Slowenien ist die perfekte Verkörperung des Spruchs, dass die besten Dinge oft im kleinen Paket kommen. Dieses Land vereint unglaubliche vier verschiedene Welten in einem einzigen Land, das flächenmäßig kaum größer als das Saarland und Rheinland-Pfalz zusammen ist. Innerhalb einer einzigen Autostunde tauschst du die verschneiten Gipfel der Julischen Alpen gegen tiefe Karsthöhlen, um kurze Zeit später schon in den Wellen der Adria zu baden.
Lukáš und ich sind auf unserer Reise ans Meer durch Slowenien gefahren und waren absolut begeistert davon, wie unglaublich kompakt und vielfältig dieser Ort ist. Kristallklare Seen, wilde Flüsse, dichte Wälder und reizende historische Städte machen dieses Reiseziel zu einem absoluten Paradies für alle Naturliebhaber und Genießer. Wir haben an jeder Ecke angehalten, denn hinter jeder Kurve tauchte ein neues atemberaubendes Panorama auf.
Wir haben für dich 22 Tipps zusammengestellt, was man in Slowenien sehen und erleben sollte, damit du deinen Trip in vollen Zügen genießt. Ich verrate dir, wann der ideale Zeitpunkt für die Reise ist, wie viel die elektronische Vignette kostet und wo du am besten strategisch übernachtest, um alle Naturschönheiten in Reichweite zu haben.

Zusammenfassung für alle, die keine Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen
- Die schönsten Orte: Auf keinen Fall verpassen darfst du den ikonischen See Bled, den wilderen Bohinjsee, die majestätische Vintgar-Klamm und die riesigen unterirdischen Höhlen von Škocjan.
- Wann hinfahren: Für Wanderungen in den Bergen und Baden in den Seen ist die beste Zeit von Ende Juni bis Mitte September, in die Thermen kannst du bedenkenlos das ganze Jahr über fahren.
- Währung und Dokumente: Gezahlt wird ganz klassisch mit dem Euro, und da das Land in der EU und im Schengen-Raum ist, reicht zum Grenzübertritt ein gültiger Personalausweis.
- E-Vignette: Slowenien hat eine rein elektronische Vignette, für den PKW kostet die Wochenvariante 16 €. Eine Tagesvignette gibt es nicht, also musst du selbst für eine reine Durchfahrt die Wochenvignette kaufen.
- Wie viele Tage du brauchst: Für eine schöne Rundreise, bei der du die Alpen, die Karsthöhlen und die kurze Küste schaffst, solltest du idealerweise fünf bis sieben Tage einplanen.
- Der wichtigste Tipp: Zum See Bled, in die Klammen und auf die Bergpässe brichst du am besten immer früh am Morgen auf, so umgehst du die größten Menschenmassen und Parkprobleme.
Wann nach Slowenien reisen
Wenn du Bergregionen, Klammen und Hochgebirgsstraßen erkunden möchtest, ist die beste Reisezeit von Ende Juni bis Mitte September. In dieser Zeit hast du die größte Sicherheit für stabiles Wetter, und alle Wanderwege sind sicher begehbar. Du musst aber damit rechnen, dass der Vršič-Pass im Winter wegen Schnee komplett gesperrt ist und meist erst Ende April wieder öffnet.
Zum See Bled strömen in den Ferien Touristen aus der ganzen Welt. Wenn du im Juli oder August herkommst, empfehle ich, früh aufzustehen und gleich bei Sonnenaufgang ans Wasser zu fahren. Gegen neun Uhr morgens ist die ruhige Atmosphäre nämlich vorbei und der Kampf um die Parkplätze beginnt. Wenn du kannst, plane deinen Besuch in Bled für Juni oder Ende September, wenn es hier deutlich ruhiger ist und das Wetter trotzdem noch sehr angenehm.
Ans Meer an der slowenischen Küste fährt man am meisten von Juni bis September. Das Meer selbst wärmt sich am stärksten im August auf, wenn die Wassertemperatur angenehme 25 °C erreicht. Wenn dich dagegen die slowenischen Thermen reizen, sind sie ein absolut ideales Ganzjahresziel. Der Winter in den heißen Quellen hat einfach seinen ganz eigenen Zauber.
Die Anreise aus Deutschland ist am einfachsten mit dem Auto über Österreich. Von München aus dauert die Fahrt etwa vier bis fünf Stunden, von Berlin entsprechend länger. Vergiss nicht, dir eine elektronische Vignette für Slowenien zu besorgen, die für den PKW 16 € pro Woche oder 32 € pro Monat kostet. Du kaufst sie ganz einfach online auf der offiziellen Website evinjeta.dars.si. Beachte außerdem, dass die Durchfahrt durch den Karawanken-Tunnel nicht im Preis der slowenischen Vignette enthalten ist und separat mit knapp 9 € pro Richtung zu bezahlen ist.
Direktflüge nach Ljubljana gibt es aus Deutschland leider nur eingeschränkt. Du kannst aber Direktflüge ins nahe gelegene Venedig nutzen oder nach Klagenfurt in Österreich und dir am Flughafen einen Mietwagen nehmen. Eine weitere beliebte und sorgenfreie Variante sind Fernbusse von FlixBus, die dich aus mehreren deutschen Städten bequem in die slowenische Hauptstadt bringen.
Wo in Slowenien übernachten
Slowenien ist recht klein, also kannst du dir ein oder zwei strategische Standorte aussuchen und von dort sternförmige Ausflüge unternehmen. Für die Erkundung der Julischen Alpen ist die Umgebung des Sees Bled oder Bohinj absolut ideal. Die Unterkünfte bei Bled sind etwas teurer und betriebsamer, während Bohinj eine ruhigere Atmosphäre und engeren Kontakt zur wilden Natur des Triglav-Nationalparks bietet.
Wenn du in erster Linie ans Wasser und zum Rafting möchtest, wähle eine Unterkunft im Städtchen Bovec im Tal des Flusses Soča. Für Liebhaber von Städtetrips und alle, die jeden Ort im Land innerhalb einer Stunde erreichen wollen, ist die Hauptstadt Ljubljana eine großartige Wahl. An der Küste selbst bietet sich dann das romantische historische Piran oder der lebhaftere Badeort Portorož mit Sandstränden an.
Für die Unterkunftssuche nutzen wir sehr oft Booking, wo sich wahre Perlen finden lassen. Am See Bled können wir das wunderschöne Adora Luxury Hotel empfehlen, das atemberaubende Ausblicke direkt auf den See und perfekten Service bietet. Wenn du Natur und Ruhe etwas abseits der Hauptpromenade bevorzugst, schau dir das Ribno Alpine Resort an, wo du wahrhaft zauberhafte Glamping-Hütten versteckt im Wald findest.
Direkt am Bohinjsee ist das Bohinj Eco Hotel eine großartige Wahl, das obendrein einen eigenen Aquapark hat, den du nach einer ganztägigen Bergtour unglaublich zu schätzen weißt. Für einen Aufenthalt am Meer im malerischen Piran schau dir unbedingt das Hotel Piran an. Es liegt direkt an der Uferpromenade unweit des Hauptplatzes, und das Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick auf die Wellen der Adria ist ein Erlebnis für sich.
Die Julischen Alpen und Alpenseen
Den meistbesuchten und wohl schönsten Teil des ganzen Landes findest du im Nordwesten. Und genau hier ist das Beste, was die Julischen Alpen und die umliegende Natur zu bieten haben.
1. Der See Bled

Dieser See ist schlicht das ikonischste Wahrzeichen von ganz Slowenien. Lukáš und ich sind gleich am Morgen hier angekommen, und der Anblick der ruhigen Wasseroberfläche mit der Insel in der Mitte hat uns vollkommen umgehauen. Die größte Attraktion ist das traditionelle Holzboot namens Pletna, das dich für rund 20 € pro Person bis zur Insel mit dem malerischen Kirchlein bringt. Zu ihm führen genau 99 Steinstufen, und drinnen kannst du an der Wunschglocke läuten.
Über dem See thront auf einem steilen, 130 Meter hohen Felsen die monumentale Burg von Bled. Der Eintritt kostet 19 € und bietet den absolut besten Panoramablick auf die gesamte Region. Wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht, und auch wenn es ein ganz schöner Aufstieg war, haben sich die Ausblicke von oben für die Mühe definitiv gelohnt.
💡 Tipp: Nach dem Spaziergang um den See solltest du unbedingt eine Pause für die lokale Spezialität einlegen. Die berühmte Bleder Cremeschnitte (kremšnita), ein luftiges Cremestück, entstand 1953 im örtlichen Park Hotel und kostet heute pro Stück rund 6,50 €.
2. Der Bohinjsee

Während Bled wie eine perfekte Postkarte wirkt, zeigt der Bohinjsee die wilde und ungezähmte Seele der Natur. Er liegt direkt im Triglav-Nationalpark und ist deutlich größer, ruhiger und weniger vom Massentourismus betroffen. Wir haben hier bei einem langen Uferspaziergang die herrliche Ruhe genossen und sind sogar baden gegangen, denn im Gegensatz zu Bled ist das Baden hier an vielen Stellen völlig üblich und erlaubt.
Unweit des Sees findest du die Talstation der Vogel-Seilbahn, die dich hoch in die Berge bringt. Eine Rückfahrkarte kostet rund 33 €, und die Ausblicke auf den höchsten Berg Triglav von der Bergstation sind atemberaubend. Oben beginnen zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeit, sodass hier Familien mit Kindern ebenso auf ihre Kosten kommen wie erfahrene Bergsteiger.
💡 Tipp: Mach einen etwa halbstündigen Spaziergang über die Steinstufen zum nahen Wasserfall Savica. Er ist einer der bekanntesten Wasserfälle Sloweniens, und das Wasser stürzt hier in einen faszinierenden smaragdgrünen Pool.
3. Die Vintgar-Klamm (Blejski vintgar)

Dieser Ort hat uns vollkommen verzaubert. Die Vintgar-Klamm bietet einen 1,6 Kilometer langen Weg über Holzstege, die direkt an die steilen Felsen über dem tosenden türkisfarbenen Fluss Radovna geklebt sind. Die gesamte Strecke endet am fotogenen Wasserfall Šum, und die ganze Zeit weißt du nicht, wohin du mit der Kamera zuerst schauen sollst.
Der Eintritt für Erwachsene kostet aktuell 15 € und für Kinder 5 €. Die Klamm ist nur von April bis Oktober geöffnet und in der Hauptsaison im Sommer riesig nachgefragt. Die gesamte Runde dauert etwa zwei bis drei Stunden gemütliches Gehen, wobei du auf einem Waldweg mit schönen Ausblicken ins Tal zurückkehrst.
💡 Tipp: Die Reservierung eines genauen Zeitfensters online ist heute praktisch Pflicht. Um Parkprobleme direkt am Eingang zu vermeiden, nutze den Shuttle-Service von den Auffangparkplätzen, der sehr zuverlässig funktioniert.
4. Der Triglav-Nationalpark und der Berg Triglav

Dies ist der einzige Nationalpark in ganz Slowenien und stellt das wahre Herz der dortigen Natur dar. Seine Dominante ist der höchste Berg Triglav mit 2864 Metern Höhe, den du auch auf der Staatsflagge und dem Staatswappen abgebildet findest. Die Einheimischen sagen gern, dass man erst zum echten Slowenen wird, wenn man diesen Gipfel mindestens einmal im Leben erklommen hat.
Auf dem Gipfel des Berges steht der ikonische Aljaž-Turm aus Blech, an dem sich wohl jeder erfolgreiche Bergsteiger fotografiert. Der Aufstieg auf den Triglav erfordert in der Regel zwei Tage mit Übernachtung in einer Berghütte, ist also keinesfalls ein Nachmittagsausflug. Die Wege zum Gipfel umfassen auch anspruchsvollere gesicherte Abschnitte und Klettersteige.
💡 Tipp: Wenn du keine Erfahrung mit Hochgebirgswanderungen hast, begib dich auf keinen Fall allein auf den Gipfel. Bezahle lieber einen örtlichen zertifizierten Bergführer und vergiss nicht die hochwertige Ausrüstung inklusive Helm und Klettergurt.
5. Kranjska Gora und der See Jasna

Kranjska Gora ist ein berühmter Bergort, der vor allem im Winter durch den Skiweltcup im alpinen Skifahren zum Leben erwacht. Unweit davon findest du auch die berühmten Skisprungschanzen in Planica. Im Sommer verwandelt sich das Städtchen jedoch in eine perfekte Basis für Bergtouren und Radausflüge in die weite Umgebung.
Nur ein Stück außerhalb der Stadt in Richtung Bergpass stößt du auf den smaragdgrünen See Jasna. Es ist wohl der fotogenste Stopp in den gesamten Julischen Alpen, wo sich die umliegenden Kalksteingipfel direkt auf der Oberfläche spiegeln. Am Wasser steht die berühmte Bronzestatue des Steinbocks Zlatorog, mit dem du dich einfach fotografieren musst.
💡 Tipp: Rund um den See Jasna gibt es bequeme Holzwege und sogar einige gemütliche Cafés. Das Baden im See ist erlaubt, aber das Wasser ist selbst mitten im Sommer unglaublich eisig.
6. Der Vršič-Pass (1611 m)

Die Straße über den Vršič-Pass ist die höchste Straßenverbindung in ganz Slowenien. Mach dich darauf gefasst, dass dich genau 50 nummerierte Serpentinen erwarten, die deine Fahrkünste und die Bremsen deines Autos auf eine perfekte Probe stellen. Interessant ist, dass die Nordseite des Aufstiegs von Kranjska Gora in vielen Kurven noch mit den ursprünglichen Pflastersteinen belegt ist.
Kurz nach der achten Kurve solltest du unbedingt an der malerischen hölzernen Russischen Kapelle halten. Dieses schöne Bauwerk errichteten russische Kriegsgefangene in den Jahren 1916 bis 1917 zum Gedenken an ihre Kameraden, die während des Baus dieser strategischen Militärstraße unter einer Lawine ums Leben kamen.
💡 Tipp: Die Straße über den Vršič ist den ganzen Winter über wegen der Schneemassen komplett gesperrt. Im Sommer brich so früh wie möglich am Morgen auf, denn die engen Kurven verstopfen sehr schnell mit Wohnmobilen und langsamen Radfahrern.
7. Das Soča-Tal

Der Fluss Soča wird oft als einer der schönsten Flüsse Europas bezeichnet. Wir sind durch dieses Tal gefahren, und die smaragdgrün-türkise Farbe des Wassers hat uns absolut verblüfft. Das Hauptzentrum des gesamten Tals ist das Sportstädtchen Bovec, in das Adrenalinliebhaber aus der ganzen Welt wegen des perfekten Raftings und Kajakfahrens strömen. In der Umgebung findest du auch einen der größten Zipline-Parks Europas.
Auf der Fahrt durch das Tal solltest du auf keinen Fall den Stopp bei Velika korita verpassen. Es ist eine enge und tiefe Felsschlucht, durch die sich der wilde Fluss mit enormer Kraft zwängt. Du kannst hier kostenlos über hängende Stege spazieren und diese unglaubliche Kraft der Natur aus sicherer Höhe ganz aus der Nähe beobachten.
💡 Tipp: Das Baden in der Soča ist ein Erlebnis nur für wirklich Abgehärtete. Die Wassertemperatur übersteigt selten 15 °C, selbst an den heißesten Sommertagen, sodass die meisten Leute hier nur ihre Füße ins Wasser tauchen.
8. Kobarid und der Wasserfall Kozjak

Das Städtchen Kobarid ging vor allem während des Ersten Weltkriegs in die Geschichte ein, als hier die blutige Isonzofront verlief. Heute findest du hier ein preisgekröntes Museum zum Ersten Weltkrieg, das die damaligen harten Gebirgskämpfe sehr fesselnd dokumentiert. Die Atmosphäre dieses Ortes inspirierte übrigens auch den berühmten Schriftsteller Ernest Hemingway.
Von der historischen Napoleon-Brücke aus mach einen gemütlichen, etwa halbstündigen Spaziergang über gepflegte Stege bis zum Wasserfall Kozjak. Das Wasser stürzt hier in eine geheimnisvolle halboffene Felsnische, an deren Grund sich ein wunderschöner türkisfarbener Pool bildet. Es wirkt hier wie eine Szene aus einem Fantasyfilm.
💡 Tipp: Für den Ausflug zum Wasserfall Kozjak zieh festes Schuhwerk an. Der Weg führt teilweise über rutschige Steine, und in der Felshalle mit dem Wasserfall selbst ist es oft sehr feucht und kühl.
Karst, Höhlen und Burgen
Der südwestliche Teil des Landes ist von kilometerlangen unterirdischen Gängen und Karstformationen durchzogen. Und genau hier wird es richtig spannend, tief unter der Erde und hoch oben auf den Felsen.
9. Die Höhle von Postojna

Dieser Ort ist ein absolutes Weltunikat. In der Höhle von Postojna verkehrt nämlich die einzige zweigleisige unterirdische Eisenbahn der Welt. Ein Aussichtszug bringt dich beachtliche 3,5 Kilometer tief unter die Erde, wo erst die eigentliche Besichtigung zu Fuß beginnt – voller riesiger Tropfsteine in allen erdenklichen Formen und Farben.
Die größte Rarität hier ist allerdings der Grottenolm, der hier liebevoll Menschenfisch genannt wird. Dieser blinde Amphibie kann auch mehrere Jahre ohne Nahrung überleben und wird üblicherweise über hundert Jahre alt. Der Eintritt in die Höhle kostet außerhalb der Saison 27,90 € und in den Sommermonaten von Juni bis September 30,90 €.
💡 Tipp: Auch wenn draußen tropische Hitze herrscht, hält sich die Temperatur in der Höhle stabil bei rund 10 °C. Pack dir auf jeden Fall einen warmen Pullover oder eine leichte Jacke ein, sonst frierst du während der Zugfahrt.
10. Die Burg Predjama

Unweit von Postojna findest du ein Bauwerk, bei dem der Verstand stehen bleibt. Die Burg Predjama ist laut Guinnessbuch der Rekorde die größte Höhlenburg der Welt. Sie ist buchstäblich in eine 123 Meter hohe senkrechte Felswand eingelassen, und aus der Ferne sieht es so aus, als würde sie direkt aus dem Felsen wachsen. Der separate Eintritt kostet 21,50 €.
Mit der Burg verbindet sich die berühmte Legende vom Raubritter Erasmus, der dank geheimer unterirdischer Gänge ein einjähriges Belagern durch das kaiserliche Heer überstehen konnte. Wenn du planst, Höhle und Burg an einem Tag zu besuchen, lohnt sich der Kauf eines Kombitickets für 47,50 €.
💡 Tipp: Die Autofahrt zwischen der Höhle von Postojna und der Burg dauert etwa 15 Minuten. In der Sommersaison verkehrt zwischen beiden Sehenswürdigkeiten ein kostenloser Shuttlebus, sodass du dich nicht ums Umparken und Parkplatzsuchen kümmern musst.
11. Die Höhlen von Škocjan

Während Postojna eher an einen riesigen Vergnügungspark mit Zug erinnert, haben die Höhlen von Škocjan ihr völlig ursprüngliches und wildes Gesicht bewahrt. Diese Höhlen stehen auf der UNESCO-Welterbeliste, und ihr Besuch hat uns buchstäblich eine Gänsehaut beschert. Die gesamte Strecke gehst du zu Fuß und entdeckst einen riesigen unterirdischen Canyon, den der wilde Fluss Reka ausgehöhlt hat.
Das größte Adrenalin kommt in dem Moment, in dem du über eine schmale Brücke gehst, die 45 Meter über dem tosenden Fluss hängt. Das Erlebnis ist absolut unglaublich und erinnert an eine Reise zum Mittelpunkt der Erde. Der Eintritt liegt je nach Jahreszeit zwischen 16 und 20 €, und die Warteschlangen sind hier deutlich kürzer als im benachbarten Postojna.
💡 Tipp: Anders als bei den meisten Touristenattraktionen herrscht im Inneren der Höhlen von Škocjan striktes Fotografierverbot. Genieße diesen magischen Ort nur mit deinen eigenen Augen, umso stärkere Erinnerungen nimmst du mit.
12. Lipica

Alle Pferdeliebhaber müssen eindeutig ins Dörfchen Lipica fahren. Genau hier befindet sich das älteste durchgehend betriebene Gestüt Europas, das die Habsburger bereits 1580 gründeten. Hier werden die berühmten weißen Lipizzaner gezüchtet, die von hier auch zur renommierten Spanischen Hofreitschule in Wien gelangen.
Interessant ist, dass die Lipizzaner-Fohlen ganz dunkel geboren werden und ihre charakteristische weiße Farbe erst nach und nach während des Heranwachsens annehmen. Der Basiseintritt ins Areal kostet je nach Saison 16, 20 oder 23 €. Du kannst hier frei zwischen den Weiden voller dieser edlen Tiere spazieren.
💡 Tipp: Wenn du die Pferde in ihrer vollen Schönheit während der Dressur sehen möchtest, plane deinen Besuch so, dass du die Hauptvorstellung erwischst, die hier fast täglich pünktlich um 15 Uhr stattfindet.
13. Štanjel

Dieses malerische steinerne Karstdörfchen liegt auf einem Hügel direkt über dem fruchtbaren Vipava-Tal. Es gehört zu den ältesten Siedlungen in der gesamten Karstregion, und seine engen gepflasterten Gassen versetzen dich sofort einige Jahrhunderte zurück. Es ist ein idealer Ort für einen ruhigen Nachmittagsstopp bei einem Kaffee oder einem Glas Wein aus der Region.
Das größte Kleinod des ganzen Dorfes ist der terrassenförmige Ferrari-Garten, den der berühmte Architekt Maks Fabiani entworfen hat. Du findest hier wunderschöne Steinbögen, kleine Becken und romantische Brücken, von denen sich ein absolut atemberaubender Ausblick in die weite Umgebung bietet.
💡 Tipp: In ganz Štanjel herrscht eine unglaubliche Ruhe und Friedlichkeit, denn das historische Zentrum ist praktisch autofrei. Das Auto musst du auf dem ausgewiesenen Parkplatz kurz vor dem Eingang zur Altstadt abstellen.
Die slowenische Küste: 47 km Adria
Slowenien rühmt sich einer der kürzesten Küsten der Welt, sie misst knapp 47 Kilometer. Trotzdem findest du hier schöne altehrwürdige Städte und angenehme Badeorte.
14. Piran

Piran ist zweifellos das am besten erhaltene und schönste Städtchen an der gesamten slowenischen Küste. Seine engen Gassen und bunten Häuser erinnern stark an das italienische Venedig, was kein Zufall ist, denn die Stadt stand jahrhundertelang unter venezianischer Herrschaft. Das Herz der ganzen Stadt ist der ovale Tartini-Platz mit einer großen Statue des berühmten Geigers Giuseppe Tartini.
Für den besten Ausblick begib dich unbedingt ein Stück bergauf zur alten Stadtmauer. Für einen symbolischen Eintritt von 3 € eröffnet sich dir der schönste Blick auf die roten Dächer der Stadt im Kontrast zur blauen Meeresoberfläche. Am frühen Abend empfehle ich einen Spaziergang zum Leuchtturm, von wo aus die schönsten Sonnenuntergänge zu sehen sind.
💡 Tipp: Für das historische Zentrum von Piran gilt für Nicht-Anwohner ein striktes Einfahrtsverbot. Das Auto musst du im riesigen Parkhaus Fornače vor der Stadt abstellen, von dort gelangst du ins Zentrum entweder zu Fuß oder mit dem kostenlosen Bus.
15. Portorož und Strunjan

Portorož ist das genaue Gegenteil des historischen Piran. Es ist der größte und lebhafteste Kurort des Landes, wo du eine große Promenade, Luxushotels und den einzigen wirklichen Sandstrand an der slowenischen Küste findest. Der Ort ist außerdem berühmt für seine Wellness-Anwendungen, die Schlamm und Salz aus den nahen Salinen von Sečovlje nutzen.
Wenn du aber eher Ruhe und wilde Natur suchst, fahr ins benachbarte Strunjan. Hier ragen die höchsten Flysch-Klippen der gesamten Adria empor, die eine Höhe von bis zu 80 Metern erreichen. Unter ihnen verbirgt sich die wunderschöne Mondbucht mit Kieselstrand, die nur zu Fuß über einen steileren Weg zugänglich ist.
💡 Tipp: In Strunjan vergiss Liegestühle und Strandbars. Es ist ein geschütztes Naturreservat, also vergiss nicht, eigene Wasservorräte und idealerweise auch Badeschuhe wegen des steinigen Einstiegs ins Meer mitzunehmen.
Städte, Wein und Thermen
Neben Bergen und Meer hat Slowenien noch viele weitere Verlockungen zu bieten. Von der gemütlichen Hauptstadt über die Weinhügel bis zu den heißen Thermalquellen.
16. Ljubljana (die Hauptstadt Sloweniens)

Ljubljana ist eine der kleinsten und grünsten Hauptstädte Europas, und wir haben uns sofort in ihre beschauliche Atmosphäre verliebt. Ihr Gesicht prägte maßgeblich der berühmte Architekt Jože Plečnik, der hier eine unglaubliche Menge wunderschöner Bauwerke hinterlassen hat. Am bekanntesten sind wohl seine Drei Brücken (Tromostovje), die den modernen Teil der Stadt mit dem historischen Zentrum über den Fluss Ljubljanica verbinden.
Bei einem Spaziergang durch die Stadt darfst du auf keinen Fall die berühmte Drachenbrücke verpassen, die von vier furchteinflößend wirkenden Bronzedrachen bewacht wird. Direkt vom Zentrum aus kannst du dich mit der Seilbahn zur Burg von Ljubljana hinaufbringen lassen oder dich im weitläufigen, sorgsam gepflegten Tivoli-Park ausruhen. Wir haben auch am Uferwochenmarkt haltgemacht, wo örtliche Bauern frisches Gemüse und Käse verkaufen.
💡 Tipp: Wenn du alternative Kultur und Street-Art magst, geh abends unbedingt ins Viertel Metelkova. Eine ehemalige Militärkaserne hat sich hier in ein unglaublich buntes Kunst- und Musikzentrum verwandelt.
17. Maribor

Maribor ist die zweitgrößte Stadt Sloweniens und liegt im Osten unweit der österreichischen Grenze. Sie ist vor allem ein wichtiges Tor zur Weinregion und zum Pohorje-Gebirge, in das man zum Skifahren und zu Sommertouren fährt. Die Stadt hat eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre, die du am besten bei einem Spaziergang entlang des Drau-Ufers genießt.
Der größte Stolz der Stadt ist das alte historische Viertel Lent, wo die Stara trta wächst. Sie ist offiziell der älteste noch tragende Weinstock der Welt, über 400 Jahre alt und sogar im Guinnessbuch der Rekorde eingetragen. Du kannst hier ein Museum besuchen, das genau dieser einzigartigen Pflanze gewidmet ist.
💡 Tipp: In der Umgebung von Maribor findest du eine riesige Anzahl ausgezeichneter Weingüter. Begib dich auf eine der örtlichen Weinstraßen und koste die hervorragenden Weißweine, für die diese steirische Region berühmt ist.
18. Ptuj

Auf deinen Streifzügen durch Ostslowenien solltest du Ptuj nicht verpassen, denn es ist die älteste Stadt des Landes überhaupt. Ihre Wurzeln reichen bis in die Zeit des antiken Roms zurück, als hier das wichtige Militärlager Poetovio stand. Die Stadt wird von einer mächtigen Burg aus dem 12. Jahrhundert überragt, von der aus es einen herrlichen Blick auf die roten Dächer der Altstadt und den nahen See gibt.
Die Stadt ist in ganz Europa für ihren einzigartigen Faschingskarneval namens Kurentovanje bekannt. Dabei ziehen gespenstische Kurenti durch die Stadt, das sind Gestalten in Schaffellen mit riesigen Glocken, deren Aufgabe es ist, den Winter zu vertreiben. Diese faszinierende Tradition steht sogar auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.
💡 Tipp: Gleich am Stadtrand gibt es die große Therme Terme Ptuj. Nach der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten kannst du dich hier herrlich ausruhen in Außen- und Innenbecken mit heilendem Thermalwasser.
19. Das Logar-Tal und die Solčava-Panoramastraße

Dieser Ort wird oft als eines der schönsten alpinen Gletschertäler in ganz Europa bezeichnet. Das Logar-Tal hat die typische U-Form und bietet eine vollkommene Harmonie aus grünen Weiden und steilen Felsgipfeln der Steiner Alpen. Am Ende des Tals findest du den herrlichen, etwa 90 Meter hohen Wasserfall Rinka, zu dem ein kurzer und einfacher Spaziergang durch den Wald führt.
Die Einfahrt mit dem Auto direkt ins Tal kostet außerhalb der Saison 7 € und im Sommer 10 €. Wenn du dich aber zu Fuß, mit dem Rad oder mit einem E-Auto hierher begibst, ist der Zugang völlig kostenlos. Das Erlebnis im Tal kannst du noch durch eine Fahrt auf der Solčava-Panoramastraße steigern, das ist eine rund 32 Kilometer lange Aussichtsstraße hoch über dem Tal mit den besten Ausblicken.
💡 Tipp: Im Tal gibt es bis heute mehrere traditionelle Bauernhöfe. Halt an einem der Höfe und koste ihre hausgemachten Käse, Joghurts und das frische Brot.
20. Velika planina

Wenn du die authentische Atmosphäre alter alpiner Weiden erleben möchtest, ist die Velika planina ein absolutes Muss. Hier befindet sich eine der größten erhaltenen Hirtensiedlungen Europas, wo bis heute traditionelle Holzhütten mit charakteristischen schrägen Dächern aus Kiefernschindeln stehen. Es ist ein überaus einfaches und visuell lohnendes Hochgebirgserlebnis ein Stück oberhalb der Stadt Kamnik.
Nach oben musst du dich nicht mühsam hinaufquälen, eine große Kabinenseilbahn bringt dich bequem hinauf, für die du etwa 27 bis 29 € zahlst. Oben erwarten dich weitläufige grüne Wiesen voller Kühe, klingelnde Glocken und herrliche Ausblicke auf die umliegenden Berggipfel.
💡 Tipp: Die Hirten stellen hier im Sommer einen speziellen Hartkäse namens Trnič her, der die Form einer weiblichen Brust hat. Früher schenkten verliebte Hirten ihn einander als Symbol der Treue, und heute kannst du ihn von hier als schönes und schmackhaftes Souvenir mitnehmen.
21. Goriška Brda

Diese malerische hügelige Region an der Grenze zu Italien hat sich vollkommen zu Recht den Spitznamen slowenische Toskana verdient. Goriška Brda ist übersät mit endlosen Weinbergen, Olivenhainen, Zypressen und kleinen historischen Dörfchen auf den Hügelkuppen. Das schönste mittelalterliche Dorf der Gegend ist das befestigte Šmartno, wo mehrere Historienfilme gedreht wurden.
Die gesamte Region ist weltweit für die Weinproduktion berühmt, wobei sie als Wiege der sogenannten Orange Wines gilt. Das lokale Aushängeschild ist die altehrwürdige Rebsorte Rebula. Den besten Überblick über die ganze Region bekommst du vom modernen, 23 Meter hohen Aussichtsturm Gonjače, von dem aus du über die Weinberge bis zum Meer blickst.
💡 Tipp: Halt bei einem der Familienweingüter und vereinbare eine Verkostung. Die örtlichen Winzer sind unglaublich gastfreundlich und servieren zum Wein immer auch jede Menge hausgemachte Leckereien.
22. Thermen

Thermen sind in Slowenien fast schon ein Nationalsport, und das aus gutem Grund. Die Thermen sind eine riesige slowenische Spezialität und vor allem im östlichen Teil des Landes verstreut. Für Familien mit Kindern ist wohl die größte Verlockung die Terme Čatež, im Grunde ein gigantischer Aquapark mit einer riesigen Menge an Attraktionen.
Wenn du eher nach ruhigerer Entspannung und moderner Architektur suchst, fahr in die luxuriöseren Terme Olimia oder die Thermana Laško mit der wunderschönen verglasten Kuppel. Das Baden im heißen Thermalwasser ist der ideale Plan für den Winter oder kühlere Tage außerhalb der Hauptsaison im Sommer, wenn du dich nach einem Spaziergang ordentlich aufwärmen musst.
💡 Tipp: Die meisten Thermalkomplexe bieten auch großartige Saunawelten. Die Slowenen nehmen das Saunieren sehr ernst, also kannst du dich auf professionelle Aufgüsse und perfekte Entspannung freuen.
Was man aus der slowenischen Küche kosten sollte
Die slowenische Küche ist ein wunderbarer Mix aus italienischen, österreichischen und balkanischen Einflüssen. Lukáš und ich essen fleischlos, und ich muss sagen, dass es uns hier absolut perfekt geschmeckt hat. Unser größter süßer Favorit ist eindeutig die Bleder Cremeschnitte (kremšnita), ein perfektes Cremestück mit Blätterteig. Zum Kaffee passt auch die prekmurska gibanica hervorragend, ein Schichtkuchen, gefüllt mit Mohn, Quark, Nüssen und Äpfeln, oder die traditionelle gerollte Torte namens Potica.
Von den fleischlosen Hauptgerichten solltest du unbedingt die ajdovi žganci probieren, einen sättigenden Buchweizenbrei, den du auch süß mit Honig und Milch essen kannst. Oft haben wir auch die hervorragenden štruklji gegessen, traditionelle Strudelklöße, gefüllt mit Quark, Käse oder Pilzen. Sehr beliebt sind auch die idrijski žlikrofi, kleine Kartoffeltaschen, die du mit einer Sahne- oder Pilzsoße lieben wirst (achte nur auf die Fleischsoße bakalca). Hervorragend ist auch die kräftige Bohnensuppe jota, frag im Restaurant nur lieber immer nach der fleischlosen Jota-Variante.
Für Fleischliebhaber (was wir zwar nicht sind, aber die Einheimischen schwärmen davon) ist die berühmte Krainer Wurst ein absoluter Klassiker oder der luftgetrocknete Karst-Schinken und Pršut. Dazu gehört natürlich der hervorragende lokale Wein. Probiere die Weißweinsorten Zelen und Šipon aus den Regionen Vipava und der Steiermark, oder fass dir ein Herz für den einzigartigen Orange Wine Rebula aus der Region Goriška Brda. Am Abend lassen die Einheimischen den Tag gern mit einem stärkeren Slibowitz, Heidelbeer- oder Birnenbrand Williams ausklingen.
Wie es weitergeht: weitere Artikel über Slowenien
Wenn dich dieses grüne Alpenland begeistert hat und du tiefer in die Planung eintauchen möchtest, schau unbedingt in unsere weiteren Reiseführer. Ich habe für dich einen ausführlichen Artikel „Slowenien: 15 Tipps, was man in Bled und am Bohinjsee unternehmen kann“ vorbereitet, in dem du konkrete Orte für die besten Fotos und Parkplätze an beiden legendären Seen findest.
Für diejenigen von euch, die gern mit dem Auto reisen, haben wir einen kompletten „Roadtrip durch Slowenien: Reiseroute für 7 Tage“ zusammengestellt. Dort findest du eine genaue Aufschlüsselung der Reise Tag für Tag. Wenn du mehr Urlaub hast und es wirklich gründlich von den Bergen bis zur Küste angehen möchtest, nutze unseren längeren „Roadtrip durch Slowenien: Reiseroute für 14 Tage“.
Wenn du in den Süden bis nach Kroatien fährst und die Reise mit dem Besten aus Slowenien verbinden möchtest, schau dir unseren Artikel „Slowenien und Kroatien: Reise über die Julischen Alpen und die Plitvicer Seen nach Zadar“ an. Und wenn du im Gegenteil rein zur Erholung und zu den heißen Quellen fährst, findest du Inspiration in der Übersicht „Wellnesshotels in Slowenien und Kroatien: 12 thermale Kleinode“.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Slowenien?
Für Hochgebirgswandern, Rafting auf den Flüssen und Baden in Seen ist die beste Zeit von Ende Juni bis Mitte September, wenn das Wetter stabil ist. Der Vršič-Pass ist im Winter wegen des Schnees meist gesperrt. Ans Meer fährst du am besten im August, und in die beliebten Thermalbäder kannst du ganz entspannt das ganze Jahr über reisen.
Wie viele Tage reichen für Slowenien?
Na die ideale Rundreise, bei der Sie Alpenseen, Höhlen und ein Stück Meer sehen können, sollten Sie fünf bis sieben Tage einplanen. Da das Land relativ klein ist, verbringen Sie nicht allzu viel Zeit mit den Fahrten. Wenn Sie längere Wanderungen unternehmen oder die Küste in Ruhe genießen möchten, empfehle ich 10 bis 14 Tage.
Brauche ich in Slowenien eine Autobahnvignette und wie viel kostet sie?
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Ja, Sie benötigen eine elektronische Vignette (E-Vignette), die an Ihr Kennzeichen gebunden ist. Für einen PKW kostet die Wochenvignette 16 €. Slowenien bietet leider keine Tagesvignette an, daher müssen Sie auch dann, wenn Sie nur auf der Durchreise nach Kroatien sind, die Wochenvariante kaufen. Sie können sie ganz einfach online erwerben.
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Ist Slowenien teuer?
Slowenien ist generell etwas teurer als Tschechien, aber immer noch günstiger als das benachbarte Österreich oder Italien. Ein Essen im Restaurant kostet üblicherweise 11 bis 15 € pro Person und ein halber Liter Bier liegt bei etwa 3 bis 4,5 €. Die Eintrittspreise für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Höhlen oder Burgen bewegen sich normalerweise um die 20 €.
Ist der Bleder See oder der Bohinjer See besser?
Kommt darauf an, was genau ihr sucht. Bled ist eine ikonische und atemberaubende Postkartenidylle mit Burg und Kirchlein auf der Insel, aber im Sommer kann es hier extrem touristisch werden. Bohinj hingegen ist größer, deutlich wilder und bietet mehr Ruhe sowie bessere Möglichkeiten zum ungestörten Baden in der Natur.
Postojna oder Škocjan-Höhlen — welche soll man wählen?
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Die Höhle von Postojna bietet eine Fahrt mit der unterirdischen Bahn und die Möglichkeit, den seltenen Grottenolm zu sehen, und ist daher ideal für Familien mit Kindern. Die Höhlen von Škocjan sind UNESCO-Welterbe, die Besichtigung erfolgt zu Fuß und bietet eine riesige, absolut beeindruckende unterirdische Schlucht mit Abgrund. Sie sind deutlich authentischer und weniger überlaufen.
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Was man aus der slowenischen Küche probieren sollte?
Für Vegetarier ist Slowenien das absolute Paradies. Probieren Sie die süße Bleder Cremeschnitte, den geschichteten Kuchen Gibanica, den Buchweizenbrei Ajdovi žganci oder die mit Topfen und Pilzen gefüllten Teigtaschen Štruklji. Unter den Fleischgerichten ist die traditionelle Krainer Wurst oder der luftgetrocknete Pršut am berühmtesten.
Wie ist das slowenische Meer und kann man dort baden?
Slowenien hat nur knapp 47 Kilometer Küste, aber das Baden ist hier sehr angenehm. Die Strände sind überwiegend kieselig, felsig oder bestehen aus Betonplattformen mit Treppen. Den einzigen klassischen Sandstrand findet man im lebhafteren Badeort Portorož.
Wie kommt man von Tschechien nach Slowenien?
Die schnellste und bequemste Reise ist mit dem Auto über Österreich (Linz, Salzburg und Villach) und den Karawankentunnel, von Prag oder Brünn dauert es etwa 6 bis 7,5 Stunden. Direktflüge von Prag nach Ljubljana gibt es momentan nicht, daher sind die direkten Busverbindungen mit FlixBus eine komfortable Alternative.
Ist Slowenien geeignet für Kinder?
Absolut! Es ist ein sehr sicheres und kompaktes Land, wo die Fahrten nicht lange dauern. Die Kinder werden begeistert sein von der Fahrt mit dem unterirdischen Züglein in der Höhle von Postojna, der Bootsfahrt auf dem Bleder See, den einfachen Spaziergängen um die Seen und von den riesigen Aquaparks mit Rutschen, wie Terme Čatež oder Terme Ptuj.
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