Mexikanische Küche: 20 Gerichte, die du probieren musst (nicht nur Tacos)

Kennst du das Gefühl, wenn du abends durch enge Gassen schlenderst und dir plötzlich der betörende Duft von gerösteten Maistortillas, Limette und frischem Koriander in die Nase steigt? Genau so riecht das echte Mexiko. Vergiss Tex-Mex, die harten Maisschalen aus dem Supermarkt oder Gouda, der in eine Burrito gequetscht wird. Die echte mexikanische Küche ist bunt, unglaublich vielfältig und vor allem furchtbar süchtig machend.

In diesem Guide findest du 20 Tipps für das Beste, was du in Mexiko probieren solltest. Wir schauen uns gemeinsam ikonische Gerichte, regionale Spezialitäten und auch an, wie du das lokale Streetfood ohne gefürchtete Magenprobleme genießt. Und weil Lukáš und ich kein Fleisch essen, verrate ich dir, wie du in Mexiko als Vegetarier überlebst und auf welche versteckten Fallen du achten musst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen

  • Kulturerbe: Die mexikanische Küche ist so einzigartig, dass sie 2010 als erste nationale Gastronomie überhaupt auf die UNESCO-Liste aufgenommen wurde.
  • Grundzutaten: Alles dreht sich um Mais, Bohnen und Chili. Der Mais durchläuft einen Prozess namens Nixtamalisation, dank dem die Tortillas geschmeidig und nahrhaft werden.
  • Streetfood: Das beste Essen findest du oft auf der Straße. Die goldene Regel lautet: Iss dort, wo die Einheimischen Schlange stehen und das Essen schnell über die Theke geht.
  • Falle für Vegetarier: In viele Gerichte (auch Bohnen und Reis) wird Schweineschmalz (manteca) oder Fleischbrühe gegeben. Frag immer nach, ob das Gericht wirklich fleischlos ist.
  • Regionale Unterschiede: Oaxaca ist ein Paradies für Mole-Saucen und Mezcal, Yucatán ist berühmt für langsam gegartes Fleisch und Mexico City ist das Zentrum von Spitzen-Fine-Dining und genialem Streetfood.

Was die mexikanische Küche so besonders macht

Bevor wir uns auf konkrete Gerichte stürzen, lass uns klären, warum die mexikanische Gastronomie so ein Begriff ist. Es geht nicht nur darum, dass das Essen scharf ist. Tatsächlich ist es ein faszinierender Mix aus uralten indigenen Traditionen und spanischen Einflüssen.

Wusstest du, dass die mexikanische Küche 2010 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde? Die Basis von allem ist die heilige Dreieinigkeit: Mais, Bohnen und Chili. Mais wird hier seit Jahrtausenden angebaut und die Einheimischen nutzen einen uralten Prozess namens Nixtamalisation. Die Körner werden in einer basischen Lösung (oft mit Kalk) gekocht, was die Nährstoffe freisetzt und es ermöglicht, aus dem Mais den perfekten, formbaren Tortillateig namens Masa herzustellen. Ohne Nixtamalisation gäbe es die mexikanische Küche gar nicht.

💡 Tipp: Wenn du auf dem Markt Stapel blauer, roter oder gelber Tortillas siehst, probier sie unbedingt aus. Jede Maissorte hat einen leicht anderen, erdigeren Geschmack.

20 Gerichte der mexikanischen Küche, die du probieren musst

Die mexikanische Küche ist unglaublich vielfältig und nur zwanzig Gerichte auszuwählen ist fast eine übermenschliche Aufgabe. Ich habe sie für dich in logische Kategorien eingeteilt, damit du genau weißt, was du am Stand oder im Restaurant bestellen sollst. Die Preise variieren natürlich je nachdem, ob du auf der Straße oder in einem besseren Restaurant isst, aber zur Orientierung gebe ich die üblichen Beträge für Streetfood an (1 mexikanischer Peso MXN entspricht etwa 0,05 €).

Tortilla-Himmel

Die Maistortilla ist in Mexiko im Grunde das Besteck. Diese Klassiker findest du an jeder Ecke.

1. Tacos

Der Taco ist die absolute Grundlage. Es ist ein kleiner, weicher Maisfladen, gefüllt mit allem Möglichen. Reisende und Foodies sind sich einig, dass echte Tacos al Pastor vor allem in Mexico City ein Erlebnis sind, wo das Fleisch am senkrechten Spieß namens Trompo (ähnlich wie Döner) gebraten und mit einem Stück Ananas geschnitten wird. Wenn du Vegetarierin bist wie wir, werden dich sicher Tacos mit Nopales (Kaktus), Pilzen oder Flor de Calabaza (Kürbisblüte) begeistern. Ein Straßentaco kostet üblicherweise zwischen 15 und 25 MXN (0,75 bis 1,25 €).

2. Quesadilla

In Europa kennen wir die Quesadilla als zwei Weizenfladen, die mit Käse zusammengeklebt werden. In Mexiko (besonders im zentralen Teil) ist es oft eine einzige Maistortilla, die in der Hälfte gefaltet und auf einer heißen Platte namens Comal geröstet wird. Sie kann mit Quesillo-Käse gefüllt sein, aber in Mexico City musst du oft ausdrücklich nach Käse fragen (con queso), sonst bekommst du nur eine Tortilla mit Füllung, zum Beispiel mit Pilzen oder Kartoffeln.

3. Enchiladas

Stell dir weiche Maistortillas vor, gefüllt mit Käse, Bohnen oder Fleisch, auf dem Teller aufgerollt und großzügig mit Sauce übergossen. Enchiladas verdes werden mit pikanter grüner Sauce aus Tomatillos (grünen Tomaten) übergossen, Enchiladas rojas dagegen mit roter Chilisauce. Zum Schluss werden sie mit frischem Käse, Zwiebeln bestreut und mit Sauerrahm beträufelt. Es ist das perfekte Comfort Food, eine Portion im Restaurant kostet etwa 120 bis 180 MXN (6 bis 9 €).

4. Tamales

Tamales sind eigentlich wie kleine Geschenke. Es handelt sich um Maisteig (Masa), der mit Sauce, Käse, Gemüse oder Fleisch gefüllt, in ein Mais- oder Bananenblatt gewickelt und im Dampf gegart wird. Es ist ein typisches Frühstück, das die Einheimischen auf dem Weg zur Arbeit bei Straßenverkäufern kaufen. Im Blatt eingewickelt nimmt der Teig herrlich das Aroma auf. Meistens kosten sie um die 20 bis 30 MXN (1 bis 1,50 €).

Saucen und Dips

Mexiko lebt von Saucen und zu jedem Gericht bekommst du mindestens zwei verschiedene Schälchen auf den Tisch.

5. Guacamole

Es gibt wohl keinen bekannteren mexikanischen Export als Guacamole. In Mexiko ist sie aber tausendmal besser als das, was man bei uns im Becher kauft. Sie wird aus perfekt reifen Avocados (die hier wie Butter schmecken), frischem Koriander, Limette, Zwiebeln und manchmal etwas Tomaten gemacht. Serviert wird sie mit knusprigen Totopos (Maischips).

6. Mole

Das Wort Mole bedeutet Sauce und ist der absolute Höhepunkt der mexikanischen Gastronomie. Oaxaca wird als das gastronomische Herz Mexikos empfohlen und genau von dort stammt das berühmte Mole negro. Diese dunkle, unglaublich komplexe Sauce wird aus durchaus dreißig verschiedenen Zutaten zubereitet, darunter getrocknete Chilischoten, Gewürze, Nüsse und ein Stück dunkle Schokolade. Sie ist gehaltvoll, leicht süßlich, erdig und scharf zugleich.

7. Salsas (Pico de gallo, Salsa verde und roja)

Salsa ist die Grundlage von allem. Pico de gallo ist eine frische Mischung aus gehackten Tomaten, Zwiebeln, Koriander und Jalapeños. Salsa verde wird aus grünen Tomatillos gekocht und hat einen angenehm säuerlichen Geschmack, während Salsa roja aus roten Tomaten und Chilischoten oft ordentlich scharf ist. Tu dir immer zuerst einen kleinen Tropfen auf den Handrücken, damit du weißt, mit welchem Schärfegrad du es zu tun hast 😅.

Straßen-Leckereien (Streetfood)

Auf der Straße spielt sich in Mexiko das beste gastronomische Leben ab. Hier findest du Dinge, die dich kein Luxusrestaurant lieben lehrt.

8. Elote

Wenn du einen Wagen siehst, aus dem Dampf aufsteigt, lauf hin. Elote ist ein gekochter oder gegrillter Maiskolben auf einem Stiel, den der Verkäufer großzügig mit Mayonnaise bestreicht, mit zerbröseltem Cotija-Käse und Chilipulver bestreut und mit Limette beträufelt. Klingt seltsam, aber die Kombination aus süßem Mais, salzigem Käse und scharfem Chili ist einfach göttlich. Der Preis liegt bei etwa 30 MXN (1,50 €).

9. Esquites

Wenn du dich nicht mit Elote bekleckern willst, nimm Esquites. Es ist genau dasselbe, nur sind die Maiskörner schon vom Kolben geschnitten und werden in einem kleinen Becher mit denselben Zutaten serviert. Oft kommt noch das Kraut Epazote dazu, das einen spezifischen, leicht erdigen Geschmack verleiht.

10. Tlayuda

Das ist ein Wunder aus Oaxaca, das manchmal als mexikanische Pizza bezeichnet wird. Es ist eine riesige, dünne und knusprige Maistortilla, die mit Bohnenpaste bestrichen (Achtung auf das Schmalz), mit zähem Quesillo-Käse, Tomaten, Avocado belegt und über Holzkohle geröstet wird. Es ist eine riesige Portion, die du locker teilen kannst.

11. Tlacoyos

Ein dickerer, ovaler Maisfladen aus blauem oder weißem Mais, in den schon vor dem Rösten Bohnen oder Favabohnen eingebacken werden. Obendrauf kommt dann Kaktussalat (Nopales), Käse und Salsa. Es ist eine großartige und sättigende vegetarische Wahl, die auf der Straße nur ein paar Cent kostet.

Suppen zum Aufwärmen und gegen den Kater

Die Mexikaner lieben Suppen und glauben, dass sie alles heilen, von gebrochenem Herzen bis zum Kater vom Tequila.

12. Sopa Azteca (Tortillasuppe)

Eine kräftige Tomatenbrühe, gewürzt mit dem Kraut Epazote und Pasilla-Chilischoten. Direkt vor dir werden knusprige Streifen frittierter Tortilla, Avocadowürfel, Panela-Käse und Sauerrahm hineingegeben. Die Wärme der Suppe lässt den Käse herrlich schmelzen. Für mich ist es wohl die beste Suppe der Welt.

13. Pozole

Eine traditionelle, gehaltvolle Suppe, deren Basis riesiger nixtamalisierter Mais (Cacahuazintle) ist. Die Einheimischen essen Pozole meist mit Schweinefleisch, aber an vielen Orten gibt es auch eine phänomenale vegetarische Version mit Pilzen (Pozole de hongos). Obendrauf gibst du selbst geschnittene Radieschen, Salat, Zwiebeln, Oregano und Limette. Eine Schüssel kostet meist um die 100 MXN (5 €).

Süßer Abschluss

Mexikanische Desserts sind sehr süß, oft frittiert und werden dich immer erfreuen.

14. Churros

Ursprünglich eine spanische Köstlichkeit aus Brandteig, die hier heimisch wurde. Der Teig wird in langen, gerillten Stangen goldbraun frittiert und sofort in einer Mischung aus Zucker und Zimt gewälzt. Außen knusprig, innen wunderbar weich. Am besten mit einem Becher heißer Schokolade, in den man sie tunkt.

15. Marquesitas

Knusprige gerollte Pfannkuchen, auf die du vor allem in Yucatán triffst. Der Teig ist dünn wie eine Waffel. Im Inneren verbirgt sich eine völlig verrückte, aber großartige Kombination: geriebener holländischer Edamer (sie nennen ihn Queso de bola) und dazu etwas Süßes, typischerweise Dulce-de-leche-Karamell, Nutella oder Marmelade.

Regionale Aushängeschilder

Diese Gerichte sind so spezifisch für ihre Regionen, dass du sie einfach kennen musst, auch wenn du manche davon wegen des Fleisches nicht isst.

16. Cochinita pibil (Yucatán)

Das Aushängeschild Yucatáns, bestehend aus Schweinefleisch, das in einer roten Paste aus Achiote-Samen und im Saft bitterer Orangen mariniert wird. Laut Reiseführern zu regionalen Küchen wird es traditionell in Bananenblätter gewickelt und die ganze Nacht in einer unterirdischen Grube namens Pib gegart. Serviert wird es mit eingelegten roten Zwiebeln und Habanero-Salsa.

17. Chiles en nogada (Puebla)

Eines der optisch schönsten Gerichte Mexikos, das die Farben der mexikanischen Flagge trägt (grün, weiß, rot). Es ist eine große grüne Poblano-Paprika, gefüllt mit einer Mischung aus Fleisch, Obst und Nüssen, übergossen mit einer weißen Nusssauce (Nogada) und mit roten Granatapfelkernen bestreut. Es ist eine saisonale Angelegenheit und wird vor allem rund um den September zum Unabhängigkeitstag serviert.

18. Carnitas (Michoacán)

Ein weiterer Fleischklassiker, diesmal aus der Region Michoacán. Es handelt sich um Schweinefleisch, das langsam confiert (im eigenen Fett geschmort) wird, in riesigen Kupferkesseln, bis es perfekt zart ist. Üblicherweise werden daraus an Straßenständen Tacos gemacht.

19. Carne asada (Nordmexiko)

Während der Süden von Schweinefleisch und Mais lebt, ist der raue Norden Mexikos die Heimat der Rinderzucht und der Weizentortillas. Carne asada ist mariniertes und über offenem Feuer gegrilltes Rindfleisch, das in einem Weizenfladen mit Guacamole und pikanter Salsa serviert wird.

20. Fish Tacos (Baja California)

Die Halbinsel Baja California ist berühmt für ihre Fish Tacos. Stücke von weißem Fisch werden in Teig getaucht, goldbraun frittiert und in einer Tortilla mit geschnittenem Kohl, Pico de gallo und cremiger Mayonnaisesauce serviert.

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Streetfood: So geht es sicher

Streetfood in Mexiko zu essen ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte, aber viele Leute haben Angst vor der „Rache des Pharao“. Wir essen ganz normal auf der Straße und es reicht, ein paar Grundregeln zu befolgen.

Die zuverlässigste Streetfood-Regel laut erfahrenen Reisenden ist einfach: Iss dort, wo die Einheimischen Schlange stehen und wo das Essen schnell über die Theke geht. Das bedeutet, dass die Zutaten frisch sind und nirgends lange in der Sonne lagen. Die Einheimischen wollen sich schließlich auch nicht vergiften.

Es gilt die klassische Reiseregel: „Boil it, cook it, peel it, or forget it“ (Koch es, gar es, schäl es, oder vergiss es). Wähle Stände, an denen du siehst, dass das Essen direkt vor dir zubereitet wird und heiß ist. Ein großes Warnsignal aus hygienischer Sicht ist es, wenn dieselbe Person, die dir das Essen zubereitet (oft mit bloßen Händen), auch das Geld annimmt. Eigentlich sollte der Stand eine Person zum Kochen und eine andere zum Kassieren haben, oder der Verkäufer sollte sich für das Geld einen Plastikbeutel als Handschuh überziehen.

💡 Tipp: Wasser trinkst du immer nur aus der Flasche. Wenn du Getränke mit Eis (hielo) bestellst, wird in touristischen Gebieten und guten Restaurants das Eis aus gefiltertem Wasser gemacht. Auf der Straße verzichte aber lieber auf Eis im Getränk.

Mexikanische Getränke — von Agave bis Schokolade

Mexiko ist nicht nur Essen, sondern auch Getränke, die es perfekt ergänzen. Hier sind ein paar Dinge, die du probieren musst:

  • Mezcal: Während Tequila nur aus blauer Agave in einer bestimmten Region hergestellt werden darf, wird Mezcal in Oaxaca aus mehr als 30 Agavenarten produziert. Das Herz der Agave (Piñas) wird langsam in unterirdischen Gruben gegart, was dem Mezcal seinen typischen rauchigen Geschmack verleiht. Er wird langsam aus kleinen Schälchen (Copita) getrunken und dazu isst man Orange mit Salz, das mit zerstoßenen Würmern vermischt ist (Sal de gusano).
  • Tequila: Ein echter Tequila aus 100 % blauer Weber-Agave schmeckt völlig anders als das, was wir aus der Disco kennen. Man trinkt ihn nicht auf ex mit Zitrone und Salz, sondern nippt langsam.
  • Agua fresca: Frisches Wasser, gemixt mit Obst. Du triffst auf Geschmacksrichtungen wie Melone, Mango, Tamarinde oder süße Reis-Horchata mit Zimt. Ein erfrischendes Eisgetränk, das die Schärfe von Chili wunderbar löscht.
  • Champurrado: Von den Getränken empfehlen Reisende oft Champurrado. Es ist ein unglaublich dickflüssiger, samtiger heißer Kakao, mit Maisteig (Masa) angedickt, mit Zimt und echter Oaxaca-Schokolade verfeinert. Es ist fast ein trinkbares Dessert, ideal zu morgendlichen Churros.
  • Café de olla: Traditioneller mexikanischer Kaffee, der in einem Tontopf (Olla) mit braunem Rohrzucker (Piloncillo) und einem Stück Zimt gekocht wird. Er ist sehr süß und duftet herrlich.

Vegetarier und Veganer in Mexiko

Obwohl die mexikanische Küche voll mit frischem Gemüse, Bohnen und Mais ist, kann es für Vegetarier und Veganer hier ein bisschen ein Minenfeld sein.

Vegetarier müssen mit verstecktem tierischem Fett rechnen. Zerdrückte Bohnen (Frijoles refritos), Tamales-Teig oder verschiedene Straßenfladen werden nämlich ganz normal mit Schweineschmalz (Manteca de cerdo) zubereitet. Das verleiht dem Essen einen spezifischen Geschmack und eine besondere Textur, aber für uns ist es ein Problem. Genauso werden roter Reis (Arroz rojo) und verschiedene Suppen oft auf Fleischbrühe (typischerweise Hühnerbrühe) gekocht.

  • Wenn du Essen bestellst, frag lieber immer nach:
  • *¿Tiene manteca?* (Ist da Schmalz drin?)
  • *¿Lleva caldo de pollo/carne?* (Ist da Hühner-/Fleischbrühe drin?)
  • *Soy vegetariano/a.* (Ich bin Vegetarier/in.)

Sichere Optionen sind für uns meist Quesadillas mit Käse und Pilzen, Esquites (Mais im Becher), Tlacoyos mit Bohnen oder Kaktussalat. Und in guten Restaurants weiß man heute problemlos, worum es geht, und bietet dir eine rein vegetarische Version an.

Regionale Küchen: Wo isst man am besten?

Jeder Bundesstaat in Mexiko hat seinen eigenen Stolz und seine spezifischen Gerichte. Wo probiert man das Beste?

Mexico City (CDMX): Eine Stadt der Extreme. Du findest hier das beste Streetfood der Welt (vor allem Tacos al Pastor und Churros), aber gleichzeitig ist es ein Mekka des Fine Dining. Restaurants wie Quintonil (2025 das drittbeste der Welt) oder Pujol definieren die moderne Gastronomie.

Oaxaca: Das kulinarische Herz Mexikos. Lies unseren Guide zu Oaxaca, damit du weißt, wohin du gehen solltest. Oaxaca ist die Heimat von sieben Mole-Sorten, riesigen Tlayudas und dem besten Mezcal. 2024 kam der Michelin-Führer hierher, was einen riesigen Boom auslöste, sodass du in den besten Lokalen (etwa Levadura de Olla) eine Reservierung Wochen im Voraus brauchst.

Yucatán: Der tropische Süden, wo sich das Essen mit Maya-Traditionen vermischt. Yucatán ist eine völlig andere Welt und genau von dort stammt die ikonische Cochinita pibil. Der Einfluss der Karibik zeigt sich hier in der stärkeren Verwendung von bitteren Orangen, Achiote-Samen und superscharfen Habanero-Schoten. Mérida ist ein toller Ausgangspunkt, um yucatekische Spezialitäten zu probieren.

Puebla: Eine wunderschöne Kolonialstadt unweit von Mexico City, die der Geburtsort der gehaltvollen Schoko-Chili-Sauce Mole poblano und der saisonalen gefüllten Paprika Chiles en nogada ist.

Praktische Tipps zum Schluss

Wenn du loszieht, um die mexikanischen Geschmäcker zu entdecken, kommen dir ein paar praktische Ratschläge zugute:

  • Trinkgeld (Propina): In Restaurants gibt man üblicherweise 10 bis 15 %. Achtung, manchmal ist es schon als „servicio“ auf der Rechnung enthalten, also gib nicht doppelt Trinkgeld. An Straßenständen gibt man üblicherweise kein Trinkgeld, höchstens rundet man den Betrag auf.
  • Kartenzahlung und Geldautomaten: Streetfood bezahlst du nur in bar (hab genug Kleingeld dabei). In besseren Lokalen nehmen sie Karte. Beim Abheben am Geldautomaten pass auf DCC (Dynamic Currency Conversion) auf – der Automat bietet dir einen ungünstigen Kurs mit einem Aufschlag von durchaus 8 bis 9 %. Lehne diese Umrechnung immer ab und lass in lokaler Währung abrechnen.
  • Wie man bestellt: Hab keine Angst, auf dem Markt zu sprechen. Es reicht, mit dem Finger zu zeigen und *„Uno de este, por favor“* (Eines hiervon, bitte) zu sagen. Die Einheimischen schätzen jeden Versuch, Spanisch zu sprechen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie scharf ist mexikanisches Essen wirklich?

Das Essen selbst ist oft überhaupt nicht scharf. Maistortillas, Fleisch, Bohnen und Reis sind von Grund auf mild. Die Schärfe bestimmst du selbst mithilfe von Salsa (Soßen), die dir in kleinen Schälchen auf den Tisch gebracht werden.

Ist es sicher, Obst und Gemüse auf der Straße zu essen?

Geschältes Obst (wie Mango oder Ananas), das der Verkäufer direkt vor deinen Augen aufschneidet, ist absolut sicher und sehr lecker. Vorsicht ist geboten bei vorgeschnittenen Obstsalaten, die möglicherweise in der Sonne gelegen haben, oder bei Gemüsebeilagen, die in unabgekochtem Wasser gewaschen wurden.

Kann ich in Mexiko Leitungswasser trinken?

Nein, Leitungswasser in Mexiko ist nicht trinkbar und könnte dir ernsthafte Magen-Darm-Probleme bereiten. Trink immer nur gekauftes Flaschenwasser (agua purificada) und verwende es auch zum Zähneputzen.

Was ist Nixtamalisation?

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Es ist ein uralter Prozess, bei dem Maiskörner in einer alkalischen Lösung (normalerweise mit Kalk) gekocht und eingeweicht werden. Dadurch werden Nährstoffe freigesetzt, die Schale wird weicher und aus dem Mais lässt sich ein geschmeidiger Teig für Tortillas herstellen.
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Wie viel kostet Street Food in Mexiko?

Straßenessen ist sehr günstig. Ein Taco kostet dich etwa 15 bis 25 Pesos (0,75 bis 1,25 EUR), Mais Elote um die 30 Pesos (1,50 EUR) und eine reichhaltigere Quesadilla auf der Straße liegt bei etwa 40 bis 50 Pesos (2 bis 2,50 EUR).

Was kann man in Mexiko außer Alkohol trinken?

Die beste Wahl sind die sogenannten Aguas Frescas, erfrischende Getränke aus püriertem frischem Obst und Wasser. Sehr beliebt sind auch Horchata (ein süßes Reisgetränk mit Zimt) oder Jamaica (ein eisgekühlter Hibiskus-Aufguss).

Woran erkenne ich, dass ein Straßenstand sicher ist?

Najlepším ukazovateľom je front miestnych obyvateľov. Pokiaľ je pri stánku plno a jedlo sa rýchlo točí, znamená to, že suroviny sú čerstvé a chutné. Všímaj si tiež, či má predajca čisté pracovné prostredie.

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