Die Dolomiten halten wir für die schönsten Berge Europas — und nach mehreren Besuchen sind wir uns dessen immer sicherer. Ihre turmartigen Gipfel aus Dolomitenkalk und die türkisfarbenen Seen haben schon so manchen Reisenden begeistert. Zusammen mit den relativ günstigen Preisen, der hervorragenden italienischen Küche und der Erreichbarkeit der Berggipfel sind die Dolomiten ein ideales Reiseziel für Paare, Familien mit Kindern und Senioren. In diesem Reiseführer findet ihr die 15 schönsten Orte in den Dolomiten, einen praktischen Reiseplan für 5–7 Tage und alles, was ihr vor eurer Reise in die italienischen Alpen wissen müsst.
Die Dolomiten sind eines der Gebirgsmassive der italienischen Alpen im nördlichen Teil Italiens. Von München aus sind es etwa 350 km, und am besten erreicht ihr sie mit dem Auto, auch wenn ihr natürlich auch mit dem Zug oder Bus anreisen könnt.

Warum die Dolomiten anders sind als „gewöhnliche“ Alpen
Die Dolomiten sind nicht einfach nur ein weiteres Alpengebirge. Es sind vertikale Felstürme aus Dolomitenkalk, die bei Sonnenauf- und -untergang rosa und orange leuchten — man nennt es Enrosadira und es ist einer der Gründe, warum die UNESCO die Dolomiten 2009 zum Weltkulturerbe erklärt hat.
Im Gegensatz zu den Schweizer oder Österreichischen Alpen findet ihr hier dramatische Kontraste: Schroffe Felswände ragen direkt aus grünen Wiesen empor, türkisfarbene Seen liegen in von vertikalen Klippen umgebenen Korridoren, und statt Gletschertälern gibt es hier enge Pässe mit Aussichten in alle Richtungen. Die italienischen Dolomiten erstrecken sich an der Grenze zweier Regionen — Trentino-Südtirol und Venetien. Hier wird Italienisch und Deutsch gesprochen, das Essen kombiniert alpine Küche mit italienischer, und die Atmosphäre ist völlig anders als irgendwo sonst in den Alpen.
Wann in die Dolomiten zum Wandern
Die Hauptsaison ist von Juli bis Ende September, wenn in den Dolomiten das beste Wetter herrscht und die Tage lang und ideal zum Erkunden der Berge sind. Im Sommer müsst ihr damit rechnen, dass die italienischen Alpen voller Touristen sind und Unterkünfte inklusive Campingplätze im Voraus gebucht werden müssen, besonders wenn ihr mit einem Wohnmobil reist.
Mai und Juni sind eine interessante Alternative — die Wiesen blühen in unglaublichen Farben, es gibt nur einen Bruchteil der Touristen und die Übernachtungspreise sind deutlich niedriger. Rechnet aber damit, dass auf höheren Wegen (über 2.500 m) noch Schnee liegen kann und einige Berghütten erst Mitte Juni öffnen. Die Tagestemperaturen liegen bei etwa 15–20 °C in den Tälern, in den Bergen deutlich weniger.
Sommer in den Dolomiten
Juli und August sind auch ideal zum Zelten. Wenn ihr im September oder Oktober campen wollt, rüstet euch mit einem ausreichend warmen Schlafsack aus und packt idealerweise eine zusätzliche Decke ein. Als wir Anfang September gecampt haben, fielen die Nachttemperaturen auf bis zu minus vier Grad, und mit unseren Sommerschlafsäcken war das alles andere als ideal. Im Sommer liegen die Temperaturen in den Tälern bei 25–30 °C, in den Bergen aber auch tagsüber nur bei 10–15 °C.
Herbst in den italienischen Alpen
September in den Dolomiten ist wunderschön — ihr trefft hier deutlich weniger Touristen, die meisten Hütten und Restaurants sind noch geöffnet und die Preise sind an manchen Orten bereits günstiger. Wir möchten allerdings nächstes Jahr noch später fahren, nämlich im Oktober, weil sich dann die Lärchen golden färben. Der Oktober hat aber auch seine Tücken: Ihr könnt nicht damit rechnen, in allen Berghütten zu Mittag zu essen oder einen Espresso zu bekommen. Einige Campingplätze sind im Oktober ebenfalls geschlossen, und die Sonne geht früh unter, besonders in den Dolomiten, wo sie hinter den Bergen verschwindet.

Dolomiten mit Kindern und Hund
Die Dolomiten sind ideal für Familien mit Kindern. Auf viele Gipfel kann man mit der Seilbahn fahren und einfache Spaziergänge mit minimalem Höhenunterschied unternehmen. Seiser Alm, Lago di Braies und die Umgebung von Cortina sind wie geschaffen für Familien — Seilbahnen bringen euch nach oben, unten gibt es ebene Spaziergänge mit Aussicht und Berghütten servieren Essen, sodass ihr keinen schweren Rucksack tragen müsst. Fahrt zum Zelten und schenkt euren Kindern ein Erlebnis fürs Leben. Wir empfehlen aber eher die Umgebung von Ortisei, von wo aus ihr zur Seiser Alm und Seceda aufbrechen könnt.
Auf alle Wanderungen, die wir gemacht haben, könnt ihr auch euren Hund mitnehmen. Hunde waren auch auf allen Seilbahnen erlaubt, sodass unser Kája überall dabei war — bis auf den Lago di Sorapis, wohin wir ihn nicht mitgenommen haben, weil er etwas tollpatschig ist und es keine ideale Tour für kleinere Hunde ist.
Wo übernachten in den Dolomiten?
Wenn ihr die Orte besuchen möchtet, die wir euch empfehlen, ist es am besten, in Cortina d’Ampezzo zu starten, wo ihr 4–5 Tage verbringt, und dann für 2–3 Tage nach Ortisei umzuziehen. Als dritte Basis empfehlen wir Val Pusteria (Pustertal) — es ist der ideale Ausgangspunkt für Lago di Braies und Tre Cime, und die Unterkünfte sind hier oft günstiger als in Cortina.
Budget: In der Hauptsaison rechnet mit 80–150 € pro Nacht für ein Doppelzimmer (Mittelklasse). Luxushotels in Cortina kosten 200–400 €+, Campingplätze hingegen 25–45 € pro Nacht. Außerhalb der Saison (Juni, Oktober) sind die Preise 20–40 % günstiger.
Cortina d’Ampezzo
Cortina d’Ampezzo ist ein berühmtes Skigebiet in den italienischen Alpen, das atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Berge bietet. Es ist auch ein hervorragender Ausgangspunkt zum Dolomiten wandern. Von Cortina aus ist es nicht weit zum beliebten Tre Cime di Lavaredo, ihr könnt von hier auch die großartige Wanderung zum türkisblauen Lago di Sorapis oder zum Lago Federa unternehmen. Von Cortina ist es nicht weit zu den meisten unserer beliebten Wanderungen, wie beispielsweise auch Cinque Torri am Passo Giau.
Unsere Unterkunftstipps in Cortina:
- Wenn ihr eine preiswertere hundefreundliche Unterkunft sucht, hat uns das B&B Hotel Passo Tre Croci Cortina sehr gefallen — hervorragendes Frühstück, direkt am Startpunkt der Wanderung zum Lago di Sorapis, und der Hund war nur gegen eine kleine Gebühr dabei.
- Eines der bestbewerteten Apartments ist das Dolomiti Sweet Lodge, und erwähnenswert ist auch das Hotel Villa Gaia.
- Wer eine luxuriösere romantische Unterkunft sucht, sollte das HOTEL de LEN nicht verpassen.
Ortisei
Wenn ihr mit Kindern in die Dolomiten fahrt oder keine erfahrenen Bergsteiger seid, findet ihr deutlich bequemere Spaziergänge in der Nähe von Ortisei, von wo aus es nicht weit zur berühmten Seceda oder Seiser Alm ist.
Unsere Unterkunftstipps in Ortisei:
- In Ortisei könnt ihr im B&B Villa Angelino übernachten,
- oder in den stilvollen Apartments Apt Lara Siela,
- das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet wohl das Hotel Scherlin, wo Frühstück und Abendessen im Preis inbegriffen sind.
Verfügbarkeit prüfen
Verfügbarkeit prüfen
Verfügbarkeit prüfen
Verfügbarkeit prüfen
Verfügbarkeit prüfen
Verfügbarkeit prüfen
15 schönste Orte in den Dolomiten
Schauen wir uns die Orte an, die ihr in den italienischen Alpen auf keinen Fall verpassen solltet. Wir haben sie in der Reihenfolge aufgelistet, wie ihr sie antrefft, wenn ihr unserem Reiseplan folgt — von der Region Cortina über die Pässe bis ins Val Gardena.
1. Wanderung um Tre Cime di Lavaredo
- 3,5–4 Stunden, 400 m Höhenunterschied, 9,5 km
Die ikonischste Wanderung in den italienischen Alpen ist definitiv die Tre Cime di Lavaredo bzw. Drei Zinnen, deren imposante Dreiergruppe von Felsgipfeln ihr sicher von Fotos kennt. Der gesamte Rundweg dauert 3,5 – 4 Stunden inklusive Mittagessen in einer der Hütten unterwegs. Insgesamt wandert ihr 9,5 km und überwindet knapp 400 Höhenmeter.
Es handelt sich um eine sehr einfache Tour, die ihr entweder als Rundweg gehen könnt oder an der Hütte Rifugio Antonio Locatelli / Dreizinnenhütte, von wo aus die schönsten Aussichten sind, umkehrt und denselben Weg zurückgeht. Die Wanderung beginnt bei der Berghütte Auronzo, die ihr mit dem Auto erreichen könnt — das Parken kostet allerdings 30 Euro für ein Auto und 45 Euro für einen Campervan. Wenn ihr in Cortina übernachtet, könnt ihr auch mit dem Bus hierher fahren, der nur wenige Euro kostet. Für aktuelle Preise und Fahrpläne empfehlen wir einen Besuch im Infozentrum im Zentrum von Cortina.
Aktualisierung 2026: Seit dem Sommer 2025 gibt es auf der Zufahrtsstraße zu den Tre Cime ein neues Reservierungssystem. In der Hauptsaison (Juli–September) muss man vorab ein Zeitfenster für die Zufahrt mit dem Auto auf der Mautstraße zum Rifugio Auronzo buchen. Ohne Reservierung werdet ihr nicht auf die Straße gelassen — besonders an Wochenenden und zur Stoßzeit (9:00–11:00). Wir empfehlen, mindestens 2–3 Tage im Voraus zu reservieren, im August sogar eine Woche vorher. Alternativ kann man zu den Tre Cime zu Fuß vom Lago di Misurina wandern (ca. 2 Stunden zusätzlich), wo keine Reservierung nötig ist.

2. Cadini di Misurina — verborgenes Juwel nahe Tre Cime
Die Cadini di Misurina sind eine Gruppe von Felstürmen und -nadeln, die wie eine natürliche Kathedrale aussehen. Die meisten Touristen fahren auf dem Weg zu den Tre Cime daran vorbei, aber genau deshalb findet ihr hier Ruhe und ein authentisches Bergerlebnis, das ihr bei den Tre Cime in der Saison vergeblich sucht.
Den besten Blick auf die Cadini habt ihr vom Rifugio Auronzo (derselbe Ausgangspunkt, von dem man zu den Tre Cime geht) — ihr müsst euch nur in die andere Richtung drehen. Für einen näheren Blick wandert zum Rifugio Fonda Savio (2–3 Stunden hin und zurück, mittlerer Schwierigkeitsgrad). Wir waren morgens dort, bevor wir den Rundweg um die Tre Cime antraten, und der Blick auf die nadelartigen Felstürme im Morgenlicht war das frühe Aufstehen absolut wert.
3. Wanderung zum Lago di Sorapis
- 4–6 Stunden, 725 m Höhenunterschied, 13,5 km
Einer der schönsten Orte ist definitiv der unglaublich türkisfarbene Lago di Sorapis, den ihr euch allerdings mit einem Aufstieg verdienen müsst. Die Tour umfasst insgesamt 13,5 km und 725 Höhenmeter.
Es handelt sich nicht um eine schwierige Wanderung, aber es ist die einzige Tour, die wir Familien mit kleinen Kindern dringend abraten würden, und wir haben auch unseren Hund nicht mitgenommen, weil er etwas tollpatschig ist. Ein Teil der Strecke verläuft relativ nah am Abhang, die Tour hat Abschnitte mit Treppen und Seilen, und bei viel Wasser muss man auch durch einen Bach waten. Wenn ihr unter Höhenangst leidet, ist das vielleicht auch nicht die ideale Wahl. Ich hoffe aber, dass ich euch nicht abgeschreckt habe — wir sind die Tour mit Lukáš schon mehrmals gegangen und es gibt wirklich keinen Grund zur Sorge.
Zum Lago di Sorapis solltet ihr am besten zu Beginn des Sommers aufbrechen, wenn der Wasserstand am höchsten ist. Ende September kann das Erlebnis weniger beeindruckend sein, da der See allmählich austrocknet. Kurz vor dem See gibt es eine Abzweigung zu einer Hütte, wo ihr während der Saison zu Mittag essen, auf die Toilette gehen oder einen Espresso trinken könnt. Anfang Oktober war sie noch geöffnet.

4. Wanderung zum Lago Federa
- 3–4 Stunden, 400 m Höhenunterschied, 8,4 km
Zum Lago Federa könnt ihr direkt vom Campingplatz in Cortina starten, aber das empfehlen wir nicht besonders. Es ist ein sehr anstrengender Aufstieg, was vielleicht manche Bergfans begeistert, aber man wandert die ganze Zeit durch den Wald und sieht nicht viel. Die kürzeste und beliebteste Route führt von Ponte di Rocurto. Von dort braucht ihr etwa 1,5–2 Stunden zum See. Es geht ziemlich bergauf, aber am See gibt es eine Hütte, wo ihr ein gutes Mittagessen bekommen könnt.

5. Passo Giau
Den Passo Giau erreicht ihr von Cortina aus mit dem Auto oder Bus, und wenn ihr keine Lust auf eine Wanderung habt, müsst ihr für atemberaubende Aussichten keinen Finger rühren. Es reicht, auf dem Parkplatz zu parken und sich umzuschauen. Von Cortina aus ist es auch eine hervorragende Radstrecke, die sich ständig bergauf schlängelt, und nach 2 Stunden Strampeln bergauf habt ihr euch eine ordentliche Portion Tiroler Knödel verdient. Oder leiht euch ein E-Bike und seid in 45 Minuten oben.

6. Passo Sella — Pass mit Blick auf den Sassolungo
Der Passo Sella (2.240 m) ist einer der ikonischen Dolomitenpässe und zugleich Teil der berühmten Sella Ronda. Vom Pass habt ihr direkten Blick auf das imposante Sassolungo-Massiv (Langkofel), das sich direkt vor euch erhebt — und dieser Anblick verschlägt euch den Atem, selbst wenn ihr zum dritten Mal in den Dolomiten seid.
Der Pass ist ein idealer Zwischenstopp auf der Fahrt zwischen Val Gardena und Val di Fassa. Ihr könnt hier parken, einen Kaffee mit Aussicht trinken und eine kurze Wanderung zum Rifugio Salei (45 Minuten) oder einen längeren Rundweg um den Sassolungo (5–6 Stunden, anspruchsvoller) unternehmen. Im Winter ist die Sella Ronda eines der besten Skigebiete der Alpen — 40 km Pisten, verbunden durch Seilbahnen.
7. Wanderung zu Cinque Torri
- 3–4 Stunden, 583 m Höhenunterschied, 10 km
Diese Route gehört zu unseren absoluten Favoriten. Wir starten immer am Passo Giau und wandern in gemütlichem Tempo über die felsige Strecke zu den Cinque Torri. Die ganze Zeit habt ihr unglaubliche Aussichten — ich glaube, wir waren hier schon drei oder vielleicht sogar vier Mal und es wird uns nie langweilig.
Es ist hier zu jeder Jahreszeit wunderschön, und obwohl ihr fast 600 Höhenmeter überwindet, ist der Anstieg allmählich und für fast jeden machbar. Unterwegs gibt es zwei Hütten, wo ihr Mittagessen oder eine Jause bekommen könnt.

8. Schönster See Italiens: Lago di Braies
Was wäre ein Besuch in den Dolomiten ohne einen Halt am berühmtesten See? Passt auf und fahrt früh los, denn auch außerhalb der Saison kann euch die Menge an Touristen überraschen, und manchmal bekommt ihr nicht einmal einen Parkplatz. Das ist uns letztes Jahr Ende Oktober passiert. Ja, Ende Oktober, als es überall sonst komplett leer war. Alle waren offenbar gerade am Lago di Braies. Am Lago di Braies könnt ihr ein Boot ausleihen oder einen kurzen Spaziergang um den See machen.
Tipp für 2026: Im Sommer ist am Lago di Braies eine Reservierung eines Parkplatzes oder eines Shuttlebus-Tickets Pflicht. Ohne Reservierung kommt ihr mit dem Auto nicht zum See. Das System funktioniert ähnlich wie bei den Tre Cime — reserviert euren Platz lieber vorab online.

9. Lago di Carezza (Karersee) — Smaragdsee unter dem Latemar
Der Lago di Carezza ist ein kleiner, aber unglaublich farbenprächtiger See unter dem Latemar-Massiv. Das Wasser hat Schattierungen von smaragdgrün bis türkis, und auf dem Grund sind versunkene Baumstämme zu sehen — es sieht fast wie eine Unterwasserlandschaft aus. Das erste Mal hielten wir dort eigentlich zufällig an, auf dem Weg von Bozen, und seitdem kehren wir jedes Mal zurück.
Im Gegensatz zum Lago di Braies oder Sorapis ist der Karersee leicht zugänglich: Ihr parkt direkt an der Straße und erreicht den See in 5 Minuten über einen befestigten Weg. Idealer Zwischenstopp auf der Fahrt von Bozen Richtung Pässe. Der See ist am schönsten vormittags, wenn sich die Spitzen des Latemar in der Wasseroberfläche spiegeln.
Hinweis: Der See ist relativ klein und in der Hauptsaison kann es hier sehr voll werden. Wenn ihr Ruhe wollt, kommt früh morgens oder außerhalb von Juli/August.
10. Spaziergang zum Lago Limides
Den Lago Limides erreicht ihr leicht vom Parkplatz am Passo Falzarego, der gleichzeitig Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den Berg Lagazuoi ist. Dieser See ist besonders im Frühling schön, wenn genügend Wasser darin ist.
Er ist oft sehr ruhig, und wunderschöne Alpengipfel spiegeln sich in ihm. Im Sommer ist er eher eine größere Pfütze, für die sich der Ausflug kaum lohnt. Im Herbst sieht es leider ähnlich aus.

11. Mit der Seilbahn auf den Lagazuoi
Auf diesen Gipfel könnt ihr mit der Seilbahn fahren und ich empfehle es euch sehr. Wir sind den Fußweg gegangen, der praktisch ein Hochkraxeln eines ziemlich steilen Hangs ist.
Vielleicht lag es daran, dass wir Hunger hatten, aber es kam uns endlos vor und unterwegs gibt es wirklich keine interessanten Aussichten. Falls ihr trotzdem klettern wollt — auf dem Gipfel gibt es ein Restaurant, wo ihr euch belohnen könnt.

12. Schönste Alm Südtirols: Seiser Alm (Alpe di Siusi)
Wer kennt nicht die Fotos von der beliebtesten Alpenwiese Europas, der Seiser Alm? Ihr fahrt mit der Seilbahn hinauf und könnt dann einfach über die sanften Hänge spazieren, die beruhigende Natur genießen und dem Läuten der Kuhglocken lauschen. Oder trinkt einfach einen Espresso im örtlichen Restaurant. Auch so werdet ihr ein unvergessliches Erlebnis haben.
Praktische Info: Im Sommer gilt auf der Seiser Alm ein Fahrverbot für PKW (9:00–17:00). Nach oben kommt ihr mit der Seilbahn von Ortisei (Seiser Alm Bahn) oder dem Bus von Compatsch. Die Seilbahn kostet etwa 25 € Hin- und Rückfahrt für Erwachsene — erwägt die Dolomiti Supersummer Card, wenn ihr mehrere Seilbahnen nutzen wollt.

13. Atemberaubende Aussichten auf der Seceda
Auf die Seceda kommt ihr mit der Seilbahn von Ortisei-Furnes-Seceda, dann sind es nur noch 10 Minuten zum Gipfel. Wenn ihr ein wenig wandern möchtet, könnt ihr eine andere Route wählen: mit der Seilbahn zum Col Raiser fahren und einen 3–4-stündigen Rundweg machen. Die Wanderung ist relativ einfach und die Ausblicke sind fantastisch.

14. Val di Funes (Villnöß) — meistfotografiertes Tal der Dolomiten
Val di Funes ist das Tal, das ihr von jedem zweiten Instagram-Post über die Dolomiten kennt — das kleine Kirchlein St. Johann in Ranui mit den scharfen Odle/Geisler-Spitzen im Hintergrund. Und das zu Recht: Dieser Anblick ist tatsächlich so schön, wie er auf den Fotos aussieht. Wir standen dort mit Lukáš im Abendlicht und keiner von uns wollte gehen.
Die beste Zeit zum Fotografieren ist früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Odle-Spitzen beleuchtet. Vom Dorf Santa Maddalena führt ein einfacher Spaziergang zum Kirchlein (20 Minuten). Für eine anspruchsvollere Tour geht weiter auf dem Adolf-Munkel-Weg unter den Odle-Wänden — 3–4 Stunden, minimaler Höhenunterschied, maximale Aussichten.
Praktische Info: Das Parken in Santa Maddalena ist begrenzt, in der Saison empfehlen wir, vor 9:00 Uhr anzukommen. Im Sommer fährt ein Shuttlebus von Brixen.
15. Cortina d’Ampezzo — Königin der Dolomiten
Cortina d’Ampezzo ist nicht nur eine Basis zum Schlafen — es ist ein eigenständiges Reiseziel. Die Stadt war Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1956 und ist 2026 Mitveranstalter, weshalb eine umfangreiche Modernisierung der Infrastruktur stattfand. Der Corso Italia ist eine elegante Fußgängerzone mit Cafés und Geschäften, in der man einen angenehmen Nachmittag verbringen kann.
Von Cortina führen Seilbahnen auf die Tofane (Freccia nel Cielo — Aussicht von 3.244 m), Faloria und Cristallo. Für Familien empfehlen wir den Adventure Park am Stadtrand. Und vor allem — Cortina ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Tre Cime, zum Lago di Sorapis und zu den Cinque Torri, alles ist in 30–45 Autominuten erreichbar.
Wenn ihr einen Dolomiten-Urlaub plant und Herausforderungen sucht, solltet ihr den Aufstieg auf die Marmolada, bekannt als „Dach der Dolomiten“, nicht verpassen. Dieser majestätische Berg bietet unvergessliche Ausblicke und ist ein beliebtes Ziel vieler Wanderer und Bergsteiger. Wenn ihr mehr über diese großartige Route erfahren möchtet, schaut euch den Artikel Marmolada: Aufstieg auf das Dach der Dolomiten an, wo ihr detaillierte Informationen zum Aufstieg, Sicherheitstipps und Empfehlungen findet, wie ihr dieses Erlebnis am meisten genießen könnt.
Wann und wo goldene Lärchen in den Dolomiten?
Goldene Lärchen jagen wir schon seit mehreren Jahren in den Dolomiten. Sie sind nämlich nur sehr kurz golden, bevor sie ihre Nadeln verlieren. Und jedes Jahr ist es leider etwas anders. Die Verfärbung kann schon Ende September beginnen. Die beste Zeit für einen Besuch der Dolomiten ist daher Anfang Oktober. Wenn ihr sie in voller Pracht sehen wollt, fahrt zum Lago Federa.
Dolomiten planen: Reiseplan für 5–7 Tage
Die häufigste Frage, die wir bekommen: „Wie viele Tage brauche ich in den Dolomiten?“ Unsere Antwort: mindestens 5 Tage, idealerweise 7. Die Dolomiten sind weitläufig und das Fahren zwischen den Orten braucht Zeit — die Straßen sind gebirgig, kurvenreich und in der Saison voll.
Tag 1–2: Region Cortina d’Ampezzo
Ankunft, Akklimatisierung. Tre Cime di Lavaredo (ganzer Tag — vergesst die Reservierung nicht!), Lago di Sorapis (ganzer Tag — Achtung, anspruchsvollere Tour). Abends Spaziergang durch Cortina und gutes Abendessen auf dem Corso Italia.
Tag 3: Cinque Torri und Umgebung
Vormittags Cinque Torri (vom Passo Giau, unsere Lieblingsroute), nachmittags Lago Federa oder Lago Limides. Beide sind relativ nah und lassen sich kombinieren.
Tag 4: Umzug ins Val Gardena / Seiser Alm
Unterwegs Halt am Passo Giau und Passo Sella (Fotos, kurzer Spaziergang, Kaffee mit Blick auf den Sassolungo). Nachmittags Ankunft in Ortisei oder Santa Cristina. Wenn noch Zeit bleibt, Seceda bei Sonnenuntergang.
Tag 5: Seiser Alm (Alpe di Siusi)
Ganzer Tag auf der größten Hochalm Europas. Mit der Seilbahn hinauf, Spaziergang über die Alm, Mittagessen in einer Berghütte. Mit Kindern ideal — ebenes Gelände, Blick auf den Sassolungo auf Schritt und Tritt.
Tag 6: Val di Funes und Umgebung
Morgens Fotos des Kirchleins St. Johann im Morgenlicht, Wanderung auf dem Adolf-Munkel-Weg unter den Odle-Wänden. Nachmittags Lago di Carezza auf dem Weg Richtung Süden — kurzer Halt, aber es lohnt sich.
Tag 7: Lago di Braies, Abreise
Besuch des Lago di Braies (fahrt früh morgens!) oder Rundfahrt über die Pässe. Abreise Richtung Brennerpass zurück nach Deutschland.
Tipp: Scheut euch nicht, den Plan je nach Wetter anzupassen. In den Dolomiten ändert sich das Wetter schnell — habt immer eine „Ersatz“-Aktivität für Regentage parat (Museum in Cortina, Wellness, Shopping in Bozen).
Anreise in die Dolomiten mit dem Auto: was ihr wissen müsst
Anreise aus Deutschland: Die schnellste Route von München führt über den Brennerpass direkt in die Dolomiten — in etwa 3,5–4 Stunden seid ihr da. Von Berlin oder Hamburg rechnet mit 8–10 Stunden. Auf dem Brennerpass fällt eine Maut von ca. 10 € pro PKW an. Wer über Österreich fährt, benötigt zusätzlich die digitale Vignette (online erhältlich). Wir empfehlen, früh morgens loszufahren oder unterwegs eine Übernachtung einzuplanen.
Parken in den Dolomiten: Das ist in der Saison wohl die größte Herausforderung. Die meisten beliebten Orte haben kostenpflichtige Parkplätze, die sich schnell füllen. Grundregeln:
- Am Lago di Braies ist im Sommer eine Reservierung des Parkplatzes oder des Shuttlebus-Tickets Pflicht
- Tre Cime — neues Reservierungssystem seit 2025 (siehe oben)
- Seiser Alm — im Sommer Fahrverbot für PKW (9:00–17:00), man muss die Seilbahn von Ortisei oder den Bus nehmen
- Überall gilt: je früher am Morgen ihr ankommt, desto besser
Dolomiti Supersummer Card: Wenn ihr Seilbahnen nutzen wollt, erwägt den Kauf einer Regionalkarte. Sie deckt Dutzende von Seilbahnen und den öffentlichen Nahverkehr in der Region ab. Der Preis liegt bei etwa 50–70 € für 3 Tage. Sie lohnt sich, wenn ihr mindestens 2× täglich Seilbahn fahrt.
Für die Reise in die Dolomiten empfehlen wir eine Reiseversicherung — selbst auf einfachen Wegen kann etwas passieren, und ein Rettungseinsatz per Helikopter in Italien kostet Tausende Euro. Wir verwenden SafetyWing, das auch Bergaktivitäten abdeckt. Rüstet euch auf jeden Fall mit einem Drei-Jahreszeiten-Schlafsack aus, wenn ihr campen wollt — in den Bergen gilt: Auch im Sommer kann es nachts empfindlich kalt werden.
Tipp: Lest unseren Ratgeber zur Wahl des richtigen Schlafsacks.
Häufige Fragen zu den Dolomiten
Was tun in den Dolomiten mit Kindern?
Die Dolomiten sind großartig für Familien mit Kindern, denn ihr könnt viele wunderschöne Orte mit dem Kinderwagen erreichen und mit der Seilbahn fahren. Mit Kindern könnt ihr wandern gehen, aber auch reiten oder Abenteuerparks besuchen, wie den Adventure Park Colfosco.
Tipps und Tricks für deinen Urlaub
Zahle nicht zu viel für Flugtickets
Suche Flüge auf Kayak. Es ist unsere Lieblingssuchmaschine, weil sie die Webseiten aller Fluggesellschaften durchsucht und immer die günstigste Verbindung findet.
Buche deine Unterkunft clever
Die besten Erfahrungen bei der Suche nach Unterkünften (von Alaska bis Marokko) haben wir mit Booking.com gemacht, wo Hotels, Apartments und ganze Häuser meist am günstigsten und in der größten Auswahl verfügbar sind.
Vergiss die Reiseversicherung nicht
Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.
Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).
Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
Finde die besten Erlebnisse
Get Your Guide ist ein riesiger Online-Marktplatz, auf dem du geführte Spaziergänge, Ausflüge, Skip-the-Line-Tickets, Touren und vieles mehr buchen kannst. Dort finden wir immer etwas besonders Spaßiges!
