Als Lukáš und ich zum ersten Mal aus den engen, schattigen Gassen des historischen Zentrums von Rom in Italien traten und sich vor uns plötzlich ein riesiger, sonnendurchfluteter Platz öffnete, stockte uns buchstäblich der Atem. Die Piazza Navona ist für uns der absolut schönste Ort in ganz Rom – und das selbst in der gewaltigen Konkurrenz all dieser antiken und Renaissance-Wunder. Das Wasser plätschert laut in drei monumentalen Barockbrunnen, über den Terrakotta-Dächern erheben sich majestätische Kirchenkuppeln und in der Luft liegt der schwere, unwiderstehliche Duft von frisch geröstetem italienischen Espresso.
Gleichzeitig muss ich dich aber ehrlich warnen, denn Rom verzeiht keine Unvorbereitetheit, und romantische Vorstellungen von leeren Plätzen lösen sich hier schnell in Luft auf. Dieser Ort ist extrem beliebt und in der Saison ständig überfüllt, sodass man hier leicht in überteuerte Touristenfallen tappt. Kellner in schwarzen Westen locken dich lächelnd an die Außentische, Straßenkünstler bieten dir eine schnelle Karikatur an und Touristenmassen jagen nach dem besten Selfie. Wenn du aber weißt, wohin du schauen, wo du deinen Kaffee trinken und welche Restaurants du weiträumig meiden solltest, zeigt dir die Piazza Navona ihr wahres, atemberaubendes barockes Gesicht.

Zusammenfassung
- Schönster Barockplatz: Die einzigartige längliche Form folgt dem ursprünglichen antiken Stadion des Kaisers Domitian, auf dessen Ruinen der Platz liegt.
- Drei prächtige Brunnen: Der Blickfang ist Berninis Vierströmebrunnen in der Mitte, ergänzt durch den Mohrenbrunnen und den Neptunbrunnen an den Rändern.
- Vorsicht vor Touristenfallen: Essen direkt am Platz ist extrem überteuert, Kaffee trinkst du grundsätzlich im Stehen an der Bar für einen Bruchteil des Preises.
- Legendäre Rivalität: Direkt gegenüber dem Hauptbrunnen steht eine wunderschöne Kirche von Borromini, der sich mit Bernini ein lebenslanges architektonisches Duell lieferte.
- Alles zu Fuß erreichbar: Der Platz liegt im Herzen des historischen Zentrums (Centro Storico), nur wenige Gehminuten vom Pantheon und vom Campo de‘ Fiori entfernt.
- Beste Zeit für Fotos: Wer den Platz für sich allein haben möchte, muss früh aufstehen und idealerweise vor acht Uhr morgens hier sein.
Wann nach Rom in Italien und zur Piazza Navona reisen

Den perfekten magischen Schnittpunkt zu finden, an dem es in Rom angenehm warm ist und man sich gleichzeitig nicht mit zehntausend anderen Menschen drängt, ist ungemein schwierig. Die besten Monate für einen Besuch sind Mai, Juni, September und Oktober, wobei gerade der Oktober mit Temperaturen um die 22 °C die angenehmsten Bedingungen bietet. Im Herbst klart die Luft wunderbar auf und die Stadt bekommt ein herrlich weiches Licht, das zum Fotografieren der barocken Fassaden an der Piazza Navona absolut ideal ist. Der Preis für diesen Temperaturkomfort ist allerdings hoch, denn die Stadt platzt in diesen sogenannten Nebensaisonen buchstäblich aus allen Nähten und die Hotels melden volle Auslastung.
Der Sommer in Rom, und ich spreche hier konkret von Juli und August, ist eine Prüfung deiner körperlichen und psychischen Belastbarkeit. Die Temperaturen klettern problemlos auf 35 °C, und die Luftfeuchtigkeit verwandelt die römischen Straßen in ein schwüles Gewächshaus ohne jede Brise, sodass sich die antiken Steine tagsüber wie ein riesiger Ofen aufheizen. Wenn du im Sommer fahren musst, muss sich dein Tagesablauf radikal ändern und du solltest spätestens um sieben Uhr morgens zum Vierströmebrunnen aufbrechen. Gegen Mittag ziehst du dich dann in den Schatten zurück, gönnst dir ein langes Mittagessen in einem klimatisierten Restaurant und gehst erst am frühen Abend wieder hinaus, wenn die Schatten länger werden und der Platz sein typisches Nachtleben beginnt.
Falls dich die Nachrichten über das überfüllte Rom während des Heiligen Jahres erschreckt haben, habe ich eine gute Nachricht: Das Jubiläum 2025 ist offiziell vorbei und die Pilgermassen sind teilweise abgeebbt. Die Heiligen Pforten wurden im Januar 2026 feierlich geschlossen, die Stadt hat ihre Infrastruktur in Ordnung gebracht und die Straßen sind etwas atembarer. Lass dich aber nicht von einem falschen Gefühl der Leere einlullen, denn bei den großen touristischen Ikonen im historischen Zentrum ändert sich nicht viel und die Menschenmengen werden hier immer da sein. Der Winter ist hingegen das bestgehütete Geheimnis für ein ruhigeres Reisen – zwar regnet es ab und zu, dafür bekommst du etwas Unbezahlbares: deinen eigenen Freiraum, um die Sehenswürdigkeiten zu bewundern.
Wo in der Nähe der Piazza Navona übernachten
Von den konkreten Unterkunftstipps hat sich das Hotel Artemide im zentralen Viertel Monti bewährt, das Boutique-Hotel Condotti Boutique Hotel nur einen Katzensprung von der Spanischen Treppe entfernt, oder die ruhigere Residenza Cavallini im Viertel Prati nahe dem Vatikan. Am günstigsten ist es, rechtzeitig zu buchen.
💡 Tipp für Unterkunft und Erlebnisse: Unterkünfte suchen wir am liebsten auf Booking.com, wo es meist die besten Stornobedingungen gibt. Tickets, Ausflüge und Aktivitäten lohnt es sich über GetYourGuide zu vergleichen.

Die Wahl des richtigen Viertels prägt dein gesamtes Rom-Erlebnis, denn die Stadt ist weitläufig und die Fußmärsche über das harte Kopfsteinpflaster erschöpfen dich nach einem ganzen Tag zuverlässig. Direkt im historischen Zentrum (Centro Storico) zu wohnen, ist der Traum vieler Reisender, denn du öffnest die hölzernen Fensterläden, hörst das Plätschern der Brunnen und kommst überall zu Fuß hin. Dieser riesige Vorteil wird allerdings durch den ständigen Trubel unter den Fenstern, die morgendliche Müllabfuhr der Restaurants und natürlich den höchsten Preisaufschlag für die lukrative Lage erkauft. Wenn dein Budget ein wenig Verwöhnen erlaubt, sichert dir eine Buchung über Booking.com in dieser Gegend eine Unterkunft direkt in der schönsten Filmpostkarte.
Direkt an der Piazza Navona oder in unmittelbarer Nähe findest du mehrere wunderschöne, wenn auch teurere Hotels, die eine Überlegung wert sind. Eine ikonische Wahl ist das luxuriöse Eitch Borromini, das direkt in einem historischen Palast mit Blick auf Berninis Brunnen residiert und dessen Dachterrasse den besten Blick auf den Sonnenuntergang bietet. Wenn du etwas im Efeu Verstecktes gleich um die Ecke suchst, empfehlen wir, das berühmte Hotel Raphael zu erkunden, das dich mit seiner künstlerischen Atmosphäre und perfekten Lage bezaubert. Für eine etwas erschwinglichere Variante in Gehweite halte Ausschau nach Unterkünften in den verschlafeneren Gassen rund um die malerische Via dei Coronari, wo es nachts deutlich ruhiger ist.
Wenn du mit Kindern reist oder dir einen ruhigeren Schlaf wünschst, ist das elegante Viertel Prati am anderen Flussufer eine großartige und praktische Alternative. Hier findest du zwar keine verwinkelten mittelalterlichen Gassen, dafür breite, schattige Boulevards und ebenes Gelände, das deinen Füßen viel freundlicher gesinnt ist. Von Prati erreichst du die Piazza Navona in einem angenehmen Spaziergang über die Engelsbrücke in fünfzehn Minuten, und außerdem ist es von hier nur ein Katzensprung zu einem morgendlichen Besuch des Vatikans. Eine weitere Möglichkeit ist das bohemische Viertel Monti hinter dem Kolosseum, das eine hervorragende Balance zwischen Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten, ausgezeichneten lokalen Restaurants und angenehmer nachbarschaftlicher Atmosphäre ohne die schlimmsten Touristenmassen bietet.
10 Tipps, was man an der Piazza Navona und in der Umgebung sehen und unternehmen kann
Schauen wir uns gemeinsam das Beste an, was dieses Meisterwerk des italienischen Barocks zu bieten hat, und wie du es in vollen Zügen genießt, ohne unnötigen Stress. Ich verrate dir, wohin du deinen Blick richten, nach welchen Details an den Statuen du suchen und wo du dich kurz zurückziehen kannst, wenn dir der Lärm der Straßenkünstler zu intensiv wird.
1. Der Vierströmebrunnen vom genialen Bernini

Der Mittelpunkt des gesamten Platzes und der absolute visuelle Magnet ist die Fontana dei Quattro Fiumi, also der Vierströmebrunnen. Dieses Meisterwerk schuf Mitte des siebzehnten Jahrhunderts der Bildhauer Gian Lorenzo Bernini, der damit den damaligen Papst Innozenz X. beeindrucken wollte. Wenn du den Brunnen genauer betrachtest, stellst du fest, dass seine vier mächtigen marmornen Männerstatuen nichts Geringeres als die vier damals bekannten Kontinente und ihre wichtigsten Flüsse repräsentieren. Es ist eine faszinierende Demonstration dessen, wie Bernini dem kalten Stein dynamische Bewegung und ungezügelte Energie einhauchen konnte.
Jede der Statuen hat ihr spezifisches Detail, das dir hilft, sie sicher zu identifizieren, wenn du weißt, wonach genau du suchen musst. Der Ganges in Asien hält ein langes Ruder, denn nach damaligen Vorstellungen war er sehr ruhig und leicht schiffbar. Der afrikanische Nil hat dagegen ein Stück Stoff über den Kopf geworfen, was symbolisiert, dass die Quellen dieses riesigen Flusses den Europäern damals noch unbekannt waren. Die europäische Donau berührt das päpstliche Wappen mit Lilien und Taube, während der amerikanische Río de la Plata auf einem Münzhaufen sitzt, der auf die damaligen Vorstellungen vom enormen Reichtum der Neuen Welt verweist.
Diese ganze dynamische Skulpturengruppe dient als gewaltiger Sockel für den schlanken ägyptischen Obelisken, der sich hoch in den Himmel reckt. Bernini schuf eine perfekte Illusion, indem er den Sockel unter dem Obelisken absichtlich hohl ließ, sodass es scheint, als würde der riesige Granitblock allein durch Willenskraft und fallendes Wasser schweben. Rund um die Füße der monumentalen Statuen siehst du außerdem in Stein gehauene Tiere und Pflanzen der einzelnen Kontinente – vom Pferd über den Löwen bis hin zu einem seltsam aussehenden Gürteltier. Wir empfehlen, den Brunnen von allen Seiten zu umrunden, denn aus jedem Blickwinkel bietet er eine völlig neue, faszinierende Komposition aus Formen und fallendem Wasser.
2. Die Kirche Sant’Agnese in Agone und die berühmte architektonische Rivalität

Direkt gegenüber Berninis Hauptbrunnen erhebt sich die wunderschöne, geschwungene Fassade der Kirche Sant’Agnese in Agone. Dieses Barockjuwel entwarf Berninis größter lebenslanger Rivale Francesco Borromini, dessen Stil viel mathematischer und melancholischer war. Die Kirche steht genau an der Stelle, an der nach christlicher Überlieferung die heilige Agnes gemartert wurde, und ihre imposante Kuppel mit zwei Glockentürmen rahmt die westliche Seite des Platzes perfekt ein. Im Inneren findest du wunderschöne Fresken und vor allem eine unerwartete Ruhe, die in scharfem Kontrast zum Lärm der Touristen draußen auf dem Pflaster steht.
Gerade die Nähe der beiden Meisterwerke gab Anlass zu einer der beliebtesten römischen Stadtlegenden, die dir wohl jeder einheimische Reiseführer erzählt. Man sagt, die Statue des Río de la Plata an Berninis Brunnen hebe entsetzt die Hand, um die verunglückte Kirche Borrominis nicht ansehen zu müssen. Eine andere Statue, der afrikanische Nil, verdeckt sich sicherheitshalber den Kopf vollständig, um nicht sehen zu müssen, wie der ganze Bau bald einstürzt. Es ist eine herrlich boshafte Geschichte über die Wettkampflust zweier Genies, die die Italiener einfach lieben und gerne weitererzählen.
Die Wahrheit ist allerdings viel prosaischer und die Historiker schütteln über diese Legende nur nachsichtig den Kopf. Bernini vollendete seinen Brunnen nämlich einige Jahre, bevor Borromini überhaupt mit der Arbeit an der Kirche begann, sodass eine solche in Stein gehauene Reaktion schlichtweg unmöglich war. Trotzdem ist es großartig, mitten auf dem Platz zu stehen, abwechselnd auf den Brunnen und die Kirche zu blicken und sich die enorme Spannung zwischen zwei Künstlern vorzustellen, die das Antlitz des gesamten barocken Roms definierten. Vergiss nicht, dass beim Betreten der Kirche ein strenger Dresscode gilt, du musst also Schultern und Knie bedeckt haben.
3. Das Geheimnis der länglichen Form und das antike Stadion des Kaisers Domitian

Wenn du die Piazza Navona von oben betrachtest oder ihren Umfang abschreitest, fällt dir sofort ihre sehr ungewöhnliche, längliche Form auf. Der Platz folgt nämlich exakt dem Grundriss eines antiken Stadions, das Kaiser Domitian hier Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus errichten ließ. Während im nahen Kolosseum blutige Gladiatorenkämpfe stattfanden, diente dieses Stadion vor allem für Leichtathletikwettbewerbe, Wettläufe und griechische Sportspiele. Die heutigen umliegenden Gebäude und Paläste stehen eigentlich direkt auf den Resten der ursprünglichen antiken Tribünen, auf denen einst bis zu dreißigtausend römische Zuschauer anfeuerten.
Der Name Navona selbst ist ein sprachliches Wortspiel, das sich aus dem ursprünglichen griechischen Wort für Sportspiele entwickelte, die als Agones bezeichnet wurden. Im Laufe der Jahrhunderte verschliff sich der Name von „in agone“ über „nagone“ bis zum heutigen „navona“, was uns bis heute an den ursprünglichen Zweck dieses Ortes erinnert. In der Renaissance wurde der Platz sogar gelegentlich künstlich mit Wasser geflutet, damit hier erfrischende Sommerfeste und Bootsfahrten zur Belustigung des römischen Adels stattfinden konnten.
Wenn du die echten antiken Fundamente sehen möchtest, musst du dich nicht nur auf deine Vorstellungskraft verlassen, denn ein Teil von ihnen ist zugänglich. Unter dem nördlichen Rand des Platzes befindet sich der Besichtigungsrundgang Stadio di Domiziano, für den du ein Ticket kaufen und unter das Niveau der heutigen Straße hinabsteigen kannst. Dort siehst du massive Ziegelbögen, das ursprüngliche Pflaster und erfährst faszinierende Details darüber, wie der antike Sport eigentlich funktionierte. Es ist eine großartige Flucht vor dem Lärm und der Sommersonne in den kühlen, stillen Untergrund, wo dich zweitausend Jahre Geschichte umwehen.
4. Der Mohrenbrunnen und der Neptunbrunnen

Obwohl Berninis Meisterwerk den Großteil der Aufmerksamkeit stiehlt, wäre der Platz ohne zwei kleinere, aber nicht weniger schöne Brunnen an seinem nördlichen und südlichen Ende nicht vollständig. An der Südseite findest du den Mohrenbrunnen (Fontana del Moro), der seinen Namen nach der zentralen Statue eines Mannes mit afrikanischen Zügen erhielt, der mit einem mächtigen Delfin ringt. Den ursprünglichen Entwurf des Beckens schuf Giacomo della Porta bereits im sechzehnten Jahrhundert, doch die zentrale Statue fügte später wiederum der große Bernini selbst hinzu. Rund um den Hauptdarsteller speien zudem stämmige Tritonen Wasser, was eine wunderschöne Symmetrie mit dem zentralen Teil des Platzes erzeugt.
Am gegenüberliegenden, nördlichen Ende des Platzes befindet sich der Neptunbrunnen (Fontana del Nettuno), der eine sehr interessante Geschichte hat. Jahrhundertelang stand er an seinem Platz als bloßes leeres Steinbecken ohne jegliche Statuen und diente eher praktischen Zwecken der Anwohner. Der reiche skulpturale Schmuck, den der Meeresgott Neptun im Kampf mit einem riesigen Tintenfisch dominiert, wurde erst Ende des neunzehnten Jahrhunderts hinzugefügt. Die Stadtverwaltung wollte damals, dass der Platz vollkommen ausgewogen wirkt, und schrieb daher einen Wettbewerb für seine Ausgestaltung aus.
Diese beiden Randbrunnen sind aus praktischer Sicht ein riesiger Vorteil für dich, wenn du gerne fotografierst. Während sich rund um den Vierströmebrunnen Hunderte von Menschen mit ausgestreckten Handys drängen, ist es am Mohren- und Neptunbrunnen deutlich freier und ruhiger. Hier bekommst du wunderschöne Kompositionen mit Wasser im Vordergrund und barocken Fassaden im Hintergrund, ohne dass dir ständig jemand ins Bild läuft. Außerdem sind rund um sie strategisch niedrige Steinpoller verteilt, an die du dich kurz anlehnen kannst, wenn dir nach einem ganzen Tag des Laufens die Füße wehtun.
5. Atmosphäre, Straßenkünstler und eine Warnung vor den Cafés

Die Piazza Navona ist nicht nur ein Freilichtmuseum, sondern vor allem ein unglaublich lebendiger Ort, der vom frühen Morgen bis in die späten Nachtstunden vor Energie pulsiert. Der Platz ist ein traditionelles Paradies für Straßenkünstler, Porträtmaler und Musiker, die hier ihre Staffeleien aufstellen und vorbeikommende Touristen unterhalten. Du kannst dich hier als witzige Karikatur zeichnen lassen, den Klängen einer klassischen Gitarre lauschen oder einfach das faszinierende menschliche Treiben beobachten. Es ist genau diese entspannte italienische Atmosphäre, derentwegen Menschen aus aller Welt so gerne hierher zurückkehren.
Gleichzeitig musst du hier aber ständig auf der Hut sein, denn die Restaurants und Cafés, die den Platz säumen, gehören zum Schlimmsten der römischen Touristenfallen. Wenn du dich an einen Außentisch mit Blick auf die Brunnen setzt, kann dich ein gewöhnlicher Espresso auch vier Euro kosten, denn im Preis zahlst du knallhart für die sogenannte Miete des Tisches mit Aussicht. Die goldene Regel der Einheimischen ist eindeutig: Wenn du einen günstigen und hervorragenden Kaffee willst, zahlst du an der Kasse rund einen Euro und trinkst ihn im Stehen direkt an der Bar (al banco). Kellner, die mit Bildmenüs in fünf Sprachen auf der Straße herumstehen, sollten für dich ein klares Warnsignal sein, lieber eine Straße weiterzugehen.
Der hinterhältigste Trick der umliegenden Touristenlokale ist dann die Abrechnung von Fisch und Meeresfrüchten nach dem System „per etto“, also dem Preis für lediglich 100 Gramm und nicht für die ganze Portion. Manche unaufmerksamen Touristen haben so auch über sechshundert Euro für ein einziges Mittagessen bezahlt, weil ihnen die Bedienung einen riesigen Fisch brachte und ein unberechtigtes Pflichttrinkgeld dazurechnete. Lukáš und ich müssen diese gastronomischen Infarkte dank unserer vegetarischen Ernährung glücklicherweise nicht durchleben, aber auch so meiden wir das Mittagessen direkt an den Hauptplätzen konsequent. Lieber biegen wir in eine der unscheinbaren Seitengassen ab, wo uns echte und faire römische Gastfreundschaft umweht.
6. Winterzauber und Weihnachtsmarkt am Platz

Wenn du in den Wintermonaten nach Rom reist, erlebst du die Piazza Navona in einer völlig anderen, unerwartet festlichen Atmosphäre. Von Anfang Dezember bis zum Dreikönigsfest verwandelt sich der Platz in einen großen Weihnachtsmarkt, der in Rom eine lange und tief verwurzelte Tradition hat. Holzstände umgeben die Brunnen und bieten alles von handgeschnitzten Krippenfiguren über glitzernden Schmuck bis hin zu riesiger Zuckerwatte. In der Luft duftet es nach gerösteten Kastanien und Glühwein, und die barocken Paläste sind in ein weiches, festliches Licht getaucht, das dem ganzen Ort einen märchenhaften Anstrich verleiht.
Der Hauptstar dieses Marktes ist allerdings nicht der Weihnachtsmann, sondern die traditionelle italienische Figur der guten Hexe namens La Befana. Der Legende nach fliegt Befana in der Nacht vom fünften auf den sechsten Januar auf einem Besen und steckt braven Kindern Süßigkeiten in die Strümpfe, während die unartigen nur schwarze Kohle bekommen. Auf dem Platz triffst du gleich mehrere als diese ikonische Figur verkleidete Menschen, mit denen du dich fotografieren kannst, und die Stände sind voll von Befana-Figuren in allen erdenklichen Größen. Es ist eine großartige Gelegenheit, die italienischen Weihnachtsbräuche kennenzulernen, die viel verspielter und farbenfroher sind als unsere.
Ich muss aber anmerken, dass der Markt in den letzten Jahren ins Visier der Kritik der Einheimischen geriet, weil die ursprüngliche handwerkliche Qualität verloren geht. Viele traditionelle Stände wurden leider durch billige Rummelplatzattraktionen und Tand-Verkäufer ersetzt, was der echten historischen Romantik etwas abträglich ist. Trotzdem hat ein winterlicher Abendspaziergang über den Platz mit einer Tüte heißer gerösteter Kastanien in der Hand seinen unbestreitbaren Zauber, besonders wenn dazu noch die Musik traditioneller italienischer Dudelsäcke ertönt, auf denen Musiker in Schaffellen spielen, die man Zampognari nennt.
7. Mach einen Abstecher zum nahen Pantheon

Von der Piazza Navona sind es nur knapp fünf Gehminuten durch das Gewirr enger Gassen bis zu einem weiteren absoluten Juwel Roms, dem Pantheon. Dieser am besten erhaltene antike Bau der Welt springt dir bei der Ankunft auf dem kleinen Platz buchstäblich ins Auge – mit seinen mächtigen Granitsäulen, die bis aus dem fernen Ägypten importiert wurden. Er überstand zweitausend Jahre Plünderungen und Erdbeben aus einem einzigen pragmatischen Grund: Er wurde im siebten Jahrhundert zu einer christlichen Kirche geweiht. Seine riesige, unbewehrte Betonkuppel bleibt bis heute ein faszinierendes architektonisches Wunder, über das selbst moderne Ingenieure den Kopf schütteln.
Das magischste Element des gesamten Baus ist die neun Meter große runde Öffnung in der Mitte der Kuppel, das sogenannte Oculus, das als einzige Quelle natürlichen Lichts dient. Wenn es in Rom regnet, fällt das Wasser durch das Oculus direkt hinein auf den leicht gewölbten Marmorboden, von wo es ein ausgeklügeltes, zweitausend Jahre altes System unauffälliger Kanäle sofort abführt. Im Inneren findest du auch das Grabmal des Renaissance-Genies Raffael Santi und des ersten Königs des geeinten Italiens, sodass sich die Geschichte hier buchstäblich in jedem gemeißelten Stein verwebt.
Die Zeit, in der man einfach so von der Straße ins Pantheon spazieren und sich kostenlos vor einem Sommergewitter unterstellen konnte, ist leider unwiederbringlich vorbei. Der Eintritt kostet derzeit 5 €, wobei das italienische Kulturministerium ab Juli 2026 eine Erhöhung auf 7 € plant. Tickets musst du dir rechtzeitig über das offizielle Portal sichern, denn an Wochenenden und Feiertagen ist eine Online-Reservierung absolute Pflicht. Wenn du auf gut Glück kommst, erwartet dich eine unerbittliche Schlange, die sich über den ganzen Platz zieht, oft in der prallen Sonne, was dir den ganzen Nachmittag verderben kann.
8. Das Markttreiben auf dem Campo de‘ Fiori

Auf der gegenüberliegenden Seite, etwa fünf Gehminuten südlich der Navona, liegt der Campo de‘ Fiori, der ein völlig anderes, viel erdigeres Erlebnis bietet. Dies ist der einzige bedeutende römische Platz im historischen Zentrum, auf dem du überhaupt keine Kirche findest, was einen düsteren historischen Grund hat. Den Platz dominiert nämlich kein Gotteshaus, sondern die dunkle Statue des Philosophen Giordano Bruno mit unheilvoll über den Kopf gezogener Kapuze, der hier im Jahr 1600 von der Inquisition wegen Ketzerei verbrannt wurde. Seine Präsenz verleiht dem Platz einen leicht melancholischen Anstrich, der aber schnell vom umliegenden Lärm übertönt wird.
Jeden Morgen außer sonntags findet hier nämlich ein lebhafter Markt unter freiem Himmel statt, wo sich unter großen Sonnenschirmen die Farben von frischem Gemüse, Obst, Blumen und Gewürzen mischen. Heute zielt der Markt zwar stark auf Touristen ab und es werden überteuerte Päckchen bunter Pasta verkauft, aber du findest hier immer noch Stände, an denen sich Einheimische frische Artischocken oder duftende Tomaten holen. Es ist ein großartiger Ort, an dem du frisches Obst für einen Snack kaufen, das echte morgendliche Treiben der Metropole aufsaugen und ein paar schöne, farbenfrohe Fotos fürs Familienalbum machen kannst.
💡 Tipp: Wenn dich auf dem Platz der Hunger überfällt, ignoriere die teuren Restaurants und steuere direkt die legendäre Bäckerei Forno Campo de‘ Fiori an, die hier schon seit 1835 in Betrieb ist. Kauf dir hier frische und knusprige Pizza bianca, also nur perfekten Teig mit Olivenöl und grobem Salz, und iss sie direkt aus dem Papier im Stehen auf dem Platz. Lukáš und ich kehren hier immer ein, weil es ein günstiges, unglaublich gutes und absolut vegetarisches Essen ist, das dich für weitere Stunden des Laufens sättigt.
9. Meisterhafte Gemälde in der Kirche San Luigi dei Francesi

Kunstliebhaber sollten auf keinen Fall die unscheinbare französische Nationalkirche San Luigi dei Francesi verpassen, die nur eine Straße von der Piazza Navona entfernt liegt. Von außen sieht sie wie ein gewöhnlicher Barocktempel aus, doch im Inneren verbirgt sie einen wahren Schatz in Form von drei genialen Gemälden Caravaggios, des Meisters des Helldunkels. In der Seitenkapelle Contarelli hängt sein berühmter Zyklus aus dem Leben des heiligen Matthäus, der dich mit seiner Dramatik, den realistischen Details und der fantastischen Arbeit mit Licht und Schatten völlig in den Bann zieht.
Das Beste daran ist, dass der Eintritt in die Kirche im Gegensatz zu den großen Galerien völlig kostenlos ist, sodass du Geld für teure Vatikan-Tickets sparst. Du musst aber Ein-Euro-Münzen bereithalten, denn die Kapelle mit den Gemälden liegt normalerweise in tiefer Dunkelheit. Erst wenn du eine Münze in den kleinen Automaten am Gitter wirfst, gehen die Scheinwerfer an und Caravaggios Figuren treten buchstäblich aus den Schatten direkt vor deinen Augen hervor, was ein ungemein starkes visuelles Erlebnis ist.
Die Kirche ist über Mittag (gewöhnlich zwischen 12:30 und 15:00 Uhr) wegen der Siesta geschlossen, du musst deinen Besuch also gut auf die Morgen- oder späten Nachmittagsstunden legen. Auch hier gelten strikte Kleidungsregeln, ohne bedeckte Schultern und Knie lassen dich die Aufseher gar nicht erst hinein, selbst wenn du sie auf Knien anflehst. Es ist einer dieser magischen römischen Orte, an denen du erstklassige Weltkunst in intimer Atmosphäre erlebst, ohne dass dich die Menge wie am Fließband durch die Gänge schiebt.
10. Perfektes Gelato und Essen in unmittelbarer Umgebung

Die Gegend rund um die Piazza Navona verbirgt mehrere gastronomische Juwelen, die man bei einem Rom-Besuch sträflich vernachlässigen würde. Für das beste Eis steuerst du das legendäre Lokal Giolitti unweit des Pantheons an, das schon seit 1900 in Betrieb ist und in dem sich die Bedienung noch immer in elegante Uniformen kleidet. Dort bekommst du eine absolut ehrliche, cremige Portion, aber sei darauf gefasst, dass im Inneren ein organisiertes Chaos herrscht und du erst an der Kasse zahlen musst, bevor du dir am Tresen die Geschmacksrichtungen aussuchst. Eine großartige und etwas modernere Alternative ist die handwerkliche Gelateria Fatamorgana, die auch sehr ungewöhnliche und erfrischende Geschmackskombinationen bietet.
Wenn du einen Platz zum Mittag- oder Abendessen suchst, meide die Hauptstraßen und kehre auf dem kleinen Platz Piazza di Pasquino ein. Hier befindet sich die hervorragende traditionelle Weinbar Cul de Sac mit einer riesigen Auswahl an Weinen aus ganz Italien, wo du dicht gedrängt auf Holzbänken sitzt und die echte lokale Atmosphäre aufsaugst. Lukáš und ich gönnen uns hier regelmäßig ihre fantastischen vegetarischen Brettchen voll mit lokalen Käsesorten, Nüssen und Honig, was in Kombination mit einem Glas guten Rotweins den perfekten Abschluss eines anstrengenden Tages bildet.
Eine weitere sichere Wahl für schnelles Essen sind kleine Pizzerien, die Pizza al taglio anbieten, also rechteckige Pizzastücke, die mit der Schere geschnitten und nach Gewicht verkauft werden. Es ist die authentischste römische Art, schnell und günstig zu essen, wobei das System völlig transparent ist und du genau siehst, wofür du zahlst. Du zeigst auf die Pizzasorte, die dir gefällt, die Bedienung schneidet sie ab, wiegt sie und erwärmt sie im Ofen, sodass du den unangenehmen Überraschungen auf der Rechnung entgehst, die in den klassischen Touristenrestaurants am Platz drohen.
Wohin weiter von der Piazza Navona

Da du dich im Herzen von Rom befindest, hast du die größten Sehenswürdigkeiten buchstäblich in Reichweite und kannst deine Entdeckungstour zu Fuß fortsetzen.
- Trevi-Brunnen: Etwa zehn Gehminuten nach Osten führen dich zum berühmtesten Brunnen der Welt, vergiss aber nicht, dass seit Februar 2026 eine neue Gebühr von 2 € für den Zutritt zur abgegrenzten Zone direkt am Becken gilt.
- Pantheon Rom: Nur fünf Minuten durch enge Gassen und du stehst vor dem antiken Wunder mit der riesigen Betonkuppel.
- Engelsburg Rom: Mach dich nach Westen auf, überquere die Engelsbrücke und erkunde die massive Festung, die ursprünglich als Mausoleum Hadrians diente.
- Vatikan: Von der Engelsburg ist es nur ein Katzensprung über den breiten Boulevard direkt zum Petersplatz, dem Zentrum der christlichen Welt.
- Kolosseum in Rom: Wenn du längere Spaziergänge magst, mach dich nach Süden am Forum Romanum vorbei auf zum größten antiken Amphitheater.
- Lies auch unseren kompletten Reiseführer Was man in Rom sehen sollte, wo du eine detaillierte Reiseroute und jede Menge weiterer Tipps für deinen Ausflug findest.
Häufig gestellte Fragen
Wo finde ich in der Nähe des Platzes öffentliche Toiletten?
Öffentliche Toiletten gibt es in Rom nur sehr wenige und meistens sind sie kostenpflichtig. Die beste Strategie ist, in eine kleine Bar oder ein Café in einer Seitengasse zu gehen, an der Kasse einen schnellen Espresso für etwa einen Euro zu kaufen und höflich zu fragen „Dov’è il bagno?“. Nach italienischem Gesetz müssen Bars zahlenden Kunden die Nutzung der Toilette ermöglichen, was eine wesentlich angenehmere und sauberere Variante ist, als nach öffentlichen Kabinen zu suchen.
Kann man auf dem Platz Wasser aus den öffentlichen Brunnen trinken?
Das Wasser in den großen barocken Brunnen ist nicht trinkbar, und das Baden oder Füßebaden darin ist bei Androhung hoher Geldstrafen streng verboten. Rund um den Platz und in den angrenzenden Straßen findet ihr aber kleine gusseiserne Säulen, sogenannte Nasoni (große Nasen), aus denen ununterbrochen eiskaltes und absolut sauberes Trinkwasser kostenlos fließt. Der Trick der Einheimischen: Den unteren Ausfluss mit dem Finger zuhalten, wodurch das Wasser aus einem kleinen Loch oben in einem perfekten Bogen direkt in euren Mund spritzt.
Wie komme ich am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Piazza Navona?
Direkt am Platz oder in unmittelbarer Nähe fährt keine Metro, da das historische Zentrum dies aus archäologischen Gründen einfach nicht zulässt. Die nächste größere Verkehrsader ist der Corso Vittorio Emanuele II, wo Dutzende von Bussen verkehren (zum Beispiel die Linien 46, 62 oder 64), die den Bahnhof Termini mit dem Vatikan verbinden. Von der Bushaltestelle sind es dann nur etwa drei Minuten zu Fuß zum Platz.
Ist es auf dem Platz und in der Umgebung sicher?
Körperlich droht euch hier keine Gefahr, aber ihr müsst höllisch aufpassen auf organisierte Taschendieb-Banden und aufdringliche Ramsch-Verkäufer. Die Diebe nutzen die Momente aus, wenn ihr mit zurückgelegtem Kopf die Brunnen bewundert, also tragt euren Rucksack immer vorne auf dem Bauch und die Geldbörse in einer tiefen Reißverschlusstasche. Ignoriert auch die Straßenbetrüger, die euch versuchen werden, eine Rose in die Hand zu drücken oder euch ein Freundschaftsarmband ums Handgelenk zu binden, für das sie anschließend aggressiv zwanzig Euro verlangen.
Muss man Eintritt für die umliegenden Kirchen bezahlen?
Der Eintritt in die allermeisten römischen Kirchen, einschließlich Sant’Agnese in Agone und San Luigi dei Francesi, ist völlig kostenlos und erfordert keine Reservierung. Stellt euch aber darauf ein, dass drinnen ein kompromissloser Dresscode gilt und die Aufseher euch gnadenlos rauswerfen, wenn ihr nackte Schultern oder kurze Shorts über den Knien tragt. Bei heißem Sommerwetter ist ein leichtes, großes Tuch im Rucksack die Rettung, das ihr euch vor dem Eintritt einfach überwerfen könnt.
Kann ich in den umliegenden Lokalen überall mit Karte zahlen?
Italien hat in den letzten Jahren einen riesigen Sprung gemacht und die Kartenzahlung ist heute absoluter Standard in Restaurants, Geschäften und in den meisten besseren Gelaterias. Trotzdem solltet ihr immer mindestens ein paar Münzen im Wert von zehn oder zwanzig Euro bei euch haben, denn die braucht ihr für das Trinkgeld für den Barista nach dem Kaffee, zum Beleuchten von Gemälden in Kirchen oder bei kleinen Straßenständen, wo das Terminal manchmal „ganz zufällig“ gerade nicht funktioniert.
Wann ist der Platz am schönsten zum Fotografieren?
Wenn Sie die wahre Schönheit der barocken Brunnen ohne störende Menschenmassen und Selfie-Stangen einfangen möchten, müssen Sie wirklich früh aufstehen und spätestens vor acht Uhr morgens hier ankommen. Die Morgensonne beleuchtet die Kirchenfassaden wunderschön und auf dem Platz begegnen Sie nur Bäckern und Müllmännern. Die zweite magische Zeit ist dann die späte Nacht, wenn die Touristenmassen endlich schlafen gegangen sind, die Brunnen dramatisch beleuchtet sind und der Platz seine romantische, melancholische Atmosphäre zurückgewinnt.
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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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