Wenn ihr eine Reise nach Paris Frankreich mit einem kleinen Kind plant und über das Hotel Hôbou Paris nachdenkt, wird die Unterkunftswahl plötzlich zu einer ganz anderen Aufgabe, als wenn man allein oder zu zweit unterwegs ist. Auf einmal geht es nicht nur um Design, Booking-Bewertungen und guten Kaffee – sondern auch darum, wie lange man jeden Morgen mit einem 25-Kilo-Knirps und all seinem Gepäck von A nach B braucht. ☺️
Wir – Lukáš und ich – sind Ende April/Anfang Mai nach Paris geflogen (von Berlin aus mit günstigen Flügen kein Problem), und von Anfang an war klar, dass wir einen Tagesausflug nach Versailles ins Programm aufnehmen wollen. Und genau hier zeigte sich, wie wichtig die Wahl des richtigen Paris Frankreich Hotels ist. Wer sein Hotel am falschen Ende von Paris bucht, schleppt sich locker über eine Stunde pro Strecke nach Versailles. Und das will man mit einem kleinen Kind wirklich, aber wirklich nicht.
Nach langer Suche haben wir uns für das Hôbou entschieden, ein authentisches französisches Boutiquehotel in Boulogne-Billancourt (buchbar hier), das auf den ersten Blick fast unscheinbar wirkt – aber in das man sich innerhalb der ersten Stunden verliebt. Und das meine ich ernst, nicht als Floskel, wie sie in Hotelbewertungen gern benutzt wird.

Zusammenfassung
- Hôbou ist ein 4-Sterne-Boutiquehotel in Boulogne-Billancourt, direkt an der Grenze von Paris, entstanden aus einem Rebranding des früheren Hôtel Acanthe.
- Strategische Lage war der Hauptgrund für unsere Wahl – die Metrolinie 10 endet quasi direkt vor der Tür, und nach Versailles kommt man mit dem Bus 171 in etwa 35–45 Minuten.
- Atmosphäre ist familiär und authentisch französisch – kein steriler Kettenhotel-Charme, sondern ein Boutiquehotel, das von den Eigentümern selbst geführt wird.
- Hôbou Time ist die tägliche Portion hausgemachter Kuchen und Gebäck von Linette und Liudmyla, dazu Kaffee oder Tee. Das dürft ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.
- Frühstück ist klassisch französisch und hochwertig – Butter, Käse, Backwaren, frisches Obst. Bestellt es euch mindestens einmal aufs Zimmer.
- Ideal für: Familien mit kleinen Kindern, Paare, die Paris + Versailles + Bois de Boulogne kombinieren wollen, Liebhaber authentischer französischer Boutiquehotels statt Kettenhotels.

Warum wir Boulogne-Billancourt statt dem Zentrum von Paris gewählt haben
Ich weiß, ich weiß – die meisten Reiseblogs empfehlen, in Paris so zentral wie möglich zu übernachten, am besten im Marais oder Saint-Germain, damit man alles zu Fuß erreicht. Und normalerweise würde ich dem sofort zustimmen – wenn wir allein gereist wären. Doch wenn man mit einem kleinen Kind unterwegs ist und weiß, dass Versailles (und vielleicht auch Disneyland oder der Bois de Boulogne) auf dem Programm stehen, ist das Zentrum plötzlich nicht mehr die beste Wahl.
Versailles liegt nämlich ziemlich weit vom Pariser Zentrum entfernt – eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist völlig normal. Ganz zu schweigen davon, dass man umsteigen, den Kinderwagen im Auge behalten, das Kind im Auge behalten und den Rucksack im Auge behalten muss. Metrofahren mit Kind ist eine echte Geduldsprobe. Boulogne-Billancourt liegt aber ungefähr auf halber Strecke zwischen Zentrum und Versailles und löst damit beide Probleme auf einmal.
Vom Hotel erreicht man das Pariser Zentrum mit der Metrolinie 10, deren Endstation Boulogne-Pont de Saint-Cloud buchstäblich nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt ist. Die Fahrt bis Sèvres-Babylone oder Odéon dauert etwa 20 Minuten, bis Notre-Dame oder zum Louvre rund 25–30 Minuten. Das ist absolut vergleichbar mit dem, was man von manchen „zentralen“ Hotels im Quartier Latin oder in der Nähe des Eiffelturms braucht. Und in die andere Richtung, nach Versailles, sind es mit dem Bus nur etwa 40 Minuten.
Außerdem ist Boulogne-Billancourt an sich ein sehr angenehmer Ort. Kein klassisches Pariser Zentrum mit Haussmann-Fassaden, sondern eher ein elegantes, ruhiges Wohnviertel, in dem Franzosen leben – keine Touristen. Gegenüber liegt der Eingang zum Parc de Saint-Cloud, der Bois de Boulogne ist zehn Minuten zu Fuß entfernt, und in der Nähe findet ihr auch die Tennisanlage Roland-Garros. Wenn man abends müde aus dem Zentrum zurückkommt und einfach nur Ruhe will, weiß man das zu schätzen. Und wenn ihr außerdem einen der Tagesausflüge ab Paris plant (Versailles, Saint-Germain-en-Laye, Giverny), ist diese Lage noch einmal dankbarer.

Erster Eindruck: Ein unscheinbarer Eingang, der täuscht
Als wir zum ersten Mal vor dem Hotel standen, muss ich zugeben, dass ich leicht skeptisch war. Der Eingang des Hôbou ist wirklich bescheiden – keine große Show, keine bombastische Lobby mit Marmor und riesigem Kronleuchter, wie man es von einem 4-Sterne-Boutiquehotel vielleicht erwarten würde. Das Gebäude hat einen eleganten Bogendurchgang, vier Stockwerke und wirkt eher wie eine diskrete Pariser Residenz, an der man vorbeilaufen könnte, ohne sie zu bemerken.
Sobald man aber durch die Tür tritt, wird sofort klar, dass der erste Eindruck getäuscht hat. Die Rezeption ist warm, einladend, und man wird sofort mit einem Lächeln begrüßt. Und dann kommt das Beste – nämlich der Kuchen. Direkt an der Rezeption findet man jeden Tag frisch gebackenen Gugelhupf, Kuchen oder ein anderes Gebäck, das im Hotel selbst hergestellt wird. Das ist das Markenzeichen des Hôbou, es heißt „Hôbou Time“, und ich komme weiter unten noch ausführlicher darauf zurück, weil es wirklich ein eigenes Level ist.
Unser Sohn Jonáš gab keine Ruhe. Er konnte wahrscheinlich gar nicht genau benennen, was er dort sah, aber sobald er es erblickte, wusste er, dass er es wollte. Und weil die französischen Gastgeber dort wirklich so herzlich sind, hat Jonáš am ersten Tag die halbe Karottentorte aufgegessen, die man uns bei der Ankunft angeboten hatte. Und wir alle wissen: sattes Kind = zufriedenes Kind 😅
Im Design stecken viele liebevolle Details und augenzwinkernde Anspielungen, die einem nach und nach auffallen. Boulogne-Billancourt hat eine reiche Geschichte – hier waren legendäre Filmstudios ansässig, hier stand die Renault-Fabrik, und im Hotel wird auf vieles davon Bezug genommen. Man stößt auf ein kleines Auto, alte Filmkameras, hier und da ein Wappen von Boulogne-Billancourt oder ein Pariser Wahrzeichen, versteckt in einem Interieur-Detail – ein stilles Suchspiel, das umso mehr Spaß macht, je länger man dort ist.

Zimmer im Hôbou: Sauber, ruhig und clever ausgestattet
Die Zimmer im Hôbou sind nicht riesig – aber das ist die Pariser Realität. Wer schon einmal in einem Pariser Boutiquehotel übernachtet hat, weiß, dass französische Zimmer nicht nach denselben Maßstäben gemessen werden wie amerikanische Hotelkomplexe. Hôbou bietet insgesamt sechs Zimmerkategorien, sodass man je nach Bedarf wählen kann:
- Cocoon (ab 13 m²) ist die kleinste Kategorie, ideal für Alleinreisende oder einen anspruchslosen Wochenendtrip zu zweit.
- Nomade (ab 16 m²) ist das klassische Zimmer mit Doppelbett oder zwei Einzelbetten.
- Rêverie (ab 19 m²) gehört zur Superior-Kategorie mit etwas mehr Platz.
- Horizon (ab 18 m²) ist ebenfalls Superior, aber mit Terrasse oder Balkon – für uns eine wunderbare Wahl im Frühling.
- Grand Angle (ab 23 m²) ist das Deluxe-Zimmer, in dem bis zu drei Personen Platz finden, falls man ein Kind auf einem Zustellbett unterbringen möchte.
- Tribu (ab 36 m²) besteht aus zwei verbundenen Zimmern für Familien mit bis zu vier Personen – also perfekt für Eltern mit zwei Kindern.
Die Zimmer sind sauber, lichtdurchflutet und ruhig. Das Bett ist bequem – keine Tücken wie eine steinharte Matratze oder Daunendecken, in die man so versinkt, dass sie sofort feucht werden. Wir haben gut geschlafen, was man nach einem Tag zu Fuß durch Paris wirklich zu schätzen weiß. Im Zimmer steht eine Kaffeemaschine, sodass man sich den Morgen-Espresso gönnen kann, bevor man überhaupt zum Frühstück hinuntergeht. Für mich als jemand, der ohne Kaffee nicht in den Tag startet, war das ein kleines, aber wichtiges Detail.
Neben der Kaffeemaschine findet man im Zimmer alles, was man von einem 4-Sterne-Boutiquehotel erwartet: gutes WLAN, einen Kleiderschrank, angenehmes Licht, einen Sitz- oder Arbeitsbereich. Nichts ist mit modischen Tech-Spielereien vollgestopft – einfach stille französische Eleganz. Und wenn ihr mit einem kleinen Kind reist wie wir, werdet ihr die Ruhe zu schätzen wissen. Kein Straßenlärm, kein Dröhnen aus der Lobby – einfach Stille, in der man nachts tatsächlich schläft.

Hôbou Time: Hausgemachte Kuchen, für die man sich einen zweiten Kaffee gönnt
Und jetzt kommt das Beste. Hôbou Time ist das tägliche Ritual des Hotels und für uns einer der Gründe, warum wir von selbst wiederkommen würden. Jeden Tag erscheinen an der Rezeption und in der Lounge hausgemachte Backwerke von Linette und Liudmyla, zwei Bäckerinnen bzw. Konditorinnen, die für das Hotel von Hand backen. Dazu zapft man sich einfach Kaffee, Tee oder Limonade an der Bar und macht es sich in der wunderschönen, heimeligen Lounge bequem.
Es ist kein Buffet und keine teure Pâtisserie – eher eine familiäre Aufmerksamkeit, wie man sie sich bei Oma auf dem Land vorstellen würde. Karottenkuchen, Zitronenkuchen, klassische französische Madeleines, Brownies, saisonale Gebäckstücke, je nach Tag. Der Geschmack ist wunderbar, ehrlich und zutatenbasiert – kein Zuckerschock, keine Plastik-Sahne. Man spürt, dass hier ein Mensch backt, nicht die Lebensmittelindustrie.
Wie ich oben schon geschrieben habe, hat Jonáš am ersten Tag die Hälfte eines Karottenkuchens verputzt. Und das war keine Kuchenportion – das war die halbe Torte, die an dem Tag dort stand. Zum Glück hat man an der Rezeption nur gelacht, und am nächsten Tag wurde ihm gleich eine eigene Portion abgeschnitten, etwas abseits aufbewahrt. Es sind genau solche Kleinigkeiten, an denen man erkennt, dass das Hotel wirklich familiär ist – und nicht nur „familiär“ in der Marketingbroschüre. ☺️
Außerhalb der Hôbou Time funktioniert das Hotel auch als klassische Bar und Lounge, wo man sich einen Aperitif vor dem Abendessen gönnen oder nach einem Tag in Paris ein Glas Wein trinken kann. Die Bar ist gemütlich-intim, kein Club-Lärm, man sitzt dort wie zu Hause. Und falls ihr euch bewegen wollt: Im Hotel gibt es auch einen Fitnessraum, der rund um die Uhr geöffnet ist. Wir haben ihn nicht genutzt, aber es ist ein netter Bonus, falls einen der Ehrgeiz packt, nach dem Urlaub in besserer Form zu sein als vorher.
Frühstück, das ihr unbedingt einmal aufs Zimmer bestellen solltet
Das Frühstück im Hôbou ist genau so, wie man es sich vorstellt, wenn man „klassisches französisches Frühstück“ sagt. Man findet dort nur hochwertige Premium-Produkte – keine industrielle Marmelade in Plastikbecherchen, keine aufgebackenen Brötchen aus der Tiefkühlung. Es gibt:
- Frische Backwaren direkt aus der örtlichen Bäckerei – klassische Baguettes, Croissants, Pain au chocolat, Brioche.
- Butter und Käse französischer Herkunft, oft mit Herkunftsbezeichnung – und das meine ich ernst, keine Plastikbecher, wie man sie aus anderen Hotels kennt.
- Schinken und Aufschnitt aus hochwertigen Quellen – Prosciutto, Jambon de Paris.
- Hausgemachte Marmeladen in kleinen Gläsern, oft mit regionaler Herkunft.
- Eier in verschiedenen Zubereitungen – man kann sie sich frisch zubereiten lassen.
- Frisches Obst, Joghurt, Müsli – eben ein vollwertiger, gesunder Start in den Tag.
- Kaffee wird vom Barista zubereitet – Cappuccino oder Flat White auf dem Niveau eines guten Cafés.

Man könnte das natürlich gemütlich im Hotelrestaurant genießen, aber wir haben einen Tipp, den wir euch wirklich ans Herz legen: Bestellt euch mindestens einmal das Frühstück aufs Zimmer. Probiert es aus! Hôbou bietet Room Service rund um die Uhr, sodass man das Frühstück genau auf die gewünschte Uhrzeit bestellen kann – und es wird wunderschön auf einem Tablett mit Tischdecke, Serviette und allem Drum und Dran serviert.
Wir haben das am vorletzten Tag gemacht, und es war ein großartiges Gefühl: im Pyjama frühstücken, aus dem Fenster auf Boulogne-Billancourt schauen und wissen, dass dieser Tag ein langsamer wird. Jonáš spielte dabei mit seinen Kuscheltieren, wir gönnten uns noch einen Cappuccino, und hatten das Gefühl, an einem Ort angekommen zu sein, den man in einem Hotel normalerweise nicht findet. Es ist den kleinen Aufpreis absolut wert.

Wie man vom Hôbou ins Zentrum von Paris und nach Versailles kommt
Der Hauptgrund, warum wir uns für das Hôbou entschieden haben, war die Verkehrsanbindung. Die strategische Lage macht sich mit einem kleinen Kind wirklich bezahlt, und das Hôbou funktioniert in dieser Hinsicht in beide Richtungen gut. Überprüft am besten immer vorab die aktuellen Verbindungen auf der offiziellen RATP-Website.
Ins Pariser Zentrum fährt man direkt mit der Metrolinie 10, deren Endstation Boulogne-Pont de Saint-Cloud quasi direkt gegenüber vom Hotel liegt. Die Linie 10 bringt euch zu:
- Sèvres-Babylone (Umstieg auf Linie 12 und nach Saint-Germain-des-Prés) in etwa 15 Minuten.
- Odéon (Quartier Latin) in etwa 20 Minuten – man steigt direkt in den Cafés des Quartier Latin aus.
- Cluny, La Sorbonne (Notre-Dame, Sainte-Chapelle) in etwa 22 Minuten.
- Gare d’Austerlitz in etwa 30 Minuten.
Am liebsten sind wir über Odéon gefahren, weil das Viertel dort so richtig typisch pariserisch ist. Wer zum Eiffelturm möchte, steigt an Sèvres-Babylone auf die Linie 6 um und ist in etwa 30 Minuten am Trocadéro. Für den Louvre steigt man an der Station Champs-Élysées-Clemenceau auf die Linie 1 um. Es ist nicht gerade „raus aus dem Hotel und direkt an der Pyramide“, aber 25 Minuten mit der Metro sind wirklich okay.
Nach Versailles ist es ein kleines Abenteuer, aber immer noch recht einfach. Von der Metro-Endstation Pont de Saint-Cloud geht man ein paar Minuten zu Fuß zur Pont de Sèvres, von wo der direkte RATP-Bus 171 zum Schloss Versailles fährt. Die Fahrt dauert etwa 30–35 Minuten, der Bus fährt alle 10–15 Minuten, sodass man nicht auf die Minute genau planen muss. Vom Hotel zum Schloss solltet ihr insgesamt 40–50 Minuten einrechnen.
Die zweite Variante ist die RER C, bei der man im Pariser Zentrum umsteigt – aber das dauert länger (und bedeutet mit Kind mehr Umstiege, also nichts für uns).

Was es in der Umgebung des Hotels zu entdecken gibt
Was uns außerdem sehr gefallen hat, war das Viertel selbst. Viele unterschätzen Boulogne-Billancourt, weil es „schon“ hinter der Pariser Grenze liegt (offiziell Hauts-de-Seine, nicht Paris) – aber wir haben dort richtig schöne Abende verbracht. Ein paar Tipps, die sich lohnen:
- Bois de Boulogne ist gleich um die Ecke – ein riesiger Park, in dem man mit Kindern wunderbar einen Nachmittag verbringen kann. Es gibt Bootsfahrten, Radwege und die Fondation Louis Vuitton (ein architektonisches Meisterwerk von Frank Gehry).
- Parc de Saint-Cloud liegt auf der anderen Seite der Seine, mit Panoramablick über ganz Paris – ein wunderschöner Park im englischen Stil.
- Roland-Garros ist 10 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt – wer also zur Turnierzeit kommt (Ende Mai/Anfang Juni), hat hier quasi die ideale Basis.
- Restaurants in der Umgebung: Wir haben das Bistro 22 und die Gegend um die Avenue Jean-Baptiste Clément ausprobiert. Boulogne hat eine eigene Gastronomie-Szene – man muss also fürs Abendessen nicht ins Zentrum fahren.
- Markt von Boulogne-Billancourt findet jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag statt – eine wunderbare Möglichkeit, den echten französischen Alltag zu schmecken.

Wo man essen gehen kann (nicht nur rund ums Hôbou)
Essen ist in Paris ein Kapitel für sich. Lukáš und ich haben uns geschworen, nicht in den typischen Touristenfallen zu essen, die ihre Karte in acht Sprachen haben und deren Kellner einen schon auf der Straße anrufen.
Stattdessen haben wir kleine Bistros und Bäckereien gesucht, in die die Einheimischen gehen. Und dabei haben wir festgestellt, dass man gerade in Boulogne viel authentischer und entspannter essen kann als in den Touristenzonen. Boulogne hat seine eigene Gastronomie-Szene – die Avenue Jean-Baptiste Clément und die Gegend ums Rathaus sind voller Bistros und Bäckereien, in denen Franzosen sitzen, keine Touristen. Einfach durchschlendern und dort anhalten, wo es einen anspricht.
Wo man ein schnelles Mittagessen im Zentrum bekommt
Wenn wir zwischen den Sehenswürdigkeiten unterwegs waren und uns in der Nähe des Louvre oder Notre-Dame der Hunger packte, haben wir uns nicht gleich ins nächstbeste Restaurant gesetzt. Viel besser ist es, sich in einer Seitengasse etwas auf die Hand zu holen.
Bewährt haben sich bei uns klassische Galettes oder ein Baguette mit Schinken aus der nächsten Bäckerei – damit haben wir uns dann einfach in einen Park gesetzt. Jonáš sah das als Picknick, und wir konnten uns ausruhen, ohne befürchten zu müssen, dass der Kleine uns das Restaurant auseinandernimmt.
Für wen das Hôbou das ideale Hotel ist
Nach vier Nächten kann ich sagen: Das ist ein Hotel, das für mehrere Reisetypen funktioniert. Es ist nicht für jeden das Richtige, aber wer dazu passt, wird es lieben.
- Familien mit kleinen Kindern. Die Zimmer sind ruhig, Hôbou Time ist der perfekte Moment, auf den sich die ganze Familie freut, die verbundenen Tribu-Zimmer lösen die Platzfrage, und die strategische Lage spart jeden Tag wertvolle Minuten. Für uns mit Jonáš war es ein Volltreffer – auch wenn Jonáš ehrlich gesagt überall glücklich gewesen wäre, wo man ihn mit Kuchen füttert.
- Paare, die Paris mit Versailles und Umgebung kombinieren wollen. Wer nicht nur ins Zentrum möchte (Versailles, Saint-Germain-en-Laye, Disneyland, Giverny), für den ist Boulogne die ideale Basis, die beide Richtungen abdeckt.
- Liebhaber authentischer Boutiquehotels. Wer die Nase voll hat von Kettenhotels und ein französisches Hotel mit Charakter sucht, das von den Eigentümern geführt wird und wo man als Gast wirklich wahrgenommen wird, ist im Hôbou genau richtig.
- Paare auf längeren Aufenthalten. Wer eine Woche oder länger in Paris verbringt, findet in Boulogne ein wunderbar ruhiges Viertel, in dem man sich nach den Tagen im Zentrum wirklich erholen kann.
Für wen das Hôbou wahrscheinlich nicht ideal ist:
- Wer mitten im Herzen des Zentrums schlafen und alles zu Fuß ohne Metro erreichen will – dafür sind Hotels im Marais oder Saint-Germain besser geeignet.
- Wer vor allem das Nachtleben in Pigalle oder Bastille genießen möchte – die Rückfahrt nach Boulogne mit der letzten Metro kann da etwas umständlich werden.
Fazit: Kommen wir wieder?
Ja! Am Ende hat sich das Hôbou als eines der liebsten Hotels herausgestellt, in dem wir in Paris je übernachtet haben. Und ich war schon mehrmals in Paris.
Andere Hotels in Paris haben entweder die Lage, oder den Charakter, oder den familiären Umgang. Das Hôbou hat irgendwie alles gleichzeitig – und das ganz still, ohne damit zu prahlen. Dazu die hausgemachten Kuchen von Linette und Liudmyla, das Frühstück im Bett, die Stille im Zimmer abends, wenn Jonáš schläft. All das zusammen ergibt ein Hotel, aus dem man nicht mit der Erinnerung an „Luxus“ abreist, sondern mit dem Gefühl, für eine Weile bei einer französischen Familie zu Gast gewesen zu sein, die einen gern hatte.
Und genau das wünsche ich mir von einem Urlaub in Paris – dass man danach nicht zwei Wochen braucht, um sich zu erholen, wie es bei manchen Reisen der Fall ist, sondern ausgeruht nach Hause kommt mit dem Gefühl, eine wirklich schöne Zeit gehabt zu haben. ☺️
Wenn ihr eine Reise nach Paris Frankreich mit Kindern oder einem Ausflug nach Versailles plant, empfehle ich das Hôbou ohne Zögern. Das Hôbou könnt ihr hier buchen, und denkt an den Tipp mit dem Frühstück aufs Zimmer – macht es wirklich! 😉
FAQ: Häufige Fragen zum Hotel Hôbou Paris
Noch ein paar Dinge, die mich oft gefragt werden:
Wo liegt das Hôbou Paris genau?
Wenn man es auf der Karte sucht, ist die erste Reaktion wahrscheinlich ‚das ist doch gar nicht Paris‘ – aber keine Sorge. Das Hôbou befindet sich an der Adresse 9, Rond-Point Rhin et Danube, 92100 Boulogne-Billancourt. Das ist der westliche Vorort von Paris, offiziell bereits außerhalb der Pariser Arrondissements, aber nur einen Katzensprung von der Endstation der Metrolinie 10 Boulogne-Pont de Saint-Cloud entfernt. Uns hat diese Lage letztendlich viel besser gefallen als das hektische Zentrum. Es ist dort wunderbar ruhig – genau das, was man mit Kind nach einem ganzen Tag auf den Beinen braucht.
Wie lange dauert die Fahrt vom Hôbou ins Zentrum von Paris?
Mit der Metrolinie 10 ist man in etwa 15 Minuten in Sèvres-Babylone (Saint-Germain), bei Notre-Dame oder dem Louvre in 25–30 Minuten. Zum Eiffelturm sollte man circa 30 Minuten mit einem Umstieg einplanen. Als wir das erste Mal fuhren, konnte Lukáš kaum glauben, dass es so schnell geht. Die Pariser Metro ist einfach effizient – auch wenn sie manchmal etwas müffelt, aber das gehört zum Abenteuer eben dazu. 😅
Wie komme ich vom Hôbou nach Versailles?
Von der Metro-Endstation Pont de Saint-Cloud geht man ein paar Minuten zu Fuß zur Pont de Sèvres, von wo der direkte RATP-Bus 171 zum Schloss Versailles fährt. Die Fahrt dauert etwa 30–35 Minuten, der Bus fährt alle 10–15 Minuten. Insgesamt vom Hotel aus etwa 40–50 Minuten. Der Bus 171 ist wirklich eine tolle Option. Er gilt für ein normales Pariser Ticket, und man umgeht damit das Chaos, das auf den Bahnhöfen im Zentrum herrscht.
Ist das Hôbou für Familien mit kleinen Kindern geeignet?
Ja, das Hotel ist familienfreundlich, das Personal sehr herzlich, und es gibt verbundene Tribu-Zimmer für Familien mit bis zu vier Personen. Hôbou Time mit den hausgemachten Kuchen ist außerdem für Kinder ein großes Erlebnis. Jonáš hat es dort geliebt. Das Personal hat die ganze Zeit mit ihm gesprochen, obwohl er kein Wort verstand – und genau diese familiäre Atmosphäre macht ein völlig anderes Erlebnis als sterile Kettenhotels.
Was ist Hôbou Time?
Das ist das tägliche Ritual des Hotels, bei dem an der Rezeption und in der Lounge frisch gebackene hausgemachte Kuchen, Gebäck und andere Süßigkeiten von Linette und Liudmyla, den zwei Bäckerinnen des Hotels, bereitstehen. Dazu gibt es Kaffee, Tee oder Limonade an der Bar, und man macht es sich gemütlich in der Lounge. Wir haben uns jeden Tag darauf gefreut. Meistens haben wir es so geplant, dass wir nachmittags kurz zurückkamen, bei Kaffee und Kuchen Kraft tankten und erst dann wieder zum Abendessen aufbrachen.
Kann man sich im Hôbou das Frühstück aufs Zimmer bestellen?
Ja, das Hotel bietet einen 24/7 Room Service, sodass man das Frühstück direkt aufs Zimmer bestellen kann. Wir empfehlen es mindestens einmal auszuprobieren – es ist einer der schönsten Momente des Aufenthalts. Das Gefühl, im Bett zu frühstücken mit Blick auf die erwachende Straße, ist einfach unbezahlbar. Den aktuellen Room-Service-Preiskatalog könnt ihr euch beim Check-in geben lassen.
Hat das Hotel Parkplätze?
Ja, das Hotel verfügt über eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen, die aber im Voraus reserviert werden müssen. Wer mit dem Auto anreist (etwa von München oder Frankfurt aus), sollte sich vorab nach der Verfügbarkeit erkundigen. Falls alles belegt ist, gibt es öffentliche Parkhäuser in der Nähe von Boulogne-Billancourt – aber schaut euch die Preise lieber vorher an, damit euch der Pariser Standard nicht überrascht.
Sind Haustiere im Hotel erlaubt?
Ja, das Hôbou ist ein haustierfreundliches Hotel – Hunde und Katzen sind willkommen. Details und die aktuelle Gebühr könnt ihr direkt beim Hotel erfragen. Beim Frühstück haben wir ein älteres französisches Ehepaar mit einem wunderschönen Pudel getroffen, und man konnte sehen, dass der Hund den Aufenthalt womöglich noch mehr genoss als seine Besitzer.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
