Wenn ihr Paris schon hinter euch habt, dann auf nach Lyon, Frankreich – in diese einzigartige Stadt am Zusammenfluss von Rhône und Saône. Dieses Reiseziel hat etwas Erdiges an sich und gilt zu Recht als wahre gastronomische Hochburg ganz Frankreichs. Die Einheimischen bestätigen euch gern, dass der wahre Bauch Frankreichs genau in dieser von Weinbergen und Alpengipfeln umgebenen Region liegt.
An einem verlängerten Wochenende könnt ihr hier endlos die geheimen Renaissance-Gänge erkunden und in kleinen Cafés die Atmosphäre aufsaugen. Euch erwartet ein dynamischer, geschichtsträchtiger Ort für einen perfekten Städtetrip. Stellt euren Reiseplan zusammen und findet heraus, welche Orte ihr auf keinen Fall verpassen solltet.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Geheime Gänge (Traboules): Das ikonischste Erlebnis der ganzen Stadt ist das Entdecken der versteckten Passagen, die einst den Seidenwebern und im Krieg der französischen Résistance dienten.
- Gastronomie ist Religion: Man kommt vor allem zum Essen hierher, und die traditionellen Wirtshäuser namens Bouchons sind für jeden Besucher die absolute kulinarische Basis.
- Lichterfest im Dezember: Wer Anfang Dezember kommt, erlebt das unglaubliche Fête des Lumières – aber die Unterkunft solltet ihr ruhig schon ein Dreivierteljahr im Voraus buchen.
- Achtung Umweltzonen: Wer mit dem eigenen Auto anreist, sollte bedenken, dass ins weitere Zentrum nur Fahrzeuge mit der Crit’Air-Umweltplakette 1 oder 2 fahren dürfen – sonst droht ein saftiges Bußgeld.
- Zwei Flüsse, zwei Ufer: Ihr orientiert euch ganz leicht, denn das historische Zentrum liegt an einem Fluss, während die moderneren Viertel und der Hauptplatz auf der Halbinsel zwischen beiden Strömen liegen.
Wann nach Lyon reisen
Die schönste Reisezeit fällt traditionell in die warmen Frühlingsmonate und den bunten Herbst, wenn die Temperaturen sehr angenehm sind und die Stadt draußen lebt. Im Mai und Juni genießt ihr lange Abende auf den Terrassen der Restaurants, während die Herbstmonate ideale Bedingungen für die Verkostung des Jungweins aus der nahen Region Beaujolais bieten. In diesen Monaten umgeht ihr außerdem die größten Extreme von Hochsommer und Winter, und die Stadt hat eine geradezu ideale Atmosphäre für ganztägige Erkundungen zu Fuß.
Wenn ihr eine Reise in den Sommerferien plant, stellt euch darauf ein, dass es im Juli und August hier wirklich enorm heiß wird. Die steinernen Gassen der Altstadt heizen sich tagsüber auf, und Kühle findet ihr fast nur in den dunklen Durchgängen der historischen Häuser oder in klimatisierten Museen. Viele Einheimische fliehen im August zudem ans Meer im Süden oder in die nahen Berge, sodass manche kleineren Familienbetriebe und traditionellen Restaurants ein Schild mit der Aufschrift „Betriebsferien“ aushängen. Das ganze Jahr über müsst ihr mit den sehr strengen französischen Essensregeln rechnen, denn das Mittagessen wird hier ausschließlich zwischen zwölf und vierzehn Uhr serviert – verpasst ihr dieses Zeitfenster, bekommt ihr am Nachmittag nur noch einen Kaffee oder ein kaltes Baguette.
Ein ganz besonderes Kapitel ist Anfang Dezember, wenn das berühmte Fête des Lumières, das Lichterfest, stattfindet. Für 2026 fällt dieses gigantische Festival auf den Zeitraum vom fünften bis achten Dezember, und rund vier Millionen Menschen aus aller Welt strömen dann in die Stadt. Es ist ein absolut faszinierendes Schauspiel voller atemberaubendem Videomapping, aber zugleich eine riesige logistische Herausforderung, denn die Straßen platzen aus allen Nähten und die Hotelpreise schnellen steil in die Höhe. Wer dieses Event erleben möchte, muss sich spätestens am Ende des Sommers um eine Unterkunft kümmern.

Wo in Lyon übernachten
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten über Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich dann über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Die Wahl der richtigen Lage ist für die Erkundung der Stadt absolut entscheidend, und am besten fahrt ihr, wenn ihr direkt auf der Halbinsel Presqu’île oder im historischen Vieux Lyon wohnt. Von hier aus erreicht ihr alle Hauptsehenswürdigkeiten bequem zu Fuß und müsst euch abends nicht auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen. Die Preise für ein Standard-Doppelzimmer pro Nacht liegen außerhalb der Festivaltermine im Schnitt bei rund 120 bis 160 Euro, können aber zu großen Messen oder dem erwähnten Dezember-Festival problemlos auch das Dreifache betragen.
Bei der Suche nach einer Unterkunft empfehle ich dringend, die Frage des Parkens zu klären, denn mit dem Auto ist es im Zentrum wirklich kompliziert und es gelten sehr strenge Regeln. An Werktagen von acht bis zwanzig Uhr dürfen ins weitere Zentrum nur Fahrzeuge mit der Crit’Air-Umweltplakette 1 oder 2 einfahren, die ihr rechtzeitig online für etwa fünf Euro bestellen müsst. Habt ihr diese Plakette nicht oder fahrt einen älteren Diesel, riskiert ihr ein Bußgeld von 68 bis 375 Euro. Die mit Abstand beste Strategie ist daher, das Auto auf einem P+R-Parkplatz am Stadtrand stehen zu lassen und mit der ausgezeichneten Metro bequem ins Zentrum zu fahren.
Eine tolle Wahl für einen romantischen Aufenthalt ist das stilvolle Hôtel de l’Abbaye, das wunderschöne Designzimmer in einem ruhigeren Teil der Halbinsel bietet. Wenn ihr etwas absolut Außergewöhnliches sucht und ein großzügigeres Budget habt, schaut euch die Villa Florentine an – ein Luxushotel mit Pool und atemberaubendem Blick über die ganze Stadt direkt vom Hügel Fourvière. Für Liebhaber moderner Technik und absoluter Privatsphäre funktioniert das Konzept des MiHotel hervorragend, das luxuriöse Designapartments im ganzen Zentrum mit kontaktlosem Code-Zugang bietet. Beim Bezahlen denkt daran, dass die meisten Unterkünfte in Frankreich zusätzlich eine kleine Kurtaxe (taxe de séjour) von rund zwei Euro pro Person und Nacht aufschlagen, die erst an der Rezeption bezahlt wird.

14 Tipps, was man in Lyon sehen und erleben sollte
Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was diese faszinierende Stadt zu bieten hat – und glaubt mir, an einem Wochenende schafft ihr das alles kaum. Die Stadt ist durchzogen von Geschichte, von der Römerzeit bis zur modernen Architektur, und es lohnt sich, zumindest einen groben Plan zu haben, damit ihr keine Zeit damit verliert, von einem Ufer zum anderen zu hetzen.

1. Die Altstadt Vieux Lyon und die Renaissance-Paläste
Das ist genau der Ort, an dem euch das echte historische Frankreich umweht und wo ihr wahrscheinlich die meiste Zeit verbringen werdet. Das gesamte Viertel Vieux Lyon ist UNESCO-Weltkulturerbe und bildet ein beeindruckendes Labyrinth aus engen Kopfsteinpflastergassen, gesäumt von wunderschönen Renaissance-Häusern mit pastellfarbenen Fassaden. Taucht früh am Morgen in dieses Gewirr ein, bevor sich die Straßen mit Touristenmassen füllen und die Restaurantterrassen ihre Tische auf jeden freien Meter des holprigen Pflasters stellen.
Dieses historische Viertel teilt sich logischerweise in drei kleinere Teile, benannt nach den örtlichen Kirchen, wobei das zentrale Saint-Jean immer am belebtesten ist. Achtet beim Spaziergang unbedingt auf die wunderschönen Details an den Fassaden, die kunstvollen Steinmasken, hohen Gewölbe und massiven verzierten Fensterläden, die noch aus der Blütezeit des reichen Seidenhandels stammen. Es ist ein Viertel wie geschaffen für zielloses Umherstreifen, das Entdecken kleiner Läden mit traditionellem Kunsthandwerk und das Aufsaugen der echten südlichen Atmosphäre.
💡 Tipp: Meidet die Hauptachsen wie die Rue Saint-Jean zur Mittagszeit, wenn es dort buchstäblich Kopf an Kopf zugeht, und taucht lieber in die Seitengassen der Teile Saint-Georges oder Saint-Paul ab, wo ihr eine viel ruhigere Atmosphäre und kleine authentische Cafés findet, in die überwiegend Einheimische gehen.

2. Die geheimen Durchgänge Traboules
Wenn man Lyon sagt, erwähnt jeder Einheimische sofort die Traboules – ein völlig einzigartiges System geheimer Gänge und Treppen, die durch Innenhöfe führen und parallele Straßen elegant miteinander verbinden. Ursprünglich bauten sie die Seidenweber, um die kostbaren und empfindlichen Stoffe trocken und absolut sicher vor dem unberechenbaren Regen zum Markt zu tragen. Im Zweiten Weltkrieg diente dieses verwinkelte Labyrinth dann der französischen Résistance, die sich dadurch völlig unbemerkt durch die Stadt bewegen und der Gestapo entkommen konnte.
Heute sind diese historischen Passagen für die Öffentlichkeit völlig kostenlos zugänglich, aber ihr müsst wissen, wo ihr sie sucht, denn von der Straße aus sehen sie aus wie ganz gewöhnliche Eingangstüren zu Wohnhäusern. Die berühmteste ist die Cour des Voraces im Viertel Croix-Rousse, die mit einem imposanten monumentalen Treppenhaus über sechs Etagen aufwartet, bei dem euch vielleicht sogar ein bisschen schwindelig wird. Zum Erkunden braucht ihr keine teure Eintrittskarte, manchmal braucht es nur ein wenig Mut, die Klinke einer unscheinbaren Tür zu drücken, hinter der ihr plötzlich in einem Renaissance-Hof steht, von dem die Leute draußen nicht die geringste Ahnung haben.
💡 Tipp: Verhaltet euch beim Durchqueren dieser Gänge absolut leise und respektiert voll und ganz die Privatsphäre der Bewohner, denn die Traboules führen durch echte Wohnhäuser, in denen Menschen ganz normal leben und arbeiten. Wenn ihr am Eingang ein kleines Bronzeschild mit einem Löwenkopf seht, bedeutet das, dass dieser Durchgang offiziell und legal für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

3. Basilika Notre-Dame de Fourvière und der Blick über die Stadt
Hoch über der Stadt thront auf dem Hügel Fourvière eine strahlend weiße Basilika, die die Einheimischen mit liebevoller Übertreibung manchmal als „umgedrehten Elefanten“ bezeichnen, weil ihre vier mächtigen Türme an in die Luft ragende Elefantenbeine erinnern. Dieses monumentale Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert ist der Jungfrau Maria geweiht, die der Legende nach die Stadt vor einer verheerenden Pestepidemie gerettet haben soll, und ihr Inneres haut euch mit seiner opulenten Ausstattung buchstäblich um. Der Innenraum ist vom Boden bis zur Decke mit aufwendigen Goldmosaiken und prächtigen Buntglasfenstern bedeckt, die einen faszinierenden Kontrast zur eher schlichten Außenhülle bilden.
Hinauf könnt ihr zu Fuß über steile Gassen und endlose Treppen gehen, aber ein viel authentischeres und bequemeres Erlebnis bietet die Fahrt mit der historischen Standseilbahn, die hier ficelle genannt wird. Die Bahn startet direkt in Vieux Lyon, und es gilt das normale Ticket für den öffentlichen Nahverkehr, was euch viel Kraft für weitere Erkundungen spart. Ein Ticket kostet knapp über zwei Euro und erspart euch einen etwa zwanzigminütigen, sehr anstrengenden Aufstieg.
Direkt neben der Basilika findet ihr eine weitläufige Aussichtsterrasse, von der sich ein absolut fantastisches Panorama über die ganze Stadt, den Zusammenfluss beider Flüsse und bei guter Sicht sogar auf den majestätischen schneebedeckten Gipfel des Mont Blanc in der Ferne öffnet. Versucht, am besten kurz vor Sonnenuntergang herzukommen, wenn die ganze Altstadt unter euch einen wunderschönen goldenen Schimmer bekommt und nach und nach die Straßenlaternen angehen.

4. Das römische Theater und die antike Geschichte
Bevor aus diesem strategischen Ort eine geschäftige französische Stadt wurde, stand hier eine sehr bedeutende römische Siedlung namens Lugdunum, und bis heute findet ihr hier ihre faszinierenden und hervorragend erhaltenen Überreste. Direkt am Hang des Hügels Fourvière erstreckt sich ein beeindruckendes römisches Theater und das benachbarte kleinere Odeon, die zu Recht zu den ältesten antiken Denkmälern des ganzen Landes zählen. Der riesige archäologische Park ist frei zugänglich, und es wird kein Eintritt verlangt, sodass ihr ganz frei zwischen den uralten Steinen spazieren und die unglaubliche Akustik der erhaltenen Ränge ausprobieren könnt.
In den Sommermonaten erwacht dieser beeindruckende historische Ort während des renommierten Festivals Les Nuits de Fourvière zum Leben, wenn hier großartige Theateraufführungen und Musikkonzerte unter freiem Himmel stattfinden. Auf zwanzig Jahrhunderte alten Steinstufen zu sitzen, lokalen Wein aus dem Rhône-Tal zu trinken und Live-Musik mit Blick auf die erleuchtete Stadt zu hören, ist ein Erlebnis, das ihr so schnell nicht vergesst. Wenn euch die antike Geschichte tiefer interessiert, nehmt euch unbedingt auch Zeit für das angrenzende Museum.
💡 Tipp: Das Gebäude des Museums Lugdunum selbst ist ein absolutes architektonisches Meisterwerk, denn es ist fast vollständig unauffällig in den Hang eingelassen, um das Erscheinungsbild der archäologischen Stätte nicht zu stören. Sein roher Betoninnenraum kontrastiert dann perfekt mit den zerbrechlichen ausgestellten antiken Mosaiken.

5. Die Halbinsel Presqu’île und der Place Bellecour
Das Herz des modernen Stadtlebens pulsiert auf einem recht schmalen Landstreifen namens Presqu’île, der von zwei Seiten fest von den mächtigen Strömen der Rhône und Saône umschlossen ist. Dieses sehr elegante Viertel ist voller breiter Boulevards, luxuriöser Einkaufsboutiquen und imposanter Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die euch vielleicht ein wenig an die klassische Pariser Bebauung erinnern. Es ist ein absolut idealer Ort für nachmittägliche Einkäufe auf der Hauptader Rue de la République, zum Verweilen in teuren Cafés und zum Aufsaugen der echten französischen Stadtatmosphäre.
Der wichtigste Orientierungspunkt der ganzen Halbinsel ist der riesige Place Bellecour, der zu den allergrößten Fußgängerplätzen ganz Europas zählt. Seine Oberfläche besteht aus sehr charakteristischem roten Sand, und genau in der Mitte erhebt sich stolz die Reiterstatue von König Ludwig XIV., an der sich die Einheimischen gern vor dem Abendprogramm verabreden. Von diesem leeren Platz öffnet sich auch ein schöner Durchblick direkt auf die Basilika Fourvière, die sich auf dem bewaldeten Hügel gegenüber erhebt.
Bei einem Spaziergang über die ganze Halbinsel lasst auch den wunderschönen Place des Terreaux nicht aus, den kompromisslos der monumentale Bleibrunnen des Bildhauers Bartholdi dominiert – des berühmten Schöpfers der New Yorker Freiheitsstatue. An diesem Platz findet ihr auch das reich verzierte Rathaus und das nahe Kunstmuseum, dessen ruhiger Innenhof eine perfekte Oase der Stille mitten in der geschäftigen Stadt bietet.

6. Das Viertel Croix-Rousse und die Geschichte der Seidenweber
Wenn Vieux Lyon den Ruf eines wunderschönen historischen Freilichtmuseums hat und Presqu’île ein elegantes Einkaufszentrum ist, dann ist das Viertel Croix-Rousse das wahre pulsierende bohème Herz der Stadt. Dieses steile hügelige Viertel wird oft als „Dorf in der Stadt“ bezeichnet und hat eine völlig einzigartige Atmosphäre voller unabhängiger Cafés, Künstlerateliers und kleiner handwerklicher Bäckereien. Besonders am Wochenende herrscht hier eine herrlich entspannte Stimmung, wenn sich die Einheimischen zahlreich auf den Bauernmärkten treffen und beim Morgenkaffee plaudern.
Die Geschichte dieser Gegend ist untrennbar mit der Herstellung von luxuriöser Seide verbunden, und die hart arbeitenden Arbeiter wurden canuts genannt. Die Häuser haben hier typischerweise sehr hohe Fenster und wirklich überdurchschnittlich hohe Decken, damit darin früher überhaupt die riesigen Webstühle Platz fanden, auf denen die luxuriösesten Stoffe für die europäischen Königshöfe entstanden. Bis heute findet ihr in den verwinkelten Gassen einige funktionierende Werkstätten, in denen man euch bereitwillig den traditionellen Herstellungsprozess zeigt und wo ihr ein wunderschönes Seidentuch als authentischstes Souvenir kaufen könnt.
💡 Tipp: Fahrt nicht mit der bequemen Metro hinauf ins Viertel, sondern steigt lieber ehrlich zu Fuß über die Hänge der Montée de la Grande-Côte hinauf. Es ist eine wunderschöne steile Straße voller kleiner unabhängiger Läden, von der sich euch nach und nach die schönsten und interessantesten Ausblicke auf die Stadt tief unter euch öffnen.

7. Traditionelle Bouchons und die Lyoner Gastronomie
Ganz ehrlich, wenn ihr in diese Region aufbrecht, werden sich eure Tage logischerweise vor allem ums Essen und um den Tisch drehen, denn diese Gegend ist der wahre Bauch Frankreichs. Die traditionellen örtlichen Wirtshäuser namens Bouchons sind ein absolutes kulturelles Phänomen, das ursprünglich entstand, um die hungrigen Arbeiter der Seidenwerkstätten mit einer ordentlichen Portion Kalorien zu sättigen. Erwartet hier keine gestärkten weißen Tischdecken oder minimalistische Haute Cuisine – hier herrscht eine laute Atmosphäre, die Tische stehen dicht gedrängt nebeneinander, und der kräftige lokale Wein Côtes du Rhône wird in schwere Gläser geschenkt.
Die klassische Lyoner Küche basiert historisch enorm auf Fleisch, Innereien und Fett, was die Einheimischen lieben, aber ihr als Vegetarier habt es hier etwas schwieriger. Hungern werdet ihr hier aber definitiv nicht, denn die französische Leidenschaft für hochwertigen Käse und Sahne rettet euch zuverlässig. Sucht auf der Speisekarte nach dem traditionellen Gratin dauphinois, einem herrlich cremigen überbackenen Kartoffelgericht mit Sahne und Käse, oder bestellt verschiedene Variationen großer Salate mit warmem Ziegenkäse.
Ein großartiges Erlebnis sind dann die berühmten Lyoner quenelles, falls ihr in einem moderneren Lokal eine Variante ohne den traditionellen Hecht findet. Es handelt sich um unglaublich luftige Klößchen aus Brandteig, die in einer reichhaltigen Soße gebacken werden und euch buchstäblich auf der Zunge zergehen. Beim Bezahlen denkt daran, dass euch das Mittagsmenü (menu du jour) etwa 15 bis 25 Euro kostet und das Trinkgeld in Höhe von 15 % bereits gesetzlich automatisch im Preis enthalten ist.

8. Les Halles de Lyon Paul Bocuse
Wenn ihr mit eigenen Augen sehen wollt, wo die besten Köche und verwöhnten lokalen Feinschmecker ihre frischen Zutaten einkaufen, müsst ihr direkt in diese legendäre Markthalle aufbrechen. Sie trägt stolz den Namen von Paul Bocuse, dem absolut berühmtesten örtlichen Spitzenkoch, der mit seinen Ideen die moderne französische Gastronomie des gesamten 20. Jahrhunderts definierte. Es ist ein absoluter kulinarischer Tempel und eine riesige Speisekammer, in der sich unter einem riesigen Dach der Duft von reifendem Käse, frisch gebackenem Gebäck, exotischen Gewürzen und Spitzenweinen mischt.
Durch die schmalen Gänge zwischen den wunderschön arrangierten Ständen zu schlendern, ist ein großes Erlebnis für sich, und ich empfehle, am besten am Sonntagvormittag herzukommen, wenn hier die beste lebendige Atmosphäre herrscht. Haltet unbedingt bei einem der gerühmten Käsehändler an und kauft euch Saint-Marcellin, einen kleinen, unglaublich cremigen Käse, der untrennbar zu dieser Region gehört und souverän am besten einfach mit einem frischen knusprigen Baguette schmeckt.
💡 Tipp: Diese berühmte Markthalle ist nicht gerade die billigste Angelegenheit, aber ihr könnt euch hier ein absolut luxuriöses Picknick aus erstklassigen Zutaten zusammenstellen, das euch am Ende viel günstiger kommt als ein normales Mittagessen in einem teuren Restaurant. Eure erstandenen Schätze könnt ihr dann in Ruhe etwa im nahen Park direkt am Flussufer verspeisen.

9. Fête des Lumières – das Lichterfest im Dezember
Dieses riesige Ereignis verändert den Ablauf der ganzen Stadt völlig, und wenn ihr die seltene Möglichkeit habt, lohnt es sich auf jeden Fall, es zumindest einmal im Leben hautnah zu erleben. Das Fête des Lumières hat sehr tiefe historische Wurzeln: Die Einheimischen zündeten Kerzen in den Fenstern an als aufrichtigen Dank an die Jungfrau Maria für den Schutz vor der Pestepidemie, und diese schöne Tradition verwandelte sich nach und nach in ein gigantisches Festival moderner Lichtkunst. An vier Dezemberabenden verwandelt sich das ganze historische Zentrum magisch in eine große, gleißende Galerie unter freiem Himmel.
Die bedeutendsten Denkmäler, großen Plätze und historischen Hausfassaden erwachen durch unglaubliches Videomapping und komplexe Lichtinstallationen anerkannter Künstler aus aller Welt zum Leben. Die Menschen spazieren durch die festlich beleuchteten Straßen, trinken heißen Glühwein, und die ganze Atmosphäre ist trotz der riesigen Menschenmassen absolut magisch. 2026 findet dieses gefeierte Festival vom fünften bis achten Dezember statt, und rund vier Millionen Menschen strömen in dieser Zeit in die Stadt.
⚠️ Wenn ihr dieses einzigartige Festival erleben wollt, müsst ihr eure Unterkunft allerspätestens am Ende des Sommers reservieren, denn später bekommt ihr entweder gar nichts mehr oder zahlt absolut astronomische Summen. Stellt euch außerdem darauf ein, dass sich die Straßen im Zentrum in Einbahnströme von Menschenmassen verwandeln und ein normaler Weg von einem Platz zum anderen ruhig auch mal eine Stunde dauern kann.
10. Futurismus im Musée des Confluences
An der südlichsten Spitze der Halbinsel, genau an dem dramatischen Ort, wo die Wasser der beiden großen Flüsse Rhône und Saône wild zusammenfließen, steht ein Gebäude, das auf den ersten Blick wie ein abgestürztes Raumschiff aus ferner Zukunft aussieht. Das Musée des Confluences ist ein beeindruckendes und sehr gewagtes Stück moderner dekonstruktivistischer Architektur, das einen enormen visuellen Kontrast zum altehrwürdigen historischen Zentrum bildet. Selbst wenn ihr keine großen Fans von Museumsbesuchen seid, lohnt sich schon allein der Spaziergang um dieses massive Bauwerk aus Glas und Metall.
Im Inneren befindet sich eine ziemlich faszinierende Ausstellung zu Naturwissenschaften, Anthropologie und Menschheitsgeschichte, die auf sehr moderne und hochinteraktive Weise aufbereitet ist. Die größte Attraktion für die meisten Besucher sind jedoch die Architektur selbst und die öffentlich zugängliche Dachterrasse des Museums, von der sich ein wunderschöner Blick direkt auf den Zusammenfluss beider Flüsse und das revitalisierte industrielle Umfeld öffnet. Es ist ein absolut toller Ort, an den ihr euch flüchten könnt, wenn euch am Nachmittag eine unerwartete Regenwolke überrascht.
Der Eintritt in dieses moderne Museum kostet euch rund zehn Euro, und ihr erreicht es sehr bequem mit der Straßenbahn vom Zentrum aus. Nach dem Besuch spaziert unbedingt entlang der angelegten Flussufer im Viertel Confluence, das sich aus einer ehemaligen schmutzigen Industriezone in ein vorbildliches Ökoviertel voller interessanter Wohngebäude und Gemeinschaftsgärten verwandelt hat.
11. Grüne Oase im Parc de la Tête d’Or
Wenn ihr das Gefühl habt, dass der heiße Stein und die gepflasterten Gassen ein bisschen viel werden, brecht zum Ausruhen in diesen riesigen Stadtpark auf. Der Parc de la Tête d’Or gehört zu den größten und souverän schönsten Stadtparks Frankreichs und stellt für die Einheimischen eine absolut unentbehrliche grüne Lunge der ganzen Stadt dar. Er erstreckt sich am Ufer der Rhône und bietet endlose Kilometer gepflegter Wege zum Joggen, Radfahren oder einfach für faule Sonntagsspaziergänge mit Kaffee in der Hand.
Der Park birgt gleich mehrere sehr angenehme Überraschungen, von denen die auffälligste ein weitläufiger See ist, auf dem ihr im Sommer gemütlich mit gemieteten Booten fahren könnt. Ihr findet hier auch einen wunderschönen botanischen Garten mit historischen verglasten Gewächshäusern voller exotischer Pflanzen und ein weitläufiges duftendes Rosarium, das ihr während der Frühlingsblüte am meisten schätzt. Teil der großzügigen Anlage ist auch ein recht großer Zoo, dessen Eintritt völlig kostenlos ist und in den die einheimischen Familien mit Kindern gern zu Nachmittagsausflügen aufbrechen.
💡 Tipp: Haltet unterwegs in einer Bäckerei, kauft euch ausgezeichneten Käse und ein frisches Baguette und macht hier ein echtes französisches Picknick auf den weitläufigen gepflegten Rasenflächen. Genau diesen Stil der Erholung praktizieren hier am Wochenende die einheimischen Studenten und jungen Familien, und ihr bekommt dabei perfekt den Kopf frei.

12. Das riesige Wandgemälde Mur des Canuts
Die Stadt rühmt sich einer recht einzigartigen und visuell überwältigenden Tradition riesiger Wandgemälde, sogenannter trompe-l’œil, die die fensterlosen Fassaden vieler hoher Wohnhäuser schmücken und eine absolut perfekte optische Illusion erzeugen. Das bekannteste und größte davon ist der Mur des Canuts im Viertel Croix-Rousse, das unglaubliche 1.200 Quadratmeter einnimmt und zu den allergrößten Wandgemälden ganz Europas zählt. Es ist mit solcher Präzision und Betonung der Perspektive gemalt, dass ihr eine Weile nicht wissen werdet, was noch echte Wand und was nur ein gemaltes Bild ist.
Das Faszinierende an diesem riesigen Werk ist die Tatsache, dass es kein gewöhnliches totes Bild ist, sondern die Künstler das Gemälde etwa alle zehn Jahre sorgfältig aktualisieren und verändern, um die Entwicklung des Viertels selbst und das natürliche Altern der dargestellten Figuren widerzuspiegeln. Die gemalten Menschen werden so im Lauf der Jahrzehnte erwachsen, ihre Frisuren ändern sich, und auf den fiktiven Straßen kommen moderne Elemente wie Leihfahrräder oder brandneue Geschäfte hinzu.
Ein weiteres großartiges Wandgemälde, das ihr bei euren Streifzügen auf keinen Fall verpassen solltet, ist die Fresque des Lyonnais direkt am Ufer der Saône, auf der die bedeutendsten historischen und zeitgenössischen Persönlichkeiten, die fest mit der Stadt verbunden sind, wunderschön dargestellt sind. Ihr findet hier den Spitzenkoch Paul Bocuse gezeichnet, die Kino-Pioniere, die Brüder Lumière, sowie den berühmten Autor des Kleinen Prinzen, Antoine de Saint-Exupéry.
13. Bootsfahrt auf der Rhône und Saône
Eine Stadt, die so strategisch direkt an zwei großen Flüssen liegt, müsst ihr einfach vom Wasser aus sehen, denn das bietet eine völlig andere Perspektive und wunderschöne Ausblicke ohne schmerzende Füße. Die Aussichtsfahrten starten meist im Zentrum am Ufer der Saône und bieten recht abwechslungsreiche Routen, von kurzen einstündigen Rundfahrten bis hin zu viel längeren Ausflügen mit luxuriösem Dinner direkt bei Sonnenuntergang. Es ist eine absolut tolle Möglichkeit, sich an einem anstrengenden Nachmittag eine Weile auszuruhen und dabei vom Audioguide jede Menge historische Wissenswertes zu erfahren.
Während die Saône deutlich ruhiger ist und von den malerischen historischen Fassaden von Vieux Lyon gesäumt wird, bietet euch die breite und wildere Rhône einen Blick auf den moderneren Teil der Stadt und die grünen Ufer voller sporttreibender Radfahrer. Diese Bootsausflüge sind in der Sommersaison verständlicherweise sehr beliebt, daher ist es gut, sich rechtzeitig einen Platz zu sichern, und die verschiedenen Fahrtvarianten lassen sich sehr leicht über die Plattform GetYourGuide finden und reservieren.
💡 Tipp: Wenn ihr nicht für ein klassisches touristisches Ausflugsboot zahlen wollt, nutzt die örtliche Wasserstraßenbahn namens Vaporetto. Sie funktioniert im Grunde wie ein normales öffentliches Verkehrsmittel und bringt euch für ein paar Euro sehr angenehm über die Saône zwischen dem historischen Zentrum und dem modernen Viertel Confluence.

14. Kathedrale Saint-Jean-Baptiste
Direkt im Herzen der Altstadt am belebten Place Saint-Jean steht dieses imposante Bauwerk, das ein perfektes Beispiel dafür ist, wie sich im Mittelalter verschiedene architektonische Stile auf natürliche Weise vermischten. Die Kathedrale Saint-Jean-Baptiste wurde unglaubliche 300 Jahre lang gebaut, was in der Praxis bedeutet, dass ihre ältesten Teile rein romanisch sind, während die Hauptfassade und die höheren Etagen bereits prunkvolle Gotik mit wunderschönen riesigen Buntglasfenstern schmückt. Sie ist der absolute Mittelpunkt des gesamten historischen Geschehens, und im Sommer finden auf dem Vorplatz viele Straßenvorführungen statt.
Der größte Schatz, der sich innerhalb ihrer Mauern verbirgt, ist eine voll funktionsfähige astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert, die zu den allerältesten ganz Europas gehört. Die Uhr zeigt nicht nur die genaue Zeit, sondern auch die komplexe Stellung der Sterne, die Mondphasen und die genauen Daten kirchlicher Feiertage. Wenn ihr zur richtigen Zeit hier ankommt – meist um 12, 14, 15 und 16 Uhr –, könnt ihr mit eigenen Augen verfolgen, wie sich die kleinen mechanischen Figuren in Bewegung setzen, die Szenen aus der Verkündigung der Jungfrau Maria nachspielen.
Nach der Besichtigung des Inneren der Kathedrale vergesst nicht, auch den angrenzenden archäologischen Park Jardins Archéologiques anzusehen, wo ihr sauber freigelegte Fundamente viel älterer frühchristlicher Kirchen findet, die an diesem Ort noch lange vor der heutigen Kathedrale standen.

Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy
Wohin von Lyon aus weiter
Diese Region funktioniert als absolut perfekte Kreuzung, und sobald euch der Trubel der Großstadt langweilt, habt ihr gleich mehrere fantastische Möglichkeiten, in die Natur aufzubrechen. Wenn ihr Wasser und Romantik bevorzugt, setzt euch in den Zug oder ins Auto und fahrt rund zwei Stunden nach Osten, wo Annecy liegt. Diese wunderschöne Stadt wird zu Recht „Venedig der Alpen“ genannt und liegt am Ufer eines unglaublich klaren türkisfarbenen Sees, um den ein toller Radweg führt.
Wenn es euch eher in die hohen Berge zieht und ihr die echten Alpengiganten sehen wollt, fahrt noch ein Stück weiter und besucht das beeindruckende Chamonix und den Mont Blanc. Hier erwarten euch bereits raue Bergnatur, Gletscher und die Möglichkeit, mit der Seilbahn in unglaubliche Höhen hinaufzufahren.
Für Liebhaber wilderer Sommeraktivitäten empfehle ich dann, nach Südwesten in die Region Ardèche zu fahren. Der dortige Kalksteincanyon mit dem riesigen natürlichen Tor Pont d’Arc ist ein absolutes Paradies fürs Kanufahren – aber stellt euch darauf ein, dass im Juli und August auf dem Wasser ein enormer Andrang heimischer Touristen herrscht.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage brauche ich für die Besichtigung von Lyon?
Für die Hauptsehenswürdigkeiten, einen Spaziergang durch die Altstadt und das Probieren der lokalen Gastronomie reichen zwei volle Tage, idealerweise ein verlängertes Wochenende. Wenn ihr aber mehr Museen besuchen, alle geheimen Gänge gründlich erkunden und auch auf der Halbinsel shoppen gehen möchtet, plant lieber drei oder vier Tage ein, damit ihr nicht unnötig hetzen müsst.
Brauche ich ein Auto für die Stadt?
Auf keinen Fall, ein Auto ist im Zentrum selbst eher eine riesige Last wegen fehlender Parkplätze und komplizierter Einbahnstraßen. Außerdem gelten strenge Regeln für Umweltzonen, sodass ins Zentrum an Werktagen nur Fahrzeuge mit Plakette Crit’Air 1 oder 2 dürfen, die ihr im Voraus online beantragen müsst. Am besten lasst ihr das Auto auf einem P+R-Parkplatz am Stadtrand stehen und fahrt überall mit der ausgezeichneten Metro.
Was genau ist eine Traboule?
Je to ein spezifisches architektonisches Element der Altstadt, das als geheimer Durchgang durch die Innenhöfe funktioniert. Diese Gänge verbinden parallele Straßen und dienten ursprünglich den Seidenwebern und während des Krieges der französischen Résistance. Sie sind kostenlos zugänglich, aber man muss sich dort leise verhalten, da sie direkt durch Wohnhäuser führen.
Kann ich hier auch als Vegetarier gut essen?
Auch wenn die traditionelle lokale Küche in den Bouchons stark auf Innereien und Schmalz basiert, werdet ihr hier definitiv nicht hungern müssen. In den traditionellen Lokalen greift zu Sahne-Kartoffeln Gratin Dauphinois, riesigen Salaten mit Käse oder den luftigen Klößchen Quenelles in der fleischlosen Variante. Moderne Bistros bieten dann üblicherweise hervorragende vegetarische Menüs an.
Wie ist das mit dem Bezahlen und Trinkgeld in Restaurants?
In Frankreich ist das Trinkgeld in Höhe von 15 % bereits gesetzlich automatisch im Preis jeder Speise und jedes Getränks enthalten (sogenanntes service compris). Wenn ihr mit dem Service wirklich zufrieden wart, ist es üblich, ein oder zwei Euro in Münzen auf dem Tisch liegen zu lassen, aber über das Kartenterminal lässt sich in der Regel überhaupt kein Trinkgeld hinzufügen, da das System dies nicht ermöglicht.
Wann genau findet das Lichterfest statt?
Dieses riesige Festival für Videomapping und Lichtinstallationen findet immer Anfang Dezember statt. Für das Jahr 2026 sind die offiziellen Termine vom 5. bis 8. Dezember festgelegt, aber die Unterkunft für diesen Zeitraum muss unbedingt mindestens ein halbes Jahr im Voraus oder auch schon Ende Sommer gebucht werden, sonst zahlt man absurd hohe Preise.
Ist die Stadt sicher für Touristen?
Ja, das Touristenzentrum auf der Halbinsel und die Altstadt sind tagsüber und abends absolut sicher und es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Erhöhte Vorsicht vor Taschendieben solltet ihr nur an großen Bahnhöfen walten lassen, und wie in den meisten Großstädten gilt die Regel, dass ihr nachts nicht alleine durch schlecht beleuchtete Randviertel streifen solltet.
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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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