Stell dir diesen herrlichen Moment vor, wenn du nach ein paar Stunden Flug am ägyptischen Flughafen aussteigst und dir sofort diese typisch heiße, trockene Luft ins Gesicht schlägt, die einfach nach Urlaub riecht. Ägypten ist wohl eines der wenigen Reiseziele, das sich das ganze Jahr über lohnt – nur ist es enorm wichtig zu wissen, was du von welchem Monat realistisch erwarten kannst. Während die einen mit riesiger Vorfreude im August anreisen, wenn das Wasser eher an eine heiße Badewanne erinnert, fliehen andere im Januar mit Freude vor der klirrenden Kälte zu Hause, um in aller Ruhe und ohne verrückte Menschenmassen die atemberaubenden Pyramiden zu bestaunen. Und wieder andere genießen im April den absolut perfekten Kompromiss, wenn die Temperatur genau richtig zum Faulenzen am Strand mit einem Buch und für ganztägige Ausflüge ist.
Jede Jahreszeit hat hier ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Zauber, aber du triffst auch auf kleine Tücken, von denen dir die schön glänzenden Reisekataloge natürlich meistens nichts verraten. Die Grundregel klingt dabei ganz einfach, und glaub mir, es lohnt sich wirklich, sie im Hinterkopf zu behalten: Sommer und Herbst sind wie geschaffen zum Baden, der Winter dagegen ist absolut ideal zum gemütlichen Erkunden der Geschichte und für romantische Wüstenstreifzüge, während Frühling und Herbst den wohl besten Kompromiss für Unentschlossene darstellen.
Erhebliche Unterschiede gibt es aber auch zwischen den einzelnen Badeorten – etwas, das viele beim begeisterten Buchen ihres Urlaubs gern vergessen. Besonders in den Wintermonaten ist das Meer im südlicher gelegenen Marsa Alam nämlich ein paar Grad wärmer als im nördlicheren Hurghada, was beim morgendlichen Baden verdammt spürbar ist. In diesem kleinen Ratgeber gehe ich das Wetter in Ägypten Monat für Monat durch, wir schauen uns gemeinsam die genauen Luft- und Wassertemperaturen an, und ich verrate dir gern, wann sich der schönste Schnorchelausflug lohnt, wann du zu den Sehenswürdigkeiten aufbrechen solltest und wann du deinen Traumurlaub zum allerbesten Preis ergatterst.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Ägypten funktioniert ganzjährig: Wärmende Sonne und trockenes Wetter sind hier eine absolute Sicherheit, denn es regnet wirklich nur äußerst selten – und das eher im Norden, in der Nähe von Kairo.
- Höhepunkt der Badesaison: Zum echten Baden und langen, faszinierenden Schnorcheln ist die Zeit von Juni bis November absolut am besten, wenn das Meer stabil über 26 Grad hat, wobei der absolute Höhepunkt der Wassertemperatur mit dem heißen August kommt.
- Zeit für Sehenswürdigkeiten: Zum entspannten Erkunden von Sehenswürdigkeiten wie Kairo, dem magischen Luxor oder abenteuerlichen Wüstenausflügen brichst du am besten von November bis März auf, wenn dich in der Sonne nicht die sonst allgegenwärtige, erdrückende Hitze fertigmacht.
- Der goldene Mittelweg: Den wohl besten Kompromiss beim Gesamtwetter bieten der April und anschließend die Zeit von Oktober bis Mitte November, wenn du Wärme und wunderbar aufgeheiztes Wasser genießt und gleichzeitig spielend ein paar erträgliche Ausflüge schaffst.
- Baden im Winter: Im Winter hat eindeutig Marsa Alam das wärmste Meer (rund 23 bis 24 °C), während Hurghada und Sharm el-Sheikh merklich kühler und auch unangenehm windiger sind.
- Temperaturextreme: Die absolut heißeste Luft erwartet dich im Juli und August (üblicherweise 37 bis 38 °C), die kälteste dagegen im Januar (rund angenehme 22 °C tagsüber).
- Worauf du achten solltest: Rechne unbedingt mit dem tückischen Frühlingswind namens Chamsin und auch mit der Quallensaison, die hier etwa von Mitte März bis Anfang Juni dauert – also Augen auf.
- Wann du sparst: Am teuersten sind natürlich die beliebten Sommerferien und die Weihnachtszeit, am günstigsten ist es dagegen im Mai, Juni und im Herbst außerhalb der Feiertage, wenn du wirklich tolle Preise erwischen kannst.
Wetter in Ägypten Monat für Monat: 12 Gesichter des Wüstenparadieses
Die folgenden detaillierten Zahlen und Temperaturen gelten in erster Linie für das bekannte Hurghada, das uns allen als zentraler Bezugspunkt dient. Es ist aber wirklich gut, daran zu denken, dass es im etwas südlicher gelegenen Marsa Alam insgesamt etwas wärmer ist und besonders die Wassertemperatur dort im Winter höher liegt, was Badefreunde sicher zu schätzen wissen. Im so beliebten Sharm el-Sheikh auf der Sinai-Halbinsel ist es im Sommer am allerheißesten, dafür weht dort dank der geschickten Lage in der Bucht deutlich weniger Wind, sodass man sich dort herrlich aufwärmt. Alle angegebenen Werte sind langjährige Durchschnitte der Lufttemperatur im Schatten und durchschnittliche Wassertemperaturen, damit du eine möglichst genaue Vorstellung bekommst.
1. Januar: Ideale Zeit für die Pyramiden und die Flucht vor der Kälte

Der Januar in Ägypten ist wohl genau der Monat, in dem die Leute nicht primär zum wilden tropischen Baden herkommen, sondern eher, um sich an der Sonne und Wärme aufzuwärmen, die uns in dieser Zeit im verregneten Europa so verzweifelt fehlt. Die durchschnittliche Lufttemperatur liegt tagsüber bei etwa 22 °C, was sich unglaublich angenehm anfühlt – ungefähr wie ein wirklich schöner, sonniger Frühling bei uns zu Hause. Die Sonne hat zudem noch ihre Kraft, sodass du beim Liegen am Pool über Mittag problemlos eine schöne Bräune bekommst.
Der entscheidende Umschwung kommt aber mit dem Sonnenuntergang, der im Januar leider recht früh stattfindet, und glaub mir: Sobald die Sonne weg ist, merkst du es sofort. Abende und Nächte sind nämlich unerwartet kühl, und die Temperaturen können durchaus auf 10 bis 12 °C fallen. Ein warmer Pulli und eine lange Hose sind daher für die abendlichen Spaziergänge durch die weitläufige Anlage absolut Pflicht, sonst frierst du wirklich unangenehm und klapperst statt Romantik nur mit den Zähnen 😅
Die Temperatur des Roten Meeres sinkt im Januar langsam auf etwa 22 °C, was für abgehärtete Schwimmer kein großes Problem ist, aber für stundenlanges Schnorcheln ohne Neoprenanzug eben einfach nicht mehr reicht. In Hurghada weht in dieser Zeit zudem oft ein kühlerer Wind, der die gefühlte Temperatur nach dem Verlassen des Wassers noch erbarmungslos senkt – du wirst dich also möglichst schnell ins Handtuch wickeln wollen.
Andererseits ist dieser Monat absolut perfekt zum Erkunden der Geschichte und für Streifzüge zu den Sehenswürdigkeiten. Wenn du also schon immer heimlich von einem Besuch des geheimnisvollen Tals der Könige in Luxor oder der majestätischen Pyramiden von Gizeh geträumt hast, ist der Januar genau die richtige Zeit. Dir droht nirgends ein Hitzschlag, du badest nicht im eigenen Schweiß und schaffst mit Leichtigkeit auch einen ganzen Tag in der heißen Sonne. 💡 Tipp: Wähle dein Resort wirklich sorgfältig aus, denn im Januar ist es absolut entscheidend, dass dein Traumhotel einen beheizten Pool hat – sonst kommst du dort wegen der nächtlichen Kälte mit größter Wahrscheinlichkeit gar nicht ins Wasser, und das wäre ein riesiger Jammer.
2. Februar: Das kälteste Meer, aber wunderschöne Sonne

Das Februarwetter unterscheidet sich nicht allzu sehr vom Januar, aber für uns Badefreunde bringt es eine ziemlich entscheidende Änderung: Genau im Februar ist das Meer in Ägypten am kältesten im ganzen Jahr. Während sich die Luft tagsüber auf sehr angenehme 23 °C erwärmt, fällt die Wassertemperatur im beliebten Hurghada und Sharm el-Sheikh auf 21 °C, was schon spürbar ist.
Das ist einfach eine Temperatur, bei der die meisten von uns ehrlich gesagt nicht länger im Wasser bleiben wollen. Wenn ein warmes Meer für dich absolute Priorität hat und du trotzdem im Februar reisen möchtest, glaub mir: die einzig vernünftige Wahl ist Marsa Alam. Dank seiner Lage tief im Süden hält das Meer dort nämlich immer noch eine Temperatur von etwa 23 °C, was im Wasser einen wirklich spürbaren Unterschied macht – und du musst nicht bibbern.
Die Februartage sind ansonsten herrlich sonnig und der Himmel ist fast wolkenlos. Wenn du also nicht nur am Strand liegen willst, ist es eine absolut fantastische Zeit für einen aktiveren Urlaub. Brich ruhig mit dem Quad in die Wüste auf, besuche ein traditionelles Beduinendorf oder mach den ersehnten Ausflug nach Kairo, ohne dabei zu zerschmelzen.
Genau wie im Januar gilt aber weiterhin, dass die Abende wärmere Kleidung erfordern, lass den Pullover oder die leichte Jacke also auf keinen Fall zu Hause. In Restaurants außerhalb der geschlossenen Hotelanlagen kann es nach Einbruch der Dunkelheit zudem etwas kühl sein, denn die Einheimischen sind auf das Heizen von Innenräumen einfach gar nicht eingestellt. 💡 Tipp: Der Februar ist oft genau der Monat, in dem man nach Ägypten die günstigsten Last-Minute-Reisen ergattert. Wenn dir etwas kühleres Wasser nichts ausmacht und du vor allem mit einem guten Buch in der Sonne entspannen willst, sparst du locker einen ordentlichen Betrag.
3. März: Frühlingsbeginn und der tückische Chamsin-Wind

Mit dem März kommt in Ägypten der echte, sonnige Frühling, und die Temperaturen beginnen ziemlich schnell zu steigen. Tagsüber erreicht die Luft schon tolle 26 °C, was zum gemütlichen Faulenzen am Strand absolut ideal ist. Die Abende erwärmen sich zwar allmählich, aber den leichten Pulli für die Abendspaziergänge packst du lieber doch noch ein.
Das Meer erwärmt sich leider viel langsamer als das Festland, sodass das Wasser noch um die kühleren 21 bis 22 °C hat und Schwimmen eher eine erfrischende als eine richtig entspannende Angelegenheit ist. Der März ist zudem ziemlich tückisch wegen eines ganz anderen Phänomens, nämlich des heißen Wüstenwinds namens Chamsin, auf den man sich besser im Voraus etwas einstellt.
Dieser Wind bringt nämlich feinen Sand aus der Wüste mit, kann mehrere Tage am Stück wehen und färbt den Himmel manchmal in einen seltsamen gelblichen Ton. Es ist zwar nichts, was dir den ganzen Urlaub verdirbt, kann beim Entspannen am Strand aber etwas unangenehm sein, und außerdem peitscht dieser Wind in Hurghada oft größere Wellen auf 😅
Eine weitere Sache, auf die du dich im März etwas einstellen musst, ist der Beginn der Quallensaison. Sobald das Wasser nämlich langsam zu wärmerem Leben erwacht, tauchen an der Küste die ersten durchsichtigen Besucher auf, über die ich persönlich nie so recht erfreut bin. 💡 Tipp: Wenn du im März fliegst und dem schlimmsten Wind entkommen willst, wähle lieber Hotels in Sharm el-Sheikh. Die dortigen Buchten sind nämlich von den mächtigen Bergen der Sinai-Halbinsel geschützt, sodass du den nervigen Chamsin dort glücklicherweise nicht so stark spürst.
4. April: Die goldene Mitte mit Quallenrisiko

Der April gilt unter vielen Reisenden wohl als einer der allerbesten Monate für einen Ägyptenbesuch, weil das Wetter dort einfach märchenhaft ist. Die Tagestemperaturen klettern schon auf 30 °C, die Sonne wärmt herrlich den Rücken, aber es ist zum Glück noch nicht die erdrückende, völlig erschöpfende Sommerhitze, bei der man nur noch um ein Stück Schatten betet.
Das Meer beginnt endlich zu erwachen und sich zu erwärmen, sodass das Baden mit einer Durchschnittstemperatur von 22 bis 23 °C deutlich angenehmer ist und du an den wunderschönen Korallen merklich länger schnorchelst. Der April ist einfach genau die richtige Zeit, in der du noch ohne Zusammenbruch einen Ausflug nach Luxor schaffst und gleichzeitig schon einen vollwertigen Strandurlaub mit allem Drum und Dran genießt.
Es hat allerdings einen kleinen Haken, auf den ich dich ehrlich hinweisen muss. Gerade der April gilt historisch als absoluter Höhepunkt der Quallensaison in den ägyptischen Gewässern, und je mehr sich das Meer erwärmt, desto näher ziehen diese Tierchen natürlich an die Küste und in die schönen flachen Lagunen.
Die meisten Arten im Roten Meer sind für den Menschen zum Glück recht harmlos und ihr Nesseln brennt eher nur unangenehm, aber für uns empfindlichere Naturen oder kleine Kinder kann es ein unnötig stressiges Erlebnis sein, mit dem sich im Urlaub wirklich niemand herumschlagen will. 💡 Tipp: Pack ein kleines Fläschchen mit ganz normalem Essig in deine Reiseapotheke. Wenn dich eine Qualle nesselt, neutralisiert Essig sofort das Gift und lindert das fiese Brennen viel besser als das Abspülen mit Süßwasser, das den Schmerz im Gegenteil sogar noch verschlimmert.
5. Mai: Das letzte freie Durchatmen vor dem Sommer
Im Mai geht der dortige Frühling endgültig in den echten heißen Sommer über, sodass die Sonne mit enormer Intensität brennt und die Lufttemperatur tagsüber üblicherweise 34 °C erreicht. Die Abende sind aber zum Glück schon herrlich warm, sodass du die Pullis mit gutem Gewissen zu Hause lassen und lange Nachtspaziergänge nur im T-Shirt oder im beliebten leichten Kleid genießen kannst.
Was aber für viele von uns das Wichtigste überhaupt ist: Das Meer erreicht endlich fantastische 24 bis 25 °C. Das ist einfach eine Temperatur, die auch wir echten Wärmeliebhaber zu schätzen wissen, und glaub mir: So ein Schnorcheln über den Korallenriffen in Marsa Alam oder bei der Giftun-Insel in Hurghada ist im Mai einfach ein Traum.
Der Mai ist zudem genau der Monat, in dem endlich langsam die nervige Quallensaison endet und das Meer wieder schön klar wird. Gleichzeitig ist es die Zeit kurz bevor in Europa die Sommerferien voll losbrechen, weshalb die Hotels noch relativ ruhig und nicht von einer Horde Familien mit Kindern überfüllt sind – du genießt also auch ein bisschen Romantik.
Andererseits muss ich dich ehrlich warnen, dass Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten im Mai schon recht anstrengend werden. Bei 35 Grad ohne ein einziges Stück Schatten durch das Tal der Könige zu wandern, erfordert wirklich eine gute körperliche Verfassung und buchstäblich literweise Trinkwasser – überleg dir so ein Abenteuer also gut. 💡 Tipp: Der Mai ist absolut der beste Monat für den Kauf günstiger Reisen kurz vor der Hauptsaison. Die Reiseveranstalter versuchen nämlich, in letzter Minute die Kapazitäten vor den Ferien zu füllen, sodass du oft auf luxuriöse Fünf-Sterne-Resorts zum Bruchteil des Preises triffst.
6. Juni: Die echten Tropen beginnen
Mit dem Juni steht uns in Ägypten die echte, unverfälschte sommerliche Hölle bevor, die wohl nur eingefleischte Liebhaber extremer Hitze zu schätzen wissen. Die Luft überschreitet stabil 36 °C im Schatten, und glaub mir, in der prallen Sonne potenziert sich dieses Gefühl noch, sodass sich das gesamte Hotelleben sehr fließend nur noch zwischen Poolwasser, dem Schatten unterm Sonnenschirm und der kühlenden Umarmung klimatisierter Zimmer abspielt.
Das Rote Meer erinnert im Juni langsam an die wärmste Badewanne, denn die Wassertemperatur erreicht herrliche 26 °C, was dir schön garantiert, dass du stundenlang planschen kannst, ohne eine einzige Gänsehaut zu bekommen ☺️. Für alle leidenschaftlichen Taucher und begeisterten Entdecker mit Maske und Schnorchel startet damit die allerbeste Saison, denn in so durchwärmtem Wasser ist die Unterwasserwelt unglaublich lebendig und wunderschön bunt.
An lange Besichtigungsausflüge im Landesinneren denkst du im Juni aber lieber gar nicht erst, denn ein Spaziergang durch Kairo oder Luxor verwandelt sich in dieser Hitze in einen Kampf ums nackte Überleben, und ein Hitzschlag lauert hinter buchstäblich jedem Stein. Wenn du dennoch nach Abenteuer dürstest, buch lieber Bootsausflüge aufs offene Meer, wo dich wenigstens ein bisschen der ersehnte frische Wind umweht.
Der Juni bedeutet natürlich auch das nahende Ende des Schuljahres, sodass in die Resorts langsam Familien mit Kindern einziehen, die Animationsprogramme auf Hochtouren laufen und die Rutschen in den Hotel-Aquaparks keine Sekunde ruhen.
💡 Tipp: Die Sonne im Juni kennt wirklich keine Gnade mehr, vergiss also nicht, dir zu Hause Sonnencreme mit Faktor 50 vorzubereiten und vor allem ein spezielles Badeshirt mit UV-Schutz mitzunehmen, denn deinen Rücken verbrennst du beim Beobachten der Fische, bevor du überhaupt merkst, dass dir die Sonne auf den Pelz brennt.
7. Juli: Extreme Hitze und Hochsaison
Was den Juli angeht, so ist er ohne Übertreibung einer der härtesten Monate des ganzen Jahres, in dem die Luft buchstäblich flimmert wie über einem heißen Grill und die Tagestemperaturen üblicherweise 37 °C erreichen, wobei sie tief im Süden im Badeort Marsa Alam oder in Wüstennähe locker auch an die Vierzig schrammen. Auch nachts blickt das Thermometer selten unter 28 °C, sodass ich dir gleich rate: Finde dich besser damit ab, dass du ohne summende Klimaanlage im Zimmer einfach kein Auge zumachst 😅.
Das Wasser im Meer erinnert dagegen eher an ein riesiges aufgeheiztes Bad, denn es hat herrliche 27 °C und erreicht in den niedlichen flachen Lagunen am Hotel manchmal sogar die Dreißig. Das bedeutet nur eines: das reinste Paradies für kleine Rabauken, die so am Meeresrand ungestört von früh bis spät planschen können, ohne die geringste Angst, eine Gänsehaut zu bekommen oder sich zu erkälten.
Diese Zeit ist einfach der reinsten Strandromantik vorbehalten, in der sich alle deine körperlichen Aktivitäten sehr klug nur auf die kühleren frühen Morgenstunden oder die faulen späten Nachmittage beschränken. Über das schlimmste Mittagssonnenlicht verstecken sich sogar die Einheimischen vorsorglich unter Dächern und im Schatten der Palmen, sodass die Gassen der Badeorte ein wenig wie ausgestorben wirken.
Außerdem darf ich nicht vergessen zu erwähnen, dass der Juli der absolute Höhepunkt der Touristensaison für Familien mit Kindern aus allen Ecken Europas ist. Rechne also damit, dass die besten Hotels schon viele Monate im Voraus weg sind, du beim Abendessen manchmal kurz in der Schlange für das beliebte Dessert anstehst und die Reisepreise auf Jahreshöchststände klettern.
💡 Tipp: Wenn dir bei der Vorstellung von Menschenmassen am zentralen Pool etwas mulmig wird, versuche, Hotels herauszufiltern, die in ihrem Angebot Zimmer mit Sharing-Pool verstecken. So bekommst du deutlich mehr Ruhe, wirfst dein Handtuch auf die Liege, wann immer dir danach ist, und hast es ins Wasser nur einen Schritt über die sonnige Terrasse.
8. August: Baden in der heißen Brühe
Wenn dir der Juli schon wie eine echte Wildnis vorkam, dann ist der August erst die wahre Verkörperung des sengenden Glutofens 😁 Die Luft hat im Durchschnitt 38 °C, aber am Meer kannst du gefühlt noch ein paar Grad draufrechnen, und auch wenn dich gelegentlich der Wind aus der Wüste streichelt, erwarte von ihm keine erlösende Abkühlung – er erinnert eher an die heiße Luft, wenn du den Föhn im Badezimmer auf voller Stufe laufen lässt.
Andererseits begeistert dich das Meer selbst absolut, denn die Wassertemperatur erreicht rekordverdächtige 28 °C und in meinem geliebten Marsa Alam im Süden schwappt das Thermometer locker bis zur Dreißig. Stellenweise erinnert es wirklich an ein weitläufiges Thermalbad, in dem dich das Wasser zwar nicht mehr groß erfrischt, das Schwimmen aber zur schönsten Form langsamer und endloser Entspannung wird.
Für all die Frostbeulen, die sonst maximal die große Zehe ins Wasser stecken und sofort zum Handtuch rennen, ist das August-Ägypten ein wahr gewordener Traum, denn du kannst dort problemlos vier Stunden am Stück auf der Wasseroberfläche treiben und majestätische Schildkröten beobachten, ohne dass dir auch nur ein bisschen das Kinn vor Kälte zittert.
Genau wie beim vorherigen Monat muss ich dich aber warnen, dass es purer Wahnsinn ist, sich auf Ausflüge zwischen den antiken Tempeln zu schleppen, und leider sind auch die Reisepreise wegen der Ferien so hoch geschraubt wie nur irgend möglich. Stell dich im August einfach darauf ein, dass deine einzige tägliche Sorge der elegante Wechsel von der weichen Liege ins warme Meer und zurück zur Strandbar für den nächsten gekühlten Drink ist.
💡 Tipp: Auch wenn es dir vielleicht so vorkommt, als hättest du in dem Wasser, das warm wie der Mittagstee ist, keinen Durst, achte auf ständige Hydration, denn im August schwitzt du selbst beim gemütlichen Faulenzen unterm Sonnenschirm wie verrückt. Trag überall Wasser bei dir, trink es wirklich literweise und halte dich von den übersüßen bunten Cocktails der All-inclusive-Bar lieber etwas fern, damit dir abends auf dem Zimmer nicht unnötig schlecht wird.
9. September: Warmes Meer und sinkende Preise
Mit dem September kommt endlich diese zauberhafte Zeit, in der die ganze Küste anfängt, sich von der brutalsten Hitze und vom größten Ansturm der ferienlustigen Ausflügler herrlich zu erholen. Die Kinder kehren brav in die Schulbänke zurück, die Wege an den Pools beruhigen sich und die Luft beginnt auf erträglichere 35 °C zu sinken.
Das Allerschönste daran ist aber, dass das Meer nach dem ganzen Sommer so fantastisch durchgewärmt ist, dass es problemlos luxuriöse 27 °C hält. So entsteht eine absolut traumhafte Kombination, bei der dich die Sonne tagsüber nicht mehr so sehr auslaugt, du dir im Wasser aber dennoch wie in einem Wellnesscenter vorkommst.
Genau deshalb ist der September so ein kleiner Geheimtipp aller erfahrenen Reisenden, denn die gesamte Atmosphäre in den Anlagen verlangsamt sich plötzlich, beim Abendessen ergatterst du spielend leicht das schönste Tischchen mit Aussicht, und auch dem lächelnden Personal merkst du an, dass ihm der größte Auguststress von den Schultern gefallen ist 🙂.
Besonders die zweite Monatshälfte öffnet uns dann endlich auch die Türen für ein paar weniger anstrengende Ausflüge, sodass du mit gutem Gewissen mit dem Boot zu den nahen Riffen aufbrichst oder nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Quad in die Wüste fährst, ohne dabei das Gefühl zu haben, jemand hätte dich in einen aufgeheizten Backofen gesperrt.
💡 Tipp: Die Reisepreise beginnen mit dem Schuljahresbeginn endlich angenehm zu fallen. Wenn du also die Freiheit hast und nicht an die Schulferien gebunden bist, plane es lieber in der zweiten Septemberhälfte, denn du bekommst eine ordentliche Portion perfektes Sommerwetter zu deutlich sympathischeren Nebensaisonpreisen.
10. Oktober: Absolut der beste Monat des Jahres
Wenn du irgendjemanden fragst, der mit eiserner Regelmäßigkeit nach Ägypten fliegt, platzt aus ihm wahrscheinlich ein einziges Wort heraus: Oktober. Dieser Monat ist einfach der absolute Höhepunkt der ägyptischen Saison, was die idealen Bedingungen für den erholsamsten Urlaub angeht.
Die Luft hat tagsüber absolut perfekte 32 °C, was genau die sanfte Wärme ist, in der du eine wunderschöne Bräune bekommst, dir aber am Pool nicht schwindelig wird, und die Abende sind genau richtig lau und ungemein angenehm, sodass du in aller Ruhe auf der Terrasse bei einer Wasserpfeife sitzen kannst.
Das Meer ist zu dieser Zeit immer noch wie der beste Morgenkaffee und hält fantastische 26 bis 27 °C, sodass du dich in den Wellen ruhig von früh bis spät tummeln kannst. Gleichzeitig sind die Lufttemperaturen aber so weit gesunken, dass sich nach der erdrückenden Sommerpause endlich Ganztagesausflüge unternehmen lassen, denn Luxor, das Tal der Könige und Kairo sind im Oktober wieder erträglich und ehrlich gesagt ungemein interessant.
Der wohl einzige Nachteil des Oktobers ist die Tatsache, dass ziemlich viele Leute um seine absolute Perfektion wissen, sodass die Hotels recht ordentlich gefüllt sind und gegen Ende des Monats, wenn in Deutschland und Österreich die Herbstferien stattfinden, die Reisepreise für diese paar Tage ziemlich steil nach oben fliegen 😅 💡 Tipp: Angesichts der enormen Beliebtheit des Oktobers solltest du den Reisekauf wirklich nicht auf den letzten Drücker lassen, denn gute Hotels mit guten Bewertungen und schönen Riffen sind für diesen Monat oft schon viele Monate im Voraus hoffnungslos ausgebucht.
11. November: Die letzte Chance auf warmes Baden
Der November ist für mich so ein schöner Übergangsmonat zwischen dem durchgewärmten Herbst und dem kühleren Winter, neigt sich aber zum Glück noch eher zum Herbst. Die Luft sinkt auf angenehme 28 °C, was für viele von uns die allerangenehmste Temperatur ist, bei der man nicht schon in der Sekunde schwitzt, in der man aus dem klimatisierten Hotelzimmer tritt.
Das größte Wunder ist aber weiterhin das Meer, denn das Wasser kühlt viel langsamer ab als die Luft, sodass das Meer immer noch schöne 25 °C hält. Das macht den ganzen November zu einem unglaublich vielseitigen Monat, in dem du gleich am Morgen zu den Sehenswürdigkeiten aufbrechen, nachmittags bequem und ohne Zähneklappern im Meer baden und abends einen ruhigen romantischen Spaziergang genießen kannst.
Zum Monatsende hin werden die Tage aber merklich kürzer, die Sonne geht leider früh unter und die Abende erfordern einfach eine leichtere Jacke oder einen kuscheligeren Pullover. Auch kann der Wind etwas häufiger auffrischen, was die gefühlte Temperatur am Strand ordentlich senkt.
Der November ist jedenfalls eine absolut tolle Wahl für alle, die vor dem nasskalten Herbst in der Heimat fliehen wollen, aber gleichzeitig kein Vermögen für die Sommer- oder Feiertagstermine ausgeben möchten, denn die Preise sind sehr vernünftig und die Badeorte selbst irgendwie schön und beruhigend ruhig. 💡 Tipp: Im November pass wirklich genau auf, wohin du fliegst. Wenn du viel schwimmen und schnorcheln willst, bevorzuge lieber Marsa Alam vor Hurghada, denn in Hurghada kann es Ende November nach dem Verlassen des Wassers wegen des Windes schon ganz schön kalt sein.
12. Dezember: Weihnachten unter Palmen
Der Dezember in Ägypten ist eine ziemlich spezielle Angelegenheit, und für viele Leute ist es genau der Monat, in dem sie hierherfliegen, um etwas untypische Feiertage zu verbringen. Statt Schnee und beißender Kälte erwarten dich hochgewachsene Palmen und Tagestemperaturen um 24 °C, wobei es tagsüber in der Sonne immer noch herrlich warm ist und die Liegen an den Pools fröhlich voll sind ☺️
Das Meer hat sich zu dieser Zeit aber merklich abgekühlt und die Temperatur sinkt auf 23 °C, was für eine schnelle Erfrischung oder kürzeres Schnorcheln sicher reicht, aber für lange Wasservergnügen brauchst du schon etwas Abhärtung. Die Tage sind zudem sehr kurz und mit Schlag vier Uhr nachmittags verliert die Sonne ihre Kraft und draußen kühlt es ziemlich schnell ab.
Andererseits ist der Dezember wieder fantastisch für Besichtigungsreisen und Nilkreuzfahrten, denn in Luxor und im geschäftigen Kairo ist es tagsüber ungemein angenehm, gefühlt etwa so wie bei uns am Ende des Sommers.
Während der Dezemberanfang zu den allergünstigsten Terminen im ganzen Jahr gehört, ändert sich die Situation dramatisch, sobald die Weihnachtsfeiertage und Silvester anbrechen. Die Weihnachtstermine sind lange im Voraus ausverkauft und die Preise fliegen in geradezu astronomische Höhen. 💡 Tipp: Wenn du über Weihnachten oder Silvester nach Ägypten fliegst, denk daran, dass die Hotels meist einen verpflichtenden Aufpreis für das festliche Galadinner verlangen. Das ist zwar oft ein großartiges Ereignis mit jeder Menge gutem Essen und Programm, aber häufig zahlst du dafür über hundert Euro zusätzlich zum ursprünglichen Reisepreis.
Die Wassertemperatur in Ägypten und ihre Besonderheiten
Glaub mir, für die riesige Mehrheit der Leute, die in die ägyptischen Badeorte fahren, ist die Wassertemperatur eigentlich viel wichtiger als die Lufttemperatur. Und hier hat das Rote Meer eine sehr klare und schön vorhersehbare Kurve, denn das komfortabel warme Wasser über 26 Grad hält etwa von Juni bis November.
Seinen absoluten Höhepunkt erreicht die Wassertemperatur im August, wenn sie in den flachen, durchwärmten Buchten von Marsa Alam bis auf unglaubliche 30 °C klettern kann. Das Rote Meer ist zudem ungemein speziell, weil es eines der salzigsten Meere der Welt ist, was in der Praxis bedeutet, dass dich das Wasser herrlich trägt und du dir das Schnorcheln viel leichter machst, weil du dich gar nicht so anstrengen musst, um dich überhaupt an der Oberfläche zu halten.
Umgekehrt ist das Meer im Februar und Anfang März am kältesten, wenn es in den nördlicheren Badeorten wie Hurghada und Sharm el-Sheikh auf 21 Grad fällt. Das ist zwar keineswegs eiskaltes Wasser, aber wenn du von Thermalbädern verwöhnt bist oder eine heiße Sommerbadewanne liebst, wird dir das lange Treiben in den Wellen nach einer Weile einfach etwas unangenehm.
Es gibt aber ein ziemlich großes Aber, das viele gar nicht kennen. Die Wassertemperatur ändert sich nämlich auch danach, wie der Zugang zum Meer bei deinem Hotel aussieht. Hat das Resort einen sanften Einstieg über eine Sandlagune, erwärmt sich das Wasser darin von der Sonne viel schneller und ist locker zwei Grad wärmer als das Wasser auf dem offenen Meer. Steigst du aber von einem langen Steg direkt in die Tiefe zum Riff, stell dich darauf ein, dass du auf merklich kühlere Strömungen triffst.
Hurghada vs. Marsa Alam vs. Sharm im Winter: Wo ist es am wärmsten?
In den Sommermonaten ist es wohl ziemlich egal, in welches konkrete Reiseziel in Ägypten du letztlich fährst, denn ordentliche Hitze und herrlich durchwärmtes Wasser erwarten dich einfach überall. Aber glaub mir: In den Wintermonaten kommt es auf die Wahl des Badeorts extrem an. Die aufgewärmte Luft tagsüber ist zwar überall sehr ähnlich, aber die riesigen Unterschiede bei der Wassertemperatur und der Windstärke können dich ziemlich unangenehm überraschen.
Marsa Alam liegt tief im Süden, rund dreihundert Kilometer südlicher als das berühmte Hurghada, und ist einfach viel näher am Äquator, was im Winter eine absolut riesige Rolle für deinen Komfort spielt. Es bietet dir stabil das wärmste Wasser von allen Badeorten, denn es hält selbst in den kältesten Monaten seine angenehmen 23 bis 24 Grad. Wenn du also im Januar oder Februar primär zum Baden und endlosen Schnorcheln aufbrechen willst, ist Marsa Alam für dich die eindeutige und eigentlich wohl einzig logische Wahl.
Dagegen ist Hurghada riesig, herrlich lebendig und preislich am günstigsten, allerdings hat das Wasser hier im Winter deutlich niedrigere Temperaturen und es ist ohne Diskussion der windigste Badeort Ägyptens. Der allgegenwärtige Wind drückt die gefühlte Temperatur erbarmungslos nach unten, sodass du dich wohl ziemlich schnell ins kuschelige Handtuch wickelst, sobald du im Februar aus dem etwas kühleren Meer auf den windigen Strand kletterst 😅. Andererseits muss ich zugeben, dass gerade diese speziellen Windbedingungen es zu einem absoluten Paradies für begeisterte Kitesurfer aus aller Welt machen.
Und dann haben wir noch Sharm el-Sheikh, das im Winter ungefähr genauso kühles Wasser hat wie Hurghada, aber sich mit einem riesigen Vorteil im Landschaftsrelief brüstet. Dieser beliebte Badeort liegt nämlich auf der Sinai-Halbinsel und viele Hotels befinden sich in geschützten Buchten, die zudem herrlich von mächtigen Bergen abgeschirmt sind. Dadurch weht es dort im Winter längst nicht so stark, und selbst ein gewöhnlicher Strandaufenthalt wirkt dort im Januar einfach viel angenehmer und gefühlt wärmer als auf der offenen, windigen Ebene in Hurghada.
Worauf du in Ägypten achten solltest
Obwohl das typische ägyptische Wetter meistens herrlich freundlich und perfekt vorhersehbar ist, gibt es hier auch ein paar kleine Naturphänomene, die dir den ersehnten Erholungsmoment leicht vermiesen können, wenn du nicht im Voraus von ihnen weißt.
Der Frühlingswind Chamsin: Dieser heiße und sehr trockene Wind schlägt meist im Frühling von März bis Mai zu und kann so feinen Sand und Staub aus der Wüste aufwirbeln, dass er den ganzen Himmel in ein seltsames Gelb färbt und die Sicht spürbar verschlechtert. Manchmal weht er mehrere Tage am Stück, und auch wenn er für dich nicht gefährlich ist, rechne damit, dass du nach einem Tag am Strand diesen winzigen Sand wohl überall hast – sogar zwischen den Zähnen 😁.
Die Quallensaison: Das ist ein Thema, nach dem viele von euch sehr oft fragen, und ich wundere mich überhaupt nicht. Die traditionelle Quallensaison dauert etwa von Mitte März bis Anfang Juni, wobei die allergrößte Invasion meist im April kommt, wenn das Wasser irgendwie zu höheren Temperaturen umschlägt. Die meisten Arten, die im ägyptischen Roten Meer vorkommen, sind zum Glück völlig harmlos, und falls du zufällig auf ein paar nesselnde Tierchen triffst, fühlt sich das eher wie eine leichte Verbrennung an einer Brennnessel an. Im warmen Sommer und Herbst kommen die Quallen an den Stränden praktisch gar nicht mehr vor, du kannst also beruhigt sein.
Allgegenwärtiger Wind und rote Flaggen: Besonders im windigeren Hurghada oder bei manchen Hotels in Marsa Alam mit direktem Zugang zum offenen Meer ist es ganzjährig ziemlich windig. Das ist zwar manchmal im August toll, wenn dich dieser Wind angenehm abkühlt, aber ein kleines Problem entsteht bei Hotels, die den Zugang zum Meer nur über einen wirklich langen Steg haben. Wenn sich der Wind hineinlegt und größere Wellen aufkommen, warten die Bademeister nicht lange, hissen die rote Flagge und sperren den Zugang vom Steg in die Tiefe kompromisslos. Das ist es wirklich nicht wert, riskiert zu werden, auch wenn es dich gerade sehr ärgern mag, dass du dein Lieblingsriff zwei Tage hintereinander einfach gar nicht zu Gesicht bekommst.
Die Ramadan-Zeit: Der heilige islamische Monat Ramadan ist so ein typischer beweglicher Feiertag, der im Jahr 2026 etwa auf den 19. Februar bis 20. März fällt und sich 2027 gleich auf Februar bis Anfang März verschiebt. Für dich als Tourist in den schönen Resorts am Meer ändert sich praktisch gar nichts, Essen und Trinken fließen dort fröhlich weiter, aber du musst etwas nachsichtig sein und damit rechnen, dass das Hotelpersonal tagsüber gewissenhaft fastet und nicht einmal gewöhnliches Wasser trinkt, sodass die Jungs zum Abend hin sichtlich müde sein können. Außerhalb der Resorts pass dann auf, denn kleine lokale Cafés und Restaurants können tagsüber recht eingeschränkte Öffnungszeiten haben und manche berühmte Sehenswürdigkeiten schließen etwas früher.
Wann ist Ägypten am günstigsten und wann zahlst du drauf
Ägypten ist einfach ein ganz klassisches Urlaubsziel, und deshalb folgen die Reise- und Flugpreise treu und absolut genau den deutschen Schulferien und so ziemlich allen Feiertagen. Wann immer die Kinder schulfrei haben, schrauben die Reiseveranstalter die Preise logischerweise schön nach oben und du zahlst für die ersehnte Erholung leider drauf.
Wann es mit Abstand am teuersten ist: Die absolute Spitze sind die klassischen Sommerferien, also Juli und August, die ironischerweise gleichzeitig die allerheißesten Monate sind, in denen du dort buchstäblich durchgebraten wirst. Ein weiteres riesiges Preisextrem ist dann die magische Weihnachts- und ausgelassene Silvesterzeit, in der Ägypten zu unserer sehr beliebten Winterflucht zur wärmenden Sonne wird, und wir dürfen natürlich auch die Oster- und Frühjahrsferien nicht vergessen.
Wann du am günstigsten buchst: Wenn du gern ein paar Euro sparen würdest und nicht ans Schuljahr gebunden bist, hast du im Kalender zwei goldene Fenster. Das erste ist die schöne Zeit von Mai und Juni, also kurz bevor der echte Sommerwahnsinn losbricht. Aus meiner Sicht ist der allerbeste und günstigste Termin des ganzen Jahres aber wohl die zweite Septemberhälfte und der ganze Oktober – mit der einzigen Ausnahme der Herbstferien ganz am Monatsende. Im Herbst sind dort nämlich das Wetter und das durchwärmte Wasser absolut fantastisch, aber die Reisepreise fallen steil nach unten, weil die Nachfrage von Familien mit Kindern rapide gesunken ist und du Ruhe und Luxus zum Bruchteil des Preises genießen kannst ☺️.
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Na, hast du jetzt eine klare Vorstellung, wann du zur Sonne aufbrichst? Dann ist es höchste Zeit, ein konkretes Reiseziel zu planen und in Ruhe zu überlegen, was du eigentlich in den Koffer packst, damit du dann nicht in letzter Minute stressen musst. Hier habe ich dir weitere Blogartikel zusammengestellt, die dir bei den Vorbereitungen vor dem Abflug sicher helfen:
- Wohin in den Urlaub in Ägypten: Mein großer und ehrlicher Ratgeber, der dir die einzelnen Badeorte detailliert vergleicht, die Unterschiede zwischen ihnen schön erklärt und vor allem rät, wohin genau du für die besten Erlebnisse, bunte Riffe oder ein ausgelassenes Nachtleben aufbrechen solltest.
- Marsa Alam: 13 Tipps: Tiefer Süden, absolut göttliche Ruhe, zauberhafte Meeresschildkröten, niedliche Dugongs und dazu das wärmste Meer im Winter. Lies unbedingt, was du in diesem Taucherparadies alles sehen und erleben kannst.
- Hurghada: 13 Tipps: Der allergrößte, lebhafteste und preislich günstigste Badeort, von dem aus du absolut toll zu Ausflügen nach Luxor aufbrechen kannst. Finde heraus, welche Strände einen Besuch wert sind und wo du gut Souvenirs einkaufst.
- Was du in den Ägypten-Urlaub mitnehmen solltest: Eine sehr übersichtliche, praktische und detaillierte Liste der Dinge, die du vor dem Abflug in die Wüste und ans Meer nicht vergessen darfst, inklusive meiner ehrlichen Tipps, welche Medikamente und welche Kleidung du einpacken solltest.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist eigentlich die beste Zeit für eine Reise nach Ägypten?
Hier sage ich immer, dass es rein davon abhängt, was ihr eigentlich vom Urlaub erwartet. Zum ganztägigen Baden und zum ausgiebigen freudigen Schnorcheln ist die absolut beste Zeit von Juni bis November, wenn das Meer schon herrlich aufgewärmt ist. Wenn euer Hauptziel aber eher die Erkundung des uralten Kairo, Luxor und Ausflüge in die Wüste ist, ist es ideal, von November bis März aufzubrechen, wenn euch draußen nicht die unerträgliche Hitze fertig macht. Den besten Kompromiss für Strand und Ausflüge bieten dann April und die Monate Oktober bis Mitte November.
Wie ist die Wassertemperatur in Ägypten?
Wirklich komfortabel warmes Wasser, das stabil über 26 Grad hat, hält etwa von Juni bis Ende November an. Seinen absoluten Höhepunkt erreicht das Meer dann im August, wenn es gewöhnlich 28 bis 30 Grad hat und eher an aufgeheizte Thermalbäder erinnert. Am kältesten ist es hingegen im Februar und März, wenn es in den nördlichen Ferienorten auf 21 Grad sinkt, was für uns Warmduscher schon eine kleine Mutprobe ist 😅. In den Wintermonaten hat dann eindeutig das aufgewärmte südliche Marsa Alam das wärmste Wasser.
Kann man auch im Winter nach Ägypten fliegen?
Auf jeden Fall ja, der Winter dort ist nämlich fantastisch, um unserem tschechischen ungemütlichen Wetter zu entfliehen, und absolut perfekt zum Erkunden von Sehenswürdigkeiten. Tagsüber erwärmt sich die Luft auf angenehme 22 bis 24 Grad, aber die Abende sind schon deutlich kühler und erfordern definitiv einen warmen Pullover. Das Meerwasser ist logischerweise kälter, wenn ihr also im Winter hauptsächlich schwimmen und planschen wollt, wählt definitiv Marsa Alam, das von allen Ferienorten das wärmste Meer hat.
Wie ist das Wetter in Ägypten im Sommer?
In den Sommermonaten von Juni bis August herrscht in Ägypten wirklich enorme Hitze. Die Luft im Schatten erreicht üblicherweise 37 bis 38 Grad und das Meer erwärmt sich auf unglaubliche 28 Grad. Für einen ganztägigen Aufenthalt am Strand und im Wasser ist das zwar absolut perfekt, aber für Ausflüge ins Landesinnere ist dieses Wetter extrem und ehrlich gesagt ausgesprochen gefährlich. Bitte bedenkt auch, dass dies die Hauptsaison für Familien mit den allerhöchsten Preisen für Pauschalreisen ist.
Wann genau treten in Ägypten Quallen auf?
Die Hauptsaison der Quallen dauert im Roten Meer ungefähr von Mitte März bis Anfang Juni, wobei der absolute Höhepunkt meist im April kommt, wenn sich das Wasser zu höheren Temperaturen hin bewegt. Das Vorkommen ist allerdings von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich und hängt stark von den Meeresströmungen ab, aber glaubt mir, es ist gut zu wissen, dass die überwältigende Mehrheit der Arten in Ägypten für den Menschen absolut ungefährlich ist. Während des heißen Sommers und im Herbst kommen Quallen an der Küste dann in der Regel überhaupt nicht mehr vor.
Wann ist ein Ägypten-Urlaub am günstigsten?
Die günstigsten und preiswertesten Reisezeiten sind meistens im Mai, Anfang Juni und dann in der zweiten Septemberhälfte bis Oktober, also logischerweise immer außerhalb unserer tschechischen Schulferien. Am teuersten sind hingegen die Sommerferien und natürlich auch die begehrte Zeit um Weihnachten und Silvester. Das absolut beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit herrlicher Ruhe und fantastischem Wetter bieten euch meiner Meinung nach die Herbstmonate und vor allem der Oktober.
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