Indien kann unglaublich intensiv sein, und die größte Metropole des Landes, Mumbai (seit 1995 offiziell Mumbai, vorher Bombay), wird dich direkt nach der Landung davon überzeugen. Diese Stadt schläft niemals, britische Kolonialarchitektur mischt sich mit modernen Wolkenkratzern und auf den Straßen duftet es nach frischen Gewürzen. Wenn du planst, die Schönheiten Südasiens zu entdecken, solltest du für diese Stadt mindestens drei volle Tage einplanen, denn Langeweile wird hier definitiv nicht aufkommen.
Eine entscheidende Neuerung ist die brandneue U-Bahn-Linie Aqua Line, die seit dem 9. Oktober 2025 endlich vollständig in Betrieb ist. Zum allerersten Mal in der Geschichte kannst du die Stadt nun unterirdisch durchqueren – vom internationalen Terminal T2 bis hinunter zum ikonischen Gateway of India im Süden. Die Fahrt zur Station Churchgate dauert nur 45 bis 50 Minuten und ein Ticket kostet dich maximal 70 INR (etwa 0,75 €). Du musst dich also nicht mehr vor den legendär überfüllten Vorortzügen fürchten.
Bei der Reiseplanung solltest du aber unbedingt auf den Flughafencode auf deinem Ticket achten. Seit dem 1. Oktober 2026 werden nämlich etwa ein Drittel der internationalen Flüge zum neuen Flughafen Navi Mumbai (Code NMI) verlegt, zu dem noch keine U-Bahn-Verbindung führt. Wenn du zum alten Flughafen in Andheri (Code BOM) fliegst, hast du Glück und kannst direkt in die U-Bahn steigen. Vom neuen Flughafen Navi Mumbai musst du mit einer Taxifahrt über die neue Brücke Atal Setu rechnen, was etwa eine Stunde dauert und rund 1.100 bis 1.200 INR kostet.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Neue U-Bahn Aqua Line: Vom Flughafen BOM kommst du bequem mit der U-Bahn ins Zentrum für 70 INR, ein 3-Tages-Touristenticket kostet 700 INR.
- Zwei verschiedene Flughäfen: Ab Oktober 2026 solltest du deine Tickets genau prüfen – Code BOM bedeutet Flughafen mit U-Bahn-Anschluss, Code NMI ist der neue Flughafen, nur per Taxi erreichbar.
- Wann hinfahren: Ideales Wetter herrscht von Mitte November bis Februar, wenn es trocken ist und die Temperaturen bei angenehmen 31 bis 34 °C liegen.
- Elektronisches Visum: Das touristische e-Visum für 30 Tage kannst du online für 25 USD beantragen, vergiss nicht auch die kostenlose e-Arrival Card auszufüllen.
- Zahlungen und Geld: Ausländische Karten funktionieren in Hotels, für Zahlungen an Ständen solltest du dir am Flughafen die touristische App UPI One World für QR-Code-Zahlungen einrichten.
- Sicherheit in der Stadt: Die südlichen Viertel Colaba und Fort gelten als sehr sicher, nachts solltest du zur Sicherheit aber die App Uber für deine Fahrten nutzen.
- Paradies für Vegetarier: Die Stadt bietet Hunderte sogenannter Pure-Veg-Restaurants, in denen komplett ohne Fleisch und Eier gekocht wird.
Der komplette Reiseführer: Asien — Reiseführer und Highlights
Wann nach Mumbai reisen
Die beste Reisezeit ist eindeutig von Mitte November bis Ende Februar. Während dieser Wintermonate herrscht praktisch Trockenheit, die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich zwischen 31 und 34 °C und die Luftfeuchtigkeit sinkt auf erträgliche 50 Prozent. Die Nachttemperaturen fallen im Januar auf angenehme 17 bis 20 °C, sodass du auch ohne voll aufgedrehte Klimaanlage gut schlafen kannst. Rechne nur damit, dass im Winter die Smogsituation schlechter ist, allerdings ist die Luft hier dank der Meeresbrise deutlich sauberer als in Delhi.
Dagegen versprechen April und Mai große Feuchtigkeit und die Temperaturen klettern weit über 34 °C. Der einzige Vorteil des späten Frühlings ist die Saison der berühmten süßen Mangos der Sorte Alphonso. Wenn dir echte Extreme nichts ausmachen, kannst du es versuchen, aber die Wege durch die aufgeheizten Straßen werden dich viel Energie kosten.
Unbedingt meiden solltest du die Monsunzeit von Juni bis September. Während dieser vier Monate fallen durchschnittlich 2.400 Millimeter Niederschlag und die Straßen sind oft komplett überflutet. Am 2. Juli 2026 fielen hier zum Beispiel 205 mm Niederschlag an einem einzigen Tag – das war der zweitnasseste Tag in der Messgeschichte. An solchen Tagen stehen die Vorortzüge still und die Boote zur Insel Elephanta legen nicht ab.
Wo in Mumbai übernachten
Bei der Wahl der Unterkunft kommt es vor allem darauf an, welches Budget du hast und was du sehen möchtest. Für den ersten Besuch ist das südliche Viertel Colaba die beste Wahl, wo du die ikonischen Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichst, allerdings sind die Hotelpreise hier logischerweise am höchsten. Einen tollen Kompromiss bieten die benachbarten Viertel Fort und Churchgate, wo du wunderschöne Art-déco-Gebäude findest, eine hervorragende Anbindung an die neue U-Bahn hast und etwas günstigere Preise pro Nacht bezahlst.
Wenn du moderne Cafés und Nachtleben suchst und es dir nichts ausmacht, 45 bis 90 Minuten zu den Sehenswürdigkeiten zu fahren, wähle das beliebte Viertel Bandra West. Für Reisende mit einem frühen Morgenflug oder sehr späten Ankunftsflug macht es Sinn, mindestens die erste Nacht in Flughafennähe im Viertel Andheri East zu übernachten, wo es eine riesige Auswahl an ordentlichen Business-Hotels und sauberen Hostels direkt an der U-Bahn-Linie gibt.
- The Taj Mahal Palace, Mumbai ist ein legendäres Hotel aus dem Jahr 1903 direkt beim Gateway of India, wo Gäste das hervorragende Frühstück, die Entspannung am Pool und den perfekten Service loben. Von diesem Juwel wirst du wahrscheinlich begeistert sein, rechne nur damit, dass manche Zimmer nicht ganz riesig sind.
- Abode Bombay ist ein wunderschönes Boutique-Hotel voller Antiquitäten, das du unweit vom Regal-Kino und dem Gateway of India findest. Gäste loben hier sehr die ruhige Atmosphäre mitten im geschäftigen Colaba, das freundliche Personal und das ausgezeichnete hausgemachte Frühstück mit lokalen und veganen Köstlichkeiten.
- Residency Hotel Fort ist zwar offiziell nur ein Drei-Sterne-Hotel, aber dank des unglaublich freundlichen Personals, der ruhigen Zimmer und des hervorragenden Frühstücks hat es ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Du findest es im historischen Viertel Fort unweit vom Bahnhof CSMT, sodass du die Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen kannst.
- The Hosteller Mumbai, International Airport gehört zu den am besten bewerteten Hostels der Stadt, wo Gäste die Sauberkeit, das hilfsbereite Personal und die Vorhänge an den Betten loben. Es liegt im Viertel Andheri East direkt an der U-Bahn nahe dem Flughafen, rechne aber damit, dass die Einzelzimmer angeblich winzig sind.
Für eine detailliertere Analyse der einzelnen Viertel und weitere konkrete Tipps lies dir unbedingt den separaten Artikel Wo in Mumbai übernachten durch.
💡 Auf dieser Karte kannst du vergleichen, was gerade verfügbar ist – du siehst sofort, wie sich der Preis ein paar Blocks weiter ändert.
22 Tipps, was du in Mumbai sehen und erleben kannst

1. Gateway of India und Hotel Taj Mahal Palace
Dieses 26 Meter hohe Basalttor ist das Symbol der Stadt und du findest es im Viertel Colaba (Eintritt ist kostenlos). Der Triumphbogen im indo-sarazenischen Stil wurde vom Architekten George Wittet entworfen und 1924 fertiggestellt, zum Gedenken an die Landung des britischen Königs Georg V. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass genau von hier im Jahr 1948 das allerletzte britische Militärregiment aus dem neu unabhängigen Indien ablegte.
Direkt gegenüber dem Tor steht das beeindruckende Hotel Taj Mahal Palace, das bereits 1903 eröffnet wurde und von dem berühmten Industriellen Jamsetji Tata erbaut wurde. Das Gebäude war leider eines der Hauptziele der Terroranschläge im November 2008, aber heute erstrahlt es wieder in vollem Glanz. Nach gründlicher Sicherheitskontrolle kannst du einen Blick in die luxuriöse Lobby werfen oder zum Nachmittagstee in die hiesige Sea Lounge gehen, wobei die Preise hier definitiv nicht niedrig sind.
Zum Tor kommst du am besten mit der neuen U-Bahn Aqua Line zur Station Cuffe Parade oder Churchgate, von wo es etwa 1,5 Kilometer zu Fuß oder eine kurze Taxifahrt ist. Direkt vom Denkmal legen auch Boote zur nahegelegenen Insel Elephanta ab, obwohl gerade ein neuer Pier beim benachbarten Radio Club gebaut wird.
💡 Tipp: Vorsicht vor örtlichen Betrügern. Um das Tor herum lauern Dutzende selbsternannter Führer, Fotografen mit tragbarem Drucker und Bitten um gemeinsame Selfies. Am besten sagst du entschieden nein und gehst einfach weiter.

2. Bahnhof Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus (CSMT)
Dieser ikonische Bahnhof im Viertel Fort ist so wunderschön, dass er im Jahr 2004 zu Recht **auf die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde**. Bis 1996 trug er den Namen Victoria Terminus und ist ein Meisterwerk viktorianischer Gotik, das nach den Entwürfen von F. W. Stevens im Jahr 1888 fertiggestellt wurde. Die Haupthalle ist **für die Öffentlichkeit völlig kostenlos zugänglich** und täglich passieren Hunderttausende Reisende diesen Ort.
Wenn du Bereiche sehen möchtest, die normalerweise nicht zugänglich sind, nimm an der hervorragenden **Führung namens „The Crown Jewel of Mumbai“ teil**. Sie dauert etwa anderthalb Stunden und findet an Wochentagen um 16:00 Uhr und an Wochenenden zusätzlich um 11:00 Uhr statt. Tickets für **Erwachsene kosten 500 INR (Studenten 100 INR)** und sind über das Portal BookMyShow erhältlich. Der Treffpunkt ist beim McDonald’s gegenüber dem Hauptgebäude.
Die Anreise ist einfach, denn die **U-Bahn-Station CSMT Metro liegt direkt unter dem historischen Gebäude**. Die schönsten Fotos machst du kurz nach Sonnenuntergang während der sogenannten blauen Stunde, wenn die gesamte Sandsteinfassade wunderschön beleuchtet ist und die umliegenden Straßen eine magische Atmosphäre bekommen.
💡 Tipp: Direkt neben dem Bahnhof findest du den **Stand Aram Vada Pav** (geöffnet Mo–Sa 8:30–22:00 Uhr), wo sie **fantastisches Vada Pav** machen – ein würziger Kartoffelkloß in einem hellen Brötchen und ein vegetarischer Klassiker.

3. Marine Drive und Girgaon Chowpatty
Die drei Kilometer lange Küstenpromenade Marine Drive säumt die Bucht und ist **Teil der UNESCO-Schutzzone aus dem Jahr 2018**. Sie wurde 1940 erbaut und die Einheimischen nennen sie liebevoll Queen’s Necklace (Königinnenkette), weil nachts der Bogen der Straßenlaternen in Form eines perfekten Schmuckstücks aufleuchtet. Auf der einen Seite hast du das Arabische Meer und auf der anderen Seite eine **durchgehende Reihe von Art-déco-Wohnhäusern**, eine der größten Sammlungen dieses Stils weltweit.
Am nördlichen Ende der Promenade erreichst du den **Stadtstrand Girgaon Chowpatty**, der zwar nicht zum Baden geeignet ist, sich aber abends in ein riesiges Picknick verwandelt. Du findest hier Dutzende Stände mit Streetfood, wo du würziges Bhel Puri probieren kannst, oder besuche das berühmte **Restaurant Bachelorr’s, das seit den 1930er Jahren existiert**, bekannt für frische Säfte und traditionelles Kulfi-Eis.
Genau dieser Strand erlebt den größten Ansturm während des Ganesha-Festivals, wenn hier die Hauptzeremonie des Visarjan (das Eintauchen der Statuen ins Meer) stattfindet. Im Jahr 2026 fällt das Datum **auf den 25. September und es werden Hunderttausende Menschen erwartet**. Wenn du dem Gedränge ausweichen möchtest, beobachte die Zeremonie lieber aus der Ferne direkt von der Promenade Marine Drive aus.
💡 Tipp: Schließ dich dem abendlichen Ritual der Einheimischen an, kauf dir etwas zu trinken und setz dich auf die **breite steinerne Brüstung der Promenade direkt bei Sonnenuntergang** – es ist ein unglaublich entspannendes Erlebnis.

4. Elephanta-Insel und UNESCO-Höhlen
Etwa 10 Kilometer östlich im Hafen liegt die bewaldete Insel, die **beeindruckende Höhlen aus dem 6. bis 7. Jahrhundert** birgt, die seit 1987 unter UNESCO-Schutz stehen. Die Hauptattraktion des Komplexes ist die riesige, sechs Meter hohe Statue von Trimurti, die den dreiköpfigen Gott Shiva darstellt. **Der Eintritt für Ausländer beträgt 600 INR** (bei Online-Zahlung 550 INR), Kinder unter 15 Jahren haben freien Eintritt und die Stätte ist von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, montags ist strikt geschlossen.
Die Fähren legen **direkt am Gateway of India etwa alle 30 Minuten ab**, wobei das erste Boot um 9:00 Uhr fährt und das letzte um 17:30 Uhr zum Festland zurückkehrt. Die Überfahrt selbst dauert etwa eine Stunde und **ein Hin- und Rückfahrtticket kostet ca. 260 bis 300 INR**. Du kaufst es ausschließlich am offiziellen Stand der Firma MMB. Wenn du 10 Rupien aufzahlst, kannst du auf dem oberen offenen Deck mit besserer Aussicht sitzen.
Aus Sicherheitsgründen sind nach dem tragischen Bootsunglück vom Dezember 2024 **für alle Passagiere Schwimmwesten Pflicht**. Rechne damit, dass der Ausflug etwa einen halben Tag dauert (eine Stunde Hinfahrt, eine Stunde Rückfahrt und etwa zwei Stunden Besichtigung). Bei starken Monsunregenfällen gilt ein Auslaufverbot.
💡 Tipp: An Wochenenden wartest du für das Boot in langen Schlangen problemlos 45 Minuten. Plane deinen **Ausflug daher an einem Wochentag** und komm schon für die **allererste Fahrt um 9:00 Uhr** zum Hafen.

5. Haji Ali Dargah und Mahalakshmi-Tempel
Dieses Sufi-Heiligtum aus dem Jahr 1431 liegt **auf einer kleinen Insel etwa 500 Meter vom Festland entfernt** und ist mit dem Ufer nur durch einen schmalen betonierten Damm verbunden. Im Inneren ruht der Heilige Pir Haji Ali Shah Bukhari und der Ort ist täglich von 6:00 bis 21:45 Uhr völlig kostenlos geöffnet. Für den Eintritt ins Innere gelten strenge Regeln: **Alle müssen Schultern und Knie bedeckt haben**, Frauen zusätzlich ein Kopftuch tragen, und selbstverständlich müssen die Schuhe ausgezogen werden.
Bei der Planung deines Besuchs musst du unbedingt auf die Flut achten, denn **bei Hochwasser ist der Zugangsdamm komplett überflutet** und das Haupttor wird verschlossen. Die genauen Öffnungszeiten veröffentlicht der Trust regelmäßig in den sozialen Medien. Zum Beispiel war das Tor im Juli 2026 wegen extremer Fluten den ganzen Monat über vorübergehend geschlossen.
Direkt neben dem Eingang zum Damm steht auf dem Festland der **hinduistische Mahalakshmi-Tempel aus dem Jahr 1831**, der ebenfalls täglich geöffnet ist und auf jeden Fall einen kurzen Besuch wert ist. Beide Sehenswürdigkeiten sind gut erreichbar, entweder mit dem klassischen Vorortzug oder mit der neuen **U-Bahn Aqua Line zur Station Mahalaxmi**, von wo es etwa einen Kilometer zu Fuß zur Küste sind.
💡 Tipp: Der Besuch des Heiligtums und Tempels lässt sich logistisch ideal mit der Besichtigung der nahegelegenen **riesigen Wäscherei Dhobi Ghat verbinden**, da alle diese Punkte von **derselben U-Bahn-Station** bedient werden.

6. Wäscherei Mahalaxmi Dhobi Ghat
Dieser Komplex aus Betonbecken funktioniert seit über 140 Jahren und ist **eine der größten Freiluft-Wäschereien der Welt**. Jeden Tag werden hier Tausende Wäschestücke aus Krankenhäusern, Hotels und normalen Haushalten von Hand eingeweicht, gewaschen, auf Steinen geschlagen und getrocknet. **Die beste Aussicht hast du völlig kostenlos direkt von der Brücke** beim Bahnhof Mahalaxmi, am besten früh morgens zwischen 7:00 und 10:00 Uhr, wenn der größte Betrieb herrscht.
In das eigentliche Labyrinth der Gassen zwischen den Becken kann man hineingehen, aber die lokale Gemeinschaft erlaubt dies **nur in Begleitung ihres eigenen Führers**. Der Preis hängt stark von deinen Verhandlungskünsten ab und liegt zwischen 200 und 1.000 INR. Du kannst auch einen organisierten Rundgang über Portale wie GetYourGuide buchen, der etwa 300 bis 1.000 INR pro Person kostet.
Der Ort befindet sich an der Vorortzug-Haltestelle Mahalaxmi und auch **an der Strecke der neuen U-Bahn Aqua Line**. Rund um die Wäscherei wachsen moderne Wolkenkratzer empor, und dieser Kontrast zwischen alter und neuer Welt ist eines der stärksten visuellen Erlebnisse in der Stadt.
💡 Tipp: Für die überwiegende Mehrheit der Reisenden reicht es völlig aus, großartige **Fotos von oben von der Brücke** zu machen. Wenn du hinein möchtest, **vereinbare den genauen Preis** mit dem Vermittler immer strikt im Voraus.

7. Crawford Market (Mahatma Jyotiba Phule Mandai)
Dieser riesige historische Markt stammt aus dem Jahr 1869 und entstand dank einer großzügigen Spende des örtlichen Philanthropen Cowasji Jehangir. Architektonisch ist es eine Mischung aus normannischem und flämischem Stil, und **die wunderschönen Reliefs an der Außenfassade entwarf Lockwood Kipling**, der Vater des berühmten Schriftstellers Rudyard Kipling. Obwohl das Gebäude heute offiziell nach Mahatma Phule benannt ist, nennen alle Einheimischen es immer noch beim alten kolonialen Namen Crawford Market.
Der Markt ist etwa von Montag bis Samstag **zwischen 11:00 und 20:00 Uhr geöffnet, während sonntags die überwiegende Mehrheit der Geschäfte geschlossen hat**. Der Hauptgroßhandel für Obst und Gemüse ist zwar schon längst nach Navi Mumbai umgezogen, aber du findest hier immer noch tolle Stände mit duftendem Gewürzen, Nüssen und Trockenfrüchten. Wenn du zwischen April und Juni hierher kommst, kauf dir unbedingt eine Kiste perfekt süßer Alphonso-Mangos.
Der Komplex liegt nördlich des Bahnhofs CSMT und nur einen Katzensprung vom Polizeipräsidium entfernt. Du erreichst ihn leicht von der **U-Bahn-Station CSMT Metro oder Kalbadevi**. Im hinteren Teil des Marktes gibt es auch einen Bereich mit Tieren und Vögeln, der für Europäer oft problematisch ist aufgrund der Bedingungen, unter denen die Tiere leben.
💡 Tipp: Gewürze einkaufen ist hier ein Erlebnis, aber **Handeln ist ein Muss**. Kauf Gewürze **immer verpackt und versiegelt**, damit du Frische und Qualität garantiert hast.

8. Colaba Causeway, Leopold Cafe und Cafe Mondegar
Die Straße, die offiziell Shahid Bhagat Singh Road heißt, aber ausschließlich als Colaba Causeway bekannt ist, bildet die wichtigste Einkaufsschlagader im Süden der Stadt. Hier findest du einen endlosen Strom von Ständen, die alles von günstiger Kleidung über Antiquitäten bis hin zu Modeschmuck verkaufen. Direkt an der Straße steht auch das wunderschöne Art-déco-Kino Regal, dessen Architektur dich fast hundert Jahre zurückversetzt.
Genau in dieser Straße befinden sich zwei Institutionen. Das Leopold Cafe gibt es bereits seit 1871 und es ist täglich von halb acht Uhr morgens bis halb eins nachts geöffnet. Das Lokal hat eine dunkle Geschichte, denn es war 2008 eines der ersten Ziele der Terrorangriffe, und die Einschusslöcher sind absichtlich bis heute in den Wänden erhalten geblieben (serviert werden hier hauptsächlich Fleischgerichte). Das konkurrierende Cafe Mondegar lockt mit einer alten Jukebox und Wänden, die mit witzigen Karikaturen des Malers Mario Miranda bemalt sind.
Vegetarische Optionen gibt es hier auch. Für Süßes schau im Theobroma Colaba vorbei und probiere ihre berühmten Brownies, und etwas nördlich in Kala Ghoda findest du das Kala Ghoda Café mit fleischfreien Gerichten und gutem Kaffee. Beide Orte liegen fußläufig von der neuen U-Bahn-Station Cuffe Parade. In der Nähe befindet sich auch der historische Fischmarkt Sassoon Docks aus dem Jahr 1875, der zwischen fünf und sieben Uhr morgens am lebhaftesten ist und an dessen Lagerhauswänden du bunte Street Art entdecken kannst.
💡 Tipp: An den Ständen entlang des Colaba Causeway solltest du niemals den ersten Preis akzeptieren. Die Händler setzen die Beträge für Touristen routinemäßig auf das Dreifache an, also scheue dich nicht, selbstbewusst zu verhandeln.

9. Kala Ghoda: Museum CSMVS und Jehangir Art Gallery
Das wichtigste Museum Mumbais, das Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrahalaya (früher Prince of Wales Museum), ist ein architektonisches Juwel aus dem Jahr 1922. Der Grundeintritt für Ausländer beträgt 700 INR (laut Preisliste gültig ab 1. Mai 2025), Kinder zahlen 200 INR, und im Preis ist bereits ein Audioguide enthalten. Geöffnet ist täglich von 10:15 bis 18:00 Uhr, aber Achtung: An Staatsfeiertagen (26. 1., 1. 5., 15. 8. und 2. 10.) ist das Museum strikt geschlossen. Wenn du drinnen fotografieren möchtest, musst du zusätzlich 500 Rupien bezahlen.
Direkt neben dem Museum steht das modernere Gebäude der Jehangir Art Gallery, die 1952 erbaut wurde. Der Eintritt in diese renommierte Kunstgalerie ist kostenlos, und sie hat täglich von 11:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Das gesamte Kunstviertel trägt den Namen Kala Ghoda (Schwarzes Pferd) nach einer Reiterstatue, an die heute nur noch eine neue Pferdeskulptur ohne Reiter erinnert, die 2017 installiert wurde.
Die Gegend ist auch für das berühmte Kala Ghoda Arts Festival bekannt, das völlig kostenlos auf den Straßen stattfindet. Die nächste Ausgabe findet vom 30. Januar bis 7. Februar 2027 statt und verspricht eine großartige Parade aus Kunst, Musik und Literatur. Die Anreise ist einfach – steig einfach an der U-Bahn-Station Hutatma Chowk aus.
💡 Tipp: Für ein tolles Mittagessen geh ins nahe gelegene Restaurant Burma Burma (geöffnet 12–15:30 und 18:30–22:30). Ihre fantastische Speisekarte mit burmesischer Küche ist zu hundert Prozent vegetarisch.

10. Fort: Rajabai Clock Tower, High Court, Oval Maidan und Asiatic Society
Das Viertel Fort ist eine Parade der besten Kolonialarchitektur, dominiert vom 85 Meter hohen Rajabai Clock Tower aus dem Jahr 1878. Entworfen wurde er vom berühmten britischen Architekten Sir George Gilbert Scott als Teil des Universitätscampus. Die Innenräume des Turms sind zwar nicht regulär für die Öffentlichkeit zugänglich, aber den schönsten Blick auf ihn hast du vom benachbarten Rasenpark Oval Maidan aus.
Genau dieser Park Oval Maidan bildet die Grenze der UNESCO-geschützten Zone. Während sich auf seiner Ostseite die monumentale viktorianische Gotik mit dem Gebäude des Obersten Gerichtshofs (High Court) erhebt, säumen die Westseite elegante Art-déco-Häuser. Auf dem Rasen selbst wird von morgens bis abends Cricket gespielt, und es herrscht eine großartige sportliche Atmosphäre.
Bei deinem Spaziergang durch das Viertel solltest du auch das imposante Gebäude der Asiatic Society (Town Hall) aus den 1830er Jahren mit ihrer ikonischen breiten Treppe nicht verpassen. Die historische Bibliothek im Inneren ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Das gesamte Fort-Viertel ist logischerweise das Finanz- und Verwaltungszentrum und daher perfekt an die U-Bahn-Stationen Churchgate und Hutatma Chowk angebunden.
💡 Tipp: Mach einen Stopp im legendären Café Kyani & Co. (geöffnet 7–19 Uhr, sonntags bis 16 Uhr), das 1904 gegründet wurde. Bestell dir einen traditionellen süßen Irani Chai und dazu bun maska – ein luftiges Brötchen mit einer enormen Menge Butter.

11. Museum Dr. Bhau Daji Lad (Byculla)
Dieses wunderschöne Museum im Viertel Byculla ist das älteste in ganz Mumbai und wurde erstmals 1872 für die Öffentlichkeit geöffnet. Ursprünglich trug es den Namen Victoria and Albert Museum und rühmt sich nach einer umfassenden Renovierung eines opulenten viktorianischen Interieurs. Die Sammlungen konzentrieren sich auf die Geschichte der Stadt und detaillierte Miniaturen, die alte indische Handwerke darstellen.
Die Öffnungszeiten sind von 10:00 bis 17:30 Uhr, aber pass gut auf: Jeden Mittwoch ist das Museum geschlossen (Google Maps ignoriert diese Tatsache manchmal). Der Eintritt ist sehr günstig, Ausländer zahlen genau 200 INR, Kinder von 3 bis 12 Jahren haben eine Karte für 100 INR, und für Einheimische ist das Ticket auf nur 20 Rupien subventioniert.
Das Gelände liegt direkt neben dem städtischen Zoo Veermata Jijabai Bhosale Udyan. Verkehrstechnisch liegt das Museum etwas abseits der Haupttouristenrouten, da die neue U-Bahn dort nicht hält. Am besten nimmst du den Vorortszug zur Station Byculla, alternativ fährst du mit der Aqua Line bis zur Haltestelle Mumbai Central und nimmst für den Rest den Weg ein Taxi.
💡 Tipp: Gönne dir nach der Besichtigung der historischen Exponate etwas Luxus und fahre zum nahegelegenen Lokal Bombay Sweet Shop, wo sie traditionelle indische Süßigkeiten (Mithai) in einer fantastischen modernen Interpretation herstellen.

12. Malabar Hill: Banganga Tank und Hanging Gardens
Mitten im teuren Wohnviertel Malabar Hill verbirgt sich der heilige Wassertank Banganga aus dem Jahr 1127, der von der Silahara-Dynastie erbaut wurde. Der Komplex wurde 1715 umgebaut und ist von alten Ghats (Treppen zum Wasser) umgeben, wo Pilger sitzen, Enten schwimmen und Ruhe herrscht. Der Ort ist völlig kostenlos zugänglich, etwa von 6:00 bis 21:00 Uhr, und der Legende nach entsprang hier eine Quelle, nachdem der Gott Rama seinen Pfeil in die Erde geschossen hatte.
Ein Stück höher auf dem Hügel liegen die hängenden Gärten Hanging Gardens (offiziell Pherozeshah Mehta Gardens), unter denen sich seit 1881 ein riesiger Wasserspeicher verbirgt. In die Gärten zahlst du keinen Eintritt, sie sind von 5:00 bis 21:00 Uhr geöffnet und wurden durch Hecken berühmt, die präzise in Tierformen geschnitten sind. Vom Rand des Parks aus eröffnet sich zudem ein wunderschöner Blick hinunter auf die gesamte Bucht und die Promenade Marine Drive.
Den benachbarten Park Kamala Nehru erkennst du an der riesigen stiefelförmigen Konstruktion. Die Anreise auf den Hügel ist etwas komplizierter, ideal ist es, mit der Aqua Line zur Station Grant Road oder Girgaon zu fahren und den Rest mit dem Taxi zu nehmen, oder du machst einen steilen Fußmarsch vom Strand Chowpatty über das Gebiet Babulnath. Die traditionellen parsischen Türme des Schweigens, die sich ebenfalls in der Gegend befinden, sind für die Öffentlichkeit streng unzugänglich.
💡 Tipp: Bei der Haltestelle Babulnath stößt du auf das ausgezeichnete rein vegetarische Restaurant Soam (geöffnet 11:30–22:30). Hier wird authentische gujaratische Küche zubereitet, und auf Wunsch kochen sie das Essen auch ohne Zwiebeln und Knoblauch.

13. Gandhis Haus Mani Bhavan
In der ruhigen Laburnum Road im Stadtteil Gamdevi steht ein unscheinbares zweistöckiges Haus, das von 1917 bis 1934 als Mahatma Gandhis Hauptquartier in Mumbai diente. Von hier aus leitete Gandhi einen Teil seiner gewaltfreien Kampagnen gegen die britische Kolonialherrschaft. Das Museum ist sehr gut gepflegt und bietet eine ruhige Zuflucht vor den belebten Straßen der Metropole.
Der Eintritt ist fast symbolisch, ein normales Ticket kostet 20 INR (für Studenten nur 10 INR), und geöffnet ist täglich etwa von 9:30 bis 17:30 Uhr. Drinnen siehst du Gandhis bescheidenes Zimmer mit dem originalen Spinnrad, eine umfangreiche Bibliothek und sehr schön gestaltete Miniatur-Dioramen, die Schlüsselmomente aus seinem Leben detailliert darstellen.
Die Besichtigung des gesamten Gebäudes nimmt etwa eine halbe Stunde bis eine Stunde in Anspruch. Das Haus liegt etwa einen Kilometer von der neuen Metro-Station Grant Road entfernt, alternativ kannst du vom Strand Chowpatty hierher spazieren. Die Lage lädt geradezu dazu ein, den Besuch mit einem Ausflug zum nahegelegenen Hügel Malabar Hill zu verbinden.
💡 Tipp: Plane deinen Besuch für den Vormittag und geh dann zu Fuß hinauf zum Malabar Hill (Tipp 12). Beides schaffst du bequem in einem halben Tag.

14. Bandra West: Bandstand, Bandra Fort, Mount Mary und Chapel Road
Das Viertel Bandra West ist das Herz der Mumbaianer Bohème, der Hipster und der Bollywood-Stars. Die Hauptattraktion ist die lange Strandpromenade Bandstand, wo sich Menschenmassen vor der Residenz des Schauspielers Shah Rukh Khan versammeln und auf den Sonnenuntergang warten. Am Ende der Promenade stehen die Ruinen des alten portugiesischen Wachturms Bandra Fort aus dem Jahr 1640, den du kostenlos besuchen kannst und von wo aus du einen fantastischen Blick auf die moderne Brücke Sea Link hast.
Hoch über dem Meer erhebt sich die wunderschöne Basilica of Our Lady of the Mount (bekannt als Mount Mary) aus dem 16. Jahrhundert, die täglich geöffnet ist (6:00–13:00 und 14:00–20:30 Uhr) und um die herum jedes Jahr im September die riesige Wallfahrt Bandra Fair stattfindet. Wenn du Street Art liebst, schlendere durch die alten Gassen der Chapel Road und das Dorf Ranwar, wo die Hauswände mit riesigen Wandgemälden aus der Serie Bollywood Art Project geschmückt sind.
Achtung bei einer Verkehrsbesonderheit: Lokale Auto-Rikschas dürfen nicht südlich von Bandra fahren, daher bringt dich nur ein Taxi oder Uber ins Zentrum. Von Colaba fährst du mit dem Taxi etwa 45 bis 90 Minuten je nach Verkehrslage, alternativ kannst du den zuverlässigeren Vorortzug zur Station Bandra nehmen und von dort mit einer Rikscha für ein paar Rupien weiterfahren.
💡 Tipp: Für ein sicheres Street-Food-Erlebnis geh ins Restaurant Elco auf der Hill Road. Hier werden fantastische Pani Puri und Bhel aus streng gefiltertem Wasser zubereitet, sodass selbst empfindliche europäische Mägen keine Bedenken haben müssen.

15. Juhu Beach, ISKCON und Prithvi Theatre
Der Strand Juhu ist nicht zum Baden gedacht, sondern dient als riesiges gesellschaftliches Zentrum für den gesamten Norden der Stadt. Die beste Atmosphäre herrscht abends zwischen 17:00 und 19:00 Uhr, wenn Tausende Menschen kommen, um den fantastischen Sonnenuntergang zu beobachten. Nach Einbruch der Dunkelheit erwacht der Strand mit Dutzenden von Ständen zum Leben, die pikantes Pav Bhaji und traditionelles Kulfi-Eis anbieten – der Betrieb endet erst gegen Mitternacht.
Unweit des Strandes findest du den prächtigen Tempelkomplex ISKCON Juhu, der täglich von 4:30 bis 13:00 Uhr und von 16:15 bis 21:00 Uhr zugänglich ist (vergiss nicht, vor dem Eingang die Schuhe im Schuhregal abzustellen). Nur ein Stück weiter befindet sich das berühmte Prithvi Theatre, das Ende der 70er Jahre von der Schauspielerfamilie Kapoor gegründet wurde. Hier finden ausgezeichnete Vorstellungen auf Hindi statt, und das Café im Außenbereich ist ein beliebter Treffpunkt.
Von Süd-Mumbai dauert die Fahrt hierher locker eine bis eineinhalb Stunden. Das Gebiet wird von den Vorortzug-Stationen Santacruz oder Vile Parle bedient, alternativ kannst du die nördlichen Metro-Linien Line 1 (Station D. N. Nagar) oder Line 2A (Andheri West) nutzen.
💡 Tipp: Für ausgezeichnetes rein vegetarisches Essen geh ins beliebte Restaurant Shiv Sagar direkt in Juhu (geöffnet 9:00–24:00 Uhr), oder probiere das populäre Amar Juice Centre, wo bis drei Uhr morgens fantastische Snacks zubereitet werden.

16. Sanjay-Gandhi-Nationalpark und Kanheri-Höhlen
Am nördlichen Rand der Metropole liegt ein riesiger Nationalpark, der die echte grüne Lunge Mumbais darstellt und täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist. Im Park lebt eine große Population wilder Leoparden, aber tagsüber auf den Hauptwegen und bei den Sehenswürdigkeiten besteht keine Gefahr. Der Grundeintritt in den Park selbst kostet für Ausländer etwa 300 INR, während Einheimische etwa ein Drittel zahlen.
Der Hauptgrund für einen Besuch sind die mehr als 100 buddhistischen Höhlen von Kanheri, die in schwarzen Basalt gehauen wurden (vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 10. Jahrhundert n. Chr.). Der Eintritt zu den Höhlen wird separat direkt an die Organisation ASI gezahlt und kostet Ausländer 300 INR. Vom Haupteingang des Nationalparks sind es weitere 6 Kilometer zu den Höhlen, die du mit einem lokalen Pendelbus für etwa 60 bis 150 INR zurücklegen kannst.
Die Anreise hierher braucht ziemlich viel Zeit. Vom Zentrum ist der Vorortzug zur Station Borivali am schnellsten (etwa eine Stunde Fahrt von Churchgate) und anschließend eine zwei Kilometer lange Fahrt mit der Auto-Rikscha zum Haupteingang. Das Gebiet Borivali wird auch von den neuen Metro-Linien 2A und 7 bedient. Überprüfe vor der Fahrt lieber die Öffnungszeiten der Höhlen am Montag, da sich die Regeln der Denkmalschutzbehörde oft ändern.
💡 Tipp: Dieser Ausflug nimmt den ganzen Vormittag in Anspruch, daher ist es ideal, ihn mit einem Nachmittagsbesuch der nahegelegenen Goldenen Pagode Global Vipassana zu verbinden und dir so eine vollwertige Ganztagestour im Norden der Stadt zu gestalten.

17. Global Vipassana Pagoda (Gorai)
Diese goldene Pagode liegt auf einer Halbinsel an der Bucht von Gorai und wurde am 8. Februar 2009 feierlich eröffnet. Der Eintritt zum Gelände ist völlig kostenlos (täglich 9:00–19:00 Uhr), und es wird nicht einmal für einen lokalen Führer bezahlt. Es handelt sich um ein technisches Unikat, denn die hohle Steinkuppel, in der bis zu 8.000 Meditierende Platz finden, ist ohne eine einzige tragende Innensäule gebaut, und das gesamte Bauwerk erreicht eine Höhe von fast 100 Metern.
In der Hauptkuppel befinden sich wertvolle Reliquien Buddhas. Für den Besuch des Geländes gilt ein strenger Dresscode, alle müssen bedeckte Schultern und lange Hosen oder Röcke tragen. Es finden hier auch strenge zehntägige Meditationskurse in Stille statt, aber Interessierte müssen diese lange im Voraus reservieren.
Die Anreise vom Zentrum ist ein ziemliches Abenteuer und dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Zuerst fährst du mit dem Zug zur Station Borivali, von dort mit der Rikscha oder dem Bus zum Hafen Gorai Creek. Es folgt eine kurze Überfahrt mit der Fähre über die Bucht für ca. 15 INR und schließlich eine weitere kurze Fahrt mit der Rikscha direkt zur Pagode.
💡 Tipp: Das Gelände liegt auf offenem Gelände nahe am Meer, und es gibt hier nur minimalen Schatten. Am besten kommst du gleich um neun Uhr morgens und vergisst nicht, ausreichend Wasser in Flaschen mitzubringen.

18. Dharavi mit Führern von Reality Tours
Dharavi erstreckt sich über eine Fläche von 2,39 Quadratkilometern und beherbergt etwa eine Million Menschen, was es zu einem der am dichtesten besiedelten Orte des Planeten macht. Seit 2024 läuft hier ein gigantisches Umbauprojekt, das das Gesicht des Viertels für immer verändern wird. Die Besichtigung sogenannter Slums ist ein ethisch komplexes Thema, aber wenn du dich dafür entscheidest, geh ausschließlich mit der Firma Reality Tours & Travel, die hier seit 2005 tätig ist.
Diese Agentur beschäftigt Führer direkt aus Dharavi, und 80 Prozent ihres Gewinns nach Steuern fließen über die eigene Wohltätigkeitsorganisation Reality Gives zurück ins Viertel. Die zweieinhalb Stunden dauernde gemeinsame Standardführung kostet je nach Gruppengröße 1.450 bis 1.700 INR, wobei während der gesamten Tour ein Fotografierverbot gilt, um die Privatsphäre der Einheimischen zu wahren.
Die Touren beginnen entweder am Bahnhof Churchgate oder direkt im Norden an der Station Mahim. Wenn du auf eigene Faust ohne Führer hierher möchtest, kannst du direkt an der Metro-Station Aqua Line namens Dharavi aussteigen oder den Vorortzug zur Station Mahim nutzen.
💡 Tipp: Reserviere die Tickets für eine organisierte Führung online einige Tage im Voraus, da die Kapazitäten zuverlässiger Agenturen oft schnell ausgebucht sind.

19. Bandra–Worli Sea Link und Worli Fort
Die Eröffnung dieses 5,6 Kilometer langen technischen Wunderwerks im Jahr 2009 hat die Fahrzeit zwischen dem Süden und Norden der Stadt dramatisch verkürzt. Die Zufahrt auf die achtspurige Brücke ist für Fußgänger, Motorräder und Rikschas streng verboten, daher ist die einzige Möglichkeit, sie zu überqueren, ein Taxi oder Uber zu nehmen. Die Maut für einen Pkw beträgt 100 INR und die Überfahrt selbst dauert erstaunliche fünf Minuten mit Blick auf die Wolkenkratzer.
Wenn du die Brücke nur fotografieren möchtest, hast du die beste Aussicht von der alten Festung Worli Fort aus dem Jahr 1675. Sie ist etwa von 5:00 bis 19:00 Uhr frei zugänglich und du erreichst sie durch das alte Fischerdorf Worli Koliwada, wo die ursprünglichen Bewohner der Stadt leben. Direkt daneben beginnt die brandneue Promenade der kostenlosen Coastal Road, die dich entlang des Meeres bis nach Haji Ali führt.
Für die Anfahrt in dieses Gebiet ist es ideal, an den Metro-Stationen der Aqua Line namens Worli oder Acharya Atre Chowk auszusteigen. Von dort sind es nur ein kurzes Stück zu Fuß oder eine kurze Taxifahrt zur Küste, da Motorrikschas nicht mehr in den Stadtteil Worli einfahren dürfen.
💡 Tipp: Wenn du hungrig wirst, steuere das hervorragend bewertete Restaurant Copper Chimney direkt in Worli an, das ausgezeichnete nordindische Küche bietet und eine riesige Auswahl an fleischlosen Gerichten hat.

20. Khotachiwadi, portugiesisches Dorf mitten in Girgaon
Dieses denkmalgeschützte Viertel ist wie eine Erscheinung aus dem 19. Jahrhundert, mitten in die moderne Betonmetropole gesetzt. Du findest hier enge, gewundene Gassen und wunderschöne Holzhäuser mit bunten portugiesischen Veranden. Es handelt sich nicht um ein klassisches Freilichtmuseum, sondern um ein lebendiges Wohnviertel, das 24 Stunden am Tag völlig kostenlos zugänglich ist, daher wird von Besuchern maximaler Respekt gegenüber den Bewohnern erwartet.
Ursprünglich standen hier über sechzig historische Häuser, aber aufgrund des Drucks von Bauträgern hat sich nur noch die Hälfte bis heute erhalten. Du kannst dich hier selbst umschauen oder eine geführte Tour buchen (kostet etwa 300 INR), bei der dir lokale Enthusiasten die architektonischen Details und die Geschichte der portugiesischen Besiedlung erklären.
Der einfachste Weg hierher führt mit der neuen Metro Aqua Line zur Station Girgaon, alternativ mit dem Nahverkehrszug zur Haltestelle Charni Road. Der Besuch dieser ruhigen Oase nimmt weniger als eine Stunde in Anspruch und es ist sehr clever, ihn mit dem nahegelegenen Strand Girgaon Chowpatty zu verbinden.
💡 Tipp: Sei beim Fotografieren rücksichtsvoll und fotografiere nicht über Zäune direkt in geöffnete Fenster hinein. Die beste Atmosphäre herrscht vormittags, wenn das Licht angenehm ist und die Gassen herrlich ruhig sind.

21. Chor Bazaar (Mutton Street)
Der legendäre Diebesmarkt an der Mutton Street (in der Nähe des Bhendi Bazaar) ist einer der größten Flohmärkte in ganz Indien. Du findest hier alles von antikem britischem Porzellan und Messing-Grammophonen über Autoersatzteile bis hin zu originalen handgemalten Bollywood-Plakaten. Die klassischen Stände sind etwa von Samstag bis Donnerstag zwischen 11:00 und 19:30 Uhr geöffnet.
Pass bei der Reiseplanung am Freitag auf, wenn die meisten regulären Geschäfte für muslimische Gebete geschlossen haben. Stattdessen findet hier aber der wilde Jumma-Markt statt, der bereits gegen vier Uhr morgens beginnt, wenn sich die Straßen mit Verkäufern mit dem kuriosesten Trödel füllen und der Markt Punkt acht Uhr morgens endet.
Derzeit durchläuft das gesamte weitläufige Gebiet des Bhendi Bazaar eine massive Sanierung durch Bauträger, ein Teil der alten Gassen ist bereits verschwunden und der Markt schrumpft. Wenn du hierher möchtest, fährst du mit der Metro Aqua Line zur Station Grant Road, von wo aus es etwa einen Kilometer zu Fuß sind.
💡 Tipp: Im Stadtteil Kalbadevi findest du das fantastische rein vegetarische Restaurant B Bhagat Tarachand. Erkundige dich auch, ob nach langer Renovierung das Lokal Shree Thaker Bhojanalay wieder geöffnet hat, das für sein luxuriöses 35-Gänge-Thali berühmt ist.

22. Dabbawalas am Churchgate
Diese legendären Essensboten bilden das Rückgrat des Mumbaiyer Bürolebens. Jeden Vormittag holen sie bei Familien zu Hause frisch gekochte Mittagessen in speziellen Metall-Lunchboxen (Dabba) ab und transportieren sie mit Zügen, Wagen und Fahrrädern quer durch die ganze Stadt direkt in die Büros. Nachmittags bringen sie die leeren Behälter auf demselben Weg zurück zu den Familien.
Das System funktioniert mit einer genialen Farbcodierung ohne Nutzung jeglicher moderner Technologie. Die beste Chance, die Dabbawalas in Aktion zu beobachten, hast du am Bahnhof Churchgate an Werktagen etwa zwischen 11:15 und 12:30 Uhr, wenn hier Tausende von Boxen vor der finalen Auslieferung in die umliegenden Banken und Behörden sortiert werden. Einige Agenturen bieten sogar bezahlte Touren an, bei denen du direkt mit den Lieferanten im Zug mitfährst (Preise beginnen bei etwa 1.800 bis 2.000 INR).
Dieses System funktioniert seit über 130 Jahren und hat Pandemien, Überschwemmungen und Terroranschläge überlebt. Wenn du am Bahnhof Churchgate dieses organisierte Chaos beobachtest, wirst du verstehen, wie Mumbai funktioniert.
💡 Tipp: Für ein ausgezeichnetes Mittagessen nach der Beobachtung der Lieferboten gehe ins beliebte Restaurant Swati Snacks in Nariman Point, dort machen sie hervorragendes vegetarisches Streetfood Dahi Puri, serviert in perfekter Sauberkeit.
Wohin weiter von Mumbai aus
- Siddhivinayak-Tempel: Der berühmteste Tempel des Gottes Ganesha aus dem Jahr 1801 befindet sich im Stadtteil Prabhadevi und liegt direkt an der Metro-Linie Aqua Line. Geöffnet ist täglich (5:30–21:50 Uhr), in der kostenlosen Warteschlange wartet man üblicherweise 45 bis 90 Minuten, aber für 100 INR kannst du dir einen verkürzten Zugang kaufen.
- Bollywood und Film City: Der Unterhaltungskomplex im nördlichen Teil von Goregaon East ist seit 1977 in Betrieb. Dreistündige Bustouren über das Portal BookMyShow beginnen bei 1.200 INR, aber Bewertungen warnen, dass du echte Dreharbeiten mit Schauspielern eher nicht sehen wirst und dir nur leere Kulissen ansiehst.
- Kamala Mills-Fabriken: Aus den ehemaligen riesigen Textilfabriken im Stadtteil Lower Parel ist eines der angesagtesten gesellschaftlichen Zentren der Stadt geworden, und in der Nähe findest du auch das Einkaufszentrum Phoenix Palladium. Probiere hier unbedingt das Lokal The Bombay Canteen (falls es nach der Renovierung im Herbst 2026 bereits geöffnet ist).
- Fahre mit der Metro: Die Fahrt mit der brandneuen Linie Aqua Line ist an sich schon ein Erlebnis. In einer Stunde fährst du 33 Kilometer unter der Erde und siehst die Stadt aus einer völlig anderen Perspektive als aus dem Stau im Taxi.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage sollte ich für einen Besuch in Mumbai einplanen?
Ideal sind drei volle Tage für die Stadt selbst (du kannst Colaba, Fort, Malabar Hill erkunden und schaffst auch noch ein Abendessen in Bandra) plus ein extra Tag für einen Ausflug, zum Beispiel zur Insel Elephanta oder zu den Kanheri-Höhlen im Norden.
Ist Mumbai für Touristen sicher?
Einheimische und Reisende aus Foren sind sich einig, dass es die sicherste Großstadt Indiens ist und die historischen Viertel auch abends problemlos sind. Offizielle Behörden empfehlen jedoch normale Vorsicht vor Taschendieben in Menschenmengen, Frauen sollten nach 22 Uhr nicht allein unterwegs sein, und nachts bewegst du dich am besten nur mit Autos über die Uber-App.
Was kostet der Ausflug zur Insel Elephanta und wie kommt man dorthin?
Das Ticket zu den Höhlen selbst kostet für Ausländer 600 INR vor Ort (550 online) und geöffnet ist von 9:00 bis 17:00 Uhr, wobei das Gelände jeden Montag streng geschlossen ist. Die Fähren legen vom Gateway of India ab, das erste Schiff fährt um 9:00 Uhr und ein Rückfahrticket kostet etwa 260 bis 300 Rupien.
Wie kommt man vom Flughafen ins Stadtzentrum?
Vom Terminal T2 fährt die neue U-Bahn Aqua Line zur Station Churchgate für maximal 70 INR, und die Fahrt dauert knapp 50 Minuten (Betrieb endet gegen 22:30 Uhr). Bei nächtlichen Ankünften nimmst du am besten ein vorausbezahltes Taxi vom Schalter in der Halle oder Uber (die Fahrt nach Colaba kostet ca. 700 bis 1.200 INR). Ab Oktober 2026 achte auf Flugtickets, der Code NMI bedeutet Ankunft am neuen Flughafen ohne Metro.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die besten Bedingungen herrschen von Mitte November bis Februar, wenn es trocken ist und angenehme 31 bis 34 °C hat. Vermeide die Monsunzeit zwischen Juni und September, wenn die Stadt von extremen Niederschlägen heimgesucht wird (im Juli regnet es über 900 Millimeter) und die Straßen überflutet sind.
Kann ich hier gut essen, wenn ich Vegetarier bin?
Mumbai ist ein Paradies für Vegetarier. Die Stadt ist voll von sogenannten Pure-Veg-Restaurants, wo strikt ohne Fleisch, Fisch und Eier gekocht wird (auf der Speisekarte erkennst du sie am grünen Quadrat). Probier auf jeden Fall Straßenklassiker wie Vada Pav, Pav Bhaji oder die riesigen Reisfladen Dosa.
Brauche ich ein Visum für Indien?
Ja, das touristische E-Visum für 30 Tage kannst du bequem online auf der offiziellen staatlichen Website für 25 USD beantragen (in der günstigeren Saison von April bis Juni nur für 10 USD) plus 3 % Gebühr. Du musst 4 bis 120 Tage im Voraus beantragen, und zusätzlich musst du spätestens 72 Stunden vor Abflug auch die kostenlose elektronische e-Arrival Card ausfüllen.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (einfaches Monatsabo) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!





