Als ich zum ersten Mal mit meiner Mutter in Calgary landete, hatte ich keine Ahnung, wie sehr diese Reise mein Leben verändern würde. Als ich zum ersten Mal Banff sah, verliebte ich mich sofort – und das führte zur wichtigsten Entscheidung meines Lebens. Diese Rundreise durch Kanadas Westen, die Kombination aus endlosen Gipfeln der Rocky Mountains und der unglaublichen Herzlichkeit der Menschen vor Ort, traf mich so tief, dass ich beschloss, für ein Jahr hierher zu ziehen.
Ich lebte im lebhaften Calgary, aber mein Zuhause wurde auch Banff, eingebettet in ein Bergtal. Mit meinem Mann (damals noch Freund) sind wir die Strecke von Calgary bis zur US-Grenze gleich zweimal gefahren und haben uns sogar bis ins ferne Alaska aufgemacht, bevor wir wieder hinunter nach Vancouver zurückkehrten. Als wir dort lebten, verbrachten wir jeden freien Tag in den Bergen.
Trotzdem, wenn mich jemand nach dem Besten fragt, was man dort sehen kann, komme ich immer wieder auf den Klassiker zurück. Die Rundfahrt von Alberta über die Berge bis zum Pazifik ist einfach unschlagbar. Hand aufs Herz – ich kann euch sagen, dass ein Roadtrip durch den Westen Kanadas die schönste Reise ist, die ihr in eurem Leben unternehmen könnt.
Ich habe für euch eine Reiseroute und Tipps zusammengestellt, die nicht aus Reiseprospekten stammen, sondern aus unseren eigenen Tausenden von Kilometern hinter dem Steuer, Nächten in der kanadischen Wildnis und unzähligen Kaffees in lokalen Bistros.

Zusammenfassung
- Plant genügend Zeit ein: Für die Strecke von Calgary nach Vancouver über Vancouver Island solltet ihr idealerweise 21 Tage einplanen. 14 Tage sind das absolute Minimum, wobei ihr dann ziemlich hetzen müsst.
- Must-Sees: Die türkisfarbenen Seen in Banff (Moraine Lake und Lake Louise), die Gletscherstraße Icefields Parkway, die wilde Natur in Jasper und das Surfer-Städtchen Tofino.
- Reservierungen sind Pflicht: Fähren nach Vancouver Island und den Shuttlebus zum Moraine Lake (der mit dem eigenen Auto nicht mehr erreichbar ist) solltet ihr Monate im Voraus buchen.
- Auto und Ausrüstung: Ihr braucht keinen Geländewagen mit Allradantrieb – die Straßen sind asphaltiert und in gutem Zustand. Rechnet mit dem Kauf eines Discovery Passes für den Eintritt in die Nationalparks.
- Beste Reisezeit: Juli und August sind eine sichere Wahl, September ist wunderschön dank der Herbstfarben und weniger Mücken – allerdings können die Morgen schon frostig sein.
Kanada Westen: Beste Reisezeit für den Roadtrip
Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist bei der kanadischen Wildnis absolut entscheidend, denn das Wetter in den Bergen kann unberechenbar sein und der Winter dauert hier lange. Wenn ihr sicher sein wollt, dass ihr alle Bergpässe ohne Schneeketten passiert und die Seen in ihrer türkisfarbenen Pracht erlebt, müsst ihr das richtige Zeitfenster treffen – und das ist ziemlich schmal.
Die Saison für Autoreisen in dieser Region beginnt im Mai und endet im Oktober, hat aber ihre Einschränkungen. Außerhalb dieses Zeitraums müsst ihr mit winterlichen Bedingungen und geschlossenen Campingplätzen rechnen. Die beliebtesten Monate sind Juli und August. In dieser Zeit ist es in den Rockies am wärmsten, die Tage sind lang und alle touristischen Attraktionen laufen auf Hochtouren. Der Preis dafür sind höhere Preise und Menschenmassen. Der Juni ist wunderschön, aber Seen in höheren Lagen wie der Moraine Lake können Anfang des Monats noch zugefroren sein und ihre ikonische blaue Farbe erst mit dem Gletscherschmelzen bekommen.
Mein persönlicher Favorit für eine Rundreise durch Kanadas Westen ist der September. Die Luft ist frisch, die Mücken haben meistens aufgegeben, und vor allem beginnen die Bäume sich gelb zu färben, was den Bergen einen herrlichen Kontrast verleiht. Ihr müsst jedoch beachten, dass einige Orte ihre eigenen Regeln haben. Beispielsweise wird die berühmte Straße zum Moraine Lake mit dem ersten größeren Schneefall im Oktober gesperrt. Ähnlich verhält es sich mit dem Icefields Parkway, der zwar ganzjährig geöffnet ist, aber nach einem Schneesturm vorübergehend unpassierbar sein kann.
Reiseroute Tag für Tag: Von den Prärien bis ans Ende der Welt
Diesen Plan habe ich so zusammengestellt, dass ihr das Wichtigste seht, euch aber gleichzeitig nicht abhetzt. Ich gehe davon aus, dass ihr etwa 14 Tage reine Reisezeit habt. Wenn ihr drei Wochen zur Verfügung habt, fügt einfach Ruhetage in Jasper, Whistler oder auf Vancouver Island hinzu, wo die Zeit ohnehin etwas langsamer vergeht.
Tag 1: Calgary – Banff
Euer Abenteuer beginnt mit der Ankunft in Calgary. Nach der Abholung des Mietwagens am Flughafen fahrt ihr direkt Richtung Westen auf dem Trans-Canada Highway. Der Landschaftswechsel ist dramatisch und fasziniert mich jedes Mal aufs Neue – eine Stunde fahrt ihr über die flache Prärie und plötzlich erhebt sich vor euch eine riesige Steinmauer der Rocky Mountains. Nach anderthalb Stunden passiert ihr das Tor zum Nationalpark und befindet euch in einer anderen Welt. Eure erste Station ist das Städtchen Banff. Ja, es ist touristisch und belebt, aber es hat seinen unverwechselbaren Charme. Schlendert über die Hauptstraße Banff Avenue mit dem ikonischen Blick auf den Cascade Mountain. Nachmittags solltet ihr unbedingt eine Rundfahrt um den Minnewanka-See machen. Es ist ein großartiger Ort für die erste Begegnung mit der Tierwelt – oft grasen Dickhornschafe direkt an der Straße.

Unterkunftstipp: Moose Hotel & Suites – Stilvolles Hotel im Zentrum von Banff mit Dachpool und Bergblick. Idealer Ausgangspunkt für die Erkundung des Nationalparks.
Tag 2: Banff – Lake Louise und Moraine Lake
Am zweiten Tag müsst ihr früh aufstehen – und wenn ich früh sage, meine ich wirklich früh. Euer Ziel sind Lake Louise und Moraine Lake, die beiden meistfotografierten Seen Kanadas. Am Lake Louise ist der Parkplatz oft schon um sieben Uhr morgens voll, also nutzt am besten den Shuttlebus vom Park-and-Ride-Parkplatz an der Autobahn (Reservierung erforderlich!). Noch mehr Planung erfordert der Moraine Lake im Tal der zehn Gipfel. Hierhin gelangt man seit 2023 nicht mehr mit dem Privatfahrzeug – ihr müsst den Parks-Canada-Shuttlebus reservieren. Der Anblick des türkisfarbenen Wassers und der Berge dahinter ist aber so ikonisch, dass sich der kleine bürokratische Aufwand absolut lohnt. Nachmittags könnt ihr zum Lake Agnes-Teehaus wandern, wo ihr Tee mit einer unvergesslichen Aussicht genießt.

Unterkunftstipp: Moose Hotel & Suites – Stilvolles Hotel im Zentrum von Banff mit Dachpool und Bergblick. Idealer Ausgangspunkt für die Erkundung des Nationalparks.
Tag 3: Banff – Yoho National Park – Golden
Heute verlasst ihr kurz Alberta und schaut nach British Columbia hinüber, in den Nationalpark Yoho. Er ist weniger überlaufen als Banff und bietet Juwelen wie den Emerald Lake, wo ihr euch ein Kanu leihen könnt, oder die Wasserfälle Takakkaw Falls, die zu den höchsten in Kanada gehören. Unterwegs seht ihr auch ein technisches Wunder – die Spiraltunnel für Züge, die in den Berg geschlagen wurden. Abends fahrt ihr weiter ins Städtchen Golden, das eine gute und oft günstigere Übernachtungsbasis vor der nächsten großen Etappe ist.
Unterkunftstipp: Moberly Lodge – Gemütliche Lodge mitten in der Natur bei Golden. Perfekter Stopp zwischen Banff und Jasper mit wunderschönem Blick auf das Columbia Valley.

Tag 4: Golden – Icefields Parkway – Jasper
Macht euch bereit für das absolute Highlight des gesamten Roadtrips. Heute fahrt ihr auf dem Icefields Parkway (Highway 93) Richtung Norden nach Jasper. Plant für diese Strecke einen ganzen Tag ein, denn das ist nicht nur ein Transfer – es ist eine Galerie der Natur. Ihr werdet alle fünf Minuten anhalten wollen. Ihr seht Gletscher, die direkt über der Straße hängen, den azurblauen Peyto Lake in Form eines Fuchskopfes und natürlich den Athabasca-Gletscher. Hier könnt ihr eine Fahrt mit einem Spezialfahrzeug direkt auf das Eis buchen, aber auch der Blick vom Besucherzentrum ist atemberaubend. Wichtiger Hinweis: Vergesst nicht, vor der Auffahrt auf diese Straße vollzutanken – unterwegs gibt es nur eine teure Tankstelle, und Handyempfang sucht ihr hier vergeblich.

Unterkunftstipp: The Crimson Jasper – Elegantes Hotel unweit des Zentrums von Jasper mit Außenwhirlpool und Blick auf die umliegenden Berge.
Tag 5: Jasper und Umgebung
Jasper, wo ihr gestern Abend angekommen seid, ist der wildere und ruhigere Bruder von Banff. Hier habt ihr eine viel größere Chance, einem Elch oder einem Wapiti-Hirsch zu begegnen, der direkt durch die Stadt oder den Campingplatz spaziert. Morgens macht euch auf zum Maligne Lake. Haltet unterwegs am Maligne Canyon an und seid auf der Hut – dies ist ein beliebtes Bärengebiet. Am See könnt ihr eine Bootsfahrt zur berühmten Spirit Island unternehmen, einem der meistfotografierten Orte Kanadas, oder einfach am Ufer entlangspazieren.
Unterkunftstipp: The Crimson Jasper – Elegantes Hotel unweit des Zentrums von Jasper mit Außenwhirlpool und Blick auf die umliegenden Berge.
Tag 6: Jasper – Kamloops
Heute erwartet euch eine längere Fahrt ins Landesinnere. Ihr verlasst die Berge und fahrt Richtung Westen. Haltet am Mount Robson an, dem höchsten Berg der kanadischen Rockies. Wenn ihr Glück habt und der Gipfel nicht in Wolken gehüllt ist, erwartet euch ein imposantes Schauspiel. Dann verändert sich die Landschaft – die Berge weichen zurück und die Gegend um Kamloops erinnert an eine Halbwüste. Ein interessanter Kontrast zu den bisherigen Wäldern und Gletschern. Kamloops ist kein typisches Touristenziel, aber der ideale Ort zum Übernachten und Auffüllen der Vorräte.
Unterkunftstipp: DoubleTree by Hilton Kamloops – Komfortables Hotel mit Pool und Restaurant, ideal für eine Übernachtung auf dem Weg zwischen den Rocky Mountains und der Küste.
Tag 7: Kamloops – Whistler
Von Kamloops aus geht es weiter Richtung Küste, aber nicht auf dem kürzesten Weg über die Autobahn. Wählt die Route über die Duffey Lake Road (Hwy 99). Es ist eine schmale, kurvige Bergstraße mit großartigen Ausblicken, zum Beispiel auf die Joffre Lakes. Dieser Streckenabschnitt ist fahrerisch anspruchsvoller, aber wunderschön. Am Nachmittag erreicht ihr Whistler, das weltbekannte Skigebiet, das auch im Sommer lebendig ist. Auch wenn ihr nicht Ski fahrt, nehmt die Seilbahn Peak2Peak, die zwei Berggipfel in Rekordhöhe verbindet.
Unterkunftstipp: Sundial Boutique Hotel – Boutique-Hotel direkt am Village Stroll in Whistler mit Bergblick. In Reichweite aller Attraktionen.
Tag 8: Whistler – Vancouver
Von Whistler nach Vancouver fahrt ihr auf dem Sea-to-Sky Highway. Der Name sagt alles – die Berge stürzen hier direkt in den Ozean und die Ausblicke auf den Fjord Howe Sound sind unvergesslich. Haltet an den Shannon Falls oder fahrt mit der Seilbahn Sea to Sky Gondola in Squamish. Die Ankunft in Vancouver ist ein Erlebnis für sich. Die Stadt, eingeklemmt zwischen Ozean und Bergen, hat eine einzigartige Atmosphäre, die ihr sofort spürt, wenn ihr die Skyline der Wolkenkratzer erblickt.
Unterkunftstipp: L’Hermitage Hotel – Elegantes Boutique-Hotel im Zentrum von Vancouver mit Pool und in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Tag 9: Vancouver (Stadtbesichtigung)
Am neunten Tag lasst das Auto stehen und erkundet die Stadt. Vancouver ist eine großartige Stadt für Fußgänger und Radfahrer. Leiht euch ein Fahrrad und fahrt auf dem Seawall rund um den Stanley Park. Besucht das historische Viertel Gastown mit der Dampfuhr und schaut unbedingt beim Granville Island Public Market vorbei. Wenn ihr schwindelfrei seid, versucht die Hängebrücke Capilano Suspension Bridge in North Vancouver. Die Stadt ist auch ein Paradies für Feinschmecker – besonders die asiatische Küche ist hier auf Weltklasse-Niveau.
Unterkunftstipp: L’Hermitage Hotel – Elegantes Boutique-Hotel im Zentrum von Vancouver mit Pool und in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Tag 10: Vancouver – Victoria (Vancouver Island)
Das ist der Teil, auf den sich viele am meisten freuen. Mit der Fähre setzt ihr nach Vancouver Island über. Ich empfehle dringend, das Fährticket (z.B. von Tsawwassen nach Swartz Bay) im Voraus zu buchen – im Sommer gibt es lange Warteschlangen. Nach dem Anlegen steuert ihr Victoria an, die Hauptstadt von British Columbia. Es ist eine Stadt mit sehr britischer Atmosphäre, in der ihr Afternoon Tea genießen und das Parlamentsgebäude bewundern könnt. Für Blumenliebhaber sind die Butchart Gardens ein Muss.
Unterkunftstipp: Hotel Grand Pacific – Luxushotel direkt am Inner Harbour in Victoria mit Blick auf den Hafen und in der Nähe des Parlaments.

Tag 11: Victoria – Tofino / Ucluelet
Heute erwartet euch die Fahrt quer über die Insel an ihre wilde Westküste. Die Straße ist kurvig und lang, aber das Ziel ist es wert. Haltet im Cathedral Grove an, wo die Bäume so alt und riesig sind, dass ihr euch darunter wie Ameisen fühlt. Dann geht es weiter auf dem Highway 4 bis ans Ende der Welt. Hier, in der Gegend von Tofino und Ucluelet, endet die Straße und der endlose Pazifik beginnt. Übernachtet in einem der beiden Städtchen und saugt diese magische Energie auf.
Unterkunftstipp: Pacific Sands Beach Resort – Resort direkt am Cox Bay Strand mit Küchenzeile im Zimmer. Ideal für Surfer und Naturliebhaber.

Tag 12: Pacific Rim National Park
Den ganzen Tag widmet ihr dem Nationalpark Pacific Rim. Spaziert über die langen Strände wie Long Beach, wo sich im Nebel Surfer in Neoprenanzügen tummeln. Besucht den Regenwald auf dem Rainforest Trail, wo Holzstege zwischen moosbewachsenen Giganten hindurchführen. Tofino ist auch ein großartiger Ort für Walbeobachtung und Schwarzbären, die bei Ebbe am Strand nach Krabben suchen. Es ist eine raue, wilde Schönheit, die euch vollkommen in ihren Bann zieht.
Unterkunftstipp: Pacific Sands Beach Resort – Resort direkt am Cox Bay Strand mit Küchenzeile im Zimmer. Ideal für Surfer und Naturliebhaber.
Tag 13: Tofino – Nanaimo – Vancouver
Es ist Zeit, sich vom Pazifik zu verabschieden. Fahrt denselben Weg quer über die Insel zurück zum Hafen Nanaimo (Departure Bay). Von dort setzt ihr mit der Fähre zurück aufs Festland über, nach Horseshoe Bay im Norden Vancouvers. Auch hier gilt – Fährreservierung ist ein Muss. Nach dem Anlegen übernachtet ihr in Vancouver oder in der Nähe des Flughafens, um für den Abflug am nächsten Tag bereit zu sein.
Unterkunftstipp: L’Hermitage Hotel – Elegantes Boutique-Hotel im Zentrum von Vancouver mit Pool und in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Tag 14: Vancouver – Heimflug
Den letzten Tag nutzt ihr für letzte Souvenirkäufe, einen letzten Kaffee mit Bergblick oder einen Spaziergang am Meer, bevor es zum Flughafen geht, um das Auto zurückzugeben und nach Hause zu fliegen.
Unterkunft und praktische Tipps für eine komfortable Reise
Wenn ihr eine Rundreise durch Kanadas Westen plant, ist die Unterkunft ein Posten, den ihr nicht unterschätzen solltet. In der Hauptsaison sind freie Zimmer in Banff und Jasper Monate im Voraus vergriffen, und die Preise sind nicht gerade günstig. Wenn ihr sparen wollt und es euch nichts ausmacht, etwas weiter vom Zentrum zu übernachten, sucht Hotels im Städtchen Canmore statt in Banff, oder in Hinton statt in Jasper. Der Preisunterschied kann erheblich sein, und bis zum Park ist es nur ein Katzensprung.
Für den Eintritt in die Nationalparks braucht ihr eine Genehmigung. Wenn ihr mehrere Parks besuchen und insgesamt mehr als eine Woche dort verbringen wollt (was bei dieser Reiseroute der Fall ist), lohnt sich der jährliche Discovery Pass. Dieser gilt für das gesamte Fahrzeug (bis zu 7 Personen) und deckt die Eintritte in Banff, Jasper, Yoho, Glacier und Pacific Rim ab. Ihr kauft ihn in den Infozentren oder am Tor beim Einfahren in den ersten Park und hängt ihn einfach an den Rückspiegel.
Wenn ihr statt Hotel lieber Camping im Auto plant, habt ihr entlang der Strecke zahlreiche großartige Möglichkeiten. Das ist eine hervorragende Art, Geld zu sparen und ein authentischeres Erlebnis der kanadischen Wildnis zu haben.
Noch ein praktischer Tipp: Um unterwegs immer online zu sein und Navigation sowie Reservierungen vornehmen zu können, empfehle ich eine eSIM von Holafly für Kanada. So seid ihr auch in abgelegenen Gebieten, in denen es Empfang gibt, nicht auf WLAN angewiesen.
Essen und Souvenirs: Ahornsirup und die besten Kuchen
Kanada ist nicht nur Burger und Pommes mit Soße (Poutine), obwohl ihr auch das unbedingt probieren müsst. Auf der Strecke werdet ihr auf viele großartige lokale Restaurants stoßen. Wenn ihr von Jasper Richtung Vancouver fahrt und durch das Städtchen Hope kommt (ja, dort wurde Rambo gedreht!), macht eine Pause im Home Restaurant. Es ist so ein klassisches Restaurant, wie man es aus Filmen kennt, und sie backen dort die besten hausgemachten Kuchen weit und breit.
Auf Vancouver Island, genauer gesagt in Coombs, sucht den Old Country Market. Ihr erkennt ihn leicht – auf dem Dach der Markthalle grasen lebende Ziegen. Und in Tofino? Dort ist es Pflicht, sich beim Food Truck Tacofino in die Schlange zu stellen. Ihre Fisch-Tacos sind legendär. Als süßen Abschluss sucht den „Nanaimo Bar“ – ein extrem süßes, ungebackenes Dessert, das in der Hafenstadt Nanaimo erfunden wurde.
Was als Mitbringsel? Der Klassiker ist Ahornsirup. Kauft ihn in der Dose – er lässt sich besser transportieren. Ein tolles Geschenk ist auch geräucherter Lachs in einer Holzbox, der die Flugreise übersteht. Nur bitte kauft euch kein Bärenspray (Bear Spray) als Souvenir – damit kommt ihr nicht ins Flugzeug, auch nicht im aufgegebenen Gepäck. Es gilt als Waffe und Sprengstoff.
Was kostet eine Rundreise durch Kanadas Westen? (Budget)
Ich werde euch nicht anlügen – Kanada ist kein günstiges Reiseziel, aber jeder ausgegebene Dollar ist es wert. Der größte Posten ist wahrscheinlich der Mietwagen und die Unterkunft. Benzin ist etwas günstiger als in Europa, aber angesichts der Entfernungen tankt ihr eine Menge. Für Kraftstoff auf einer Strecke von 2.500 km rechnet mit etwa 360 bis 400 kanadischen Dollar (CAD), das entspricht rund 240 bis 270 Euro.
Ein weiterer Kostenfaktor sind die Fähren. Die Fahrt nach Vancouver Island und zurück für ein Auto und zwei Personen kostet etwa 260 bis 300 CAD (ca. 175 bis 200 Euro). Vergesst auch nicht den Parkeintritt (Discovery Pass kostet ca. 167 CAD, rund 112 Euro für eine Gruppe). Insgesamt ist so ein Urlaub nicht gerade billig, aber die Erlebnisse, die ihr mitnehmt, sind unbezahlbar.
Übersichtstabelle der Reise
| Tag | Route (Von – Nach) | Km (ca.) | Wichtigste Programmpunkte |
|---|---|---|---|
| 1. | Calgary – Banff | 130 km | Ankunft, Banff Avenue, Lake Minnewanka |
| 2. | Banff und Umgebung | 50 km | Lake Louise, Moraine Lake (Shuttle!), Lake Agnes |
| 3. | Banff – Golden | 100 km | Emerald Lake, Takakkaw Falls, Spiral Tunnels |
| 4. | Golden – Jasper | 310 km | Icefields Parkway, Peyto Lake, Athabasca Glacier |
| 5. | Jasper und Umgebung | 100 km | Maligne Lake, Spirit Island, Maligne Canyon |
| 6. | Jasper – Kamloops | 440 km | Mt. Robson, Landschaftswechsel, lange Fahrt |
| 7. | Kamloops – Whistler | 300 km | Duffey Lake Road, Joffre Lakes, Whistler Village |
| 8. | Whistler – Vancouver | 120 km | Sea-to-Sky Highway, Shannon Falls, Vancouver |
| 9. | Vancouver | 0 km | Stanley Park, Gastown, Granville Island |
| 10. | Vancouver – Victoria | 115 km | Fähre Tsawwassen–Swartz Bay, Butchart Gardens |
| 11. | Victoria – Tofino | 320 km | Cathedral Grove, Pacific Rim Highway, Ucluelet |
| 12. | Tofino und Umgebung | 50 km | Long Beach, Rainforest Trail, Walbeobachtung |
| 13. | Tofino – Vancouver | 200 km | Rückfahrt mit der Fähre von Nanaimo nach Horseshoe Bay |
| 14. | Vancouver – Abflug | 30 km | Letzte Einkäufe, Rückgabe Mietwagen, Heimflug |
Fazit
Diese Rundreise durch Kanadas Westen ist ein Erlebnis, an das ihr euer ganzes Leben lang zurückdenken werdet. Die Kombination aus majestätischen Bergen, wilden Tieren, endlosen Wäldern und dem Ozean ist etwas, das sich tief unter die Haut gräbt. Genauso wie bei mir, als ich dort zum ersten Mal stand und meinen eigenen Augen nicht traute.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
