Seit dem 1. Januar 2026 zahlt Bulgarien mit dem Euro – die Bulgarien Preise musst du also erstmals nicht mehr umständlich umrechnen oder Wechselstuben suchen. Damit ist die Ära des Lew und der klassischen Wechselstuben-Tricks für Touristen vorbei, die früher so manchen Besucher zusätzliches Geld gekostet haben.
Ist es teurer geworden? Ja, die Preise sind in den letzten Jahren gestiegen, aber überraschenderweise ist nicht die Euro-Einführung schuld daran. Trotz der jüngsten Inflation gilt: Bulgarien bietet nach wie vor das mit Abstand günstigste Meer in der gesamten Europäischen Union.
Wir gehen die aktuellen Preise für Essen, Unterkunft und Strandservice durch und zeigen dir, welches Budget du für einen einwöchigen Aufenthalt am Schwarzen Meer einplanen solltest.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Womit wird bezahlt: Seit 2026 ist der Euro die einzige offizielle Währung, mit alten Lewa kommst du in den Geschäften nicht mehr durch.
- Kurs und Umtausch: Der Kurs war langfristig fest auf 1,95583 Lew pro Euro fixiert. Wenn du zu Hause noch alte Scheine hast, tauschst du sie in bulgarischen Banken um.
- Wie viel du für eine Woche brauchst: Sparsame Reisende kommen mit einem Budget von rund 350 bis 450 Euro aus, der goldene Mittelweg kostet dich etwa 500 bis 850 Euro pro Person.
- Strände und Liegen: Die Preise für Liegen gelten immer pro Stück, nicht für ein ganzes Set, und die Hälfte jedes Strandes muss laut Gesetz kostenlos für eigene Decken sein.
- Bulgarien Preise Restaurant: In den Badeorten isst du sehr günstig, ein ausgezeichnetes Abendessen bekommst du locker für unter fünfzehn Euro.
- Vergleich mit dem Süden: Im Vergleich zu Griechenland oder Kroatien ist die bulgarische Küste immer noch deutlich günstiger, und zwar sowohl in Restaurants als auch bei den Hotelpreisen.
| Posten | Preis in Euro |
|---|---|
| Bier vom Fass im Badeort (0,5 l) | 2–3 € |
| Kaffee (Espresso / Cappuccino) | 1,20–3,15 € |
| Mittagessen in einer traditionellen Mehana | 7–15 € |
| Abendessen für zwei mit Getränken (Badeort) | 30–45 € |
| Strandliege (1 Stück) | 0,60–6 € |
| ÖPNV-Ticket in Sofia | 0,80 € |
| Liter Benzin | 1,55 € |
| Wochen-Vignette | 10 € |

Euro in Bulgarien: was sich für Touristen geändert hat
Bulgarien ist am 1. Januar 2026 das einundzwanzigste Mitglied der Eurozone geworden und hat offiziell den Euro eingeführt. Der Umrechnungskurs war schon lange im Voraus fest auf 1,95583 Lew pro Euro verankert. Der duale Bargeldumlauf, bei dem du mit beiden Währungen zahlen konntest, dauerte nur bis Ende Januar – heute zahlst du also überall ausschließlich mit der europäischen Währung.
Die Pflicht der Händler, doppelte Preisschilder anzugeben, endete am 8. August 2026. Seither siehst du in Supermärkten und Restaurants ausschließlich Preise in Euro, auch wenn manche Verkäufer die alten Preisschilder freiwillig behalten, damit sich die Einheimischen besser orientieren können. Für dich bedeutet das eine enorme Erleichterung, denn du wechselst dein Geld bequem schon zu Hause oder hebst es einfach vor Ort am Automaten ab.
Wenn du zu Hause noch alte bulgarische Lewa von früheren Urlauben findest, musst du sie nicht wegwerfen. Die Bulgarische Nationalbank (BNB) tauscht sie kostenlos und ohne zeitliche Begrenzung um. Geschäftsbanken wechseln sie dir bis zum 31. Dezember 2026, aber rechne damit, dass sie ab Mitte des Jahres dafür eine Bearbeitungsgebühr verlangen dürfen.
Die gesamte Situation erinnert stark an den Euro-Beitritt Kroatiens im Jahr 2023, als ebenfalls der Spielraum für unehrliche Wechselstuben in den Badeorten verschwand, die früher mit ungünstigen Kursen oder versteckten Gebühren lockten. Jetzt weißt du genau, was dich was kostet, und kannst die Preise leicht mit anderen europäischen Reisezielen vergleichen.
Die Umstellung auf die neue Währung selbst verlief überraschend reibungslos. Die Einheimischen haben sich schnell an die neuen Münzen gewöhnt, und die Händler haben ihre Kassensysteme an die europäischen Regeln angepasst, was nebenbei die Schattenwirtschaft und betrügerische Praktiken deutlich reduziert hat, mit denen Touristen früher gelegentlich konfrontiert wurden.
💡 TIPP: Kauf deine Euro ruhig zu Hause bei deiner Bank in Deutschland – der Kurs ist derselbe wie für Frankreich oder Spanien. Überteuerte Wechselstuben im Badeort kannst du endlich mit erhobenem Kopf vergessen. 😁

Ist Bulgarien nach dem Euro teurer geworden?
Rund um das Thema Preissteigerung kursieren im Internet viele wilde Geschichten, aber die Realität ist deutlich nüchterner. Die Preise in Bulgarien sind tatsächlich gestiegen, allerdings ist nicht die Euro-Einführung der Übeltäter. Experten haben berechnet, dass die Währungsumstellung selbst das Preisniveau nur um vernachlässigbare 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte angehoben hat.
Der Hauptgrund für teureres Essen in den Restaurants ist die Rückkehr des Mehrwertsteuersatzes. Während Corona wurde die Steuer in der Gastronomie auf 9 Prozent gesenkt, aber seit dem 1. Januar 2025 liegt sie wieder bei 20 Prozent. Dazu kommt die Inflation, die sich in Bulgarien dieses Jahr bei rund fünf Prozent hält.
Laut dem Statistikamt NSI sind Restaurants und Hotels im Jahresvergleich um 9,3 Prozent teurer geworden, wobei die Preise im Tourismus in den letzten zwei Jahren um 20 bis 30 Prozent in die Höhe geschossen sind. Lass dich aber nicht von viralen Artikeln erschrecken, die gern Rechnungen für einen Luxus-Kaffee mit Kuchen für 27 Euro oder einen Hummer für 160 Euro zeigen. Das sind Extreme aus luxuriösen Strandclubs, die mit einem normalen Urlaub überhaupt nichts zu tun haben.
Wenn du dir die harten Daten von Eurostat ansiehst, stellst du fest, dass Bulgarien immer noch konkurrenzlos am günstigsten ist. Die Preise in den dortigen Hotels und Restaurants erreichen nur 53 Prozent des EU-Durchschnitts, was es zum eindeutig günstigsten Meeresziel macht. Zum Vergleich: Das benachbarte Griechenland liegt bei über 87 Prozent des europäischen Durchschnitts, und das gesamte Preisniveau in Bulgarien beträgt rund 63 Prozent des EU-Standards.
💡 TIPP: Lass dich nicht von Schlagzeilen über eine rasante Preissteigerung abschrecken. Eine normale Mehana, ein durchschnittlicher Strand, der örtliche Supermarkt – und du kommst deutlich günstiger weg als in Griechenland oder Kroatien.

Bulgarien Preise für Essen und Trinken im Restaurant
Beim Essen in Bulgarien lacht dein Geldbeutel ehrlich – zumindest, wenn du weißt, wohin du gehen musst. Die Preise unterscheiden sich aber stark danach, wo du dich gerade befindest. Während das Landesinnere und kleinere Badeorte sehr niedrige Preise halten, hat die Hauptstadt Sofia in mancher Hinsicht schon zu Mitteleuropa aufgeschlossen.
| Posten | Preis in Euro |
|---|---|
| Hauptgericht im Badeort (Mehana) | 7–15 € |
| Abendessen für zwei (drei Gänge, Badeort) | 30–45 € |
| Günstiges Restaurant in Sofia | 15 € |
| Günstiges Restaurant in Burgas | 12,39 € |
| Traditioneller Schopska-Salat | 3–5 € |
| Herzhafte Banica-Rolle aus der Bäckerei | 1–2,50 € |
| Bier vom Fass im Badeort | 2–3 € |
| Bier im Supermarkt | 0,89–1,07 € |
| Espresso / Cappuccino | 1,22 € / 2,61–3,15 € |
| Cocktail am Strand | 4–7 € |
Wenn du Gemüse und Käse liebst, solltest du unbedingt den ausgezeichneten Schopska-Salat probieren, dazu die kalte Suppe Tarator oder gegrillte Paprika mit Balkankäse. Zum schnellen Frühstück kaufst du an jeder Ecke eine frische Banica – ein Blätterteig mit Käsefüllung, den du im Landesinneren locker für einen Euro bekommst. Der Fleischklassiker der Einheimischen ist das Kebapche oder verschiedene gegrillte Fischsorten, die du vor allem auf den Speisekarten der Küstenrestaurants findest.
Ein interessantes Paradox dieses Sommers ist der Vergleich Sofias mit anderen mitteleuropäischen Hauptstädten. Ein einfaches Essen in einem günstigen Restaurant in Sofia kostet dich im Schnitt 15 Euro, was schon etwas mehr ist als in vielen deutschen Großstädten, wo ein Mittagsmenü oft noch darunter liegt. Das an der Küste gelegene Burgas hält dagegen einen angenehmeren Preis von rund 12,39 Euro und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Auch zwischen den Badeorten gibt es erhebliche Unterschiede. Das beliebte Primorsko oder Kiten gehören zu den günstigsten Gegenden, wo du wirklich für einen Spottpreis isst und ein Bier vom Fass üblicherweise rund zwei Euro kostet. Fährst du aber ins historische Sozopol oder nach Lozenets und setzt dich in ein Lokal mit Meerblick, kommt die Rechnung für frische Meeresfrüchte eher an griechische Verhältnisse heran.
Bulgarien Preise im Supermarkt
Für normale Einkäufe lohnt es sich, in klassische Supermärkte zu gehen, wo die Lebensmittelpreise sehr freundlich sind. Auch bekannte Ketten wie Lidl oder Kaufland sind vertreten und die Preise liegen dort oft unter dem deutschen Niveau. Einen normalen Laib Brot bekommst du für rund einen Euro, ein Liter Milch kostet knapp zwei Euro und frisches Obst ist in der Saison unglaublich günstig. Ein Kilo saftige Wassermelone kostet dich nur einen Euro, und die ausgezeichneten örtlichen Pfirsiche kosten nur wenig mehr. So lässt sich das Tagesbudget fürs Essen bei einer Kombination aus Selbstkochen und Restaurants spielend zwischen 15 und 30 Euro pro Person halten.

Preise am Strand: Liegen, Sonnenschirme und Aktivitäten
Der Strandservice wurde in Bulgarien stark reguliert, wodurch dich keine unangenehmen Überraschungen erwarten. Wichtig zu wissen ist, dass die Preisschilder am Strandzugang den Betrag immer pro Stück Ausstattung angeben. Wenn du also ein klassisches Set aus zwei Liegen und einem Sonnenschirm möchtest, musst du den Listenpreis mit drei multiplizieren.
| Strand und Ort | Preis pro STÜCK (Schirm oder Liege) |
|---|---|
| Sonnenstrand (Süden) | 5,11 € |
| Goldstrand | 5–6 € |
| Nessebar (Süden) und Sozopol (Harmani) | 4,09 € |
| Sozopol (Zentralstrand) und Varna | 3,58 € |
| Burgas (Norden) | 0,60 € |
Ein großer Vorteil der bulgarischen Küste ist ein strenges Gesetz, das vorschreibt, dass mindestens 50 Prozent der Fläche jedes Strandes kostenlos sein muss. Diese freien Zonen sind immer klar gekennzeichnet, und du kannst darin ohne Bedenken deine eigene Decke ausbreiten oder einen im Supermarkt gekauften Sonnenschirm aufstellen. Die aktuellen und offiziellen Preise für Liegen kannst du außerdem vorab auf der Regierungskarte auf der Website des Tourismusministeriums überprüfen und dir so Diskussionen mit den Vermietern ersparen.
Die Preise für die Strandausstattung sind im Vergleich zum Vorjahr praktisch gleich geblieben, weil sie langfristigen Konzessionsverträgen unterliegen. Ein komplettes Set an den Hauptstränden kostet dich so rund 10 bis 15 Euro für den ganzen Tag. Das ist ein riesiger Unterschied zu den beliebten griechischen Inseln, wo du für ähnlichen Komfort ab 20 Euro aufwärts zahlst und die Betreiber in der Hochsaison oft sogar einen Mindestverzehr von mehreren Zehn-Euro-Beträgen verlangen.
Wenn du keine Lust mehr aufs Liegen hast, gibt es reichlich Möglichkeiten: Die Miete eines Jetskis für zehn Minuten kostet rund 45 Euro, und beliebte Bootstouren entlang der Küste bekommst du zwischen 15 und 35 Euro. Familien mit Kindern zieht es oft in die Aquaparks, wobei der Ganztages-Eintritt in den Haupt-Aquapark am Sonnenstrand in der Sommersaison 37 Euro für Erwachsene und 23 Euro für Kinder kostet – beim Online-Kauf der Tickets kannst du aber noch ein paar Euro sparen.
💡 TIPP: Wenn du planst, ganze Tage am Meer zu verbringen, lohnt es sich, gleich am ersten Tag im örtlichen Supermarkt in einen eigenen Sonnenschirm und faltbare Liegen zu investieren. Du nutzt die kostenlosen Zonen, und die Anfangsinvestition rechnet sich schon am zweiten Tag deines Aufenthalts.

Wo übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann, über GetYourGuide zu vergleichen und zu kaufen.
Die Unterkunftskapazitäten decken absolut alles ab, von schlichten Pensionen bis hin zu riesigen Luxusresorts. Auf dem Höhepunkt der Sommersaison im Juli und August bekommst du ein solides Apartment am Meer ab 55 bis 80 Euro pro Nacht. Wenn dir ein längerer Spaziergang zum Wasser nichts ausmacht, beginnen einfache Studios weiter weg vom Strand schon bei knapp 30 Euro – ideal für Studenten oder Paare mit begrenztem Budget.
Für Reisende, die sich maximalen Komfort ohne Sorgen gönnen wollen, sind All-inclusive-Aufenthalte preislich außergewöhnlich günstig. Für eine Nacht in einem hochwertigen Resort mit Vollpension zahlst du zwischen 60 und 140 Euro pro Person, und eine komplette Woche im Fünf-Sterne-Luxus im Juli bekommst du ab 550 Euro. Für Reisende mit begrenztem Budget ist ein Urlaub im September die absolut ideale Lösung, wenn das Meer nach dem ganzen Sommer noch herrlich aufgewärmt ist, die Hotelpreise aber um 30 bis 40 Prozent fallen. Einen kompletten Wochenaufenthalt in einem Drei-Sterne-Hotel am Meer bekommst du so problemlos schon ab 170 Euro pro Person.
Ein klassisches Drei-Sterne-Hotel kostet dich rund 35 bis 100 Euro pro Nacht, während luxuriösere Vier-Sterne-Resorts direkt am Strand zwischen 90 und 180 Euro verlangen. Wenn du ein Hotel direkt am Meer suchst, schau dir das Effect Grand Victoria Hotel – Ultra All Inclusive am Sonnenstrand an – die Bewertungen sprechen für sich und die Lage ist wirklich beneidenswert. Am Goldstrand empfehle ich dir einen Blick auf das beliebte Hotel Continental, das langfristig hervorragende Gästebewertungen hält.
Wenn du eine ruhigere Atmosphäre und historische Gassen bevorzugst, fahr nach Sozopol und übernachte im angenehmen Selena Beach Family Hotel – All Inclusive Light. Die Preise halten sich hier in vernünftigen Grenzen, und den Service lobt so gut wie jeder, der mit Kindern anreist. Wenn dein Flug in der Hauptstadt beginnt oder endet, kannst du günstige Hostels nutzen, und für eine entspannte Übernachtung in Sofia ist das moderne Aurora Sofia Hotel eine hervorragende Wahl. Ein Bett im Mehrbettzimmer kostet in den günstigsten Unterkünften ab 7 bis 12 Euro.
💡 TIPP: Unterkünfte in den Sommerferien verschwinden in unglaublichem Tempo. Reserviere dein Hotel rechtzeitig, ruhig schon im Frühjahr, denn die besten Angebote mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sind als Erstes ausverkauft.

Verkehr und Diesel Preise in Bulgarien
Die Fortbewegung in Bulgarien ist günstig und überraschend gut organisiert. Wenn du in Sofia landest, kostet ein Ticket für die moderne Metro direkt vom Flughafen nur 0,80 Euro und gilt volle dreißig Minuten inklusive Umstiegen. Im öffentlichen Nahverkehr reicht es außerdem, einfach mit deiner kontaktlosen Zahlkarte direkt am Drehkreuz zu tippen, wobei das Tageslimit bei maximal zwei Euro liegt und ein 24-Stunden-Ticket drei Euro kostet.
Bei Taxis solltest du sehr aufpassen und nur offizielle Fahrzeuge oder geprüfte Apps nutzen. Klassisches Uber oder Bolt fahren in Bulgarien nicht, aber die lokale App TaxiMe funktioniert absolut zuverlässig, ebenso die Fahrzeuge der Firma OK Supertrans. Der Grundtarif liegt bei rund 1,50 Euro und pro Kilometer zahlst du tagsüber etwa 0,75 Euro. Die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum von Sofia sollte dich so nicht mehr als 14 Euro kosten, während Schlepper auf der Straße oft das Zwanzigfache verlangen.
Mit einem Preis von rund 1,53 bis 1,56 Euro pro Liter Benzin gehört Bulgarien zu den drei günstigsten Ländern der EU. Auch die Diesel Preise in Bulgarien sind attraktiv: Diesel hält sich knapp unter 1,80 Euro, ein Roadtrip tut hier also wirklich nicht weh. Vergiss aber nicht, dir vorab eine elektronische Vignette zu besorgen, deren Wochenendversion 6,60 Euro und deren Wochenvariante 10 Euro kostet. Du kaufst sie einfach online auf der offiziellen Website bgtoll.bg.
Das Reisen zwischen den Städten übernimmt ein dichtes Netz an Buslinien, die sauber sind und pünktlich fahren. Ein Ticket auf der vielbefahrenen Strecke von Sofia nach Plowdiw zum Beispiel kostet üblicherweise 6 bis 12 Euro, je nach Anbieter. Züge sind zwar eine etwas günstigere Variante, aber ihr Wagenpark erinnert oft ans vorige Jahrhundert und die Fahrt dauert deutlich länger. Für längere Strecken kannst du dir auch problemlos direkt am Flughafen in Sofia oder Burgas ein Auto mieten, wo die meisten etablierten internationalen und lokalen Vermieter vertreten sind. Die Mietpreise für einen Kleinwagen pro Tag beginnen außerhalb der Hauptsaison schon ab 20 Euro.
💡 TIPP: Wenn du am Flughafen ein klassisches gelbes Taxi nehmen musst, such ausschließlich den offiziellen Taxistand vor dem Terminal auf und ignoriere alle Leute, die dir schon in der Ankunftshalle eine Fahrt anbieten. Auf der sicheren Seite bist du immer, wenn du das Fahrzeug über eine App bestellst.

Wie viel Geld du mitnehmen solltest: Musterbudgets
Die Budgetplanung hängt vor allem davon ab, welchen Reisestil du bevorzugst. Unten findest du drei orientierende Muster-Szenarien für einen einwöchigen Aufenthalt für eine Person, die die Anreise nach Bulgarien nicht enthalten, aber die kompletten Kosten vor Ort abdecken.
| Reisetyp | Unterkunft für 7 Nächte | Essen und Aktivitäten | Gesamt pro Person |
|---|---|---|---|
| Budget (Apartment, Selbstkochen, freie Strände) | 100–170 € | 200–280 € | 300–450 € |
| Mittelweg (3*-Hotel, Restaurants, Liegen) | 200–350 € | 320–490 € | 500–850 € |
| All inclusive (4–5*-Resort mit Vollpension) | 420–1.100 € | im Preis inbegriffen | 420–1.100 € |
Im Vergleich zu anderen beliebten Reisezielen geht Bulgarien als klarer Sieger für den Geldbeutel hervor. Während du hier für ein anständiges Drei-Sterne-Hotel rund 55 bis 100 Euro pro Nacht zahlst, gibst du in Griechenland oder Kroatien für einen ähnlichen Standard üblicherweise das Doppelte aus und zahlst 110 bis 200 Euro. Süditalien liegt in der Hochsaison dann noch etwas höher, meist zwischen 100 und 170 Euro für eine einzige Nacht.
Einen riesigen Unterschied spürst du auch an den Stränden selbst. Während dich ein bulgarisches Set aus zwei Liegen und einem Sonnenschirm im Schnitt 10 bis 15 Euro pro Tag kostet, zahlst du auf dem beliebten griechischen Chalkidiki ab 20 Euro aufwärts, an den angesagtesten Orten musst du sogar mit 50 Euro rechnen. Mit einem Wort: Bulgarien schlägt die anderen nach wie vor. Mehr Luxus, weniger Sorgen mit dem Geldbeutel.
Budget-Reisende, die Apartments mit Küchenzeile wählen und in Supermärkten einkaufen, drücken ihre Kosten auf ein absolutes Minimum. Wenn du die kostenlosen Strandzonen nutzt und ab und zu selbst kochst, kommst du problemlos mit 300 bis 450 Euro pro Woche aus. Wer sich dagegen tägliche Restaurantbesuche und gemietete Liegen gönnen möchte, sollte mit dem goldenen Mittelweg von rund 500 bis 850 Euro rechnen.
💡 TIPP: Vergiss nicht, in dein Gesamtbudget auch eine Reiseversicherung und eventuelle Ausflüge in die Umgebung einzurechnen. Auch wenn Eintritte zu Sehenswürdigkeiten und Bootstickets sehr günstig sind, summieren sich diese kleinen Ausgaben bei einem Familienurlaub schnell.

Wie du in Bulgarien bezahlst: Karten, Trinkgeld und Fallen
Kartenzahlungen sind heute in allen Supermärkten, größeren Hotels und modernen Restaurants absoluter Standard. In Sofia zahlst du sogar direkt an den Drehkreuzen der Metro mit Karte, was die Fortbewegung in der Stadt unglaublich erleichtert. Trotzdem solltest du immer auch etwas Bargeld in Euro dabeihaben, denn in kleinen Küsten-Mehanas, auf Märkten oder an Eisständen kommst du mit der Plastikkarte oft nicht weit.
Beim Geldabheben am Automaten oder bei der Kartenzahlung solltest du sehr auf die sogenannte DCC-Falle (Dynamic Currency Conversion) achten. Wenn dich das Terminal fragt, ob du den Betrag in deiner Heimatwährung abrechnen möchtest, sei vorsichtig. Wählst du Euro aus deinem Heimatland als Kartenwährung, verwendet das Terminal einen extrem ungünstigen Kurs des Betreibers – lehne dieses Angebot deshalb immer ab und wähle die Abrechnung in der lokalen Euro-Zahlung.
Die Trinkgeldkultur ist im Land tief verwurzelt und das Personal rechnet damit. In Restaurants lässt man üblicherweise rund 10 Prozent der Gesamtrechnung, wenn du mit dem Service zufrieden warst, wobei 5 Prozent das absolute Minimum sind und 15 Prozent für außergewöhnliche Aufmerksamkeit gegeben werden. Wichtig ist aber, dass sich das Trinkgeld hier nur selten direkt ins Zahlterminal eingeben lässt, deshalb ist es ideal, den entsprechenden Betrag in bar direkt auf den Tisch zu legen.
Dank der Umstellung auf den Euro musst du dich nicht mehr vor betrügerischen Wechselstuben fürchten, die früher mit riesigen Schildern ohne Gebühren lockten, in Wirklichkeit aber absolut tragische Kurse anboten. Alle alten Lewa, die du zu Hause eventuell findest, wechselt dir die Bulgarische Nationalbank ohne jegliche Gebühren und zeitliche Begrenzung um, deine früheren Ersparnisse gehen dir also keinesfalls verloren. Für Geschäftsbanken endet diese Pflicht am letzten Tag des Jahres 2026.
💡 TIPP: Für Abhebungen am Automaten nutze ausschließlich Automaten großer, bekannter Banken, die du direkt an den Filialen findest. Meide verdächtige freistehende Automaten mit Aufschriften wie ATM oder Euronet, die oft hohe versteckte Gebühren für Abhebungen verlangen.
Wohin als Nächstes
- Urlaub in Bulgarien: 30 der schönsten Orte – Wir haben für dich einen Guide zu den schönsten Locations zusammengestellt, die du im Urlaub nicht verpassen darfst.
- Was du in den Urlaub nach Bulgarien mitnehmen solltest – Eine praktische Packliste für die ganze Familie.
- Wohin in den Urlaub im September – Tipps für Reiseziele, wo es auch nach den Ferien herrlich warm ist und die Preise steil fallen.
- Wohin in den Urlaub nach Griechenland: 32 Tipps – Unsere Lieblingsalternative zur bulgarischen Küste, wenn du die mediterrane Küche und Hunderte kleine Inseln bevorzugst.
Häufig gestellte Fragen
Zahlt man in Bulgarien mit Euro?
Seit dem 1. Januar 2026 ist Bulgarien das einundzwanzigste Mitglied der Eurozone, und wenn alles klappt, wird der Euro die einzige offizielle Währung sein. Alle Preise in Geschäften, Hotels und Restaurants werden ausschließlich in der europäischen Währung angegeben. Die alten Lew werden nach der Übergangsphase nicht mehr im Umlauf sein, und die doppelten Preisschilder verschwinden im August desselben Jahres.
Was macht man mit alten bulgarischen Lew?
Wenn Ihnen zu Hause noch Banknoten aus früheren Jahren übrig geblieben sind, können Sie diese kostenlos und ohne zeitliche Begrenzung bei den Filialen der Bulgarischen Nationalbank (BNB) umtauschen. Kommerzielle Banken im Land sollen diesen Umtausch nur noch bis Ende 2026 durchführen, wobei sie für den Umtausch eine Bearbeitungsgebühr verlangen können.
Wie viel Geld sollte man für eine Woche mitnehmen?
Sparsamere Reisende, die in einem Apartment untergebracht sind, gelegentlich selbst kochen und die kostenlosen Zonen an den Stränden nutzen, kommen mit etwa 300 bis 450 Euro pro Woche aus. Wenn Sie sich täglich Abendessen im Restaurant und gemietete Liegen gönnen möchten, rechnen Sie mit dem goldenen Mittelweg und einem Budget von etwa 500 bis 850 Euro pro Person. Als Faustregel gilt, etwa hundert Euro in bar pro Person für kleinere Ausgaben auf Märkten mitzunehmen und den Rest auf der Bankkarte zu haben.
Ist Bulgarien nach der Einführung des Euro teurer geworden?
Die Preise sind in den letzten zwei Jahren um etwa 20 bis 30 Prozent gestiegen, aber der Grund war nicht der Währungswechsel, der laut Schätzungen die Preise nur um vernachlässigbare Bruchteile eines Prozents erhöht hat. Verantwortlich für die Verteuerung sind vor allem die Rückkehr der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf 20 Prozent ab Januar 2025 und die allgemeine Inflation. Laut Daten von Eurostat ist es mit Preisen bei 53 Prozent des EU-Durchschnitts aber immer noch das günstigste Land auf dem Kontinent.
Ist Bulgarien günstiger als Griechenland oder Kroatien?
Eindeutig ja. Sowohl die Unterkunft in Hotels als auch das Essen in Restaurants oder das Mieten von Strandservice sind in Bulgarien deutlich günstiger. Während Sie hier ein solides Drei-Sterne-Hotel ab 55 bis 100 Euro bekommen, zahlen Sie in beliebten Ferienorten in Griechenland oder Kroatien für einen ähnlichen Standard üblicherweise das Doppelte. In Restaurants sind die Unterschiede oft noch größer, besonders bei Meeresfrüchten.
Wie viel kostet eine Liege am Strand?
Die Preise werden pro Stück angegeben und reichen von 0,60 Euro im nördlichen Burgas bis zu 6 Euro am Goldstrand. Ein komplettes Set aus zwei Liegen und einem Sonnenschirm kostet Sie also etwa 10 bis 15 Euro pro Tag. Laut Gesetz ist außerdem die Hälfte jedes Strandes verpflichtend für das freie Liegen auf der eigenen Decke völlig kostenlos reserviert.
Wie viel kosten Bier und Essen im Restaurant?
Für einen halben Liter Bier vom Fass im Ferienort zahlen Sie angenehme 2 bis 3 Euro. Ein ausgezeichnetes Mittagessen in einer traditionellen Mechana kostet 7 bis 15 Euro, und ein Drei-Gänge-Abendessen für zwei Personen mit Getränken bewegt sich normalerweise zwischen 30 und 45 Euro. In Geschäften kaufen Sie natürlich noch günstiger ein, Bier bekommen Sie dort schon ab etwa einem Euro. Und für diejenigen, die Wein lieben, haben wir gute Nachrichten: Die lokale Produktion ist hervorragend, und eine Flasche im Supermarkt bekommen Sie schon ab vier Euro.
Werden in Bulgarien überall Kreditkarten akzeptiert?
In Supermärkten, Hotels und größeren Restaurants zahlen Sie mit Karte völlig problemlos, und in Sofia können Sie damit sogar am Drehkreuz in der Metro piepen. Bargeld benötigen Sie jedoch zwingend in kleinen Ständen, auf Märkten und in kleineren lokalen Gaststätten, wo Kartenterminals oft fehlen.
Wie viel Trinkgeld gibt man?
Standard ist es, der Bedienung etwa 10 Prozent der Gesamtrechnung zu geben, wobei 5 Prozent als absolutes Minimum gelten. Trinkgeld kann normalerweise nicht am Kartenterminal bei der Kartenzahlung hinzugefügt werden, daher ist es am besten, kleine Euro-Beträge in bar direkt auf dem Tisch zu lassen. Wenn Sie von der Bedienung wirklich begeistert waren, werden fünfzehn Prozent sicherlich niemanden beleidigen.
Lohnt sich All-inclusive?
All-inclusive-Resorts bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, ein hochwertiges Fünf-Sterne-Hotel bekommen Sie für eine Woche schon ab 550 Euro pro Person. Bulgarien ist aber insgesamt so günstig, dass sich auch ein flexiblerer Aufenthalt in einem Apartment mit Verpflegung in den lokalen traditionellen Mechanas sehr lohnt, durch die Sie das Land viel authentischer kennenlernen.
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