Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen selbst der abgebrühteste Erwachsene plötzlich das Gefühl hat, mitten in einem Märchen gelandet zu sein, das jemand tatsächlich gebaut hat. Lappland ist genau so ein Ort. Verschneite Wälder, in denen sich die Fichtenzweige unter einem Zentner Schnee biegen, ein Himmel, der sich in klaren Nächten grün entzündet, Rentiere, die wie bei uns Rehe über die Straße ziehen, und irgendwo jenseits des Polarkreises das echte Dorf des Weihnachtsmanns, in das das ganze Jahr über Kinder aus aller Welt strömen. ☺️
In diesem Guide findest du 20 Tipps, was du im finnischen Lappland sehen und erleben kannst – von der Jagd nach Polarlichtern und einer Hundeschlittenfahrt über das Santa Claus Village in Rovaniemi bis hin zur Übernachtung im Glasiglu und zu zugefrorenen Wasserfällen. Ich verrate dir, wann die beste Reisezeit ist (und wie es wirklich um die Polarlichter steht), wie du von Deutschland aus nach Lappland kommst, wo du übernachten solltest und wie viel dieses winterliche Märchen ungefähr kostet.
Eines aber gleich vorweg, ganz ehrlich: Ein Lappland-Urlaub ist nicht billig, und Polarlichter lassen sich nicht wie eine Pizza bestellen. Wenn du das Ganze mit realistischen Erwartungen und warmer Kleidung angehst, gehört es aber zu den intensivsten Erlebnissen, die du in Europa überhaupt haben kannst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Wohin: finnisches Lappland, das Herzstück ist Rovaniemi am Polarkreis (mit seinem Santa Claus Village). Weiter im Norden liegen das ruhigere Saariselkä, Inari sowie die Skigebiete Levi und Ylläs.
- Wann: für Polarlichter und Winterzauber von Ende August bis Anfang April. Den besten Kompromiss aus Licht, Preis und Polarlicht-Chance bieten Februar und März, am „weihnachtlichsten“ (und teuersten) ist es im Dezember.
- Polarlichter: nicht garantiert, es ist ein Lotteriespiel mit dem Wetter. Plane dafür mindestens 3 Nächte ein, idealerweise mehr, und rechne mit Ausflügen aus der Stadt heraus zum klaren Himmel.
- Was du nicht verpassen darfst: das Santa Claus Village und das Überqueren des Polarkreises, eine Husky-Safari, Rentierschlitten, die Polarlichtjagd, eine Nacht im Glasiglu und der Eisbrecher Sampo in Kemi.
- Wie viel: eine 4–5-tägige Pauschalreise kostet etwa 1.500–2.500 € pro Person; auf eigene Faust spart man bei der Anreise, aber die Aktivitäten sind ohnehin teuer (Husky-Safari ab ~95 €, Polarlichtjagd ~120–150 €).
- Wie anziehen: Zwiebelprinzip und gute Thermowäsche. Die gute Nachricht: Für Husky- und Schneemobiltouren bekommst du den warmen Arktis-Overall meist vor Ort geliehen.
Wann du nach Lappland reisen solltest (und wie es wirklich um die Polarlichter steht)
Lappland hat zwei völlig unterschiedliche Gesichter, und je nachdem, welches du erleben willst, richtet sich auch die beste Reisezeit. Im Winter ist es das verschneite Reich des Weihnachtsmanns, der Polarlichter, Huskys und Rentiere. Im Sommer eine grüne Wildnis mit Mitternachtssonne, die überhaupt nicht untergeht. Die meisten zieht es zu diesem Wintermärchen, also beginnen wir damit – aber wir werfen auch einen Blick auf den Sommer, denn der ist überraschend schön und deutlich günstiger.

Monat für Monat: wann die beste Zeit ist
Polarlichter kann man im finnischen Lappland etwa von Ende August bis Anfang April erspähen, also in der Zeit, in der die Nächte dunkel genug sind. Hier ein schneller Überblick, wie sich die einzelnen Monate unterscheiden:
- Dezember ist am „weihnachtlichsten“, aber auch am teuersten und dunkelsten. Rund um die Wintersonnenwende geht die Sonne in Rovaniemi praktisch gar nicht auf und du hast nur 3–4 Stunden bläuliche Dämmerung. Schnee ist noch nicht ganz sicher und das Santa Claus Village platzt aus allen Nähten.
- Januar ist am kältesten (üblich sind −10 bis −25 °C, ausnahmsweise auch unter −30 °C), aber nach der Weihnachtsspitze fallen die Preise und Schnee ist garantiert. Bestes Preis-Erlebnis-Verhältnis für echten Winter.
- Februar und März sind meiner Meinung nach der beste Kompromiss: Es wird heller, der Himmel ist klarer (und damit steigt die Polarlicht-Chance), es liegt am meisten Schnee und die Fröste sind milder. Im März beginnt zudem das beliebte „Frühlingsskifahren“.
- Sommer (Juni–Juli) bringt die Mitternachtssonne, Trekkings und Kanutouren, aber keine Polarlichter (es ist zu hell) und dafür Mücken. Der September gehört zur „Ruska“, den feurigen Herbstfarben, in denen auch die Polarlichter zurückkehren.
💡 Tipp: Wenn es dir vor allem um die Polarlichter geht und dir die Weihnachtsstimmung weniger wichtig ist, wähle eher Ende Februar oder März. Dann ist es günstiger als im Dezember, die Tage sind länger und statistisch sind die Polarlichter rund um die Tagundnachtgleiche aktiver. Visit Finland empfiehlt das übrigens auch.
Polarlichter: realistische Erwartungen, damit du nicht enttäuscht wirst
Das ist der wichtigste Absatz des ganzen Artikels, also überspring ihn bitte nicht. Polarlichter sind nicht garantiert, und niemand garantiert sie dir – auch kein Reiseveranstalter. Entscheidend ist vor allem das Wetter, konkret ob der Himmel klar ist, und die Sonnenaktivität, die niemand beeinflussen kann. Reisende, die in Rovaniemi einen ganzen Dezember verbracht haben, berichten, dass sie ein kräftiges Polarlicht vielleicht nur dreimal im Monat gesehen haben, weil es ständig bewölkt war.
Was tun? Plane für die Polarlichter so viele Nächte wie möglich ein, idealerweise fünf bis sieben. Bei drei Nächten liegt die Chance, sie mindestens einmal zu sehen, bei etwa 75 Prozent, aber auch das bleibt eine Wette. Eine geführte Polarlichttour hilft enorm, denn die Guides verfolgen die Wolkenprognose und fahren ruhig stundenlang weit aus der Stadt heraus, manchmal bis an die norwegische oder schwedische Grenze, um dich unter einen klaren Himmel zu bringen. Und es gilt eine einfache Regel: Je weiter weg von den Lichtern der Städte und je weiter nördlich, desto besser. Saariselkä, Inari und Utsjoki haben statistisch deutlich bessere Bedingungen als das Zentrum von Rovaniemi.
Wenn du tiefer einsteigen willst, wie und wo man die Polarlichter jagt, habe ich einen eigenen Artikel für dich: Island, Finnland und Norwegen: wie und wo man Polarlichter erwischt.
Was du für den arktischen Winter anziehen solltest
Frost um die −20 bis −30 °C klingt furchteinflößend, aber ich habe eine gute Nachricht für dich: Trockenen arktischen Frost erträgt man deutlich besser als den feuchten mitteleuropäischen Winter. Der Schlüssel ist das Zwiebelprinzip: hochwertige Thermowäsche (Merino oder Funktionsfasern) als Basis, Fleece oder Wolle als Isolierung und eine wasserdichte, gefütterte Jacke samt Hose obendrüber. Nimm dir ein Ersatzset Thermowäsche mit, eine warme Mütze über die Ohren, einen Halswärmer, Fäustlinge (die wärmen besser als Fingerhandschuhe) und feste Winterstiefel eine Nummer größer, damit dicke Socken hineinpassen.
Und jetzt das, was viele angenehm überrascht: Für Safaris (Husky, Rentier, Schneemobil) bekommst du meist vor Ort einen warmen Arktis-Overall, Stiefel und Handschuhe geliehen. Du musst also keine komplette Polarexpedition in den Koffer quetschen. Wichtig sind vor allem gute Thermowäsche und Schichten zum normalen Bummeln durch die Stadt und bei den Attraktionen.
Wie du von Deutschland aus nach Lappland kommst und was das Ganze kostet
Lappland ist eines der teureren europäischen Reiseziele, das wollen wir uns nicht schönreden. Man kann es aber auf zwei Wegen angehen, und jeder passt zu einem anderen Typ. Schauen wir uns an, wie du hinkommst, was es ungefähr kostet und ob sich eine Pauschalreise oder die Tour auf eigene Faust lohnt.
Anreise: Direktflug, über Helsinki oder mit dem Nachtzug
Von Deutschland aus hast du mehrere gute Möglichkeiten. Saisonale Direktflüge ab München, Frankfurt oder Düsseldorf nach Rovaniemi (z. B. mit Finnair oder Charterfluggesellschaften) sind im Winter am bequemsten – der Direktflug dauert rund vier Stunden und bringt dich direkt ins Geschehen. Die Route über Helsinki bietet die größte Flexibilität: Du fliegst mit Finnair oder Lufthansa nach Helsinki und von dort entweder innerfinnisch weiter nach Rovaniemi (der Flug dauert anderthalb Stunden) oder gönnst dir ein Erlebnis extra.
Dieses Erlebnis ist der Nachtzug Santa Claus Express. Der Doppelstock-Schlafwagen fährt abends in Helsinki ab und setzt dich morgens in Rovaniemi ab, die Fahrt dauert knapp zwölf Stunden. Ein Zweibettabteil beginnt bei etwa 49 €, und du kannst sogar dein Auto mit dem Zug transportieren lassen. Tickets gibt es auf der Website der finnischen Bahn VR. Gut zu wissen für die Flugauswahl: Neben Rovaniemi (RVN) fliegt Finnair auch nach Kittilä (für Levi und Ylläs) und nach Ivalo (für Saariselkä und Inari).
💡 Tipp: Wenn du Lappland mit dem Auto erkunden willst, statten dich die Mietwagenfirmen automatisch mit Spike-Winterreifen aus. Rechne damit, dass du den Motor vor der Fahrt vorwärmen und den Tank voll halten solltest, denn die Tankstellen liegen weit auseinander. Und achte in der Dämmerung auf Rentiere auf der Straße – sie verhalten sich unberechenbar. ☺️
Pauschalreise oder auf eigene Faust? Und mit welchem Budget
Eine Pauschalreise mit Reiseveranstalter ergibt Sinn, wenn du alles organisiert haben und einen kurzen, intensiven Aufenthalt erleben willst. Im Preis sind meist Flug, Transfers, Unterkunft, Reiseleitung und die Aktivitäten im Paket enthalten, du musst dich also um nichts kümmern. Ein typisches verlängertes Wochenende (4–5 Tage) kostet ungefähr 1.500 bis 2.500 € pro Person, je nach Termin und Programm. Am teuersten ist natürlich die Weihnachtsspitze.
Auf eigene Faust gewinnst du mehr Freiheit und Zeit und sparst oft bei Anreise und Unterkunft. Du musst dir aber die Aktivitäten selbst reservieren, und zwar vor allem weit im Voraus, denn in der Saison ist oft auf Monate ausgebucht. So oder so ist vor Ort fast alles teuer. Zur Orientierung hier die wichtigsten Aktivitäten (Preise pro Person):
- Husky-Safari: kürzere Fahrt ab ~95 €, längerer Self-Drive-Ausflug ~110–200 €.
- Geführte Polarlichtjagd: etwa 120–150 €.
- Schneemobile: rund 100–150 € für ein paar Stunden.
- Rentierfarm und Schlitten: Eintritt zur Farm ab ~15 €, die Fahrt extra.
- Nacht im Glas- oder Eisiglu: ab ~400 € aufwärts, in der Hochsaison auch das Doppelte.
Insgesamt solltest du für eine vernünftige Wintervariante zu zweit (Unterkunft in der Stadt plus zwei bis drei Aktivitäten, 4–5 Tage) etwa ab 1.800 € aufwärts einplanen, mit Glasiglu und Weihnachtsspitze ruhig das Doppelte. Sparen lässt sich, wenn du im Januar reist, eine Unterkunft mit Küchenzeile wählst und im Supermarkt (Lidl, K-Market, S-Market) statt im Restaurant einkaufst. Und vergiss nicht, was gratis ist: der Eintritt ins Santa Claus Village, das Überqueren des Polarkreises und Spaziergänge außerhalb der Stadt unter dem Sternenhimmel.
Wo du in Lappland übernachten solltest
Die Unterkunft in Lappland ist die halbe Miete des Erlebnisses und unterscheidet sich stark danach, was du von der Reise erwartest. Die einen wollen eine praktische Basis in Rovaniemi, von der aus sie auf Ausflüge starten, die anderen wollen sich einen Traum erfüllen und unter einem Glasdach mit Blick aufs Polarlicht einschlafen. Ich habe konkrete, gut bewertete Tipps quer durch alle Kategorien ausgewählt, damit jeder das Passende findet. Eine Warnung: Die besten und attraktivsten Unterkünfte sind Monate im Voraus ausgebucht, also zögere mit der Reservierung nicht.

Rovaniemi: praktische Hotels zum Entdecken
Wenn du im Zentrum sein, alles zu Fuß erreichen und von hier zu den Aktivitäten aufbrechen willst, ist Rovaniemi die ideale Basis. Eine verlässliche Mittelklasse ist das Santa’s Hotel Santa Claus, das die Gäste vor allem für sein reichhaltiges Frühstück und das hilfsbereite Personal loben – dazu gibt es eine Sauna und alles liegt nur ein paar Schritte entfernt. Ähnlich gut fährst du mit dem Original Sokos Hotel Vaakuna mit perfekter Lage und geräumigen Zimmern oder dem Arctic City Hotel mit eigenem Restaurant. Wer sparen will, wird das Hostel Café Koti im Zentrum zu schätzen wissen.
Erlebnis-Unterkünfte: unter dem Polarlicht schlafen
Das ist der Grund, warum viele überhaupt nach Lappland reisen. Glasiglus haben ein beheiztes Glasdach direkt über dem Bett, sodass du im Warmen und unter der Decke auf das Polarlicht wartest. In der Nähe von Rovaniemi liegt das großartige Arctic SnowHotel & Glass Igloos, wo du zum Iglu auch eine Besichtigung des Eishotels und der Eisbar sowie einen Außen-Whirlpool mit Aurora-Alarm bekommst. Beliebt ist auch das Arctic TreeHouse Hotel mit privaten Apartments in den Baumkronen und einer Glaswand vom Boden bis zur Decke, oder das ruhigere Apukka Resort am See.
Weiter im Norden, wo der Himmel dunkler und die Polarlicht-Chance größer ist, thront das legendäre Kakslauttanen Arctic Resort bei Saariselkä, der Erfinder des ganzen Glasiglu-Konzepts. Es ist ein Bucket-List-Name, aber bei den aktuellen Preisen (locker 800 € oder mehr pro Nacht) lies die Bewertungen, damit du weißt, worauf du dich einlässt. Top bewertet und mit Panorama ohne Lichtverschmutzung ist das Northern Lights Village Saariselkä mit Aurora-Kabinen, und auf dem Hügel über Saariselkä das Star Arctic Hotel mit traumhafter Aussicht.
💡 Tipp: Ein Glasiglu ist keine magische Abkürzung zum Polarlicht – auch von hier siehst du es nur bei klarem Himmel. Betrachte es als luxuriöses Erlebnis und romantisches Extra, nicht als Garantie, dass du das Polarlicht siehst.
Rovaniemi und das Dorf des Weihnachtsmanns: 5 Orte, die du sehen musst
Rovaniemi ist die Hauptstadt Lapplands, das Tor zum Polarkreis und für die meisten Besucher die erste Station. Hier konzentriert sich das Bekannteste: das Santa Claus Village, das Wissenschaftsmuseum Arktikum und der arktische Zoo. Schauen wir uns die fünf Orte an, die du hier nicht verpassen solltest, egal ob du mit oder ohne Kinder reist.
1. Santa Claus Village und das Überqueren des Polarkreises

Acht Kilometer nördlich von Rovaniemi liegt das Santa Claus Village, ein thematisches Areal, das direkt auf dem Polarkreis gebaut wurde – hier mit einer Linie im Boden markiert, die du feierlich überschreiten kannst. Es ist die meistbesuchte Attraktion ganz Lapplands und das größte Weihnachts-Wahrzeichen Finnlands. Und jetzt das Beste: Der Eintritt ins Areal und das Treffen mit dem Weihnachtsmann sind kostenlos.
Bezahlt wird erst für das offizielle Foto mit dem Weihnachtsmann, und zwar ziemlich (die Pakete beginnen bei etwa 40–55 €), was für viele eine unangenehme Überraschung ist. Das Areal ist ganzjährig geöffnet, aber im Dezember und rund um Weihnachten ist hier der Andrang riesig und die Warteschlangen am Rande des Wahnsinns. 💡 Tipp: Komm gleich morgens nach der Öffnung und nimm das Foto mit dem Weihnachtsmann als optionalen Luxus, nicht als Pflicht. Mehr auf der offiziellen Website des Dorfes.
2. Das Hauptpostamt des Weihnachtsmanns und Postkarten mit Polarkreis-Stempel

Direkt im Dorf befindet sich das offizielle Hauptpostamt des Weihnachtsmanns, das von der finnischen Post betrieben wird und in das jährlich zwei Millionen Postkarten aus aller Welt eintrudeln. Schick dir von hier eine Karte nach Hause mit dem speziellen Polarkreis-Stempel, den du nirgendwo sonst bekommst, und „Post-Elfen“ bedienen dich dabei. Ein niedliches und vor allem günstiges Erlebnis.
Du kannst hier auch eine Karte „vom Weihnachtsmann“ schreiben lassen, die genau zu Weihnachten ankommt, was Kinder lieben. Und selbst wenn du außerhalb der Öffnungszeiten kommst, bekommt der gelbe Briefkasten am Eingang denselben zauberhaften Stempel.
3. SantaPark, die unterirdische Höhle des Weihnachtsmanns

Nur ein Stück vom Dorf entfernt frisst sich der SantaPark in den Fels, ein unterirdisch in den Berg gehauener Weihnachts-Erlebnispark. Hier findest du eine Elfenschule, eine Lebkuchenbäckerei, eine Eisgalerie und ein Bähnchen, und das Ganze atmet Weihnachten, egal ob du im Dezember oder im März kommst. Anders als im Dorf wird hier Eintritt fällig (ab ~49 € pro Erwachsenem), dafür ist es überdachte Unterhaltung bei jedem Wetter, was du vor allem mit Kindern zu schätzen weißt, wenn draußen der Wind pfeift.
Die Wintersaison läuft üblicherweise von Ende Oktober bis Mitte Januar, also prüfe vor der Reise die aktuellen Öffnungszeiten auf der Website des SantaParks.
4. Arktikum: das Museum, in dem du verstehst, warum der Himmel leuchtet

Das ikonische, verglaste Gebäude, das auf den Fluss zuläuft, beherbergt das Arktikum, ein Museum und Wissenschaftszentrum über die Arktis. Du erfährst hier über das Leben in Lappland, über die samische Kultur und darüber, was eigentlich das Polarlicht verursacht. Es ist der beste „Bei-jedem-Wetter“-Tipp und die ideale Ergänzung zur Polarlichtjagd. Denn wenn es draußen bewölkt ist und du das Polarlicht nicht siehst, verstehst du hier wenigstens, wie dieses Wunder entsteht.
Der Eintritt kostet etwa 30 € für Erwachsene, das Familienticket ist günstiger. Ein Stück weiter findest du auch das interaktive Wissenschaftszentrum über den Wald, Pilke (super für Kinder, hier darf alles angefasst werden), und das Kulturhaus Korundi mit Galerie. Details auf der Website des Arktikum.
5. Der arktische Zoo Ranua und die Begegnung mit dem Eisbären

Eine Autostunde von Rovaniemi entfernt (etwa 80 km) liegt der nördlichste Zoo der Welt, der Ranua Wildlife Park. Er konzentriert sich auf arktische Tiere in ihrer natürlichen Winterumgebung, sodass du hier den einzigen Eisbären Finnlands triffst, dazu Wölfe, Luchse, Vielfraße, Polarfüchse, Eulen und natürlich Rentiere. Die Tiere beobachtest du von verschneiten Holzstegen aus, was an sich schon ein Erlebnis ist.
Es ist ein sicherer Treffer mit Kindern und die ideale Reserve für einen Tag, an dem du keine große Aktivität gebucht hast. Der Eintritt liegt bei etwa 24,50 € für Erwachsene, geöffnet ist ganzjährig. Aktuelle Preise findest du auf der Website des Ranua Resort.
Arktische Erlebnisse, für die du nach Lappland reist
Hier ist der Kern der ganzen Reise. Bei Lappland geht es weniger um Sehenswürdigkeiten als um Erlebnisse, die du dein Leben lang nicht vergisst: Stille, durchbrochen nur vom Schnauben des Hundegespanns, ein Rentier, das den Schlitten durch den verschneiten Wald zieht, ein grün erleuchteter Himmel. Ich habe acht Erlebnisse ausgewählt, die einfach zu Lappland gehören, von den berühmtesten bis zu ein paar weniger bekannten.
6. Die Polarlichtjagd (Aurora borealis)

Ich beginne mit dem, weswegen die meisten kommen. Das Polarlicht, auf Finnisch revontulet, ist der wichtigste Winter-Magnet Lapplands, und es live zu sehen ist etwas völlig anderes als auf Fotos. Es ist kein statischer grüner Fleck, sondern Lichtvorhänge, die sich am Himmel wellen und tanzen. Jagen kannst du es selbst außerhalb der Stadt oder auf einer geführten Tour, die dich weit weg von den Lichtern unter einen klaren Himmel bringt.
Wie ich oben geschrieben habe, ist es nicht garantiert und verlangt Geduld, aber wenn es klappt, ist es ein Erlebnis fürs ganze Leben. Viele Hotels und Iglus haben einen „Aurora-Alarm“, der dich nachts weckt, sobald der Himmel aufleuchtet. Eine geführte Tour kostet zur Orientierung 120–150 € pro Person und die Chance ist damit deutlich höher als auf eigene Faust. Tipps für konkrete Ausflüge kannst du dir vorab über GetYourGuide reservieren.
7. Husky-Safari, die Fahrt mit dem Hundeschlitten

Wenn Lappland einen unverwechselbaren Klang hat, dann das Schnauben und Bellen der Huskys kurz vor dem Start, das von völliger Stille abgelöst wird, sobald das Gespann losläuft. Der Besuch einer Husky-Farm und die Fahrt auf dem von einer Meute gezogenen Schlitten gehört zu den authentischsten arktischen Erlebnissen überhaupt. Du kannst als Beifahrer mitfahren oder dein eigenes Gespann lenken und dich unterwegs an die Hunde kuscheln, die übrigens überraschend zutraulich sind.
Eine kurze Fahrt beim Santa Claus Village kostet ein paar Euro, eine vollwertige Self-Drive-Safari je nach Länge 95 bis 200 €. 💡 Tipp: Manche Farmen bieten ein Kombi mit Rentieren an einem Tag an, was eine schöne Möglichkeit ist, zwei Erlebnisse auf einmal zu schaffen. Rechne aber damit, dass die Fahrt selbst kürzer ausfällt, als du erwarten würdest, dafür in der Kälte umso intensiver.
8. Rentierschlitten und die Begegnung mit den Samen

Wenn die Husky-Safari schnell und wild ist, dann ist die Fahrt auf dem Rentierschlitten ihr ruhiges, märchenhaftes Gegenstück. Das Rentier geht im Schritt, die Szenerie ist still, nur der Schnee knirscht und ringsum zieht sich der verschneite Wald. Der Besuch einer traditionellen Rentierfarm, oft seit Generationen von Hirtenfamilien geführt, ist zudem der authentischste Einstieg in die samische Kultur, des einzigen indigenen Volkes der Europäischen Union.
Nach der Runde bekommst du einen scherzhaften „Rentierführerschein“, der Kindern wie Erwachsenen Freude macht. Am Feuer erzählen dir die Hirten vom Leben mit den Herden und davon, was Rentiere für die Samen bedeuten. Ein Erlebnis, das dir auch in der größten Kälte das Herz wärmt. ☺️
9. Schneemobile quer durch die Wildnis

Für Adrenalin-Liebhaber gibt es hier die Schneemobil-Safari. Auf einer geführten Tour saust du durch eine verschneite Landschaft, in die du weder zu Fuß noch per Schlitten kommst, und oft wird das mit Eisangeln oder der Polarlichtjagd kombiniert. Die Varianten reichen von gemächlichen Einstundenrunden bis zu Ganztages- und Nachtfahrten.
Ein wichtiges Detail, das viele vergessen: Wer das Schneemobil selbst fahren will, muss einen physischen Führerschein der Klasse B haben und über 18 Jahre alt sein. Ohne fahren sie nur als Beifahrer im angehängten Schlitten mit. Die Preise liegen bei rund 100–150 € für ein paar Stunden.
10. Eine Nacht im Eishotel und ein Drink in der Eisbar

Auf einem Bett aus Eis und Schnee zu schlafen klingt verrückt, ist aber eines der intensivsten lappländischen Erlebnisse. Das Arctic SnowHotel bei Rovaniemi wird jeden Winter aufs Neue aus frischem Schnee gemeißelt, sieht also nie gleich aus. Hier findest du Eiszimmer, ein Eisrestaurant, eine Eiskapelle und eine Eisbar, in der dir der Drink in einem aus Eis geschnitzten Glas serviert wird.
Geschlafen wird im Thermoschlafsack auf Fellen, und überraschend ist es nicht kalt, weil Schnee hervorragend isoliert. Und selbst wenn du dir die Übernachtung nicht zutraust, kannst du nur zur Besichtigung oder auf einen Drink vorbeikommen (Eintritt rund 29 €). Es ist, als würdest du durch das Innere einer riesigen Eisskulptur spazieren.
11. Glasiglu: Polarlicht direkt aus dem Bett

Vom Glasiglu war bereits bei den Unterkünften die Rede, aber es verdient auch hier seinen Platz, denn es ist ein Erlebnis für sich. Du liegst warm unter der Decke, über dem Kopf eine beheizte Glaskuppel (der Schnee rutscht herunter, sodass der Blick frei bleibt) und wartest, ob der Himmel aufleuchtet. Wenn das Polarlicht erscheint, verfolgst du es, ohne die Nase aus dem Bett strecken zu müssen.
Es ist Romantik vom Feinsten und ein erfüllter Instagram-Traum, aber stell dich auf höhere Preise (ab ~400 € pro Nacht) ein und vor allem darauf, dass auch das Glas nicht garantiert, dass du das Polarlicht siehst. Nimm es als luxuriöses Sahnehäubchen, nicht als Garantie.
12. Der Eisbrecher Sampo und das Schneeschloss in Kemi

Das ist mein Tipp für alle, die etwas erleben wollen, das es wirklich nirgendwo sonst gibt. In der Hafenstadt Kemi im Süden Lapplands liegt der ausgemusterte Eisbrecher Sampo, der Touristen auf eine Fahrt über den zugefrorenen Bottnischen Meerbusen mitnimmt und vor ihnen das einen Meter dicke Eis bricht. Der Höhepunkt ist das Schwimmen zwischen den Eisschollen in einem speziellen, thermischen Trockenanzug, in dem du wie ein Korken im Wasser treibst und überhaupt nicht frierst. Unvergesslich.
In derselben Stadt steht jeden Winter neu errichtet das SnowCastle, die größte Schneefestung der Welt, mit Schneehotel, Eisrestaurant und Kapelle, in der sogar Hochzeiten stattfinden. Die Eisbrecher-Fahrt ist ein teureres Erlebnis (rechne mit mehreren Hundert Euro und einem ganzen Tag), aber sie ist es definitiv wert. Details auf Visit Rovaniemi.
13. Sauna, Eisbaden und weitere Winterklassiker

Finnland ist die Heimat der Sauna, und in Lappland erhebst du sie zur Kunst. Der Klassiker geht so: in der Sauna richtig aufheizen und dann in ein gehauenes Loch im zugefrorenen See springen (das sogenannte Avanto). Es klingt wahnsinnig, ist aber unglaublich erfrischend, und die Einheimischen schwören darauf. Wenn du dir das Eisbaden nicht zutraust, ist allein die Sauna mit Blick auf die verschneite Landschaft Balsam für die Seele.
Zu den gemütlicheren Winterklassikern gehören das Eisangeln (du bohrst ein Loch und wartest bei der Thermoskanne mit Heißgetränk), die Schneeschuhwanderung durch den stillen Wald oder eine Tour mit dem Fatbike auf festgefahrenen Strecken. Perfekt für einen Tag, an dem du entschleunigen und einfach die arktische Stille aufsaugen willst.
Lappländische Natur und der samische Norden: 6 Orte weiter weg von Rovaniemi
Rovaniemi ist ein super Start, aber der wahre Zauber Lapplands erstreckt sich weit dahinter. Wenn du mehr Tage Zeit hast (idealerweise eine Woche) und Lust, das ruhigere, wildere und authentischere Lappland kennenzulernen, fahr in die Nationalparks und in den samischen Norden. Hier sind sechs Orte, für die es sich lohnt, weiterzufahren.
14. Ski und Langlauf: Levi, Ylläs, Pyhä und Saariselkä

Lappland ist ein nordisches Skiparadies, und die Skigebiete haben hier eine lange, verlässliche Saison (etwa November bis April, mancherorts auch länger). Levi ist das lebhafteste, voller Après-Ski, Snowparks und Kinderareale. Ylläs hat das größte Pistenangebot und die längsten Abfahrten des Landes, ist aber ruhiger. Pyhä-Luosto und Saariselkä sind familiärer, wobei Saariselkä dank seiner Lage weit im Norden die besten Polarlicht-Bedingungen hat.
Auch wenn du nicht Ski fährst, lohnt sich die Fahrt hierher wegen des Langlaufs, denn es gibt hier Hunderte Kilometer gespurter Loipen, und durch die verschneite Fjell-Landschaft zu gleiten ist ein Erlebnis für sich.
15. Riisitunturi und die gespenstisch schönen verschneiten Bäume

Der Nationalpark Riisitunturi bei Posio ist eine der meistfotografierten Winterlandschaften ganz Finnlands, und wenn du die Fotos siehst, verstehst du sofort, warum. Die Fichten hüllt hier eine so schwere Schneeschicht ein (lokal „Tykky“ genannt), dass sie sich in geisterhafte weiße Skulpturen verwandeln, die an versteinerte Riesen erinnern. Ein solcher Baum trägt bis zu drei oder vier Tonnen Schnee.
Am schönsten sind diese „Schneeskulpturen“ von Januar bis März. Der Eintritt in den Park ist kostenlos, und eine Schneeschuhwanderung zwischen ihnen ist absolut märchenhaft und erstaunlich ruhig, fernab der Menschenmassen. Mehr auf der offiziellen Website der finnischen Nationalparks.
16. Pyhä-Luosto und die Amethystmine, in der du deinen eigenen Edelstein gräbst

Der Nationalpark Pyhä-Luosto schützt einige der ältesten Felsen Finnlands, rund zwei Milliarden Jahre alt, und birgt auf dem Gipfel Lampivaara eine Rarität: die einzige aktive Amethystmine Europas, die zudem öffentlich zugänglich ist. Du fährst hinauf, hörst die Geschichte der Lagerstätte und gräbst dir dann mit den eigenen Händen deinen Amethyst, den du behalten darfst, sofern er in deine Handfläche passt.
Es ist ein verspieltes Erlebnis für die ganze Familie, eingebettet in eine wunderschöne Fjell-Landschaft, und im Winter fährt man mit dem Schneebähnchen oder auf Schneeschuhen hinauf. Reservierung und Öffnungszeiten findest du auf der Website der Mine.
17. Korouoma: zugefrorene Wasserfälle wie von einem anderen Planeten

Etwa 110 km von Rovaniemi entfernt schneidet sich die Schlucht Korouoma ein, eine 30 Kilometer lange und stellenweise über hundert Meter tiefe Klamm mit den markantesten zugefrorenen Wasserfällen Finnlands. Im Winter verwandeln sich die Wasserläufe in blau-weiße Eiswände von bis zu 60 Metern Höhe, die Wanderer wie auch Eiskletterer mit Eispickeln anlocken.
Die meisten machen sich auf einen Tagesausflug von Rovaniemi aus auf, zu dem oft ein Trek zwischen den Eisfällen und Stockbrot am Feuer gehören. Am schönsten sind die Eisfälle von Dezember bis März. Es ist eines dieser Erlebnisse, nach denen du das Gefühl hast, auf einem völlig anderen Planeten gewesen zu sein.
18. Inari, der See und das Museum Siida: das Herz der samischen Kultur

Weit im Norden, etwa 330 km von Rovaniemi entfernt, liegt Inari, das Herz der samischen Kultur in Finnland. Erwarte hier keinen Fabriktourismus, das ist echtes, gelebtes Lappland. Hier findest du das großartige Museum Siida, das samische Geschichte mit der Natur des nördlichen Lapplands verbindet, und den Inari-See, den drittgrößten Finnlands, übersät mit mehr als dreitausend Inseln, darunter die heilige Insel Ukonkivi.
Der Weg hierher ist lang, aber die Belohnung ist der authentischste Einblick in das Leben des einzigen indigenen Volkes der EU und obendrein Top-Bedingungen für Polarlichter, denn dunkleren und nördlicheren Himmel gibt es schlicht nicht. Mehr über das Museum auf der Website von Siida.
19. Tankavaara und das Goldwaschen

Zwischen Saariselkä und Inari liegt das Golddorf Tankavaara, wo sich die Geschichte des lappländischen Goldrauschs mit einer ordentlichen Portion Spaß verbindet. Hier gibt es das Goldmuseum, das den Goldabbau auf der ganzen Welt nachzeichnet, und vor allem kannst du dich hier selbst im Goldwaschen versuchen, mit der Pfanne unter Anleitung eines Instruktors. Und was du findest, das behältst du.
Die Ausrüstung inklusive Gummistiefel bekommst du vor Ort geliehen, und es ist ein idealer Halt für Familien auf dem Weg nach Norden. Im Sommer wird draußen im Bach gewaschen, im Winter drinnen. Ein kleines Abenteuer, bei dem du die Zeit vergisst.
Lappland im Sommer: Mitternachtssonne und die Farben der „Ruska“
Falls du denkst, Lappland sei nur Schnee, habe ich eine Überraschung für dich. Im Sommer verwandelt es sich in eine völlig andere, grüne und überraschend bunte Landschaft, und obendrein ist es dann deutlich günstiger und ohne Menschenmassen.
20. Mitternachtssonne, Trekkings und die herbstliche „Ruska“

Im Sommer erlebst du hier die Mitternachtssonne, wenn etwa von Anfang Juni bis Anfang Juli die Sonne überhaupt nicht untergeht und die Nacht nie ganz dunkel wird. Du kannst also problemlos um Mitternacht bei vollem Tageslicht auf einen Trek oder eine Kanutour aufbrechen, was ein surreales Erlebnis ist. Achte nur auf die Mücken, die genau im Juni und Juli ihren Höhepunkt haben.
Mein Favorit ist aber der September und die „Ruska“, also das kurze Zeitfenster, in dem sich Wälder und Tundren feurig orange und rot färben und am dunkler werdenden Himmel die ersten Polarlichter zurückkehren. Keine Mücken, milde Temperaturen, fantastische Trekkings in Nationalparks wie Urho Kekkonen oder Pallas-Yllästunturi, wo die Wanderer laut Wissenschaftlern die sauberste Luft der Welt atmen. Ein anderes Lappland, aber genauso zauberhaft.
Was man in Lappland isst (auch als Vegetarier)
Die lappländische Küche ist bodenständig und wärmend, gebaut auf dem, was die raue Natur hier hergibt. Eine lokale Spezialität ist poronkäristys, also geschmortes Rentierfleisch mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren, dazu der allgegenwärtige Lachs oder geräucherte Renke. Das erwähne ich vor allem, damit du weißt, worauf du hier triffst. Lukáš und ich sind Vegetarier, falls es dir also ähnlich geht, habe ich eine gute Nachricht: Auch Vegetarier genießen hier jede Menge Leckereien.
Von den vegetarischen Klassikern probiere die karelischen Piroggen (karjalanpiirakka), eine dünne Roggenkruste, gefüllt mit Reisbrei und serviert mit Eierbutter, oder leipäjuusto, einen milden „Quietschkäse“, der warm mit Moltebeer-Marmelade serviert wird. Zum Kaffee gönn dir die Zimtschnecken korvapuusti, und im Winter wärm dich mit dem Glühwein glögi. In Rovaniemi haben das Bistro Roka Street Bistro und das Café WOODSS tolle vegetarische und vegane Optionen, während Gustav Kitchen & Bar moderne finnische Küche mit lokalen Zutaten bietet.
Wohin als Nächstes: Tipps für weitere Nordlandreisen
Wenn dich Lappland verzaubert hat, habe ich noch ein paar weitere Tipps für den Norden, die hervorragend dazu passen. Hier sind Artikel, in die du dich vertiefen kannst:
- Island, Finnland und Norwegen: wie und wo man Polarlichter erwischt (kompletter Guide zur Aurora-Jagd quer durch den Norden)
- Tromsø: Tipps, was man im Tor zur Arktis sehen und tun kann (die norwegische Alternative für Polarlichter)
- Die Lofoten im Winter: Polarlichter, Schnee und wo man sie sieht (die dramatischen norwegischen Inseln)
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Autovermietungen in Finnland vergleichen →Häufig gestellte Fragen zu Lappland
Wann ist die beste Zeit, um nach Lappland zu reisen und Polarlichter zu sehen?
Polarlichter kann man in Finnisch-Lappland etwa von Ende August bis Anfang April sehen. Der beste Kompromiss aus Licht, Preis und Chance auf Nordlichter sind Februar und März, wenn der Himmel klarer und die Tage länger sind. Dezember ist zwar am weihnachtlichsten, aber auch am dunkelsten, am teuersten und oft bewölkt.
Ist das Polarlicht in Lappland garantiert?
Es gibt keine. Polarlichter hängen hauptsächlich vom Wetter (klarem Himmel) und der Sonnenaktivität ab, sodass niemand sie garantieren kann, auch kein Reisebüro. Plant dafür mindestens 3 Nächte ein, idealerweise 5 bis 7, und nutzt geführte Ausflüge, die weit außerhalb der Stadt dorthin fahren, wo der Himmel klar ist. Je weiter nördlich und je weiter weg von den Lichtern der Städte, desto besser sind die Chancen.
Wie viel kostet ein Urlaub in Lappland?
Lappland gehört zu den teureren Reisezielen. Eine Pauschalreise mit dem Reiseveranstalter für 4 bis 5 Tage kostet etwa 1.500 bis 2.500 EUR pro Person. Auf eigene Faust spart ihr bei Transport und Unterkunft, aber die Aktivitäten sind so oder so teuer: Husky-Safari ab ~95 EUR, Nordlichterjagd um die 120 bis 160 EUR, eine Nacht im Glasiglu ab ~400 EUR.
Wie komme ich von Tschechien nach Lappland?
Z Tschechien gibt es keine regelmäßige Direktverbindung. Am bequemsten ist der Winter-Charter Prag–Rovaniemi über ein Reisebüro. Die zweite Möglichkeit ist ein Flug über Helsinki und von dort ein Inlandsflug nach Rovaniemi (1,5 h) oder der Nachtzug Santa Claus Express (knapp 12 Stunden, Abteil ab ~49 €). Ein Visum ist nicht nötig, es wird mit Euro bezahlt und Roaming funktioniert wie zu Hause.
Ist Lappland für Kinder geeignet?
Ja, es ist eines der besten Familien-Winterreiseziele. Der Eintritt ins Santa Claus Village und das Treffen mit dem Weihnachtsmann sind kostenlos, Kinder lieben die Huskys, Rentiere, den arktischen Zoo Ranua und den überdachten SantaPark. Die trockene Kälte vertragen Kinder gut, zieht sie nur warm im Zwiebelprinzip an und rechnet mit kurzen Tagen.
Wie zieht man sich für den arktischen Winter in Lappland an?
Entscheidend ist das Zwiebelprinzip: hochwertige Thermounterwäsche, Fleece oder Wolle und eine wasserdichte, gefütterte Außenschicht. Vergesst nicht eine warme Mütze, die die Ohren bedeckt, Fäustlinge und feste Winterstiefel mit dicken Socken. Für Safaris (Husky, Rentiere, Schneemobile) werden euch warme Arktik-Overalls und Stiefel meist direkt vor Ort geliehen.
Lohnt sich eine Pauschalreise mit einem Reiseveranstalter oder lieber auf eigene Faust reisen?
Liegt ganz bei dir. Eine Pauschalreise ist ideal für einen kurzen, intensiven Aufenthalt, wenn du alles organisiert haben möchtest (Flug, Transfers, Unterkunft, Aktivitäten, deutschsprachige Reiseleitung). Auf eigene Faust gewinnst du mehr Freiheit und Zeit und sparst oft bei der Anreise, musst aber die Aktivitäten selbst und weit im Voraus buchen, da in der Saison oft alles ausgebucht ist.
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
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Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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