Norwegen mit Kindern: Familienreiseführer und Tipps für 2026

Norwegen ist für einen Familienurlaub ein absolut ideales Reiseziel, auch wenn euch anfangs vielleicht die etwas höheren Preise vor Ort oder die enormen Entfernungen abschrecken. Dafür findet ihr hier aber eine unglaublich saubere Natur, sichere Städte und Attraktionen, die so clever durchdacht sind, dass sie kleine Entdecker genauso begeistern wie ihre müden Eltern. Vom Erkunden historischer Wikingerschiffe über das Füttern von Robben bis hin zu märchenhaften Freizeitparks mit riesigen Trollen – der Norden weiß einfach ganz genau, wie man Kinderherzen erobert.

Reisen mit Kindern durch Skandinavien ist überraschend bequem, denn überall stoßt ihr problemlos auf eine hervorragend ausgestattete Familieninfrastruktur, saubere Wickeltische und Restaurants, die auf kleine Gäste ganz selbstverständlich eingestellt sind. Eine Herausforderung können die längeren Autofahrten sein, doch mit etwas sorgfältiger Planung und der Nutzung der einheimischen Fähren wird selbst die Anreise für die Kleinsten zu einem großen, spannenden Abenteuer. In den Sommermonaten erlebt ihr außerdem die typisch langen, hellen Abende, sodass ihr es überhaupt nicht eilig haben müsst, zur Unterkunft zu kommen, und den Tag schön in die Länge ziehen könnt.

Wenn ihr also über ein nordisches Abenteuer nachdenkt, lasst euch keinesfalls abschrecken und brecht auf zu tiefen Fjorden und verschneiten Bergen. Ich verrate euch, wie ihr die ganze Reise sinnvoll plant, wo ihr euch strategisch in traditionellen Holzhütten einquartiert und welche besten Familienaktivitäten ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Packt eure guten Regenjacken ein und lasst uns gemeinsam schauen, was dieses atemberaubende Land Familien zu bieten hat.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Beste Reisezeit: Für Familien ist der Sommer von Juni bis August ideal, wenn alle Outdoor-Attraktionen geöffnet sind und ihr die langen, hellen Abende genießt.
  • Fortbewegung: Die größte Flexibilität bietet euch ein Mietwagen oder das eigene Auto, mit dem ihr auch entlegenere Naturregionen problemlos erreicht.
  • Cleveres Übernachten: Statt teurer Hotels wählt lieber traditionelle norwegische Hütten namens Hytte, die eine eigene Küche haben und euch Geld beim Restaurantbesuch sparen.
  • Stadtparks: Mit Kindern dürft ihr den riesigen Freizeitpark Dyreparken in Kristiansand und das märchenhafte Areal Hunderfossen nahe Lillehammer nicht auslassen.
  • Naturerlebnisse: Statt anstrengender Wanderungen nutzt die bequemen Bergbahnen wie die Fløibanen in Bergen oder den Loen Skylift, die euch samt Kinderwagen zu herrlichen Aussichten hinaufbringen.
  • Schlechtwetter-Pläne: Für regnerische Tage hebt euch unbedingt den Besuch der riesigen Aquarien in Ålesund oder Bergen auf, wo Kinder das Füttern von Pinguinen und Robben begeistert.

Wann nach Norwegen mit Kindern reisen und praktische Tipps

Der Sommer ist für den Familienurlaub im Norden eindeutig die beliebteste Wahl, denn von Juni bis August herrschen die angenehmsten Temperaturen und die Natur erstrahlt in allen Farben. Die meisten Sehenswürdigkeiten, Freilichtmuseen und Freizeitparks haben in dieser Zeit täglich geöffnet, sodass ihr keine verschlossenen Türen befürchten müsst. Ein riesiger Vorteil sind auch die langen, hellen Abende, die euch Ausflüge sogar am späten Nachmittag ermöglichen, wenn es bei uns längst dunkel wird.

Andererseits bringt der Polartag auch eine kleine Herausforderung mit sich, nämlich das Einschlafen der Kinder bei vollem Tageslicht. Ich empfehle euch unbedingt, Reise-Verdunkelungsrollos fürs Fenster oder zumindest gute Schlafmasken für ältere Kinder einzupacken, denn die Mitternachtssonne kann den Kinder-Schlafrhythmus ganz schön durcheinanderbringen. Der Winter ist dann ein Kapitel für sich: Er bietet zwar magische Polarlichter und Hundeschlitten, ihr müsst aber mit sehr kurzen Tagen und klirrender Kälte rechnen.

Wenn ihr das Land gründlicher erkunden wollt, werden Auto und Fähren eure Rettung sein, denn die öffentlichen Verkehrsmittel fahren in entlegeneren Gebieten nicht gerade oft. Die Fähren über die Fjorde sind eigentlich schon eine eigene Attraktion: Die Kinder können sich an Bord die Beine vertreten, am Kiosk eine Waffel mit Braunkäse kaufen und ihr macht eine kleine Fahrpause. Lange Strecken solltet ihr immer in kürzere Etappen aufteilen und lieber zwei Nächte am selben Ort bleiben, damit ihr nicht ständig die Koffer ein- und auspacken müsst.

Beim Packen gilt für Norwegen eine alte, gute Regel: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Selbst mitten im Sommer solltet ihr für jedes Familienmitglied eine gute Regenjacke, einen warmen Pullover und ruhig auch eine dünne Mütze einpacken, denn das Wetter an den Fjorden kann sich innerhalb weniger Minuten ändern. Vergesst auch nicht eine bequeme Trage oder Kraxe für die Kleinsten, denn mit dem Kinderwagen kommt ihr in anspruchsvolleres Waldgelände oder auf steinige Pfade meist überhaupt nicht.

Wo in Norwegen mit Kindern übernachten

💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unsere Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Die beste und praktischste Wahl für Familien sind ohne Zweifel die traditionellen norwegischen Hütten, bekannt als Hytte, die ihr überall verstreut auf Campingplätzen im ganzen Land findet. Meist bieten sie eine eigene kleine Küche, Stockbetten für die Kinder und eine kleine Terrasse, sodass ihr eure eigenen Mahlzeiten aus eingekauften Zutaten kochen und so die Gesamtkosten des Urlaubs deutlich senken könnt. Die Preise für einfachere Hütten liegen bei etwa 400 bis 800 NOK (rund 35 bis 70 €) pro Nacht, während besser ausgestattete Apartments mit 1.200 bis 2.200 NOK (ungefähr 105 bis 190 €) zu Buche schlagen.

Wenn ihr Städte und klassischen Hotelservice mit Frühstück bevorzugt, sind gleich mehrere Hotelketten sehr kinderfreundlich und bieten Familienzimmer an. Ein Klassiker sind die Hotels der Ketten Scandic oder Thon, die oft Kinderecken und reichhaltige Frühstücksbuffets haben, an denen selbst das wählerischste Kind etwas findet. An der Küste und auf den Lofoten solltet ihr außerdem das Übernachten in den traditionellen roten Fischerhütten namens Rorbu ausprobieren, die auf Pfählen direkt über dem Meer stehen und eine unverwechselbar romantische Atmosphäre haben.

  • In der Hauptstadt Oslo ist das Thon Hotel Opera eine ausgezeichnete Wahl, das direkt am Bahnhof und an der berühmten Oper liegt, sodass ihr mit dem Kinderwagen keine großen Strecken zurücklegen müsst und das Frühstück hier absolut grandios ist.
  • Im Süden in Kristiansand gefällt Familien am besten das Scandic Kristiansand Bystranda, denn es liegt direkt am städtischen Sandstrand und grenzt zudem an ein großes Hallen-Erlebnisbad.
  • Für ein unvergessliches Erlebnis auf den Lofoten versucht das Eliassen Rorbuer im malerischen Dörfchen Hamnøy zu reservieren, wo ihr in authentischen Fischerhütten mit Blick auf den Fjord und die steilen Berggipfel schlaft.
  • 💡 Buchungstipp: Sucht und reserviert eure Unterkunft am besten mit großem Vorlauf über Booking, denn beliebte Familien-Campingplätze und Apartments sind in der Sommersaison sehr schnell ausgebucht.

Attraktionen und Spaß für Kinder: 8 schönste Orte

Norwegen ist voller wunderbarer Orte, die Erwachsenen atemberaubende Ausblicke und Kindern wiederum jede Menge Raum zum Spielen und Fantasieren bieten. Von modernen interaktiven Museen in der Hauptstadt bis zur rauen Natur jenseits des Polarkreises – jede Region hat etwas zu bieten. Schauen wir uns 8 konkrete Tipps und Aktivitäten an, die ihr euch für eure Familienroute unbedingt notieren solltet.

1. Oslo mit Kindern: Bygdøy und grüne Inseln

Die Hauptstadt Oslo ist unglaublich ruhig, grün und das Erkunden mit dem Kinderwagen ist hier ein Kinderspiel dank des hervorragend funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs. Eure ersten Schritte sollten zur Halbinsel Bygdøy führen, die ihr im Sommer mit einer angenehmen Bootsfahrt direkt vom Stadtzentrum aus erreicht. Genau hier befinden sich gleich mehrere weltweit einzigartige Museen, die so konzipiert sind, dass sie selbst die jüngsten Besucher nicht langweilen.

Der größte Hit ist zweifellos das riesige Polarschiff Fram, in das ihr mit den Kindern direkt einsteigen und durch den Schiffsbauch klettern könnt, damit sie sich vorstellen, wie hart das Leben der Polarforscher war. Gleich daneben findet ihr das weitläufige Freilichtmuseum Norsk Folkemuseum mit historischen Holzhäusern, wo im Sommer Animateure in historischen Kostümen umhergehen und traditionelle Handwerke oder das Brotbacken vorführen. Ein Stück weiter steht dann das berühmte Kon-Tiki-Museum mit dem Balsafloß von Thor Heyerdahl.

💡 Tipp: Wenn ihr mehrere Museen abklappern und mit Fähren zu den Inseln im Oslofjord fahren wollt, lohnt sich definitiv der Kauf eines Oslo Pass, der Eintritte und Fahrten umfasst. Neben den Museen solltet ihr die Kinder unbedingt in den berühmten Frognerpark mitnehmen, wo sie sich zwischen den faszinierenden Skulpturen von Gustav Vigeland austoben können.

2. Kristiansand und der riesige Dyreparken

Südnorwegen gilt bei den Einheimischen als eine Art norwegische Riviera und die Stadt Kristiansand ist der wichtigste Familien-Ferienort des ganzen Landes. Hier liegt nämlich Dyreparken, ein riesiger Komplex, der Zoo, Freizeitpark und Erlebnisbad zu einem einzigen großen Areal verbindet. Ihr könnt hier ruhig zwei ganze Tage verbringen und habt immer noch nicht das Gefühl, wirklich alles gesehen zu haben, was dieser weitläufige Park bietet.

Im Zoo-Teil seht ihr sowohl exotische als auch nordische Tiere, und der größte Anziehungspunkt ist das große natürliche Gehege für Wölfe und Luchse, die sich in einer wunderschönen, bewaldeten Umgebung bewegen. Für die Kinder ist aber das absolute Highlight das Piratendorf und das beliebte Kardemomme by, ein Kulissenstädtchen aus einem beliebten norwegischen Märchen, wo ihr mit einer altmodischen Straßenbahn fahren und echte Schauspieler treffen könnt.

💡 Tipp: Besorgt euch die Eintrittskarten in den Park rechtzeitig online, ruhig über Portale wie GetYourGuide oder auf der offiziellen Website, so umgeht ihr die langen Morgenwarteschlangen an den Kassen. Im Park läuft man viel, also leiht euch für kleinere Kinder ruhig direkt am Eingang einen praktischen Holzwagen aus.

3. Lillehammer und das märchenhafte Hunderfossen

Die Olympiastadt Lillehammer dreht sich nicht nur um Sport und Skisprungschanzen, sondern beherbergt auch einen der zauberhaftesten Familienparks Skandinaviens namens Hunderfossen. Dieser Freizeitpark ist ganz den traditionellen norwegischen Märchen, Trollen und der heimischen Mythologie gewidmet, sodass er eine völlig andere Atmosphäre hat als klassische laute Rummelplätze. Schon von Weitem begrüßt euch eine vierzehn Meter hohe Trollstatue, die den Eingang zum Areal bewacht.

Im Inneren des Parks findet ihr viele ruhigere Karussells, Wasserbahnen, aber auch wunderschön gestaltete Puppenausstellungen, die den Kindern Geschichten aus der norwegischen Folklore näherbringen. Ein großer Anziehungspunkt ist auch das riesige Märchenschloss und die vielen Klettergerüste, die direkt in den hohen Wald eingebettet sind. In den Wintermonaten verwandelt sich der Park dann in ein Eisreich mit einem Schneehotel und bietet Schneemobilfahrten für Kinder an.

💡 Tipp: Wenn ihr die Attraktionen im Park genossen habt, fahrt direkt ins Zentrum von Lillehammer und besucht das wunderschöne Freilichtmuseum Maihaugen, das noch größer ist als das in Oslo. Hier können die Kinder einen Blick in alte Blockhäuser werfen und verstehen, wie man vor hunderten von Jahren auf dem rauen norwegischen Land lebte.

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4. Aquarien: Atlanterhavsparken und Akvariet in Bergen

Das Wetter an der Westküste ist oft unberechenbar und es regnet hier mehr, als einem manchmal lieb ist, sodass ein gutes Innenprogramm in der Hinterhand absolute Pflicht ist. Ich empfehle euch wärmstens, eines der großen norwegischen Aquarien zu besuchen, die zu den besten Europas zählen. In der schönen Jugendstilstadt Ålesund findet ihr den Atlanterhavsparken, der direkt in die felsige Küste eingelassen ist und sich rein auf das Leben im kalten Atlantik konzentriert.

In Ålesund begeistert die Kinder das riesige Becken, in dem regelmäßig die Fische von einem Taucher von Hand gefüttert werden, sowie die Außenbecken direkt am Meer, in denen verspielte Robben und Otter herumtollen. In Bergen könnt ihr dann ins historische Akvariet aufbrechen, das zwar nicht so riesig ist, dafür aber eine tolle Ausstellung mit Pinguinen und Seelöwen bietet, die ihr regelmäßiges Unterhaltungsprogramm für die Besucher haben.

💡 Tipp: In beiden Aquarien findet ihr spezielle Streichelbecken für Kinder, in denen sie unter Aufsicht der Pfleger vorsichtig Seesterne, Krabben oder Seeigel anfassen dürfen. Das ist ein tolles Bildungserlebnis, das kleine Biologen immer zuverlässig für etliche Minuten beschäftigt.

5. Leichte Wanderungen und Bergbahnen mit Kinderwagen und Trage

Die Vorstellung, mit einem weinenden Kleinkind auf dem Rücken die steilen norwegischen Berge zu erklimmen, lockt wohl niemanden so richtig, aber zum Glück gibt es viele Wege, zu fantastischen Aussichten ganz ohne Schweiß und Tränen zu gelangen. Die Norweger lieben nämlich die Natur und haben für Familien ein Netz bequemer Bergbahnen und befestigter Wege errichtet. In Bergen ist die Fahrt mit der Standseilbahn Fløibanen absolute Pflicht, die euch in wenigen Minuten auf den Hügel Fløyen hinaufbringt, wo schöne, ebene Wege voller geschnitzter Holztrolle beginnen.

Wenn ihr euch in der Gletscherregion aufhaltet, nutzt die supermoderne Bergbahn Loen Skylift, die euch von der Höhe des Fjords direkt auf tausend Meter katapultiert, und ihr könnt oben mit den Kindern sicher über die Aussichtsplattformen schlendern. Für Fahrfreunde ist wiederum die mautpflichtige Hochgebirgsstraße Dalsnibba eine tolle Wahl, über die ihr mit dem Auto bis auf den Gipfel des Bergs fahrt und sich euch ein unglaublicher Blick auf den berühmten Geirangerfjord eröffnet.

💡 Tipp: Statt ehrgeiziger Ganztagestouren sucht lieber kurze Naturpfade rund um Seen oder Wasserfälle, die keinen großen Höhenunterschied haben. Schon ein einstündiger Spaziergang durch den Kiefernwald, abgerundet mit einem Picknick und dem Sammeln von Waldheidelbeeren, ist für Kinder ein besseres Erlebnis als ein erschöpfender Aufstieg in die Wolken.

6. Fjordfahrten und Familienkajak

Wenn ihr schon einmal in Norwegen seid, dürft ihr eine Fahrt über die Wasseroberfläche eines tiefen Fjords nicht auslassen, denn erst von hier kommt die Wucht der umliegenden Berge richtig zur Geltung. Für Familien mit kleineren Kindern sind die Fahrten ideal, denn die Schiffe sind geräumig, sicher und die Kinder können auf dem Deck herumlaufen oder sich in den warmen Innensalon mit großen Fenstern zurückziehen. Am beliebtesten ist der ikonische Geirangerfjord, wo ihr die berühmten Sieben-Schwestern-Wasserfälle seht, oder der schmalste norwegische Fjord, der Nærøyfjord.

Für aktivere und etwas ältere Kinder ist das Ausleihen eines Seekajaks oder eines einfachen Tretboots in einer der ruhigen Buchten ein riesiges Abenteuer. Wenn ihr keine Erfahrung mit Kajaks habt, empfehle ich, organisierte Familienausflüge mit einem Guide zu nutzen, der euch gute Schwimmwesten für alle leiht und euch die sichersten Routen zeigt entlang der seichten Küste.

💡 Tipp: Wusstet ihr, dass auch eine ganz gewöhnliche öffentliche Autofähre, die euch auf die andere Seite des Fjords bringt, als tolle Aussichtsfahrt dient? Das ist eine viel günstigere Variante als touristische Ausflugsschiffe, und den Kindern wird allein der Vorgang des Verladens eines riesigen Autos unglaublich gut gefallen.

7. Winter im Norden: zu Huskys und Rentieren

Wenn ihr euch entscheidet, etwas zu wagen und in den Wintermonaten in den Norden Norwegens aufzubrechen, werdet ihr mit Erlebnissen wie aus einem Weihnachtsmärchen belohnt. Die Stadt Tromsø ist ein hervorragender Ausgangspunkt für winterliche Familienaktivitäten, von denen die beliebteste zweifellos die Fahrt mit dem Hundeschlitten ist. Die Husky-Farmen lieben die Kinder über alles, denn vor der eigentlichen Fahrt können sie die Hunde nach Herzenslust streicheln und erfahren, wie die Polarforscher sich um sie kümmern.

Eine weitere unvergessliche Begegnung ist der Besuch traditioneller samischer Lager, wo ihr halbwilde Rentierherden kennenlernt. Ihr könnt das Füttern der Rentiere mit Flechten aus der Hand ausprobieren und euch anschließend in einem großen samischen Zelt namens Lavvu am offenen Feuer aufwärmen. Das Erlebnis wird oft durch das Erzählen alter Geschichten und das Probieren einer traditionellen warmen Brühe oder süßer Pfannkuchen mit Moltebeermarmelade ergänzt.

💡 Tipp: Norwegen im Winter erfordert wirklich extrem warme und hochwertige Kleidung, denn die Temperaturen können tief unter den Gefrierpunkt sinken. Die gute Nachricht ist, dass euch gute Agenturen, die Ausflüge zu Hunden und Rentieren veranstalten, spezielle arktische Overalls und Schuhe automatisch im Preis des Ausflugs leihen.

8. Norwegische Strände und Sandburgen bauen

Vielleicht hättet ihr es nicht erwartet, aber Norwegen hat einige der schönsten Strände der Welt mit so weißem Sand, dass er eher an die Karibik als an das raue Skandinavien erinnert. Besonders auf den Lofoten findet ihr atemberaubende Buchten wie den Strand Haukland oder Ramberg, die von steilen grünen Bergen gesäumt werden. Das Wasser ist hier zwar selbst mitten im Sommer eiskalt und zum Baden wirklich nur etwas für die Abgehärtetsten, aber zum Planschen bis zu den Knöcheln und zum Muschelsuchen ist es ein Paradies.

Im Süden des Landes, in der Region Jæren nahe Stavanger, befinden sich wiederum kilometerlange Sanddünen, wo ein frischer Wind weht, ideal zum Drachensteigen. Die Kinder halten es hier stundenlang aus, über den weichen Sand zu laufen und riesige Burgen zu bauen, während ihr ein gemütliches Picknick mit Blick auf die Wellen der Nordsee machen könnt.

💡 Tipp: Dank des Phänomens der Mitternachtssonne in den nördlichen Regionen könnt ihr mit den Kindern ruhig um Mitternacht Sandburgen bauen, wenn der ganze Strand in ein unglaubliches goldenes Licht getaucht wird. Das ist ein magisches Erlebnis, für das es sich definitiv lohnt, die Kinder einmal etwas länger wach bleiben zu lassen.

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Wohin von Norwegen aus weiter

Wenn ihr das Land schon durchquert habt oder gerade erst eine umfassende Reiseroute zusammenstellt und nach weiterer Inspiration für eure Nordlandreise sucht, schaut euch unbedingt unsere weiteren ausführlichen Reiseführer an. Lest zum Beispiel unseren umfangreichen Artikel Norwegen: 50 Tipps, was man sehen muss, wo ihr jede Menge weiterer Stopps quer durchs ganze Land findet.

Wenn ihr direkt in die Hauptstadt fliegt und dort die ersten paar Tage verbringt, wird euch der Reiseführer Oslo: was man sehen muss nützlich sein. Naturliebhaber wiederum begeistert garantiert unser spezieller Artikel über die Norwegischen Fjorde — Reiseführer, der euch bei der Auswahl der schönsten Buchten hilft. Und damit ihr Packen und Vorbereitungen nicht unterschätzt, studiert auch die detaillierten Informationen darüber, wie das Wetter in Norwegen ist und wann man nach Norwegen reisen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Ist Norwegen für einen Urlaub mit Kindern geeignet?

Auf jeden Fall, es heißt, dass Norwegen zu den sichersten und saubersten Ländern der Welt gehört, was es zu einem Paradies für Familien macht. Hier findet ihr clever durchdachte Attraktionen, jede Menge Natur und das Reisen wird durch eine hervorragende Infrastruktur mit Campingplätzen und ausgestatteten Hütten (Hytte) erleichtert.

Wohin genau mit Kindern in Norwegen?

Zu den größten Highlights zählen der riesige Vergnügungs- und Tierpark Dyreparken in Kristiansand, der Märchenpark Hunderfossen bei Lillehammer und die fantastischen Schiffsmuseen auf der Halbinsel Bygdøy in Oslo. An regnerischen Tagen sind für Familien die wunderschönen Aquarien in Ålesund und Bergen die Rettung.

Wann ist die beste Zeit für eine Norwegenreise mit Kindern?

Der Sommer von Juni bis August bietet die besten Bedingungen, denn dann sind alle Attraktionen geöffnet und du genießt sehr lange, helle Abende. Der Winter ist zwar zauberhaft für Begegnungen mit Rentieren und Husky-Schlittenfahrten, aber rechne mit großer Kälte und früher Dunkelheit.

Schaffen Kinder die langen Autofahrten durch Norwegen?

Ja, wenn Sie die Reise gut planen und die langen Strecken in kürzere, vernünftige Etappen aufteilen. Eine tolle Abwechslung für Kinder sind die lokalen Fähren über die Fjorde, wo sie herumlaufen, sich erfrischen und so das monotone Sitzen im Kindersitz unterbrechen können.

Was man für Kinder nicht vergessen sollte einzupacken?

Grundlegend ist das Zwiebelprinzip, also vergesst nicht hochwertige wasserdichte Jacken und Hosen auch mitten im Sommer. Für kleinere Kinder ist eine bequeme Rückentrage für die Natur ein Muss und packt auf jeden Fall eine Schlafmaske wegen der langen hellen Polarnächte ein.

Kann man in Norwegen mit Kindern überhaupt baden?

Schwimmen im Meer ist wegen des eiskalten Wassers wirklich nur etwas für sehr hartgesottene Naturen, aber die norwegischen Sandstrände auf den Lofoten oder im Süden des Landes sind wunderschön. Für Kinder reicht es völlig aus, am Ufer zu planschen und riesige Sandburgen zu bauen.

Wo übernachtet man am besten mit Kindern?

Erfahrene Reisende empfehlen, die traditionellen norwegischen Hütten namens hytte zu nutzen, die man auf vielen Campingplätzen findet und die über eine eigene Küchenzeile verfügen. In der Saison sollte man die Unterkunft unbedingt lange im Voraus reservieren, denn die besten Familienapartments sind unglaublich schnell ausgebucht.

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