Herceg Novi, Montenegro: 11 Tipps für die Stadt der Treppen und das Tor zur Bucht von Kotor

Wenn du eine Reise nach Montenegro von der kroatischen Grenze aus planst, habe ich einen absolut entscheidenden Tipp für dich. Gleich hinter der Grenze erwartet dich Herceg Novi in Montenegro, eine Stadt, an der die meisten Touristen auf dem Weg ins berühmtere Kotor oder Budva einfach vorbeirauschen. Und das ist wirklich schade, denn genau hier findest du eine der authentischsten Atmosphären an der gesamten Adriaküste.

Diese Gegend wird oft als Tor zur Bucht von Kotor bezeichnet, und sobald du hier ankommst, verstehst du sofort, warum. Die Stadt liegt an steilen Hängen direkt über dem kristallklaren Meer und begrüßt dich mit einem Meer aus subtropischem Grün. Anders als die überfüllten Badeorte ein Stück weiter südlich bewahrt sich Herceg Novi noch immer seinen beschaulichen Balkan-Charme.

Auf eines solltest du dich aber gefasst machen: die Treppen. Die Stadt trägt den Spitznamen „Stadt der 100.000 Treppen“, und glaub mir, deine Waden bekommen hier ordentlich was zu tun. Die Ausblicke, die sich dir von den oberen Terrassen über die ganze Bucht eröffnen, sind die Mühe aber allemal wert. Schauen wir uns gemeinsam an, was du hier am besten erleben kannst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
Foto: Boris Hamer / Pexels

Zusammenfassung

  • Strategische Lage: Herceg Novi ist der ideale erste Stopp auf der Fahrt vom kroatischen Dubrovnik und liegt gleich hinter der Grenze.
  • Stadt der Treppen und Festungen: Die Altstadt ist von endlosen Treppen durchzogen und wird von gleich drei beeindruckenden Festungen bewacht (Forte Mare, Kanli Kula und Španjola).
  • Strände ohne Autos: Das schönste Badevergnügen findest du an den Stränden Žanjice und Mirišta, die du bequem mit dem Bootstaxi für ein paar Euro erreichst.
  • Blaue Grotte: Der hiesige Hafen ist der beste und nächstgelegene Ausgangspunkt für Ausflüge zur berühmten Plava špilja.
  • Grüne Oase: Dank des Mikroklimas wachsen hier Palmen, Feigenbäume und Mimosen, die schon im Februar während des berühmten Festivals blühen.
  • Ruhigere Alternative: Im Vergleich zu Budva oder Kotor herrscht hier selbst in der Sommersaison eine viel entspanntere und weniger kommerzielle Atmosphäre.
  • Paradies für Spaziergänger: Entlang des Meeres erstreckt sich die sieben Kilometer lange Promenade Pet Danica, ideal für einen Morgenlauf oder abendliche Streifzüge.
Wann nach Herceg Novi reisen
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Wann nach Herceg Novi reisen

Das beste Verhältnis zwischen schönem Wetter und Menschenmengen findest du im Juni und September. Das Meer ist dann schon oder noch immer angenehm auf 22 bis 26 Grad aufgewärmt, aber du umgehst die größten Sommermassen. Alle Restaurants und Bootslinien laufen auf Hochtouren, und du kannst durch die Stadt streifen, ohne im eigenen Schweiß zu baden.

Wenn du an die Ferienzeit gebunden bist und im Juli oder August fahren musst, wappne dich mit etwas Geduld. Die Preise klettern auf ihr Maximum, und große Kreuzfahrtschiffe laufen in die Bucht ein. Trotzdem ist Herceg Novi spürbar ruhiger als das nahe gelegene Budva. Ein großer Sommer-Magnet ist außerdem das Filmfestival mit abendlichen Vorführungen direkt in der historischen Festung.

Eine echte Besonderheit dieses Reiseziels ist aber der Februar, wenn das berühmte Mimosenfest stattfindet. Während der Rest Europas friert, blüht hier schon alles in leuchtendem Gelb, und es finden Umzüge und Märkte statt. Im Herbst, etwa im Oktober, versinkt die Stadt wieder in völliger Ruhe, das Meer ist noch überraschend warm und die Übernachtungspreise sinken auf ein Minimum.

Wo in Herceg Novi übernachten
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Hotels in Herceg Novi, Montenegro

💡 Tipp für Unterkünfte und Erlebnisse: Unsere Unterkunft suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten vergleichst und buchst du am besten über GetYourGuide.

Die Auswahl an Unterkünften kann hier eine kleine Herausforderung sein, denn direkt in der historischen Altstadt gibt es nur wenige Hotels. Die meisten der besten Optionen liegen entlang der langen Uferpromenade oder in angrenzenden Ortsteilen wie Meljine oder Kumbor. Entscheidend ist vor allem, ob du absoluten Luxus oder eher ein gemütliches Boutiquehotel suchst. Die Hotels in Herceg Novi in Montenegro buchst du leicht über Booking, und ich empfehle, das rechtzeitig zu tun.

Wenn du das absolute Spitzenniveau suchst, empfehle ich das Fünf-Sterne-Hotel One&Only Portonovi im Ortsteil Kumbor. Es ist ein atemberaubendes Marmor-Resort mit eigenem Sandstrand und perfektem Wellnessbereich, ideal für einen romantischen Urlaub oder die Flitterwochen. Für Liebhaber historischer Atmosphäre ist das Lazure Hotel & Marina eine ausgezeichnete Wahl. Es residiert in einem wunderschön restaurierten Gebäude direkt an der Promenade und bietet erstklassigen Service.

Für ein mittleres Budget und einen ruhigeren Aufenthalt wähle das Boutique Hotel Blanc & Bleu, das näher am Zentrum liegt und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wenn du morgens am liebsten direkt aus dem Bett ins Meer springen möchtest, reserviere das beliebte Hotel RR, das einen eigenen Zugang zum Wasser hat. Und für alle, die etwas absolut Außergewöhnliches und Ungewöhnliches suchen, gibt es das Mamula Island by Banyan Tree, ein Luxushotel, das direkt in einer ehemaligen Inselfestung errichtet wurde.

11 Tipps, was man in Herceg Novi sehen und unternehmen kann
Foto: Ajdin Coric / Pexels

11 Tipps, was man in Herceg Novi sehen und unternehmen kann

Schauen wir uns an, was diese terrassenförmige Stadt Interessantes zu bieten hat. Pack dir wirklich bequeme Schuhe ein, denn du wirst hier viele Kilometer zu Fuß zurücklegen.

Altstadt und 100.001 Treppen
Foto: Anton Vasilev / Pexels

1. Die Altstadt und 100.001 Treppen

Die historische Altstadt ist insofern absolut einzigartig, als du hier so gut wie keine Autos findest. Alles ist über ein verwinkeltes Labyrinth aus steinernen Treppen verbunden, von denen es angeblich genau 100.001 gibt. Ob das nun stimmt oder nur Legende ist, die Treppen sind ein fester Bestandteil des Lebens hier. Darüber schrieb auch der berühmte Nobelpreisträger Ivo Andrić, der hier in den sechziger Jahren mit seiner Familie lebte.

Das Herz der Altstadt ist der Hauptplatz Nikola Đurković, über dem sich der wunderschöne Uhrturm, der Sahat Kula, erhebt. Er wurde 1667 noch unter osmanischer Herrschaft erbaut und diente als Haupteingangstor. Von dort kannst du weiter hinauf zur sogenannten Belavista wandern, einer oberen Terrasse mit einer kleinen Kirche.

Von der Belavista eröffnet sich dir der schönste Blick auf die roten Hausdächer und das blaue Wasser der Bucht von Kotor. Ich empfehle, vor allem gegen Abend hierherzukommen, wenn es nicht mehr so heiß ist und die untergehende Sonne die ganze Stadt in wunderschöne goldene Töne taucht.

Festung Forte Mare
Foto: Marcin Konsek / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

2. Die Festung Forte Mare

Direkt über der Promenade, am äußersten Rand des Meeres, steht die majestätische Seefestung Forte Mare. Ihr Bau begann bereits im 14. Jahrhundert, und nach und nach bauten Türken, Venezianer und Österreicher sie aus. Die Festung bewachte die Haupteinfahrt in die Bucht, und heute siehst du von ihrer oberen Terrasse die Schiffe, die wie auf dem Präsentierteller nach Kotor fahren.

Für den Zutritt zum Aussichtsgang zahlst du rund 4 € und solltest unbedingt Bargeld mitnehmen. Der Rundgang über die alten Mauern dauert nicht länger als eine Stunde, aber die Ausblicke auf die Bucht und die Altstadt sind von hier oben absolut unschlagbar und liefern die besten Urlaubsfotos.

Eine echte Besonderheit ist aber, dass die Festung seit 1952 als Sommerkino dient. Sie zählt zu den allerältesten Open-Air-Kinos Europas. Wenn du im Sommer während des Filmfestivals hier bist, lass dir auf keinen Fall die Abendvorführung unter dem Sternenhimmel entgehen – das ist ein magisches Erlebnis.

Kanli Kula oder der Blutturm
Foto: Boris Hamer / Pexels

3. Kanli Kula oder der Blutturm

Noch höher über der Stadt erhebt sich eine weitere Festung, die eine deutlich düsterere Geschichte hat. Sie heißt Kanli Kula, was übersetzt „Blutturm“ bedeutet, und wurde 1539 von den Osmanen erbaut. Lange Jahre diente sie als gefürchtetes Gefängnis, aus dem es kein Entkommen gab, und die Spuren dieser Zeit sind hier bis heute zu spüren.

Der Eintritt liegt zwischen 2 und 4 €, wobei du eine Ermäßigung bekommst, wenn du schon ein Ticket von Forte Mare hast. Von ihren Gängen hast du die ganze Altstadt mit ihrem Gewirr aus Gässchen buchstäblich zu Füßen liegen – das bietet eine ganz andere Perspektive als die tiefer gelegenen Festungen.

Heute herrscht hier allerdings eine viel fröhlichere Atmosphäre. In den sechziger Jahren wurde das Innere zu einem riesigen Sommer-Amphitheater für über 1.000 Zuschauer umgebaut. Während der Saison finden hier Opernaufführungen, Gitarrenfestivals und Theaterstücke statt, und die Akustik zwischen den alten Steinmauern soll absolut perfekt sein.

Festung Španjola
Foto: Alexkom000 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

4. Die Festung Španjola

Wenn du den Touristen entfliehen und etwas rauere Geschichte erleben möchtest, mach dich auf zur Festung Španjola. Du findest sie hoch oben auf dem Hügel Bajer über der Stadt, und der Weg dorthin ist ganz schön anstrengend, auch wenn man einen großen Teil mit dem Auto fahren kann. Ursprünglich von den Türken erbaut, erhielt sie ihren Namen von den Spaniern, die sie kurzzeitig besaßen.

Ein riesiger Vorteil: Der Eintritt ist hier bislang völlig kostenlos. Die Festung durchläuft derzeit nämlich die erste Phase einer Restaurierung, die voraussichtlich bis 2027 abgeschlossen sein soll. Trotz Gerüsten und etwas verfallenem Zustand ist das Areal frei zugänglich, und es herrscht die wunderbare Atmosphäre eines Ortes, den sich die Natur zurückerobert.

Von den efeubewachsenen alten Kasernen bietet sich dir wohl der schönste Ausblick der ganzen Gegend. Die Kombination aus Bucht, offener Adria und hohen Bergen im Hintergrund ist überwältigend. Du triffst hier auf absolut wenige Menschen, sodass du dich in Ruhe hinsetzen und die Stille genießen kannst.

Kloster Savina und die lokalen Weinberge
Foto: Miljan Rašević / Pexels

5. Kloster Savina und die lokalen Weinberge

Etwa eine halbe Stunde Fußweg vom belebten Zentrum entfernt verbirgt sich in einem dichten Pinienwald das Kloster Savina. Der Weg führt leicht bergauf, aber der Schatten der Bäume schützt dich vor der größten Hitze. Der Eintritt ins Areal ist kostenlos, aber vergiss die angemessene Kleidung nicht – Schultern und Knie müssen bedeckt sein, da es sich um ein aktives orthodoxes Kloster handelt.

Der gesamte Komplex besteht aus drei Kirchen. Die älteste ist die Kleine Kirche mit Freskenfragmenten aus dem 11. Jahrhundert, während die Hauptaufmerksamkeit der großen barocken Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit ihrer prächtigen Ikonostase gilt. Die dritte kleine Kirche steht ein Stück weiter oben am Hang, und auch wenn sie meist geschlossen ist, lohnt sich der Ausblick von dort.

Rund um das Kloster erstrecken sich traditionelle Weinberge mit einer Fläche von etwa zwei Hektar. Die Mönche bauen hier Reben an und stellen ihren eigenen, hervorragenden Wein der Sorte Vranac her. Ich empfehle, früh am Morgen herzukommen, wenn hier absoluter Frieden herrscht, es nach Pinienharz duftet und du nur ein paar Einheimische triffst.

Promenade Pet Danica
Foto: Gorana Gomirac (VMRS) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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6. Die Promenade Pet Danica

Wenn dich das Treppensteigen ermüdet, steig hinunter zur Promenade Pet Danica. Sie erstreckt sich über stolze 7 Kilometer entlang der Küste vom Stadtteil Meljine bis zum Kurort Igalo. Ihren Namen erhielt sie zu Ehren fünf junger Partisaninnen namens Danica, die im Zweiten Weltkrieg fielen.

Entlang der gesamten Strecke findest du kleine Cafés, Restaurants und Badestege. Du kannst hier einfach spazieren gehen, dich auf eine Bank setzen oder direkt ins Meer springen, das im Sommer angenehme 24 bis 26 Grad hat. Am schönsten ist es hier kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich die umliegenden Berge in Pastelltöne färben.

💡 Tipp für Vegetarier: Direkt an der Promenade findest du das Lokal Peters Pie & Coffee. Hier gibt es fantastische herzhafte Pite ohne Fleisch, frische Gemüsegerichte und ausgezeichneten Kaffee. Es ist einer der besten vegetarischen Stopps in der ganzen Stadt. Zum Mittagessen greifst du in den klassischen Konobas am besten zur traditionellen Käse-Zeljanica oder den frittierten Priganice, während du die Fleisch- und Fischspezialitäten den anderen überlässt.

Strände Žanjice und Mirišta
Foto: F1lter 88 / Pexels

7. Die Strände Žanjice und Mirišta

Obwohl man in Herceg Novi direkt von Betonstegen baden kann, musst du für die schönsten Strände aufs Wasser hinaus. Dein Ziel sollte die Halbinsel Luštica und ihre beiden Perlen sein: die Strände Žanjice und Mirišta. So sparst du dir die stressige Autofahrt über die schmalen lokalen Sträßchen.

Vom Stadthauptsteg Škver fahren täglich ab neun Uhr morgens kleine Bootstaxis. Die Fahrt dauert rund 15 Minuten, und das Rückfahrticket kostet dich sagenhafte 5 €. Žanjice ist ein wunderschöner Kieselstrand, gesäumt von Olivenbäumen und mediterranem Grün, mit absolut glasklarem Wasser.

Mirišta liegt gleich nebenan und ist etwas kleiner und ruhiger. Beide Orte sind mit Liegen und Restaurants ausgestattet, sodass du hier problemlos den ganzen Tag verbringen kannst. In der Saison ist es hier allerdings ziemlich voll, deshalb empfehle ich, gleich das erste Morgenboot zu nehmen, um dir den besten Platz am Wasser zu ergattern.

Blaue Grotte (Plava špilja)
Foto: Boris Hamer / Pexels

8. Die Blaue Grotte (Plava špilja)

Herceg Novi ist der allerbeste Ausgangspunkt für einen Besuch der berühmten Blauen Grotte. Sie liegt von hier nämlich viel näher als von Kotor oder Budva, sodass du nicht den halben Tag auf dem Boot verbringst. Gruppenausflüge findest du am Hafen Škver, und die Preise beginnen bei rund 30 € pro Person.

Der eigentliche Zauber der Grotte liegt im Lichteffekt. Die Sonnenstrahlen dringen durch eine Unterwasseröffnung ein und färben das Wasser im Inneren in ein unglaublich leuchtendes Blau. In der Grotte kann man sogar schwimmen oder schnorcheln, was in diesem fluoreszierenden Wasser ein grandioses Erlebnis ist.

💡 Tipp: Wenn du den intensivsten Blauton sehen möchtest, brich am besten gegen Mittag zu deinem Ausflug auf. Zu dieser Zeit fällt das meiste Sonnenlicht in die Grotte. Am schönsten ist die Grotte von Mai bis Oktober, wenn das Meer ruhig ist und der Lichteffekt zu hundert Prozent funktioniert.

Insel Mamula
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9. Die Insel Mamula

Wenn du von der Promenade aufs offene Meer blickst, fällt dir bestimmt eine kleine, runde Insel auf. Sie heißt Mamula, und auf ihr steht eine massive österreichische Festung aus dem 19. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg diente sie als italienisches Gefängnis, was bis heute bei den Einheimischen viele Emotionen und Kontroversen auslöst.

Heute sieht die Lage auf der Insel nämlich ganz anders aus. Seit 2026 ist hier das luxuriöse Fünf-Sterne-Resort Mamula Island by Banyan Tree in vollem Betrieb. Die Festung wurde zu einem exklusiven Hotel mit Pools und Spa umgebaut, wobei im Inneren auch eine Gedenkgalerie entstand, die an die schwierige Geschichte dieses Ortes erinnert.

Wichtig zu wissen: Die Insel ist für gewöhnliche Touristen nicht frei zugänglich. Du kannst nicht einfach hinfahren und über die Mauern spazieren – der Zutritt ist nur für übernachtende Gäste erlaubt, die mit einem privaten Transfer anreisen. Normale Ausflugsboote verlangsamen nur bei der Insel, damit du dieses beeindruckende kreisrunde Bauwerk aus der Nähe direkt vom Deck aus fotografieren kannst.

Mimose und das Februar-Festival
Foto: Boris Hamer / Pexels

10. Die Mimose und das Februar-Festival

Dadurch, dass die Bucht vor kalten Winden geschützt ist, hat die Stadt ein einzigartiges subtropisches Mikroklima. Direkt in den Straßen wachsen hier ganz selbstverständlich Palmen, Eukalyptusbäume oder große Feigenbäume. Das größte Symbol ist aber die wunderschön gelbe Mimose, die der Stadt ihre typische Farbe und ihren Duft verleiht.

Während wir zu Hause im Februar das Eis von den Autoscheiben kratzen, blühen hier schon die Mimosen in voller Pracht. Genau ihnen zu Ehren findet hier jedes Jahr das berühmte Mimosenfest statt. 2026 läuft bereits die 57. Ausgabe, und zwar genau vom 13. bis 28. Februar. Die Stadt erwacht mit Frühlingsmärkten, Musik und Umzügen zum Leben.

Das ist ein absolut fantastischer Grund, hier außerhalb der Saison vorbeizukommen. Die Übernachtungspreise sind lächerlich niedrig, die Straßen duften nach dem Parfüm der Blüten und du erlebst hier das echte, unverfälschte montenegrinische Fest ohne die Massen an Sommertouristen.

Igalo, Heilschlamm und Titos Villa
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11. Igalo, Heilschlamm und Titos Villa

Am äußersten westlichen Ende der Promenade, etwa sieben Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt der Kurort Igalo. Heute ist er praktisch mit der Stadt zusammengewachsen, doch hier herrscht eine viel ruhigere Atmosphäre. Du findest hier das berühmte Institut Dr. Simo Milošević, das durch seine natürlichen Heilpeloide, also den Meeresschlamm, bekannt wurde.

Das Heilbad ist in ganz Europa berühmt und feiert 2026 sogar 50 Jahre seit der Ankunft der ersten norwegischen Patienten. Wenn du Wellness magst, kannst du hier verschiedene Behandlungen buchen oder direkt im Kurkomplex übernachten, der wie eine interessante Reise zurück in die Zeit wirkt.

Eine echte Rarität ist hier die sogenannte Tito-Villa Galeb. In dieser riesigen Residenz aus den siebziger Jahren weilte der jugoslawische Präsident Josip Broz Tito höchstpersönlich. Heute ist das Gebäude mit seinen 137 Zimmern Teil des Heilbads, und gelegentlich finden hier Führungen für die Öffentlichkeit statt, die dich durch die opulenten historischen Säle leiten.

Wohin weiter von Herceg Novi
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Wohin weiter von Herceg Novi

Herceg Novi ist ein absolut genialer Ausgangspunkt für weitere Reisen. Wenn du ein Auto hast, kannst du tiefer in die Bucht hineinfahren. Damit du aber nicht die ganze Bucht umrunden musst, empfehle ich, die Fähre Kamenari–Lepetane zu nutzen. Die Überfahrt dauert nur 10 Minuten, kostet etwa 5 € pro Auto und spart dir damit fast eine Stunde Fahrt nach Kotor oder Tivat.

Ich empfehle dir auf jeden Fall, die anderen ikonischen Orte des Landes nicht auszulassen. Wenn du Inspiration suchst, schau dir unseren großen Artikel Urlaub in Montenegro: 15 Tipps für Meer und Berge an. Dort findest du Tipps zu Nationalparks und historischen Städten, und er hilft dir, die beste Route zusammenzustellen.

Häufig gestellte Fragen
Foto: Mirka / Pexels

Häufig gestellte Fragen

Kann man die Insel Mamula und die dortige Festung kostenlos besuchen?

Leider nein. Die Insel wurde kürzlich in ein privates Fünf-Sterne-Luxusresort Mamula Island by Banyan Tree umgewandelt und nur übernachtende Gäste haben Zutritt. Die meisten Touristenboote halten dort jedoch an, damit ihr euch diese fotogene Festung mit dunkler Vergangenheit zumindest vom Deck aus anschauen könnt.

Warum wird die Stadt auch Stadt der 100.000 Treppen genannt?

Das gesamte historische Zentrum ist auf einem sehr steilen Hang gebaut und Treppen sind die einzige Möglichkeit, die oberen Viertel mit der Promenade zu verbinden. Die Zahl 100.000 ist natürlich symbolisch, aber nach einem Tag voller Laufen wird es sich definitiv so anfühlen. Der Nobelpreisträger Ivo Andrić selbst beschrieb die Stadt mit den Worten: Treppen, Treppen, Treppen.

Wie komme ich von Dubrovnik in Kroatien hierher?

Es ist unglaublich einfach. Mit dem Auto vom Flughafen in Dubrovnik erreichen Sie die Grenze in etwa 40 bis 60 Minuten. Herceg Novi ist gleich die erste größere Stadt nach dem Grenzübergang. Im Juli und August solltet ihr aber auf riesige Staus an der Grenze achten, die die Fahrt verlängern können, daher ist es besser, früh am Morgen loszufahren.

Wie viel kostet der Eintritt zu den hiesigen Festungen?

Die Preise sind nach wie vor sehr günstig. Für die Aussicht vom Forte Mare zahlt ihr rund 4 € in bar, während der Eintritt zur oberen Kanli Kulu etwa 2 bis 4 € kostet (oft mit Ermäßigung, wenn ihr bereits ein Ticket von der unteren Festung habt). Die oberste Festung Španjola wird derzeit renoviert und ihr Besuch ist komplett kostenlos.

Warum sollte ich im Februar nach Herceg Novi fahren?

Während bei uns der Winter herrscht, erweckt das hiesige Mikroklima die Natur bereits zum Leben. Hier findet das berühmte Mimosenfestival statt (im Jahr 2026 vom 13. bis 28. Februar), die Stadt duftet nach blühenden gelben Bäumen, es werden Konzerte veranstaltet und die Übernachtungspreise sind auf dem Jahrestief.

Wie kommt man am besten zu den beliebten Stränden Žanjice und Mirišta?

Obwohl es auf der Halbinsel Luštica liegt und mit dem Auto erreichbar ist, sind die Straßen eng und das Parken ist schwierig. Am besten ist es, ein Wassertaxi vom Hafen Škver zu nehmen. Die Boote fahren in der Saison ab dem Morgen und ein Rückfahrticket kostet nur 5 €, außerdem ist es ein wunderschöner Ausflug über das Wasser.

Ist die Stadt gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung geeignet?

Absolut ja. Es ist ein strategischer Punkt, von dem aus man sowohl zum Flughafen von Dubrovnik als auch ins Landesinnere Montenegros nah dran ist. Dank der nahe gelegenen Fähre in Kamenari kommt man auch schnell nach Kotor. Außerdem sind hier Unterkunft und Verpflegung etwas günstiger als in den belebteren Ferienorten.

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