Wenn dich Lefkada, Griechenland schon länger lockt und du eine griechische Insel mit karibisch blauem Meer suchst, dabei aber den endlosen Menschenmassen wie auf Santorin aus dem Weg gehen möchtest, wirst du hier restlos begeistert sein. Es ist ein kleines Paradies auf Erden mit einem riesigen, wirklich entscheidenden Vorteil: Lefkada ist die einzige griechische Insel, die du ohne Fähre mit dem Auto erreichst. Das Ionische Meer leuchtet hier in allen Türkistönen, Kalksteinfelsen stürzen steil ins Wasser und im Landesinneren warten verschlafene Bergdörfchen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. ☺️
An der Westküste findest du die dramatischsten und fotogenischsten Strände ganz Griechenlands, während die Ostküste ruhige Buchten und perfekte Bedingungen für Familien mit Kindern bietet. Ob du am Strand faulenzen, Windsurfen gehen oder einfach durch alte Gässchen schlendern möchtest – am besten mit einem eiskalten Frappé in der Hand –, Lefkada hat für jeden etwas zu bieten. Wir haben einen ausführlichen Reiseführer für dich zusammengestellt, also lies weiter und verpasse nichts.

Zusammenfassung
- Bekanntester Strand: Porto Katsiki ist ein absolutes Muss, aber komm spätestens um 10:30 Uhr, sonst findest du keinen Parkplatz mehr und drängst dich durch die Massen.
- Achtung bei Egremni: Einer der schönsten Strände der Insel hat seit 2025 offiziell gesperrten Landzugang wegen Erdrutschen – du kommst nur noch per Ausflugsboot von Nidri oder Vassiliki dorthin.
- Anreise: Geflogen wird zum Festlandsflughafen Preveza (Aktio), von wo du per Auto oder Bus in etwa einer halben Stunde über die kostenlose Schwimmbrücke auf die Insel gelangst.
- Auto mieten: Ohne Auto oder Motorroller siehst du kaum etwas von der Insel, denn der öffentliche Nahverkehr ist ziemlich unzuverlässig und die schönsten abgelegenen Strände sind so nicht erreichbar.
- Bootsausflüge: Vom Ferienort Nidri starten täglich Boote zu den Nachbarinseln Meganisi und Skorpios – das ist die perfekte Tagesaktivität, wenn du mal eine Pause vom Autofahren brauchst.
- Wind für Surfer: Wenn du Windsurfen liebst, fahr direkt in den Süden in die Bucht von Vassiliki, wo der berühmte thermische Wind namens Eric zuverlässig bläst.

Wann nach Lefkada reisen
Die Frage nach der besten Reisezeit ist vielleicht wichtiger, als sie zunächst scheint – denn die Ionischen Inseln sind im Gegensatz zu den trockenen Kykladen überraschend grün und feucht, und das Klima spielt eine größere Rolle als erwartet. Die absolut besten Monate sind Juni und September: Du meidest die größten Menschenmassen, genießt fast leere Straßen und das Meer hat angenehme 24 bis 26 °C – ideale Bedingungen für einen ganzen Tag im Wasser. Ein großer Vorteil des gesamten Ionischen Meeres ist außerdem, dass hier im Sommer der gefürchtete Meltemi-Wind nicht wütet, der auf den östlichen Inseln Sand aufwirbelt und Bootsausflüge stören kann. 😉
Wenn du in der Hochsaison im Juli oder August reisen musst, rechne damit, dass Temperaturen von 35 °C keine Seltenheit sind und die umliegenden Wälder für eine recht hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Parkplätze an den bekanntesten Stränden sind schon vor dem Mittag überfüllt – dafür hat das Meer im August wunderbare 27 °C, sodass man kaum noch aus dem Wasser will. Die Frühjahrsmonat April und Mai sind dagegen ideal zum Wandern, Radfahren und Erkunden des Landesinneren, wenn die Insel wunderschön blüht und die lokalen Wasserfälle am meisten Wasser führen. Allerdings hat das Meer im Mai nur etwa 18 bis 21 °C – das schätzen wirklich nur besonders Abgehärtete. Der goldene Kompromiss ist Oktober: Es kann gelegentlich regnen, aber das Meer ist nach dem Sommer noch herrlich warm.

Wo auf Lefkada übernachten
💡 Unterkunfts- und Aktivitätstipp: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Touren und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen und zu buchen.
Die Wahl des richtigen Ortes auf Lefkada hängt stark davon ab, was du dir von deinem Urlaub erhoffst – denn Ost- und Westküste unterscheiden sich grundlegend. Die Ostküste rund um den Ferienort Nidri ist ideal für Familien mit Kindern: ruhigeres, flaches Meer, viele gute Tavernen und der wichtigste Ausgangspunkt für alle Bootsausflüge. Schau dir zum Beispiel die beliebten Cosmopol Studios an, die einen schönen Pool haben und nur fünf Autominuten vom Geschehen entfernt liegen, oder die luxuriöseren Anatoli Villas nahe dem Ferienort Nikiana mit herrlichem Meerblick.
Wer in erster Linie wegen der atemberaubenden wilden Strände mit karibischen Wasserfarben kommt, dem empfehle ich die Unterkunft an der Westküste – konkret im malerischen Fischerdörfchen Agios Nikitas. Es ist ein herrlich ruhiger Ort mit einer autofreien Fußgängerzone, von dem aus du schnell am berühmten Strand Kathisma oder am versteckten Strand Milos bist. Eine ausgezeichnete Wahl ist hier das traditionelle Familienhotel Nefeli Hotel. Wassersportler, Windsurfer und alle, die eine kosmopolitische Atmosphäre mögen, sollten die südliche Bucht Vassiliki wählen, wo das ausgezeichnete Grand Nefeli Hotel direkt am Surferstrand liegt. Wer kein typisches Ferienressort sucht, sondern historische Atmosphäre in einer ganzjährig lebendigen Stadt erleben möchte, ist in der Hauptstadt Lefkada Town bestens aufgehoben. Früh buchen lohnt sich wirklich: Die besten Apartments und Villen sind an beliebten Orten manchmal schon im Februar vergeben – also nicht lange zögern und gleich über Booking.com reservieren.

Wo auf Lefkada essen
In Griechenland zu sein und die lokalen Spezialitäten nicht zu kosten – das wäre wirklich eine Sünde. Die lefkadische Küche ist stark von der venezianischen Tradition beeinflusst, weshalb du neben dem klassischen Moussaka auch herrliche Fleischragouts und viele frische Meeresfrüchte findest. Das Essen hier schmeckt einfach nach Sonne und Leichtigkeit.

Die besten Tavernen, die sich lohnen
Wenn du an der Ostküste unterwegs bist, schau unbedingt in der Taverne Elena am Hafen in Nidri vorbei. Hier gibt es hervorragend zubereiteten frischen Fisch und Tzatziki mit dem gewissen Etwas. Im Westen, direkt über dem Strand Kathisma im Dorf Exanthia, empfehlen wir das Restaurant Rachi. Es ist oft voll, aber das Panorama beim Sonnenuntergang mit exzellentem Lammfleisch auf dem Teller macht das Warten mehr als wett. Und wenn du Lust auf etwas Ungewöhnliches in den Bergen hast, fahr ins Bergdörfchen Eglouvi zur Taverna To Steki – dort servieren sie die berühmteste Linsensuppe der ganzen Insel.

15 Tipps, was man auf Lefkada sehen und erleben kann
Was erwartet dich hier? Eine ganze Menge: von spektakulären Kalksteinklippen bis hin zu Bergdörfchen, in denen die Zeit stehen geblieben ist und die beste Linsensuppe Griechenlands serviert wird.

1. Porto Katsiki – der König aller Strände
Das ist genau der Ort, den du von den Titelseiten aller Reisekataloge kennst – und der dich live vollkommen überwältigen wird. Eine schneeweiße Kalksteinwand ragt direkt über dem strahlend türkisfarbenen Meer auf und bildet einen wunderschönen Halbmond aus feinem Sand und Kieselsteinen. Vom Parkplatz erreichst du das Wasser über knapp hundert Betonstufen – ein überraschend einfacher Abstieg, den auch Familien mit Kindern oder ältere Reisende problemlos bewältigen. Der Einstieg ins Wasser ist jedoch recht steil und es gibt oft stärkere Strömungen, also bitte kleine Kinder nicht aus den Augen lassen.
Einen Sonnenschirm und ausreichend Wasser solltest du unbedingt mitbringen. Liegen werden hier wegen herabfallender Steine gar nicht vermietet, und Schatten gibt es erst am Nachmittag, wenn die Sonne hinter dem Felsen verschwindet. Oben am Parkplatz gibt es zwar kleine Cafés mit Erfrischungen und atemberaubendem Ausblick, die Preise sind dort aber etwas höher. Wenn du den Strand in Ruhe genießen und schöne Fotos ohne hunderte anderer Menschen machen möchtest, komm morgens idealerweise bis 10:30 Uhr – danach füllt sich der Parkplatz gnadenlos.
💡 Tipp: Das Parken oben am Felsen ist kostenpflichtig und kostet je nach Tageszeit 5 bis 10 € pro Auto. Morgens werden 10 € fällig, nachmittags nach 15 Uhr sinkt der Preis auf die Hälfte. Das fotografisch beste Licht für das intensive Türkis des Wassers gibt es ungefähr zwischen 12 und 14 Uhr.

2. Egremni Beach und ihr schwieriger Zugang
Der Strand Egremni ist stolze zweieinhalb Kilometer lang, glänzt mit unglaublich goldenem Sand und gilt für viele als noch schöner und majestätischer als das bekanntere Porto Katsiki. Und der Weg dorthin? Eine regelrechte Drama-Serie: Erdbeben, neue Treppen, Erdrutsche, wieder gesperrt. Obwohl 2021 eine brandneue Metalltreppe mit über vierhundert Stufen gebaut wurde, war der Strand im Juni 2025 wegen starker Bodenbewegungen und Erdrutschgefahr erneut offiziell für den Landzugang gesperrt.
Kein Grund zur Verzweiflung, denn der komfortabelste und aktuell sicherste Weg führt per Bootsausflug dorthin. Von den Häfen in Nidri oder vom südlichen Ferienort Vassiliki starten täglich zahlreiche kleine und größere Ausflugsboote, die dich direkt zu diesem wunderschönen Strand bringen. Du kannst dort stundenlang im klarsten Wasser schwimmen – und sparst dir den erschöpfenden Aufstieg über vierhundert Stufen in der Nachmittagshitze zurück. 😅
💡 Tipp: Bevor du nach Lefkada aufbrichst, informiere dich immer über den aktuellen Zustand des Landzugangs zu Egremni, da sich die Situation je nach geologischen Gutachten und winterlichen Regenfällen laufend ändert. Der Bootsausflug ist die zuverlässige Alternative, die dich nie enttäuscht und dir jede Menge Nerven spart.

3. Strand Kathisma für Komfortliebhaber
Wenn du das karibisch blaue Wasser der Westküste willst, aber keine Lust hast, mit vollem Gepäck Dutzende Stufen zu klettern, ist Kathisma deine klare Wahl. Es ist der am besten ausgestattete und zugänglichste Strand der gesamten Westküste – du fährst bequem mit dem Auto auf einer breiten Straße dorthin und parkst nur wenige Meter vom Meer entfernt, sogar kostenlos direkt gegenüber dem Strand. Es erwartet dich ein langer Streifen aus grobem Sand gemischt mit feinen Kieselsteinen, gesäumt von modernen Strandbars mit ausgezeichneten Cocktails und entspannter Musik.
Du kannst dir hier bequeme Liegen mit Sonnenschirm für 10 bis 25 € pro Tag mieten – in der Sommerhitze absolut Gold wert. Kathisma hat eine tolle, leicht partybetonte Atmosphäre mit nachmittäglichen DJ-Sets, und wenn der richtige Wind weht, entstehen hier große Wellen, in denen man sich herrlich austoben kann. Wer Adrenalin liebt, wird außerdem begeistert sein: Kathisma ist das Hauptzentrum für Paragliding auf der Insel, wo Piloten von den umliegenden Hügeln starten und direkt vor den Augen der Strandgäste landen.
💡 Tipp: Bleib bis zum frühen Abend, denn der Sonnenuntergang am Kathisma-Strand ist ein absolut magisches Erlebnis. Bestell dir ein eiskaltes Frappé, setz dich in eine der Strandbars am Rand und genieß, wie die Sonne langsam im endlosen Ionischen Meer versinkt.

4. Das zauberhafte Agios Nikitas und der Strand Milos
Agios Nikitas ist das einzige Dörfchen, das direkt am Meer an der wilden Westküste liegt und dabei seinen unglaublich authentischen Fischercharakter bewahrt hat. Das gesamte Zentrum ist eine strikte Fußgängerzone ohne Autos, sodass du ungestört durch enge gepflasterte Gassen voller blühender Bougainvilleen schlendern, in einer Familientaverne einkehren und einen frischen griechischen Salat genießen kannst. Das Auto muss auf den Längsparks an der Hauptstraße oberhalb des Dorfes stehen bleiben – was in der Hochsaison eine Menge Geduld und Glück erfordert.
Von diesem Dörfchen aus erreichst du außerdem einen der schönsten verborgenen Strände der Insel: den Strand Milos. Du hast die Wahl: entweder ein etwa zwanzigminütiger Fußmarsch über einen bewaldeten Hügel mit rund siebzig Höhenmetern, oder die bequemere Variante. Vom Hauptstrand in Agios Nikitas fährt regelmäßig ein kleines Wassertaxi, das dich für 3 bis 5 € in weniger als zehn Minuten direkt an dieses unberührte Küstenstück bringt.
💡 Tipp: Der Strand Milos hat keinerlei Infrastruktur – weder Bars noch Liegen, also vergiss nicht, ausreichend zu trinken und etwas zu essen mitzunehmen. Über dem Strand stehen die Ruinen einer alten ikonischen Windmühle, nach der er seinen Namen trägt – und selbst im Hochsommer herrscht hier eine herrliche Ruhe.

5. Die Hauptstadt Lefkada Town und ihre bunten Häuser
Sobald du die kostenlose Schwimmbrücke vom Festland auf die Insel überquerst, empfängt dich die Hauptstadt Lefkada Town – und die lohnt deutlich mehr als nur eine schnelle Durchfahrt. Die Stadt hat eine sehr eigene Architektur mit venezianischem Einfluss: Nach einer Serie verheerender Erdbeben begannen die Einheimischen, die Obergeschosse ihrer Häuser mit Wellblech zu verkleiden und es in kräftigen Pastellfarben anzustreichen. Das wirkt unglaublich fröhlich und ist ein schönes Symbol des Trotzes gegen die Naturgewalten. Es entsteht ein einzigartiges Labyrinth enger Gassen, in dem man hervorragend lokale Souvenirs, Spitzen oder einheimischen Honig kaufen kann.
Abends erwacht die Stadt zu neuem Leben und die Promenade rund um die Marina füllt sich mit Einheimischen und Touristen, die an Luxusjachten vorbeibummeln. Spazier unbedingt über die ikonische Holzbrücke über der Lagune und schau in einem der vielen Cafés auf der Haupteinkaufsstraße Ioannou Mela vorbei. Du findest dort auch einige tolle traditionelle Bäckereien, wo du frische Spinat-Spanakopita oder Käse-Tiropita für den nächsten Strandausflug kaufen kannst.
💡 Tipp: Gleich am Stadteingang, noch vor der Brücke, steht die mittelalterliche Burg Agia Mavra, die einst die Insel vor Piraten schützte. Der Eintritt kostet nur 2 bis 3 € und ein Rundgang entlang der gut erhaltenen alten Mauern mit schönem Blick auf die gesamte Lagune lohnt sich auf jeden Fall.

6. Dimosari-Wasserfälle beim Ferienort Nidri
Wenn du genug von Salzwasser und praller Sonne hast, fahr ins Landesinnere zu den Dimosari-Wasserfällen, die nur etwa drei Kilometer vom belebten östlichen Ferienort Nidri entfernt liegen. Vom Parkplatz erwartet dich ein angenehmer, rund einen halben Kilometer langer Spaziergang durch eine schattige Schlucht entlang eines plätschernden Bachs. Der Weg ist gut ausgeschildert, du gehst die ganze Zeit im Schatten großer Bäume und auch kleinere Kinder meistern ihn problemlos – allerdings empfehle ich feste Schuhe statt Flipflops, da die glatten Steine ziemlich rutschig sein können.
Am Ende der Schlucht erwartet dich ein etwa fünfzehn Meter hoher Hauptwasserfall, der in ein kleines natürliches Becken stürzt. Das Wasser ist wunderschön klar, aber wirklich eisig und hat kaum je mehr als 18 °C – in der Sommerhitze wirkt das wie der beste Balsam der Welt. Schwimmen ist hier problemlos möglich, aber bereite dich auf einen ordentlichen Temperaturschock vor. 😁 Der Eintritt ist völlig kostenlos, und direkt beim Parkplatz gibt es ein sehr angenehmes Café unter Platanen.
💡 Tipp: In der Hauptsaison im Juli und August solltest du damit rechnen, dass der Wasserstand extrem sinkt und der Wasserfall manchmal fast ausgetrocknet ist. Die größte Wassermasse und das schönste Erlebnis gibt es im Frühling und Anfang Juni.

7. Bootsausflüge zu den Inseln Meganisi und Skorpios
Der Hafen in Nidri ist das Zentrum aller Bootsausflüge – und eine ganztägige Fahrt zu den umliegenden ruhigen Inseln zu überspringen wäre wirklich schade. Die beliebteste Route führt zur Insel Skorpios, die der griechische Milliardär Aristoteles Onassis berühmt machte, der hier die Witwe des amerikanischen Präsidenten, Jackie Kennedy, heiratete. Die Insel selbst ist heute streng gesperrt, da sie sich in Privatbesitz befindet, aber die Boote umrunden sie aus nächster Nähe und legen oft zum Schwimmen direkt bei dem kleinen ikonischen Strand an, an dem das berühmte Paar badete.
Ein weiterer großer Stopp ist die zauberhafte Insel Meganisi, wo Boote in eine riesige Meereshöhle namens Papanikolis einfahren, die im Zweiten Weltkrieg als geheimes Versteck für ein griechisches U-Boot diente. Auf Meganisi verbringst du dann freie Zeit im traditionellen Fischerdorf Vathi, wo du ein tolles Mittagessen genießen oder einfach zwischen alten Steinhäusern schlendern kannst. Diese Ganztagesausflüge kosten bei größeren Booten üblicherweise zwischen 25 und 40 € pro Person, bei einem kleineren Boot für zwanzig Personen solltest du etwa 60 bis 70 € einplanen.
💡 Tipp: In der Hochsaison sind die Boote oft voll und die besten Abfahrtszeiten schnell ausgebucht – also reserviere deinen Ausflug am besten einige Tage im Voraus. Das geht bequem von zu Hause aus, zum Beispiel über die zuverlässige Plattform GetYourGuide.

8. Vassiliki und der berühmte Surfwind Eric
Ganz im Süden der Insel liegt die breite Bucht Vassiliki, die sich zu einer der besten Windsurfdestinationen ganz Europas zählt und sogar als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2004 im Gespräch war. Vormittags liegt das Meer hier völlig ruhig wie ein Spiegel – das ist die ideale Zeit für Familien mit Kindern, Paddleboard-Anfänger oder alle, die die Grundlagen des Segelns erlernen möchten. Das Wasser ist hier lange flach und dank der geschützten Bucht wunderbar warm, was das Schwimmen besonders angenehm macht.
Gegen 14 Uhr ändert sich jedoch alles schlagartig, wenn der berühmte thermische Wind, den die Einheimischen liebevoll Eric nennen, über die umliegenden Berge fegt. Binnen weniger Minuten erwacht die Bucht zum Leben, der Wind erreicht 15 bis 25 Knoten und Hunderte bunter Segel erfahrener Windsurfer stürmen aufs Wasser. Die Atmosphäre in Vassiliki ist dank der Sportcommunity rund um den bekannten Club Vass ganz besonders: locker, international, und abends in den Tavernen am Hafen geht richtig was.
💡 Tipp: Auch wenn du mit Windsurfen nichts am Hut hast und dich niemand auf ein Brett bekäme – nachmittags in einer Strandbar zu sitzen und das faszinierende Treiben auf dem Wasser zu beobachten ist ein tolles Erlebnis für sich. Zahlreiche professionelle Schulen sind vor Ort, sodass du diesen Sport hier sicher ausprobieren kannst, wenn du Lust verspürst.

9. Kitesurfen und Windmühlen bei Agios Ioannis
Während der Süden der Insel ganz vom Windsurfen dominiert wird, ist die Nordküste unweit der Hauptstadt eine Pilgerstätte für Kitesurfer. Der lange offene Strand Agios Ioannis ist absolut ikonisch, denn er wird von drei alten historischen Windmühlen gesäumt, die dem ganzen Ort ein unglaublich romantisches Flair verleihen. Genau an diesen Steinmühlen orientieren sich Surfer beim Einstieg ins Wasser – eine wunderschöne Kulisse für Fotos.
Es ist ein offener Strand mit gröberem Sand und Kieselsteinen, auf den die Nordwinde ungebremst treffen – und zwar von Mai bis September täglich zuverlässig zwischen 14 und 20 Uhr. Wer den Adrenalinsport liebt, sich von einem Drachen über das Wasser ziehen zu lassen und riesige Sprünge zu machen, ist hier im siebten Himmel. Und selbst für normale Strandbesucher ist es ein toller Ort für einen Nachmittagsspaziergang: Dutzende bunter Drachen über dem dunkelblau schimmernden Meer ergeben ein beeindruckendes Bild.
💡 Tipp: Das Wasser fällt hier sehr schnell in die Tiefe, es gibt starke Strömungen und die Wellen können tückisch sein – zum normalen Baden und Schwimmen mit Kindern ist dieser Ort wirklich nicht geeignet. Überlasse ihn lieber den Sportlern und fahr mit der Familie an die weitaus ruhigere Ostküste.

10. Kap Lefkatas und Sapphos Sprung ins Unbekannte
Wer dramatische, sagenumwobene Orte mit antikem Flair liebt, muss unbedingt an die südwestlichste Spitze der Insel zum Kap Lefkatas fahren, das auf Karten auch als Kap Doukato bezeichnet wird. Hier erheben sich gewaltige weiße Klippen, die senkrecht ins aufgewühlte Meer stürzen, und am äußersten Ende des Felsens steht ein schöner alter Leuchtturm aus dem Jahr 1890 mit einer Feuerhöhe von sechzig Metern. Der Weg dorthin führt vom Dorf Athani über schmale Straßen hoch über dem Abgrund. Es ist wunderschön – aber ich empfehle, das Lenkrad festzuhalten und nicht so zu tun, als wäre das nichts.
Dieser Ort hat eine sehr starke Energie: Schon in der Antike stand hier ein Tempel des Gottes Apollo, und der Legende nach sprang die berühmte griechische Dichterin Sappho von hier in die Wellen – aus unerwiderter Liebe zu einem Fährmann namens Phaon. Daher wird dieser Ort bis heute „Sapphos Sprung“ genannt. In den Leuchtturm selbst kommt man zwar nicht hinein, aber du kannst auf den gepflegten Wanderwegen rund herum spazieren und den Blick auf das endlose tiefblaue Meer genießen.
💡 Tipp: Plane deine Route entlang der Westküste so, dass du am Leuchtturm kurz vor Sonnenuntergang ankommst. Es ist wohl der romantischste Ort der ganzen Insel, und die Sonne, die aus dieser Höhe direkt ins Ionische Meer taucht, ist schlicht atemberaubend.

11. Kloster Faneromeni mit Blick auf die Lagune
Das Kloster Panagia Faneromeni ist der wichtigste religiöse Ort der Insel und gilt als spiritueller Schutzpatron ganz Lefkadas. Es liegt auf einem bewaldeten Hügel nur etwa vier Kilometer von der Hauptstadt entfernt und ist das einzige noch aktive Kloster der Insel. Schon der Weg dorthin lohnt sich, denn nach und nach öffnen sich herrliche Ausblicke auf den Strand Agios Ioannis, die Lagune und die alten Windmühlen – alles auf einmal.
Das Klostergelände ist wunderschön gepflegt, voller großer Bäume und Blumen, und überraschend gibt es dort auch einen kleinen Zoo mit Vögeln, Pfauen und Rehen – was besonders Kinder begeistern wird. Drinnen kannst du in aller Ruhe die schöne Kirche mit der heiligen Ikone der Jungfrau Maria, ein Museum mit alten Manuskripten und wertvolle liturgische Gegenstände besichtigen. Es herrscht eine wunderbare Stille und Ruhe, die einen angenehmen Kontrast zu den lauten Stränden bildet. Der Eintritt zum gesamten Gelände und den Museen ist kostenlos.
💡 Tipp: Wie in jedem orthodoxen Kloster müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Falls du im Strandoutfit oder mit kurzen Hosen ankommst, kein Problem – die Mönche verleihen am Eingang kostenlos lange Röcke und Tücher, damit du eintreten kannst.

12. Die Bergdörfer Karya und Eglouvi
Wenn dich die Strandwärme ermüdet, empfehle ich dir, ins Auto zu steigen und ins zentrale Gebirge der Insel zu fahren, wo es stets ein paar angenehme Grad kühler ist. Das Herzstück des Landesinneren ist das Dörfchen Karya auf 500 Metern Höhe, das für seine traditionelle lefkadische Stickerei und den speziellen Stich namens Karsaniko berühmt ist. Du kannst hier ein kleines Folkloremuseum besuchen und auf dem Hauptplatz unter jahrhundertealten Platanen bei einem ausgezeichneten Kaffee die echte Dorfatmosphäre aufsaugen.
Noch etwas weiter oben, auf 700 Metern Höhe, liegt das Dorf Eglouvi, das für den Anbau der besten Linsen ganz Griechenlands berühmt ist. Das lokale Hochplateau ist so einzigartig, dass es sogar auf der Liste der geschützten FAO-Gebiete steht. Bestell in einer der Tavernen unbedingt die traditionelle herzhafte Linsensuppe Fakes oder einen Linsensalat. Eine schlichte Sache – aber der Geschmack wird dich überraschen. Wenn du Anfang August kommst, genau am 6. August, kannst du sogar das große Linsenfestival mit Musik und Essen erleben. 😉
💡 Tipp: Neben den Linsen solltest du unbedingt die traditionelle Süßigkeit namens Ladopita probieren – ein köstlicher Kuchen aus Olivenöl, Mandeln, Sesam und Zimt. Lefkada ist außerdem bekannt für seine luftgetrocknete Salami mit feinem Knoblauchgeschmack, die die Einheimischen sich traditionell zum Abendwein gönnen.

13. Die fjordartige Bucht Sivota und Bootsvermietung
Die Bucht Sivota sieht aus, als hätte jemand sie versehentlich aus Norwegen hierher versetzt: schmal, tief und von grünen Hügeln umgeben – auf eine griechische Insel würde man hier im Leben nicht tippen. Diese Hänge fallen direkt ins blaue Wasser und der Hafen ist übersät mit Luxussegelbooten und Jachten, denn Sivota gilt als eines der am besten geschützten Naturankerplätze im gesamten Ionischen Meer. Die gesamte Promenade ist gesäumt von erstklassigen Tavernen, in die sich abends Seeleute aus aller Welt zum Abendessen zurückziehen.
Wenn du das Meer aus einer anderen Perspektive erleben und kleine verlassene Strände entdecken möchtest, die vom Land aus mit dem Auto schlicht nicht erreichbar sind, ist Sivota der ideale Ort, um ein kleines Motorboot zu mieten. Nach griechischem Recht darfst du nämlich ein Boot mit einem Motor bis zu 30 PS auch ohne Kapitänsschein fahren. Das Mieten eines kleineren Familienbootes für vier bis fünf Personen kostet hier etwa 50 bis 90 € für den ganzen Tag, zusätzlich zahlst du nur den tatsächlich verbrauchten Kraftstoff.
💡 Tipp: Die Verleihstation zeigt dir vor dem Ablegen alles ausführlich und bringt dir bei, wie du das Boot sicher handhabst. Pack Getränke in eine Kühlbox, schnapp dir die Schnorchelausrüstung und erkundige die verborgenen Buchten und Höhlen entlang der Südküste – ein absolutes Highlight und ein Gefühl unbeschreiblicher Freiheit!

14. Versteckte Strände: Gialos, Pefkoulia und Agiofili
Wer dem Trubel am Porto Katsiki entgehen möchte – Lefkada versteckt eine Fülle weniger bekannter Strände, die nicht weniger schön sind. Im Nordwesten liegt der riesige Strand Pefkoulia, wo sich duftende Kiefern bis ans türkisfarbene Wasser neigen – mit einem organisierten Teil mit Liegen und einem riesigen wilden Abschnitt, wo du absolute Ruhe hast. An der Südküste wiederum versteckt sich die wunderschöne Kieselbucht Agiofili, erreichbar entweder über einen Schotterweg mit 10 € Parkgebühr oder sehr bequem per Wassertaxi vom Ferienort Vassiliki.
Mein persönlicher Geheimtipp ist der wilde Strand Gialos im Südwesten, zu dem eine Straße mit zwölf scharfen Serpentinen führt. Es ist ein langer offener Streifen aus Sand und glatten Kieseln, der selbst im August herrlich leer ist, eine kleine gemütliche Taverne hat und ein absolut erstklassiger Ort zum Schnorcheln ohne Touristenmassen ist.
💡 Tipp: Sei besonders vorsichtig auf dem Weg zum wilden Strand Megali Petra beim Dorf Kalamitsi. Die Straße ist in einem schrecklichen Zustand, extrem schmal und sehr steil – Verleihfirmen warnen oft vor Überhitzung und Bremsversagen bei Rollern und Quads. Die Fahrt dorthin ist wirklich nur für sehr erfahrene Fahrer und auf eigene Gefahr.

15. Roadtrip aufs Festland: Parga und der Fluss Acheron
Das wissen die wenigsten, aber die Brücke aufs Festland eröffnet von Lefkada aus eine fantastische Möglichkeit: einen richtigen Roadtrip durch Nordwestgriechenland ganz ohne Fähre. Plan dir einen ganzen Tag ein und fahr nordwärts in den malerischen Ferienort Parga, der von der Insel aus in etwa einer Stunde Fahrt zu erreichen ist. Parga verzaubert sofort mit seinen bunten Häusern am Hang, einer alten venezianischen Festung und romantischen engen Gassen, die eher an die italienische Küste erinnern.
Auf dem Rückweg solltest du unbedingt an den mystischen Quellen des Flusses Acheron halten, von dem alte griechische Mythen behaupteten, er sei der Fluss der Toten, der direkt in die Unterwelt führe. Heute ist es ein wunderschönes Naturschutzgebiet, wo du durch eiskaltes Kristallwasser in einer tiefen schattigen Schlucht waten kannst – in der Sommerhitze eine absolut erfrischende und einzigartige Erfahrung. Du kannst dort auch Rafts mieten oder direkt im Flussbett reiten.
💡 Tipp: Erwäge auch einen Besuch der nahe gelegenen Bucht Amvrakikos bei der Stadt Preveza – ein riesiges geschütztes Feuchtgebiet, wo du auf einer Bootstour sehr häufig wilde Delfine beobachten kannst, ebenso wie riesige Schwärme seltener Pelikane in ihrer natürlichen Umgebung.
Wo geht es von Lefkada aus weiter
Dank der Brücke aufs Festland ist Lefkada ein idealer Ausgangspunkt für einen ausgedehnten Roadtrip durch Nordwestgriechenland. Wenn du ein eigenes oder gemietetes Auto und genug Zeit hast, kannst du nach der Erkundung der Insel weiterfahren – zum Beispiel zu den monumentalen Felsenklöstern der Meteora, was eine längere Fahrt ist, sich aber absolut lohnt. Wenn du noch nicht weißt, welche griechische Insel die richtige für dich ist, lies unseren Artikel Wohin in den Griechenland-Urlaub mit einem tollen Vergleich der Inseln.
Reizt dich eher Island Hopping? Von Lefkada aus kannst du leicht auf das benachbarte Kefalonia übersetzen, das eine ganz andere, viel bergigere Atmosphäre bietet. Für Inspiration schau dir unsere Auswahl der schönsten griechischen Inseln an, oder lies die ausführlichen Reiseführer zu den benachbarten Ionischen Inseln: Urlaub auf Zakynthos und Urlaub auf Korfu. Und bevor du mit dem Kofferpacken anfängst, wirf einen Blick auf unsere praktischen Tipps Was man für den Griechenland-Urlaub einpacken sollte, damit du nichts Wichtiges vergisst.
Häufig gestellte Fragen
Hast du noch offene Fragen vor der Reise? Hier haben wir die häufigsten Fragen rund um Lefkada zusammengefasst.
Co vidět na Lefkadě?
Největším lákadlem jsou divoké pláže na západě jako Porto Katsiki, Egremni a Kathisma, které mají karibsky modrou vodu. Za návštěvu stojí i hlavní město s barevnými domky, klášter Faneromeni, vodopády Dimosari u Nidri a tradiční horská vesnice Eglouvi. Pro surfaře je naprostou nutností zátoka Vassiliki na jihu ostrova.
Jak dlouho trvá let na Lefkadu?
Přímý charterový let z Prahy na letiště Preveza/Aktio (PVK) trvá zhruba 2 hodiny. Z letiště se pak na ostrov dostanete autem nebo autobusem zhruba za 30 až 35 minut jízdy přes bezplatný plovoucí most. Létá se převážně od června do září.
Jaké moře je na Lefkadě?
Západní pobřeží Lefkady omývá Jónské moře, které je tu slavné svou zářivě tyrkysovou až mléčnou barvou, kterou způsobuje bílé vápencové podloží. Voda je tu nádherně čistá, ale na západě často bývají vlny a moře rychle klesá. Východní pobřeží má naopak moře mnohem klidnější a mělčí.
Kam letět na Lefkadu?
Lefkada nemá své vlastní letiště přímo na ostrově. Létá se na pevninské letiště Preveza, které najdete pod kódem Aktio (PVK). Od hlavního města ostrova je vzdálené jen necelých 25 kilometrů, takže transfer po bezplatném mostě je velmi rychlý a bezproblémový.
Kde jsou pláže s bílým pískem?
Nejslavnější písečné pláže smíchané s drobnými bílými oblázky najdete výhradně na západním pobřeží ostrova. Patří mezi ně ikonická Porto Katsiki, hůře dostupná pláž Egremni, výborně vybavená Kathisma a skrytá pláž Milos nedaleko vesničky Agios Nikitas.
Kdy je nejlepší jet na Lefkadu?
Absolutně nejlepším obdobím pro návštěvu jsou měsíce červen a září. V tuto dobu je moře už krásně vyhřáté (kolem 24–26 °C), ale vyhnete se těm největším spalujícím vedrům, která panují v červenci a srpnu. Navíc jsou pláže mnohem prázdnější a ubytování bývá o poznání levnější. EXCERPT: Vyrazte objevit jediný řecký ostrov, na který dojedete autem, a nechte se okouzlit karibsky tyrkysovou vodou, bílými útesy a klidem horských vesniček.
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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