Frankreich gehört zu den Ländern, in die man einfach immer wieder zurückkehren möchte. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr im Flieger nach Hause sitzt und schon plant, wann ihr wiederkommt? Genau so geht es uns jedes Mal mit einem Frankreich Roadtrip. Der Duft frischer Croissants, Weinreben, die sich bis zum Horizont erstrecken, märchenhafte Schlösser und diese Klippen… Ach, die Klippen der Normandie. 😍
Weil ich Frankreich liebe, habe ich diesen Reiseplan für einen Frankreich Roadtrip in 7 Tagen zusammengestellt – damit ihr die typischen Fehler vermeidet und Frankreich in vollen Zügen genießen könnt. Es geht von Paris über die märchenhaften Loire-Schlösser, den atemberaubenden Mont Saint-Michel, die geschichtsträchtigen D-Day-Strände der Normandie bis hin zu Monets Gärten in Giverny. Und das alles in nur einer Woche.
Im Artikel findet ihr einen kompletten Reiseplan für einen 7-tägigen Roadtrip durch Frankreich – Tag für Tag, mit konkreten Tipps zu Restaurants, Unterkünften und Orten, die ihr nicht verpassen solltet. Ich verrate euch, wann die beste Reisezeit ist, was das Ganze kostet und worauf ihr achten müsst.

Zusammenfassung
- Route: Paris → Versailles → Loire-Schlösser (Chambord, Chenonceau, Amboise) → Mont Saint-Michel → Normandie (D-Day-Strände, Étretat) → Giverny → Paris
- Gesamtkilometer: ca. 1.200–1.400 km (je nach Abstechern und Umwegen)
- Ideale Reisezeit: Mai, Juni oder September – angenehmes Wetter, weniger Touristen, niedrigere Preise
- Ein Auto ist ein Muss – mit öffentlichen Verkehrsmitteln schafft ihr diese Route in 7 Tagen nicht, zumindest nicht bequem
- Budget für zwei Personen pro Woche: ca. 1.150–2.000 € (ohne Flüge) – je nach Unterkunftstyp und Essgewohnheiten
- Die größten WOW-Momente: Mont Saint-Michel bei Sonnenaufgang, die Klippen von Étretat, Sonnenuntergang über Chambord
- Worauf ihr achten solltet: Die Maut auf den Autobahnen kann überraschen (rechnet mit 50–80 € für den gesamten Trip), Benzin ist teuer, in Paris braucht ihr kein Auto
- Ladet euch die Karte aller empfohlenen Orte direkt aufs Handy herunter (Link im Artikel)
Wann zum Frankreich Roadtrip aufbrechen und wie vorbereiten
Frankreich ist praktisch das ganze Jahr über wunderschön, aber für einen Roadtrip, bei dem ihr Stadt, Land und Küste abwechselt, sind einige Monate deutlich besser als andere. Schauen wir uns an, was ihr vor der Abfahrt wissen müsst.
Beste Reisezeit: Mai, Juni und September
Mai und Juni sind unserer Meinung nach absolut ideal. Das Wetter ist angenehm (18–25 °C), die Gärten stehen in voller Blüte (Monets Garten in Giverny ist im Juni eine regelrechte Farbexplosion), die Touristensaison fängt gerade erst an und die Unterkunftspreise sind noch vernünftig. September ist eine tolle Alternative – die Temperaturen sind ähnlich, aber die Weinberge im Loire-Tal beginnen sich herbstlich golden zu färben, und die Atmosphäre ist eine ganz andere.
Juli und August würde ich nicht empfehlen, wenn ihr Menschenmassen vermeiden wollt. Der Mont Saint-Michel im August ist wie das Schloss Neuschwanstein in der Hochsaison – man kommt einfach kaum durch. Außerdem haben die Franzosen im August quasi Nationalurlaub, und die beliebten Orte sind hoffnungslos überfüllt. Und die Preise? Im Sommer locker 40–60 % höher. 😅
Die Wintermonate (November–Februar) haben ihren Charme, aber viele Gärten und einige kleinere Schlösser sind geschlossen, und in der Normandie weht ein Wind, der einen glatt umhaut.
Wie kommt man nach Frankreich
Per Flug nach Paris ist die praktischste Variante. Von Berlin, München, Frankfurt oder Düsseldorf gibt es zahlreiche Direktverbindungen zum Flughafen Charles de Gaulle (CDG) – mit Lufthansa, Eurowings oder Air France. Frühzeitig gebucht bekommt ihr Flüge ab etwa 50–80 € pro Strecke. Auch Billigflieger wie easyJet fliegen von mehreren deutschen Städten nach Paris Orly oder Beauvais.
Günstige Flüge suchen wir am liebsten über Vergleichsportale – dort findet man oft Verbindungen, die man sonst übersieht.
Tipp: Wenn ihr nach Charles de Gaulle fliegt, holt den Mietwagen direkt am Flughafen ab. Dort haben praktisch alle Vermieter Filialen und ihr könnt sofort auf die Autobahn Richtung Versailles fahren, ohne euch durch das Pariser Zentrum quälen zu müssen (und das wollt ihr wirklich nicht, glaubt mir).
Alternative für Reisende aus Süddeutschland: Wer in München, Stuttgart oder Nürnberg wohnt, kann auch mit dem Auto anreisen. Bis Paris sind es je nach Startpunkt 700–900 km. Über die Schweiz oder Straßburg geht es relativ zügig – plant allerdings Vignette (Schweiz) bzw. Maut (Frankreich) mit ein.
Mietwagen und Transport
Ein Auto ist für diesen Roadtrip absolut entscheidend. Zwar kommt man zu den meisten Orten auf der Route theoretisch auch mit dem Zug (Frankreich hat ein hervorragendes TGV-Netz), aber die Flexibilität eines Autos ist unersetzlich – besonders in der Normandie und an der Loire, wo die interessanten Orte über die Landschaft verstreut sind.
Lukáš und ich haben seit Jahren gute Erfahrungen mit RentalCars, das wir weltweit nutzen. Für Frankreich empfehle ich:
- Früh genug buchen – idealerweise 2–3 Monate vorher, Last-Minute-Preise sind astronomisch
- Ein Kleinwagen reicht – die Straßen in normandischen Dörfern sind eng, mit einem SUV würdet ihr fluchen
- Automatikgetriebe ist in Frankreich teurer, aber wenn ihr an Automatik gewöhnt seid, lohnt sich der Aufpreis
- Vollkasko ohne Selbstbeteiligung – immer, immer, immer. Französische Straßen sind voller Kreisverkehre und manchmal unübersichtlicher Ausfahrten
Worauf ihr beim Auto achten solltet:
- Maut (péage) ist auf französischen Autobahnen ziemlich hoch. Für den gesamten Trip rechnet mit 50–80 €. Die Mautstellen akzeptieren Kreditkarten.
- Benzin kostet etwa 1,70–1,90 €/Liter, Diesel ist etwas günstiger
- Blitzer gibt es überall und die Franzosen bestrafen auch schon wenige km/h über dem Limit. Auf Autobahnen gilt 130 km/h, auf Landstraßen 80 km/h.
- Parken in den Städtchen – sucht nach P+R oder Parkplätzen am Ortsrand, die Zentren sind oft Fußgängerzonen
Was kostet der Mietwagen: Rechnet mit 200–350 € pro Woche für einen Kleinwagen, in der Hochsaison auch mehr.
Wo übernachten auf dem Frankreich Roadtrip + was kostet es
Auf einem 7-Tage-Roadtrip empfehle ich, an 3–4 verschiedenen Orten zu übernachten – ihr wollt schließlich nicht jeden Tag umziehen, das wäre eher ein logistischer Albtraum als Urlaub. Meine empfohlene Strategie:
- Nacht 1: Umgebung von Versailles oder südliche Pariser Vororte (nah an der Autobahn zur Loire)
- Nächte 2–3: Loire-Gebiet (idealerweise Amboise oder Tours)
- Nächte 4–5: Mont Saint-Michel oder Umgebung (Pontorson, Beauvoir)
- Nächte 6–7: Normandie – Bayeux oder Honfleur (beide sind strategisch hervorragend gelegen)
Was kostet eine Woche Frankreich für zwei
Frankreich gehört nicht zu den günstigsten Reisezielen, aber es muss kein Vermögen kosten. Hier ist unser realistisches Budget für 7 Tage zu zweit (ohne Flüge):
- Unterkunft: 400–800 € – je nachdem ob ihr Airbnb / B&B / Hotels wählt
- Mietwagen + Benzin + Maut: 350–500 €
- Essen und Trinken: 300–500 € – Mittagessen im Bistro 15–25 € pro Person, Abendessen 25–40 €
- Eintritte und Aktivitäten: 100–200 € – Schlösser, Museen, Gärten
- Gesamt: ca. 1.150–2.000 € für zwei Personen
Spartipp: Kauft im Supermarkt (Carrefour, Leclerc) Käse, Baguettes, Obst und Wein für ein Picknick – so gestaltet ihr eure Mittagessen für wenige Euro, und die Atmosphäre eines Picknicks an einem Loire-Schloss ist unschlagbar. Wir haben so das Mittagessen „gespart“ und dafür abends besser gegessen. Win-win. 😁
Hier ist eine Übersicht der gesamten Route Tag für Tag. Ihr habt mehr Zeit und wollt auch den Süden Frankreichs sehen? Schaut euch unsere 14-Tage-Version des Frankreich Roadtrips an.
| Tag | Route und Transfer | Wo übernachten |
|---|---|---|
| 1. | Ankunft in Paris, Versailles | Versailles |
| 2. | Versailles → Loire-Schlösser – Chambord, Chenonceau | Loire (Amboise) |
| 3. | Amboise → Mont-Saint-Michel (~3,5 Std.) | bei Mont-Saint-Michel |
| 4. | Mont-Saint-Michel → Normandie (Saint-Malo, Cancale) | Bayeux |
| 5. | D-Day-Strände und historische Normandie | Bayeux |
| 6. | Étretat, Honfleur → Giverny | Giverny |
| 7. | Monets Gärten in Giverny → Rückkehr nach Paris | — |
Tag 1. Versailles und die erste Berührung mit Frankreich

Ihr landet in Paris, holt den Mietwagen ab und – fahrt nicht ins Zentrum. Ich weiß, die Verlockung ist groß, aber hebt euch Paris für den Schluss auf (oder für einen eigenen Trip, denn Paris verdient mindestens 3 Tage). Steuert stattdessen direkt Versailles an, das vom Flughafen CDG etwa anderthalb Stunden entfernt ist.
Schloss Versailles
Das Schloss Versailles ist einfach eine andere Liga. Ihr könnt euch alle Fotos und Videos angeschaut haben, aber wenn ihr dann tatsächlich dort steht, haut es euch trotzdem um. Die Ausmaße, die Pracht, die Gärten, die sich scheinbar bis zum Horizont erstrecken… Ludwig XIV. hatte definitiv kein Problem mit Bescheidenheit. 😅
Praktische Tipps:
- Tickets unbedingt vorab online kaufen – Warteschlangen ohne Reservierung können locker 2 Stunden dauern (und das ist nicht übertrieben)
- Das Vollticket kostet 21,50 € pro Person und umfasst das Schloss und die Gärten
- Seid zur Öffnung da (9:00) – die ersten zwei Stunden sind am ruhigsten
- Für die Besichtigung von Schloss + Gärten plant mindestens 3–4 Stunden ein, idealerweise den ganzen Vormittag
- Die Gärten sind riesig – wenn ihr nicht gern lauft, könnt ihr ein Golfcart oder ein Boot auf dem Grand Canal mieten
Zum Mittagessen geht in das Städtchen Versailles – die Rue de Satory ist voller kleiner Restaurants. Ich empfehle La Table du 11 (wenn euer Budget ein etwas gehobeneres Mittagessen erlaubt) oder Bistrot du Potager du Roi mit wunderschönem Garten und regionaler Küche. Hauptgericht um die 18–25 €.
Nach dem Essen schlendert durch das historische Zentrum von Versailles – das Viertel Saint-Louis mit der Kathedrale und dem Markt ist überraschend charmant und von Touristen kaum beachtet.
Falls ihr noch Energie habt, schaut beim Markt von Versailles (Marché Notre-Dame) vorbei – er ist jeden Tag außer Montag geöffnet und dort findet ihr fantastischen Käse und lokale Produkte für ein Picknick am nächsten Tag.
Wo übernachten in der ersten Nacht
Übernachtet in der Nähe von Versailles oder in Chartres (liegt auf halbem Weg zur Loire und spart euch morgens Zeit). In Versailles selbst empfehle ich das Hôtel Le Louis Versailles Château (modern, zu Fuß vom Schloss) oder das preisgünstigere Hôtel Le Cheval Rouge, das eine familiäre Atmosphäre und tolles Frühstück bietet. Für Airbnb schaut im Viertel Saint-Louis.
Tag 2. Loire-Schlösser — Chambord und Chenonceau

Heute erwartet euch der märchenhafteste Tag des gesamten Roadtrips. Am Morgen macht ihr euch auf den Weg zur Loire – von Versailles sind es etwa 2 Stunden Fahrt über die Autobahn A10. Die Strecke führt durch endlose Felder und ist ziemlich eintönig, aber was euch am Ende erwartet, ist jede Minute wert.
Schloss Chambord
Chambord ist die absolute Königin unter den Loire-Schlössern. Wenn ihr euch nähert und es langsam hinter den Bäumen auftaucht… einfach wow. Es ist riesig, hat über 400 Räume und seine berühmte Doppelwendeltreppe (angeblich von da Vinci entworfen) ist ein architektonisches Wunder – zwei Menschen können gleichzeitig hinauf- und hinabsteigen, ohne sich zu begegnen.
Praktische Tipps:
- Eintritt: 16 €, unter 26 Jahren aus der EU kostenlos (!)
- Kommt früh morgens (Öffnung um 9:00) – der Vormittag ist am ruhigsten
- Für die Besichtigung von Schloss + Park plant 2–2,5 Stunden ein
- Verpasst nicht die Dachterrasse – der Blick über die umliegenden Wälder ist atemberaubend
- Im Park (5.440 Hektar!) können Fahrräder oder Elektroautos gemietet werden
Der ideale Zeitpunkt für ein Picknick ist genau hier – breitet eine Decke am Teich vor dem Schloss aus, öffnet den Käse und das Baguette vom Versailler Markt und genießt die Aussicht. Ein besseres Restaurant findet ihr nicht. ☺️
Schloss Chenonceau
Am Nachmittag fahrt weiter nach Chenonceau (ca. 1 Stunde von Chambord). Das ist das berühmte „Schloss der Damen“, gebaut über dem Fluss Cher – ihr kennt es von jeder zweiten Postkarte aus Frankreich. Und ich muss sagen: Fotos werden diesem Ort nicht gerecht.
Chenonceau ist intimer als Chambord, hat aber eine unglaubliche Atmosphäre. Ihr spaziert durch das Schloss, unter euch fließt der Fluss, ringsum blühen Gärten… Es ist, als würde man in ein Gemälde eintreten.
- Eintritt: 17 €
- Für die Besichtigung reichen 1,5–2 Stunden
- Die Gärten von Diane de Poitiers und Katharina von Medici sind beide wunderschön, aber jeder auf seine Art
- Im Sommer gibt es abendliche Besichtigungen mit Beleuchtung – wenn ihr die Möglichkeit habt, geht hin!
Zum Abendessen fahrt nach Amboise (30 Minuten von Chenonceau), ein charmantes Städtchen am Ufer der Loire. Ich empfehle das Restaurant L’Écluse direkt am Fluss – hervorragende Steaks und lokaler Loire-Wein zu vernünftigen Preisen (Hauptgericht 18–28 €). Für etwas Leichteres versucht Bigot, eine Konditorei und Chocolaterie mit phänomenalen Desserts.
Wo übernachten an der Loire
Übernachtet in Amboise – es ist eine strategisch hervorragende Basis für die Schlösser, und das Städtchen selbst ist zauberhaft. Le Clos d’Amboise ist ein wunderschönes Boutique-Hotel mit Garten und Pool. Eine günstigere Alternative ist das Hôtel Le Chaptal oder ein Airbnb direkt im historischen Zentrum. In der Umgebung findet ihr auch Troglo-Unterkünfte (in den Fels gehauene Wohnungen) – ein Erlebnis, das ihr nirgendwo anders bekommt!
Tag 3. Amboise, letztes Schloss und Fahrt zum Mont Saint-Michel

Am Morgen gönnt euch einen entspannten Start in Amboise – schlendert am Loire-Ufer entlang, frühstückt in einem der Cafés an der Hauptstraße und besucht einen Ort, den ihr nicht auslassen solltet.
Schloss Amboise und Clos Lucé
Das Königliche Schloss Amboise thront über der Stadt und bietet einen herrlichen Blick auf den Fluss und die umliegende Landschaft. Die Besichtigung ist kürzer als bei den großen Schlössern (eine Stunde reicht), aber die Atmosphäre ist intim und angenehm.
Gleich nebenan liegt Clos Lucé – das letzte Zuhause von Leonardo da Vinci, wo er seine letzten Lebensjahre auf Einladung von Franz I. verbrachte. Die interaktive Ausstellung seiner Erfindungen ist auch für Erwachsene faszinierend (und falls ihr Kinder dabei habt, werden sie begeistert sein). Eintritt: 19 €. Plant für beides zusammen 2–3 Stunden ein.
Vormittagstipp: Falls ihr noch nicht genug von Schlössern habt, könnt ihr auf dem Weg aus Amboise beim Château de Villandry Halt machen – die Innenräume sind weniger imposant, aber die Renaissance-Gärten gehören wahrscheinlich zu den schönsten in ganz Frankreich. Wirklich atemberaubende geometrische Muster. Eintritt: 13 €.
Fahrt zum Mont Saint-Michel
Nach dem Mittagessen in Amboise (probiert L’Amboiserie – ausgezeichnete Galettes, also herzhafte bretonische Buchweizenpfannkuchen, Hauptgericht ab 12 €) steigt ins Auto und fahrt Richtung Mont Saint-Michel.
Die Fahrt dauert etwa 3,5 Stunden über Le Mans und Avranches. Es ist der längste Transfer des gesamten Roadtrips, aber die Landschaft ist wunderschön – besonders die letzte Stunde, wenn ihr durch die normannische Landschaft mit Kuhweiden und Obstgärten fahrt.
Wichtig: Zum Mont Saint-Michel kommt ihr nicht direkt mit dem Auto. Ihr parkt auf einem großen Parkplatz (ca. 2,5 km von der Insel, Parkgebühr 14,90 € für 24 Stunden) und fahrt dann mit dem kostenlosen Shuttle oder geht zu Fuß über den Steg. Ich empfehle, am Abend anzukommen – der Mont Saint-Michel im Sonnenuntergang ist eines der eindrucksvollsten Erlebnisse der ganzen Reise.
Wo übernachten am Mont Saint-Michel
Ihr habt zwei Möglichkeiten: direkt AUF der Insel übernachten (teuer, aber unvergesslich) oder in der Umgebung (praktischer und günstiger).
Auf der Insel: La Mère Poulard ist ein legendäres Hotel und Restaurant – teuer, aber ein Erlebnis. Wenn ihr euch einen Traum erfüllen wollt, lohnt es sich hier.
In der Umgebung: Die Dörfer Beauvoir oder Pontorson (10–15 Minuten) bieten ordentliche B&Bs zu vernünftigen Preisen. Le Beauvoir ist ein sympathisches Familienhotel mit Blick auf den Mont Saint-Michel, La Jacotière ist ein wunderschöner Bauernhof, der zur Chambre d’hôte (B&B) umgebaut wurde.
Tag 4. Mont Saint-Michel und Fahrt in die Normandie

Heute erwartet euch der Ort, wegen dem viele Leute diese Reise überhaupt antreten. Und das völlig zu Recht.
Mont Saint-Michel
Steht früh auf. Ich weiß, es ist Urlaub, aber der Mont Saint-Michel am Morgen, noch ohne Touristenmassen, ist ein magisches Erlebnis. Wenn ihr Glück mit dem Gezeitenkoeffizienten habt (überprüft ihn vorher auf der Website der Insel), könnt ihr miterleben, wie das Meer die gesamte Insel umschließt – es ist eine der höchsten Gezeiten in Europa.
Die Abtei auf dem Gipfel ist monumental. Gotische Säulen, der Kreuzgang, der Blick von den Terrassen auf die Bucht… Es ist ein Ort mit unglaublicher Energie, ob man gläubig ist oder nicht.
Praktische Tipps:
- Eintritt in die Abtei: 13 €, unter 26 Jahren aus der EU kostenlos
- Seid zur Öffnung da (9:30) – ab 11:00 beginnen die Busse mit organisierten Gruppen einzutreffen
- Für die Besichtigung der Abtei + Spaziergang durch die Gassen plant 2–3 Stunden ein
- Die Hauptstraße (Grande Rue) ist voller Touristenfallen – Souvenirshops und überteuerte Restaurants. Aber die Atmosphäre ist trotzdem großartig.
- La Mère Poulard ist berühmt für sein luftiges Omelett – es kostet 30–40 € und ehrlich gesagt schmeckt es wie ein recht gewöhnliches Omelett. Aber das Erlebnis? Das ist es wohl wert. Ungefähr. 😅
Geheimtipp: Wenn ihr Zeit habt und gut zu Fuß seid, bucht einen Führer für eine Wattwanderung durch die Bucht (traversée de la baie). Ihr lauft über Sand und Schlick direkt zur Insel, es dauert ca. 2–3 Stunden und ist ein Erlebnis fürs Leben. OHNE Führer solltet ihr es nicht versuchen – Treibsand und Gezeiten sind gefährlich. Preis: ca. 10–15 € pro Person.
Nachmittags: Fahrt in die Normandie — Saint-Malo oder Cancale
Nach dem Mittagessen (ich empfehle, den Mont Saint-Michel zu verlassen und in Cancale Halt zu machen, das nur 50 Minuten Fahrt entfernt liegt) fahrt entlang der Küste. Cancale ist die „Austernhauptstadt“ – am Marché aux Huîtres kauft ihr frische Austern für wenige Euro direkt von den Fischern und esst sie mit Blick aufs Meer. Ihr müsst keine Austernfans sein – hier ist es auch für Skeptiker ein Erlebnis (getestet an Lukáš, der danach zum Austern-Enthusiasten wurde 😁).
Am Nachmittag fahrt weiter nach Bayeux (ca. 1,5 Stunden von Cancale), das eure Basis für die nächsten zwei Tage in der Normandie sein wird. Unterwegs macht einen Stopp in Saint-Malo – die befestigte Stadt an der Küste wirkt wie aus einem Piratenfilm. Eine Stunde Spaziergang auf den Stadtmauern und durch die Straßen der Intra Muros (Altstadt) reicht aus.
Wo übernachten in der Normandie
Bayeux ist die ideale Basis – es ist malerisch, strategisch günstig zwischen den D-Day-Stränden und Étretat gelegen und hat ein hervorragendes Unterkunftsangebot.
Hôtel Reine Mathilde liegt im Herzen der Stadt, mit freundlichem Personal und toller Lage. Villa Lara ist die luxuriösere Variante mit Blick auf die Kathedrale. Für Airbnb sucht im Stadtzentrum – alles ist zu Fuß erreichbar und die Atmosphäre der mittelalterlichen Gassen ist bezaubernd.
Alternativ könnt ihr in Honfleur übernachten – es liegt etwas weiter von den D-Day-Stränden entfernt, ist aber eines der fotogensten Städtchen ganz Frankreichs.
Tag 5. D-Day-Strände und historische Normandie

Heute wird ein Tag, der sich tief in euer Gedächtnis einbrennt. Selbst wenn ihr keine Geschichtsfans seid – die D-Day-Strände und die umliegenden Gedenkstätten sind ein zutiefst emotionales Erlebnis.
Amerikanischer Friedhof in Colleville-sur-Mer
Fangt hier an. 9.387 weiße Kreuze in perfekten Reihen mit Blick auf Omaha Beach. Es ist ein stiller, würdevoller Ort, der euch mehr berührt, als ihr erwartet. Der Eintritt ist frei.
Direkt unterhalb des Friedhofs liegt Omaha Beach – ein breiter, windiger Strand, an dem man sich kaum vorstellen kann, was hier am 6. Juni 1944 geschah. Spaziert über den Sand, schaut euch die Überreste der Befestigungen an und lasst es auf euch wirken.
Pointe du Hoc
Unweit von Omaha Beach liegt Pointe du Hoc – die Klippen, die amerikanische Rangers unter Beschuss erklommen. Bombenkrater sind noch heute sichtbar und sehen aus, als wäre der Krieg erst gestern zu Ende gegangen. Eintritt frei, für die Besichtigung reichen 30–45 Minuten.
Arromanches und der künstliche Hafen
Das Städtchen Arromanches-les-Bains ist faszinierend – am Strand sind noch heute die Überreste des künstlichen Mulberry-Hafens zu sehen, den die Alliierten während der Invasion errichteten. Das D-Day-Museum (Musée du Débarquement) direkt am Strand erklärt die gesamte Operation. Eintritt: 10,50 €.
Zum Mittagessen bleibt in Arromanches – das Restaurant L’Idéal an der Promenade hat hervorragende Muscheln (Moules-frites für ca. 16 €) und Blick direkt auf die Hafenreste. Oder gönnt euch ein Picknick am Strand – in Bayeux kauft ihr morgens in der Bäckerei Baguettes und in der Fromagerie Käse.
Nachmittags: Bayeux und sein Teppich
Nach der Rückkehr nach Bayeux gönnt euch einen Stadtspaziergang und besucht den Teppich von Bayeux – einen 70 Meter langen bestickten Wandbehang aus dem 11. Jahrhundert, der die Geschichte der normannischen Eroberung Englands erzählt. Es ist wie ein mittelalterlicher Comic und absolut faszinierend. Eintritt: 12 €. Ein Audioguide auf Deutsch ist verfügbar und ausgezeichnet.
Abendessen in Bayeux: L’Angle Saint-Laurent ist unsere Empfehlung Nummer eins – moderne französische Küche in einem wunderschönen historischen Haus, Hauptgerichte 22–35 €. Für etwas Ungezwungeneres versucht La Reine Mathilde (zum Hotel gehörig), wo es hervorragende normannische Spezialitäten gibt, darunter Camembert en croûte.
Tag 6. Étretat und Fahrt über Honfleur nach Giverny

Heute erwartet euch eine Landschaft, bei der ihr am liebsten alle fünf Minuten anhalten würdet. Die normannische Küste ist einfach der Hammer.
Étretat — Klippen wie aus einer anderen Welt
Von Bayeux sind es bis Étretat etwa 2 Stunden. Brecht früh morgens auf, denn ihr wollt auf den Klippen sein, bevor die Touristenbusse eintreffen.
Die Klippen von Étretat sind… wie soll man das beschreiben? Stellt euch riesige weiße Felsbögen vor, die aus dem türkisfarbenen Meer ragen, oben grünes Gras und darüber ein dramatischer Himmel. Monet und Manet kamen hierher zum Malen, und ich verstehe warum.
Was ihr unbedingt machen solltet:
- Aufstieg zur Falaise d’Aval (linke Klippen mit Blick aufs Meer) – Stufen führen hinauf und die Aussicht ist absolut atemberaubend. Der Aufstieg dauert 15–20 Minuten.
- Aufstieg zur Falaise d’Amont (rechte Klippen) – weniger Menschen, eine Kapelle und ein kleines Museum Nungesser et Coli. Ebenfalls tolle Aussicht.
- Spaziergang am Strand – Kieselstrand, aber bei Ebbe kann man bis unter den Felsbogen gehen.
- Jardins d’Étretat (Gärten) oben auf den Klippen – ein moderner Garten mit Installationen und 360°-Panorama. Eintritt: 12,50 €. Ehrlich? Für die Aussicht lohnt es sich, die Gärten selbst sind… recht speziell. 😅
Zum Mittagessen in Étretat empfehle ich Le Belvédère – Terrasse mit Blick auf die Klippen, Meeresfrüchte so frisch wie nur möglich. Hauptgericht um die 20–30 €. Wenn ihr etwas Günstigeres sucht, gibt es auf der Strandpromenade Stände mit Galettes und Crêpes.
Zwischenstopp in Honfleur
Von Étretat fahrt weiter nach Honfleur (ca. 45 Minuten). Dieses Hafenstädtchen mit dem kleinen Vieux Bassin ist eines der fotogensten Orte ganz Frankreichs – eine Reihe bunter Häuser, die sich im Wasser spiegeln, kleine Galerien, Cafés…
Für die Besichtigung von Honfleur reichen 1–2 Stunden:
- Vieux Bassin (alter Hafen) – spazieren, fotografieren, Kaffee trinken
- Kirche Sainte-Catherine – eine komplett aus Holz gebaute Kirche, einzigartig in Frankreich
- Les Maisons Satie – interaktives Museum über den Komponisten Erik Satie, überraschend unterhaltsam
Nachmittagskaffee: La Cidrerie direkt am Hafen – bestellt einen Cidre (Apfelwein, normannischer Klassiker) und eine Galette mit Salzkaramell. Die Normandie ist Cidre-Land, und ihr solltet den normannischen Cidre überall trinken, wo es ihn gibt.
Fahrt nach Giverny
Von Honfleur nach Giverny sind es etwa 2 Stunden. Die Strecke führt über die Pont de Normandie (imposant!) und dann entlang der Seine. Übernachtet direkt in Giverny oder im nahen Vernon (5 Minuten Fahrt), damit ihr morgens gleich in Monets Gärten sein könnt.
Wo übernachten in Giverny / Vernon
La Musardière in Giverny ist ein entzückendes Hotel mitten im Dorf – zu Fuß von den Gärten, mit hübschem Garten und Preisen um 100–140 € pro Nacht. In Vernon ist das Angebot größer und günstiger – das Hôtel Normandy ist eine solide Wahl, Le Vieux Moulin (alte Mühle auf einer kleinen Insel in der Seine) wird als Airbnb vermietet und ist wohl die romantischste Unterkunft des gesamten Trips.
Tag 7. Monets Gärten in Giverny und Rückkehr nach Paris

Der letzte Tag des Roadtrips, aber definitiv nicht der schwächste. Giverny ist ein würdiger Abschluss der gesamten Reise.
Monets Gärten (Fondation Claude Monet)
Claude Monet lebte und arbeitete hier über 40 Jahre lang, und seine Gärten sind sein größtes Kunstwerk. Die berühmte japanische Brücke, die Seerosen auf dem Teich, die bunten Blumenbeete… Alles, was ihr von seinen Gemälden kennt, ist hier lebendig und atmend.
Praktische Tipps:
- Geöffnet: April–Oktober (im Winter geschlossen!)
- Eintritt: 12 €
- KOMMT ZUR ÖFFNUNG (9:30). Das ist vielleicht der wichtigste Tipp des gesamten Artikels. Ab 10:30 beginnen Busse aus Paris einzutreffen und die Gärten füllen sich so, dass ihr am Seerosenteich in der Menge steht. Am Morgen seid ihr fast allein und es ist ein komplett anderes Erlebnis.
- Für die Besichtigung der Gärten + des Hauses plant 1,5–2 Stunden ein
- Am schönsten sind die Gärten im Mai und Juni (Pfingstrosen, Rosen, Seerosen beginnen zu blühen) und im September (weniger Besucher, Herbstfarben)
- Das Haus ist im Originalzustand erhalten – Monets gelbes Esszimmer und seine blaue Küche sind überraschend modern und stilvoll
Museum des Impressionismus (Musée des Impressionnismes)
Wenn ihr noch Zeit habt, bietet dieses kleine Museum direkt in Giverny wechselnde Ausstellungen zum Impressionismus. Eintritt: 9 €. Angenehm für 30–45 Minuten.
Zum Mittagessen in Giverny empfehle ich Restaurant Baudy – ein historisches Restaurant, in dem einst impressionistische Maler speisten. Der Garten ist wunderschön und die Küche solide, auch wenn die Preise etwas touristisch sind (Hauptgericht 20–28 €). Alternativ versucht in Vernon das Les Fleurs – authentischer und günstiger.
Rückkehr nach Paris
Von Giverny ins Pariser Zentrum sind es nur etwa anderthalb Stunden, zum Flughafen CDG dann ca. 2 Stunden (rechnet mit dem Verkehr in den Vororten, der am Nachmittag zur Rush Hour zäh werden kann).
Wenn euer Flug erst abends oder am nächsten Tag geht:
Ihr habt mehrere Möglichkeiten, den Nachmittag zu verbringen:
- Gebt den Mietwagen am Flughafen ab und fahrt mit der Metro ins Zentrum – schlendert über Montmartre, trinkt einen Kaffee auf der Place du Tertre und verabschiedet euch von Frankreich mit dem Blick über die Stadt vom Sacré-Cœur
- Macht einen Stopp in La Roche-Guyon auf dem Weg nach Paris – ein malerisches Dorf mit einer Burg direkt im Fels, 30 Minuten von Giverny
- Fahrt nach Auvers-sur-Oise – das Dorf, in dem van Gogh seine letzten Tage verbrachte. Ein kleines Museum und der Friedhof, auf dem er begraben liegt. Für Kunstliebhaber ein unvergesslicher Stopp.
Praktische Tipps und Tricks für den Frankreich Roadtrip
Was einpacken
Frankreich ist keine Fernreise, aber ein paar Dinge solltet ihr dabeihaben:
- Bequeme Laufschuhe – ihr werdet viel laufen, von Schlossgärten bis zu Klippen. Falls ihr noch keine bewährten Schuhe habt, schaut in unseren Ratgeber beste Wanderschuhe.
- Leichte Regenjacke – in der Normandie kann selbst im Sommer aus dem Nichts ein Schauer kommen
- Reiseadapter BRAUCHT IHR NICHT – Frankreich hat die gleichen Steckdosen wie Deutschland (Typ C/E)
- Sonnenbrille und Sonnencreme – auf den Klippen und Stränden brennt die Sonne stärker als gedacht
Für Packtipps schaut in unseren Artikel wie man ins Handgepäck packt.
Wo günstige Flüge finden
Günstige Flüge suchen wir am liebsten über Vergleichsportale. Von Berlin, München, Frankfurt oder Düsseldorf bekommt ihr Hin- und Rückflüge nach Paris oft schon ab 80–120 €, wenn ihr rechtzeitig bucht. Schaut auch nach Flügen mit Eurowings, easyJet oder Lufthansa – je nach Abflughafen variieren die Preise stark.
Versicherung und eSIM
Für kürzere Reisen innerhalb Europas reicht die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), aber eine Reiseversicherung empfehlen wir trotzdem immer. Für unsere Tipps schaut in die SafetyWing-Bewertung.
Falls ihr euch nicht mit Roaming herumschlagen wollt (obwohl es in der EU eigentlich inklusive sein sollte), schaut in unsere eSIM Holafly-Bewertung – wir nutzen es auf allen Reisen.
Maut und Tanken
- Mautstellen akzeptieren Kreditkarten – Bargeld braucht ihr nicht
- Die App ViaMichelin berechnet eure Route im Voraus inklusive Mautkosten – hervorragend zum Planen
- Tankt an Supermarkt-Tankstellen (bei Carrefour, Leclerc, Auchan) – die sind deutlich günstiger als Markentankstellen an den Autobahnen
Essen und Trinken — was ihr unbedingt probieren solltet
- Galettes (herzhafte Buchweizenpfannkuchen) – in der Bretagne und Normandie ein Grundnahrungsmittel
- Cidre (Apfelwein) – normannische Spezialität, bestellt ihn zur Galette
- Camembert, Livarot, Pont-l’Évêque – normannische Käsesorten, kauft sie auf lokalen Märkten
- Crème brûlée – simpel, aber in Frankreich macht man sie einfach am besten
- Croissant au beurre – jeden Morgen, in jeder Bäckerei. Das wird nie langweilig. 😁
Häufig gestellte Fragen zum Frankreich Roadtrip
Bevor ihr losfahrt, hier die Antworten auf Fragen, die wir von Lesern rund um den 7-tägigen Frankreich Roadtrip am häufigsten gestellt bekommen.
Reichen 7 Tage für diese Route?
Ehrlich gesagt? Es ist gerade so ausreichend, aber ihr werdet ein volles Programm haben. Wenn ihr die Möglichkeit habt, auf 9–10 Tage zu verlängern, macht das – dann könnt ihr mehr Zeit in der Normandie verbringen und vielleicht noch Saint-Malo oder Rouen hinzufügen. Aber in 7 Tagen schafft ihr alle Highlights und habt nicht das Gefühl, etwas Wesentliches verpasst zu haben.
Geht dieser Roadtrip auch ohne Auto?
Theoretisch ja – Versailles, Mont Saint-Michel und Giverny sind per Zug/Bus von Paris aus erreichbar. Aber ihr verliert die Flexibilität und verbringt viel Zeit mit Warten auf Verbindungen. Die Loire-Schlösser und D-Day-Strände sind ohne Auto sehr kompliziert. Wer nicht selbst fahren möchte, kann organisierte Ausflüge zu den einzelnen Zielen ab Paris buchen, schafft in 7 Tagen aber deutlich weniger.
Was kostet die Maut auf der gesamten Strecke?
Für die gesamte Runde Paris–Loire–Mont Saint-Michel–Normandie–Paris rechnet mit 50–80 € Mautgebühren. Ihr könnt die Mautstellen umgehen, indem ihr auf „N“- und „D“-Straßen statt auf „A“-Straßen (Autoroute) fahrt, aber die Fahrt wird dann deutlich länger. Wir haben kombiniert – auf längeren Abschnitten Autobahn, auf kurzen Strecken Landstraße.
Im oder gegen den Uhrzeigersinn fahren?
Unser Reiseplan fährt gegen den Uhrzeigersinn (südlich zur Loire, dann nach Westen und Norden). Das ist praktischer, weil Giverny nahe an Paris liegt und sich als letzter Stopp vor dem Rückflug anbietet. Aber die entgegengesetzte Richtung funktioniert genauso – es hängt von eurem Flug ab.
Brauche ich in Frankreich eine Vignette?
Nein. Frankreich hat keine Vignette wie Deutschland (früher geplant) oder Österreich und die Schweiz. Die Maut bezahlt ihr fortlaufend an den Mautstellen (per Kreditkarte oder bar). Ihr braucht weder eine Plakette noch ein elektronisches Gerät.
Sind Monets Gärten in Giverny wirklich so schön oder überbewertet?
Sie sind wirklich so schön. ABER – es kommt auf das Timing an. Am Morgen, ohne Menschenmassen, im Mai oder Juni, wenn alles blüht? Magisch. Am Nachmittag im August, wenn sich Hunderte von Besuchern drängen? Frustrierend. Der Schlüssel ist, zur Öffnung da zu sein. Und wenn ihr außerhalb der Hochsaison fahrt (April oder Oktober), sind die Gärten ebenfalls wunderschön, nur eben anders.
Was wenn es regnet? Lohnt sich die Normandie bei Regen?
Auf jeden Fall. Die Normandie im Regen hat ihre ganz eigene raue Schönheit – die Klippen von Étretat im Nebel wirken mystisch und die D-Day-Strände unter grauem Himmel sind noch emotionaler. Außerdem funktionieren Museen, Schlösser und Restaurants bei jedem Wetter. Nehmt einfach die Regenjacke mit. ☺️
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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.
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