Auf die portugiesische Insel Madeira in Portugal wollte ich fast acht Jahre lang zurückkehren. Und obwohl ich zwischen diesen beiden Besuchen buchstäblich die halbe Welt bereist habe, hat sich meine Meinung über Madeira nicht geändert – es ist definitiv eine der schönsten Inseln auf unserem blauen Planeten. Und vielleicht sogar im ganzen Universum, wer weiß.
In diesem kompletten Guide findest du 25+ der schönsten Orte, die du 2026 auf Madeira (Portugal) sehen solltest, einen detaillierten 7-Tage-Reiseplan Tag für Tag, eine Übersicht der besten Levada-Wanderungen, Tipps zur lokalen Küche und vor allem – neue Infos zu den Pflicht-Reservierungen und kostenpflichtigen Eintritten für PR-Wege, die Madeira ab 2026 eingeführt hat. Los geht’s!

Praktische Informationen für deine Reise nach Madeira
Madeira: Wetter und Wassertemperatur nach Monaten
🌡️ Am wärmsten: August (tagsüber 25 °C) · 🌊 Wärmstes Meer: August (25 °C) · ☔ Wenigste Niederschläge: Juli
| Monat | Tag | Nacht | Meer | Regentage |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 16 °C | 11 °C | 20 °C | 10 |
| Februar | 17 °C | 11 °C | 19 °C | 9 |
| März | 17 °C | 11 °C | 19 °C | 13 |
| April | 18 °C | 12 °C | 20 °C | 11 |
| Mai | 20 °C | 14 °C | 21 °C | 8 |
| Juni | 21 °C | 15 °C | 22 °C | 12 |
| Juli | 23 °C | 17 °C | 24 °C | 4 |
| August | 25 °C | 18 °C | 25 °C | 4 |
| September | 23 °C | 17 °C | 24 °C | 13 |
| Oktober | 22 °C | 16 °C | 24 °C | 12 |
| November | 19 °C | 14 °C | 23 °C | 11 |
| Dezember | 17 °C | 13 °C | 21 °C | 13 |
Quelle: Klimanormal 2019–2024 (Open-Meteo, Messdaten)
Wann nach Madeira reisen? Die besten Monate
Madeira hat ein recht stabiles Klima, deshalb kannst du zu jeder Jahreszeit hinreisen. Selbst im Dezember und Januar können die Temperaturen bei rund 20 Grad liegen, auch wenn die durchschnittliche Tagestemperatur bei etwa 17 Grad liegt.
Am beliebtesten ist wohl der Frühling (April–Juni), wenn die Temperaturen am angenehmsten sind und in Funchal auch das Blumenfestival stattfindet. Du musst aber damit rechnen, dass es an manchen Tagen regnen kann.
Der Sommer ist die beliebteste Reisezeit für Madeira, wenn du Wale beobachten möchtest, aber die Temperaturen können auch um die 33 °C erreichen – was für alle, die auch etwas wandern wollen, unangenehm sein kann.
Der Herbst (September–November) ist auf Madeira ruhiger, die Temperaturen sind weiterhin angenehm (wir hatten im September rund 25 °C), aber es kann wieder regnen. Der Frühherbst ist ideal für einen Besuch, wenn du Wanderungen in den Bergen und entlang der Küste planst.
Ich war auf Madeira im Juni und im September und hatte in beiden Fällen recht angenehmes Wetter, auch wenn es ab und zu geschauert hat. Du musst dich also wirklich nicht davor scheuen, fast jederzeit loszufahren.
Madeira-Wetter: Das aktuelle Wetter auf Madeira
Madeira WetterWie kommst du nach Madeira (Flüge, Direktflüge)
Nach Madeira gibt es Direktflüge aus mehreren europäischen Städten. Von Deutschland fliegen Condor und Lufthansa saisonal direkt, ansonsten schaffst du es mit einem Umstieg in Lissabon oder Porto in etwa 4–5 Stunden. Achte auf Angebote von Condor, Eurowings, TAP Portugal oder Ryanair – Hin- und Rückflüge ab Frankfurt oder München bekommst du oft ab rund 120 €, wenn du die Angebote rechtzeitig verfolgst.
Tipp: Die Landung am Flughafen Cristiano Ronaldo gehört zu den adrenalinreichsten Europas. Die Landebahn steht auf Pfeilern über dem Ozean, und bei Seitenwind wird es zum echten Erlebnis. Keine Sorge, die Piloten sind dafür bestens trainiert.
Mit dem Reiseveranstalter oder auf eigene Faust?
Madeira eignet sich perfekt für Reisen auf eigene Faust. Die Insel ist sicher, kompakt und mit dem Mietwagen gut erschlossen. Mit einer Pauschalreise verlierst du die Flexibilität, die du auf Madeira zu schätzen lernst – zum Beispiel die Möglichkeit, spontan zum Sonnenaufgang auf den Pico do Arieiro zu fahren, wenn das Wetter gerade mitspielt. Wir persönlich empfehlen: Miete dir ein Auto und erkunde die Insel selbstständig.
💡 Tipp: Aktuelle Pauschalreisen nach Madeira verfolgen wir täglich auf einer Seite – mit Hotelbewertungen von Google und Preisentwicklung.
Mietwagen auf Madeira
In den Autovermietungen wird man dir von kleinen Autos abraten, weil man auf Madeira ziemlich steile Berge hochfährt. Wir hatten bei beiden Besuchen ein kleines Auto und nie ein Problem. Wenn du aber kein erfahrener Fahrer bist, buche lieber ein stärkeres Auto und vor allem eine Automatik – das Anfahren an diesen extrem steilen Hängen ist manchmal kein Spaß.
Worauf du achten solltest: Die Straßen auf Madeira sind zwar eng und kurvig, aber gut ausgebaut. Die meisten Hauptstrecken führen durch neue Tunnel. Wir empfehlen eine Vollkaskoversicherung – kleine Kratzer passieren auf den schmalen Straßen schnell. Benzin ist auf der Insel teurer als auf dem portugiesischen Festland, den aktuellen Preis findest du hier.
Wo übernachten auf Madeira – Hotels in Portugal
Madeira ist eine recht kleine Insel, deshalb kannst du dir problemlos ein schönes Hotel in Funchal suchen und von dort aus zu Ausflügen aufbrechen. Am Ende sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass es sich lohnt, quer über die Insel zu ziehen – so erlebst du an einigen Orten sowohl Sonnenauf- als auch Sonnenuntergang, und das ist unbezahlbar.
Funchal ist die beste Basis für kürzere Aufenthalte. Wenn du mehr Zeit hast, empfehlen wir mindestens 2–3 Nächte im Norden (Porto Moniz, São Vicente) – die Nordküste hat eine ganz andere Atmosphäre, und morgens triffst du dort kaum Touristen.
NEU 2026: Kostenpflichtige Eintritte und Reservierungen für PR-Wege
Das ist wohl die wichtigste Neuerung für 2026, die du kennen musst. Madeira hat ein Pflichtsystem mit Vorab-Reservierungen und kostenpflichtigen Eintritten für seine beliebtesten Wanderwege (gekennzeichnet als PR – Pequena Rota) eingeführt. Wenn du eine Levada-Wanderung oder den Trek auf den Pico Ruivo planst, musst du dir deinen Platz vorab online reservieren.
Was kostet das?
Die Preise richten sich nach Schwierigkeit und Beliebtheit des Weges:
- Einfachere Wege (PR 6, PR 9): 3 €/Person
- Mittlere Wege (PR 1, PR 10): 5 €/Person
- Beliebteste Wege (25 Fontes, Caldeirão Verde): 7–10,50 €/Person
- Kinder bis 12 Jahre: kostenlos
Wo und wie reservieren
Die Reservierung erfolgt über das offizielle Portal ifcn.madeira.gov.pt. Wir empfehlen, mindestens 3–5 Tage im Voraus zu reservieren, vor allem in der Hauptsaison (April–Oktober). Die tägliche Kapazität ist begrenzt, und die beliebtesten Wege wie 25 Fontes sind in der Hauptsaison oft schon eine Woche im Voraus ausgebucht.
Tipp aus der Praxis: Plane deine Wanderungen als Erstes bei der Urlaubsplanung – nicht als Letztes! Und falls dein Wunschweg ausgebucht ist, wähle eine weniger bekannte Alternative. Madeira hat Dutzende wunderschöne Levadas, die nicht so beliebt, aber genauso atemberaubend sind.
25+ der schönsten Orte auf Madeira
Bevor wir zum Reiseplan kommen, hier eine komplette Übersicht der besten Madeira-Sehenswürdigkeiten. Jeden Ort haben wir entweder selbst besucht oder empfehlen ihn auf Basis von Erfahrungen von Reisenden, denen wir vertrauen.
1. Funchal – die Hauptstadt der Insel
Funchal ist ein angenehmes Städtchen, das sich vom Hafen den Hang hinaufzieht. Ich würde nicht sagen, dass es das Highlight Madeiras ist, aber es verdient definitiv mindestens einen Tag. Wir haben es uns für den Anfang und das Ende des Urlaubs aufgehoben – und jedes Mal hat es uns positiv überrascht.
Was du in Funchal nicht verpassen solltest:
- Mercado dos Lavradores – bunter Markt mit exotischem Obst, Blumen und frischem Fisch. Probiere Anona (Cherimoya) und Maracuja.
- Zona Velha (Altstadt) – Gassen voller Streetart, bemalte Türen in der Rua de Santa Maria und die besten Restaurants der Stadt.
- Jardim Botânico – Botanischer Garten mit herrlichem Blick über die Stadt. Eintritt ca. 6 €.
- Seilbahn nach Monte – mit der Seilbahn geht es hinauf ins Viertel Monte über Funchal, wo der tropische Garten Monte Palace und die Kirche Nossa Senhora do Monte liegen.
- Korbschlittenfahrt von Monte – traditionelle Korbschlitten, gelenkt von zwei weiß gekleideten Männern, die dich auf der Asphaltstraße den Berg hinunterschieben. Ein absolut einzigartiges und ein bisschen verrücktes Erlebnis. Ca. 30 € für 2 Personen.

2. Cabo Girão – die höchsten Klippen Europas
580 Meter senkrechter Sturz in den Ozean. Cabo Girão ist eine der höchsten Meeresklippen der Welt, und der Aussichtspunkt mit Glasboden (Skywalk) ist kostenlos. 30–45 Minuten reichen, aber der Blick nach unten raubt dir den Atem – und rüttelt vielleicht ein wenig am Magen, wenn du Höhenangst hast.
Unter den Klippen siehst du kleine Felder (Fajãs), zu denen die Bauern mit einer Seilbahn gelangen. Einfach unglaublich.
3. Câmara de Lobos – Churchills Fischerdorf
Ein malerisches Fischerdorf mit bunten Booten, das Winston Churchill liebte – er hat es hier sogar gemalt. Ein Espresso auf dem Platz mit Blick auf den Hafen ist ein Pflichtstopp. Câmara de Lobos ist außerdem als bester Ort für Poncha bekannt – das traditionelle Getränk Madeiras. Probiere es im O Jango.
4. Curral das Freiras – das Nonnental
Ein dramatisches Tal, umgeben von steilen Bergen, in dem sich im 16. Jahrhundert Nonnen vor Piraten versteckten. Der Blick vom Eira do Serrado ist atemberaubend – und danach kannst du hinunter ins Dorf zum Mittagessen fahren. Bestell Espetada (Fleisch am Lorbeerspieß), hier ist eine der besten der Insel.
5. Pico do Arieiro – der dritthöchste Gipfel
Wenn du wissen willst, wie das Paradies wohl aussieht, musst du auf den dritthöchsten Gipfel Madeiras (1.818 m), und zwar direkt zum Sonnenaufgang. Fahr mit dem Auto hinauf und genieße den Blick über den Wolken. Wenn das Wetter mitspielt, wechseln sich Ausblicke auf die Berge mit einem Meer aus Wölkchen ab. Unvergesslich.

6. Pico Ruivo – der höchste Gipfel Madeiras
Der Trek vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo (1.862 m) ist meiner Meinung nach der schönste Trek der Welt. Ein Kammweg mit in den Fels gehauenen Tunneln, Abgründen auf beiden Seiten und Ausblicken, an die du dich bis ans Ende deines Lebens erinnern wirst. 7 km in eine Richtung, 4–5 Stunden hin und zurück, kumulierter Höhenunterschied über 700 m.
Bei meinem zweiten Besuch hatten wir Pech, den ganzen Tag hat es auf dem Pico do Arieiro geregnet. Deshalb ein wichtiger Rat: Halte dir einen Ausweichtag frei und brich nur los, wenn es klar ist! Im Nebel verliert der Trek 90 % seines Zaubers.
7. Ponta de São Lourenço – das Ostende der Insel
Eine trockene, raue Landschaft im Kontrast zum Rest des grünen Madeira. Der Trek zum Ostende der Insel ist wunderschön – 7,4 km, 2–3 Stunden, mittlerer Schwierigkeitsgrad. Klippen, die ins Meer stürzen, rote und gelbe Felsen, Wind und salzige Luft. Eine völlig andere Welt als der Rest der Insel.
Wir sind vom oberen, weiter entfernten Parkplatz gestartet, von dem aus die Route etwas anspruchsvoller ist, dafür aber die besseren Ausblicke bietet. Man geht entlang der Klippen bis zu einer Oase mit dem Café Sardine House cafe & snacks. Vom Café aus kannst du ein Boot nehmen, das dich zurück zum Parkplatz bringt.

8. Porto Moniz – natürliche Lavabecken
Porto Moniz ist bekannt für seine natürlichen Becken aus vulkanischer Lava, in die der Ozean hineinschwappt. Eintritt ca. 3 €. Das Baden in den Becken mit Blick auf den offenen Atlantik ist eines jener Erlebnisse, für die die Leute nach Madeira reisen. Morgens zum Sonnenaufgang ist es hier ruhig – wenn du in Porto Moniz übernachtest, kannst du hier fast allein sein.

9. Seixal – schwarzer Strand und Wasserfälle
Seixal Beach ist einer der fotogensten Orte der ganzen Insel. Schwarzer Vulkansand, Wasserfälle, die direkt von der Klippe ins Meer stürzen, und dramatische grüne Klippen im Hintergrund. Es gibt hier auch die Seixal Natural Pools – ein natürliches Becken, in dem du sicher baden kannst.
10. São Vicente – das schönste Städtchen Madeiras
São Vicente liegt in einem engen, romantischen Tal, das sich von der Atlantikküste ins Landesinnere zieht. Wenn du früh ankommst, schaukeln über den Bergen wahrscheinlich noch weiche Wolkenkissen. Das kleine historische Zentrum wird von der schönen Kirche Igreja de São Vicente aus dem 16. Jahrhundert dominiert.

11. Höhlen von São Vicente – Lavatunnel
Vulkanische Höhlen und Tunnel, entstanden durch Lavaströme. Die Besichtigung dauert etwa 45 Minuten und ist perfekt für Regentage. Du erfährst von der vulkanischen Geschichte der Insel und gehst durch Tunnel, durch die vor Millionen Jahren Lava floss. Eintritt rund 8 €.
12. Fanal – nebliger Lorbeerwald (UNESCO)
Der Fanal Forest ist eine der beliebtesten Foto-Locations auf Madeira. Sobald er sich in Nebel hüllt, gibt es keinen magischeren Ort auf der ganzen Insel. Die verwachsenen, mit Moos überzogenen Lorbeerbäume sehen aus wie aus einer Szene von Der Herr der Ringe.
Im Fanal Forest verbringst du wahrscheinlich mehrere Stunden. Sei geduldig, der Nebel kommt am Ende fast immer. Am besten für die Nebeljagd ist es bis etwa elf Uhr morgens und dann wieder später am Nachmittag. Spaziergang 30–60 Minuten, der Lorbeerwald ist Teil des UNESCO-Welterbes Laurisilva.

13. Santana – traditionelle Dreieckshäuser
Ein malerisches Städtchen im Norden der Insel, bekannt für seine traditionellen Dreieckshäuser (casas de colmo) mit Strohdächern. Sie sind bunt, fotogen und sehen aus wie aus dem Märchen. Ein kurzer Stopp für Fotos und Mittagessen – 1–2 Stunden reichen.
14. Ribeira da Janela – Felsformationen
Ein atemberaubender Aussichtspunkt, der aussieht wie aus Game of Thrones. Felsformationen, die aus dem Meer ragen, vor der Kulisse der dramatischen Küste. Halte auf dem Weg von Porto Moniz an – es ist nur ein paar Minuten von der Hauptstraße entfernt und lohnt sich definitiv.
15. Miradouro Véu da Noiva – Aussicht auf den Wasserfall
Aussicht auf den Wasserfall „Brautschleier“ – ein weißes Wasserband, das von der grünen Klippe direkt in den Ozean stürzt. Einer der meistfotografierten Aussichtspunkte an der Nordküste. Du findest ihn auf dem Weg zwischen Seixal und São Vicente.
16. Jardim do Mar – Surfen und Ruhe
Ein winziges Dorf an der Südwestküste, zu dem Surfer aus ganz Europa kommen. Wenn du keine Wellen, sondern Ruhe suchst, findest du sie hier. Gassen voller Blumen, kleine Cafés und eine Meerespromenade, an der man stundenlang sitzen und den Wellen lauschen kann.
17. Machico – die zweitgrößte Stadt
Machico hat einen der wenigen künstlich angelegten Sandstrände der Insel (Sand aus Marokko importiert). Ein ruhiges Städtchen mit angenehmer Promenade und guten Fischrestaurants. Ein toller Stopp auf dem Weg zur Ponta de São Lourenço.
18. Achadas da Cruz – die steilste Seilbahn der Welt
Unweit von Porto Moniz findest du die steilste Seilbahn der Welt, die senkrecht von der Klippe zum Strand führt. Kauf dir die Tickets, bevor du es dir anders überlegst, denn die Fahrt sieht furchteinflößend aus. Wenn du unten ankommst, merkst du, dass es nicht nur eine Strandpromenade ist, sondern eine Kleingartenkolonie. Vergeblich suchst du, wie die Leute das Material anders als per Seilbahn herbringen. Sie bringen es tatsächlich mit der Seilbahn.
19. Prainha de Caniçal – der schönste Naturstrand
Ein kleiner Sandstrand mit Vulkansand, umgeben von dramatischen Klippen. Der einzige natürliche Sandstrand auf Madeira und definitiv einer der schönsten. Zum Baden ideal im Sommer, aber auch im Frühling und Herbst ist es hier angenehm.
20. Calheta Beach – Strand für Familien
Ein künstlich angelegter Sandstrand mit ruhigem Wasser, ideal für Familien mit Kindern. In der Umgebung gibt es Restaurants und Cafés mit Meerblick. Wenn du kleine Kinder hast und einen Tag am Meer möchtest, ist Calheta deine beste Wahl auf Madeira.
21. Curral das Freiras – Aussichtspunkt Eira do Serrado
Der Aussichtspunkt über dem Nonnental gehört zu den dramatischsten der Insel. Aus der Höhe siehst du das ganze Tal und das Dörfchen auf dem Talgrund – es wirkt wie eine Miniatur. Kombiniere es mit einem Besuch von Curral das Freiras selbst weiter unten.
22. Miradouro da Portela – Ausblicke auf die Nordküste
Ein Panorama-Aussichtspunkt auf die grüne Nordküste Madeiras. Ein toller Stopp auf dem Rückweg von Santana oder der Ponta de São Lourenço. Es gibt hier auch ein Restaurant mit guter Küche und angenehmer Terrasse.
23. Ribeira do Inferno – die alte Straße
Zwischen São Vicente und Seixal kannst du über die ursprüngliche Straße spazieren, die von hier nach Seixal führte. Für Liebhaber etwas ungewöhnlicher Attraktionen ist es ein interessanter Abstecher – du siehst, wie das Reisen auf Madeira aussah, bevor die Tunnel gebaut wurden.
24. Miradouro da Santinha – Aussicht über Porto Moniz
Wenn du in Porto Moniz bist und Zeit hast, fahr zu diesem Aussichtspunkt hinauf. Porto Moniz sieht von hier aus wie ein Städtchen von einer Postkarte – die Hausdächer, die natürlichen Becken und der endlose Ozean.
25. Garajau Beach – kristallklares Wasser
Ein schöner Kieselstrand mit kristallklarem Wasser, erreichbar mit der Seilbahn. Das Gebiet ist Teil des Naturschutzgebiets Garajau, weshalb die Unterwasserwelt hier außergewöhnlich ist – ein toller Ort zum Schnorcheln.
26. Blandy’s Wine Lodge – Madeira-Wein verkosten
Historische Weinkeller in Funchal, in denen seit 1811 Madeira-Wein hergestellt wird. Eine Führung mit Verkostung kostet ca. 15 € und lohnt sich auf jeden Fall – du erfährst vom einzigartigen Herstellungsprozess des verstärkten Weins, der erhitzt wird (anders als andere Weine). Ein toller Plan für einen verregneten Nachmittag.
Die besten Levada-Wanderungen auf Madeira
Levadas sind einzigartige Bewässerungskanäle, die man auf Madeira schon seit dem 15. Jahrhundert baut. Entlang von ihnen führen Wege, die dich durch Lorbeerwälder, wasserfallgesäumte Täler und neblige Bergkämme führen. Genau die Levada-Wanderungen sind Grund Nummer eins, nach Madeira zu reisen.
Wer auf Madeira war und keine Levada gewandert ist, war gar nicht da, sagt man. Bei jedem meiner Besuche habe ich mindestens eine gemacht.
Levada das 25 Fontes (25 Wasserfälle)
Die berühmteste Levada-Wanderung der Insel – und das zu Recht. Der Weg führt durch dichten Lorbeerwald (UNESCO) und endet an einem Amphitheater mit 25 Wasserfällen, die über moosbewachsene Felsen in einen Teich stürzen.
- Länge: 11 km (hin und zurück)
- Schwierigkeit: mittel
- Dauer: 3–4 Stunden
- Start: Rabaçal (Parkplatz + Shuttlebus)
- Eintritt 2026: ca. 7–10,50 €, Reservierung erforderlich
Tipp: Kombiniere sie mit der Levada do Risco (Wasserfall von 100 m Höhe), die am selben Ort beginnt. An einem Tag zu schaffen.
Levada do Caldeirão Verde
Mir kommen alle Levadas ähnlich vor, deshalb haben wir eine gewählt, die auch durch Tunnel führt, und zwar die Levada do Caldeirão Verde, die 12 km lang ist und etwa 3–4 Stunden dauert. Extrem beliebt, aber gleichzeitig wunderschön – die Tunnel sind eng, du brauchst eine Stirnlampe, und am Ende erwartet dich ein grünes Amphitheater mit Wasserfall.

- Länge: 12 km (hin und zurück)
- Schwierigkeit: mittel
- Dauer: 3–4 Stunden
- Eintritt 2026: Reservierung über ifcn.madeira.gov.pt erforderlich
Levada do Rei (Königslevada)
Eine weniger besuchte Alternative, aber wunderschön. Sie führt durch den Lorbeerwald im Norden der Insel und endet an der Quelle des Flusses Ribeiro Bonito. Ideal für alle, die Ruhe suchen und keine Menschenmassen mögen.
- Länge: 10 km (hin und zurück)
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
- Dauer: 3 Stunden
Vereda dos Balcões (die einfachste)
Wenn du keine Zeit oder Kondition für längere Wanderungen hast, ist das deine Levada. Ein kurzer und leichter Spaziergang (1,5 km in eine Richtung) zum Aussichtspunkt Balcões, von dem aus du das Tal Ribeira da Metade und bei gutem Wetter sogar den Pico do Arieiro siehst. Ideal auch für Familien mit Kindern.
Pico do Arieiro → Pico Ruivo: der Königstrek
Das ist technisch gesehen keine Levada, sondern der berühmteste Trek auf Madeira. Er verbindet den dritt- und den höchsten Gipfel der Insel über einen Kammweg mit in den Fels gehauenen Tunneln.
- Länge: 7 km (in eine Richtung), 14 km hin und zurück
- Schwierigkeit: anspruchsvoll
- Dauer: 5–6 Stunden (hin und zurück)
- Höhe: 1.818 m → 1.862 m (kumulierter Höhenunterschied über 700 m)
- Eintritt 2026: Reservierung erforderlich
Tipp: Brich so früh wie möglich morgens auf (idealerweise vor 8:00 Uhr). Über den Wolken ist es genau am frühen Morgen am schönsten, und du entgehst den Menschenmassen und dem Nachmittagsnebel.
Wale und Delfine beobachten
Madeira ist von tiefen Ozeangewässern umgeben, wodurch es einer der besten Orte Europas für die Beobachtung von Walen und Delfinen ist. Die Chance, Delfine zu sehen, liegt das ganze Jahr über bei über 95 %!
Wenn du zu einer Zeit nach Madeira reist, in der Wale und Delfine vor der Küste sind, solltest du einen Ausflug aufs Meer keinesfalls verpassen. Wir haben uns dafür einen ganzen Tag reserviert, denn wir hatten einen Ausflug mit Garantie gebucht: Wenn wir nichts sehen, dürfen wir kostenlos erneut mitfahren.

Was kannst du sehen?
- Delfine (ganzjährig): Große Tümmler, Streifendelfine – Chance über 95 %
- Pottwal (April–Oktober): der häufigste Wal vor Madeira
- Brydewal (Sommer): seltener, aber faszinierend
- Seiwal (Frühling): auf seinen Migrationsrouten
Praktische Infos
- Preis: 35–65 €/Person (2–3 Stunden)
- Woher: Hafen von Funchal oder Calheta
- Empfohlene Anbieter: VMT Madeira, Lobosonda, Rota dos Cetáceos
- Tipp: Nimm eine warme Schicht mit – auf dem offenen Ozean ist es immer windig, auch wenn es an Land warm ist.
Was du auf Madeira probieren solltest – die lokale Küche
Die Madeira-Küche ist einfach, aber fantastisch. Frischer Fisch, Fleisch am Lorbeerspieß und lokaler Rum – hier wirst du nicht hungern und isst obendrein zu vernünftigen Preisen.
Espetada – Fleisch am Lorbeerspieß
Das ikonische Gericht Madeiras. Rindfleischstücke, aufgespießt auf einem Lorbeerstock, über dem Feuer gegrillt. Es wird an einem Ständer aufgehängt direkt am Tisch serviert. Der Duft des Lorbeers durchdringt das Fleisch, und das Ergebnis ist fantastisch. Preis im Restaurant ca. 12–18 €.
Wo probieren: Die Restaurants in Curral das Freiras oder in Câmara de Lobos haben die besten.
Poncha – das Nationalgetränk Madeiras
Eine Mischung aus Aguardente (Zuckerrohrschnaps), Honig und Zitrusfrüchten. Sieht harmlos aus, aber nach zwei Ponchas fangen die Beine an zu wackeln. Es gibt sie in der klassischen Variante (Zitrone), mit Maracuja und in der regionalen Variante mit Orange. Preis 3–5 €.
Wo probieren: O Jango in Câmara de Lobos – angeblich die beste Poncha der Insel. Wir können das bestätigen.
Bolo do caco – das Knoblauchbrot von Madeira
Ein flaches Brot aus Süßkartoffelteig, heiß serviert mit Knoblauchbutter. Du bekommst es in jedem Restaurant als Vorspeise, und es macht süchtig. Ehrlich gesagt, selbst wenn wir auf Madeira nur Bolo do caco gegessen hätten, wäre das schon ein guter Grund für die Reise gewesen.
Lapas grelhadas – gegrillte Napfschnecken
Meeresschnecken, gegrillt mit Knoblauchbutter und Zitrone. Sieht ein bisschen gruselig aus, aber geschmacklich ist es ein Hammer. Eine der beliebtesten Vorspeisen der ganzen Insel. Preis ca. 8–12 €.
Madeira-Wein – wo probieren
Ein verstärkter Wein mit einer Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Anders als Portwein wird Madeira-Wein erhitzt, was ihm seinen einzigartigen Karamellgeschmack verleiht. Wir empfehlen einen Besuch der Blandy’s Wine Lodge in Funchal – eine Verkostung mit Besichtigung der historischen Keller für ca. 15 €.
Reisen mit Kindern auf Madeira
Madeira ist nicht die idealste Insel für Reisen mit kleinen Kindern, denn auf der Insel gibt es viele Klippen und Berge, aber wenige schöne Strände. Ebenso gibt es hier nicht allzu viele Resorts, in denen ihr euch mit kleinen Kindern austoben könnt.
Wenn du aber bereits kleine Bergziegen zu Hause hast, kannst du auch mit ihnen das Reisen auf Madeira genießen. Passende Aktivitäten für Familien:
- Calheta Beach – ruhiger Sandstrand, sicher für Kinder
- Natürliche Becken von Porto Moniz – sicheres Baden in den Lavabecken
- Vereda dos Balcões – kurze und einfache Levada-Wanderung (1,5 km)
- Korbschlittenfahrt von Monte – ein Erlebnis für die ganze Familie
- Botanische Gärten – ruhige Spaziergänge mit exotischen Pflanzen
- Mercado dos Lavradores – Kinder haben Spaß an der Verkostung exotischer Früchte
Zum Entspannen am Pool oder am Strand ist Madeira aber nicht am besten geeignet – dafür sind die Kanarischen Inseln oder die Algarve besser.
Strände auf Madeira
Madeira ist bekannt für seine wilde Natur und felsige Küste, bietet aber auch wunderschöne Badeorte. Erwarte nur keine kilometerlangen weißen Sandstrände – hier ist es anders, aber gerade deshalb einzigartiger:
- Prainha de Caniçal – der einzige natürliche Sandstrand, Vulkansand
- Seixal Beach – schwarzer Vulkansand und Wasserfälle von der Klippe
- Porto Moniz – vulkanische Becken mit natürlichem Meerwasser
- Calheta Beach – künstlich angelegter Sandstrand, familienfreundlich
- Machico Beach – Sandstrand mit ruhigem Wasser
- Garajau Beach – Kieselstrand mit kristallklarem Wasser, erreichbar mit der Seilbahn
7-Tage-Reiseplan für Madeira (Tag für Tag)
Unser Reiseplan war sehr entspannt, wir konnten alles in Ruhe genießen und erkunden. Wahrscheinlich lässt sich in sieben Tagen noch mehr schaffen, aber wenn du einen entspannten Entdeckungsurlaub möchtest, folge einfach unseren Schritten.
Tag 1 – Ankunft und Funchal
Nach der Ankunft holst du den Mietwagen am Flughafen ab und fährst nach Funchal. Wir sind erst in den Abendstunden in Funchal gelandet, deshalb haben wir uns entschieden, direkt in der Stadt zu übernachten und nirgendwohin weiterzufahren.
Nachmittag/Abend:
- Check-in und Spaziergang durch die Zona Velha (Altstadt mit Streetart)
- Besuch des Mercado dos Lavradores – exotisches Obst, Blumen, frischer Fisch
- Abendessen in einem der Restaurants in der Rua de Santa Maria
- Erste Poncha des Tages – Pflicht-Einweihung
Ich kann dir das romantische, wenn auch etwas ältere Hotel Inn & Art Madeira empfehlen, wo du bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Klippen zu Abend essen kannst. Das Hotel hat auch ein vegetarisches Angebot, und zum Aufenthalt bekommst du Wein gratis. Obwohl wir von dieser Retro-Unterkunft ohne Klimaanlage nicht viel erwartet hatten, war es ein wunderbarer Start in den ganzen Urlaub.
Tag 2 – Cabo Girão, Câmara de Lobos, Curral das Freiras
Morgen: Auffahrt zum Cabo Girão (580 m – höchste Klippe Europas, Glas-Aussichtsplattform). Kurzer Stopp von 30–45 Minuten.
Vormittag: Abfahrt nach Câmara de Lobos – ein malerisches Fischerdorf, das Winston Churchill liebte. Espresso auf dem Platz, Fotos von den bunten Booten und vielleicht die erste Poncha des Tages im O Jango.
Nachmittag: Curral das Freiras (Nonnental) – dramatische Aussicht vom Eira do Serrado, dann Abfahrt hinunter ins Dorf zum Mittagessen. Bestell Espetada!
Tag 3 – Pico do Arieiro → Pico Ruivo
Ein Ganztagestrek. Fahr so früh wie möglich morgens mit dem Auto zum Pico do Arieiro (1.818 m) – idealerweise zum Sonnenaufgang. Der Trek zum Pico Ruivo (1.862 m) und zurück = ca. 14 km, 5–6 Stunden.
Wichtig: Check das Wetter! Im Nebel verliert der Trek 90 % seines Zaubers. Halte dir einen Ausweichtag frei und tausche ihn gegebenenfalls mit Tag 4 oder 5. Du musst nicht bis zum Ruivo gehen, es ist ein recht anspruchsvoller Trek mit 1.000 Metern Höhenunterschied.
Abend: Rückkehr nach Funchal, verdientes Abendessen.
Tag 4 – São Vicente, Seixal und Porto Moniz (Nordküste)
Nach dem Frühstück fährst du Richtung Norden.
Morgen: São Vicente – Spaziergang durchs Zentrum, Promenade entlang des Ozeans. Bei Interesse Besichtigung der Lavahöhlen (45 Minuten).
Unterwegs: Stopp an der Ribeira do Inferno (alte Straße), am Miradouro Véu da Noiva (Wasserfall) und am Seixal Beach (schwarzer Strand mit Wasserfällen). Seixal Natural Pools zum Baden.
Nachmittag: Porto Moniz – natürliche Lavabecken (Eintritt 3 €). Weiter zum Aussichtspunkt Ribeira da Janela (Felsformationen) und nach Achadas da Cruz (steilste Seilbahn der Welt).
Abend: Heb dir die Besichtigung von Porto Moniz für den Abend auf, wenn es hier ruhig ist. Abendessen im Sea View Restaurant – gutes Essen auch für Vegetarier.
- Wo übernachten: Hotel Salgueiro in Porto Moniz – mit Frühstück, nahe den natürlichen Becken.
Tag 5 – Fanal Forest + Levada das 25 Fontes
Steh früh auf und geh noch vor dem Frühstück durch Porto Moniz im Morgenrot – morgens ist es hier ruhig, vielleicht bist du weit und breit der Einzige.
Morgen: Auffahrt zum Fanal Forest – nebliger Lorbeerwald. Komm so früh wie möglich an, der Nebel ist bis 11:00 Uhr am besten. Spaziergang 30–60 Minuten.
Nachmittag: Fahrt nach Rabaçal (Parkplatz + Shuttle). Wanderung Levada das 25 Fontes (3–4 Stunden), gegebenenfalls kombiniert mit der Levada do Risco (+ 1 Stunde).
Übernachte im Estalagem do Vale in São Vicente, das auch einen Pool und Minigolf hat. Wenn du mit Aussicht zu Abend essen möchtest, reserviere einen Platz im Restaurante Lavrador São Vicente.
Tag 6 – Ponta de São Lourenço + Santana
Morgen: Ponta de São Lourenço – Trek zum Ostende der Insel. Trockene, raue Landschaft im Kontrast zum Rest des grünen Madeira. 7,4 km, 2–3 Stunden.
Nachmittag: Santana – traditionelle Dreieckshäuser (casas de colmo). Kurzer Fotostopp + Mittagessen.
Auf dem Rückweg: Miradouro da Portela – Ausblicke auf die Nordküste.
- Wo übernachten: Portobay Serra Golf – reserviere das Abendessen rechtzeitig, sonst musst du woanders hin.
Tag 7 – Whale Watching / Monte / Funchal
Morgen: Wal- und Delfinbeobachtung von Funchal aus (2–3 Stunden auf dem Boot). Kauf einen Ausflug mit Garantie – falls sich nichts zeigt, fährst du kostenlos erneut mit.
Nachmittag: Seilbahn nach Monte + Korbschlittenfahrt wieder hinunter (ca. 30 €/2 Personen). Alternativ: Blandy’s Wine Lodge (Madeira-Weinverkostung), Shopping in Funchal, Relaxen.
Zum Übernachten empfehlen wir das Hotel Terrace Mar in Funchal – es gibt dort auch einen Pool. Buche es ohne Frühstück, wenn du am nächsten Tag einen frühen Abflug planst.
Hotels auf Madeira (Portugal) – wo übernachten
Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy
Was tun auf Madeira, wenn es regnet
Auf Madeira regnet es ab und zu – das ist eine Tatsache, mit der du rechnen musst. Aber ein Regentag bedeutet hier keineswegs einen verlorenen Tag. Hier ein paar bewährte Tipps:
Höhlen von São Vicente
Vulkanische Tunnel und Höhlen, entstanden vor Millionen von Jahren. Die Besichtigung dauert 45 Minuten und ist faszinierend – du erfährst von der vulkanischen Geschichte der Insel. Eintritt ca. 8 €, ideal für einen verregneten Vormittag.
Blandy’s Wine Lodge
Besichtigung der historischen Keller mit Madeira-Weinverkostung. Ca. 15 €, und du erfährst, warum Madeira-Wein so einzigartig ist (er wird erhitzt, anders als alle anderen Weine). Ein romantischer Plan für einen verregneten Nachmittag.
Mercado dos Lavradores
Der bunte Markt in Funchal funktioniert bei jedem Wetter. Probiere exotisches Obst, kauf Blumen und schau den Fischern mit dem Fang des Tages zu. Ein angenehmes Stündchen auch bei Regenguss.
CR7-Museum
Cristiano Ronaldo wurde auf Madeira geboren, und in Funchal gibt es sein Museum voller Trophäen, Trikots und goldener Fußballschuhe. Auch wenn du kein Fußballfan bist, ist es interessant – und draußen steht eine fotogene Statue. Eintritt ca. 5 €.
Levada-Wanderungen bei leichtem Regen
Es klingt verrückt, aber die Levada-Wege sind bei leichtem Regen zauberhaft. Der Lorbeerwald Laurisilva ist bei Nebel und Regen noch magischer. Es reicht eine wasserdichte Jacke und gutes Schuhwerk. Meide nur die exponierten Kammwanderungen (Pico do Arieiro).
Worauf du auf Madeira achten solltest
Madeira ist eine wunderschöne und sichere Insel, aber ein paar Dinge solltest du vorher wissen:
- Wetter und schnelle Wechsel – das Klima kann sich im Laufe des Tages ändern, wir empfehlen den Zwiebellook. Im Norden der Insel regnet es mehr als im Süden.
- Anspruchsvolles Gelände – viele Wanderwege führen über steile Pfade, gutes Schuhwerk ist unerlässlich. Für die Levadas nimm eine Stirnlampe mit (Tunnel!).
- Straßenverkehr – fahr vorsichtig durch die Bergserpentinen, manche Straßen sind eng und steil. Die Tunnel haben das Reisen aber deutlich vereinfacht.
- Reservierung der PR-Wege 2026 – ein neues System! Vergiss nicht, dir vorab Plätze für die beliebten Wege zu reservieren, sonst lassen sie dich nicht durch.
- Meeresströmungen – Baden im Ozean kann wegen starker Strömungen gefährlich sein, es empfiehlt sich, auf Warnungen zu achten und in den natürlichen Becken zu schwimmen.
- Mücken – sind wegen der windigen Bedingungen und des steilen Geländes generell kein großes Problem. Im Sommer können sie aktiver sein, aber nichts Dramatisches.
- Sonne und UV-Strahlung – obwohl das Klima mild ist, ist die UV-Strahlung auf Madeira stark, vergiss die Sonnencreme nicht.
- Preise und Zahlungen – mit Karte kannst du fast überall zahlen, aber in kleineren Dörfern kann Bargeld nützlich sein.
Was kostet eine Woche auf Madeira – Budget 2026
Madeira ist deutlich günstiger als die Kanarischen Inseln oder die Azoren. Mit einem vernünftigen Budget lässt sich eine Woche für 1.000–1.400 € pro Person inklusive allem schaffen. Hier eine orientierende Übersicht:
Budget (820–1.400 €/Person):
- Hin- und Rückflug: 120–210 €
- Unterkunft 7 Nächte (Hostels, Airbnb): 290–490 €
- Mietwagen 7 Tage: 160–250 €
- Benzin: 40–60 €
- Essen und Trinken: 160–290 €
- Aktivitäten + Eintritt PR-Wege: 40–100 €
Mittelklasse (1.400–2.300 €/Person):
- Hin- und Rückflug: 160–290 €
- Unterkunft 7 Nächte (3–4*-Hotels): 570–860 €
- Mietwagen 7 Tage: 250–370 €
- Benzin: 40–60 €
- Essen und Trinken: 330–570 €
- Aktivitäten (Treks, Whale Watching): 100–210 €
Komfort (2.500–4.300 €/Person):
- Hin- und Rückflug: 250–410 €
- Unterkunft 7 Nächte (4–5*-Hotels): 1.000–1.800 €
- Mietwagen 7 Tage: 370–620 €
- Benzin: 40–60 €
- Essen und Trinken: 620–1.000 €
- Aktivitäten: 180–370 €
Tipp: Der Eintritt für die PR-Wege (neu ab 2026) kommt mit etwa 20–40 € pro Person und Woche dazu, je nach Anzahl der Wanderungen. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.
Häufige Fragen (FAQ)
Reicht eine Woche für Madeira?
Ja, in einer Woche schaffst du das Beste von Madeira zu sehen. Mit unserem 7-Tages-Itinerär siehst du die wichtigsten Orte, schaffst 2-3 Levada-Wanderungen, Whale Watching und Funchal. Wenn du aber die Möglichkeit hast, sind 10 Tage ideal — du hast dann Zeit für Reservetage bei schlechtem Wetter.
Muss ich ab 2026 den Zugang zu Wanderwegen auf Madeira reservieren?
Ja, ab 2026 hat Madeira ein verpflichtendes Vorab-Reservierungssystem für PR (Pequena Rota) Routen eingeführt. Die Reservierung erfolgt online über das Portal ifcn.madeira.gov.pt. Die Preise liegen zwischen 3 und 10,50 EUR pro Person je nach Schwierigkeitsgrad der Route. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Wir empfehlen, 3-5 Tage im Voraus zu reservieren, bei beliebten Routen wie 25 Fontes sogar eine Woche.
Wie ist das Wetter auf Madeira und wann ist die beste Reisezeit?
Madeira hat ein stabiles subtropisches Klima mit Temperaturen von 17-25 °C das ganze Jahr über. Frühling (April-Juni) ist am beliebtesten — angenehme Temperaturen und Blumenfestival. Sommer ist ideal für Whale Watching, aber die Temperaturen können 30 °C überschreiten. Herbst (September-November) ist ruhiger mit angenehmen Temperaturen. Auch im Winter bleiben die Temperaturen bei 17-20 °C.
Ist Madeira geeignet für Familien mit Kindern?
Madeira ist kein typisches Familien-Resort — es fehlen lange Sandstrände und All-Inclusive-Hotels. Aber für aktive Familien mit größeren Kindern ist es großartig. Geeignete Aktivitäten: Calheta Beach (ruhiger Strand), Porto Moniz Pools, die kurze Vereda dos Balcões, Korbschlittenfahrt von Monte und botanische Gärten.
Was kostet eine Woche auf Madeira im Jahr 2026?
Eine Woche auf Madeira lässt sich für 800-1.400 € pro Person in der Budget-Variante schaffen (Airbnb, Selbstverpflegung, günstigeres Auto) oder für 1.400-2.300 € in der Mid-Range-Variante (3-4* Hotels, Restaurants, Aktivitäten). Madeira ist deutlich günstiger als die Kanarischen Inseln. Die neuen Eintrittspreise für PR-Wanderwege kommen mit ca. 20-40 € pro Person für eine Woche hinzu.
Brauche ich auf Madeira ein Auto?
Wir empfehlen es dringend. Madeira ist zwar eine kleine Insel, aber ohne Auto kommst du nicht zu den meisten Aussichtspunkten, Levada-Wanderungen und schönen Orten außerhalb von Funchal. Busse fahren zwar, sind aber langsam und begrenzt. Ein Auto kannst du ab ca. 160 € für eine Woche mieten. Die Straßen sind hochwertig mit vielen neuen Tunneln.
Gibt es auf Madeira ein Problem mit Mücken?
Nein, Mücken sind auf Madeira kein großes Problem. Die Insel ist gut geschützt dank des steilen Geländes und windigen Bedingungen. In den Sommermonaten können sie in Gegenden mit höherer Luftfeuchtigkeit aktiver sein, aber im Vergleich zu anderen Reisezielen ist das minimal. Mückenschutz solltest du trotzdem mitnehmen.
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Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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