Wenn man an Paris denkt, fallen den meisten sofort endlose Schlangen, überfüllte Boulevards und der aussichtslose Kampf um einen freien Stuhl in einem überteuerten Café ein. So ging es mir auch immer – bis zu unserem letzten Besuch. Erst als wir das geheime Paris mit Lukáš gemeinsam erkundeten, haben wir begriffen, dass die Stadt an der Seine noch eine zweite, viel stillere und intimere Seite hat. Man muss nur um die richtige Ecke biegen, durch einen unscheinbaren Durchgang gehen oder eine verstaubte Steintreppe unter Straßenniveau hinabsteigen – und schon befindet man sich in einer Welt, über die gewöhnliche Reiseführer hartnäckig schweigen.
Mit dem kleinen Jonáš im Kinderwagen wurde die Suche nach diesen stillen Oasen für uns zur puren Überlebensnotwendigkeit. Wenn die Stadt langsam erwacht, aus den Eckbäckereien der Duft von heißer Butter strömt und man auf einer Bank in einem kleinen Innenhof sitzt, wo nur das gedämpfte Rauschen des fernen Verkehrs zu hören ist – genau das ist der Moment, in dem man sich Hals über Kopf in diese Stadt verliebt. Niemand drängt einen irgendwohin, niemand versucht einem überteuerte Plastik-Souvenirs aufzuschwatzen. Nur du, ein Becher mit gutem Kaffee und eine alte, efeuberankte Steinmauer.
Dieses Jahr ist zudem ideal zum Entdecken. Nach dem olympischen Trubel haben die Straßen zu neuem Leben gefunden. Die berühmte Kathedrale Notre-Dame erstrahlt nach langer Renovierung endlich in neuem Glanz, während das ikonische Centre Pompidou sich hingegen in einen fünfjährigen Winterschlaf verabschiedet hat. Im Sommer wird man zudem nach hundert Jahren erstmals wieder offiziell direkt im Fluss schwimmen können. Und für mich als Vegetarierin kam eine riesige Nachricht: Das legendäre Restaurant Arpège ist auf ein rein pflanzliches Menü umgestiegen. Alles verändert und entwickelt sich, aber die alten, verborgenen Gässchen bleiben wie vor hundert Jahren.
Zu jedem Ort habe ich genaue Preise, Verkehrsanbindungen und ein paar ehrliche Warnungen vor Fallen hinzugefügt – weil ich selbst einige davon am eigenen Leib erfahren musste. 😅 Hoffentlich erspart euch das unnötigen Stress.
Zusammenfassung

- Kostenlose Aussichten: Tauscht den teuren Aufstieg auf den stählernen Wahrzeichen der Stadt gegen die Dachterrassen der Kaufhäuser Galeries Lafayette oder Printemps – dort habt ihr den besten Ausblick völlig kostenlos.
- Überdachte Passagen: Besucht die historischen überdachten Passagen im 2. und 9. Arrondissement. Es sind architektonische Schätze aus dem 19. Jahrhundert, in denen man sich wunderbar vor Regen und Menschenmassen verstecken kann.
- Wo essen: Meidet die Restaurants an den Hauptplätzen von Montmartre. Das sind überteuerte Touristenfallen – sucht lieber kleine Lokale im Viertel Le Marais oder am Canal Saint-Martin.
- Katakomben: Die Katakomben unter dem Place Denfert-Rochereau sind faszinierend, aber Tickets müssen genau 7 Tage im Voraus online gekauft werden – sonst habt ihr keine Chance hineinzukommen.
- Ruhe für den Kinderwagen: Wer absolute Stille zum Einschlafen des Kindes im Kinderwagen sucht, findet sie in kleinen Gärten wie dem Square du Vert-Galant auf der Spitze der Île de la Cité oder im geheimen Garten des Hôtel de Sully.
- Vorsicht vor Betrügern: Lasst euch nicht von Straßenbetrügern reinlegen. Ignoriert Leute mit falschen Petitionen an Sehenswürdigkeiten und jeden, der euch unter der Basilika Sacré-Cœur Freundschaftsarmbänder knüpfen will.
- Notre-Dame kostenlos: Der Eintritt in die wiedereröffnete Notre-Dame ist kostenlos. Kauft keine gefälschten Tickets von Schwarzhändlern auf der Straße.
- Petite Ceinture: Die ehemalige Bahnstrecke Petite Ceinture bietet einen großartigen Spaziergang durch wilde Natur mitten in der Stadt – mit Kinderwagen aber wegen des schlechten Untergrunds lieber meiden.
- Die Bonjour-Regel: Lernt die wichtigste Etikette-Regel: Jedes Betreten eines Geschäfts oder Cafés muss mit einem deutlichen „Bonjour“ beginnen – sonst werdet ihr von den Einheimischen ignoriert.
- Tschechische Spuren: Erkundet die tschechoslowakische Spur auf dem Friedhof Père-Lachaise, wo der Schriftsteller Milan Kundera ruht, oder sucht die alten Ateliers des Malers František Kupka.

Wann nach Paris reisen: Wetter, Saisons und Veranstaltungskalender 2026
Den richtigen Zeitpunkt zu wählen, ist für das Entdecken versteckter Ecken absolut entscheidend. Die Stadt verändert mit jeder Jahreszeit ihren Charakter, und was im Mai ein romantischer Spaziergang ist, kann sich im August in einen Überlebenskampf auf glühendem Asphalt verwandeln. Lukáš und ich achten penibel auf die Reisetermine, um den schlimmsten Extremen auszuweichen und die echte lokale Atmosphäre zu genießen.
Beste Monate für entspanntes Entdecken

Frühling und Herbst sind für uns absolute Pflicht, und wir haben es noch nie bereut. Den Mai halte ich für den visuell schönsten Monat des Jahres. Die Bäume blühen, die Tage werden länger und man kann schon im leichten Pullover in den Parks sitzen. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 20 Grad. Genauso großartig sind September und Oktober. Die Zeit nach den Ferien bringt frische Energie in die Straßen, die Einheimischen kehren aus dem Urlaub zurück und die Türen aller kleinen Bistros, die über den Sommer geschlossen waren, öffnen sich wieder. Eine Windjacke muss im Oktober zwar in den Rucksack, aber die Farben des fallenden Laubs in den kleinen Gärten machen das mehr als wett.
Zeiten, die ihr besser meiden solltet

Wenn es irgend möglich ist, streicht den August aus euren Plänen. Die Einheimischen fliehen in diesem Monat massenhaft ans Meer und die Stadt leert sich zwar etwas, aber an vielen der besten unabhängigen Cafés und Bäckereien hängt ein Schild mit „Fermeture annuelle“. Man ist dann auf Lokale angewiesen, die hauptsächlich für Touristen gemacht sind. Dazu strahlt der Asphalt unangenehme Hitze aus. Vorsicht auch am Wochenende um den 12. April 2026, wenn der große Marathon stattfindet und der Oberflächenverkehr im Zentrum praktisch zum Erliegen kommt. Wir meiden auch die Wochen um den Februar-/März-Wechsel wegen der Fashion Weeks, wenn die Übernachtungspreise in absurde Höhen schießen.
Veranstaltungskalender 2026 für euren Reiseplan

Das Jahr 2026 steckt voller Veranstaltungen, die eure Pläne angenehm bereichern oder auch durcheinanderbringen können. März und April locken mit der ersten Frühlingssonne, wobei am 1. April regelmäßig die berühmten Gärten von Monet im nahen Giverny öffnen. Im Sommer erwartet uns eine große Neuheit: Während der Monate Juli und August werden nach hundert Jahren erstmals wieder offizielle Badezonen direkt in der Seine eröffnet.
Eine wichtige Warnung gilt für den Herbsttermin 19. und 20. September 2026. An diesem Wochenende finden die Europäischen Tage des Denkmals statt. Zwar öffnen normalerweise unzugängliche Regierungspaläste und Innenhöfe ihre Türen, aber die besagten Gärten in Giverny sind an diesen beiden Tagen ausnahmsweise und strikt geschlossen. Das Jahresende wird dann traditionell von Weihnachtsmärkten dominiert, die zwar wunderschön sind, aber von ruhigem Entdecken ohne Menschenmassen kann man im Dezember nur träumen.

Wo übernachten in Paris: Sichere Viertel und konkrete Hotels
Die Wahl des Viertels beeinflusst das gesamte Paris-Erlebnis und euer Budget entscheidend. Paris ist in zwanzig Arrondissements eingeteilt, die sich vom historischen Zentrum am Louvre spiralförmig im Uhrzeigersinn entfalten. Eine günstige Unterkunft im Zentrum zu finden ist fast unmöglich, aber wenn man weiß, wo man suchen muss, lässt sich ein toller Kompromiss zwischen Preis, Sicherheit und Erreichbarkeit finden.
Mit Kinderwagen und Jonáš solltet ihr einen großen Bogen um die nördliche Gegend des 10. Arrondissements rund um den Bahnhof Gare du Nord und das nächtliche Pigalle im 18. Arrondissement machen. Wir sind dort einmal mit einem Freund um zwei Uhr nachts gelandet – und das will man mit einem Zweijährigen definitiv nicht wiederholen. 😅
Nach langer Suche haben wir uns für das Hôbou entschieden, ein authentisches französisches Boutiquehotel in Boulogne-Billancourt (buchen könnt ihr es hier), das auf den ersten Blick fast unscheinbar wirkt, aber in dem man sich innerhalb der ersten Stunden verliebt.

Überdachte Passagen: Zeitreise unter Glasdächern
Lange bevor die Menschheit klimatisierte Rieseneinkaufszentren erfand, in denen man sich selbst ohne Kinder verirrt, baute sich die hiesige Oberschicht überdachte Passagen. Im neunzehnten Jahrhundert gab es davon über hundert Stück – sie dienten als luxuriöser Schutz vor Straßenschlamm, Regen und Abwasser. Heute sind nur noch eine Handvoll übrig, die meisten am rechten Seine-Ufer. Glasdächer, alte Mosaikböden und stille Cafés ziehen euch sofort in eine andere Ära. Mit dem Kinderwagen fährt es sich hier zudem fantastisch, weil alles eben ist und kein Wind weht.
Galerie Vivienne

Dies ist die unangefochtene Königin aller Passagen. Sie wurde in den 1820er Jahren erbaut und verkörpert pure Eleganz. Sobald man den unglaublichen originalen Mosaikboden und die kunstvollen Bögen sieht, versteht man sofort, warum die Galerie Vivienne einen solchen Ruf genießt.
Bei unserem ersten Besuch hat uns das weiche Licht völlig umgehauen. Hier findet man Antiquitätenläden, teure Boutiquen und eine gemütliche Teestube. Das Licht fällt durch das Glasdach in so sanften Winkeln, dass selbst ein normales Handyfoto wie aus einem Kunstkatalog aussieht. Und mit dem Kinderwagen gleitet man hier wie auf Butter.
- Adresse: 4 Rue des Petits Champs, 2. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 8:30 bis 20:30 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 3 (Station Bourse)
💡 Insider-Tipp: Gleich am Eingang befindet sich die alte Buchhandlung Librairie Jousseaume, die hier seit der Eröffnung der Passage existiert. Es gibt wunderschöne alte Drucke und Postkarten – ein deutlich besseres Souvenir als Plastikanhänger von der Straße.
Passage Jouffroy

Diese Passage schlägt einem gleich an der Tür mit dem typischen Duft von altem Holz und Papier entgegen. Sie wurde 1846 erbaut und nutzte als erste in der Stadt eine Fußbodenheizung. Hier befindet sich ein berühmtes altes Hotel sowie der Hintereingang zum Wachsfigurenmuseum.
Es gibt jede Menge kleine Läden mit Spielzeug, alten Spazierstöcken und unglaublich detaillierten Puppenhäusern. Jonáš kann an den Schaufenstern mit den Holzeisenbahnen minutenlang stehen bleiben – für uns ist das der perfekte Halt für etwas Familienruhe.
- Adresse: 10-12 Boulevard Montmartre, 9. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 7:00 bis 21:30 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 8 oder 9 (Station Grands Boulevards)
💡 Insider-Tipp: In der Mitte der Passage findet ihr die kleine Konditorei Le Valentin. Dort gibt es fantastische traditionelle Obstkuchen und ein paar Tischchen, an denen man sich ausruhen kann, während es draußen regnet.
Passage des Panoramas

Wenn man aus der vorherigen Passage kommt und nur die Straße überquert, schlüpft man direkt in die älteste der Stadt. Sie stammt aus dem Jahr 1799 und ist ein absolutes Paradies für Philatelisten und Münzsammler. Wir kommen hierher gerne einfach nur zur visuellen Erkundung der faszinierenden Geschichte – der Ort strahlt einen besonderen Zauber aus.
Die Schaufenster quellen über vor historischen Postkarten und Briefmarken. Im Unterschied zu ihren eleganteren Schwestern ist diese Passage etwas rauer, dunkler und voller kleiner asiatischer Bistros und traditioneller französischer Restaurants, in denen Büroangestellte aus der Umgebung zu Mittag essen.
- Adresse: 11 Boulevard Montmartre, 2. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 6:00 bis 24:00 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 8 oder 9 (Station Grands Boulevards)
💡 Insider-Tipp: Wer fleischloses Essen mag, findet hier einen kleinen Laden, der sich auf vegetarische und vegane asiatische Teigtaschen spezialisiert hat. Zur Mittagszeit bildet sich zwar eine Schlange, aber sie bewegt sich sehr schnell.
Passage du Grand-Cerf

Dieser Ort rühmt sich mit dem höchsten Glasdach aller erhaltenen Passagen. Es misst fast zwölf Meter und sorgt für eine unglaubliche Menge an Tageslicht. Der Raum wirkt sehr luftig und leicht – wir flüchten hierher besonders gern an heißen Sommertagen.
Statt klassischer Souvenirs findet man hier Werkstätten unabhängiger Schmuckdesigner, Stoffhändler und Geschäfte mit handgefertigten Möbeln. Es ist ein sehr ruhiger und inspirierender Ort, an dem wir einfach spazieren gehen, wenn wir dem Trubel der Großstadt entfliehen wollen.
- Adresse: 145 Rue Saint-Denis, 2. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Montag bis Samstag 8:30 bis 20:30 Uhr (sonntags geschlossen)
- Anfahrt: Metro Linie 4 (Station Étienne Marcel)
💡 Insider-Tipp: Achtet auf die Details an den Beschlägen der Schaufenster und die alten Holzschilder. Es sind Originale aus dem neunzehnten Jahrhundert, die alle historischen Turbulenzen überstanden haben.
Galerie Véro-Dodat

Diese Passage liegt nur einen Steinwurf vom berühmten Kunstmuseum entfernt, aber die meisten Touristen laufen komplett daran vorbei. Sie wurde 1826 eröffnet und besticht durch ihren wunderschönen neoklassizistischen Stil. Der Boden besteht aus einem auffälligen Schwarz-Weiß-Muster, das eine interessante optische Täuschung erzeugt und den Raum optisch verlängert.
Heute sind hier sehr hochpreisige Mode- und Antiquitätenboutiquen ansässig. Selbst wenn man sich hier wahrscheinlich nichts kauft, lohnt sich ein Besuch allein wegen der atemberaubenden Architektur und der Stille, die hier herrscht, während nebenan am Louvre die Massen strömen.
- Adresse: 19 Rue Jean-Jacques Rousseau, 1. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Montag bis Samstag 7:00 bis 22:00 Uhr (sonntags geschlossen)
- Anfahrt: Metro Linie 1 (Station Palais Royal – Musée du Louvre)
💡 Insider-Tipp: Wenn ihr an den Eingängen nach oben schaut, entdeckt ihr wunderschöne mythologische Fresken, die erst kürzlich sorgfältig restauriert wurden. Die meisten Besucher laufen mit dem Blick auf die Schaufenster gerichtet durch und verpassen dieses Detail.
Passage Brady

Wollt ihr kurz den Kontinent wechseln, ohne ein Flugticket zu kaufen? Dann auf ins 10. Arrondissement. Diese Passage ist das pulsierende Zentrum der indischen und pakistanischen Community, in dem man sich zuverlässig von der klassischen Pariser Realität abkoppelt.
Hier schlagen einem die intensiven Düfte von Curry, Kardamom und Räucherstäbchen entgegen. Dutzende kleine Restaurants, Stoffläden und Friseursalons reihen sich aneinander. Es ist hier deutlich belebter als in den anderen Passagen, aber die authentische Atmosphäre ist das bisschen Gewusel definitiv wert – besonders wenn einem nach etwas Würzigerem zumute ist.
- Adresse: 43 Rue du Faubourg Saint-Martin, 10. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 9:30 bis 23:30 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 4 (Station Château d’Eau)
💡 Insider-Tipp: Kommt zur Mittagszeit für ein traditionelles Naan-Brot, gefüllt mit Käse und Knoblauch. Es ist günstig, wird frisch vor euren Augen zubereitet und stillt zuverlässig den kleinen Hunger beim Stadtbummel.

Versteckte Gärten und Parks: Oasen der Stille mitten im Beton
Wenn das Kleinkind genug von Sehenswürdigkeiten hat und man dringend eine Bank braucht, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken, kann die Stadt versteckte Inseln absoluter Ruhe bieten. Auf normalen Karten sind es nur grüne Punkte, aber für erschöpfte Eltern sind sie die Rettung. Man muss nur wissen, in welchen unscheinbaren Durchgang man abbiegen muss.
Square du Vert-Galant

Dieser kleine Park liegt direkt auf der Spitze der Île de la Cité, nur unweit der berühmten Kathedrale. Die meisten Leute bleiben oben bei der Reiterstatue auf der Brücke stehen – steigt aber die schmale Steintreppe hinunter zum Wasser, wo sich das schönste Grün vor euch entfaltet.
Man entdeckt eine kleine, baumschattige Landspitze, wo der Fluss fast an den Füßen plätschert. Hier wachsen alte Trauerweiden und es ist der perfekte Ort für ein stilles Picknick mit Baguette und Käse, während langsam die Ausflugsboote vorbeigleiten. Wir lieben diesen Ort einfach.
- Adresse: 15 Place du Pont Neuf, 1. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 8:00 Uhr bis Sonnenuntergang
- Anfahrt: Metro Linie 7 (Station Pont Neuf)
💡 Insider-Tipp: Die Treppe hinunter ist nicht barrierefrei, mit Kinderwagen braucht man also zwei Personen. Unten erwartet euch aber ebener Sanduntergrund, auf dem Kinder sicher herumtollen können.
Hôtel de Sully und sein geheimer Garten

Im Viertel Marais, das am Wochenende aus allen Nähten platzt, verbirgt sich ein wunderschöner geheimer Garten. Man muss durch das riesige Holztor des historischen Stadtpalais gehen, den ersten Innenhof überqueren und durch einen weiteren Durchgang – was die meisten Besucher aufgeben, bevor sie ankommen.
Erst dahinter öffnet sich ein perfekt gepflegter Rasen mit Bänken und alten Statuen. Von der belebten Straße aus hat man keine Ahnung, dass dieser Ort existiert. Hier herrscht himmlische Ruhe und Schatten, den man an heißen Sommertagen mehr schätzt als alles andere. Wir flüchten hierher oft, um Energie fürs weitere Entdecken zu tanken.
- Adresse: 62 Rue Saint-Antoine, 4. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 9:00 bis 19:00 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 1 (Station Saint-Paul)
💡 Insider-Tipp: Aus diesem Garten führt eine kleine, unscheinbare Pforte in der Ecke direkt auf den berühmten Place des Vosges. Es ist die eleganteste Art, auf den Platz zu gelangen, und ihr umgeht so die Menschenmassen auf den Hauptzugangsstraßen.
Jardin des Rosiers (Garten Joseph-Migneret)

Ein weiteres Juwel, versteckt im Viertel Marais. Entstanden ist es relativ kürzlich durch die Verbindung der Höfe mehrerer historischer Paläste. Der Zugang führt durch einen schmalen Durchgang von einer Straße voller Falafel-Bistros – man gelangt also quasi direkt vom Mittagessen hierher.
Hier gibt es Gemeinschaftsbeete, alte Bäume und jede Menge Bänke. Wir kommen oft hierher, wenn wir uns Mittagessen zum Mitnehmen gekauft haben und Jonáš kurz aus dem Kinderwagen lassen wollen, damit er über den Rasen rennen kann. Einheimische kommen zum Lesen her, und die Atmosphäre ist unglaublich heimelig und entspannt.
- Adresse: 10 Rue des Rosiers, 4. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 8:00 bis 19:00 Uhr (im Winter kürzer)
- Anfahrt: Metro Linie 1 (Station Saint-Paul)
💡 Insider-Tipp: In den umliegenden Gässchen findet ihr die besten Bäckereien für traditionelles jüdisches Gebäck. Kauft euch vor dem Gartenbesuch einen süßen Babka-Zopf und einen Kaffee – und genießt die perfekte Nachmittagspause.
Jardin Catherine-Labouré

Dieser Park im 7. Arrondissement versteckt sich hinter einer hohen Steinmauer und diente früher als Nutzgarten eines Nonnenklosters. Bis heute findet man hier Obstbäume, einen kleinen Weinberg und Gemüsebeete, die von lokalen Schulen gepflegt werden.
Es gibt eine riesige Rasenfläche, auf der man sich hinlegen kann, und eine große hölzerne Pergola, bewachsen mit Weinreben, die wunderbaren Schatten spendet. Auf einen Touristen trifft man hier wirklich nur durch großen Zufall – es ist eine rein lokale Angelegenheit, die hauptsächlich von Familien mit Kindern aus den umliegenden Häuserblocks besucht wird.
- Adresse: 29 Rue de Babylone, 7. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 8:00 bis 20:30 Uhr (im Winter bis 17:00 Uhr)
- Anfahrt: Metro Linie 10 (Station Vaneau)
💡 Insider-Tipp: Gleich neben dem Parkeingang gibt es eine wunderbare alte Käserei. Lasst euch vom Verkäufer ein paar Stücke lokalen Käse aufschneiden – und schon habt ihr ein absolut luxuriöses und günstiges Mittagessen auf der Parkbank.
Promenade Plantée (Coulée Verte)

Lange bevor New York seine berühmte High Line baute, entstand hier dieser 4,7 Kilometer lange, erhöhte Park. Er verläuft auf der Trasse einer stillgelegten Bahnstrecke aus dem neunzehnten Jahrhundert, beginnt unweit des Place de la Bastille und führt in Richtung Osten.
Es ist ein faszinierender Spaziergang zwischen Baumkronen, von dem aus man in die Fenster alter Mietshäuser blicken und die Stadt aus einer völlig anderen Perspektive erleben kann. Ein Teil der Strecke führt über einen Viadukt, in dessen Bögen heute Kunstateliers beheimatet sind – Kultur und Natur verschmelzen hier wunderbar.
- Adresse: Beginn an der Ecke Rue de Lyon und Avenue Daumesnil, 12. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich ab 8:00 Uhr bis Sonnenuntergang
- Anfahrt: Metro Linie 1, 5 oder 8 (Station Bastille)
💡 Insider-Tipp: Der erste Abschnitt auf dem Viadukt ist vollständig per Aufzug für Kinderwagen zugänglich. Sobald der Park aber auf Straßenniveau absinkt und weiter nach Osten führt, wird der Untergrund zu Schotter und Baumwurzeln. Mit kleinen Kindern empfehle ich, nur die erste, erhöhte Hälfte zu gehen.
Clos Montmartre
Wusstet ihr, dass die Stadt bis heute ihren eigenen aktiven Weinberg hat? Er befindet sich am Nordhang des Montmartre-Hügels und ist ein echtes Unikum. Angelegt wurde er in den 1930er Jahren, um den Bau hässlicher Wohnblocks zu verhindern, nach denen die lokalen Bauträger damals gierten.
Heute werden hier rund tausend Flaschen Wein pro Jahr produziert. Hinein kommt man normalerweise nicht, aber der Blick auf die Weinreihen über den Zaun hinweg, mit den weißen Häusern im Hintergrund, ist ungemein fotogen. Jedes Mal, wenn wir hier halten, haben wir das Gefühl, auf dem malerischen französischen Land zu sein – der Großstadtlärm scheint nicht zu existieren.
- Adresse: Rue des Saules, 18. Arrondissement
- Eintritt: Blick von der Straße kostenlos (Zugang nur während der Weinlese)
- Geöffnet: Immer von der Straße aus
- Anfahrt: Metro Linie 12 (Station Lamarck – Caulaincourt)
💡 Insider-Tipp: Wenn ihr eine Herbstreise plant, versucht den Termin um Mitte Oktober zu treffen. Dann findet die Fête des Vendanges statt, das Weinlesefest, bei dem das ganze Viertel mit Essensständen, Musik und Verkostungen dieses seltenen lokalen Weins auflebt.

Fotogene Mikrowelten und Gassen: Farben abseits der Hauptwege
Für starke visuelle Eindrücke und schöne Fotos muss man nicht eine Stunde in der Schlange vor dem Spiegelsaal im Schloss stehen. Die Stadt verbirgt ganze kleine Viertel und Straßen, die wie ein Teleport in eine völlig andere Welt wirken. Manchmal erinnern sie an das französische Land, manchmal an eine englische Arbeitersiedlung. Meistens liegen sie etwas entfernt vom absoluten Zentrum, aber der Weg dorthin lohnt sich definitiv.
Cité Florale

Dieses kleine Gebiet im 13. Arrondissement wirkt wie ein Dorf, das mitten in die Metropole versetzt wurde. Die Straßen tragen Blumennamen, die kleinen Einfamilienhäuser erstrahlen in allen Pastelltönen und die Fassaden sind von dichtem Efeu überwuchert.
Entstanden ist es in den 1920er Jahren an einer Stelle, wo wegen des Untergrunds keine schweren Mehrfamilienhäuser gebaut werden durften. Die Straßen sind schmal, gepflastert und es herrscht absolute Stille, die nur ab und zu vom Miauen der Straßenkatzen durchbrochen wird. Lukáš und ich sind hier eine ganze Stunde lang völlig begeistert herumgeschlendert.
- Adresse: Rund um die Rue des Orchidées und Rue des Iris, 13. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos (öffentliche Straßen)
- Geöffnet: Immer
- Anfahrt: Tram T3a (Station Poterne des Peupliers)
💡 Insider-Tipp: Bitte respektiert die Privatsphäre der Anwohner. Klettert nicht über Zäune für ein besseres Foto und blockiert nicht die schmalen Gehwege. Die Bewohner sind auf Touristen mit großen Objektiven etwas empfindlich.
Rue Crémieux

Diese Gasse mit ihren pastellfarbenen Fassaden ist leider zu einem großen Social-Media-Hit geworden, weshalb man hier wahrscheinlich nicht ganz allein sein wird. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Stopp, denn die Farbpalette ist unglaublich.
Häuser in Minzgrün, Zitronengelb und Lavendel bilden einen scharfen Kontrast zur sonst grauen und cremefarbenen Architektur des restlichen Paris. Die Gasse ist eine Fußgängerzone, und die Häuser stammen aus dem neunzehnten Jahrhundert, als sie als bezahlbarer Wohnraum für Arbeiter gebaut wurden. Fotografiert bitte rücksichtsvoll und leise.
- Adresse: Rue Crémieux, 12. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Immer, aber es gelten Einschränkungen für kommerzielle Fotoshootings am Wochenende
- Anfahrt: Metro Linie 1 oder 14 (Station Gare de Lyon)
💡 Insider-Tipp: Die Anwohner haben eine Regel durchgesetzt, wonach am Wochenende und abends professionelle Film- und Fotoaufnahmen in der Straße verboten sind. Kommt daher lieber an einem Wochentag in der Früh, wenn das Licht am weichsten und die Straße leer ist.
Villa Léandre

Wenn man den Massen an der weißen Basilika auf dem Montmartre entflieht und tiefer in die Seitengassen vordringt, stößt man auf diese Sackgasse. Sie wurde in den 1920er Jahren im Mini-Art-déco-Stil erbaut und verzaubert auf den ersten Blick.
Mit ihren Backsteinhäusern und Schrägdächern erinnert sie eher an den Londoner Stadtteil Chelsea oder die englische Countryside. Es herrscht eine unglaubliche Ruhe und die Bäume spenden angenehmen Schatten. Die Häuser sind heute astronomisch teuer und werden hauptsächlich von erfolgreichen Künstlern und Schauspielern bewohnt.
- Adresse: Villa Léandre (Abzweigung von der Avenue Junot), 18. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Immer
- Anfahrt: Metro Linie 12 (Station Lamarck – Caulaincourt)
💡 Insider-Tipp: An Haus Nummer zehn findet ihr ein kleines Schild, das auf die britische Downing Street 10 anspielt. Es ist ein alter Scherz der Anwohner aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Rue de l’Abreuvoir

Dank der zart-pastellfarbenen Fassaden, dem alten Kopfsteinpflaster und dem Blick auf die Basilika-Kuppel in der Ferne ist dies wohl die schönste Straße auf dem gesamten Hügel. In der Mitte der Straße steht das berühmte Rosa Haus, das bereits Maurice Utrillo gemalt hat.
Die Straße windet und senkt sich leicht, was eine absolut perfekte Perspektive zum Fotografieren erzeugt. Früher führten die Einheimischen hier ihr Vieh zur Tränke – daher der historische Name. Wir schlendern am liebsten frühmorgens hier durch, wenn die Sonne gerade über der Stadt aufgeht.
- Adresse: Rue de l’Abreuvoir, 18. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Immer
- Anfahrt: Metro Linie 12 (Station Lamarck – Caulaincourt)
💡 Insider-Tipp: Am Ende der Straße findet ihr ein kleines Plätzchen mit einer Büste der berühmten Sängerin Dalida. Eine lokale Legende besagt, dass es Glück in der Liebe bringt, wenn man ihre bronzene Brust berührt. Die Statue ist an dieser Stelle bereits sichtbar blankpoliert.
La Campagne à Paris

Das hier ist ein echtes Insiderjuwel am östlichen Stadtrand. Es handelt sich um eine ehemalige Arbeitersiedlung, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts auf einem künstlichen Hügel errichtet wurde – der aus der beim Metrobau ausgegrabenen Erde entstand.
Man findet hier knapp hundert kleine Backsteinhäuschen mit Gärten, die nur über steile Steintreppen zu erreichen sind. Es herrscht absolute Stille und man hat das Gefühl, die Großstadt weit hinter sich gelassen zu haben. Perfekt, um vom verrückten Touristentrubel abzuschalten.
- Adresse: Rund um die Rue Jules Siegfried und Rue Irénée Blanc, 20. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Immer
- Anfahrt: Metro Linie 3 (Station Porte de Bagnolet)
💡 Insider-Tipp: Die Treppen nach oben sind ziemlich steil – mit Kinderwagen muss man ihn hochtragen. Oben ist das Gelände aber völlig eben und sicher für einen Spaziergang.
Viertel Mouzaïa
Ein ähnliches Konzept wie der vorherige Ort, aber in deutlich größerem Maßstab. Im 19. Arrondissement erstreckt sich ein riesiges Labyrinth kleiner Fußgängergassen, gesäumt von winzigen Häuschen mit Vorgärten, die vor Grün regelrecht überquellen.
Ursprünglich wohnten hier die Arbeiter der nahen Gipssteinbrüche. Der Untergrund war so sehr von Stollen durchlöchert, dass hier keine schweren Gebäude errichtet werden durften. Heute ist es eine der gesuchtesten und stillsten Wohngegenden der gesamten Stadt – und das Gefühl beim Entdecken ist einfach unbezahlbar.
- Adresse: Rund um die Rue de Mouzaïa, 19. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Immer
- Anfahrt: Metro Linie 7bis (Station Danube oder Botzaris)
💡 Insider-Tipp: Verlauft euch hier bewusst. Die Gassen sind so schmal, dass kein Auto durchkommt, und jede von ihnen verbirgt eine etwas andere Art von Blumen und Sträuchern. Im Frühling, wenn der Flieder blüht, ist es hier absolut berauschend.

Paris von oben und völlig kostenlos: Aussichten, die keinen Cent kosten
Der Blick auf die Stadt von oben macht süchtig – und plötzlich versteht man, warum man den ganzen Vormittag durch ein Wirrwarr von Gassen gestolpert ist, statt geradeaus zu laufen. 😅 Aber man muss dafür nicht gleich Dutzende Euro ausgeben und zwei Stunden am berühmtesten Turm anstehen. Die Stadt bietet fantastische Dachterrassen und Parks auf Hügeln, die der Öffentlichkeit frei zugänglich sind und keinen Cent kosten. Lukáš und ich lieben diese Terrassen, besonders am Abend, wenn sich der Himmel rosa färbt.
Terrasse Galeries Lafayette

Auf dem Dach eines der berühmtesten Kaufhäuser findet ihr eine riesige Fläche mit unglaublichem Panoramablick. Dominiert wird er von der prachtvollen Rückseite der Opéra Garnier, aber in der Ferne seht ihr problemlos auch den Eiffelturm und den Montmartre-Hügel.
Auf der Terrasse gibt es oft eine Kunstinstallation oder ein Sommercafé. Schon die Fahrt nach oben auf den Rolltreppen ist ein Erlebnis, denn unterwegs kann man die atemberaubende gläserne Jugendstilkuppel im Inneren des Kaufhauses bewundern.
- Adresse: 40 Boulevard Haussmann, 9. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Montag bis Samstag 10:00 bis 20:00 Uhr, Sonntag 11:00 bis 20:00 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 7 oder 9 (Station Chaussée d’Antin – La Fayette)
💡 Insider-Tipp: Kommt etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Dann könnt ihr euch in Ruhe auf den Kunstrasen setzen, eure eigene kleine Brotzeit auspacken und zusehen, wie in den Straßen unten nach und nach die Lichter angehen.
Printemps 7e Ciel

Direkt neben dem vorherigen Kaufhaus steht sein etwas ruhigerer Konkurrent, der im siebten Stock die Terrasse Printemps 7e Ciel beherbergt. Von hier eröffnet sich ein etwas anderer Blickwinkel, der direkt über die Dächer in Richtung Seine führt.
Auf der Terrasse gibt es eine nette Bar, aber es ist überhaupt kein Muss, etwas zu kaufen, wenn man sich nur am Rand entlangbewegen und ein paar Fotos machen will. Hier sind deutlich weniger Leute als bei den Nachbarn – was die Terrasse zu unserem persönlichen Rückzugsort macht, wenn uns die Menschenmassen um uns herum zu viel werden.
- Adresse: 64 Boulevard Haussmann, 9. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Montag bis Samstag 10:00 bis 20:00 Uhr, Sonntag 11:00 bis 20:00 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 3 oder 9 (Station Havre – Caumartin)
💡 Insider-Tipp: Der Zugang zu dieser Terrasse ist etwas schwieriger zu finden. Man muss in das Gebäude mit der Damenmode eintreten und den Aufzug bis ganz nach oben unters Dach nehmen. Lasst euch nicht von den Luxusboutiquen auf dem Weg einschüchtern.
Institut du Monde Arabe

Wenn ihr euch gerade im Quartier Latin bewegt, ist das hier absolute Pflicht. Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Wunderwerk – die Fassade besteht aus Hunderten mechanischer Blenden, die sich je nach Sonneneinstrahlung öffnen und schließen. Das Institut du Monde Arabe verblüfft einen visuell schlichtweg.
Fahrt mit dem gläsernen Aufzug in die neunte Etage. Die Terrasse serviert euch den bestmöglichen Blick auf die Seine und vor allem auf die Rückseite der Kathedrale Notre-Dame mit ihren Strebepfeilern. Aufzug und Terrassenzugang sind für alle frei zugänglich.
- Adresse: 1 Rue des Fossés Saint-Bernard, 5. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos (Terrasse; Ausstellungen sind kostenpflichtig)
- Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr (montags geschlossen)
- Anfahrt: Metro Linie 7 (Station Jussieu oder Sully-Morland)
💡 Insider-Tipp: Im Erdgeschoss kann man einen ausgezeichneten Minztee kaufen und dann damit nach oben fahren. Mit einem warmen Becher in der Hand und dem Blick auf den Fluss ist das in den kühleren Monaten die perfekte Kombination.
Parc de Belleville

Das hier ist der Aussichtspunkt mit einer ordentlichen Portion Natur dazu. Es ist der höchstgelegene Park der Stadt, auf 108 Metern über dem Meeresspiegel. Der Aufstieg lohnt sich definitiv.
Die Aussichtsterrasse im oberen Teil kostet nichts und bietet einen Blick wie auf dem Präsentierteller – über das gesamte Becken, in dem die Stadt liegt, vom Sacré-Cœur bis zum Invalidendom. Hierher kommen vor allem lokale Familien und Studenten zum Nachmittagsverbringen, auf einen Touristen mit großem Rucksack trifft man wirklich nur zufällig. Der Park steckt voller Brunnen und Kaskaden.
- Adresse: 47 Rue des Couronnes, 20. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 8:00 bis 21:30 Uhr (im Winter kürzer)
- Anfahrt: Metro Linie 11 (Station Pyrénées)
💡 Insider-Tipp: Der Aufstieg mit Kinderwagen ist eine ordentliche sportliche Leistung, denn die Wege schlängeln sich ziemlich steil nach oben. Nehmt lieber eine Babytrage oder fahrt mit der Metro zur oberen Station und geht den Park einfach bergab.
Brücke Pont de Bir-Hakeim

Während sich die meisten Leute auf dem Place du Trocadéro drängen, um den Eiffelturm zu fotografieren, geht stattdessen zu dieser doppelstöckigen Brücke. Auf der unteren Ebene fahren Autos und gehen Fußgänger, auf der oberen verkehrt die Metrolinie sechs.
Gerade die Stahlpfeiler, die das obere Stockwerk stützen, bilden einen absolut perfekten Rahmen für Eiffelturm-Fotos. Bekannt wurde die Brücke durch mehrere Filme, darunter den Blockbuster Inception. Der Blick auf den Fluss und den Turm ist von hier deutlich klarer und weniger kitschig – nutzt ihn also ruhig für ein schönes Familienfoto.
- Adresse: Pont de Bir-Hakeim, Grenze des 15. und 16. Arrondissements
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Immer
- Anfahrt: Metro Linie 6 (Station Bir-Hakeim oder Passy)
💡 Insider-Tipp: Wer hier ohne Menschen fotografieren will, muss früh am Wochenendmorgen kommen. Unter der Woche strömen hier die Pendler auf dem Weg zur Arbeit am anderen Ufer. Zudem verleiht der morgendliche Nebel über dem Fluss den Fotos eine unglaubliche Tiefe.
Kuriositäten, Untergrund und tschechische Spuren: Die dunklere Seite der Stadt
Ich gebe zu, dass mich Katakomben und ausgestopfte Giraffen im ersten Stock eines alten Hauses oft mehr faszinieren als der nächste verzierte Salon – und Lukáš hat sich damit abgefunden. 😁 Die Stadt verbirgt kilometerlange dunkle Gänge, und an der Oberfläche gibt es wiederum alte Institutionen, die sich jeder gewöhnlichen Vorstellung entziehen. Für uns Tschechen finden sich hier zudem einige sehr interessante Orte, die mit unserer Nationalgeschichte verbunden sind und die es wert sind, besucht und geehrt zu werden.
Deyrolle

Von der Straße aus sieht dieses Haus im 7. Arrondissement wie ein gewöhnlicher alter Laden für Gartenbedarf aus. Sobald man aber die knarrende Holztreppe ins erste Stockwerk hinaufsteigt, befindet man sich in einem echten Kuriositätenkabinett voller erstaunlicher Naturexemplare.
Hier ist eine historische Institution für Taxidermie und Naturkunde beheimatet. Um euch herum stehen ausgestopfte Löwen, Giraffen und Eisbären, und in Vitrinen findet ihr Tausende leuchtend bunter Schmetterlinge. Es ist faszinierend, leicht unheimlich und absolut fesselnd – ein Ort, der viele surrealistische Künstler inspiriert hat.
- Adresse: 46 Rue du Bac, 7. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos (aber Fotografieren nur mit Genehmigung)
- Geöffnet: Montag bis Samstag 10:00 bis 19:00 Uhr (sonntags geschlossen)
- Anfahrt: Metro Linie 12 (Station Rue du Bac)
💡 Insider-Tipp: Kinder sind von diesem Ort meist begeistert, aber achtet darauf, dass sie nichts anfassen. Die meisten Exponate stehen zum Verkauf und ihre Preise liegen im Tausender-Euro-Bereich. Ein Missgeschick käme euch teuer zu stehen.
Pariser Katakomben und Friedhof Montparnasse

Wer einen starken Magen hat, sollte die Unterwelt unter dem Place Denfert-Rochereau erkunden. In den dunklen Gängen tief unter der Straße liegen ordentlich aufgestapelte Knochen und Schädel von sechs Millionen Einwohnern. Der Abstieg ist für viele ein wirklich intensives Erlebnis.
Sie wurden an der Wende vom achtzehnten zum neunzehnten Jahrhundert aus überfüllten und hygienisch untragbaren Stadtfriedhöfen hierher überführt. Die Atmosphäre ist beklemmend, die Temperatur liegt bei vierzehn Grad und mit Kinderwagen wird man aus offensichtlichen Sicherheitsgründen nicht hineingelassen – wir waren daher bisher nur ohne Kinder dort.
- Adresse: 1 Avenue du Colonel Henri Rol-Tanguy, 14. Arrondissement
- Eintritt: 29 €
- Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 9:45 bis 20:30 Uhr (montags geschlossen)
- Anfahrt: Metro Linie 4 oder 6 (Station Denfert-Rochereau)
💡 Insider-Tipp: Das ist eine kritische Information: Tickets müssen online genau sieben Tage im Voraus gekauft werden. Vor Ort werden keine Karten mehr verkauft und ohne Reservierung kommt man schlicht nicht hinein.
Friedhof Père-Lachaise und tschechische Spuren

Dies ist ein riesiger, 44 Hektar großer Park voller alter Bäume und streunender Katzen. Mit dem Kinderwagen fährt es sich hier ausgezeichnet. Neben berühmten Namen wie Jim Morrison, Oscar Wilde oder Édith Piaf findet man hier auch eine sehr starke tschechoslowakische Spur.
Seit 2023 ruht hier der Schriftsteller Milan Kundera, der seit seiner Emigration in der Stadt lebte. Sein Grab ist sehr schlicht und unauffällig. In der Nähe befindet sich auch die Urne mit der Asche des Malers František Kupka. Gelegentlich hören wir hier auch Deutsch von anderen Besuchern, die die Kulturgeschichte auf diesem Friedhof erkunden wollen.
- Adresse: 8 Boulevard de Ménilmontant, 20. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 8:00 bis 18:00 Uhr (im Winter bis 17:30 Uhr)
- Anfahrt: Metro Linie 2 oder 3 (Station Père Lachaise)
💡 Insider-Tipp: Vergesst nicht, am Eingang die Orientierungskarte von der Infotafel abzufotografieren. Der Friedhof ist in viele Sektionen unterteilt und ohne Karte verirrt man sich in dieser Stadt der Toten innerhalb von zehn Minuten garantiert.
Arènes de Lutèce

Im 5. Arrondissement versteckt sich ein Denkmal, von dem nicht einmal viele Einheimische wissen. Es sind die Überreste eines römischen Amphitheaters aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, das einst bis zu fünfzehntausend Zuschauer fasste und bis heute erstaunlich gut erhalten ist.
Heute ist es ein öffentlicher Park, versteckt hinter Wohnhäusern. Statt blutiger Gladiatorenkämpfe sieht man hier lokale Rentner beim Pétanque-Spiel und Schulkinder beim Fußball. Ein großartiger Ort für einen Nachmittagshalt mit Kindern, denn der Bereich ist eingezäunt und sicher.
- Adresse: 49 Rue Monge, 5. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Täglich 8:30 bis 21:00 Uhr (im Winter bis 17:00 Uhr)
- Anfahrt: Metro Linie 7 (Station Place Monge)
💡 Insider-Tipp: Setzt euch auf die alten Steinterrassen mit einem Kaffee und stellt euch vor, wie hier einst wilde Tiere kämpften. Die Akustik ist bis heute überraschend gut – ab und zu proben hier junge Musiker auf der Gitarre.
59 Rivoli

Direkt an einer der belebtesten Einkaufsstraßen liegt dieses absolute Unikum. Ursprünglich handelte es sich um ein illegales Künstler-Squat in einer verlassenen Bank, das die Stadt schließlich aufkaufte und legalisierte – für alle, die lebendige Kunst lieben.
Heute schaffen in dreißig offenen Ateliers Maler, Bildhauer und Fotografen. Man erkennt das Gebäude schon von Weitem an der verrückten Fassadendekoration. Man kann frei durch die Stockwerke wandern, mit den Künstlern bei der Arbeit sprechen und die wilde, kreative und leicht chaotische Energie aufsaugen.
- Adresse: 59 Rue de Rivoli, 1. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos (freiwillige Spende willkommen)
- Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 13:00 bis 20:00 Uhr (montags geschlossen)
- Anfahrt: Metro Linie 1, 4, 7, 11 oder 14 (Station Châtelet)
💡 Insider-Tipp: An Wochenenden finden im Erdgeschoss oft kostenlose Konzerte statt. Es ist zwar eng und mit Kinderwagen kommt man auf der Treppe nicht durch, aber wer sein Kind in der Trage hat, findet hier ein visuell ungemein anregendes Umfeld.
Chat Mallows Café

Für Tierliebhaber und Familien mit Kindern ist das eine tolle Zuflucht bei Regen. Im 15. Arrondissement findet ihr dieses Katzencafé, das Zuhause von rund fünfzehn geretteten Katzen.
Das Interieur ist auf die Bedürfnisse der Samtpfoten zugeschnitten, voller Klettermöglichkeiten und Körbchen. Es gibt ausgezeichneten Kaffee und süße Desserts. Kinder müssen ruhig sein und die Regeln respektieren, damit die Katzen nicht gestresst werden – insgesamt aber ein sehr beruhigender Ort, an dem Jonáš fasziniert auch längere Zeit zuschaut.
- Adresse: 30 Rue des Volontaires, 15. Arrondissement
- Eintritt: Bezahlt wird für Getränke + kleine Zeitgebühr
- Geöffnet: Mittwoch bis Sonntag 12:00 bis 21:00 Uhr
- Anfahrt: Metro Linie 12 (Station Volontaires)
💡 Insider-Tipp: Der Ort ist sehr beliebt und die Kapazität aus Tierschutzgründen begrenzt. Reserviert unbedingt im Voraus über die Website, sonst werdet ihr an der Tür wahrscheinlich abgewiesen.
Wallace-Brunnen und Petite Ceinture

Achtet beim Stadtrundgang auf die dunkelgrünen gusseisernen Brunnen, die von vier kleinen Frauenstatuen getragen werden. Das sind die sogenannten Wallace-Brunnen, die hier seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts stehen. Es gibt über hundert davon und aus ihnen fließt absolut reines Trinkwasser – kostenlos. Im Sommer sind sie die Rettung vor dem Verdursten.
Wer richtige Wildnis sucht, sollte zur Petite Ceinture aufbrechen. Es ist eine 32 Kilometer lange, verlassene Ringbahn, auf der die Natur den Beton zurückerobert hat. Heute sind mehrere Abschnitte legal zugänglich, auf denen man durch alte Tunnel und über verrostete Gleise spazieren kann.
- Adresse: Zum Beispiel Zugang bei Villa du Bel Air, 12. Arrondissement
- Eintritt: Kostenlos
- Geöffnet: Je nach Tageslicht
- Anfahrt: Tram T3a (Station Montempoivre)
💡 Insider-Tipp: Warnung für Familien: Mit Kleinkind und Kinderwagen lieber nicht hierher. Das Gelände ist voller Schotter, Wurzeln und alter Bahnschwellen. In abgelegenen Abschnitten können sich zudem Obdachlose aufhalten – für einen entspannten Spaziergang mit Kindern daher nicht ideal.
Wo essen: Unsere Lieblingslokale ohne Touristenaufschlag
Für manche dreht sich der Städtetrip um Mode – für Lukáš und mich zu einem großen Teil ums Essen. Den Touristenfallen mit überteuerter Zwiebelsuppe aus der Tüte auszuweichen erfordert zwar etwas Vorbereitung, aber sobald man weiß, wohin man gehen muss, bietet die Stadt ein unglaubliches kulinarisches Erlebnis. Setzt euch nie in Restaurants direkt an den großen Plätzen oder unter berühmten Sehenswürdigkeiten – dort zahlt man immer zu viel für miese Qualität.
Wir halten lieber nach kleinen Familienlokalen in Seitengassen oder Bistros Ausschau, in denen Einheimische in Anzug und Arbeitskleidung gleichermaßen zu Mittag essen. Gerne teile ich ein paar unserer bewährten Anlaufstellen, an die wir für die besten Crêpes oder den ehrlichsten Quiche zurückkehren, wenn mittags der Magen knurrt.
Le Marais und Umgebung

Wenn uns unsere Schritte ins Viertel Le Marais führen, setzen wir auf bewährte Klassiker. Die Gegend ist zwar beliebt, aber es gibt hier immer noch viele traditionelle Bistros mit akzeptablen Preisen. Unser absoluter Favorit ist der kleine Falafel-Laden L’As du Fallafel, wo wir uns ein Pita-Brot kaufen, das vor Gemüse und Hummus aus allen Nähten platzt.
Wenn wir uns lieber hinsetzen und ausruhen wollen, steuern wir den Marché des Enfants Rouges an. Das ist eine historische überdachte Markthalle voller kleiner Essensstände aus aller Welt. Man setzt sich auf Holzbänke, bestellt sich ein Stück herzhaften Kuchen oder eine Schale marokkanischen Couscous und genießt das echte, unverfälschte lokale Treiben. Und das Wichtigste: Die Rechnung ruiniert hier nicht die Urlaubskasse.
Canal Saint-Martin

Für eine entspanntere und weniger touristische Atmosphäre fahren wir hoch zum Canal Saint-Martin. Er wird von Dutzenden kleiner unabhängiger Cafés und moderner Bistros gesäumt. Vormittags sitzt es sich hier wunderbar bei einem Specialty Coffee und einem riesigen Butter-Croissant im Café Ten Belles – das zwar immer brechend voll ist, wo aber das Personal unglaublich freundlich und schnell arbeitet.
Abends gehen wir gelegentlich in eine der vielen lokalen Crêperien zum entspannten Abendessen. Wir lieben herzhafte Galettes aus Buchweizenmehl, gefüllt mit Käse, Schinken oder Spinat. Sie sind herrlich knusprig, und dazu trinkt man traditionell halbtrockenen Cidre aus Keramikschalen. Das ist für Lukáš und mich der absolute kulinarische Höhepunkt – und zum Abschluss bekommt Jonáš immer noch eine süße Crêpe mit Schokolade.
Praktische Infos: Wie man überlebt, ohne den Verstand zu verlieren
Sich in einer fremden Großstadt zu bewegen erfordert ein gewisses Maß an taktischer Vorbereitung – erst recht mit einem Kleinkind im Schlepptau. Die Stadt hat ihre ungeschriebenen Regeln, und wer sie beherzigt, spart sich eine Menge Nerven und Geld.
Nahverkehr und Logistik mit Kinderwagen
Die Metro ist zwar schnell, aber für Eltern mit Kinderwagen schlichtweg ein Albtraum. Die Stationen stecken voller endloser Treppen, die Drehkreuze lassen kaum einen leeren Kinderwagen durch, und vollständig barrierefrei ist von allen Linien nur die moderne Linie 14. Wir setzen daher hauptsächlich auf die Oberflächenbusse. Sie sind zwar langsamer, aber man sieht die Stadt und kann mit dem Kinderwagen bequem durch die Mitteltür einsteigen, ohne zusammenklappen zu müssen. Wer vom Flughafen kommt, sollte sich gleich eine Navigo Découverte-Karte für rund 30 € kaufen, die den gesamten Nahverkehr inklusive Flughafentransfer abdeckt.
Die goldene Bonjour-Regel
Das hier ist die absolute Grundregel, ohne die es nicht geht. Jedes Mal, wenn man ein Geschäft, eine Bäckerei betritt oder beim Busfahrer einsteigt, muss man laut und deutlich „Bonjour“ (Guten Tag) sagen. Wer das unterlässt und direkt auf Englisch oder Deutsch losplappert, wird von den Einheimischen als ungehobelter Barbar betrachtet – und ihre Hilfsbereitschaft sinkt auf den Nullpunkt. Beim Gehen gehört sich ein „Merci, au revoir“ (Danke, auf Wiedersehen).
Gastro-Tipps zum Geldsparen
Ein kleiner Tipp, der uns im ersten Jahr entgangen ist und uns mehr gekostet hat als nötig: In Restaurants bezahlt man niemals für Leitungswasser. Es reicht zu sagen „Une carafe d’eau, s’il vous plaît“ – und man bekommt eine ganze Glaskaraffe gekühltes Wasser kostenlos. Wer günstigere Mahlzeiten sucht, sollte zur Mittagszeit auf den Tafeln vor den Restaurants nach „Le Formule“ oder „Menu du Jour“ Ausschau halten. Das bedeutet ein vergünstigtes Tagesmenü, bei dem man für ein Zwei-Gänge-Mittagessen etwa 18 bis 22 € zahlt – für Pariser Verhältnisse ein richtig guter Preis.
Vorsicht vor Betrug und Taschendieben
Die Stadt ist grundsätzlich sehr sicher, aber Kleinkriminalität, die auf unaufmerksame Besucher abzielt, blüht leider. In der Metro, vor allem auf der Linie 1 rund um den Louvre, tragt den Rucksack auf dem Bauch. Ignoriert Leute, die euch an Sehenswürdigkeiten eine Petition für Gehörlose unterschreiben lassen wollen – das ist ein Trick zur Ablenkung. Genauso lasst euch von niemandem bunte Freundschaftsarmbänder unter der Basilika auf dem Montmartre knüpfen. Und denkt daran: Der Eintritt in die restaurierte Notre-Dame ist kostenlos – jeder, der euch auf der Straße Tickets anbietet, ist ein Betrüger. Für zusätzliche Sicherheit empfehlen wir eine versteckte Bauchtasche, die unter der Kleidung getragen wird.
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Wenn ihr die versteckten Orte bereits erkundet habt und euch auch den bekanntesten Sehenswürdigkeiten widmen wollt, schaut euch unsere große Übersicht Was man in Paris sehen sollte an. Dort erfahrt ihr auch, wie man den schlimmsten Warteschlangen aus dem Weg geht.
Interessiert ihr euch für Kunst und Geschichte? Wir haben einen ausführlichen Artikel darüber vorbereitet, welche die besten Museen in Paris sind – inklusive wann der Eintritt komplett kostenlos ist und wie der Museumspass funktioniert.
Und wenn ihr nur ein verlängertes Wochenende habt und einen klaren Plan braucht, bietet euch unser Artikel Paris in 3 Tagen einen logisch aufgebauten Schritt-für-Schritt-Reiseplan, damit ihr nicht unnötig von einem Stadtende zum anderen pendelt.
Häufig gestellte Fragen
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