beach und Skatern im lokalen legendären Skatepark. Morgens herrscht hier eine ruhige, sportliche Atmosphäre, während sich die Promenade nachmittags in einen wilden Karneval voller Touristen, Musiker und Verkäufer von allem Möglichen verwandelt. Dieses ganze Gewimmel aus Farben und Klängen ist ein Erlebnis für sich.

Wenn dir der Trubel der Hauptpromenade zu intensiv ist, gehst du einfach ein paar Blocks ins Landesinnere und stehst schon bei den Venice Canals, wunderschönen ruhigen Wasserkanälen aus dem Jahr 1905, gesäumt von malerischen Häuschen mit privaten Booten. Die ursprüngliche Vision war es, eine amerikanische Kopie des italienischen Venedig zu schaffen, und bis heute hat es hier einen unglaublich romantischen Zauber.

Für ein hervorragendes Essen empfehle ich dann, zum nahegelegenen Abbot Kinney Boulevard zu gehen, der voller stylischer Boutiquen ist. Du findest hier auch das großartige und bewährte vegane Restaurant Cafe Gratitude, in das Lukáš und ich gerne für ihre ausgezeichneten Bowls voller frischem Gemüse und pflanzlicher Proteine gehen.

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14. Museumskomplex The Getty Center

Das architektonische Juwel aus weißem Travertin, entworfen vom renommierten Richard Meier, thront auf einem hohen Hügel über dem Highway und bietet eine fantastische Sammlung europäischer Kunst und Fotografien. Der Eintritt in den Komplex ist völlig kostenlos, aber du musst immer eine im Voraus organisierte zeitlich festgelegte Reservierung über ihre Website haben. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, wobei es samstags erst um 21:00 Uhr schließt, was die einzigartige Möglichkeit bietet, den Sonnenuntergang zu beobachten. Montags ist traditionell geschlossen.

Hinauf auf den Hügel zum Museum selbst bringt dich eine kostenlose Seilbahn-Tram vom riesigen unterirdischen Parkhaus, schon die Fahrt nach oben bietet herrliche Ausblicke auf den Highway 405 und die umliegenden Hügel. Das Einzige, wofür du hier zahlst, ist eben das Parken, das 25 USD kostet.

Es ist ein Ort, an dem du gar nicht bemerkst, wie du von den Bildern in den Garten und vom Garten zum Blick auf die Stadt übergehst. Der Architekt hat das so geschickt verwoben, dass es dir völlig natürlich vorkommt.

15. The Getty Villa und der Wiederaufbau nach den Bränden

Während sich das Getty Center eher auf neuere Kunst und moderne Architektur konzentriert, ist die Getty Villa in Pacific Palisades eine getreue Kopie einer luxuriösen römischen Villa und beherbergt eine beeindruckende antike Sammlung. Der Eintritt ist auch hier völlig kostenlos, mit der Notwendigkeit einer Reservierung im Voraus, und bezahlt wird nur das Parken, das dich standardmäßig 25 USD kostet. Dieses wunderschöne Areal wurde am 27. Juni 2025 nach einer unangenehmen halbjährigen Schließung, die durch die verheerenden Januar-Brände verursacht wurde, feierlich wiedereröffnet.

Im Januar 2025 erfasste die gesamte Gegend von Pacific Palisades sowie das nahegelegene Altadena ein massives Flammenmeer. Die Villa selbst und die wertvollen Sammlungen überlebten glücklicherweise unbeschadet, aber das Feuer verbrannte über tausend umliegende Bäume. Das Museum kehrte dann im großen Stil zurück: Bei der Wiedereröffnung lockte es mit einer einzigartigen Ausstellung von über 250 Exponaten, die direkt aus Griechenland ausgeliehen wurden.

Heute ist der Küsten-Highway Pacific Coast Highway wieder voll befahrbar und das legendäre Restaurant Duke’s Malibu funktioniert seit März 2026 wieder. Ich muss dich aber um eine Sache bitten. In die abgebrannten Wohnviertel in den Hügeln, wo die Einheimischen noch immer eifrig ihre zerstörten Häuser wieder aufbauen, fährt man aus Achtung vor ihrer Privatsphäre nicht aus Neugier. Bleib lieber auf den Haupttouristenrouten, die für Besucher völlig sicher und vorbereitet sind.

16. Der felsige Strand El Matador in Malibu

Wenn du den schönsten Strand für tolle Fotos mit dramatischen Klippen suchst, fahr ein Stück weiter nach Norden entlang der Küste ins berühmte Malibu. Der El Matador State Beach ist berühmt für seine Felsformationen und die natürlichen Tore im Stein, durch die die wilden Wellen des Pazifiks effektvoll brechen. Er zählt zu Recht zu den meistfotografierten Stränden in ganz Südkalifornien und ist ein häufiger Drehort für Mode-Shootings.

Es gibt aber einen wesentlichen Haken, mit dem du im Voraus rechnen musst. Der örtliche Parkplatz auf der Klippe ist wirklich winzig und es passen nur etwa zwanzig Autos darauf, deshalb musst du entweder sehr früh am Morgen herkommen oder viel Geduld beim Warten auf einen freien Platz mitbringen. Wildes Parken entlang des PCH-Highways ist auf diesen Abschnitten oft verboten und wird streng bestraft. Sobald du geparkt hast, erwartet dich ein Abstieg über ziemlich steile Holztreppen, es ist also nicht ganz der ideale Ort für Kinderwagen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Unten am Sand findest du dann keinerlei Imbissstände oder Toiletten, deshalb vergiss nicht, eigene Snacks und ausreichend Getränke für den ganzen Nachmittag mitzunehmen.

💡 Tipp: Für einen Ausflug nach Malibu und zu den Stränden im Norden der Stadt kommst du leider ohne Mietwagen nicht aus. Öffentliche Verkehrsmittel fahren zwar hierher, aber die Verbindungen sind sehr spärlich und die Fahrt selbst vom Zentrum aus würde dich ruhig einen halben Tag kosten, was sich bei einem kurzen Ausflug wirklich nicht lohnt.

17. Historische Markthalle Grand Central Market

Wenn dich beim Erkunden der modernen Wolkenkratzer in Downtown der Hunger überkommt, steuere direkt diese riesige historische Markthalle an, die hier seit 1917 ununterbrochen in Betrieb ist. Du findest hier über dreißig verschiedene Stände, die relativ günstiges und authentisches Essen inmitten einer sonst sehr teuren Stadt anbieten. Es ist ein unglaublich pulsierender Ort, an dem sich ganz natürlich Düfte aus aller Welt vermischen und einheimische Büroangestellte auf Touristen treffen.

Während die lokale Spezialität Nummer eins hier die traditionellen mexikanischen Tacos al Pastor oder die saftigen Smash-Burger sind, die einfach an jeder Ecke duften, kommen Vegetarier definitiv nicht zu kurz. Direkt in der Markthalle funktionieren nämlich hervorragende rein vegane Stände, an denen du dich satt und ohne jegliche Kompromisse beim Geschmack sattessen kannst. Es ist immer besser, die Markthalle zuerst ganz zu durchlaufen, bevor du dich für etwas endgültig entscheidest, denn das Angebot ist wirklich breit.

Geöffnet ist hier jeden Tag von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends, du kannst also sowohl zu einem schnellen Frühstück als auch zu einem späten Abendessen herkommen. Drinnen ist es ziemlich laut und der Kampf um Sitzplätze ist groß, deshalb lohnt es sich, sich noch einen Stuhl zu ergattern, bevor du dich in die Schlange fürs Essen stellst.

18. Die kürzeste Standseilbahn Angels Flight

Gleich gegenüber der belebten Markthalle Grand Central Market findest du die ikonische orangefarbene Standseilbahn aus dem Jahr 1901, die sich mit dem offiziellen Titel der kürzesten Standseilbahn der Welt schmücken darf. Eine Fahrt den steilen Hügel Bunker Hill hinauf kostet dich nur 1,50 USD, und wenn du ein schönes Andenken möchtest, kannst du für 3 USD ein spezielles Souvenir-Rückfahrticket kaufen. Die Standseilbahn fährt zuverlässig jeden Tag von 6:45 Uhr morgens bis zehn Uhr abends.

Diese historische Bahn tauchte in unzähligen Hollywood-Filmen auf, von denen der konkurrenzlos bekannteste das oscarprämierte Musical La La Land ist. Es ist ein sehr schnelles, günstiges und ungemein fotogenes Erlebnis, das im modernen Downtown wie eine Erscheinung aus einem völlig anderen Jahrhundert wirkt (und dabei ist sie über hundert Jahre alt). Die Fahrt selbst dauert zwar nur knapp eine Minute, erspart dir aber das mühsame Hinaufsteigen des wirklich steilen Hügels an einem heißen kalifornischen Tag.

Oben erwartet dich dann der schöne kleine Platz Water Court, wo du dich für einen Moment an die Springbrunnen setzen und ausruhen kannst. Die Tickets für die Standseilbahn werden erst an der oberen Station gekauft, wenn du also von unten nach oben fährst, steigst du einfach ein und zahlst erst beim Aussteigen. Bezahlen kannst du sowohl bar als auch mit gängiger Bankkarte oder der lokalen TAP-Karte.

19. Walt Disney Concert Hall

Der weltberühmte Architekt Frank Gehry hat für Los Angeles ein Gebäude entworfen, das auf den ersten Blick an ein wehendes Segelschiff aus Edelstahl erinnert. Der Konzertsaal der Philharmonie hat eine absolut fantastische Akustik, aber selbst wenn du gerade nicht zu einer Abendvorstellung gehst, lohnt es sich, das Gebäude von außen ganz zu umrunden und seine ungewöhnlichen Formen zu fotografieren, in denen sich die scharfe kalifornische Sonne spiegelt. Die Fassade besteht aus tausenden Stahlpaneelen und wirkt aus jedem Winkel unglaublich dynamisch.

Die meisten normalen Touristen ahnen überhaupt nicht, dass sich auf dem Dach des Gebäudes der wunderschöne Blue Ribbon Garden befindet, der für die Öffentlichkeit frei und völlig kostenlos zugänglich ist. Es ist eine perfekte Oase der Ruhe inmitten der belebten Straßen, wo du dich in den Schatten hoher Bäume setzt und fast vergisst, dass du im Zentrum einer Großstadt bist. Verpass nicht den einzigartigen Springbrunnen in Rosenform, denn er ist komplett aus hunderten zerbrochener Keramiktassen zusammengesetzt und sieht aus der Nähe absolut atemberaubend aus.

Wenn dich die Geschichte des Gebäudes und seine komplizierte Konstruktion interessieren, kannst du eine kostenlose Audio-Tour nutzen. Es reicht, die App aufs Handy herunterzuladen, eigene Kopfhörer mitzunehmen und die markierten Orte im eigenen Tempo zu durchlaufen. Das Gebäude liegt in Gehweite von der Metrostation Grand Park, sodass du auch ohne Auto leicht hierher gelangst.

20. Das filmreife Bradbury Building

Auch wenn dich historische Architektur normalerweise nicht so sehr packt, dieses ikonische Gebäude aus dem Jahr 1893 musst du einfach mit eigenen Augen sehen. Von außen sieht es aus wie ein völlig gewöhnliches Backsteinhaus, aber sobald du hineingehst, stehst du in einem beeindruckenden Innenhof voller Schmiedeeisen, offener Aufzüge und verglaster Decken. In den Eingangsbereich und aufs erste Treppenzwischengeschoss darf man während der normalen Öffnungszeiten völlig kostenlos hineinschauen.

Dieser magische, lichtdurchflutete Raum spielte in Dutzenden Hollywood-Filmen mit, wobei ihn am meisten der Kult-Sci-Fi-Film Blade Runner mit Harrison Ford berühmt gemacht hat. Achte auf die wunderschönen Details wie die verzierten Geländer aus getriebenem Eisen, die Marmortreppen und die historischen Käfigaufzüge, die bis heute einwandfrei funktionieren. Das Ganze wirkt hier eher wie im Paris am Ende des neunzehnten Jahrhunderts als in einer modernen amerikanischen Stadt.

Das Gebäude dient allerdings bis heute als normale Büroräume für lokale Firmen und Anwälte, deshalb musst du dich drinnen ruhig verhalten und die Privatsphäre der Mieter voll respektieren. Aus diesem Grund ist Touristen der Zugang in die höheren Etagen verboten, aber auch der Blick vom Erdgeschoss hinauf zum verglasten Dach ist den kurzen Stopp wert.

21. Das Bücherparadies The Last Bookstore

Nur wenige Blocks vom historischen Bradbury Building entfernt findest du die überhaupt größte unabhängige Buchhandlung in ganz Kalifornien, die in den majestätischen Räumen einer ehemaligen riesigen Bank untergebracht ist. Im Erdgeschoss kannst du die Buchneuheiten in einem riesigen Saal durchstöbern, den massive Marmorsäulen dominieren. Der eigentliche Zauber und der Grund, warum hierher Scharen von Touristen strömen, erwartet dich aber im ersten Stock.

Die Besitzer haben hier aus tausenden alten und ausrangierten Büchern ein einzigartiges Bücherlabyrinth samt dem berühmten kreisrunden Tunnel gebaut, durch den man normal hindurchgehen kann. Es ist einer der meistfotografierten Orte in Downtown und du verbringst hier ruhig eine ganze Stunde nur mit dem Betrachten der bizarren Kunstinstallationen aus Papier und der in der Luft schwebenden fliegenden Bücher. Neben Literatur findest du hier auch eine riesige Auswahl an alten Vinylplatten und Comics.

In der oberen Etage haben zudem lokale Künstler ihre kleinen Ateliers, in denen sie ihre originalen Werke ausstellen und verkaufen. Der Eintritt in die Buchhandlung ist selbstverständlich kostenlos, aber stell dich darauf ein, dass es hier am Wochenende voller Leute ist, die sich das perfekte Foto machen wollen. Wenn du eine ruhigere Atmosphäre genießen und wirklich Lesestoff aussuchen willst, komm gleich morgens nach der Öffnung her.

22. Olvera Street und Bahnhof Union Station

Wenn du den Ort sehen willst, wo Los Angeles im Jahr 1781 eigentlich begonnen hat, begib dich an den nördlichen Rand von Downtown zur historischen Straße Olvera Street. Du findest hier die überhaupt ältesten erhaltenen Häuser der Stadt und echte mexikanische Atmosphäre voller bunter Stände, traditioneller Musik und hervorragendem Essen. Probiere hier frische Churros oder setz dich einfach auf eine Bank und sauge die Atmosphäre der ersten Siedler auf, die in scharfem Kontrast zu den nahegelegenen Wolkenkratzern steht.

Gleich über der belebten Straße steht dann der beeindruckende Hauptbahnhof Union Station, der 1939 gebaut wurde. Er ist im einzigartigen Mission-Revival-Stil entworfen und seine riesigen Wartesäle mit bequemen Ledersesseln und Holzdecken sehen absolut fantastisch aus. Man hat das Gefühl, als wäre die Zeit hier direkt in der goldenen Ära des alten Hollywood stehengeblieben. Der Bahnhof ist zudem ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem der Bus FlyAway vom Flughafen ankommt.

💡 Tipp: Wenn du dich in Downtown bewegst, sei sehr vorsichtig in der Gegend, die als Skid Row bekannt ist und etwa östlich der Broadway zwischen der dritten und siebten Straße liegt. Es ist kein klassisches gefährliches Viertel, sondern das traurige Epizentrum der Obdachlosenkrise, durch das man nach Einbruch der Dunkelheit aus selbsterklärenden Gründen nicht geht. Tagsüber kann man es über die umliegenden Straßen sicher umgehen.

23. Aussichtspunkt Baldwin Hills Scenic Overlook

Wenn du einen tollen Ausblick mit einem ordentlichen Beintraining an der frischen Luft verbinden willst, mach dich auf in diesen Park im Süden der Stadt. Zum Gipfel selbst führen genau 282 sehr steile Betonstufen, die dir in der kalifornischen Hitze ordentlich zusetzen. Als Belohnung für deinen Schweiß erwartet dich ein ungestörter Panoramablick, der sich von den hohen Wolkenkratzern in Downtown bis zu den Wellen des Pazifiks erstreckt.

Nach oben kann man glücklicherweise auch über einen längeren und sanfteren staubigen Weg gelangen, der die Treppe in Serpentinen umgeht. Vom Gipfel hast du die Stadt wie auf dem Präsentierteller und es ist ein fantastischer Ort zum Fotografieren beim Sonnenuntergang. Das Parken am unteren Eingang ist am Wochenende oft voll, aber man kann relativ zuverlässig in den angrenzenden Straßen parken, lies dir nur wieder sorgfältig die Verbotsschilder durch.

Wenn du unten angekommen bist und Energie tanken musst, fahr ins nahegelegene Viertel Culver City. Hier befindet sich das fantastische vegane Bistro Hey, Sunshine Kitchen, wo sie großartige pflanzliche Bowls voller frischem Gemüse machen. Für Fine-Dining-Liebhaber lohnt es sich dann definitiv, nach Melrose ins berühmte Restaurant Crossroads Kitchen zu fahren oder den konkurrenzlosen italienischen veganen Klassiker im beliebten Pura Vita in West Hollywood zu probieren. Wenn du dagegen riesige Portionen für vernünftiges Geld suchst, probiere unbedingt das ausgezeichnete Lokal The Grain Cafe in der Gegend Mid-City.

24. Geheimtipp im Zentrum: Vista Hermosa Natural Park

Der letzte Tipp ist vor allem für Liebhaber ungewöhnlicher Orte gedacht, an die sich normale Touristen mit gedrucktem Reiseführer meist nicht begeben. Dieser relativ kleine, aber hervorragend gepflegte Park liegt auf einem Hügelchen gleich hinter der westlichen Grenze von Downtown und bietet eines der überhaupt schönsten und saubersten Panoramen auf die Hochhäuser, schön eingerahmt von hohen Bäumen und gepflegtem Grün.

Du findest hier die berühmte Aussichtsbank, von der aus du das perfekte Foto der modernen Stadt machst, die direkt aus der Natur emporwächst. Es ist ein absolut idealer Ort für ein nachmittägliches Picknick, bevor du dich in den Trubel der Stadt bei Nacht oder zum Abendessen aufmachst. Während unten im Zentrum tausende Autos fließen, herrscht hier oben eine wunderbare Ruhe und du hörst hier die Vögel singen.

Der Park ist zudem mit sauberen Toiletten und Trinkwasser ausgestattet, was in Los Angeles nicht ganz selbstverständlich ist. Geöffnet ist hier jeden Tag von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang, es ist also ein toller Stopp zum Abschluss deiner Städtereise. Ein Stück von hier beginnen zudem interessante Wohnviertel, die dir zeigen, wie in dieser riesigen Stadt normale Menschen fernab der Filmstudios und überfüllten Strände leben.

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Wohin weiter von Los Angeles aus

Los Angeles ist ein absolut großartiger Ausgangspunkt, um die weitere Umgebung zu erkunden, aber denk an eine wichtige Sache. Die folgenden Orte sind schon nicht mehr Teil der Stadt selbst und es lohnt sich, für sie einen ganzen eigenen Tagesausflug einzuplanen, damit du nicht die Hälfte der Zeit nur mit unnötigem Herumfahren auf dem verstopften Highway verbringst.

  • Disneyland in Anaheim: Es liegt etwa eine Stunde Fahrt südlich der Stadt und ist ein wahrgewordener Traum für Familien mit Kindern. Ein Tagesticket kostet dich ab 104 USD je nach aktueller Nachfrage, und wenn du mit dem Auto fährst, halte weitere 40 USD fürs Basisparken bereit. Bequem gelangst du aber auch mit dem Vorortzug Metrolink hierher, der dich ein Stück vom Eingang absetzt.
  • Pasadena und San Marino: Eine wunderschöne historische Gegend nordöstlich der Stadt, in die du bequem mit der Metrolinie A direkt aus Downtown gelangst. Die Hauptattraktion ist hier die Huntington Library mit einer seltenen Gutenberg-Bibel und riesigen japanischen und chinesischen Gärten, die zu den absolut besten außerhalb des asiatischen Kontinents zählen.
  • Long Beach: Eine Hafenstadt im Süden, in die du ebenfalls leicht mit der gelben Metrolinie A gelangst. Hier erwartet dich der legendäre historische Ozeandampfer Queen Mary, der als schwimmendes Hotel funktioniert, sowie ein riesiges Meeresaquarium, das vor allem die kleineren Reisenden begeistert.

Wenn du vorhast, den Betondschungel ganz zu verlassen und die unbändige kalifornische Natur zu erkunden, schau dir unseren großen Roadtrip durch den Westen der USA: Reiseroute für 14–21 Tage an, der dich von Los Angeles bis nach San Francisco führt. Eigene und sehr detaillierte Artikel haben wir auch zu den Nationalparks, verpass also keinesfalls den Yosemite National Park: 15 Tipps, was du sehen und erleben solltest oder mach dich auf, die größten Bäume der Welt zu bewundern. Bevor du dich aber überhaupt über den Ozean aufmachst, überprüfe sorgfältig, wie es um deinen ESTA-Antrag für die USA steht, damit dich gleich nach der Ankunft bei der Einreisekontrolle keine böse Überraschung erwartet.

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Häufig gestellte Fragen

Die Planung einer Reise in eine so riesige Stadt kann einem den Kopf verdrehen. Weil ihr mich zu vielen praktischen Dingen immer wieder fragt, habe ich für euch die Antworten auf die häufigsten Tücken zusammengetragen. Von der Anreise vom Flughafen bis zur Sicherheit auf den Straßen.

Lässt sich Los Angeles ohne Auto bewältigen?

Im Jahr 2026 gilt sicher, dass Sie bei einem Besuch der meisten Hauptsehenswürdigkeiten auf ein Auto verzichten können, dank der neuen Verlängerung der Metro-Linie D und der zuverlässigen Linien B, E und A. Den öffentlichen Nahverkehr müssen Sie nur clever mit kürzeren Uber-Fahrten ergänzen. Wenn Sie aber häufige Ausflüge ins weiter entfernte Malibu, zur Getty Villa oder zu den botanischen Gärten in Pasadena planen, wird ein Auto für Sie weiterhin eine große Notwendigkeit sein.

Wie viele Tage brauche ich für Los Angeles?

Planen Sie realistisch vier bis fünf volle Tage ein. Die Stadt ist nämlich so riesig und weitläufig, dass Sie an einem Tag immer nur ein Hauptviertel und dessen nähere Umgebung erkunden können. Dieser Zeitplan ermöglicht es Ihnen bequem, drei unterschiedliche Gegenden in Ruhe zu durchlaufen und sich einen Tag für einen größeren Tagesausflug freizuhalten, beispielsweise zu den Universal Studios oder nach Disneyland.

Ist Los Angeles sicher für Touristen?

Die allgemeine Sicherheit hängt stark vom konkreten Viertel und der Tageszeit ab. Das echte Problem für normale Touristen sind hier nicht gewaltsame Überfälle, sondern sehr häufige Autoaufbrüche bei geparkten Fahrzeugen und teure Bußgelder für falsches Parken. Meiden Sie aber unbedingt nach Einbruch der Dunkelheit die Gegend Skid Row in Downtown, die als Anlaufstelle für Obdachlose dient und für Touristen wirklich nicht geeignet ist.

Wie viel kostet der öffentliche Nahverkehr und wie funktioniert er?

Eine einzelne Fahrt im ausgedehnten LA Metro-Netz kostet Sie 1,75 USD. Ein riesiger Vorteil ist die Tagesobergrenze von 5 USD, nach deren Erreichen Sie bis zum Ende des Tages völlig kostenlos fahren. Um diesen vorteilhaften Tarif nutzen zu können, müssen Sie das Fahrgeld aber immer mit kontaktloser Karte, Telefon oder der lokalen TAP-Karte an den Lesegeräten antippen, denn bei Barzahlung in den Bussen wird Ihnen das Tageslimit nicht angerechnet.

Wie viel kostet die Fahrt vom Flughafen LAX?

Wenn Sie kostenlos ins Zentrum fahren möchten, steigen Sie am Flughafen in den grünen LAX Metro Connector Shuttle, der Sie gratis zur Station LAX/Metro Transit Center bringt, von wo aus Sie mit der normalen Metro weiterfahren können. Die schnellere und direkte Variante ins Zentrum ist der komfortable Bus FlyAway zur Union Station, der 12,75 USD kostet. Die automatische Bahn SkyLink zwischen den Terminals fährt zwar seit April 2026 im echten Testbetrieb, ist aber für die Öffentlichkeit noch nicht vollständig geöffnet.

Wo habe ich die größte Chance, einen Promi zu treffen?

Statistisch gesehen wahrscheinlich nirgendwo, zufällige Begegnungen auf der Straße sind in so einer riesigen Stadt wirklich eine Seltenheit. Praktisch erhöhen sich Ihre Chancen leicht in der Umgebung der luxuriösen Supermärkte Erewhon, auf der Boutique-Straße Melrose oder in den wohlhabenden Wohnvierteln von Beverly Hills. Das zuverlässigste Erlebnis, um Filmstars näherzukommen, bleiben damit weiterhin die kostenpflichtigen Führungen durch die aktiven Warner Bros. Studios.

Wie stark haben die Brände vom Januar 2025 Los Angeles getroffen?

Die Winterbrände haben die Wohngebiete Pacific Palisades und Altadena hart getroffen. Für Touristen ist aber wichtig zu wissen, dass der Pacific Coast Highway bereits vollständig befahrbar ist und die antike Getty Villa nach halbjähriger Schließung wieder Besucher empfängt. Alle Sehenswürdigkeiten an der Küste funktionieren normal, es wird nur dringend davon abgeraten, die ausgebrannten Viertel zu begaffen, wo die Anwohner noch immer intensiv am Wiederaufbau ihrer Häuser arbeiten.

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