Die Türkei zählt für viele Deutsche zu den absoluten Lieblingszielen im Sommer – und der größte Magnet bleibt das Meer. 2025 konnte das Land mit 567 Stränden mit der Blauen Flagge aufwarten, der drittgrößten Zahl weltweit gleich hinter Spanien und Griechenland. Hier findest du wirklich alles: von endlosen Sanddünen, in denen Meeresschildkröten nisten, über versteckte türkisfarbene Buchten zwischen den Felsen bis hin zu lebhaften Stadtstränden voller Bars. Wer nach den schönsten Stränden der Türkei sucht, hat die Qual der Wahl.
Genau diese Vielfalt ist allerdings tückisch. Die Wahl des richtigen Strandes entscheidet darüber, ob der Urlaub zum Traumparadies oder zur kleinen Enttäuschung wird – und der häufigste Stimmungskiller gleich nach der Ankunft ist der ewige Irrtum „Wir hatten Sand erwartet, es waren aber Kieselsteine“.
In diesem Guide findest du die 12 schönsten Strände der Türkei – von der ikonischen Blauen Lagune in Ölüdeniz über den längsten Sandstrand Patara bis zum fotogenen Kaputaş. Wir verraten dir außerdem, wo dich Sand und wo Kieselsteine erwarten, wann das Meer am wärmsten ist und worauf du achten solltest.

Zusammenfassung
- Sand für Kinder: Lara, Side/Çolaklı, Kleopatra-Strand (Alanya), Patara, İztuzu – feiner Sand, flacher Einstieg.
- Kieselsteine (Badeschuhe! ⚠️): Kemer, Beldibi, Konyaaltı, Çıralı – dafür kristallklares Wasser zum Schnorcheln.
- Am ikonischsten: Blaue Lagune in Ölüdeniz und der fotogene Kaputaş.
- Ruhe und Wildnis: Patara (18 km, Schildkröten), Çıralı/Olympos, versteckte Buchten bei Fethiye.
- Wärmstes Meer: August (28–29 °C); die beste Kombination aus Wärme und Ruhe = September (25–27 °C).
- Liegen: in 5-Sterne-Resorts inklusive; an öffentlichen Stränden Set für rund 5–15 €/Tag.
- Flaggen: grün = sicher, gelb = Vorsicht, rot = Badeverbot (Rettungsschwimmer respektieren).
Sand oder Kieselsteine? Die wichtigste Entscheidung
An der türkischen Riviera und an der Ägäisküste wechseln sich die Untergründe buchstäblich kilometerweise ab, und falsche Erwartungen an den Strand sind der häufigste Grund für schlechte Laune. Bevor du auf „Buchen“ klickst, solltest du dir klarmachen, wonach deine Füße verlangen.
Garantierten Sand findest du in der Gegend von Lara bei Antalya, im Badeort Side und Çolaklı, rund um Okurcalar, am Kleopatra-Strand in Alanya und im Süden an den endlosen Stränden von Patara und İztuzu. Kiesel und Schotter (und damit Badeschuhe ein Muss) erwarten dich in Kemer, Beldibi und Göynük, am Stadtstrand Konyaaltı in Antalya und im ruhigen Çıralı. Kieselstrände haben aber einen großen Vorteil: Da kein Sand aufgewirbelt wird, ist das Wasser kristallklar – ideal zum Schnorcheln.
⚠️ Achte auch auf die Entfernung: Der Katalog verspricht „Strand in Reichweite“, in Wirklichkeit bedeutet das aber manchmal eine Fahrt mit dem Hotel-Shuttle in der Mittagshitze. Prüfe immer auf der Karte, wie weit das Hotel tatsächlich vom Wasser entfernt liegt.
Die 12 schönsten Strände der Türkei
Von weltbekannten Ikonen bis zu versteckten Buchten für Abenteurer – hier ist die Auswahl des Besten, was die türkische Küste zu bieten hat.

1. Blaue Lagune in Ölüdeniz
Wenn du ein Werbefoto der Türkei siehst, zeigt es zu 90 % Ölüdeniz. Die türkisfarbene Lagune, umgeben von grünen Bergen unweit von Fethiye, ist so ruhig und blau, dass sie fast unwirklich wirkt. Sie gehört zu einem Schutzgebiet (kleiner Eintritt), weshalb sie dank Bauverbot ihren natürlichen Charakter bewahrt hat. Während du unten Bräune tankst, kreisen über deinem Kopf Dutzende bunte Gleitschirme vom Berg Babadağ. Mehr im Guide Fethiye und Ölüdeniz.

2. Patara: achtzehn Kilometer Wildnis
Wenn du Strände hasst, an denen sich die Menschen gegenseitig auf den Füßen stehen, fahr nach Patara. Mit einer Länge von 18 Kilometern ist es der längste Sandstrand der Türkei, streng geschützt wegen der Nistplätze der bedrohten Caretta-Caretta-Schildkröten. Der Zugang führt durch die faszinierenden antiken Ruinen der gleichnamigen Stadt. ⚠️ Abends wird der Strand kompromisslos für Menschen gesperrt, damit die Schildkröten ihre Ruhe haben – und auch vor den Wellen und Unterströmungen solltest du dich in Acht nehmen.

3. Kaputaş: die Bucht aus Instagram
Auf der atemberaubenden Küstenstraße zwischen den Städtchen Kaş und Kalkan stößt du auf einen Einschnitt in den Felsen, unter dem das Wasser neonfarben türkis leuchtet. Das ist Kaputaş – etwa 150 Meter goldener Sand, zu dem du über eine lange, steile Treppe von der Straße hinuntersteigst. Ein extrem fotogener Ort, der in der Saison aber schnell aus allen Nähten platzt. Komm früh am Morgen, damit du diesen dramatischen Winkel eine Weile ganz für dich allein hast.

4. Çıralı und Olympos: bohemische Ruhe
Unweit von Kemer liegt die lange, stille Bucht Çıralı (Mix aus Sand und Kiesel), umgeben von Pinienwäldern. Keine dröhnenden Beachclubs, nur familiäre Pensionen und Holzhütten. Auf der einen Seite geht sie in die antiken Ruinen von Olympos über, durch die ein eiskaltes Flüsschen fließt, von der anderen kannst du zu einer nächtlichen Wanderung zum brennenden Felsen Chimära (Yanartaş) aufbrechen, wo seit Tausenden von Jahren natürliche Flammen aus dem Boden schlagen. Ein Paradies für Ruhesuchende und Digital-Detox-Fans.

5. İztuzu (Dalyan): der Schildkrötenstrand
Die vier Kilometer lange Sandnehrung bei der Stadt Dalyan trennt das Meer von der Süßwasserdelta des Flusses und ist als „Turtle Beach“ bekannt. Der Sand ist hier fein, das Wasser flach und ideal für Kinder. Der Zugang ist oft Teil eines beliebten Bootsausflugs, der eine Flussfahrt, ein Bad im Schlammbad und Ausblicke auf die antiken lykischen Felsgräber hoch in den Felsen kombiniert.

6. Kleopatra-Strand in Alanya
Der Hauptmagnet eines der lebhaftesten Badeorte der Türkei. Der Kleopatra-Strand ist ein 2,5–3,5 km langer Streifen angenehm grobkörnigen Sandes, der nicht am Körper klebt (der Legende nach ließ ihn Marcus Antonius aus Ägypten herbringen). Er trägt die Blaue Flagge, bietet erstklassigen Service, eine Promenade voller Bars und eine fantastische Kulisse aus einem steilen Hügel mit historischer Burg. Ideal, wenn du die Kombination aus Baden und lebhafter Stadt liebst – mehr über Alanya.

7. Lara (Antalya): familiäre Sicherheit nahe dem Flughafen
Östlich des Flughafens von Antalya liegt Lara (Kundu) – ein Hotspot für Familien. Feiner Sand, moderne Riesenresorts und ein Transfer vom Flughafen von nur 15–20 Minuten. Wenn du kleine Kinder hast und nach einem Nachtflug nicht noch zwei Stunden im Bus verbringen willst, ist das die ideale Wahl. Der Großteil des Strandes ist den Hotelresorts vorbehalten.

8. Konyaaltı (Antalya): Stadtstrand mit Bergblick
Auf der Westseite von Antalya findest du Konyaaltı – einen klassischen Stadtstrand, lang und breit, allerdings aus Kieseln und feinem Schotter (Badeschuhe sind nützlich). Das Wasser ist hier kühler und tiefer, die Atmosphäre lokaler und jünger, und die Kulisse des Taurusgebirges im Hintergrund gehört zu den schönsten an der Riviera. Von Antalya aus hast du ihn gleich um die Ecke.

9. Side und Çolaklı: Sand und Antike im Rücken
Die Badeorte rund um Side (einschließlich Çolaklı) verbinden Strandvergnügen mit historischem Flair – das antike Theater und der Apollon-Tempel liegen direkt vor der Tür. Die Strände sind meist sandig mit sehr flachem und sicherem Einstieg, was sie zum Hit für Familien mit mittlerem Budget macht. Ausführlich im Guide Side.

10. Kemer und Beldibi: Kiesel unter den Bergen
Westlich von Antalya fällt das Taurusgebirge direkt ins Meer und die Luft duftet nach Pinien. Die Strände in Kemer, Beldibi und Göynük sind kieselig (Badeschuhe ein Muss), dafür ist das Wasser kristallklar und ideal zum Schnorcheln. Eine großartige Wahl, wenn du Strandurlaub mit Ausflügen in die Berge kombinieren willst.

11. Kaş und Kalkan: Taucherparadies
Diese beiden südlichen Städtchen spielen in einer eigenen Liga. Hierher kommt man nicht wegen der Sandstrände – gebadet wird von angelegten Felsplattformen und kleinen Kieselbuchten. Warum zieht es die Leute also hierher? Wegen des unglaublich klaren Wassers zum Schnorcheln und Tauchen und der Atmosphäre enger Gassen, guten Essens und absoluter Ruhe ohne kreischende Animateure. Ein Rückzugsort für Paare.

12. Versteckte Perlen bei Fethiye: Butterfly Valley, Kabak und Gemiler
Für Abenteurer mit Auto oder Boot. Das Schmetterlingstal (Butterfly Valley) ist ein tiefer Canyon, der hauptsächlich per Boot von Ölüdeniz aus zugänglich ist und sich zu einem kleinen, ruhigen Strand öffnet. Ganz in der Nähe liegt Kabak, ein Mekka für Yogis und Rucksacktouristen mit Unterkünften in Zelten und Hütten. Und auf der Insel Gemiler kannst du direkt zwischen halb versunkenen byzantinischen Ruinen baden. Der perfekte Gegenpol zu All-inclusive-Resorts.
Wassertemperatur und wann du an den Strand fahren solltest
Die Badesaison an der Küste dauert von Mai bis Oktober. Im Mai hat das Meer erfrischende 20–22 °C (die Luft ist aber schon sommerlich), im Juni erwärmt es sich auf 25 °C, und der absolute Höhepunkt kommt im August, wenn das Meer „Kaffeetemperatur“ hat – 28 bis 29 °C. Wenn du extreme Hitze und Menschenmassen nicht ausstehen kannst, komm im September hierher (Wasser 25–27 °C, die Strände leeren sich, die Preise sinken) oder im Oktober (Nachsaison, Wasser um die 24 °C). Eine detaillierte Übersicht findest du im Artikel wann in die Türkei reisen.
Praktische Tipps für türkische Strände
- Liegen ⚠️: In 5-Sterne-Resorts mit Ultra-All-inclusive sind Liegen, Sonnenschirme und Strandbar im Preis enthalten. An öffentlichen Stränden (Kleopatra, Stadtstrände) zahlt man für ein Set – orientierungshalber 5–15 € pro Tag; luxuriöse Beachclubs in Bodrum oder Çeşme verlangen ein Vielfaches und setzen oft einen Mindestverzehr voraus.
- Flaggen: Grün = Baden sicher, gelb = Vorsicht und Wellen, rot = striktes Verbot. In Gebieten wie Patara gibt es tückische Unterströmungen – ignoriere die Empfehlungen der Rettungsschwimmer nicht.
- Badeschuhe: An Kieselstränden (Kemer, Konyaaltı) ein Muss.
- Quallen: Davor musst du keine Angst haben, sie tauchen nur selten nach starken Stürmen auf.
- Blaue Flagge: Eine internationale Auszeichnung für Sauberkeit und Sicherheit – die Türkei hat über 500 davon.

Wo am Strand übernachten
- Rixos Premium Belek – luxuriöses Ultra-All-inclusive-Resort mit eigenem Strand und Aquapark; die Spitze der türkischen Riviera.
- Ali Bey Resort Side – beliebtes familiäres All-inclusive-Resort mit riesigem Aquapark und ausgefeilter Animation.
- Sultan Cave Suites – Höhlenhotel in Kappadokien mit berühmter Terrasse und Blick auf die Ballons im Morgengrauen.
- Sirkeci Mansion – Boutiquehotel im historischen Viertel Sultanahmet, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar.
- The Bodrum by Paramount Hotels – stilvolles Resort mit Infinity-Pool und Blick auf die Ägäisbucht; für Paare.
- Oyster Residences – Boutiquehotel im Grünen unweit der Blauen Lagune in Ölüdeniz.
Wohin als Nächstes
Der Hauptwegweiser Urlaub in der Türkei, die Küstenziele Fethiye und Ölüdeniz, Bodrum, Antalya, Side und Alanya sowie die praktischen Tipps wann in die Türkei reisen und All-inclusive in der Türkei.
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Welche Strände in der Türkei sind sandig und kinderfreundlich?
Feinen Sand und einen sanften Einstieg ins Meer findet ihr vor allem in Lara bei Antalya, in Side und Çolaklı, am Kleopatra-Strand in Alanya und im Süden in Patara und İztuzu (Schildkrötenstrand mit flachem Wasser). Kiesstrände hingegen (Kemer, Konyaaltı) erfordern Wasserschuhe und der Einstieg ist dort tiefer.
Welcher ist der schönste Strand in der Türkei?
Die ikonischste ist die Blaue Lagune in Ölüdeniz – eine türkisfarbene Bucht, umgeben von Bergen, die ihr aus den Katalogen kennt. Zu den schönsten gehört auch der fotogene Kaputaş zwischen Kaş und Kalkan sowie der längste Sandstrand Patara. Es kommt aber darauf an, ob ihr Ruhe wollt (Patara, Çıralı), eine lebhafte Stadt (Kleopatra-Strand) oder familienfreundlichen Service (Lara, Side).
Wann ist das Meer in der Türkei am wärmsten?
Es ist am wärmsten im August (28–29 °C), allerdings herrschen dann auch die größte Hitze und die meisten Menschenmassen. Die beste Kombination aus warmem Wasser und Ruhe bieten September (25–27 °C) und Oktober (um 24 °C). Im Mai hat das Meer erst 20–22 °C, zum Baden ist das grenzwertig.
Muss man in der Türkei für Strandliegen bezahlen?
In Fünf-Sterne-Resorts mit Ultra-All-Inclusive sind Liegen und Sonnenschirme im Preis inbegriffen. An öffentlichen Stränden (Kleopatra-Strand, Stadtstrände) zahlt man für ein Set üblicherweise etwa 5–15 € pro Tag. Luxuriöse Beach Clubs in Bodrum oder Çeşme verlangen deutlich mehr und fordern oft einen Mindestverzehr.
Sind türkische Strände zum Baden sicher?
Meistens ja – die Türkei hat über 500 Strände mit Blauer Flagge und an bewachten Stränden funktioniert ein Flaggensystem (grün/gelb/rot). ⚠️ Vorsicht bei Stränden am offenen Meer wie Patara, wo es oft starke Wellen und Unterströmungen gibt; befolgt immer die Anweisungen der Rettungsschwimmer. Quallen tauchen nur selten auf.
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