Wer an Juneau Alaska denkt, stellt sich vielleicht breite Highways, Staus und endlose Zufahrtsstraßen vor. Dann kommt man an und stellt fest: Es gibt schlicht keine Straße hierher. Die Stadt ist durch unwegsame Berge und Gletscher vollständig vom Rest der Welt abgeschnitten – erreichbar nur per Schiff oder Flugzeug. Dieser Umstand klingt schon für sich genommen faszinierend. Und als wäre das nicht genug, empfängt einen Juneau laut übereinstimmenden Reiseberichten meist mit einem ordentlichen Platzregen 😅.
Was erwartet euch also? Ein Gletscher, Wale, Königskrabbe zum Preis eines Kleinwagens – und ein paar Tipps, damit die Logistik nicht schon beim Start schiefläuft.

Zusammenfassung
Wer gerade auf der Fähre sitzt und schnell die wichtigsten Punkte braucht – hier sind die Dinge, die ihr euch unbedingt merken solltet:
- Regenjacke ist Pflicht: Juneau hat im Durchschnitt 230 Regentage im Jahr – ein Regenschirm hilft bei Wind überhaupt nicht, wasserdichte Schuhe retten euch buchstäblich den Urlaub.
- Der Mendenhall-Gletscher schwindet vor euren Augen: Ab 2026 kostet der Eintritt ins Besucherzentrum 15 Dollar, und die berühmten Gletscherhöhlen sind leider eingestürzt – zu Fuß kommt ihr nicht mehr hinein.
- Paradies für Walbeobachter: Vom nahe gelegenen Hafen Auke Bay starten Boote zu Buckelwal-Touren – ein Erlebnis, das jeden ausgegebenen Cent wert ist.
- Krabbenessen gut überlegen: Das legendäre Restaurant Tracy’s King Crab Shack an den Docks ist zwar ikonisch, aber ein einzelnes Krabbenbein kostet inzwischen über 80 Dollar.
- Anreise per Fähre: Das Alaska Marine Highway System ist der beste Weg, mit dem Auto herzukommen – Tickets sind aber oft Monate im Voraus ausgebucht.
Wann reisen und wie kommt man in die Stadt ohne Straße
Die Reiseplanung nach Juneau erfordert etwas mehr Logistik als ein normaler Roadtrip – hierher kann man schlicht nicht fahren. Die Hauptsaison liegt im kurzen Alaskan Summer von Mai bis September, wenn über eine Million Kreuzfahrtpassagiere die Stadt fluten. Ich empfehle persönlich, Anfang Juni oder Ende August zu reisen: Dann ist es etwas ruhiger und man hat eine echte Chance, die beeindruckende Natur in relativem Frieden zu genießen.
Nach Juneau gibt es im Wesentlichen zwei Wege. Der schnellere ist das Flugzeug – ihr landet am Juneau International Airport. Für unabhängige Reisende ist jedoch das staatliche Fährennetz Alaska Marine Highway System das größere Abenteuer. Diese riesigen Fähren sind das Rückgrat des Alaskan-Verkehrs und verbinden Juneau mit Städtchen wie Skagway oder Haines. Die Überfahrt von Haines dauert knapp fünf Stunden und kostet 2026 rund 49 Dollar pro Person. Unbedingt frühzeitig buchen: Wer ein Auto mitbringen oder eine Schlafkabine haben möchte, sollte Monate im Voraus über das staatliche Portal reservieren.
Wo übernachten in Juneau und was kostet es
Juneau beherbergt gleichzeitig Regierungsbeamte, Backpacker und Familien – die Auswahl ist also recht ordentlich. Allerdings sind die Sommerpreise wirklich happig. Für ein normales Doppelzimmer in einem Mittelklassehotel solltet ihr im Sommer locker 200 bis 350 Dollar pro Nacht einplanen, zuzüglich lokaler Gebühren und Steuern. Günstigere Optionen existieren, aber die sind als Erstes weg.
🏨 Empfohlene Hotels in Juneau
- Luxury: Four Points Sheraton Juneau
- Mid: Westmark Baranof Juneau
- Budget: Driftwood Hotel Juneau
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Für Geschichtsliebhaber ist das historische Westmark Baranof Hotel eine absolute Klassikerwahl. Es öffnete bereits 1939 im wunderschönen Art-Déco-Stil, und in seinen Zimmern haben schon viele bekannte amerikanische Politiker übernachtet. Wer lieber modernen Standard direkt am Wasser möchte, ist mit dem Four Points by Sheraton gut beraten – es liegt strategisch günstig gegenüber der Seadrome Marina, von der die großen Kreuzfahrtschiffe ablegen. Wer sparen möchte, kann das Juneau International Hostel oder eine klassische Motelkette wie Days Inn ausprobieren.
Ein absolutes Unikat für Abenteurer ist die Mendenhall Lake Cabin, eine rustikale Hütte direkt im Wald, die vom U.S. Forest Service verwaltet wird. Sie bietet ungestörten Blick auf den Gletscher – allerdings ohne Strom, fließendes Wasser und jegliches Handynetz. Wer dorthin fährt, geht wirklich in die Wildnis: Schlafsack und Vorräte nicht vergessen, und die Buchung sollte man ruhig ein halbes Jahr im Voraus sichern.
Juneau Alaska: 12 Tipps, was du sehen und erleben kannst
Hier sind unsere Tipps – und ich gebe gleich zu, dass die Reihenfolge ungefähr so zufällig ist wie das Alaskan-Wetter. Wir fangen mit dem Gletscher an, weil es gar nicht anders geht.
1. Der mächtige Mendenhall-Gletscher und das Besucherzentrum
Den Mendenhall-Gletscher habt ihr vielleicht hundertmal auf Fotos gesehen – aber wenn ihr aus dem Shuttle steigt und ihn zum ersten Mal live erblickt, verschlägt er euch trotzdem den Atem. Einundzwanzig Kilometer Eis, die sich direkt in einen See schieben. Man steht davor und fühlt sich wie eine Ameise. Der Gletscher liegt nur 19 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im Tongass National Forest und ist wohl die eindrucksvollste Natursehenswürdigkeit, die man hier ohne aufwändige Anreise erleben kann.

Leider sieht man hier den Klimawandel mit eigenen Augen: Der Gletscher schwindet in einem erschreckenden Tempo. Seit 1929 hat er sich um fast drei Kilometer zurückgezogen, und Wissenschaftler warnen, dass er bis 2050 wahrscheinlich vollständig aus dem Blickfeld des Besucherzentrums verschwunden sein wird. Der Eintritt ins Besucherzentrum kostet ab der Saison 2026 erhöhte 15 Dollar pro Person – wer einen America the Beautiful Pass hat, kommt damit kostenlos hinein.
2. Leichter Spaziergang zu den Nugget Falls
Im Mendenhall-Glacier-Areal gibt es mehrere gut gepflegte Wanderwege, die auch Anfänger problemlos meistern. Unser Lieblingsweg führt zu den Nugget Falls – ein entspannter, flacher Pfad von knapp über einem Kilometer (einfache Strecke).

Er führt direkt zu einem massiven Wasserfall, der mit gewaltigem Getöse unmittelbar neben der Gletscherzunge in den See stürzt – eine perfekte Kulisse für Fotos. Wer einen Kinderwagen dabei hat oder in der Mobilität eingeschränkt ist, nimmt den kurzen befestigten Photo Point Trail: Nur einen halben Kilometer lang, bietet er einen herrlichen Panoramablick auf das gesamte Eisreich.
3. Die eingestürzten Mendenhall-Gletscherhöhlen
Jahrelang gehörten die atemberaubenden blauen Gletscherhöhlen zu den größten Attraktionen von Juneau – Fotos davon gingen um die ganze Welt. Dazu muss ich euch leider etwas mitteilen, das in vielen älteren Reiseführern fehlt: Durch das schnelle Abschmelzen sind die Höhlen um den Jahreswechsel 2023/2024 massiv eingestürzt.

Für die Saison 2026 sind sie gesperrt und verboten – und ehrlich gesagt tut mir das mehr leid, als ich erwartet hätte. Die berühmten Bilder aus den blauen Tunneln haben mich jahrelang fasziniert. Die einzige verbleibende Möglichkeit ist ein geführter Hubschrauberflug – aber auf die Preise solltet ihr euch mental vorbereiten. Solche Luftexpeditionen kosten typischerweise zwischen 300 und 500 Dollar pro Person.
4. Magische Walbeobachtung ab Auke Bay
Juneau gehört weltweit zu den besten Orten, um Wale in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Die Boote fahren hauptsächlich vom Hafen Auke Bay etwas außerhalb der Stadt ab – das Hauptziel sind majestätische Buckelwale, gelegentlich auch Schwertwale.

Das nennen sie Bubble-Net-Feeding: Die Wale koordinieren sich, treiben mit einem Blasenring ganze Fischschwärme zusammen und tauchen dann alle gleichzeitig mit weit geöffnetem Maul direkt neben dem Boot auf. Wer das live erlebt, ist sprachlos – selbst wenn man weiß, was einen erwartet. Der Wettbewerb unter den Anbietern ist enorm, sodass viele eine 100%-Sichtungsgarantie bieten und das Geld bei Nichterscheinen zurückzahlen. Soll aber so gut wie nie vorkommen. Eine dreistündige Tour kostet im Schnitt etwa 150 bis 250 Dollar.
5. Seilbahn Goldbelt Tram auf den Mount Roberts
Direkt an den Kreuzfahrtdocks, auf Meereshöhe, beginnt die Goldbelt Tram. In nur sechs Minuten bringt sie euch auf 540 Meter über dem Meeresspiegel. Der Blick auf das Tal, den Gastineau Channel und die winzig wirkenden Kreuzfahrtschiffe tief unter euch ist wirklich atemberaubend.

Der Standardticketpreis liegt 2026 bei stattlichen 65 Dollar – es lohnt sich, nach Ermäßigungsgutscheinen wie dem Alaska TourSaver zu schauen, mit dem ihr das zweite Ticket zum halben Preis bekommt. Von der Bergstation aus könnt ihr weitere alpine Wanderungen starten, in die dortige Bar einkehren oder einen Film über die Kultur der indigenen Völker anschauen. Die früher beliebte Rettungsstation für Weißkopfseeadler wurde leider vor einigen Jahren geschlossen.
6. Bootsexpedition in den Tracy Arm Fjord
Wer einen ganzen freien Tag in Juneau hat und sich nach unberührter Wildnis sehnt, sollte unbedingt eine Tagesboottour in den Tracy Arm Fjord buchen, der sich tief südlich der Stadt ins Landesinnere schneidet. Die Fahrt dauert über acht Stunden, und bei den besseren Anbietern kostet ein Ticket mehr als 300 Dollar – aber es ist jeden Cent wert.

Ihr seht einen engen, eisgefüllten Fjord, steile Granitwände, und wenn ihr Glück habt, kommt ihr bis zu den aktiven Sawyer-Gletschern, von denen massive blaue Eisblöcke mit ohrenbetäubendem Krachen ins Meer brechen. Das Gebiet war zuletzt von großen Erdrutschen betroffen, weshalb riesige Kreuzfahrtschiffe hier nicht mehr hineinfahren dürfen – ein echter Vorteil für kleinere Expeditionsboote, da ihr viel mehr Ruhe genießt.
7. Historischer Perseverance Trail
Für Geschichtsbegeisterte und Familien mit Kindern ist der Perseverance Trail wie gemacht. Er beginnt direkt hinter der Stadt und führt durch das malerische Gold-Creek-Tal. Die Strecke ist knapp dreieinhalb Kilometer lang und nimmt euch mit an Orte, an denen einst Geschichte des Alaskan Gold Rush geschrieben wurde.

Es handelt sich dabei um die allererste Straße Alaskas überhaupt, die verzweifelte Goldsucher einst mit enormem Kraftaufwand gebaut haben. Heute führt der Weg zu den Ruinen alter Goldminen, und im Frühling blühen entlang der Strecke wunderschöne Alaskan-Wildblumen – Kamera nicht vergessen. Wir haben uns hier locker zwei Stunden aufgehalten, nur damit wir jeden zweiten Busch fotografiert haben, während wir uns vorgestellt haben, wie die armen Goldgräber damals in Zeltlagern froren.
8. Herausforderung für Erfahrene: Mt. Juneau Hike
Wer es liebt, wenn die Beine noch drei Tage nach einer Wanderung schmerzen, und eine echte körperliche Herausforderung sucht, ist auf dem Mount Juneau genau richtig. Der Weg ist acht Kilometer lang und überwindet dabei fast tausend Höhenmeter – er beginnt am Ende der Basin Road.
Der Aufstieg schlängelt sich in brutalen Serpentinen hinauf, und ich empfehle ihn wirklich nur konditionsstarken Wanderern. Im Frühling kommt außerdem reales Lawinenrisiko hinzu – immer vorher beim Infopunkt nachfragen, welche Wege aktuell passierbar sind.
9. Schwarzer Sand am Sandy Beach
Einen etwas anderen Blick auf die Alaskan-Natur bietet der einzigartige Sandy Beach auf Douglas Island, gleich hinter der Brücke. Der Strand ist eine kleine geologische Besonderheit: Der gesamte Strand besteht aus feinem schwarzem Vulkansand, der wunderschön mit dem kalten Meerwasser kontrastiert.
Bei Ebbe legt das Meer hier die rostigen Überreste riesiger Bergbauanlagen frei, die einst zur berüchtigten Treadwell-Mine gehörten – äußerst fotogen und geschichtsträchtig zugleich. Ein toller Ort für ein Nachmittagspicknick mit einem heißen Kaffee in der Hand. Wir sind hier bis zum Sonnenuntergang spazieren gegangen.
10. Schutz vor dem Regen im Alaska State Museum
Wie bereits erwähnt: In Juneau regnet es fast immer. Wenn der Dauerregen nicht mehr auszuhalten ist, bietet das Museum den idealen Unterschlupf. Das moderne Alaska State Museum liegt direkt im Stadtzentrum und bietet für 15 Dollar einen faszinierenden Überblick über die Geschichte des gesamten Bundesstaats.

Drinnen findet ihr sorgfältig gepflegte Sammlungen mit beeindruckenden Artefakten der indigenen Völker der Tlingit, Haida und Aleut. Besonders fesselnd ist die Abteilung zur Zeit von Russisch-Amerika, in der ihr wertvolle historische Relikte aus jenen Epochen bestaunen könnt, als Alaska noch lange nicht zu den Vereinigten Staaten gehörte.
11. Authentisches Last Chance Mining Museum
Eine ganz andere Atmosphäre hat das alte Bergbaumuseum am Ende der Basin Road, untergebracht im originalen, leicht verfallenen Kompressorhaus der ehemaligen Jualin-Mine. Für nur fünf Dollar Eintritt erlebt ihr ein raues, industrielles Stück Geschichte, das euch um ein Jahrhundert zurückversetzt.
Das Herzstück sind die gigantischen Luftkompressoren aus dem neunzehnten Jahrhundert, die einst die Drucklufthämmer tief unter der Erde antrieben. Wie man diese Ungetüme damals ohne schwere Technik die steilen Hänge hochgebracht hat, bleibt einem schleierhaft.
12. Das Alaskan-Parlament ohne Kuppel
Das politische Zentrum Alaskas liegt mitten in den Gassen der Innenstadt – und im Gegensatz zu fast allen anderen Staatsparlamenten in den USA fehlt dem Gebäude eine Kuppel. Einfach nicht gebaut worden. Von außen wirkt der Bau wie ein leicht aufgeblähtes Backstein-Verwaltungsgebäude, aber die Eingangshalle ist überraschend schön gestaltet – und der Zutritt ist kostenlos.

Im Inneren findet ihr interessante Wandgemälde und historische Fotografien aus der Zeit, als Alaska noch um seinen Staatsstatus kämpfte. Wer ein paar Minuten Zeit hat und neugierig ist, wo in diesem abgelegenen Staat die wichtigen Gesetze gemacht werden, sollte zumindest kurz reinschauen.
Essen und Trinken in Juneau: Von Königskrabbe bis sowjetischen Teigtaschen
Die kulinarische Szene Alaskas kann wunderbar frisch und gleichzeitig brutal teuer sein. Das Wahrzeichen des Juneau-Ufers ist das berühmte Restaurant Tracy’s King Crab Shack, gegründet von Tracy LaBarge. Hier dreht sich alles um Königskrabbe, und die Crab Bisque ist legendär – die Preise allerdings auch. 2026 kostet ein einzelnes Krabbenbein bereits über 80 Dollar, für einen ganzen Eimer blättert man bis zu 200 Dollar hin. Der Laden balanciert damit hart an der Grenze zur Touristenfalle, und viele Einheimische bestätigen, dass man ähnliche Qualität weiter weg von den Docks für einen Bruchteil des Preises bekommt. Es lohnt sich zu überlegen, ob man das Geld lieber für die Seilbahn oder eine Bootstour spart.
Wer ein authentisches Erlebnis sucht, ohne das Monatsgehalt zu verprassen, sollte den kleinen, unscheinbaren Laden Pel’meni in der Merchant’s Wharf Arcade aufsuchen. Das ist ein echter Kultbetrieb, der ausschließlich russische Pelmeni mit Fleisch- oder Kartoffelfüllung serviert. Heiße Teigtaschen mit saurer Sahne und scharfer Sriracha – genau das, was man nach einem langen, kalten Tag braucht. Geöffnet bis spät in die Nacht, gerettet so manchem hungrigen Einheimischen nach Sperrstunde den Abend.
Für klassischen amerikanischen Hunger empfehle ich die Sportsbar McGivney’s mit riesigen Burgern, oder für ein deftiges Frühstück den Diner Donna’s Restaurant im Mendenhall-Tal – Stapel fluffiger Pancakes mit Ahornsirup und einer bodenlosen Tasse Filterkaffee von der lokalen Rösterei Heritage Coffee inklusive.
Praktische Tipps für eure Reise nach Juneau
Einen tollen Reiseplan zu schreiben ist eine Sache – die rauere Alaskan-Realität zu überstehen eine andere 😅. Viele Reisende lernen es auf die harte Tour, also habe ich ein paar rein praktische Ratschläge gesammelt. Egal ob es ums Schichten von Kleidung oder ums Finden des besten Fluges geht – mit diesen Tipps wird euch Juneau kaum noch überraschen.
Was einpacken und was nicht vergessen
Für Alaska gilt eine einzige Regel: Zwiebelschalenprinzip. Schichten, schichten und nochmal schichten – auch im Juli. Basis ist gute Funktionsunterwäsche, ein ordentliches Fleece-Sweatshirt und eine absolut wasserdichte Jacke mit Kapuze. Gute Wanderschuhe sind ebenfalls Pflicht – auf einer Gletschermoräne in Turnschuhen zu laufen ist wirklich keine gute Idee, und nasse Füße können den ganzen Tag ruinieren.
Außerdem unbedingt eine zuverlässige Powerbank einpacken: Kälte und Feuchtigkeit entladen Handyakkus mit enormer Geschwindigkeit. Wir schleppen immer eine kleine Thermoskanne mit heißem Tee mit – die hat uns auf dem Boot schon mehr als einmal gerettet, wenn der eisige Wind vom Meer blies.
Günstige Flüge finden
Nach Juneau kommt man ohne Flügel oder Fährticket schlicht nicht hin. Flüge aus Deutschland über Seattle oder Anchorage sollte man mit genügend Vorlauf suchen – am besten ab Frankfurt, München oder Berlin mit Umstieg. Kiwi.com ist unser absolutes Lieblingsportal, auf dem wir schon oft Verbindungen gefunden haben, auf die wir selbst nie gekommen wären.
Wir empfehlen, Preisalarme schon rund ein halbes Jahr im Voraus einzurichten, da Sommerbuchungen blitzschnell ausgebucht sind. Kleiner Praxistipp: Plant mindestens einen Tag Puffer in der Umstiegsstadt ein, denn Flüge nach Alaska werden aufgrund des unberechenbaren Wetters recht häufig verspätet.
Mietwagen
Auch wenn keine Straße in die Stadt führt, ist ein Auto für die Erkundung der Umgebung, von Douglas Island oder der abgelegeneren Ecken rund um den Gletscher äußerst praktisch. Wir haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars gemacht, das wir weltweit nutzen – der Preisvergleich zeigt uns bisher immer das beste Angebot.
Mietwagenstationen findet ihr hauptsächlich am Flughafen, aber achtet darauf: Die Fahrzeugflotte ist hier ziemlich begrenzt. Wer nicht früh genug bucht, steht womöglich ohne Auto da oder bekommt einen riesigen, teuren Pickup, der in die engen Innenstadtgassen überhaupt nicht passt.
Versicherung und mobiles Internet
Reisen im amerikanischen Norden kann unberechenbar sein – sei es das Wetter oder mögliche gesundheitliche Probleme durch Unterkühlung auf dem Boot. Fahrt auf keinen Fall ohne vernünftige Reiseversicherung von SafetyWing, die uns auch bei Outdoor-Aktivitäten fernab der Zivilisation schützt.
Damit ihr Walfotos direkt nach Hause schicken könnt, regelt das mobile Internet am besten vorab mit einer eSIM. Für Reisen außerhalb Europas nutzen wir Holafly – mit unbegrenztem Datenvolumen ohne die mühsame Suche nach lokalen Anbietern. Selbst an recht abgelegenen Orten am Wasser hatten wir damit guten Empfang.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Juneau und Alaska
Bevor wir zum ersten Mal nach Alaska geflogen sind, hatte ich einen Kopf voller Sorgen und Fragen. Wie ist das mit den Bären? Friert man dort im Sommer? Hier sind Antworten auf die häufigsten Dinge, die ihr uns immer wieder fragt – damit ihr entspannt aufbrechen könnt.
Je možné do Juneau dojet autem?
Ne, do Juneau nevede absolutně žádná silnice. Město je obklopené strmými horami, hlubokými fjordy a ledovým polem, takže se sem dostanete pouze letadlem na mezinárodní letiště JNU, nebo po vodě prostřednictvím trajektů státní sítě Alaska Marine Highway System.
Co žije na Aljašce za zvířata a je to bezpečné?
Aljaška je synonymem pro divokou přírodu a potkáte tu medvědy grizzly i černé medvědy baribaly, obrovské losy, vlky, orly bělohlavé a v moři pak keporkaky nebo kosatky. V přírodě je bezpečno, pokud dodržujete pravidla, pohybujete se ve skupině, děláte hluk a nosíte s sebou sprej na medvědy, který je tu na turistických stezkách naprostou nutností.
Kdy je nejlepší doba pro návštěvu ledovce Mendenhall?
Nejlepší doba pro návštěvu je letní sezóna od května do září, kdy návštěvnické centrum funguje naplno a teploty jsou alespoň trochu snesitelnější. Počítejte ale s tím, že červenec a srpen jsou ty nejexponovanější měsíce, kdy se u návštěvnického centra hromadí tisíce turistů z výletních lodí.
Jak se dostat z letiště do centra Juneau?
Z letiště, které leží poměrně daleko od centra v oblasti Mendenhall Valley, můžete využít lokální autobusovou dopravu (Capital Transit), která je sice velmi levná, ale trvá déle. Mnohem rychlejší jsou klasické taxíky nebo aplikace jako Uber a Lyft, které ve městě poměrně spolehlivě fungují.
Dá se jít do ledovcových jeskyní na Mendenhallu?
V současné době už se do jeskyní pěšky z bezpečnostních důvodů vůbec nesmí. Kvůli rapidnímu tání se velká část jeskynního komplexu na přelomu let 2023 a 2024 masivně zřítila a terén je extrémně nestabilní, takže jedinou možností, jak se dostat na led, jsou dnes drahé helikoptérové túry.
Kolik dní potřebuji na prohlídku Juneau?
Pokud přijíždíte nezávisle a ne na obří výletní lodi, doporučuji vyhradit si na Juneau minimálně dva až tři plné dny. Jeden den strávíte u ledovce Mendenhall a v muzeích, druhý den vyrazíte na velryby nebo vyjedete lanovkou a třetí den si můžete rezervovat úžasnou celodenní plavbu do fjordu Tracy Arm.
Potřebuji v Juneau nepromokavé oblečení?
Naprosto nutně a bez debat. Juneau proprší klidně 230 dní v roce, vítr vám deštník otočí dřív, než ho otevřete, a mokré boty na třetí den znamenají zničenou dovolenou. Kvalitní pláštěnka, nepromokavé kalhoty a pořádné goretexové boty tak budou vašimi nejlepšími přáteli po celou dobu pobytu.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
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