Posen, Polen: 15 Tipps, was du in der Wiege der polnischen Staatlichkeit sehen musst

Posen (polnisch Poznań) hat eine Energie, die dich sofort beim Ankommen packt. Du wirst überrascht sein, wie modern, sauber und angenehm diese Stadt zum Reisen ist. Während die meisten Touristen nach Krakau oder Warschau aufbrechen, verdient Posen in Polen deine volle Aufmerksamkeit. Es ist die fünftgrößte Stadt Polens und Hauptstadt der gesamten Großpolnischen Region, die völlig zu Recht als Wiege der polnischen Staatlichkeit gilt. Bei unserem kurzen Besuch haben wir immer wieder festgestellt: Beim Schlendern durch die Straßen stößt man ständig auf neue, interessante Läden und Gässchen.

Wenn du überlegst, für ein verlängertes Wochenende nach Polen zu fahren, sollte Posen auf deiner Liste nicht fehlen. Die Stadt hat nämlich alles, was man von einer idealen Destination erwartet: ein wunderschönes historisches Zentrum mit bunten Häuschen, eine großartige Gastronomieszene voller moderner Cafés und traditioneller Restaurants – und dazu passen Unterkunft und Essen im Vergleich zu Westeuropa zu sehr günstigen Preisen.

Das Alte Rathaus (Stara Radnice) in Posen mit den berühmten Böcken
Foto: Dennis G. Jarvis / CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons
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Zusammenfassung

Hier ist ein schneller Überblick, damit du weißt, was dich in Posen erwartet:

  • Hauptattraktion: Der Alte Marktplatz (Stary Rynek) und das Alte Rathaus, wo täglich um 12 Uhr zwei mechanische Böcke auf dem Rathausturm zwölfmal mit den Hörnern zusammenstoßen.
  • Geschichte: Ostrów Tumski ist eine Insel in der Warthe, wo alles begann – Fürst Mieszko I. legte hier die Grundlagen des polnischen Staates.
  • Was probieren: Traditionelle Martinshörnchen (Świętomarcińskie rogale), gefüllt mit weißem Mohn und Marzipan, sowie lokale Kartoffelspezialitäten (Pyry).
  • Wo übernachten: Am besten direkt im Zentrum oder im Stadtviertel Jeżyce, das für seine Cafés und Restaurants bekannt ist.
  • Ideale Aufenthaltsdauer: Für Posen reichen locker 2 bis 3 Tage – perfekt für ein Wochenende.
Die Peter-und-Paul-Kathedrale auf der Insel Ostrów Tumski in Posen
Foto: Аимаина хикари / CC0 / Wikimedia Commons

Posen, Polen: Was steckt dahinter – und warum lohnt sich die Reise?

Wenn man „Posen Polen“ hört, denken viele zunächst nur an eine Durchgangsstadt auf dem Weg zur Ostsee – was wirklich schade ist. Posen ist ein historisches Juwel und die echte Wiege der polnischen Staatlichkeit. Genau hier auf der kleinen Insel Ostrów Tumski soll Fürst Mieszko I. im 10. Jahrhundert das Christentum angenommen und den ersten polnischen Staat geeint haben. Der Fluss Warthe, der durch die Stadt fließt, teilt Posen in einen historischen Inselteil und einen neueren, pulsierenden Teil. Schlendere genau an diesem Schnittpunkt von Alt und Neu – es lohnt sich.

Heute ist Posen (historisch auf Deutsch: Posen) eine unglaublich lebendige Studentenstadt, in der reiche Geschichte auf moderne Architektur und hervorragendes Essen trifft. Tagsüber kannst du durch alte Gassen streifen und Backsteinkírchen bewundern, abends empfehle ich einen Abstecher in eine der vielen Craft-Beer-Brauerein. Die ideale Kombination! Das Beste daran: Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen begegnest du hier kaum Touristenmassen – du kannst die Stadt in aller Ruhe und völlig authentisch genießen.

Der Park Cytadela in Posen in herbstlichen Farben
Foto: Koefbac / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Wann nach Posen reisen – und wie ist das Wetter?

Die Reiseplanung für Posen ist erfreulich unkompliziert, denn die Stadt hat in jeder Jahreszeit ihren Reiz. Wenn du nach dem Wetter in Posen, Polen suchst: Es ähnelt dem Klima in Deutschland sehr – also pack einfach genauso ein wie für ein Wochenende in Berlin oder München.

Am schönsten ist Posen von Mai bis September. Frühling und Herbst eignen sich hervorragend für lange Stadtspaziergänge und Café-Hopping, da die Temperaturen angenehm sind. Im Juli könnte man das beliebte Johannisfest erleben, das das ganze Zentrum mit Märkten und Konzerten belebt. Der Winter in Posen mag zwar ungemütlich sein, doch im Dezember erwarten dich wunderschöne Weihnachtsmärkte, die regelmäßig zu den schönsten in Europa gezählt werden.

Ein praktischer Hinweis: Achte auf den Montag. Wie anderswo in Europa haben auch hier viele Museen geschlossen. Ausnahme ist der berühmte Rathausturm mit den Böcken – der läuft täglich Punkt 12:00 Uhr, unabhängig vom Wochentag.

Stary Browar – das Einkaufszentrum in der alten Brauerei in Posen
Foto: A.Savin / CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons

Wie kommt man nach Posen?

Aus Deutschland nach Posen zu reisen ist überraschend einfach. Posen liegt im Westen Polens, ungefähr auf halbem Weg zwischen Warschau und Berlin – damit ist es logistisch eine sehr gut erreichbare Destination.

Für die meisten Reisenden aus Deutschland ist die Fahrt mit dem Auto wahrscheinlich die schnellste Option. Von Berlin aus dauert die Fahrt auf der Autobahn (A2) nur etwa 3 Stunden, von München rund 7 Stunden. Die Autobahnen in Polen sind sehr gut ausgebaut, auf einigen Abschnitten gibt es Mautgebühren. Falls du kein eigenes Auto hast, lohnt sich ein Blick auf Mietwagen-Angebote – zum Beispiel über Booking.com.

Wer lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, nimmt den Zug. Von Berlin gibt es direkte Verbindungen, die Reise dauert rund 3 bis 3,5 Stunden. Eine günstige Alternative ist der Fernbusanbieter Flixbus, der direkt zum Posener Hauptbahnhof fährt. Der Bahnhofskomplex ist riesig – dort findest du direkt nach der Ankunft alles, was du brauchst, inklusive Einkaufszentrum.

Natürlich kann man auch fliegen. Unweit des Zentrums liegt der internationale Flughafen Poznań-Ławica (Flughafencode: POZ). Von deutschen Großstädten wie Frankfurt, München oder Düsseldorf gibt es Verbindungen, teilweise mit Umstieg. Vom Flughafen ins Zentrum kommst du bequem mit dem Stadtbus in ca. 20 Minuten.

Das Kaiserschloss (Zamek Cesarski) in Posen aus den 1910er Jahren
Foto: Dawid Galus / CC BY-SA 3.0 pl / Wikimedia Commons

Posen Polen Hotel: Wo übernachten und was kostet es?

Das Angebot an Unterkünften in Posen ist riesig – und die Preise werden dich positiv überraschen. Ich empfehle, so nah wie möglich ans Zentrum zu buchen: Du sparst Zeit und Kraft und kannst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Schau am besten direkt auf Booking.com nach aktuellen Verfügbarkeiten.

Die goldene Regel lautet: Viertel Stary Rynek und unmittelbare Umgebung. Hier ist die höchste Dichte an Sehenswürdigkeiten – aber rechne damit, dass es an Wochenenden wegen der vielen Bars etwas lauter sein kann. Wer etwas Ruhigeres sucht, sollte sich den Bereich Centrum anschauen, wo es moderne Business-Hotels zu sehr guten Preisen gibt.

Für Fans der alternativen Szene und guten Essens empfehle ich die Viertel Wilda oder Jeżyce. Beide sind voller Jugendstilhäuser, Spezialitätencafés und lokaler Läden – und vom Zentrum mit der Straßenbahn in wenigen Minuten erreichbar. Besonders Jeżyce punktet mit versteckten Gartenanlagen und Shops mit lokalem Design.

Ein konkreter Tipp ist zum Beispiel das Vis-a-vis Old Town, das schöne Zimmer in der Nähe des Marktplatzes bietet. Für ein Wochenende zu zweit in einem guten Hotel mit Frühstück zahlst du in Posen im Schnitt ca. 100 bis 160 € – für europäische Verhältnisse ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Malta-See (Jezioro Maltańskie) in Posen
Foto: Bärbel Miemietz / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Posen, Polen: 15 Tipps – Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Posen ist unglaublich vielseitig. Ob du Geschichte liebst, moderne Kunst oder einfach Entspannung am Wasser – hier wird dir garantiert nicht langweilig. Die Stadt lässt sich außerdem in einem entspannten Tempo erkunden.

Traditionelle Martinshörnchen (Świętomarcińskie rogale) aus Posen
Foto: Weekend Wayfarers / CC BY 2.0 / Wikimedia Commons

1. Stary Rynek und das Alte Rathaus mit dem berühmten Glockenspiel

Das Herzstück der Stadt ist der Alte Marktplatz (Stary Rynek), der zu den schönsten in ganz Europa zählt. Er ist gesäumt von bunten Renaissance-Häuschen mit Arkaden, in denen heute die besten Cafés und Restaurants untergebracht sind. In der Mitte thront das Renaissance-Alte Rathaus. Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen findest du auf dem offiziellen Tourismusportal.

Unbedingt kurz vor 12:00 Uhr hierher kommen: Dann öffnen sich am Rathausturm die Türchen und zwei mechanische Böcke fahren heraus, die zwölfmal mit den Hörnern gegeneinander stoßen – begleitet von Trompetenklängen. Posens Version des Glockenspielturms zieht täglich begeisterte Schaulustige an.

Archäologischer Park Biskupin – rekonstruierte prähistorische Siedlung
Foto: Gorofil / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

2. Ostrów Tumski und die Peter-und-Paul-Kathedrale

Hier liegt die Wiege der polnischen Staatlichkeit. Ostrów Tumski (Domsel) ist ein stilles, von der Warthe umschlossenes Eiland mit über tausend Jahre alter Geschichte. Fürst Mieszko I. residierte hier, und das erste polnische Bistum wurde hier gegründet.

Das Wahrzeichen der Insel ist die Basilika St. Peter und Paul, die älteste Kathedrale Polens überhaupt. Im Inneren beeindruckt die Goldene Kapelle, in der die ersten polnischen Herrscher beigesetzt sind. Ein Spaziergang über die Insel in der Abenddämmerung, wenn die alten Laternen leuchten, hat eine unvergleichliche Atmosphäre.

Bamberger in Posen – die traditionelle Kultur der angesiedelten deutschen Bauern
Foto: Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
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3. Park Cytadela und das Militärmuseum

Zur Erholung vom Stadttrubel empfiehlt sich der Park Cytadela, der größte Park in Posen. Er erstreckt sich auf rund 100 Hektar auf dem Gelände einer ehemaligen preußischen Festung, von der noch Mauerreste und Gräben erhalten sind.

Hier steht die imposante Skulptur „Bell of Peace and Friendship“ (Friedens- und Freundschaftsglocke), und gleich daneben befindet sich das Militärhistorische Museum. Unter freiem Himmel sind alte Panzer, Flugzeuge und Kanonen ausgestellt – faszinierend nicht nur für Geschichtsbegeisterte.

4. Stary Browar – wo Shopping zur Kunst wird

Stary Browar ist ein einzigartiges Einkaufszentrum. Die riesige Backstein-Brauerei aus dem 19. Jahrhundert wurde behutsam zu einem Kunst- und Einkaufszentrum umgebaut. Die aktuellen Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website.

Die Architektur, die rote Backsteine, Glas und Stahlelemente kombiniert, ist atemberaubend. Überall sind Kunstwerke und Installationen platziert, sodass das Gebäude eher wie eine moderne Galerie wirkt als wie ein Einkaufszentrum.

5. Das Kaiserschloss (Zamek Cesarski)

Obwohl es mittelalterlich aussieht, wurde es erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Das Kaiserschloss ließ Kaiser Wilhelm II. errichten – es ist damit eines der jüngsten Bauwerke dieser Art in Europa.

Das Schloss hat eine dunkle Geschichte: Im Zweiten Weltkrieg bauten es die Nationalsozialisten für Adolf Hitler um (der es letztlich nie besuchte). Erhalten geblieben ist ein Balkon mit Blick auf die Heilig-Martin-Straße. Heute beherbergt das Gebäude ein Kulturzentrum und das Museum des Posener Aufstands.

6. Der Malta-See (Jezioro Maltańskie)

Der künstlich angelegte Malta-See ist das Freizeitzentrum Posens. Ein asphaltierter Weg rund um den See eignet sich perfekt zum Radfahren oder Inlineskaten.

Im Sommer finden hier Ruderregatten statt, und es gibt eine ganzjährig geöffnete Kunstschneepiste. Rund um den See fährt außerdem die Schmalspurbahn Maltanka – ein Spaß für Groß und Klein.

7. Multimedia-Fontäne und Abendshow

Direkt am Malta-See solltest du die Multimedia-Fontäne nicht verpassen. In den Sommermonaten finden nach Einbruch der Dunkelheit Licht- und Wassershows mit Musik statt. Der Eintritt ist völlig kostenlos – einfach ins Gras setzen und die Show genießen.

8. Termy Maltańskie für Wasserliebhaber

Direkt neben dem See befindet sich der Aquapark Termy Maltańskie. Er bietet riesige Schwimmbecken, Thermalbäder, Wellenbad und Wasserrutschen.

Besonders beliebt ist der separate Saunabereich mit Dutzenden von Saunen und Aufgusszeremonien. Ein Tagesticket kostet rund 25 bis 35 € – für eine so gut ausgestattete Anlage ein ausgezeichneter Preis. Details findest du auf der Website des Aquaparks.

9. Die Heilig-Martin-Straße und das Museum der Martinshörnchen

Die traditionellen Martinshörnchen (Świętomarcińskie rogale) sind EU-weit als geografische Angabe geschützt. Sie sind kompakt, gefüllt mit weißem Mohn, Nüssen und Marzipan – und eines wiegt bis zu einem Viertelpfund. Am Martinstag (11. November) verschlingen die Posener sage und schreibe 700 Tonnen davon.

Das interaktive Rogalowe Muzeum Poznania am Alten Marktplatz bietet witzige Führungen, bei denen man das Backen selbst ausprobieren kann. Tickets am besten im Voraus online reservieren.

10. Spaziergang durch das Viertel Jeżyce

Für etwas lokales Hipster-Flair geht es ins Viertel Jeżyce. Verzierte Jugendstil-Fassaden treffen hier auf eine leicht angeraute Atmosphäre. Es ist ein Gourmet-Paradies voller Spezialitätencafés, veganer Restaurants und traditioneller Bistros, die von Einheimischen frequentiert werden.

11. Romantik im Sołacki-Park (Park Sołacki)

Nahe Jeżyce liegt der Park Sołacki, Anfang des 20. Jahrhunderts im englischen Stil angelegt. Er ist eine Oase der Ruhe mit Trauerweiden und miteinander verbundenen Teichen. Hier findet man auch ein Holzrestaurant mit Terrasse.

12. Archäologischer Park Biskupin

Etwas außerhalb der Stadt liegt Biskupin, eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Europas – gerne auch als „polisches Pompeji“ bezeichnet. Es handelt sich um eine rekonstruierte eisenzeitliche Siedlung. Ideal als Halbtagesausflug mit dem Auto.

13. Im Sommer zum Strzeszyński-See

Zum sommerlichen Baden eignet sich der Strzeszyński-See am nordwestlichen Stadtrand perfekt. Er ist von Kiefernwäldern umgeben, das Wasser ist sauber, und es gibt Sandstrände mit Rettungsschwimmern, Tretboot-Verleih und Stände mit polnischen Waffeln (Gofry). Aus dem Zentrum kommt man bequem mit dem ÖPNV hin.

14. Ein Fußballspiel von KKS Lech Poznań

Posen ist eine Fußballstadt. Der Klub KKS Lech Poznań gehört zu den besten des Landes. Ein Spiel im INEA-Stadion (erbaut für die EM 2012) bietet eine tolle Atmosphäre. Die lokalen Ultras pflegen übrigens eine langjährige Fanfreundschaft mit dem deutschen Verein Hansa Rostock – ein Hinweis auf Deutschland wird hier immer herzlich aufgenommen.

15. Museum der Posener Bamberger und die traditionellen Pyry

Im 18. Jahrhundert kamen katholische Siedler aus der fränkischen Stadt Bamberg nach Posen (die sogenannten Bambrzy). Sie brachten ihre Bräuche mit – und vor allem die Liebe zu Kartoffeln. Deshalb werden die Einwohner Posens gerne „Pyry“ genannt (lokaler Ausdruck für Kartoffeln). Die Geschichte zeigt das Museum der Posener Bamberger, die Kartoffelküche in Dutzenden von Variationen gibt es dann zu günstigen Preisen im Lokal Pyra Bar.

Posen mit Kindern: Wohin mit den Kleinen?

Posen ist hervorragend auf Familien mit Kindern vorbereitet. Ein absolutes Highlight ist das Warten auf den Glockenschlag am Alten Marktplatz, wenn mittags die Böcke aus dem Rathausturm fahren.

Auch der Bereich rund um den Malta-See ist ein Kinderparadies. Die Kleinen können mit dem Züglein Maltanka fahren, das bis zum Posener Zoo (Nowe Zoo) führt – dem zweitgrößten Zoo Polens, mitten in einem Wald gelegen. Bei schlechtem Wetter rettet der Aquapark Termy Maltańskie mit seiner Piratenzone und den Rutschen den Tag.

Wo essen in Posen: Polnische Küche und Getränke

Die typische Posener Küche ist stark von den Bamberger Siedlern geprägt – Fleisch, Kohl und Kartoffeln dominieren. Halt Ausschau nach den Begriffen „Pyry“ oder „Pyzy“ (Kartoffelklöße). Als Nachtisch dürfen die Martinshörnchen nicht fehlen.

Beim Trinken lebt Posen Craft Beer. Im Zentrum gibt es Dutzende handwerkliche Brauereien und Multi-Tap-Bars mit großer Zapfauswahl (zum Beispiel Browar Trzech Koron). Für anspruchsvolle Genießer hat Posen auch Michelin-ausgezeichnete Restaurants (z. B. Muga).

Sicherheit und worauf man achten sollte

Polen ist ein sehr sicheres Reiseland, trotzdem sollte man in einer Großstadt auf die klassischen Touristenfallen achten:

  • Euronet-Geldautomaten und DCC: Euronet-Automaten bieten Dynamic Currency Conversion (DCC) in Euro an. Lehne das immer ab! Wähle stets die Abhebung oder Zahlung in der Landeswährung (PLN). Andernfalls verlierst du beim Wechselkurs leicht 10 bis 15 %.
  • Taxis in der Altstadt: Meide inoffizielle Taxis vor Clubs. Nutze immer Apps wie Uber, Bolt oder FreeNow, bei denen du den Preis vorab siehst.
  • Wechselstuben (Kantory): Im Zentrum gibt es oft versteckte Gebühren oder ungünstige Kurse für kleine Beträge. Am einfachsten und günstigsten ist es, direkt mit Karte zu bezahlen.

Praktische Informationen für die Reise

  • Währung: In Polen wird mit dem Polnischen Złoty (PLN) bezahlt. Der Kurs liegt etwa bei 0,23 € pro 1 PLN. Den Großteil der Ausgaben kannst du mit Karte begleichen.
  • ÖPNV: Posen hat ein hervorragendes Netz aus Straßenbahnen und Bussen. Tickets kannst du direkt im Fahrzeug mit Karte oder per App kaufen. Es gibt auch günstige Tages- und Wochenendtickets.
  • Internet: Mit einem deutschen Mobilfunkvertrag hast du innerhalb der EU Datenroaming ohne Aufpreis. Alternativ lohnt sich eine eSIM, zum Beispiel von Holafly.
  • Reiseversicherung: Ich empfehle, nie ohne Reiseversicherung aufzubrechen – besonders für Reisen innerhalb Europas ist eine gute Police Gold wert.

Wohin weiter ab Posen?

Wer mehr Zeit in Polen hat, dem bieten sich weitere tolle Reiseziele an:

  • Krakau: Schloss Wawel, der Drachen und das historische Viertel Kazimierz – unser ausführlicher Reiseführer wartet auf dich.
  • Breslau (Wrocław): Die Stadt der Zwerge mit riesigen historischen Marktplätzen.
  • Warschau: Ideal für Liebhaber moderner Architektur und der Geschichte des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Für eine gründliche Erkundung empfehlen wir unseren kompletten Reiseplan: 7-tägiger Roadtrip durch Polen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Co dělat v Poznani?

Největším tahákem je Staré náměstí s orlojem s kozly (každý den ve 12:00). Nevynechejte ani Ostrów Tumski, park Cytadela, jezero Malta nebo ochutnávku svatomartinských rohlíčků.

Kolik má Poznań obyvatel?

Je to páté největší město v Polsku s přibližně 530 až 540 tisíci obyvateli. Díky univerzitám tvoří velkou část populace studenti.

Co je posen?

Posen je historický německý název pro Poznaň z dob nadvlády Pruska a Německé říše. Z této doby pochází například Císařský zámek.

Kde leží Poznan?

Ve středozápadní části Polska na řece Wartě, zhruba na půli cesty mezi Berlínem a Varšavou. Je hlavním městem Velkopolského vojvodství.

Čím se platí v Poznani?

Polským zlotým (PLN). Většinu služeb pohodlně zaplatíte platební kartou.

Kolik dní potřebuji na prohlídku Poznaně?

Na to nejdůležitější a návštěvu restaurací vám v klidu postačí 2 plné dny (ideální na víkend).

Je Poznaň drahá?

Není. Ceny ubytování i jídla jsou obvykle nižší než v Praze či jiných západoevropských metropolích. Lze si tu dopřát skvělý víkend za rozumné peníze.

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