Georgien ist ein kleines geografisches Wunder. Morgens kannst du durch tiefen Schnee in einem hochalpinen Pass stapfen, mittags im T-Shirt durch sonnendurchflutete Weinberge spazieren und nachmittags schon einen Kaffee unter Palmen am rauschenden Meer schlürfen. Wenn du dich gerade fragst, wann die beste Reisezeit für Georgien ist, muss ich dich gleich zu Beginn auf eine wichtige Sache hinweisen: Es gibt hier nämlich nicht nur ein einziges universelles Wetter.
Dieses wunderschöne Land im Kaukasus vereint vier völlig unterschiedliche Klimawelten. Während in der Hauptstadt im Sommer eine unerträgliche Hitze herrscht, ist es in den Bergen um diese Zeit angenehm – und an der Küste regnet es dafür oft. Die Wahl des richtigen Monats hängt also ausschließlich davon ab, was genau du dir von deinem Urlaub erhoffst: ob du dich auf Trekkingtouren zu Gletschern freust, auf Weinverkostungen oder darauf, am Strand braun zu werden.
Reisende sind sich aber meistens über die sogenannte „Velvet Season“ – die Samtsaison – einig. Sie läuft etwa von Mitte September bis Mitte Oktober und bietet für die Erkundung des größten Teils des Landes die allerbesten Bedingungen. Lass uns gemeinsam ausführlich anschauen, wie das Wetter in Georgien ist, und die einzelnen Monate genauer unter die Lupe nehmen, damit du deine Traumreise planen kannst. ☺️

Zusammenfassung
- Beste Zeit insgesamt: Mai und Juni oder anschließend September und Oktober. Du entgehst den Sommerextremen und genießt das Land in Ruhe.
- Wann zum Hochgebirgstrekking: Von Ende Juni bis Mitte Oktober. Im September sind die Berge angeblich am allerschönsten und das Wetter am stabilsten.
- Wann für Wein: Von Mitte September bis Mitte Oktober findet die berühmte Weinlese Rtveli statt – ein riesiges kulturelles Erlebnis.
- Wann ans Meer nach Batumi: Baden kann man von Juni bis Oktober, aber rechne damit, dass es hier im Herbst extrem regnet.
- Wann zum Skifahren: Von Ende Dezember bis Mitte April, die besten Schneeverhältnisse meldet der Februar.
- Günstigste Monate: November und frühes Frühjahr (März). Es ist zwar kälter, aber du sparst.
- Worauf du achten solltest: Juli und August bringen nach Tbilisi eine mörderische Hitze, die nicht selten 35 °C übersteigt.

Georgien hat vier Wetterlagen gleichzeitig
Wenn du dir die Durchschnittstemperaturen für das ganze Land ansiehst, sagt dir das eigentlich überhaupt nichts. Das Wetter in Georgien ändert sich mit jedem gefahrenen Kilometer und mit jeder Höhenlage. Um zu verstehen, wie es hier funktioniert, müssen wir das Land in vier Hauptzonen aufteilen.
Tbilisi und das zentrale Tiefland haben sehr heiße und trockene Sommer, in denen die Temperaturen regelmäßig weit über 30 °C klettern. Die Winter sind hingegen recht kalt, oft um die null Grad, und manchmal schneit es auch ein wenig. Der meiste Niederschlag fällt paradoxerweise im Frühling, den Rest des Jahres ist es eher trocken.
Batumi und die Region Adscharien am Schwarzen Meer sind ein subtropisches Paradies – allerdings mit einem großen Haken. Es ist nämlich eine der regenreichsten Gegenden in ganz Europa. Jährlich fallen hier rund 2400 bis 2700 Millimeter Niederschlag. Die Winter sind sehr mild mit Temperaturen um 8 bis 10 °C, die Sommer feucht und warm, doch der Herbst bringt gewaltige Regengüsse. Subtropen bedeuten hier also keineswegs eine trockene Wüste.
Das Hochgebirge (wie Swanetien, Tuschetien oder die Umgebung von Kasbegi) lebt sein eigenes hochalpines Leben. Von Oktober bis Mai sind viele Regionen durch tiefen Schnee von der Welt abgeschnitten. Der Winter ist hier lang und eisig. Der kurze Sommer bietet fantastische Bedingungen zum Trekking, doch das Wetter kann hier innerhalb einer einzigen Stunde von klarem Himmel in ein heftiges Gewitter umschlagen.
Die Weinregion Kachetien im Osten des Landes hat ein ähnliches Klima wie die Hauptstadt, nur ist es noch ein Stück trockener. Die Sommer sind heiß, die Winter mild und der Herbst absolut grandios mit angenehmen Temperaturen, die ideal für die Weinlese sind.

Das Wetter in Georgien Monat für Monat
Nachdem wir nun wissen, dass wir nach Regionen auswählen müssen, schauen wir uns an, was von den einzelnen Monaten zu erwarten ist und für wen sie sich eigentlich eignen. Alle Temperaturen bitte als Richtwerte verstehen, denn die Natur macht am Ende sowieso immer, was sie will. 😅

1. Januar: Verschneites Märchen und Ruhe in den Städten
Der Januar hüllt das Land in ein winterliches Gewand. In Tbilisi liegen die Tagestemperaturen etwa zwischen 5 und 7 °C, nachts fallen sie leicht unter null und ab und zu erscheint auch eine Schneedecke. Am Meer in Batumi ist es geringfügig wärmer, um die 11 °C, aber das Meer mit 10 °C lockt höchstens Hartgesottene. Die Berge liegen in dieser Zeit unter einer tiefen Schneeschicht und alle Trekkingrouten sind hoffnungslos geschlossen.
Es ist aber ein fantastischer Monat für Wintersportliebhaber. Skigebiete wie Gudauri oder Bakuriani laufen auf Hochtouren. Wenn du nicht Ski fährst, lädt der Januar zum gemächlichen Erkunden der Städte ohne Touristenmassen ein. Es gibt nichts Besseres, als sich nach einem ganzen Tag Herumlaufen im kalten Tbilisi in die heißen Schwefelbäder zu legen und danach ein deftiges Käse-Chatschapuri zu genießen.

2. Februar: Höhepunkt der Skisaison
Der Februar präsentiert sich sehr ähnlich wie der Januar. Noch herrscht tiefster Winter. Tbilisi meldet tagsüber etwa 6 bis 9 °C, Batumi rund 11 °C und das Schwarze Meer fällt mit rund 9 °C auf seinen Jahrestiefstand.
Gerade der Februar und der Anfang des März bieten die absolut besten Schneeverhältnisse in den Bergen. Wenn du Freeriden liebst oder einfach die perfekten kaukasischen Pisten genießen willst, ist das deine Zeit. Die Städte gähnen noch vor touristischer Leere, sodass du Unterkünfte für kleines Geld bekommst und Flüge oft nur einen Bruchteil des üblichen Preises kosten.

3. März: Früher Frühling und schmelzender Schnee
Im März erwacht die Natur langsam zum Leben. Die Hauptstadt erlebt einen frühen Frühling, die Temperaturen steigen tagsüber gelegentlich auf angenehme 11 bis 13 °C, obwohl es nachts noch nur um die 2 bis 4 °C sind. In Batumi erwärmt sich die Luft auf etwa 14 °C.
In den Bergen gibt die Skisaison aber noch nicht auf, und du kannst hier unter sonnigem Himmel großartiges Frühlingsskifahren genießen. Wenn du nicht Ski fahren möchtest, schätzen den März eher jene, die einen sehr günstigen Urlaub mit Fokus auf Kultur und Gastronomie suchen, denn für Naturausflüge ist es noch zu früh und durch den schmelzenden Schnee zu nass.

4. April: Blühende Städte
Mit dem April kommt der echte Umschwung. In Tbilisi klettern die Temperaturen auf herrliche 18 bis 19 °C und die Stadt beginnt wunderschön zu blühen. Es ist einer der besten Monate zum Bummeln durch die uralten Gassen und zum Verweilen in den Straßencafés. Auch das weinreiche Kachetien wird langsam grün.
Am Meer in Batumi rechne mit Temperaturen um 17 °C, zum Baden reicht das bei einem 12 Grad kalten Meer definitiv nicht, aber für Spaziergänge auf der Promenade schon. Was die Berge betrifft, schmilzt der Schnee zwar, doch die Hochgebirgstouren bleiben fest verschlossen. Schlamm und Lawinengefahr machen die Bergregionen eher zu einem Ort zum Bewundern aus der Ferne.

5. Mai: Ideale Zeit, wenn du keine Extreme suchst
Der Mai stellt eines der beiden besten Zeitfenster für einen Besuch in Georgien dar. Die Temperaturen in Tbilisi springen auf sommerliche 24 °C, aber die Abende sind noch angenehm kühl um die 12 °C. Es ist zwar ein etwas regnerischerer Monat mit gelegentlichen Nachmittagsgewittern, doch nach dem Regen klärt es immer auf und die Luft ist herrlich rein.
In Batumi sind es schon angenehme 20 °C. Die höchsten Trekkingtouren schlummern zwar noch unter Schnee, doch Ende Mai öffnen sich bereits die niedrigeren Bergrouten. Es ist ein absolut fantastischer Monat für die Kombination aus Sehenswürdigkeiten, leichten Wanderungen in tieferen Lagen und Weinverkostungen ohne erschöpfende Hitze.

6. Juni: Der Kaukasus öffnet sich
Der Juni kündigt den Beginn des echten Sommers an und startet die Haupttouristensaison. In Tbilisi wird es schon heiß, die Temperaturen reichen bis 27 bis 29 °C. In Batumi öffnet sich die Badesaison. Die Luft hat 24 °C und das Schwarze Meer überschreitet endlich 19 bis 22 °C, was für viele schon eine ideale Erfrischung ist.
Das Wichtigste passiert aber in den Bergen. Die Schneedecke schwindet und nach und nach öffnen sich die schönsten Hochgebirgsregionen. Swanetien ist etwa ab Mitte Juni befahrbar und das abgelegene Tuschetien öffnet sich der Welt Ende Mai oder Anfang Juni. Es beginnt die richtige Zeit, die Wanderschuhe zu schnüren.

7. Juli: Extreme Hitze in der Stadt, Paradies in den Bergen
Wenn du nicht musst, fahre im Juli bloß nicht nach Tbilisi. Oder saus nur schnell hindurch. Die Temperaturen halten sich hier normalerweise zwischen 30 und 32 °C, schnellen aber oft auch über die 35-Grad-Grenze. Die von der Sonne aufgeheizten Gassen können wirklich zermürbend sein.
💡 Tipp: Wenn du im Sommer trotzdem ankommst, flüchte so schnell wie möglich aus der glühend heißen Hauptstadt hinauf in die Berge. Der Juli ist der Monat mit dem stabilsten Wetter für anspruchsvolle und mehrtägige Trekkingtouren in großen Höhen.
Am Meer in Batumi herrscht die Hauptbadesaison mit Lufttemperaturen um 26 °C und einem auf verlockende 25 bis 26 °C erwärmten Meer. Rechne aber damit, dass der Juli zusammen mit dem August die auslastungsstärkste Zeit des Jahres ist und die Guesthouses in den beliebten Gegenden zum Bersten voll sind.

8. August: Heißer Höhepunkt der Saison
Der August kopiert den Juli, ist vielleicht sogar noch ein Stück intensiver. Tbilisi leidet weiterhin unter dem Hitzeansturm. Batumi erlebt die wärmsten Tage des Jahres mit Temperaturen um 27 °C und das Wasser im Meer erreicht sein Jahresmaximum mit sehr angenehmen 25 bis 27 °C. Es ist die ideale Zeit für Strandfaulenzer.
In den Bergen läuft der Höhepunkt der Trekkingsaison. Du triffst hier die meisten Reisenden aus aller Welt, hast aber gleichzeitig die größte Chance auf günstiges Wetter zum Überqueren der hohen Pässe. Besonders Swanetien und die Umgebung des majestätischen Kasbek erleben den Hauptansturm.

9. September: König aller Monate
Der September ist schlicht und einfach perfekt. Die sommerliche Glut in den Niederungen lässt nach und Tbilisi wird wieder zu einem unglaublich angenehmen Ort zum Leben mit Temperaturen um 25 bis 27 °C. Die Berge sind zum Herbstbeginn bunt, die Luft ist klar und durchsichtig, und erfahrene Bergsteiger sagen, dass es für Trekkingtouren keinen besseren Monat gibt.
Zugleich bricht in Kachetien etwa in der Monatsmitte die berühmte Weinlese Rtveli aus – ein Ereignis, das auszulassen eine Sünde wäre. Sie umfasst das Ernten der Trauben, riesige Festmähler und jede Menge Freude. In Batumi ist das Meer vom Sommer her noch herrlich warm (24 bis 25 °C).
💡 Tipp: Sei im Herbst in Batumi ganz besonders vorsichtig. Die Subtropen zeigen sich hier im September in voller Ausprägung und die regenreichste Zeit des Jahres beginnt. Deine Strandtage kann dir leicht ein anhaltender Regen verderben, von dem hier wirklich reichlich fällt.

10. Oktober: Ende der Samtsaison
Der Oktober ist ein Übergangsmonat. Die erste Monatshälfte gehört noch größtenteils zur beliebten Velvet Season. Tbilisi genießt einen wunderschönen goldenen Herbst mit rund 20 Grad, die Weinlese in Kachetien läuft noch und die Luft duftet nach gärendem Wein und gerösteten Nüssen.
In den Bergen wird es aber langsam ernst. Ab Mitte Oktober können die ersten ernsthafteren Schneefälle auftreten und die anspruchsvollen Pässe (wie zum Beispiel der Abano-Pass nach Tuschetien) schließen endgültig. Am Meer sind es etwa 21 °C, das Wasser hat immer noch über 20 Grad und man kann gelegentlich baden, aber Niederschläge sind in dieser Gegend an der Tagesordnung.

11. November: Zeit für Thermen und zum Geldsparen
Mit dem November wird das Land grau. In Tbilisi sinken die Tageshöchstwerte auf 12 bis 13 °C, die Nächte werden frostig. Die Berge sind schon verschneit und bereiten sich auf den Winterschlaf vor.
Für Batumi ist der November der regenreichste Monat des Jahres, hier fallen unglaubliche rund 312 Millimeter Niederschlag, was die Küste nicht gerade zu einem einladenden Reiseziel macht. Es ist die typische tote Saison. Wenn dir aber schlechteres Wetter nichts ausmacht und du mit möglichst kleinem Budget reisen und die Zeit in Museen, Galerien oder heißen Quellen verbringen möchtest, wird der November deinen Geldbeutel ganz sicher nicht ruinieren.

12. Dezember: Weihnachtsstimmung und erste Skifahrer
Im Dezember fallen die Temperaturen in den Städten auf etwa 7 bis 8 °C tagsüber und nachts unter null. Georgien hat eine starke orthodoxe Tradition, und auch wenn die Hauptweihnachtsfeiertage erst im Januar begangen werden (üblicherweise am 7. Januar), ist die Atmosphäre im geschmückten Tbilisi unheimlich zauberhaft.
Am Meer lohnt sich der Aufenthalt im Dezember kaum, aber in den Bergen beginnt ein riesiges Aufleben. Die Skigebiete starten die Saison meist um den 20. bis 27. Dezember. Obwohl es weniger Schnee gibt als im Februar, locken die Neujahrsfeiern in den Bergen enorme Menschenmengen an, und die Preise schnellen in diesem kurzen Zeitraum steil nach oben.

Temperatur des Schwarzen Meeres in Batumi Monat für Monat
Wenn du davon träumst, nach den Wanderungen deine müden Füße im Meer zu kühlen, musst du den Termin gut wählen. Das Schwarze Meer erwärmt sich langsamer und hält im Herbst die Wärme dann relativ lange. Die Hauptbadesaison läuft von Juni bis Oktober, wobei der absolute Temperaturhöhepunkt im Juli und August eintritt.
| Monat | Meerestemperatur (Richtwert) | Baden |
|---|---|---|
| :— | :— | :— |
| Januar | 10 bis 11 °C | Nein |
| Februar | 9 bis 10 °C | Nein |
| März | 9 bis 10 °C | Nein |
| April | 11 bis 12 °C | Nein |
| Mai | 16 °C | Nur für Hartgesottene |
| Juni | 19 bis 22 °C | Ja, erfrischend |
| Juli | 25 bis 26 °C | Ja, ideal |
| August | 25 bis 27 °C | Ja, wärmstes Wasser |
| September | 24 bis 25 °C | Ja, sehr angenehm |
| Oktober | 20 bis 21 °C | Ja, für Robustere |
| November | 16 bis 18 °C | Nein |
| Dezember | 12 bis 14 °C | Nein |

Wann reisen, je nachdem was du unternehmen willst
Du zögerst noch? Am besten wählst du den Termin strikt nach den Aktivitäten, die du geplant hast. Hier ist eine übersichtliche Anleitung, wie du nicht danebengreifst.
Städte und Sehenswürdigkeiten erkunden Wenn dich Geschichte, Klöster und Architektur reizen, brich im Frühling (April bis Juni) oder im Herbst (September und Oktober) auf. Du entgehst der Sommerhitze, in der der Asphalt in den Städten buchstäblich schmilzt, und dem Winterfrost. Der Frühling bietet herrlich blühende Parks, der Herbst wiederum angenehme Sicht und stabileres Wetter.
Hochgebirgstrekking und Expeditionen Hier ist kein Raum für Experimente, du musst im Sommer reisen (Ende Juni bis Mitte Oktober). Wenn du ins wilde Tuschetien oder ins abgelegene Truso-Tal willst, denk daran, dass hierher gefährliche Bergpässe führen, die sich nur in den wärmsten Monaten öffnen. Im Frühling und Herbst drohen Lawinen und unbefahrbare Straßen. Der ideale Trekkingmonat ist angeblich der September, wenn keine extremen Nachmittagsgewitter mehr herrschen, es aber noch warm und die Wege trocken sind.
Weinregion Kachetien und das Rtveli-Festival Wein kannst du das ganze Jahr über trinken, aber wenn du die wahre Seele dieses Landes erleben willst, lege deinen Besuch auf Mitte September bis Mitte Oktober. Genau dann findet Rtveli statt, die festliche Weinlese. Es ist keine Touristenattraktion, sondern eine tief verwurzelte Tradition, bei der die Familien aus dem ganzen Land zusammenkommen, Trauben pflücken und riesige abendliche Festmähler namens Supra abhalten.
Baden im Meer Ans Meer nach Batumi fährst du am besten im Juli oder August, wenn dir die Menschenmassen nichts ausmachen, oder im Juni und Anfang September für eine ruhigere Atmosphäre mit warmem Wasser. Vergiss nur nicht, dass Adscharien gerade deshalb grün ist, weil es hier viel regnet, und der Herbst kann hier sein verregnetes Gesicht in voller Pracht zeigen.
Skifahren und Wintersport Den georgischen Pulverschnee genießt du von Ende Dezember bis Mitte April. Wenn du die besten denkbaren Schneeverhältnisse ohne die Menschenmassen willst, die zum Jahreswechsel auftauchen, komm von Mitte Januar bis Anfang März her. Die Preise für Skipässe und Unterkünfte an den Pisten sind im Vergleich zu den Alpen immer noch enorm freundlich.
Das Highlight: Velvet Season Wenn du von allem ein bisschen erleben willst (Tbilisi sehen, auf den Kasbek steigen und noch frischen Wein in Kachetien probieren), bietet das Ende September und die erste Oktoberhälfte das absolute Optimum. Es ist die Zeit, in der die gesamte Region des Landesinneren und der Berge die entspannteste Phase des Jahres durchlebt.
💡 Tipp: Die Samtsaison gilt vor allem für das Landesinnere und die Berge. Sie gilt aber nicht ganz für die Küste, denn dort regnet es gerade um diese Zeit mit Abstand am meisten im ganzen Jahr.

Wann ist es in Georgien am günstigsten und wann zahlst du drauf
Obwohl Georgien seit jeher zu den finanziell sehr erschwinglichen Reisezielen gehört, richten sich auch hier die Preise nach der touristischen Nachfrage. Die Budgetunterschiede können mitunter recht spürbar sein.
Die teuerste Zeit ist zweifellos die Hauptsommersaison (Juli und August). Die Nachfrage nach Guesthouses in den Bergen, Unterkünften am Meer und Geländewagen-Vermietungen schnellt steil nach oben. Die zweite massive Preisspitze ist die Zeit um Neujahr in den berühmten Skigebieten.
Am günstigsten kommt dich die Reise dagegen zum Übergang von Herbst zu Winter (November) und danach im frühen Frühjahr (März und Anfang April) – ausgenommen die Berge, wo noch Ski gefahren wird. Du erhältst riesige Rabatte auf Unterkünfte und Mietwagen, musst dich aber damit abfinden, dass viele Restaurants in abgelegeneren Gegenden schlicht und einfach geschlossen sind und das Wetter dich vielleicht mit einem Buch in der Hand in die Cafés treibt.
Der ideale Kompromiss für deinen Geldbeutel und deinen Komfort sind die sogenannten „Shoulder Seasons“, also die Randzeiten der Hauptsaison im Mai, Juni oder Oktober.

Worauf du unbedingt achten solltest
Das georgische Wetter kann wild und unberechenbar sein. Bevor du die Koffer packst, denk an diese paar Dinge, die schon viele unvorbereitete Reisende überrascht haben.
Vor allem ist da die bereits erwähnte Sommerhitze in Tbilisi. Die historische Altstadt liegt in einem Kessel und die Temperaturen stehen hier nachmittags regelrecht still. Wenn du nach dem absoluten Rekord fragst: 2021 heizte sich die Stadt auf erschreckende 40,6 °C auf. Sich mitten im Sommer in der Stadt aufzuhalten erfordert wirklich viel Selbstüberwindung und ein klimatisiertes Zimmer.
Außerdem ist da der extreme Regen in Batumi. Viele Menschen erwarten von einem Ferienort am Schwarzen Meer beständigen Sonnenschein wie an der spanischen Mittelmeerküste. Batumi ist aber eine Stadt mit enormem Niederschlagsdurchschnitt. Am meisten regnet es im November, September und Oktober, aber kräftige Schauer können dich hier auch mitten im August durchweichen.
In den Bergen sei ständig auf der Hut vor schnellen Wetterumschwüngen. Ein sonniger Morgen mit klarem Himmel bedeutet überhaupt nichts. Innerhalb weniger Augenblicke kann Nebel aufziehen und ein kalter Wind mit Hagel heranbrausen. Zwiebellook ist hier absolute Pflicht, auch wenn du mitten in den Ferien reist. Achte auch auf die Bergstraßen im Winter und frühen Frühjahr, der berühmte Jvari-Pass ist oft wegen Lawinen unbefahrbar.
💡 Tipp: Wenn du dich auf das ikonischste Foto der Gergeti-Kirche mit dem majestätischen Fünftausender Kasbek im Hintergrund freust, musst du früh aufstehen. Der Berg hüllt sich nämlich fast immer nach neun oder zehn Uhr morgens in eine dichte Wolkenschicht und du siehst nicht das kleinste Stück von ihm. Frühaufsteher haben hier einfach gewonnen.
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.

Wohin sonst noch in Georgien
Damit die Planung deiner Traumreise so bequem wie möglich wird, habe ich für dich noch einige weitere ausführliche Artikel und Reiserouten vorbereitet.
- Allgemeine und praktische Infos zur Planung findest du im umfangreichen Ratgeber Urlaub in Georgien.
- Interessiert dich die Hauptstadt und all ihre versteckten Perlen? Lies den Artikel über Tbilisi.
- Wenn du an die Westküste in die Subtropen willst, darfst du den Guide für Batumi nicht verpassen.
- Zu den bekanntesten Bergpanoramen führt dich zuverlässig der Artikel Kasbegi und Gergeti.
- Und für Liebhaber der höchsten Kaukasusgipfel habe ich einen Beitrag über das märchenhafte Ushguli und Swanetien geschrieben.
- Kommst du im Winter her und interessiert dich der Pulverschnee? Lies alles Wesentliche über das Skifahren in Georgien.

Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit für eine Reise nach Georgien?
Die universellste und am meisten empfohlene Reisezeit ist die sogenannte „Velvet Season“ von Mitte September bis Mitte Oktober, beziehungsweise die Frühjahrsmonate Mai und Juni. So vermeidet man die extreme Hitze in den Städten und profitiert gleichzeitig von idealen Bedingungen für Ausflüge und Trekkingtouren.
Wie ist das Wetter in Tbilisi im Sommer?
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Extrem heiß. Die Temperaturen im Juli und August halten sich regelmäßig zwischen 30 und 32 °C, jedoch sind Ausschläge über 35 °C keine Ausnahme. Die Sonne im Talkessel kann absolut brennend sein und es empfiehlt sich eine Nachmittagssiesta in klimatisierten Lokalen.
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Kann man in Georgien baden und wann?
Ja, auf jeden Fall. Das beste Reiseziel zum Baden im Schwarzen Meer ist Batumi und die angrenzende Adscharische Riviera. Die Badesaison beginnt im Juni und endet etwa im Oktober, die ideale Zeit ist aber Juli und August.
Wie ist die Wassertemperatur in Batumi?
Am kältesten ist das Meer natürlich im Winter, wenn es auf bis zu 9 °C absinkt. Von Juni bis Oktober kann man darin baden, wobei das Meer im August sein absolutes Maximum erreicht, wenn es herrliche 25 bis 27 °C hat und an eine angenehme Badewanne erinnert.
Wann sind Hochgebirgstreks begehbar?
Von Ende Juni bis Anfang, spätestens Mitte Oktober. In den übrigen Monaten des Jahres sind viele hoch gelegene Straßen durch Schnee abgeschnitten und die Trekkingrouten unter einer tiefen Schneedecke verborgen. Das abgelegene Tuschetien öffnet sich sogar erst mit dem Beginn des eigentlichen Sommers.
Wann ist die Skisaison?
Die Skisaison beginnt in den Skigebieten Bakuriani oder Gudauri normalerweise in der letzten Dezemberwoche und endet im Laufe des Aprils. Die besten und zuverlässigsten Schneebedingungen garantieren der Februar und der Beginn des Märzes.
Wann ist es in Georgien am günstigsten?
Die größte Chance auf sehr günstige Unterkünfte und Zusatzleistungen habt ihr während der sogenannten Nebensaison im November, Anfang Dezember und dann wieder im zeitigen Frühjahr im März, sofern wir von den Ski-Gebieten in den Bergen absehen. Reisen in dieser Zeit erfordert allerdings Toleranz gegenüber kühlerem und regnerischerem Wetter.
Brauche ich ein Visum und eine Versicherung für Georgien?
Wenn Sie einen Pass eines EU-Landes besitzen, benötigen Sie kein Visum für Georgien und können sich dort visumfrei bis zu 1 Jahr aufhalten. Vergessen Sie aber nicht die Versicherung. Ab dem 1. Januar 2026 müssen alle Touristen, die in das Land einreisen, eine gültige Kranken- und Reiseversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens etwa 30.000 GEL (ca. 9.500 EUR) nachweisen.
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