Die Emerald City, wie Seattle liebevoll genannt wird, ist eine der schönsten und grünsten Städte an der Nordwestküste der Vereinigten Staaten. Die Stadt erstreckt sich zwischen der Puget Sound Bay und dem Lake Washington, eingebettet zwischen majestätischen Bergen und dichten Wäldern. Wer die Seattle USA Sehenswürdigkeiten erkundet, erlebt eine unvergessliche Kulisse, die jeden Besucher in ihren Bann zieht. Seattle ist nicht nur die Heimat weltbekannter Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Starbucks, sondern auch eine Stadt mit lebendiger Kulturszene, hervorragender Gastronomie und unzähligen Outdoor-Möglichkeiten.
Bei meinem Besuch in Seattle habe ich mich sofort in diese einzigartige Atmosphäre verliebt. Man erwartet moderne Architektur – und findet gleich nebenan wilde Natur. Morgens steht man auf dem Dach eines Wolkenkratzers mit Blick auf die ganze Stadt, nachmittags wandert man bereits durch die Berge. Eine Stadt, die nicht nur einen der besten Kaffees der Welt bietet, sondern auch unglaublich herzliche Menschen und eine Stimmung, die einfach unter die Haut geht.
Lass uns gemeinsam das Beste entdecken, was Seattle zu bieten hat – von ikonischen Wahrzeichen über versteckte Schätze bis hin zu Ausflügen in die umliegende Natur. Dazu gibt es ein paar praktische Tipps, damit du deine Reise in vollen Zügen genießen kannst.

Zusammenfassung
- Die beste Reisezeit für Seattle ist von Juni bis September, wenn das Wetter am stabilsten ist – wenig Regen, Temperaturen um 22–28 °C; der September bietet schönes Wetter bei deutlich weniger Touristen.
- Zu den wichtigsten Attraktionen zählen Space Needle, der Pike Place Market mit dem originalen Starbucks, der legendäre Fischmarkt, das Riesenrad Seattle Great Wheel und das Waterfront mit spannenden Shops und Restaurants.
- Wer Zeit sparen möchte, kann für die meisten Attraktionen Tickets bequem im Voraus über GetYourGuide kaufen.
- Der öffentliche Nahverkehr funktioniert gut – kombiniere Fußwege mit Bus und Link Light Rail; im Sommer ist der kostenlose Free Waterfront Shuttle entlang des Ufers sehr praktisch.
- Ein Auto brauchst du in der Stadt nicht, für Ausflüge in die Natur kannst du es dir gezielt für einzelne Tage mieten; Parken im Zentrum ist teuer (nutze öffentliche Parkhäuser mit dem Downtown-Parking-Programm).
- Probiere lokale Spezialitäten wie Clam Chowder (cremige Muschelsuppe), frischen Lachs, Austern oder Kaffee aus lokalen Röstereien; Seattle ist außerdem ein Paradies für Vegetarier und Veganer.
Wo übernachten in Seattle?
Eine Unterkunft im Stadtzentrum lohnt sich, denn so sparst du sowohl Transportkosten als auch wertvolle Zeit. Direkt im Zentrum liegt eines der beliebtesten Hotels, das Mayflower Park Hotel. Wer ein besonders günstiges Quartier sucht, sollte sich das Green Tortoise Hostel Seattle ansehen.
Wann nach Seattle reisen?
Seattle hat den Ruf einer verregneten Stadt – wir selbst haben das bei keinem unserer Besuche so erlebt – aber das Wetter wechselt hier tatsächlich deutlich je nach Jahreszeit. Der richtige Zeitpunkt kann dein Erlebnis entscheidend beeinflussen.
Sommer – die beste Reisezeit
Der Sommer (Juni bis September) ist die mit Abstand beste Zeit für einen Seattle-Besuch. Das Wetter ist in diesen Monaten sonnig und stabil, mit wenig Niederschlag und angenehmen Temperaturen zwischen 22 und 28 °C. Die Tage sind lang – die Sonne geht erst gegen 21 Uhr unter, was reichlich Zeit zum Erkunden lässt.
Juli und August sind zwar die wärmsten Monate, aber auch die touristisch stärksten. Wer schönes Wetter möchte und trotzdem den größten Andrang meidet, kommt im Juni oder September besser dran. Viele Einheimische halten den September sogar für den schönsten Monat des Jahres – das Wetter ist noch herrlich, die Hochsaison neigt sich dem Ende.
Der Sommer ist auch die Zeit vieler Festivals und Open-Air-Veranstaltungen. Anfang August findet das Stadtfest Seafair statt, mit einer Flugshow der Blue Angels und Hydroplan-Rennen auf dem Lake Washington.
Frühling und Herbst
Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) haben ihren ganz eigenen Reiz. Im Frühling kleidet sich Seattle in bunten Blütenschmuck – besonders die berühmten Kirschblüten auf dem Campus der University of Washington, die in der Regel Ende März erblühen. Das Wetter ist jedoch noch wechselhaft, mit häufigeren Schauern und Temperaturen um 15–18 °C.
Der Herbst bringt wunderschöne Farben in die Stadtparks und günstigere Unterkunftspreise. September und Anfang Oktober können noch sehr angenehm sein, während ab Mitte Oktober Regen und Nebel zunehmen. Im Oktober findet außerdem das Glaskunstfestival Refract statt, das die reiche Glastradition der Region feiert.
Winter
Der Winter (Dezember bis Februar) ist die Jahreszeit, die dem Ruf Seattles als Regenstadt am ehesten gerecht wird. November und Dezember sind die niederschlagsreichsten Monate – es nieselt oft fein, aber beharrlich. Die Temperaturen liegen um 5–10 °C, Schnee in der Stadt ist selten, doch die umliegenden Berge sind gut eingeschneit.
Der Vorteil eines Winterbesuchs: günstigere Unterkünfte, kaum Touristenmengen und die Möglichkeit zum Skifahren in den nahe gelegenen Bergen (z. B. Snoqualmie Pass, nur eine Fahrstunde vom Stadtzentrum entfernt). Im Februar lockt der Seattle Museum Month mit 50 % Rabatt auf viele Museen.
Wichtig zu wissen: Das Wetter in Seattle kann sich zu jeder Jahreszeit schnell ändern. Am besten immer eine leichte Regenjacke dabei haben und sich in Schichten kleiden, die sich nach Bedarf an- und ausziehen lassen.

25 Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Seattle
Seattle ist eine Stadt voller Kontraste und unvergesslicher Erlebnisse. Von ikonischen Wahrzeichen bis zu versteckten Perlen, von belebten Märkten bis zu ruhigen Parks – hier sind 25 Tipps, was du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest.
1. Space Needle
Die Space Needle ist zweifellos das bekannteste Wahrzeichen Seattles. Der 184 Meter hohe futuristische Turm wurde für die Weltausstellung 1962 erbaut und ist bis heute das meistfotografierte Bauwerk der Stadt. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein atemberaubendes 360°-Panorama über die Stadt, den Hafen, die umliegenden Berge und bei klarem Wetter sogar auf den majestätischen Mount Rainier.
Für Mutige gibt es einen gläsernen Boden, der den Blick senkrecht nach unten freigibt. Der Eintrittspreis liegt je nach Tageszeit bei etwa 32–37 USD; Sonnenuntergangs-Slots sind besonders begehrt. Tickets am besten im Voraus reservieren, um lange Wartezeiten in der Hochsaison zu vermeiden.

2. Pike Place Market – das Herz der Stadt
Der Pike Place Market ist einer der ältesten durchgehend betriebenen Bauernmärkte der USA (seit 1907) und das echte Herzstück Seattles. Hier erlebt man die authentische Seele der Stadt: das berühmte Fischwerfen im Pike Place Fish Market, frische lokale Produkte und kulinarische Spezialitäten zum Probieren.
Nicht verpassen: das erste Starbucks-Café von 1971, das direkt gegenüber dem Markt liegt. Mit einer Schlange fotografierender Touristen ist zu rechnen. In der Nähe des Markts befindet sich auch die kuriose Gum Wall – eine mit tausenden Kaugummis gepflasterte Mauer, die zur ungewöhnlichen Touristenattraktion geworden ist.
Auf dem Markt selbst gibt es zahlreiche kleine Restaurants und Cafés, in denen man lokale Spezialitäten probieren kann – zum Beispiel Clam Chowder (cremige Muschelsuppe) oder frisches Gebäck. Besonders empfehlenswert: Pike Place Chowder, wo eine der besten Versionen dieser Suppe in der ganzen Stadt serviert wird.

3. Seattle Waterfront
Das Waterfront Seattles entlang der Elliott Bay eignet sich wunderbar für einen Spaziergang mit Blick auf das Wasser und die Skyline. Am Pier 57 dreht sich das riesige Riesenrad Seattle Great Wheel und bietet einzigartige Aussichten auf Stadt und Bucht. In der Nähe befinden sich das Seattle Aquarium und das Unterhaltungszentrum Miner’s Landing mit Restaurants und Shops.
Von Pier 55 aus kann man eine Harbor Cruise über die Bucht unternehmen. Von Deck aus sieht man das Stadtpanorama mit der Space Needle – bei klarem Wetter erscheint der Vulkan Mount Rainier im Hintergrund. Eine einstündige Fahrt kostet rund 30 USD pro Person.
Ein weiteres Highlight ist die Fährüberfahrt nach Bainbridge Island ab dem Colman Dock. Die 35-minütige Fahrt führt zu einer idyllischen Insel mit einem malerischen Städtchen – die Fahrt selbst ist bereits ein Erlebnis. Das Rückfahrticket kostet etwa 8,50 USD.

4. Museum of Pop Culture (MoPOP)
Unweit der Space Needle befindet sich das faszinierende Museum of Pop Culture (MoPOP), entworfen vom renommierten Architekten Frank Gehry. Das Gebäude selbst ist ein Kunstwerk – seine leuchtend bunte, gewellte Metallfassade erinnert an eine zerbrochene Gitarre.
Im Inneren warten interaktive Ausstellungen zu Musik, Science-Fiction, Fantasy, Horror, Videospielen und Popkultur. Besonders sehenswert: die Bereiche über lokale Musiklegenden wie Nirvana, Jimi Hendrix und Pearl Jam – mit originalen Instrumenten und seltenen Artefakten.
Für Fans von Science-Fiction und Fantasy gibt es beeindruckende Ausstellungen zu Star Wars, Star Trek und Harry Potter. Das Museum veranstaltet außerdem regelmäßig Sonderausstellungen und interaktive Programme für Besucher aller Altersgruppen.
5. Chihuly Garden and Glass
Gleich neben der Space Needle liegt Chihuly Garden and Glass, eine atemberaubende Ausstellung des weltbekannten Glaskünstlers Dale Chihuly. Der gebürtige Washingtoner ist berühmt für seine monumentalen Glasinstallationen, die Farben und Formen der Natur vereinen.
Die Ausstellung umfasst acht Galerien, einen spektakulären Glasgarten und das beeindruckende Glashaus (Glasshouse) – einen 12 Meter hohen Pavillon mit einer 30 Meter langen, hängenden Glasinstallation in Rot-, Orange- und Gelbtönen. Bei Sonnenuntergang, wenn das Licht durch das farbige Glas fällt, ist die Atmosphäre im Glasshouse schlicht magisch.
Der Außengarten verbindet Chihulyʼs Glaskunst mit sorgfältig ausgewählten Pflanzen – ein harmonisches Gesamtbild, das sich mit den Jahreszeiten verändert. Dieser Ort gehört zu meinen absoluten Lieblingsplätzen in ganz Seattle – ein wahres Fest für Augen und Sinne.

6. Pioneer Square und Underground Tour
Pioneer Square ist der älteste Stadtteil Seattles mit wunderschöner viktorianischer Architektur, Kunstgalerien und Cafés. Eine interessante Besonderheit: Nach dem Großen Brand von 1889 wurde das gesamte Viertel auf einem höheren Niveau neu aufgebaut – die ursprünglichen Straßen blieben unterirdisch begraben.
Diese unterirdischen Räume lassen sich bei der populären Underground Tour erkunden, die durch ein Labyrinth unterirdischer Passagen führt und faszinierende Geschichten über die Stadtgeschichte erzählt. Man erfährt, wie Seattle buchstäblich aus der eigenen Asche aufstieg und sich von einer wilden Hafenstadt zu einer modernen Metropole wandelte.
An der Oberfläche zieht der verzierte Smith Tower von 1914 die Blicke auf sich – einst der höchste Wolkenkratzer westlich des Mississippi. Die Aussichtsplattform mit Cocktailbar im Prohibition-Stil lohnt den Besuch: Von hier eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Innenstadt und den Hafen.

7. Kerry Park – bester Panoramablick auf die Stadt
Der Kerry Park auf dem Queen Anne Hill bietet nach Meinung vieler Besucher und Einheimischer den schönsten Blick auf das Panorama von Seattle. Von diesem kleinen Park aus lässt sich die ikonische Skyline bewundern – mit der Space Needle im Vordergrund, den Wolkenkratzern der Innenstadt dahinter und dem majestätischen Mount Rainier im Hintergrund (bei klarem Wetter).
Besonders beeindruckend ist der Park bei Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel in Gold- und Rosatönen färbt und die Stadtlichter allmählich erwachen. Kein Wunder, dass Kerry Park ein Lieblingsort für Fotografen und Romantiker ist. Der Eintritt ist frei, der Park täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.
Für das beste Erlebnis empfiehlt es sich, kurz vor Sonnenuntergang anzukommen, sich einen guten Platz zu suchen (der Park ist zu dieser Zeit beliebt) und bis zur blauen Stunde zu bleiben, wenn die Stadt in magisches blaues Licht getaucht wird.

8. Olympic Sculpture Park
Entlang des Ufers nahe dem Stadtzentrum erstreckt sich der Olympic Sculpture Park – ein frei zugänglicher Park mit modernen Skulpturen und Blick auf den Puget Sound. Der 3,5 Hektar große Park wurde 2007 eröffnet und verbindet Kunst und Natur auf eine Weise, die sowohl Kunstliebhaber als auch alle begeistert, die einfach die frische Luft und den Ausblick genießen möchten.
Zu den bekanntesten Werken zählen das monumentale rote „Eagle“ von Alexander Calder und „Echo“ – ein 14 Meter hoher weißer Kopf von Jaume Plensa. Wege führen zwischen Skulpturen, Bäumen und Blumenbeeten hindurch hinunter zum Ufer.
Der Olympic Sculpture Park ist ideal für ein Picknick, eine Erholungspause oder einen kurzen Stopp beim Spaziergang entlang des Waterfront. Eintritt frei, täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.

9. Seattle Central Library
Architekturbegeisterte werden von der Seattle Central Library im Stadtzentrum begeistert sein – ein futuristisches Gebäude aus Glas und Stahl, entworfen vom Architekten Rem Koolhaas. Das elfstöckige Bauwerk mit seinem diagonalen Gitternetz an der Fassade gilt als Meisterwerk moderner Architektur.
Das Innere ist genauso beeindruckend wie das Äußere. Mit dem Glasaufzug in die 10. Etage fahren, wo eine frei zugängliche Aussichtsplattform mit Stadtblick wartet. Sehenswert ist auch die „Book Spiral“ – eine vierstöckige Spirale, in der Bücher nach dem Dewey-Dezimalsystem in einer einzigen ununterbrochenen Sequenz aufgestellt sind – sowie das leuchtend rote Interieur des 4. Stockwerks.
Die Bibliothek ist täglich geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. Es finden auch regelmäßige Führungen statt, die in die architektonischen Details und das Konzept dieses einzigartigen Gebäudes einführen.

10. Fremont Troll und das Künstlerviertel Fremont
Fremont rühmt sich mit dem Ruf einer künstlerischen „Republik“ und ist voll unkonventioneller Attraktionen. Die bekannteste ist der Fremont Troll – eine riesige Trollskulptur unter der Aurora Bridge, die einen echten VW Käfer in den Händen hält. Diese bizarre, aber bezaubernde Skulptur wurde 1990 erschaffen und ist seitdem das Wahrzeichen des Viertels.
In diesem Bohème-Viertel findet man auch weitere sehenswerte Skulpturen: „Waiting for the Interurban“ (eine Gruppe von Menschen, die auf eine Straßenbahn warten und von den Einheimischen regelmäßig in verschiedene Kostüme gesteckt werden) sowie eine Statue von Wladimir Lenin – ja, tatsächlich.
Fremont ist außerdem die Heimat zahlreicher Cafés, Restaurants und Mikrobrauereien. Fremont Brewing bietet hervorragende Craft-Biere (ein Pint für 5–6 USD) in entspannter Atmosphäre – Besucher bekommen kostenlos Brezeln oder Äpfel zum Bier. Wer Fremont an einem Sonntag besucht, sollte den Fremont Sunday Market nicht verpassen: ein beliebter Flohmarkt mit Essen, Kunsthandwerk und Antiquitäten.

11. Gas Works Park – Industriepark mit Aussicht
Der Gas Works Park ist ein einzigartiger Stadtpark, der auf dem Gelände eines ehemaligen Gaswerks entstanden ist. Die riesigen rostigen Maschinen der früheren Fabrik wurden als Industrieskulpturen und Denkmal der industriellen Vergangenheit der Stadt erhalten.
Der Park liegt am Ufer des Lake Union und bietet einen herrlichen Blick über den See auf die Innenstadt Seattles. Er ist ein beliebter Ort für Picknicks, Drachensteigen (dank des ständigen Windes vom See) und die Beobachtung von Wasserflugzeugen, die auf dem See landen.
Der Hügel in der Parkmitte, bekannt als „Kite Hill“, ist ein beliebter Platz zum Beobachten des 4.-Juli-Feuerwerks oder einfach zum Entspannen mit Panoramablick. Gas Works Park ist täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
12. Ballard Locks (Hiram M. Chittenden Locks)
Die Ballard Locks sind ein faszinierendes Ingenieurswerk, das den salzigen Puget Sound mit dem Süßwasser des Lake Union und Lake Washington verbindet. Täglich passieren dort Dutzende von Schiffen – von kleinen Kajaks bis zu großen Jachten und Handelsschiffen.
Das Spannendste ist zuzuschauen, wie die Schleusen gefüllt und geleert werden, um den Wasserstand zwischen Bucht und Seen anzugleichen. In der Nähe der Schleusen gibt es auch einen besonderen Fischtunnel, durch dessen verglaste Fenster man Lachse bei ihrer Wanderung flussaufwärts beobachten kann – besonders lohnenswert in der Laichzeit (Juli bis Oktober).
Zum Komplex gehört außerdem ein wunderschöner botanischer Garten mit bunten Beeten und seltenen Pflanzen. Der Eintritt ins gesamte Gelände ist kostenlos, Führungen erklären das clevere Schleusensystem.
13. Columbia Center Sky View Observatory
Die Space Needle ist zwar das Wahrzeichen, doch der höchste Aussichtspunkt der Stadt befindet sich im Columbia Center – dem höchsten Wolkenkratzer im Bundesstaat Washington (284 m). Das Sky View Observatory im 73. Stockwerk bietet ein 360°-Panorama über die Stadt, die umliegenden Berge, den Puget Sound und bei klarem Wetter den Mount Rainier.
Der Vorteil dieser Aussichtsplattform: Von hier sieht man auch die Space Needle selbst als Teil des Stadtpanoramas. Dazu ist der Eintrittspreis günstiger als bei der Space Needle (ca. 20 USD) und die Warteschlangen sind kürzer. Im Observatory befindet sich außerdem ein Café, wo man einen Kaffee oder ein Glas Wein mit atemberaubendem Ausblick genießen kann.
Für das beste Erlebnis empfiehlt sich ein Besuch kurz vor Sonnenuntergang – so erlebt man die Stadt tagsüber, beim Sonnenuntergang und nachts, wenn sich die Lichter einschalten.

14. Washington Park Arboretum
Am östlichen Rand der Innenstadt liegt das Washington Park Arboretum – ein weitläufiger Park mit 230 Acres und einer reichen Sammlung von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen aus aller Welt. Das Arboretum wird von der University of Washington verwaltet und dient sowohl als lebendiges Labor als auch als Erholungsort für Einheimische und Besucher.
Besonders schön ist der Park im Frühling, wenn Kirschbäume, Magnolien und Rhododendren blühen. Im Herbst leuchten die Blätter in prächtigen Farben. Mehrere Wege führen durch das Arboretum – der beliebteste ist der Azalea Way, gesäumt von Azaleen, Rhododendren und Kirschbäumen.
Zum Arboretum gehört auch ein Japanischer Garten (für diesen Teil wird ein kleines Eintrittsgeld erhoben), der zu den schönsten japanischen Gärten außerhalb Japans zählt. Er ist nach traditionellen Prinzipien angelegt und umfasst Teiche, Brücken, ein Teehaus sowie sorgfältig gestaltete Bäume und Sträucher.
15. Museum of Flight
Für Luft- und Raumfahrtbegeisterte ist das Museum of Flight beim ehemaligen Boeing-Werk ein absolutes Muss. Es gehört zu den größten Luftfahrtmuseen der Welt mit über 175 Flugzeugen und Raumfahrzeugen, tausenden Artefakten, Millionen von Fotografien und vielen interaktiven Ausstellungen.
Zu den Hauptexponaten zählen die erste Boeing 747 (Jumbo Jet), die Concorde (das einzige Exemplar an der Westküste der USA), die ursprüngliche Air Force One sowie ein Nachbau des ersten Boeing-Flugzeugs. Das Museum bietet außerdem Flugsimulator und 3D-Kino.
Ein Teil der Ausstellung ist der Weltraumfahrt gewidmet, darunter ein echtes Trainingsmodul des Space Shuttles. Der Eintrittspreis beträgt rund 25 USD für Erwachsene – das Museum ist jeden Cent wert, man kann dort leicht einen ganzen Tag verbringen.
16. Pacific Science Center
Das Pacific Science Center im Seattle Center ist ein interaktives Wissenschaftsmuseum, das Besucher jeden Alters unterhält und bildet. Es bietet Hunderte von Hands-on-Exponaten, die Prinzipien der Physik, Biologie, Mathematik und anderer Wissenschaften auf spielerische Weise vermitteln.
Zu den größten Attraktionen zählen das Schmetterlingshaus, in dem man zwischen freifliegenden tropischen Schmetterlingen spazieren kann, sowie die Lasershow im Planetarium. Sehr beliebt sind auch die Dinosaurierexponate mit lebensgroßen animatronischen Modellen.
Das Center zeigt regelmäßig Filme auf der riesigen IMAX-Leinwand und veranstaltet Sonderevents und wissenschaftliche Demonstrationen. Der Eintrittspreis liegt bei etwa 20 USD für Erwachsene; häufig gibt es Rabatte oder Kombitickets mit anderen Attraktionen im Seattle Center.
17. Alki Beach in West Seattle
Der Alki Beach im Stadtteil West Seattle ist ein beliebter Ort zur Entspannung am Wasser. Dieser 4 km lange Strand mit Promenade bietet einen herrlichen Blick auf die Innenstadt Seattles über die Elliott Bay. Ideal für Spaziergänge, Radfahren, Beachvolleyball oder einfach zum Sitzen mit Ausblick.
Obwohl es sich um einen „Strand“ handelt, ist Schwimmen wegen des kalten Wassers im Puget Sound eher symbolisch. Im Sommer wird der Alki Beach jedoch zum gesellschaftlichen Mittelpunkt – entlang der Promenade reihen sich Restaurants, Cafés und Bars mit Außensitzplätzen.
Am schönsten ist der Alki Beach bei Sonnenuntergang, wenn die Sonne hinter den Olympic Mountains im Westen versinkt und die Innenstadt Seattles in goldenes Licht getaucht wird. Zum Strand gelangt man bequem per Wassertaxi von Downtown (selbst schon ein schönes Erlebnis) oder mit dem Auto über die West Seattle Bridge.

18. Chinatown-International District
Das Chinatown-International District ist ein lebendiges Viertel, in dem sich chinesische, japanische, vietnamesische, philippinische und andere asiatische Kulturen vermischen. Es ist ein großartiger Ort, um authentische asiatische Küche zu probieren, Spezialitätenläden zu erkunden und die reiche Geschichte der asiatischen Gemeinschaften in Seattle kennenzulernen.
Unbedingt besuchen: Uwajimaya, ein riesiger asiatischer Supermarkt mit Food Court, in dem alles von frischem Sushi über Bubble Tea bis hin zu exotischen Früchten erhältlich ist. Das Wing Luke Museum erzählt die Geschichte und Kultur der Asiatisch-Amerikanischen durch packende Ausstellungen und Führungen durch den historischen Teil des Viertels.
Im Februar findet hier das bunte Lunar New Year Festival mit Drachen, Löwen, Musik und Tanz statt. Das ganze Jahr über lässt sich der Kubota Garden besuchen (etwas weiter südlich) – ein verstecktes Juwel, das japanische Gartenkunst mit Pflanzen des pazifischen Nordwestens verbindet.
19. Capitol Hill – Zentrum des Nachtlebens
Capitol Hill ist ein trendiges Viertel voller Bars, Cafés, Vintage-Shops und das Zentrum des Nachtlebens sowie der LGBT-Community (erkennbar an den Regenbogenstreifen auf den Straßen). Tagsüber lohnt es sich, die Boutiquen am Broadway zu erkunden oder die Elliott Bay Book Company zu besuchen – eine renommierte unabhängige Buchhandlung mit Café.
Abends verwandelt sich Capitol Hill in ein Unterhaltungszentrum. Neumos veranstaltet Live-Konzerte von Alternativ-Bands, während Cha Cha Lounge und Unicorn eine einzigartige Atmosphäre mit Arcadespielen und exzentrischem Dekor bieten. Weinliebhaber finden im Poco Wine Room ihren Platz, Bierfreunde in der originellen Bierthek The Pine Box in einer umgebauten ehemaligen Bestattungskapelle.
Das Viertel ist auch ein Schlaraffenland für Feinschmecker – von gehobenen Restaurants bis zu Street Food ist alles vertreten. Unbedingt einen Abstecher zum Melrose Market machen – eine kleinere Version des Pike Place mit Handwerksläden, Restaurants und einer Austernbar.
20. Fähre nach Bainbridge Island
Die Fährüberfahrt nach Bainbridge Island gehört zu den besten Ausflügen vom Stadtzentrum Seattles. Die 35-minütige Fahrt bietet wunderschöne Ausblicke auf das Stadtpanorama, den Puget Sound und die umliegenden Berge. Die Fähre kostet rund 8,50 USD pro Person (Hin- und Rückfahrt) und fährt stündlich.
Nach der Ankunft erwartet einen das malerische Städtchen Winslow mit Galerien, kleinen Läden und Restaurants – alles fußläufig vom Terminal erreichbar. Empfehlenswert: das Bainbridge Island Museum of Art (Eintritt frei), eine Weinverkostung im lokalen Weingut oder ein Spaziergang zum Eagle Harbor Waterfront Park.
Für aktive Besucher gibt es einen Fahrradverleih, mit dem man die 45 km² große Insel besser erkunden kann. Einen Besuch wert ist auch Bloedel Reserve – ein 150 Acres großer Garten mit Wald, Teichen und formalen Gärten (Eintritt 20 USD).

21. Mount Rainier National Park (Tagesausflug)
Der majestätische Stratovulkan Mount Rainier erhebt sich 4.392 Meter in die Höhe, ist an klaren Tagen von Seattle aus sichtbar und bietet einen der besten Tagesausflüge von der Stadt. Der Mount Rainier National Park liegt rund 2–3 Fahrstunden entfernt und wartet mit spektakulären Almwiesen, Gletschern und Dutzenden von Wanderwegen auf.
Für einen Tagesbesuch empfiehlt sich das Gebiet Paradise auf dem Südhang des Berges. Von dort führt der beliebte Skyline Trail – eine ca. 10 km lange Rundstrecke – zum Aussichtspunkt Panorama Point mit Blick auf Mount St. Helens und Mount Adams. Im Sommer blühen dort Wildblumen und man kann Murmeltiere oder Hirschherden beobachten.
Der Parkeintritt beträgt 30 USD pro Auto (gültig 7 Tage). An Wochenenden in der Hauptsaison kann es an den Einfahrten zu Staus kommen – früh aufbrechen lohnt sich. Die Wetterlage im Auge behalten: Der Gipfel des Rainier ist häufig in Wolken gehüllt, doch bei klarem Wetter ist der Ausflug unvergesslich.

22. Olympic National Park (Tagesausflug)
Westlich von Seattle liegt der weitläufige Olympic National Park, ein Biosphärenreservat mit verschneiten Gipfeln, Regenwäldern und wilder Pazifikküste. Für einen Tagesausflug eignet sich Hurricane Ridge – ein Gebirgskamm mit Panoramastraße und Besucherzentrum oberhalb von Port Angeles.
Die Fahrt von Seattle dauert etwa 3 Stunden, einschließlich einer 30-minütigen Fährüberquerung des Puget Sound. Vom Hurricane Ridge führt zum Beispiel der kurze Hurricane Hill Trail, ein einfacher asphaltierter Weg mit Blick auf das Olympic-Gebirge und bei guter Sicht bis nach Kanada und zur Cascade Range.
Auf dem Rückweg lohnt sich ein Stopp am türkisblauen Gletschersee Lake Crescent und am nahe gelegenen Wasserfall Marymere. Der Parkeintritt beträgt 30 USD pro Auto. Für einen längeren Ausflug (2–3 Tage) empfehlen sich auch der Hoh Rainforest (einzigartiger gemäßigter Regenwald) oder die Küstenstrände Rialto/La Push.

23. Snoqualmie Falls (Halbtagesausflug)
Weniger als eine Stunde östlich von Seattle liegt das malerische Snoqualmie Valley mit dem beeindruckenden Wasserfall Snoqualmie Falls. Dieser 82 Meter hohe Wasserfall, bekannt als Kulisse der Eingangsszene der Serie Twin Peaks, ist eine der meistbesuchten Naturattraktionen im Bundesstaat Washington.
Beim Wasserfall gibt es eine kostenlose Aussichtsplattform und einen kurzen Weg zum Fuß des Falls. Auf dem Felsen über dem Wasserfall thront das historische Salish Lodge & Spa, wo man ein Mittagessen mit Ausblick genießen oder eine entspannende Behandlung buchen kann.
Der Ausflug lässt sich gut mit einem Besuch des Städtchens Snoqualmie und seines Eisenbahnmuseums verbinden oder mit einer kurzen Wanderung in der Umgebung. Beliebt sind die Routen Rattlesnake Ledge (8 km, mit Seeblick) oder für erfahrenere Wanderer der anspruchsvolle Mount Si.
24. Weinprobe in Woodinville
Überraschenderweise liegt nur 30 Minuten von Seattle entfernt Woodinville – das Zentrum einer Weinregion mit mehr als 100 Weingütern und Verkostungsräumen. Während die meisten Trauben im östlichen Washington angebaut werden, bringen viele Winzer ihre Produkte in die Stadtnähe.
Woodinville ist in vier Weinbaugebiete unterteilt: den Hollywood District (mit Flaggschiffen wie Chateau Ste. Michelle), den Warehouse District (kleinere Familienbetriebe), Downtown und West Valley. Man kann an einer organisierten Degustationstour teilnehmen oder die Gegend auf eigene Faust erkunden.
Neben Wein bietet Woodinville auch mehrere Craft-Brauereien, Destillerien und hervorragende Restaurants mit lokalen Zutaten. Eine schöne Möglichkeit, ländliches Flair und ausgezeichnete Weine aus Washington zu genießen – ganz ohne lange Anreise.

25. Seattle Seahawks oder Mariners – ein Spiel erleben
Seattle hat eine leidenschaftliche Sportkultur, und ein Besuch bei einem Spiel der hiesigen Teams kann unvergesslich sein. Das Footballteam Seattle Seahawks spielt im Lumen Field, wo die Fans – bekannt als „12s“ – eine der lautesten Atmosphären in der gesamten NFL erzeugen. Die Saison läuft von September bis Januar.
Das Baseballteam Seattle Mariners spielt von April bis Oktober im T-Mobile Park. Das Stadion ist bekannt für seine gelungene Architektur und Panoramablicke auf die Innenstadt. Auch wer kein begeisterter Sportfan ist – die Atmosphäre im Stadion, das lokale Essen und das gesellschaftliche Erlebnis lohnen sich allemal.
Seit Kurzem hat Seattle auch ein NHL-Eishockeyteam: die Seattle Kraken, die in der renovierten Climate Pledge Arena spielen. Tickets am besten im Voraus kaufen, besonders für Seahawks-Spiele, die oft ausverkauft sind.
Verkehr in Seattle und Umgebung
Seattle verfügt über einen gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr und ist freundlich für Fußgänger und Radfahrer – ein Auto in der Stadt ist wirklich nicht notwendig. Hier sind die wichtigsten Fortbewegungsmöglichkeiten:
ÖPNV – mit Bus und Bahn durch die Stadt
Das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Seattle bilden das Busnetz (King County Metro) und die Stadtbahn Link Light Rail. Die Link verbindet das Zentrum mit nördlichen Vierteln (Universitätsviertel, North Seattle) und vor allem mit dem Flughafen im Süden – die Fahrt zum/vom Flughafen Sea-Tac dauert rund 30 Minuten und kostet nur 2,75 USD.
Das Grundticket kostet 2,75 USD für 2 Stunden innerhalb der Stadt (Umsteigen auf andere Linien inklusive). Tickets gibt es an den Automaten der Link-Stationen oder direkt beim Busfahrer (nur Bargeld, kein Wechselgeld – passend zahlen!). Moderner geht es mit der mobilen App Transit GO Ticket, über die man Tickets online kaufen kann.
Eine Besonderheit ist die Monorail von 1962, die zwischen dem Seattle Center (Space Needle) und dem Einkaufszentrum Westlake im Zentrum pendelt. Die Fahrt kostet 3,50 USD und ist eher eine Touristenattraktion – aber durchaus praktisch für den schnellen Transfer vom Zentrum zur Space Needle.

Free Waterfront Shuttle – kostenlos entlang des Ufers
Ein saisonales Plus für Touristen ist der Free Waterfront Shuttle – ein kostenloser Pendelbus entlang des Waterfront. Er ist in der Regel im Sommer (meist Mai bis September) täglich von etwa 10:00 bis 20:00 Uhr in Betrieb. Die Route führt vom Seattle Center/Space Needle über das Ufer (Piers 56/62/69) bis zum Pioneer Square und den Stadien im Süden der Innenstadt – Takt ca. alle 15 Minuten.
Eine tolle Möglichkeit, sich kostenlos zwischen den wichtigsten Touristenzielen zu bewegen – der Shuttle ist klimatisiert, rollstuhlgerecht und begrüßt auch Hunde. Abends fährt er sogar eine Sonderrunde zu den Hotels im Zentrum.
Zu Fuß, mit dem Rad oder dem E-Scooter
Das Zentrum Seattles ist recht kompakt, viele Orte lassen sich zu Fuß erkunden. Achtung aber: Die Stadt ist hügelig (besonders First Hill und Queen Anne können die Waden ordentlich beanspruchen). Fußgängerüberwege werden respektiert, an breiten Kreuzungen können die Ampelphasen jedoch länger sein.
Seattle investiert in Radwege und Fahrradspuren – rund um den Lake Union oder hinüber nach West Seattle gibt es schöne Strecken. Ein Fahrrad oder einen E-Scooter leihen ist dank Sharing-Systemen wie Lime, Veer oder Bird einfach – alles läuft per App, das Entsperren kostet rund 1 USD, der Minutentarif liegt bei etwa 0,25 USD.
Taxi, Uber und Lyft
In Seattle gibt es klassische Taxis (Yellow Cab u. a.), doch noch häufiger nutzen Einheimische und Besucher Uber oder Lyft. Beide Dienste decken die Stadt zuverlässig ab – eine Fahrt vom Zentrum zum Flughafen kostet je nach Verkehrslage rund 40–50 USD, kürzere Stadtfahrten liegen zwischen 10 und 20 USD.
Der Vorteil von Uber/Lyft: Per App ruft man den Wagen direkt dorthin, wo man ist – kein Taxisuchen auf der Straße nötig. Als Alternative gibt es im Zentrum im Sommer auch Rikschas und Fahrradtaxis (Pedicabs), die Touristen durch die Stadt kutschieren – eher ein Erlebnis als seriöse Fortbewegung.
Mietwagen und Parken
Für Ausflüge außerhalb der Stadt kann ein Mietwagen sinnvoll sein. Autos lassen sich sowohl am Flughafen Sea-Tac als auch an verschiedenen Standorten in der Stadt mieten. Die Preise variieren je nach Saison – im Sommer am höchsten. Grob gerechnet sollte man bei Vorausbuchung mit rund 50–100 USD pro Tag für einen normalen Pkw kalkulieren.
Wichtig: Mietwagen direkt am Flughafen sind wegen der Flughafengebühren deutlich teurer – im Durchschnitt etwa 18 % mehr als Stationen in der Innenstadt. Eine Wochenmietung kostet dort etwa 86 USD mehr. Wenn der Reiseplan es erlaubt, lohnt es sich, nach der Landung mit dem Link-Zug in die Stadt zu fahren (3 USD) und das Auto erst dort zu mieten.
Parken im Stadtzentrum Seattles ist gebührenpflichtig und vergleichsweise teuer. Im Straßenraum gelten in der Regel kostenpflichtige Zonen Montag bis Samstag von 8:00 bis 20:00 Uhr, mit Preisen von rund 2–4 USD pro Stunde je nach Lage. Sonntags und an Feiertagen ist es kostenlos.
Für längeres Parken lohnen sich öffentliche Parkhäuser. Die Stadt hat gemeinsam mit Betreibern das Programm „Downtown Parking“ eingeführt – in vielen Parkhäusern rund um Pike Place und das Waterfront gibt es vergünstigte Tarife von 3–4 USD/Stunde für bis zu 4 Stunden. Viele Parkhäuser im Geschäftsviertel bieten außerdem Abend- und Wochendend-Pauschalen um die 7 USD an.

Wo essen in Seattle
Seattle ist eine Stadt mit ausgeprägter Esskultur – dank der Meeresnähe dominieren frische Meeresfrüchte, gleichzeitig ist die Stadt eine Hochburg für Cafés, Brauereien und innovative Gastronomie. Ob Streetfood-Stand oder Luxusrestaurant mit Aussicht – die Auswahl ist riesig.
Meeresfrüchte und lokale Spezialitäten
In Seattle sollte man unbedingt den lokalen Lachs probieren – er gilt als einer der besten der Welt und wird oft gegrillt oder auf einem Zedernholzbrett geräuchert serviert. Sehr beliebt sind auch Austern, etwa aus der nahegelegenen Hood Canal Bay.
Eine traditionelle Spezialität ist Clam Chowder – eine dicke, cremige Suppe mit Muscheln und Kartoffeln; eine der besten soll es im Pike Place Chowder direkt auf dem Markt geben (regelmäßig preisgekrönt). Fischliebhaber sollten das Elliott’s Oyster House am Pier 56 ausprobieren (große Austernauswahl und Blick auf die Bucht) oder das legendäre Ivar’s (eine Kette mit Geschichte seit den 1930er-Jahren).
Für günstigeren Meeresfrüchtegenuss empfehlen sich Fish & Chips an einem der Stände auf dem Markt oder am Ufer. Beliebt sind auch Krebskuchen oder gegrillte Garnelen, die man in vielen Restaurants entlang des Waterfront bekommt.
Internationale Küche
Seattle ist eine multikulturelle Stadt – authentische asiatische Küche ist überall zu finden. Im Chinatown gibt es Dim Sum (z. B. im Restaurant Jade Garden), in Little Saigon hervorragende vietnamesische Phở und im Japantown Sushi oder Ramen (bekannt ist Sushi Kashiba in der Nähe des Pike Place).
Für ausgezeichnete Thai-Küche lohnen sich Bangrak Market oder das vegetarische Thai-Restaurant Araya’s Place (vollständig veganes Menü). Für mexikanischen Streetfood gibt es Tacos bei Los Agaves in Ballard oder am Pike Place Market mit lateinamerikanischen Ständen.
Europäische Klassiker gibt es beim französischen Maximilien (romantisches Restaurant mit Blick auf Elliott Bay) oder beim italienischen Bistro Serious Pie (berühmt für seine Pizzen). Natürlich fehlen auch amerikanische Klassiker nicht – Burger beim ikonischen Retro-Drive-in Dick’s oder echtes BBQ (sehr beliebt ist Jack’s BBQ).
Vegetarische und vegane Möglichkeiten
Seattle ist sehr pflanzenkostfreundlich. Zu den bekanntesten vegetarischen Restaurants zählen das Cafe Flora (seit über 30 Jahren eine Institution, kreative vegetarische Gerichte in einem schönen Interieur mit Wintergarten) und das Plum Bistro auf dem Capitol Hill – ein stilvolles Lokal mit 100 % veganem Menü.
Erwähnenswert sind auch Harvest Beat in Wallingford (saisonales veganes Fünf-Gänge-Menü als kulinarisches Erlebnis) oder Wayward Vegan Café (Diner-Stil, üppige Frühstücke, Burger – alles pflanzlich). Die Pi Vegan Pizzeria im U-District war sogar die erste rein vegane Pizzeria in den USA.
Die meisten regulären Restaurants in Seattle bieten außerdem vegetarierfreundliche Optionen an – als Vegetarier oder Veganer isst man hier praktisch überall gut, die Auswahl ist wirklich beeindruckend.
Kaffee und Cafés in Seattle
Seattle ist die Geburtsstadt von Starbucks – aber dabei sollte man es nicht belassen, denn die Stadt hat eine der besten Kaffeeszenen der Welt. Neben einem symbolischen Besuch im ersten Starbucks-Café beim Pike Place (Schlange einkalkulieren!) lohnt sich ein Blick auf die lokalen Röstereien.
Ausgezeichneten Kaffee bekommt man im Storyville Coffee (direkt über dem Pike Place Market), Victrola Coffee (Capitol Hill), Caffe Ladro oder Milstead & Co. in Fremont. Eine Besonderheit ist die Starbucks Reserve Roastery auf dem Capitol Hill – eine luxuriöse Kombination aus Rösterei und Café, in der sich seltene Kaffeespezialitäten auf verschiedene Zubereitungsarten probieren lassen.
In Seattle ist es ganz normal, sich mit einer Tasse Kaffee hinzusetzen und das Treiben auf der Straße zu beobachten – die Einheimischen lieben das, besonders an regnerischen Tagen, wenn die Cafés zum zweiten Wohnzimmer der Seattleites werden.
Brauereien und Getränke
Zum Abendessen in Seattle gehört oft ein handgebrautes Bier – der pazifische Nordwesten ist berühmt für seine Craft-Beer-Szene. Allein in Seattle gibt es Dutzende Mikrobrauereien: Fremont Brewing (beliebter Biergarten, Fassbier für ~5 USD), Pike Brewing Co. (direkt beim Pike Place Market, mit kleinem Biermuseum) oder Elysian Brewing (bekannt für sein Kürbisbier).
Neben Bier ist Seattle auch für seine Cocktailbars bekannt. Besonders lohnenswert sind Dachbars mit Aussicht wie The Nest im Hotel Thompson oder die historische Bar im Observatory des Smith Tower, eingerichtet im Prohibition-Stil.
Worauf man in Seattle achten sollte
Seattle ist im Allgemeinen eine sichere und angenehme Stadt für Reisende. Trotzdem gibt es ein paar praktische Hinweise, damit der Aufenthalt reibungslos verläuft.
Sicherheit in der Stadt
Wie viele andere Großstädte hat auch Seattle bestimmte Probleme mit Obdachlosigkeit und Drogenkonsum im Zentrum. Touristisch frequentierte Bereiche wie Waterfront, Pike Place Market und das Seattle Center sind sicher und gut bewacht – auch abends sind dort genug Menschen und privates Sicherheitspersonal unterwegs.
Stellenweise begegnet man obdachlosen oder unter Drogeneinfluss stehenden Personen, vor allem rund um die 3rd Avenue und den Westlake Park im Zentrum. Diese Bereiche sind nicht direkt gefährlich, können aber unangenehm wirken. Es empfiehlt sich, abgelegene und schlecht beleuchtete Orte in der Nacht zu meiden – etwa Teile des Pioneer Square zu später Stunde.
Wer sich auf den Hauptstraßen und touristischen Bereichen bewegt, hat ein minimales Risiko. Wie überall gilt: keine Wertsachen unbeaufsichtigt lassen und in Menschenmassen (z. B. auf dem Pike Place Market) auf Taschendiebe achten. Diebstähle sind aber eher selten.
Wetter und passende Kleidung
Seattle ist für seinen Regen bekannt – also auch im Sommer immer eine leichte wasserdichte Jacke oder einen kompakten Regenschirm dabei haben. Der Regen ist meistens feines Nieselwasser, kann aber den ganzen Tag anhalten. Im Winter sollte man warme Kleidung einpacken – feuchte Kälte um 5 °C fühlt sich empfindlich an.
Schichtenprinzip ist das Zauberwort – morgens kann es regnen und 10 °C haben, nachmittags scheint die Sonne und es werden 20 °C. Für Bergtouren unbedingt festes Schuhwerk, eine Windjacke und eine zusätzliche Schicht einpacken – das Wetter in den Bergen ändert sich noch schneller.
Im Sommer kann es gelegentlich zu schlechter Luftqualität durch Waldbrände in der Region kommen. In einem solchen Fall die lokalen Meldungen und Warnungen verfolgen – bei hohen Schadstoffwerten werden anstrengende Outdoor-Aktivitäten nicht empfohlen.
Besonderheiten im Straßenverkehr
Der Berufsverkehr ist an Werktagen von etwa 7:00–9:00 und 16:00–18:30 Uhr am stärksten, wenn sich auf den Autobahnen (I-5 durch die Stadt sowie I-90/I-405 Richtung Osten) Staus bilden. Für Fahrten in dieser Zeit mehr Zeit einplanen.
Das Zentrum hat viele Einbahnstraßen – GPS-Navigation hilft, unnötige Umwege zu vermeiden. Wichtig: auf Busspuren und Straßenbahnschienen achten – einige Fahrspuren im Zentrum sind dem ÖPNV vorbehalten. Die gesamte 3rd Avenue im Zentrum ist werktags von 6 bis 19 Uhr ausschließlich für Busse und Oberleitungsbusse.
Beim Parken am Straßenrand sorgfältig auf die Beschilderung achten – besonders auf die sogenannten Peak-Hour-No-Parking-Zeichen an Hauptstraßen, die in der Rushhour das Halten verbieten. Diese Bereiche werden streng kontrolliert, und Falschparker werden sofort abgeschleppt.
Regeln und lokale Gepflogenheiten
Im Bundesstaat Washington ist der Freizeitkonsum von Marihuana für Personen ab 21 Jahren legal, aber nur an privaten Orten. Das Rauchen oder der Konsum von Drogen (einschließlich Marihuana) in der Öffentlichkeit ist illegal und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Marihuanaprodukte können in speziellen Geschäften (Dispensaries) erworben werden – aber beachten: In die EU dürfen sie weder ein- noch ausgeführt werden.
In Restaurants und Bars wird ein Trinkgeld von ca. 15–20 % der Rechnung erwartet, sofern es nicht bereits automatisch berechnet wurde. Das Servicepersonal in den USA erhält oft nur den Mindestlohn und ist auf Trinkgeld angewiesen. In manchen Cafés und Fast-Food-Läden fordert das Tablet an der Kasse ebenfalls zu einem kleinen Trinkgeld auf – das ist freiwillig, aber bei gutem Service eine Geste der Wertschätzung.
Alkohol wird nur an Personen ab 21 Jahren verkauft – im Laden kann man nach dem Ausweis gefragt werden, und in Bars kann man ohne gültigen Lichtbildausweis abends abgewiesen werden.
Häufig gestellte Fragen
Jak se dostanu z letiště do centra Seattlu?
Z letiště Sea-Tac do centra Seattlu jezdí rychlodráha Link Light Rail. Cesta trvá přibližně 30 minut a jízdenka stojí 2,75 USD. Vlaky jezdí každých 8-10 minut ve špičce a je to nejekonomičtější způsob přepravy. Alternativně můžete využít taxi nebo Uber/Lyft (cca 40-50 USD) nebo letištní shuttle bus.
Kolik dní potřebuji na prohlídku Seattlu?
Pokud chcete vidět to nejdůležitější tak postačí 2-3 dny. Pokud chcete navštívit i okolní národní parky nebo podniknout výlety mimo město, doporučuji alespoň 5-7 dní.
Jak moc je Seattle drahý?
Seattle patří k těm nejdražším americkým městům, ale tím, že je velké, tak když budete třeba rezervovat ubytování včas a budete správně volit restaurace, tak to není tak strašné.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
