Peloponnes: 15 Tipps, was du im griechischen Festland sehen musst

Während sich die Massen durch die engen Gassen von Santorin drängen und sich zwischen Liegestühlen auf Mykonos schlängeln, lebt das griechische Festland in einem wunderbar ruhigen, eigenen Rhythmus. Und sein Herz ist der Peloponnes Griechenland – eine riesige Halbinsel, fast so groß wie Slowenien, die buchstäblich alles zu bieten hat. Schneebedeckte Gipfel, Zitrushainen, antike Stätten von Weltrang, mittelalterliche Burgstädte und menschenleere Strände, die sich mit der Karibik messen können.

Das ist Griechenland für Roadtrip-Enthusiasten, Geschichtsliebhaber und alle, die die Inseln schon kennen und das Land von einer authentischeren Seite erleben wollen. Die Preise sind nicht auf Kreuzfahrttouristen ausgelegt, und in den Tavernen wirst du mit einem Lächeln und einem Glas hausgemachtem Wein empfangen.

In diesem Reiseführer zeige ich dir 15 Tipps, was du am Peloponnes und auf dem griechischen Festland sehen und erleben solltest – vom romantischen Nafplio über das antike Mykene und Olympia bis hin zum Orakel in Delphi. Los geht’s! ☺️

Das Löwentor in Mykene mit dem Relief zweier Löwinnen über dem Sturz
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
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Zusammenfassung

  • Der Peloponnes ist ein Paradies für Roadtrips. Riesige Halbinsel mit Antike, Bergen, mittelalterlichen Städten und türkisblauen Stränden.
  • Nafplio ist die romantischste Stadt des Festlands – idealer Ausgangspunkt mit der venezianischen Festung Palamidi direkt über der Stadt.
  • Antike Highlights: Mykene mit dem Löwentor, das Theater von Epidaurus mit perfekter Akustik und das olympische Olympia.
  • Monemvasia ist das „griechische Gibraltar“ – eine mittelalterliche Stadt, versteckt hinter einem gewaltigen Felsen.
  • Zum Baden fährst du am besten in den Süden zum Strand Simos auf dem Inselchen Elafonisos – weißer Sand wie in der Karibik.
  • Delphi galt den alten Griechen als Mittelpunkt der Welt – ein dramatisches Antikendenkmal inmitten der Berge.
  • Am besten per Auto. Das Festland erkundet man am besten auf eigene Faust, idealerweise auf einem 10- bis 14-tägigen Rundtrip.

Korinthischer Kanal: das Tor zum Peloponnes

Der schmale und tiefe Korinthische Kanal, der sich durch den Fels schneidet, mit einer Brücke im Hintergrund
Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Das Eingangstor zum Peloponnes ist der Korinthische Kanal – und ein kurzer Stopp hier lohnt sich, selbst wenn es nur zwanzig Minuten sind. Der Blick in die 80 Meter tiefe und gerade einmal 24 Meter breite Rinne, die Ende des 19. Jahrhunderts in den Fels gesprengt wurde, lässt garantiert den Puls höher schlagen. Von der Brücke oben wirken die Schiffe, die durch den engen Kanal gleiten, wie Spielzeugboote – und genau in diesem Moment wird einem bewusst, dass man eine Halbinsel mit jahrtausendealter Geschichte betritt.

Nafplio: die romantischste Stadt des Festlands

Gleich hinter Korinth liegt Nafplio, die erste Hauptstadt des modernen Griechenland und mit Abstand die romantischste Stadt des gesamten Festlands. Enge Gassen voller venezianischer Architektur, Balkone mit Bougainvillea-Ranken und Cafés an der Promenade mit Blick auf das malerische Inselchen Bourtzi – Nafplio verführt auf Anhieb.

Über der Stadt thront die mächtige venezianische Festung Palamidi, zu der der Legende nach 999 Stufen führen. In Wirklichkeit sind es etwas weniger – aber bei der Hitze im Sommer wirst du trotzdem ordentlich ins Schwitzen kommen. Die Belohnung ist eine atemberaubende Aussicht über die gesamte Stadt und die Bucht. Nafplio ist die perfekte Basis für die ersten Tage am Peloponnes: abends sitzt man wunderbar am Meer, die Atmosphäre ist entspannt und herzlich.

Mykene und Epidaurus: antike Stars im Norden

Das antike Theater in Epidaurus mit runder Orchestra und stufenförmigen Zuschauerrängen
Foto: Zde, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Nafplio eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für zwei antike Giganten, die ganz in der Nähe liegen.

Mykene war der Herrschersitz König Agamemnons, und der Eingang führt durch das berühmte Löwentor, das aus dem 13. Jahrhundert vor Christus stammt. Genau hier entdeckte der Archäologe Heinrich Schliemann die legendäre Goldmaske, und beim Anblick der gewaltigen kyklopischen Mauern fühlt man sich um Jahrtausende zurückversetzt.

Das zweite Juwel ist Epidaurus, das am besten erhaltene antike Theater Griechenlands. Seine Akustik ist so perfekt, dass man das Anzünden eines Streichholzes in der Mitte der Orchestra noch in der letzten Reihe hören kann. Im Sommer findet hier ein Theaterfestival statt – eine antike Tragödie unter dem Sternenhimmel zu erleben ist ein Erlebnis für die Ewigkeit.

Monemvasia: das griechische Gibraltar

Der Felssporn von Monemvasia mit der mittelalterlichen Stadt, die sich am Fuß des Felsens schmiegt, Blick vom Meer
Foto: Ingo Mehling, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Je weiter man in den Süden des Peloponnes vordringt, desto wilder wird die Landschaft. Am östlichen Finger der Halbinsel liegt Monemvasia, liebevoll „griechisches Gibraltar“ genannt. Es handelt sich um eine mittelalterliche Burgstadt, die hinter einem gewaltigen Felsen verborgen ist – dieser brach einst bei einem Erdbeben vom Festland ab.

Das Faszinierendste daran: Vom Festland aus ist die Stadt überhaupt nicht zu sehen. Mit dem Auto kommt man nur bis zum Haupttor, danach geht es zu Fuß weiter – direkt in ein Labyrinth aus Steingassen, Boutiquehotels und Familientavernen, die im Fels versteckt sind. Es ist wie der Eintritt in ein anderes Jahrhundert und gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen ganz Griechenlands.

Wildes Mani und byzantinisches Mystras

Die Ruinen der byzantinischen Stadt Mystras am Berghang mit der Burg auf dem Gipfel
Foto: Holger Uwe Schmitt, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der mittlere Finger des Peloponnes, die Halbinsel Mani, ist rau, karg und faszinierend zugleich. Die Einheimischen, die Manioten, behaupten stolz, direkte Nachkommen der Spartaner zu sein. Die Landschaft wird von hohen steinernen Geschlechtertürmen geprägt, von denen aus verfeindete Clans einst aufeinander schossen – viele wurden inzwischen zu einzigartigen Pensionen umgebaut. Es ist eine Gegend, in der Straßen von Kakteen gesäumt werden und das Meer gegen steile Klippen schlägt.

Auf dem Rückweg nach Nordwesten darf man Mystras nicht verpassen – eine byzantinische Geisterstadt auf der UNESCO-Welterbeliste, die sich an einem steilen Berghang nahe Sparta erstreckt. Das Durchwandern der Ruinen von Palästen, Klöstern und Kirchen mit erhaltenen Fresken nimmt leicht einen halben Tag in Anspruch und gehört zu den stimmungsvollsten Orten des ganzen Landes.

Olympia und karibische Strände

Auf der Westseite des Peloponnes liegt Olympia, die Wiege der Olympischen Spiele. Wenn man über das antike Stadion spaziert und sich auf die Startlinie stellt, auf der Athleten bereits 776 vor Christus um die Wette liefen, überkommt einen eine ganz besondere Atmosphäre.

Wer außerdem traumhaftes Baden sucht, macht einen Abstecher ganz in den Süden zum Inselchen Elafonisos, das mit einer kurzen Fährfahrt von nur etwa zehn Minuten vom Festland erreichbar ist. Der Strand Simos mit seinem weißen Sand und türkisblauem Wasser ist wirklich karibisch – und genau hier erholen sich am liebsten die Griechen selbst. Wer lieber mit historischen Zügen reist, wird von der Zahnradbahn ab Diakofto begeistert sein, die sich durch die spektakuläre Vouraikos-Schlucht bis ins Bergstädtchen Kalavryta schlängelt.

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Delphi: der Nabel der antiken Welt

Säulen des Apollontempels in Delphi am Berghang mit Blick ins Tal
Foto: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Wenn man den Peloponnes hinter sich lässt und Richtung Norden von Athen fährt, gelangt man ins Parnassgebirge. Dort, an einem dramatischen Berghang mit Blick auf ein endloses Tal voller Olivenbäume, liegt Delphi – für die alten Griechen buchstäblich der Mittelpunkt des Universums.

Der Legende nach ließ Zeus zwei Adler von den entgegengesetzten Enden der Welt fliegen – und sie trafen sich genau hier, an einem mit dem Stein namens Omphalos (Nabel der Welt) markierten Ort. Menschen aus dem gesamten Mittelmeerraum pilgerten hierher zur Seherin Pythia, die in Trance zweideutige Prophezeiungen verkündete. Heute wandert man die Heilige Straße entlang, bewundert die Überreste des Apollontempels, ein antikes Theater und ein gut erhaltenes Stadion hoch am Hang – und im Museum wartet der berühmte Wagenlenker von Delphi, eine der schönsten Bronzestatuen der Antike.

Auf dem Weg nach Delphi kommt man außerdem durch das Bergstädtchen Arachova mit seinen typischen Steinhäusern, das im Winter als exklusives Skiresort gilt. Halte kurz für einen Kaffee an und probiere den lokalen Käse Formaela – er wird ähnlich wie Halloumi gegrillt und ist eine absolute vegetarische Delikatesse.

Wann am besten an den Peloponnes reisen

Ein großer Vorteil des griechischen Festlands ist die lange Saison und die erträglicheren Temperaturen im Vergleich zu den ausgedörrten Inseln. Am schönsten sind Frühling und Herbst – also April bis Juni und September bis Oktober – wenn das Wetter ideal ist, um antike Stätten zu erkunden und zu wandern, ohne in der Mittagssonne zu schmoren.

Im Sommer (Juli und August) ist es an antiken Ausgrabungsstätten extrem heiß – wer dann reist, sollte die Ruinen früh morgens besuchen und den Nachmittag lieber zum Baden nutzen. Anders als auf den Kykladen pfeift hier der Meltemi-Wind kaum, sodass das Meer an den südlichen Stränden meist ruhig und glatt ist.

Wo am Peloponnes übernachten

Wegen der Größe der Halbinsel lohnt es sich, beim Roadtrip die Basis regelmäßig zu wechseln. Nafplio eignet sich perfekt für die ersten Tage und die antiken Highlights im Norden, Monemvasia oder Mani für den wilden Süden und die Gegend um Olympia für den Westen. Besonders empfehlenswert sind die traditionellen Steinpensionen, die es hier überall gibt.

💡 Unterkunfts-Tipp: Am liebsten suchen wir auf Booking.com, wo meistens die besten Stornobedingungen zu finden sind. Das ist beim Roadtrip besonders praktisch, wenn sich die Pläne spontan ändern – mit flexibler Buchung bleibt man frei, einfach weiterzufahren, wohin es einen zieht.

Unterkunfts- und Essenspreise sind auf dem Festland deutlich günstiger als auf den bekannten Inseln – einen zweiwöchigen Rundtrip kann man also auch mit einem vernünftigen Budget wunderbar genießen.

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Häufig gestellte Fragen

Co vidět na Peloponésu?

Na Peloponésu nesmíte minout romantické město Nafplio s pevností Palamidi, antické Mykény s Lví bránou a divadlo Epidaurus s dokonalou akustikou. Za vidění stojí i středověká Monemvasia schovaná za skálou, byzantský Mystras, olympijská Olympie a divoký poloostrov Mani s kamennými věžemi. Na koupání zamiřte na jih k pláži Simos na ostrově Elafonisos.

Co je to Peloponés a kde leží?

Peloponés je velký poloostrov na jihu pevninského Řecka, spojený se zbytkem země jen úzkou šíjí, kterou protíná Korintský průplav. S rozlohou přes 21 tisíc kilometrů čtverečních je velký skoro jako Slovinsko. Není to ostrov, i když se mu tak někdy mylně říká. Najdete tu hory, antické památky, středověká města i nádherné pláže.

Kdy jet na Peloponés?

Nejlepší jsou jaro (duben až červen) a podzim (září až říjen), kdy je ideální počasí na prozkoumávání antických památek i koupání, bez extrémních veder. Léto přináší na nalezištích vysoké teploty, takže ruiny navštěvujte brzy ráno. Na rozdíl od Kyklad tu netrápí silný vítr meltemi, takže moře u jižních pláží zůstává klidné.

Jak se dostat na Peloponés?

Na Peloponés se nejčastěji jezdí autem z Atén, odkud je to přes Korintský průplav jen necelé dvě hodiny do Nafplia. Letiště v Athénách je hlavní vstupní bránou, odtud se vyplatí půjčit si auto, protože pevninu nejlépe poznáte na vlastní ose. Veřejná doprava funguje, ale s autem budete během roadtripu mnohem volnější.

Jak dlouho potřebuji na Peloponés?

Na pořádné poznání Peloponésu počítejte ideálně s 7 až 10 dny, na velký okruh celou pevninou včetně Delf klidně 14 dní. Poloostrov je obrovský a vzdálenosti mezi památkami jsou velké, takže ho rozhodně neprosvištíte za víkend. Pokud máte málo času, zaměřte se na sever kolem Nafplia s Mykénami a Epidaurem.

Vyplatí se Peloponés místo řeckých ostrovů?

Pro milovníky historie, roadtripů a autentického Řecka rozhodně ano. Peloponés nabízí antické památky světového formátu, středověká města, hory i nádherné prázdné pláže, a to bez davů a za výrazně nižší ceny než slavné ostrovy. Ideální je zkombinovat ho s ostrovy nebo s pevninskými Delfami a Meteorou do jednoho velkého řeckého road tripu.

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