Die Malediven sind längst kein unerreichbarer Traum mehr, der nur Millionären vorbehalten ist – und ein Urlaub auf Maafushi Malediven ist der beste Beweis dafür. Diese lokale Insel öffnet die Türen zum tropischen Paradies auch für alle, die nicht ihr ganzes Gehalt für eine einzige Woche ausgeben wollen.
Eins muss ich euch aber gleich zu Beginn sagen, damit ihr nicht mit einer allzu rosaroten Brille anreist. Maafushi ist ein ziemlich lebhafter Ort voller Kontraste, an dem ihr auf der einen Seite schneeweißen Sand findet, auf der anderen euch aber morgendlicher Baustellenlärm oder der Blick auf eine schwelende Mülldeponie an der Ostküste überraschen kann.
Trotzdem hat dieser Ort einen enormen Charme, denn er bietet den günstigsten und einfachsten Einstieg für eure erste Malediven-Reise. Ihr findet hier jede Menge tolle Cafés, preiswerte Ausflüge und vor allem die Möglichkeit, die lokale Kultur hautnah kennenzulernen – etwas, das euch kein Luxusresort aus dem Katalog jemals bieten kann.

Zusammenfassung
- Erreichbarkeit: Vom Flughafen in Malé kommt ihr sehr einfach mit einem geteilten Schnellboot in rund 45 Minuten hierher, was die Insel zum idealen ersten Stopp macht.
- Bikini Beach: Baden in Badekleidung ist nur an einem einzigen ausgewiesenen Strand erlaubt, der in der Hauptsaison sehr voll ist – steht also früh auf.
- Schnorcheln: Die Insel hat leider kein eigenes, vom Ufer aus erreichbares Korallenriff – zu allen Unterwasserabenteuern fährt man mit dem Boot.
- Ausflüge: Gerade das vielfältige Angebot an günstigen Ausflügen (Haie, Mantas, Sandbänke) ist der Hauptgrund, warum Reisende aus aller Welt hierherkommen.
- Alkohol: Auf der Insel herrscht Prohibition, aber einen Drink könnt ihr an der sogenannten Floating Bar genießen – einer Jacht, die ein Stück vom Ufer entfernt vor Anker liegt.
- Ideale Aufenthaltsdauer: Bleibt etwa drei bis vier Tage und macht euch dann auf, um weitere ruhigere lokale Inseln zu entdecken oder gönnt euch eine Nacht in einem Luxusresort.

Wann nach Maafushi reisen
Das Wetter auf den Malediven ist das ganze Jahr über herrlich warm und die Temperaturen halten sich konstant um die 30 Grad, sodass ihr eure Badesachen wirklich jederzeit gebrauchen könnt. Der entscheidende Faktor für die Reiseplanung ist jedoch die Regen- und Monsunzeit, die nicht nur die Niederschläge, sondern auch die Übernachtungspreise beeinflusst.
Die Haupt- und trockenste Saison läuft von Dezember bis April, wenn euch azurblauer Himmel und minimale Niederschläge erwarten. Februar und März sind überhaupt die besten Monate für einen Besuch, ihr müsst aber damit rechnen, dass die Insel voller Touristen ist und die Preise nach oben schießen.
Umgekehrt kommt von Mai bis November der Monsun, der gelegentliche tropische Schauer und mehr Bewölkung mit sich bringt. Es handelt sich dabei aber nicht um tagelange Regengüsse, meist regnet es eine Stunde und dann ist es wieder schön. Zudem sinken in dieser Zeit die Hotelpreise oft um bis zu vierzig Prozent und dank des Planktons tummeln sich mehr Mantas im Meer.

Wo auf Maafushi übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Maafushi bietet überhaupt die größte Konzentration an Unterkünften von allen lokalen Inseln, sodass hier Backpacker wie auch anspruchsvollere Reisende fündig werden. Die meisten Gästehäuser und Hotels konzentrieren sich im nördlichen Teil der Insel nahe des Touristenstrands, während der Süden ruhiger ist und dort das örtliche Gefängnis liegt, von dem ihr als Touristen aber überhaupt nichts mitbekommen werdet.
Achtet bei der Auswahl der Unterkunft immer darauf, dass das Hotel eine gute Bewertung und echte Fotos hat, denn es kommt gelegentlich vor, dass manche Webseiten Aufnahmen von ganz anderen Inseln zeigen. Ich empfehle, die Buchung rechtzeitig über das klassische Booking zu regeln, wo ihr auf der sicheren Seite seid und oft sogar eine kostenlose Stornierung möglich ist.
| Hotel | Segment | Ab Preis pro Nacht | Für wen ideal |
|---|---|---|---|
| :— | :— | :— | :— |
| Kaani Grand Seaview | Gehobene Klasse | 97 € | Für anspruchsvollere Paare und Ausblick-Liebhaber |
| Arena Beach Hotel | Mittelklasse | 83 € | Für Erstreisende und Frühstücksliebhaber |
| Kaani Village & Spa | Mittelklasse | 83 € | Für Familien mit Kindern (mit Pool und Spa) |
| Palmcasa | Budget | 46 € | Für Paare mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Kaani Beach Hotel | Budget | 30 € | Für Taucher und aktive Reisende |
Wenn ihr auf einer lokalen Insel etwas von diesem sinnbildlichen Resort-Luxus sucht, werft einen Blick auf das Kaani Grand Seaview, das zum absolut Besten auf der Insel gehört. Es bietet einen herrlichen Dachpool mit Blick aufs Meer und liegt direkt am Bikini Beach, sodass ihr nur wenige Schritte bis ins Wasser habt.
Der goldene Mittelweg und ein absoluter Renner ist das Arena Beach Hotel, das direkt am Strand liegt und dessen reichhaltiges Frühstücksbuffet von den Reisenden über den grünen Klee gelobt wird. Es ist der absolute Klassiker für alle, die zum ersten Mal auf die Malediven fahren und sich hochwertigen Service sowie bestens organisierte Ausflüge direkt an der Rezeption wünschen.
Für alle mit knapperem Budget ist das Palmcasa eine absolut tolle Wahl, das ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und Spitzenbewertungen hält. Eine sehr beliebte günstigere Variante ist außerdem das Kaani Beach Hotel, das sogar ein eigenes Tauchzentrum hat, was vor allem aktive Sportler zu schätzen wissen, oder das Stingray Beach Inn für anspruchslose Reisende.

15 Tipps, was auf Maafushi zu sehen und zu tun ist
Diese kleine Insel bietet überraschend viel, man sollte nur wissen, worauf man sich einlässt. Ich verrate euch, wie ihr den Menschenmassen entgeht, wo ihr Geld spart und welche Ausflüge ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet.

1. Wie man clever auf die Insel kommt
Eure Reise beginnt am internationalen Flughafen Velana in der Nähe der Hauptstadt Malé, von wo aus ihr grundsätzlich zwei Hauptmöglichkeiten der Weiterreise habt. Die erste und beliebteste ist das geteilte Schnellboot, das Speedboat, das euch in etwa fünfundvierzig Minuten auf die Insel bringt und ungefähr dreißig Dollar pro Person kostet.
Die zweite Möglichkeit ist die öffentliche Fähre der Gesellschaft MTCC, die nur etwa drei Dollar kostet, aber anderthalb Stunden für die Fahrt braucht und nicht direkt vom Flughafen abfährt, sondern vom Hafen in Malé selbst. Ihr müsst also zuerst mit der Flughafenfähre dorthin fahren, was nach einem langen Flug aus Europa etwas anstrengend sein kann.
💡 Tipp: Wenn ihr an einem Freitag ankommt, vergesst die günstige öffentliche Fähre gleich, denn am muslimischen Feiertag fahren diese Boote überhaupt nicht. Die geteilten Schnellboote funktionieren zum Glück jeden Tag normal, ihr solltet sie nur vorab über eure Unterkunft reservieren.

2. Ein Tag am Bikini Beach und der örtliche Dresscode
Da die Malediven ein streng muslimisches Land sind, gelten auf den lokalen Inseln Kleidungsregeln und ihr könnt nicht einfach in Badekleidung durchs Dorf spazieren. Für Touristen ist an der Nordspitze der Insel ein spezieller Bikini Beach ausgewiesen, wo das Baden in Bikini und normaler Badekleidung völlig legal und geduldet ist.
In der Hauptsaison füllt er sich sehr schnell, wenn ihr also einen guten Platz haben wollt (oder wenigstens die Chance, eine Liege für fünf Dollar zu ergattern), macht euch gleich gegen acht Uhr auf den Weg ans Wasser.
Außerhalb dieser ausgewiesenen Zone, also in den Straßen des Dorfes, in Geschäften und Restaurants, muss ein respektvoller Dresscode eingehalten werden. Das bedeutet, Schultern und Knie bei Männern wie Frauen bedeckt zu halten, was in der Praxis ein einfaches T-Shirt mit kurzen Ärmeln und eine leichte Leinenhose oder ein längerer Rock lösen.

3. Halbtägiger Schnorchelausflug zu den Schildkröten
Eine der größten Überraschungen für viele Reisende ist die Tatsache, dass Maafushi kein eigenes hochwertiges Korallenriff direkt vom Ufer aus erreichbar hat. Das Wasser am Strand ist zwar herrlich sauber zum Baden, aber wenn ihr das farbenprächtige Unterwasserleben sehen wollt, müsst ihr euch auf einen organisierten Bootsausflug begeben.
Das beste Einstiegserlebnis ist ein halbtägiger Schnorchelausflug, der etwa vier bis fünf Stunden dauert und euch sympathische fünfundzwanzig bis fünfzig Dollar kostet. Während dieses Vormittags bringen sie euch an drei verschiedene Orte, an denen ihr eine riesige Chance habt, neben Meeresschildkröten zu schwimmen und ein nahegelegenes Schiffswrack zu erkunden.
Diese Ausflüge könnt ihr in fast jedem Hotel oder in kleinen Agenturen an der Hauptstraße buchen. Ich empfehle immer, abends durch den Ort zu schlendern, die Preise bei mehreren Anbietern zu vergleichen und die Tour gleich für den nächsten Tag zu vereinbaren, was deutlich günstiger ist als eine Vorabbuchung im Internet.

4. Romantik beim Sandbank-Picknick
Wenn ihr das absolut perfekte Malediven-Erlebnis wie aus dem Katalog sucht, dürft ihr das sogenannte Sandbank-Picknick auf keinen Fall auslassen. Es handelt sich um einen Ausflug zu einer einsamen Sandbank, die nur ein Stück über den Meeresspiegel ragt und rundherum von nichts als endlosem Blau umgeben ist.
Die Fahrt von der Insel dauert mit dem Boot nur etwa fünfzehn Minuten und dieses Erlebnis ist oft Teil der Schnorchelpakete, oder ihr könnt es separat für ungefähr dreißig Dollar buchen. Die Crew baut euch auf dem schneeweißen Sand einen Sonnenschirm auf, bereitet einen kleinen Snack zu und ihr habt Zeit zum Baden und Fotografieren.
💡 Tipp: Die Sonne brennt hier wirklich erbarmungslos und auf der Sandbank gibt es überhaupt keinen natürlichen Schatten. Nehmt unbedingt einen Hut, ein Wasser-Shirt und eine gute, korallensichere Sonnencreme mit, damit ihr euch von dem romantischen Ausflug keinen Sonnenstich mitbringt.

5. Schwimmen mit Walhaien (die ehrliche Realität)
Den größten Fisch des Planeten mit eigenen Augen zu sehen, ist ein riesiger Traum, aber über diesen Ausflug von Maafushi aus muss man die volle Wahrheit sagen. Walhaie halten sich ganzjährig im geschützten Gebiet des South Ari Atoll auf, wohin die Fahrt mit dem Motorboot über anderthalb Stunden pro Richtung dauert, sodass euch ein anstrengender Ganztagestransfer erwartet.
Die Begegnung mit dem Tier selbst erinnert dann leider oft an einen hektischen Zoo, denn an einem einzigen Hai können über zwanzig Boote zusammenkommen und hundert Leute springen ins Wasser. Das ist traurig, aber besser, man weiß es vorher.
Wenn es euer Lebenstraum ist, wählt grundsätzlich ethische Anbieter mit klaren Verhaltensregeln und fragt nach der Gruppengröße. Für eine ruhigere und intimere Begegnung mit den Haien ist es aber ehrlich gesagt viel besser, sich auf den Inseln Dhigurah oder Maamigili einzuquartieren, die direkt in diesem Gebiet liegen – so umgeht ihr das lange Pendeln.

6. Nächtliches Abenteuer mit Rochen und Ammenhaien
Eine viel zuverlässigere und oft auch unterhaltsamere Alternative für Liebhaber großer Meerestiere ist ein Ausflug zu den sogenannten Nurse Sharks, also Ammenhaien. Diese friedlichen Geschöpfe werden bis zu drei Meter lang, stellen keine Gefahr für den Menschen dar und das Schwimmen mit ihnen ist ein absolut faszinierendes Erlebnis.
Dieser Ausflug findet oft am frühen Abend oder in der Nacht statt und kostet euch rund dreißig Dollar. Die Betreiber wissen genau, wohin sie mit dem Boot fahren müssen, und ihr findet euch im Wasser voller Dutzender dieser eleganten Knorpelfische wieder, zu denen sich oft auch riesige Rochen gesellen, die im Sand nach Nahrung suchen.
Auch wenn diese Tiere an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt sind, denkt an die Grundregel: Berührt sie niemals und versperrt ihnen nicht den Weg. Es reicht, ruhig an der Oberfläche zu treiben und sie von selbst zu euch schwimmen zu lassen, was sie meist ohne jede Scheu tun.

7. Entspannte Fahrt zu den Delfinen bei Sonnenuntergang
Wenn euch Adrenalin-Tauchgänge nicht reizen und ihr lieber an Deck bleibt, gönnt euch eine sogenannte Sunset Cruise. Während der etwa anderthalbstündigen Fahrt bringt euch der Kapitän aufs offene Meer, wo ihr eine riesige Chance habt, ganze Schulen wilder Delfine zu beobachten, die über die Oberfläche springen.
Das Erlebnis wird dadurch verstärkt, dass es genau zu der Zeit stattfindet, wenn die Sonne den Himmel in unglaubliche Orange- und Rosatöne taucht. Delfine schwimmen sehr gerne in unmittelbarer Nähe des Bootes und führen oft unglaubliche akrobatische Kunststücke vor, die euch völlig umhauen werden.
Der Ausflug kostet gewöhnlich um die dreißig Dollar und ist eine tolle Wahl für Familien mit Kindern oder als ruhiges Programm für euren letzten Abend auf der Insel. Ich empfehle, einen leichten Pullover mitzunehmen, denn sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, kann es auf offenem Meer etwas windig werden.

8. Tauchen für absolute Anfänger
Maafushi ist ein absolut idealer Ort für eure ersten Tauchschritte, denn hier gibt es gleich mehrere hervorragend bewertete zertifizierte Zentren, wie zum Beispiel Maafushi Dive & Water Sports. Die Instruktoren sind an nervöse Anfänger gewöhnt und erklären euch alles in Ruhe und ausführlich.
Ihr müsst nicht gleich einen ganzen Kurs machen, es reicht, einen sogenannten Schnuppertauchgang für Anfänger zu buchen, der um die fünfundsiebzig Dollar kostet. Ihr bekommt die komplette Ausrüstung, durchlauft eine kurze Einweisung im flachen Wasser und dann geht es mit dem Instruktor in eine sichere Tiefe, wo ihr die Unterwasserwelt aus einer völlig neuen Perspektive seht.
Auch erfahrene Taucher kommen hier auf ihre Kosten, denn die umliegenden Atolle bieten Dutzende wunderschöne Spots voller Leben, bunter Korallen und Unterwasserhöhlen. Tauchen auf einer lokalen Insel ist zudem deutlich günstiger als in den Resorts, wo ihr für den Eintritt in die Blase mehr zahlt als für den gesamten Flug.

9. Wassersport und eine Portion Adrenalin
Wenn euch das gemütliche Liegen auf der Sonnenliege langweilt, könnt ihr eine ganze Reihe von Wasservergnügen ausprobieren, die die entlang des Strands verstreuten Zentren anbieten. Sehr beliebt ist der Verleih von Paddleboard oder Kajak, für den ihr um die zehn Dollar pro Stunde zahlt und die Insel mal schön aus der Ferne betrachten könnt.
Für Freunde des schnelleren Vergnügens gibt es hier Jetski-Touren, Bananenboot-Fahrten oder Parasailing, bei dem euch der Fallschirm hoch über die Oberfläche trägt. Der Blick aus der Höhe auf die türkisfarbenen Lagunen und die umliegenden Inselchen ist etwas, das sich euch für sehr lange Zeit einprägt.
Sportliche Betätigung findet ihr auch an Land, die Einheimischen spielen sehr gerne Beachvolleyball und beziehen dabei oft auch Touristen mit ein. Das ist eine prima Möglichkeit, ein bisschen ins Schwitzen zu kommen und Kontakt zu den Einheimischen zu knüpfen, die übrigens wirklich gut spielen.

10. Floating Bar oder wie man das Alkoholverbot umgeht
Wie ich schon erwähnt habe, sind die Malediven eine islamische Republik und der Verkauf sowie der Konsum von Alkohol sind auf den bewohnten Inseln streng verboten. Ihr findet ihn in keinem Restaurant, kauft ihn in keinem Geschäft und dürft ihn auch nicht im Koffer von zu Hause mitbringen, denn er würde euch gleich am Flughafen abgenommen.
Findige Einheimische haben aber einen genialen Kniff im Gesetz gefunden und die sogenannten Floating Bars geschaffen. Es handelt sich um große Jachten, die etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt vor Anker liegen, formell nicht den Inselregeln unterliegen und auf denen Alkohol legal ausgeschenkt werden darf. Das bekannteste Lokal ist das Schiff Kaani Princess, das oft bis ein Uhr morgens geöffnet hat.
Ihr kommt sehr einfach dorthin, vom Hafen bringt euch ein kleines Motorboot kostenlos hinüber, die einzige Bedingung ist gewöhnlich, dass ihr auf dem Schiff etwas kauft. Haltet aber eine gut gefüllte Geldbörse bereit, denn ein gewöhnliches Bier kostet hier um die sechs Dollar und für einen Cocktail zahlt ihr locker zehn – es lohnt sich also, auf Aktionen wie die Happy Hour zu achten.

11. Resort Day Pass als Kostprobe des Luxus
Möchtet ihr den echten Katalog-Luxus erleben, Drinks am Pool schlürfen und über endlose Strände spazieren, aber nicht Tausende Dollar pro Nacht dafür zahlen? Die Lösung ist der sogenannte Resort Day Pass, ein Tagesticket für eine nahegelegene Luxusinsel, das euch erlaubt, deren Ausstattung von morgens bis zum späten Nachmittag zu nutzen.
Die Ausflüge kosten gewöhnlich von fünfunddreißig bis rund einhundertachtzig Dollar je nach Exklusivität des Resorts und dem, was im Paket enthalten ist. Sehr beliebt ist zum Beispiel die nahe Insel Biyadhoo, auf die ihr für knapp siebzig Dollar inklusive Mittagessen kommt und wo ihr zudem ein fantastisches Korallenriff findet.
💡 Tipp: Bucht diese Ausflüge erst vor Ort über eure Unterkunft oder lokale Büros, auf keinen Fall über große internationale Vermittler wie GetYourGuide, wo die Preise durch enorme Provisionen unnötig überhöht sind. Auf einer lokalen Insel könnt ihr die Angebote zudem schön vergleichen.

12. Wo und was essen (nicht nur) ohne Fleisch
Das Essen auf der Insel ist überraschend vielfältig und dank des starken indischen und sri-lankischen Einflusses ist die hiesige Küche absolut ideal auch für Vegetarier. Für Vegetarier ist es fast ein Märchen. Hier erwarten euch köstliches Dhal, Gemüsecurry, frische Roshi-Fladen und tropische Früchte an jeder Ecke.
Zu den beliebtesten Lokalen gehören das Symphony Lagoon, das ein Stück vom Wasser entfernt liegt und eine wunderschöne Atmosphäre bietet, oder das Stingray Cafe, wo man fantastische indische vegetarische und vegane Spezialitäten zubereitet. Die Preise sind hier sehr vernünftig, für ein reichhaltiges Buffet-Abendessen zahlt ihr um die zwölf Dollar, für einen guten Cappuccino dann rund drei Dollar.
Die traditionelle lokale Küche dreht sich ansonsten überwiegend um Fisch, ein klassischer Insel-Frühstückshit ist also Mas Huni, eine Mischung aus geräuchertem Fisch, Kokos und Zwiebeln, oder Garudhiya, eine kräftige Fischbrühe. Diese Gerichte werden euch in fast jedem Gästehaus bereitwillig serviert, wo man euch aber auf Wunsch problemlos auch eine rein fleischlose Variante zubereitet.
13. Geld, Geldautomaten und versteckte Steuern
Beim Bezahlen auf den Malediven ist der US-Dollar der absolute König, den man hier praktisch überall akzeptiert und der in vieler Hinsicht praktischer ist als die lokale Rufiyaa. Bringt euch unbedingt genug Dollar in bar mit, idealerweise in kleineren Scheinen, denn einen Hunderter für einen Kaffee zu wechseln, kann zum Problem werden.
Auf der Insel findet ihr zwar einen Geldautomaten der Bank of Maldives, aber er berechnet eine Gebühr von über sechs Dollar pro Abhebung und gibt euch nur die lokale Währung aus, die ihr dann nirgendwo sonst auf der Welt loswerdet. Mit Karte kann man in größeren Hotels und Zentren zahlen, oft wird aber ein Aufschlag von rund drei Prozent berechnet, während man in kleinen Cafés nur Bargeld nimmt.
Passt gut auf die Preisschilder auf, denn zu den meisten angegebenen Beträgen werden automatisch nicht unerhebliche Steuern und Gebühren hinzugerechnet, die man „++“ nennt. Es handelt sich um eine siebzehnprozentige Touristensteuer, einen zehnprozentigen Servicezuschlag und dazu noch die ökologische Green Tax in Höhe von sechs Dollar pro Person und Nacht.
14. Elektronisches Visum IMUGA und wie man ins Internet kommt
Noch bevor ihr überhaupt zum Flughafen aufbrecht, müsst ihr eine wesentliche administrative Pflicht erledigen, nämlich das Ausfüllen der elektronischen IMUGA-Deklaration. Dieses Formular ist völlig kostenlos, wird höchstens sechsundneunzig Stunden vor Ankunft und Abflug ausgefüllt – achtet darauf, keine betrügerische Webseite zu benutzen, die Geld von euch verlangt. Das Visum selbst bekommt ihr dann bei der Ankunft kostenlos für dreißig Tage.
Während ihr in den Luxusresorts mit dem Hotel-WLAN auskommt, ist es auf einer lokalen Insel auf jeden Fall praktisch, eigene mobile Daten zur Navigation oder zum Übersetzen zu haben. Der Empfang ist hier ausgezeichnet und die lokalen Anbieter bieten eine zuverlässige 4G-Abdeckung.
Die einfachste Lösung ist, sich eine vorausbezahlte eSIM zu besorgen – zum Beispiel von Dhiraagu oder Ooredoo, die ihr euch schon zu Hause aufs Handy ladet und euch vor Ort direkt verbindet. Praktisch und ganz ohne Wartezeit funktioniert auch eine eSIM von Holafly oder Yesim. Ein gängiger Touristentarif mit zwanzig Gigabyte Daten pro Monat kostet euch rund vierzig Dollar.
15. Wie man die Insel clever kombiniert
Maafushi ist ein schöner Ort, aber seien wir mal ehrlich: Die Insel durchquert ihr im gemächlichen Tempo von einem Ende zum anderen in etwa zwanzig Minuten. Viele Reisende sind sich einig, dass nach drei oder vier Tagen das sogenannte Inselfieber einsetzt und man das Gefühl hat, schon alles gesehen und überall gewesen zu sein.
Die beste Strategie ist deshalb, die Insel mit weiteren Orten zu kombinieren und nicht ganze zwei Wochen hierzubleiben. Ihr könnt euch auf viel ruhigere und verschlafenere lokale Inseln wie Guraidhoo oder Gulhi begeben, wo ihr wieder ein etwas anderes, authentischeres Gesicht der Malediven ohne große Hotels kennenlernt.
💡 Tipp: Denkt aber an eine wichtige logistische Sache: Zwischen weiter entfernten Atollen gibt es keine direkte Verbindung. Wenn ihr zum Beispiel von Maafushi auf die beliebte Insel Thoddoo fahren wollt, müsst ihr immer mit dem Boot zurück zum Flughafen nach Malé und von dort mit einer weiteren Verbindung weiter, was ziemlich viel Zeit kostet.
Wohin von Maafushi aus weiter

Die Malediven sind zauberhaft, aber wenn ihr einmal so zu reisen beginnt, ist es schwer, damit aufzuhören – hier also ein paar Tipps, wohin es das nächste Mal gehen könnte.
- Wenn ihr auch weitere Atolle erkunden wollt und nach umfassenden Informationen sucht, lest unseren kompletten Malediven-Reiseführer, in dem ihr jede Menge praktische Tipps findet.
- Reizt euch eine Insel, die neben Stränden auch wunderschöne Berge, Wasserfälle und Nationalparks bietet? Dann könnte euch ein Urlaub auf Mauritius interessieren.
- Für alle, die günstiges Reisen, wilde Natur, Teeplantagen und großartiges Essen verbinden wollen, ist das grüne Sri Lanka eine absolut ideale Wahl.
- Und wenn ihr afrikanische Exotik mit würzigem Duft und faszinierender Geschichte sucht, lasst euch unbedingt von unserem Artikel über Sansibar inspirieren.
Häufig gestellte Fragen
Plant ihr eure Reise und ein paar praktische Kleinigkeiten gehen euch noch im Kopf herum? Ich habe für euch die häufigsten Fragen zusammengestellt, damit ihr vor dem Abflug völlig entspannt seid.
Wie viel kostet ein Urlaub auf Maafushi?
Das Budget hängt von deinen Ansprüchen ab, aber man kann es sehr günstig bekommen. Eine Nacht in einem ordentlichen Guesthouse bekommst du ab fünfzig Dollar pro Zimmer, Essen in einem lokalen Restaurant kostet fünf bis zwölf Dollar und ein Ganztagesausflug liegt bei etwa fünfzig Dollar. Ein einwöchiger Aufenthalt ohne Flüge lässt sich für fünfhundert bis achthundert Dollar pro Person bewältigen.
Wie viele Tage auf der Insel bleiben?
Ideal sind drei bis vier Tage, in denen ihr die besten Ausflüge ausprobieren, am Strand entspannen und die lokale Atmosphäre aufsaugen könnt. Danach ist es toll, zu einer anderen, ruhigeren Insel weiterzuziehen, denn Maafushi ist wirklich klein und könnte euch schnell langweilig werden.
Wie kommt man vom Flughafen auf die Insel?
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Die beste und schnellste Option ist das geteilte Motorboot (Speedboat), das etwa dreißig Dollar kostet und euch in fünfundvierzig Minuten ans Ziel bringt. Es fährt mehrmals täglich und es empfiehlt sich, es im Voraus über eure Unterkunft zu reservieren.
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Fährt die Fähre zur Insel auch am Freitag?
Nein, die günstige öffentliche Fähre der MTCC fährt am Freitag überhaupt nicht, da dies ein muslimischer Feiertag ist. Wenn du am Freitag ankommst, ist deine einzige Transportmöglichkeit ein privates oder geteiltes Schnellboot.
Darf man auf der Insel Bikinis tragen?
Ja, aber nur an einem einzigen dafür vorgesehenen Strand namens Bikini Beach im Norden der Insel. Überall sonst, also im Dorf, in den Geschäften oder an anderen Küstenabschnitten, müssen Schultern und Knie bedeckt sein.
Kann ich auf der Insel Alkohol kaufen?
Direkt auf der Insel gilt striktes Alkoholverbot und ihr bekommt nirgendwo Alkohol zu kaufen. Ihr könnt aber den kostenlosen Transfer zur sogenannten Floating Bar nutzen – das ist eine Jacht, die ein Stückchen vor der Küste auf dem Meer ankert, wo Alkohol legal verkauft wird.
Wann ist die beste Chance, Walhaie zu sehen?
Walhaie halten sich in der Gegend des South Ari Atolls ganzjährig auf, aber am meisten Nahrung (Plankton) finden sie während der Monsunzeit von Mai bis November. Eine Begegnung mit ihnen von Maafushi aus bedeutet einen ganztägigen Ausflug aufs Meer und die Erfolgsquote ist nie hundertprozentig.
Hat Maafushi einen schönen Strand und ein Korallenriff?
Bikini Beach ist schön, aber relativ klein und in der Hochsaison ziemlich überfüllt. Die Insel hat leider kein eigenes Korallenriff, das vom Strand aus erreichbar wäre, weshalb man für ordentliches Schnorcheln immer einen Bootsausflug buchen muss.
Kann man mit Kindern auf die Insel fahren?
Auf jeden Fall ja, die Insel ist absolut sicher, das Wasser am Strand ist flach und ruhig und es gibt hier jede Menge familienfreundliche Pensionen. Die Kinder werden von den Delfin-Ausflügen und vom Schnorcheln mit Schildkröten begeistert sein, man muss nur mit einer längeren Bootsfahrt rechnen.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
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Buche deine Unterkunft clever
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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