Kennst du das Gefühl, wenn du nach dem perfekten Sommerziel suchst und dich einfach nicht zwischen reicher Geschichte, unberührter Natur und traumhaftem Badevergnügen entscheiden kannst? Die Insel Rab in Kroatien, gelegen in der Kvarner-Bucht, bietet dir von allem ein bisschen – und legt noch eine riesige Besonderheit obendrauf: den allgegenwärtigen, feinen Sand. Im sonst eher kieseligen Kroatien ist das eine echte Seltenheit und macht diesen Ort zu einem wahren Paradies.
Kommen zu den Sandbuchten noch dichte Pinien- und Eichenwälder hinzu, verstehst du schnell, warum Rab oft als die smaragdgrüne oder einfach die grüne Insel bezeichnet wird. Du darfst dich auf über 2600 Sonnenstunden im Jahr freuen, was schönes Wetter für deinen Urlaub nahezu garantiert. Die nordöstliche Seite der Insel ist aufgrund des starken Bora-Windes zwar recht kahl, doch sobald du dich in den Südwesten begibst, umgibt dich eine üppige mediterrane Vegetation.
In diesem Reiseführer schauen wir uns gemeinsam die schönsten Orte und praktischen Tipps an, die dir die Reiseplanung erleichtern. Wir zeigen dir, wo du die besten Strände für Familien mit Kindern findest und welche versteckten Buchten auf Ruhesuchende warten. Halt schon mal deinen Notizblock bereit, denn die Insel Rab hat einiges zu bieten – und eine einzige Woche reicht zum Erkunden vielleicht nicht einmal aus.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Sandparadies: Rab ist einzigartig durch seine Vielzahl an Sandstränden, allen voran der berühmte Paradiesstrand in Lopar mit einer Länge von über 1,5 Kilometern.
- Historische Stadt: Die Hauptstadt Rab erkennst du schon aus der Ferne an ihrer ikonischen Silhouette mit den vier alten Glockentürmen.
- Grüne Insel: Hier findest du weitläufige geschützte Wälder wie den Waldpark Komrčar oder Kalifront, die wohltuenden Schatten spenden.
- Anreise per Fähre: Am schnellsten erreichst du die Insel mit der Fähre vom Festlandhafen Stinica, alternativ über die längere Route von der Insel Krk.
- Lokale Gastronomie: Unbedingt probieren solltest du die traditionelle Rab-Torte, ein köstliches Dessert aus Mandeln und Maraschino-Likör.
- Aktivurlaub: Die Insel wird von über 100 Kilometern markierter Rad- und Wanderwege durchzogen – in jedem Schwierigkeitsgrad.
- Wiege des Naturismus: Rab hat eine riesige FKK-Tradition, die hier in den 1930er Jahren ein britischer König berühmt machte.

Wann auf die Insel Rab reisen – das Wetter auf Rab in Kroatien
Wenn du unbeschwertes Baden und ein angenehm warmes Meer genießen möchtest, ist die beste Reisezeit von Juni bis September. Die Insel rühmt sich mit über 2600 Sonnenstunden pro Jahr, sodass du dir herrliches Wetter fast schon sicher sein kannst. Während der Hauptferienmonate Juli und August liegen die Lufttemperaturen üblicherweise bei 28 bis 30 Grad Celsius und das Meer hat angenehme 25 Grad. Du musst allerdings damit rechnen, dass im August die größten Touristenmengen auf die Insel strömen und die Unterkunftspreise ihren Höhepunkt erreichen.
Für einen deutlich ruhigeren Urlaub empfehle ich dir, Ende Mai und Anfang Juni oder im September bis Anfang Oktober zu reisen. In dieser Zeit ist das Meer noch warm genug zum Baden, die Sonne hat ordentlich Kraft, aber die Strände und historischen Gassen sind angenehm leer. So kannst du die authentische Atmosphäre ohne Warteschlangen in den Restaurants genießen und sparst nebenbei eine Menge Geld bei der Unterkunft. In diesen Monaten lassen sich auch die lokalen Radwege und Wanderrouten viel angenehmer erkunden.
Außerhalb der Hauptsaison, vor allem von November bis April, ist die Insel sehr ruhig und die meisten Dienstleistungen, Restaurants und Hotels schließen ihre Türen. Der November ist statistisch gesehen zudem der regenreichste Monat des Jahres, weshalb ich für einen winterlichen Wärme-Ausflug eher exotischere Ziele wählen würde. Das ganze Jahr über solltest du außerdem bedenken, dass die nordöstliche Inselseite dem starken und kalten Bora-Wind ausgesetzt ist, weshalb dieser Teil recht kahl wirkt. Wenn du allerdings völlige Einsamkeit für lange Spaziergänge entlang der geschützten Südwestküste suchst, werden dich die Frühlingsmonate mit ihrer erwachenden Natur garantiert begeistern.

Wo auf der Insel Rab übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Eintrittskarten, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich anschließend über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Die Wahl des richtigen Standorts für die Unterkunft hängt vor allem davon ab, welchen Urlaubstyp du bevorzugst und mit wem du reist. Die historische Stadt Rab und ihre nähere Umgebung ist absolut ideal für alle, die hervorragende Restaurants, Cafés und romantische Abendspaziergänge durch die gepflasterten Gassen direkt vor der Tür haben wollen. Eine tolle Wahl ist hier zum Beispiel das gehobenere Hotel Imperial Valamar Collection Hotel, das direkt am Stadtpark Komrčar liegt und anspruchsvolleren Reisenden ein perfektes Ambiente bietet.
Wenn du mit kleinen Kindern reist und dein Hauptziel die Sandstrände und das flache Meer sind, solltest du auf jeden Fall eine Unterkunft im Ferienort Lopar an der Nordspitze der Insel suchen. Hier befindet sich der berühmte Paradiesstrand und eine riesige Auswahl an Familienattraktionen. Sehr beliebt ist in dieser Gegend das San Marino Resort, das aus mehreren kleineren Hotels besteht und buchstäblich nur ein paar Schritte vom feinsten Sand entfernt liegt. Es ist ein riesiger, bestens ausgestatteter Komplex, in dem du alles findest – von Geschäften bis hin zu vielfältigen Sportanlagen.
Für Liebhaber absoluter Ruhe, wilder Natur und des Schattens hoher Bäume empfehle ich die Gegend Suha Punta oder das Dörfchen Kampor, wo dich dichte Pinienwälder und kleinere Kieselbuchten umgeben. Ein goldener Kompromiss kann auch die Gegend Banjol oder Barbat sein, wo es unzählige kleinere Familienappartements gibt, eingebettet zwischen fruchtbaren Gärten und Weinbergen. Von diesen Orten aus ist es zudem nur ein kurzer Spaziergang entlang des Meeres in die Hauptstadt. Buche deine Unterkunft immer rechtzeitig im Voraus über das beliebte Booking.com, denn in der Sommersaison sind die besten und günstigsten Kapazitäten unglaublich schnell vergriffen.

11 Tipps, was man auf der Insel Rab sehen und erleben sollte
Lass uns gemeinsam einen Blick auf die konkreten Orte und Erlebnisse werfen, die du dir während deines Urlaubs auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Die Insel bietet eine faszinierende Kombination aus mittelalterlicher Architektur und wilder Natur, sodass hier sowohl Geschichtsliebhaber als auch eingefleischte Strandfaulpelze auf ihre Kosten kommen.

1. Die historische Stadt Rab und ihre ikonischen Glockentürme
Die Hauptstadt der Insel ist ein echtes architektonisches Juwel, das sich auf einer schmalen Halbinsel erstreckt und aus der Ferne an ein riesiges Segelschiff mit vier Masten erinnert. Diese Masten sind vier alte Glockentürme, die die unverwechselbare Silhouette der Stadt prägen und ihr einen romantisch-mittelalterlichen Charakter verleihen. Konkret handelt es sich um die Glockentürme der Kathedrale der Heiligen Maria der Großen, der Kirche des Heiligen Johannes des Evangelisten, der Kirche des Heiligen Andreas und der Kirche der Heiligen Justina. Beim Spaziergang entlang der Küste stößt du auf Überreste mächtiger Stadtmauern aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die die Stadt zuverlässig vor Angriffen vom Meer schützten.
Begib dich unbedingt in das Gewirr der schmalen, gepflasterten Gassen, die die historischen Namen Donja, Srednja und Gornja ulica tragen – also die Untere, Mittlere und Obere Straße. Entlang dieser Gassen erheben sich wunderschön erhaltene steinerne Fürstenpaläste, kleine Klöster und gemütliche Plätzchen voller Cafés. Vergiss nicht, durch das historische Meerestor zu gehen, das früher als gut bewachter Haupteingang in die Stadt vom alten Hafen aus diente.
Das Zentrum selbst ist recht klein, sodass du es bequem an einem einzigen Nachmittag zu Fuß erkundest. Ich empfehle dir aber, dich darin ohne Karte zu verlieren und einfach die lokale Atmosphäre aufzusaugen. Wenn am Abend die Sonne untergeht und die historischen Straßenlaternen leuchten, bekommt die Stadt einen unglaublich romantischen Hauch. Dieses magische Schauspiel genießt du am besten mit einem Glas guten lokalen Weins oder einem traditionellen Kräuterlikör in einer der örtlichen Tavernen.

2. Die Kathedrale Mariä Himmelfahrt und der Aufstieg in die Wolken
Ganz am Ende der schmalen Halbinsel, direkt über den steilen, ins Meer abfallenden Klippen, steht die wunderschöne romanische Kathedrale Mariä Himmelfahrt, die bei den Einheimischen eher als Kirche der Heiligen Maria der Großen bekannt ist. Überlieferten historischen Quellen zufolge weihte sie im Jahr 1177 Papst Alexander III. höchstpersönlich ein, der während seiner langen Schiffsreise auf der Insel Halt machte. Ihr Inneres wirkt auf den ersten Blick zwar recht schlicht, doch die feinen Details an den Steinsäulen und am Hauptaltar sind absolute Meisterwerke der mittelalterlichen Steinmetze der Insel.
Direkt neben der Kathedrale erhebt sich majestätisch ihr größter Stolz in Form des achteckigen romanischen Glockenturms, des sogenannten Campanile. Mit seiner stattlichen Höhe von 26 Metern dominiert er die gesamte Umgebung und bildet den höchsten Punkt des Stadtpanoramas. Erbaut wurde er bereits im 12. Jahrhundert in Form einer perfekten achteckigen Pyramide und gehört zu Recht zu den schönsten Bauwerken seiner Art an der gesamten Adriaküste. Wenn du nicht unter Höhenangst leidest, empfehle ich dir unbedingt, die steile Holztreppe bis ganz nach oben zu erklimmen.
Die Aussicht vom Campanile ist absolut atemberaubend und belohnt dich reichlich für jede einzelne erklommene Stufe. Du siehst die leuchtend roten Dächer der historischen Bürgerhäuser, das endlose Blau der Adria und bei guter Sicht reicht der Blick sogar bis aufs Festland. Eintrittspreise und Öffnungszeiten können sich während der Sommersaison häufig ändern, daher ist es immer am besten, die aktuellen Informationen direkt vor Ort im Touristeninformationszentrum oder am Eingang des Turms zu überprüfen.

3. Der Paradiesstrand in Lopar – wie geschaffen für Familien
Wenn es einen ganz bestimmten Ort gibt, wegen dem Familien mit kleinen Kindern aus ganz Europa nach Rab strömen, dann ist es zweifellos der berühmte Paradiesstrand, auf Kroatisch Rajska plaža genannt. Er befindet sich im Norden der Insel beim beliebten Ferienort Lopar und beeindruckt mit einer unglaublichen Länge von über 1,5 Kilometern, was ihn zuverlässig zum längsten Sandstrand in ganz Kroatien macht. Er erhielt sogar die prestigeträchtige Blaue Flagge für die außergewöhnliche Wasserqualität, und der Sender CNN reihte ihn vor Jahren unter die 100 besten Strände der Welt ein.
Der größte Vorteil des Paradiesstrandes ist sein extrem feiner Sand und das sehr flache Meer, das nur unglaublich allmählich abfällt. Selbst Dutzende Meter vom Ufer entfernt reicht dir das Wasser höchstens bis zu den Knien, sodass du dir keine Sorgen um die Sicherheit deiner kleinsten Mitreisenden machen musst, die hier völlig sorglos Sandburgen bauen können. Dank der geringen Tiefe erwärmt sich das Wasser zudem sehr schnell, sodass es von der Temperatur her eher an eine angenehm warme Badewanne erinnert.
Die Infrastruktur dieses berühmten Strandes ist absolut perfekt und du findest hier wirklich alles, woran du an einem Sommertag denken könntest. Von kleineren Imbissständen über saubere Duschen und Toiletten bis hin zur Möglichkeit, bequeme Liegen mit Sonnenschirmen zu mieten. Für aktivere Naturen gibt es direkt auf dem Wasser einen großen schwimmenden Aquapark, am Ufer ein Beachvolleyballfeld, oder du probierst das adrenalingeladene Parasailing und Tretboote mit kleiner Rutsche aus.

4. Versteckte Sandstrände und die Tradition des Naturismus
Obwohl der lange Paradiesstrand konkurrenzlos der bekannteste ist, verbirgt der Ferienort Lopar selbst weitere etwa 22 kleinere Sandbuchten, die deutlich mehr Privatsphäre und ersehnte Ruhe bieten. Wenn du die allergrößten Touristenmengen meiden möchtest, mach dich auf zu den herrlichen Stränden Livačina, Stolac oder Mel, die einen sehr ähnlichen sandigen Charakter haben, aber eine deutlich intimere Atmosphäre. Viele dieser kleineren Strände sind nur zu Fuß durch die duftenden Pinienwälder erreichbar, was sie zu perfekten versteckten Rückzugsorten für alle romantischen Seelen macht.
Die Insel Rab ist weltweit auch sehr gut bekannt als eine der Hauptwiegen des Naturismus an der gesamten Adria. Diese Tradition reicht hier bis in den August 1936 zurück, als in der abgelegenen Bucht Kandarola angeblich der britische König Eduard VIII. mit seiner umstrittenen Partnerin Wallis Simpson völlig nackt badete. Heute ist der absolut bekannteste FKK-Strand der wunderschöne Sahara, zu dem du zu Fuß über einen bewaldeten Hügel gelangen musst – die wohlverdiente Belohnung ist jedoch absolute Ruhe und kristallklares Wasser.
Wenn dich freies FKK-Baden reizt, kannst du außer dem berühmten Sahara und dem historischen Kandarola auch zum beliebten Strand Ciganka aufbrechen, der feinen Sand wunderbar mit interessanten Felsformationen kombiniert. Das Respektieren der Regeln der Naturiststrände ist hier eine absolute Selbstverständlichkeit und die örtlichen Behörden kennzeichnen diese ausgewiesenen Zonen sehr sorgfältig, sodass du keine Angst haben musst, versehentlich in normaler Badekleidung darauf zu stoßen.

5. Erfrischender Schatten im Waldpark Komrčar
Direkt hinter den alten Stadtmauern der Hauptstadt erstreckt sich der wunderschöne, bewaldete Park Komrčar, der in den Sommermonaten eine absolut perfekte Flucht vor der brennenden Sonnenhitze darstellt. Dieser weitläufige Park von etwa acht Hektar Größe entstand auf der Insel nicht zufällig, sondern wurde Ende des 19. Jahrhunderts sehr sorgfältig und künstlich angepflanzt. Damals beschloss der begeisterte örtliche Förster Pravdoje Belia, die ursprünglich kahlen Weiden in eine üppige grüne Oase zu verwandeln. Heute ist es einer der allerbeliebtesten Orte für lange und ruhige Spaziergänge.
Beim Schlendern über die schön angelegten, schattigen Schotterwege bewunderst du staunend riesige Pinien, jahrhundertealte Eichen, hohe Zypressen und stachelige Agaven, die sich hier ganz natürlich mit mediterranen Palmen und Kakteen mischen. Die Luft ist hier unglaublich rein und intensiv vom beruhigenden Duft der Nadeln und der verdunstenden Meeressalze durchdrungen. Durch den Park führen gleich mehrere verschlungene Wege, an denen du Dutzende gepflegte Bänke findest, die zur angenehmen Rast mit einem guten Buch in der Hand einladen.
💡 Tipp: Vom höchsten oberen Teil des weitläufigen Parks öffnen sich wunderschöne Panoramablicke auf die Altstadt, und wenn du dich auf den Wegen abwärts begibst, gelangst du direkt an die gepflegte Küstenpromenade mit kleineren Stränden. Es ist ein absolut idealer Ort für einen Morgenlauf oder einen romantischen Spaziergang am späten Nachmittag, wenn die hohen Bäume lange Schatten werfen und die ganze Umgebung einen magischen goldenen Hauch der untergehenden Sonne annimmt.

6. Süßer Abschluss in Form der Rab-Torte
Während eines Inselbesuchs wäre es geradezu eine Sünde, das lokale kulinarische Wunder nicht zu probieren – die traditionelle und weltberühmte Rab-Torte. Erwarte aber keine klassische weiche Torte mit luftiger Creme, es handelt sich eher um ein außergewöhnlich köstliches und knuspriges Gebäck, das zur Form einer Schnecke oder Spirale gerollt wird und dessen reiche Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Einer alten Legende zufolge backten nämlich die geschickten Benediktinerinnen der Insel dieses einzigartige Dessert genau für Papst Alexander III. im Jahr 1177, und sein ursprüngliches Rezept war über lange Jahrhunderte ein streng gehütetes Inselgeheimnis.
Die Grundlage dieser luxuriösen Delikatesse sind hochwertige geschälte Mandeln, frische Eier, Zucker und vor allem starker Maraschino-Likör, ergänzt durch geriebene Zitrusschale. Der resultierende Geschmack erinnert ziemlich stark an hochwertiges Marzipan, an der Oberfläche ist die Torte reichlich mit Puderzucker bestreut und knuspert bei jedem Biss herrlich. Da sie absolut kein Fleisch und keine tierische Gelatine enthält, ist sie eine absolut ideale Köstlichkeit für alle Vegetarier, die du am besten zum Nachmittagskaffee genießt.
Wenn du mit eigenen Augen sehen möchtest, wie diese Inselspezialität hergestellt wird, kehre im Lokal namens Kuća rabske torte direkt im Zentrum der Altstadt ein. Was die weiteren Hauptgerichte angeht, kommen Liebhaber fleischloser Kost in den örtlichen Restaurants garantiert auf ihre Kosten – dank hervorragender mediterraner Salate, frisch gegrilltem Gemüse, lokalen Käsesorten und großartiger Pasta oder Pizza. Die traditionellen Restaurants und Konobas bieten natürlich auch beliebten Kvarner-Fisch, Tintenfisch, frische Meeresfrüchte oder goldbraun gebratenes Lamm an, das die absolute Grundlage der kroatischen Inselgastronomie bildet.

7. Das beschauliche Fischerdorf Kampor
An der Nordwestküste der Insel liegt das malerische Kampor, das von Einheimischen und Touristen als das am besten erhaltene traditionelle Fischerdorf von ganz Rab gilt. Die hiesige Inselatmosphäre ist viel langsamer, ruhiger und authentischer als in den lebhaften Strandorten, was du vor allem in der Hochsaison garantiert zu schätzen weißt. Das Dorf ist von allen Seiten von fruchtbaren Feldern, alten Olivenhainen und kleinen Weinbergen umgeben, die seinen unverwechselbaren ländlichen Charakter perfekt abrunden.
Das Hauptwahrzeichen und konkurrenzlos bedeutendste Denkmal von Kampor ist das alte Franziskanerkloster der Heiligen Euphemia, das aus dem Ende des 15. Jahrhunderts stammt. In seinem kühlen steinernen Inneren befindet sich eine wertvolle Bibliothek mit historischen Schriften sowie eine sehr interessante ethnografische Sammlung, die das harte Alltagsleben der Inselbewohner vergangener Jahrhunderte detailliert dokumentiert. Der Besuch dieses stillen Klosters ist eine äußerst angenehme kulturelle Abwechslung an heißen Sommertagen.
Von Kampor aus ist es nur ein kurzer Weg zu vielen schönen Naturstränden und versteckten Buchten, außerdem beginnen direkt hier gleich mehrere bestens markierte Radwege. Du kannst hier einen herrlich beschaulichen Nachmittag verbringen, lange entlang der zerklüfteten Küste spazieren, die kleinen Fischerboote beobachten, die träge auf den Wellen schaukeln, und am Abend in einer der örtlichen Familientavernen einkehren. Dort spielt oft traditionelle Livemusik, es wird hervorragender lokaler Wein serviert und es herrscht eine absolut entspannte und freundliche Stimmung.

8. Zu Fuß und mit dem Rad quer durch die grüne Insel
Rab ist definitiv nicht nur ein Ziel zum ganztägigen Faulenzen am Strand, sondern bietet auch hervorragende Bedingungen für aktive Erholung. Die Insel ist buchstäblich von über hundert Kilometern bestens markierter Wander- und Radwege durchzogen, wobei die Gesamtlänge aller kleineren Pfade sogar unglaubliche 340 Kilometer übersteigt. Die Routen führen durch tiefe Pinienwälder, vorbei an versteckten Buchten und über kleinere Hügel, sodass aus dem reichhaltigen Angebot wirklich jeder Freizeitsportler und jede Familie mit Kindern das Passende findet.
Eine der beliebtesten und körperlich anspruchslosen Routen führt von der Stadt Rab entlang der zerklüfteten Küste bis ins Dorf Kampor und in die Bucht Dumići. Sie misst etwa 14 Kilometer, unterwegs passierst du bequem das alte Kloster der Heiligen Euphemia und kannst dich jederzeit im Meer erfrischen. Für deutlich anspruchsvollere Wanderer empfehle ich den Aufstieg auf den höchsten Bergkamm Kamenjak, von dem aus sich absolut fantastische Panoramablicke auf die gesamte Kvarner-Bucht und das mächtige Velebit-Gebirge auf dem Festland eröffnen.
Wenn du kein eigenes Fahrrad hast, macht das überhaupt nichts, denn sowohl in der Hauptstadt Rab als auch im Ferienort Lopar gibt es viele gute Verleihstationen, wo du leicht sowohl klassische Mountainbikes als auch die heute immer beliebteren E-Bikes bekommst. Mit einem geliehenen E-Bike schaffst du es problemlos, die ganze Insel an einem einzigen Tag zu durchqueren und gelangst sogar zu den abgelegensten Buchten der Halbinsel Kalifront, zu denen überhaupt keine Asphaltstraße führt und wo du mit dem Auto nur sehr schwer einen Parkplatz finden würdest.

9. Wilde Natur der Halbinsel Kalifront und Suha Punta
Die Halbinsel Kalifront an der Westseite von Rab ist konkurrenzlos der grünste und am wenigsten besiedelte Teil der ganzen Insel. Sie ist ein wahres Paradies für alle Liebhaber unberührter Natur, denn hier erstreckt sich der streng geschützte Wald Dundo. Dieser einzigartige Urwald ist einer der allerletzten erhaltenen Wälder der ursprünglichen Steineiche im gesamten Mittelmeerraum, und ein langer Spaziergang unter den mächtigen Kronen dieser uralten Bäume hat einen absolut unvergleichlichen, geradezu magischen Zauber.
Am Rand dieser bewaldeten Halbinsel liegt die sehr beliebte Touristengegend Suha Punta, die einen ganz anderen Badetyp bietet als das nördliche, sandige Lopar. Du findest hier überwiegend kleinere Kies- und romantische Felsstrände, die sehr steil in das unglaublich saubere und glasklare Wasser abfallen. Aufgrund des felsigen Grundes und des fehlenden umherwehenden Sandes herrschen hier absolut ideale Bedingungen zum Schnorcheln und für die faszinierende Beobachtung des reichen Unterwasserlebens voller bunter Fische und kleiner Krabben.
💡 Tipp: Begib dich auf den schmalen Waldpfaden noch ein Stück weiter weg von den Hauptstrandresorts und entdecke kleine versteckte Buchten, wo du das Meer ganz für dich allein hast – selbst mitten im August. Die gesamte Halbinsel Kalifront ist zudem dicht von einem Netz sehr gut gepflegter Schotterwege durchzogen, was sie zum idealen Revier für eine flotte Mountainbike-Tour im völligen Schatten hoher Eichen und Pinien macht, wohin du mit einem gewöhnlichen Rennrad nicht so leicht gelangst.

10. Wie man nach Rab kommt und die Anreise per Fähre
Da Rab eine klassische Insel ohne direkte Brückenverbindung zum Festland ist, beginnt dein Sommerurlaub unweigerlich mit einer romantischen Fährfahrt. Die Insel wird ausschließlich von geräumigen Autofähren bedient, schnelle Personenkatamarane für Fußgänger verkehren hier normalerweise nicht. Du hast die Wahl zwischen zwei Hauptrouten, wobei die allerschnellste und am häufigsten genutzte vom Festlandhafen Stinica führt, der direkt unter dem majestätischen Velebit-Massiv liegt, zum Inselhafen Mišnjak im Süden von Rab. Wer aus Deutschland anreist, fährt übrigens meist über Österreich und Slowenien zur kroatischen Küste – plane dafür ausreichend Zeit ein, denn die Strecke etwa von München sind gut 8 bis 9 Stunden.
Diese stark frequentierte Linie betreibt die lokale Gesellschaft Rapska plovidba, und die eigentliche Überfahrt durch die Meerenge dauert nur etwa 15 Minuten. In der Sommersaison pendeln die Schiffe bis zu siebzehnmal täglich vom frühen Morgen bis halb zwölf in der Nacht. Der Preis für ein Pkw mit Fahrer liegt in der Hochsaison zwischen 18 und 27 Euro, für einen erwachsenen Mitfahrer kommen rund 4 Euro hinzu. In den Sommermonaten bilden sich hier allerdings mehrstündige Warteschlangen, daher ist es ungemein wichtig, eine rechtzeitige Buchung der Tickets im Voraus auf der offiziellen Website ferryrab.com in Erwägung zu ziehen.
Die zweite, deutlich längere Möglichkeit ist die Fähre vom Hafen Valbiska auf der Nachbarinsel Krk, die direkt in den nördlichen Ferienort Lopar fährt. Diese Linie bedient die staatliche Gesellschaft Jadrolinija, die Überfahrt dauert etwa 80 Minuten und ist finanziell aufwendiger – für ein Auto mit Fahrer zahlst du rund 33 bis 46 Euro. Diese Variante lohnt sich aber enorm, wenn du von Norden kommst und die bequeme Durchfahrt über die Krk-Brücke nutzen möchtest, wodurch du dir lange und ermüdende Kilometer auf der kurvigen Küstenmagistrale sparst.

11. Bootsausflüge in die Umgebung und die Bucht Kandarola
Eine der absolut besten Möglichkeiten, die wahre und unberührte Schönheit der Adriaküste kennenzulernen, ist der Blick vom Deck eines Bootes. Direkt im Haupthafen von Rab und im nördlichen Lopar findest du Dutzende verlockende Angebote für halb- und ganztägige Bootsausflüge, die dich zuverlässig zu den am schwersten zugänglichen Stränden bringen. Oft fährt man zum Beispiel zu den Nachbarinseln Goli otok oder Sveti Grgur, die eine sehr düstere Geschichte als ehemalige grausame politische Gefängnisse haben, heute aber interessante historische Führungen und herrliches Baden in glasklarem Wasser bieten.
Wenn du einen privaten Ausflug im eigenen Tempo machen möchtest, kannst du ein kleines Motorboot mieten – allerdings nur, wenn du den entsprechenden Bootsführerschein besitzt. Andernfalls empfehle ich, die Dienste der sogenannten Taxiboote zu nutzen, die üblicherweise in den Häfen anlegen. Diese bringen dich gegen eine kleine Gebühr zum Beispiel auf die bekannte bewaldete Halbinsel Frkanj, die direkt gegenüber dem historischen Zentrum der Stadt Rab liegt. Genau auf dieser ruhigen Halbinsel befinden sich unzählige kleine romantische Buchten mit kristallklarem Wasser.
Die bekannteste Bucht auf Frkanj ist die bereits zuvor erwähnte historische Kandarola, die bis heute als sehr beliebter Naturiststrand mit guter Infrastruktur funktioniert, inklusive eines kleinen Restaurants und einer Strandbar. Aber auch wenn du kein Freund des Badens ohne Badekleidung bist, findest du auf der Halbinsel jede Menge gewöhnliche Textilstrände, versteckt im Schatten mächtiger Pinien. Die Bootsfahrt vom Stadthafen selbst dauert nur ein paar Minuten und stellt eine äußerst angenehme Erfrischung an einem heißen Sommertag dar.

Wohin weiter von der Insel Rab
Wenn du mehr Zeit hast und während des Urlaubs gerne von Ort zu Ort ziehst, bietet die Kvarner-Region viele weitere Möglichkeiten, wohin du dich begeben kannst. Eine sehr beliebte Variante ist es, den Besuch von Rab mit der Nachbarinsel Krk zu verbinden, die du leicht mit der Direktfähre von Lopar aus erreichst und auf der du weitere großartige Tage mit dem Entdecken von Weinkellern und historischen Städtchen verbringen kannst.
Wenn dich generell die Planung einer Reise in den Süden interessiert, lies unbedingt unseren ausführlichen Artikel mit Tipps, wohin man in den Urlaub nach Kroatien fahren sollte, wo du einen Vergleich der besten Regionen von Istrien bis Dubrovnik findest. Um die Suche nach einer Unterkunft zu erleichtern, haben wir für dich außerdem einen detaillierten Ratgeber zur Unterkunft in Kroatien vorbereitet, der dir verrät, worauf du bei der Buchung achten solltest. Und wenn du davon träumst, den ganzen Urlaub auf den Wellen zu verbringen, lass dir unseren Text darüber nicht entgehen, wie es ist, Kroatien per Boot zu erleben.

Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man am besten auf die Insel Rab von Tschechien aus?
Die schnellste und beliebteste Route mit dem Auto von Tschechien führt klassischerweise über Österreich und Slowenien in Richtung des kroatischen Festlandhafens Stinica, von wo aus eine regelmäßige und schnelle Fähre zum Hafen Mišnjak im Süden der Insel verkehrt. Diese Überfahrt dauert nur 15 Minuten. Die zweite, wenn auch etwas teurere Möglichkeit ist es, die Brücke zur Insel Krk zu überqueren und die etwa 80-minütige Fähre vom Hafen Valbiska direkt zum Ferienort Lopar zu nutzen.
Gibt es auf der Insel Rab wirklich Sandstrände?
Ja, und das ist überhaupt der Hauptgrund, warum die Insel Rab bei Touristen so einzigartig und begehrt ist. Während der Großteil Kroatiens überwiegend scharfe Kieselsteine oder Betonplateaus bietet, findet man auf Rab und vor allem in der Umgebung des nördlichen Ferienorts Lopar mehr als zwanzig natürliche Sandstrände. Der mit Abstand größte und bekannteste ist der Paradiesstrand mit sehr feinem Sand und außergewöhnlich flachem Wasser.
Ist die Insel für Familien mit kleinen Kindern geeignet?
Die Insel Rab ist für Familien mit kleinen Kindern ein absolut ideales Reiseziel, wahrscheinlich handelt es sich um eine der allerbesten Inseln in ganz Kroatien. Das flache Meer am berühmten Paradiesstrand in Lopar fällt so unglaublich sanft ab, dass selbst die kleinsten Kinder hier völlig sicher baden und im aufgewärmten Wasser spielen können. Zudem gibt es an vielen Stellen ausreichend natürlichen Schatten dank der gewachsenen Pinienwälder.
Brauche ich für die Fähre eine Reservierung im Voraus?
Außerhalb der Hauptsaison im Sommer ist eine Reservierung der Tickets im Voraus definitiv nicht notwendig. Wenn ihr jedoch im geschäftigen Juli oder August reist, insbesondere an Feiertagswochenenden, empfehle ich euch dringend, die Fährtickets rechtzeitig online über die offiziellen Websites von Jadrolinija oder Rapska plovidba zu kaufen. So erspart ihr euch jede Menge unnötigen Stress und stundenlanges Warten in den Autoschlangen im überhitzten Hafen.
Wo befinden sich auf Rab die FKK-Strände?
Die Insel Rab hat eine riesige und langjährige Tradition des Naturismus (FKK), die bis in die dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreicht. Zu den bekanntesten FKK-Stränden gehören die wunderschöne Sandbuch Sahara in der Nähe des Ferienortes Lopar, die historische Bucht Kandarola auf der bewaldeten Halbinsel Frkanj sowie der herrliche Strand Ciganka. Diese ausgewiesenen Zonen sind stets sehr gut und sichtbar gekennzeichnet, sodass ihr keine Angst haben müsst, versehentlich dort zu landen.
Wie ist das mit dem Trinkwasser auf der Insel?
Leitungswasser ist auf der gesamten Insel Rab völlig normal trinkbar und hygienisch unbedenklich, sodass ihr wirklich nicht ständig teures Wasser in Einweg-Plastikflaschen kaufen müsst. Die Insel ist nämlich zuverlässig an das große Festland-Wasserleitungssystem angeschlossen, das auch während der trockensten Sommermonate, wenn die meisten Touristen hierherkommen, eine stabile und problemlose Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser gewährleistet.
Gibt es auf der Insel Rab Radwege?
Ja, die Insel Rab ist unglaublich fahrradfreundlich für Radler aller Leistungsklassen. Hier findet ihr über 100 Kilometer bestens ausgeschilderte Radwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Belägen. Ihr könnt auf flachen asphaltierten Wegen entlang der Küste fahren oder euch mit dem Mountainbike auf anspruchsvollere Schotterpisten zum Kamenjak-Kamm oder in die Wälder der Halbinsel Kalifront wagen. In den wichtigsten Ferienorten gibt es jede Menge gut ausgestattete Verleihe für klassische und moderne E-Bikes.
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