Paris mit Kindern: Der komplette Familienguide (worauf ihr euch mit Kinderwagen einstellen müsst)

Wenn die Stadt langsam erwacht, aus den Eckbäckereien der Duft von zerlassener Butter in die kühle Morgenluft strömt und die Straßen noch nicht den hupenden Rollern gehören, ist es womöglich die schönste Stadt der Welt. Auf einem Korbstuhl an einem kleinen runden Tisch sitzen, starken Kaffee schlürfen und beobachten, wie die Stadt aufwacht – das ist pure Poesie. Doch dann beschließt euer Kleinkind, dass es jetzt unbedingt losrennen muss, ihr versucht den breiten Kinderwagen durch den Gang zwischen den Tischen zu quetschen, der ungefähr so breit ist wie ein Schuhkarton, und der Kellner durchbohrt euch mit seinem Blick. Die Romantik aus den Filmen prallt plötzlich auf die harte Realität. Denn das Paris der Postkarten kennt kein Kindergeschrei und kümmert sich nicht um fehlende Aufzüge in der Metro. Paris mit Kindern ist ein Abenteuer, das Planung erfordert – aber es lohnt sich.

Wir haben festgestellt, dass das echte, alltägliche Paris zu Eltern mit kleinen Kindern ganz schön rau und unnachgiebig sein kann. Enge Kopfsteinpflaster-Gehwege in den historischen Vierteln machen euch zu schaffen, endlose Treppen im Untergrund testen eure Fitness, und die Suche nach einem Wickeltisch gleicht manchmal der Suche nach dem Heiligen Gral.

Gleichzeitig ist es aber eine Stadt, die Kindern absolut unglaubliche Dinge bietet. Es ist ein Ort, an dem ein Zweijähriges mit offenem Mund ein fast hundert Jahre altes Puppentheater bestaunen, Enten an riesigen Fontänen in perfekten Parks füttern und sein erstes wirklich gutes Butter-Madeleine probieren kann. Ich habe festgestellt, dass ich als Vegetarierin mit Kleinkind hier überraschend gute Möglichkeiten habe, wenn ich weiß, wohin ich gehen muss. Es braucht nur militärische Logistik, keinerlei Erwartungen an flexibles Essen und eine Trage als absoluten Backup-Plan.

In diesem Artikel findet ihr unseren kompletten, mit Blut und Schweiß erkauften Leitfaden für den Familienurlaub in Paris. Parks, Restaurants, Wickel-Missionen, Kinderwagen-Hölle und die wirklich märchenhaften Orte – alles, was wir mit Lukáš und Jonáš am eigenen Leib erlebt haben. Kurz gesagt: Alles dafür, damit euer Paris mit Kleinkind mehr Märchen als Fegefeuer wird.

Artikelinhalt

Zusammenfassung

Blonde Frau im beigen Blazer sitzt an einem lila Tisch in einem grünen Garten
  • Die Metro ist mit Kinderwagen eine Strafe. Vollständig barrierefrei ist nur die Linie 14. Setzt auf Busse mit Niederflureinstiegen und meidet das Umsteige-Chaos an der Station Châtelet-Les-Halles.
  • Wickeltische in Bistros gibt es praktisch nicht. Nehmt eine faltbare, abwischbare Unterlage mit und verlasst euch auf große Kaufhäuser (Galeries Lafayette) oder Parks.
  • Die grüne Oase Nummer eins für Kinder sind die Gärten des Jardin du Luxembourg. Hier findet ihr den riesigen eingezäunten Spielplatz Poussin Vert, Segelboote am Brunnen und das Puppentheater Guignol.
  • Essenszeiten sind heilig. Das Mittagessen wird strikt zwischen 12:00 und 14:30 serviert. Wenn euer Kind um fünf Uhr nachmittags Hunger hat, sucht nach Bäckereien oder Brasseries mit dem Schild „service continu“.
  • Bonjour ist das Zauberwort. In jeden Laden oder jedes Restaurant müsst ihr mit einem lauten Gruß eintreten – sonst werdet ihr ignoriert, selbst wenn ihr ein weinendes Kind auf dem Arm habt.
  • Meidet die Massen. Fahrt nicht auf den Eiffelturm hoch, geht lieber auf die Dachterrasse eines Kaufhauses. Im Louvre haltet mit Kindern maximal zwei Stunden durch. Und in Versailles steuert direkt die Gärten an, wo ihr locker 6–7 Stunden verbringt.
  • Achtung 2026: Die Kinderabteilung der Cité des Enfants La Villette (für Kinder von 2 bis 7 Jahren) ist bis zum 9. Juni 2026 geschlossen. Die Gärten in Giverny haben am 19. und 20. September 2026 geschlossen.
  • Disneyland Paris ist für Kleinkinder großartig. Kinder bis 2 Jahre haben freien Eintritt, und im Fantasyland gibt es eine riesige Auswahl an ruhigen Attraktionen ohne Mindestgröße.
  • Ignoriert die Straßenbetrüger. Leute mit Petitionen an Sehenswürdigkeiten, Armband-Verkäufer auf dem Montmartre und jeden, der vor euch einen goldenen Ring „findet“, einfach umgehen.

Wann mit Kindern nach Paris reisen: Jahreszeiten und Wetter

Den richtigen Monat für die Familienreise zu wählen, ist die halbe Miete. Paris wechselt mit jeder Jahreszeit komplett sein Gesicht, und was für ein kinderloses Paar ein romantischer Spaziergang im Regen ist, wird mit Kinderwagen zum logistischen Albtraum. Wir mit Lukáš lieben für Familienreisen die Momente, in denen man im leichten Pullover auf der Terrasse sitzen kann und die Kinder frei in den Parks herumtoben – ohne Hitzschlag-Gefahr.

Frühling und Herbst sind eine sichere Wahl

Ecke mit blühenden Rosen und klassischen Pariser Gebäuden

Wenn ihr könnt, legt eure Reise auf Mai, Juni, September oder Oktober. Der Mai ist der absolut schönste Monat des Jahres. Die Kastanien blühen, die Tage werden angenehm länger und ihr könnt problemlos in den Parks picknicken.

Genauso zauberhaft ist die Zeit von Mitte September bis Ende Oktober. Die Periode, die als la rentrée (Rückkehr nach den Ferien) bekannt ist, bringt neue Energie in die Straßen. Die Bäume im Jardin du Luxembourg färben sich in unglaubliche Goldtöne und der Morgennebel über der Seine hat seinen ganz eigenen Charme. Das Wetter ist stabil, die Temperaturen halten sich um 15 bis 20 Grad – ideal für umherrennende Kleinkinder. Windjacke und Regenschutz für den Kinderwagen gehören trotzdem immer ins Gepäck.

💡 Tipp von uns: Wenn ihr im Herbst fahrt, nutzt die frühe Dämmerung. So könnt ihr mit den Kindern den blinkenden Eiffelturm sehen (er blinkt immer fünf Minuten zur vollen Stunde nach Einbruch der Dunkelheit), ohne die Schlafenszeit drastisch nach hinten zu verschieben.

Monate, die ihr lieber meiden solltet

Mann mit kleinem Kind spielt im Innenhof des Palais Royal in Paris

Mit Familie solltet ihr den August meiden. Die Pariser ergreifen in diesem Monat die Flucht und strömen ans Meer. Die Stadt leert sich zwar von den Einheimischen, aber an vielen der besten unabhängigen Bistros und familienfreundlichen Cafés hängt ein Schild fermeture annuelle (Jahresurlaub). Dazu schmilzt der Asphalt unter der Hitze, und in der historischen Metro ohne Klimaanlage ist es zum Umfallen.

Der Winter von Januar bis März ist wiederum feucht-kalt und regnerisch. Mit einem Kleinkind, das Zeit draußen auf Spielplätzen braucht, bedeutet das viel Zeit mit Kleidung-Trocknen im Hotel. Achtet auch auf den 12. April 2026 – da findet der Paris-Marathon statt und der Verkehr in der Stadt bricht quasi zusammen.

💡 Tipp von uns: Falls ihr doch im Sommer 2026 fahrt, packt den Kindern Badesachen ein. Nach hundert Jahren öffnen im Juli und August bewachte Schwimmbecken direkt in der Seine. Die Wasserqualität wird nach den Olympischen Spielen streng überwacht.

Innenhof des Louvre mit der charakteristischen Glaspyramide und historischen Gebäuden

Unterkunft in Paris mit Familie: Viertel und Hotels

Die Wahl des Viertels beeinflusst euer gesamtes Stadterlebnis und euer Budget ganz entscheidend. Paris ist in zwanzig Bezirke (Arrondissements) aufgeteilt, die sich vom historischen Zentrum beim Louvre spiralförmig im Uhrzeigersinn nach außen winden. Eine günstige Unterkunft im Zentrum zu finden, ist fast unmöglich – aber wenn ihr wisst, wo ihr suchen müsst, lässt sich ein toller Kompromiss zwischen Preis, Sicherheit und Erreichbarkeit finden.

Mit Kinderwagen und Jonáš solltet ihr einen großen Bogen um den nördlichen Teil des 10. Arrondissements rund um den Gare du Nord und das nächtliche Pigalle im 18. Arrondissement machen. Einmal sind wir dort mit einem Freund um zwei Uhr nachts gelandet, und das möchte man mit einem Zweijährigen auf keinen Fall wiederholen. 😅

Nach langer Suche haben wir uns für das Hôbou entschieden, ein authentisches französisches Boutiquehotel in Boulogne-Billancourt (buchen könnt ihr es hier), das auf den ersten Blick fast unscheinbar wirkt, aber innerhalb der ersten paar Stunden gewinnt man es richtig lieb.

Die besten Familienviertel

Kleines Kind in weißem T-Shirt steht am Geländer und beobachtet einen Brunnen in einem Pariser Garten

Transport und Logistik: Pariser Straßen mit Kinderwagen überleben

Vergesst die Vorstellung, dass ihr mit Kinderwagen wie ein Messer durch Butter durch die Stadt kommt. Das öffentliche Verkehrssystem gehört zu den ältesten der Welt und seine Architektur aus dem späten 19. Jahrhundert hat mit Rädern schlicht nicht gerechnet. Die Fortbewegung erfordert etwas Planung und eine große Portion Geduld.

Die Metro ist mit Kinderwagen eine Feuertaufe

Mann mit Brille und T-Shirt steht mit Kinderwagen vor dem Schloss Versailles

Die Pariser Metro (offizielle RATP-Website) ist schnell, aber voller endloser Treppen und enger Drehkreuze. Vom gesamten riesigen System sind gerade mal 62 Stationen vollständig barrierefrei. Die einzige Linie, auf die ihr euch hundertprozentig verlassen könnt, ist die Linie 14. Sie ist vollautomatisch, modern und an jeder Station gibt es einen funktionierenden, geräumigen Aufzug. Die neu verlängerten Abschnitte der Linien 4 und 11 verfügen glücklicherweise ebenfalls über Aufzüge, aber im historischen Zentrum trefft ihr auf die harte Realität.

Ein berüchtigtes Nadelöhr ist Châtelet-Les-Halles – ein riesiges Labyrinth aus unterirdischen Gängen und Rolltreppen, die obendrein die wunderbare Eigenschaft haben, genau am Tag eures Besuchs kaputtzugehen. Meidet diesen Umsteigeknotenpunkt mit Kinderwagen lieber komplett.

💡 Tipp von uns: Ladet euch die offizielle RATP-App aufs Handy und aktiviert den Barrierefreiheitsmodus (Accessibility Mode). Er zeigt in Echtzeit den Status der Aufzüge an und wird alle 90 Sekunden aktualisiert. Das spart euch jede Menge Tränen vor defekten Rolltreppen.

Vater mit kleinem Kind auf einem Holzspielplatz umgeben von Bäumen

Busse sind eure Rettung

Während die Metro euch stresst, sind die oberirdischen Busse deutlich familienfreundlicher. Sie haben meist Niederflureinstieg, einen reservierten Bereich für Kinderwagen in der Mitte und obendrein können die Kinder die ganze Fahrt über aus dem Fenster schauen.

Für gelegentliche Fahrten ist die Navigo Easy Karte sinnvoll (die Plastikkarte selbst kostet 2 €). Darauf könnt ihr ein 10er-Paket (das sogenannte Carnet) für 17,35 € laden. Wenn ihr plant, von Montag bis Sonntag zu fahren, nehmt den Wochenpass Navigo Découverte für 32,40 € plus 5 € für die Karte (ihr braucht dafür ein kleines Passfoto).

💡 Tipp von uns: Steigt mit dem Kinderwagen immer durch die mittleren Türen ein, wo der reservierte Bereich ist – nicht vorne beim Fahrer. Einfach von außen dem Fahrer zuwinken, und er öffnet euch die Türen.

Babytrage als absolutes Muss

Selbst wenn ihr den besten Geländekinderwagen habt – das absolute Paris-Must-have ist eine ergonomische Trage. Sobald ihr das Viertel Montmartre mit seinen Hunderten von Stufen besuchen wollt, den überfüllten Louvre oder einen Ausflug ins Innere von Schloss Versailles plant (nicht empfehlenswert – lieber in die Gärten, wo ihr den Kinderwagen dabeihaben könnt), lasst den Kinderwagen guten Gewissens im Hotel. Jonáš ist in der Trage außerdem immer wunderbar eingeschlafen, während wir entspannt die Sehenswürdigkeiten bewundern konnten.

Wickeltische und Toiletten-Akrobatik

Hier stoßen wir auf den harten Pariser Standard. Falls ihr von deutschen Cafés mit geräumigen Toiletten und Wickelauflage verwöhnt seid, macht euch auf einen Kulturschock gefasst.

Die Realität der Pariser Bistros

Junge fotografiert goldene Fontänen mit Wasserstrahlen in Versailles

Einen Wickeltisch in einem normalen unabhängigen Bistro oder Restaurant gibt es praktisch nicht. Die Toiletten sind oft ungefähr so groß wie eine Telefonzelle – Kind, sich selbst und die Wickeltasche dort hineinzuquetschen, erfordert akrobatisches Talent.

Nehmt immer eine weiche, faltbare, abwischbare Unterlage mit. Ihr werdet auf Parkbänken wickeln, auf dem eigenen Schoß oder auf dem Boden in einer abgelegenen Ecke des Cafés. Die Einheimischen haben damit kein Problem – das gehört einfach zum Großstadt-Leben dazu.

💡 Tipp von uns: Eines der wenigen Restaurants, das tatsächlich einen Wickeltisch hat und viel Platz bietet, ist Les Belles Plantes im 5. Arrondissement. Dort gibt es auch bequeme Sitzbänke in Nischen und ein tolles Kindermenü.

Sichere Häfen in den Kaufhäusern

Vater mit Kind an einem schönen Brunnen im Garten von Versailles

Euer wichtigstes Rettungsnetz werden die großen Kaufhäuser (Grands Magasins). Galeries Lafayette Haussmann im 9. Arrondissement, Le Bon Marché im 7. und BHV Marais im 4. verfügen über luxuriöse, saubere Toiletten, geräumige Wickeltische und oft auch ruhige Stillräume (sogenannte salles d’allaitement).

Belebte Pariser Straße mit Blumen und Geschäften voller Touristen

Grüne Oasen: Die besten Pariser Parks für Kinder

Die Pariser Parks sind perfekt, geometrisch präzise und sorgfältig gepflegt. Sie haben aber eine Besonderheit: Der Rasen ist oft heilig. Wenn ihr ein Schild Pelouse interdite (Rasen betreten verboten) seht, wird wirklich nicht auf den Rasen getreten. Die Pariser nehmen das todernst, und Parkwächter mit Trillerpfeifen vertreiben euch schnell. Wo können Kinder also Dampf ablassen?

Jardin du Luxembourg (6. Arrondissement)

Vater mit kleinem Kind in einem historischen Arkadenhof bei einer klassischen Statue

Das ist der absolute Favorit für Familien mit Kindern und unser liebster Park. Die Gärten bieten so viel Programm, dass ihr hier locker einen halben Tag verbringt. Die Kinder toben sich auf dem Poussin Vert aus, einem riesigen eingezäunten Spielplatz, der in Bereiche nach Alter unterteilt ist. Über 30 verschiedene Spielgeräte, Sand und Rutschen warten hier. Der Eintritt zum Spielplatz kostet symbolische paar Euro. Vergesst auch nicht die Segelboote am zentralen Brunnen – ihr leiht euch ein wunderschönes hölzernes Segelboot mit Stab aus und euer Kind schiebt es über die Wasseroberfläche des Brunnens.

Der größte Schatz hier ist aber das Théâtre des Marionnettes (Guignol), das größte Puppentheater Frankreichs, gegründet 1933. Vorstellungen gibt es mittwochs, an Wochenenden und Feiertagen. Eintrittspreis: 2,70 €.

💡 Tipp von uns: Die Vorstellungen des Puppentheaters sind zwar auf Französisch, aber habt keine Angst davor. Der Slapstick-Humor, die Verfolgungsjagden und die ausdrucksstarke Gestik der Puppen sind eine absolut universelle Sprache, die jedes Zweijährige versteht.

Jardin d’Acclimatation (16. Arrondissement)

Marmorfigur auf einem Sockel in einem klassischen Garten mit Arkade

Wollt ihr eurem Kind einen unvergesslichen Tag schenken? Dann fahrt in den Westen der Stadt zum Bois de Boulogne. Der Jardin d’Acclimatation ist ein historischer Freizeitpark auf 18 Hektar, wie geschaffen für die Altersgruppe 2 bis 12 Jahre.

Ihr findet hier kleine Achterbahnen, Boote, ein riesiges Planschbecken im Sommer, einen Bauernhof mit Tieren und eine historische Bimmelbahn. Die Atmosphäre ist deutlich ruhiger und lokaler als im riesigen Disneyland. Eintritt 2026: Der Grundeintritt in den Park kostet 7 €, das Unlimited-Armband für alle Attraktionen liegt bei 46 €.

💡 Tipp von uns: Wenn ihr nicht das Unlimited-Armband kaufen wollt, könnt ihr nur den Grundeintritt nehmen und einzelne Fahrten mit Jetons bezahlen (ein Jeton kostet ca. 3 €). Für kleinere Kinder, die nur ein paar Attraktionen durchhalten, ist das günstiger.

Ménagerie im Jardin des Plantes (5. Arrondissement)

Freizeitboote auf dem Teich beim Schloss Versailles mit Fontänen im Hintergrund

Neben den wunderschönen botanischen Gärten und Gewächshäusern befindet sich hier die Ménagerie – ein kleiner, historischer Zoo. Er steht seit 1794 hier, blickt also auf eine beachtliche Geschichte zurück, und hat für ein zweijähriges Kind die absolut ideale Größe.

Ihr lauft euch hier nicht die Füße ab – erwartet keine Elefanten oder Giraffen. Der Zoo spezialisiert sich auf kleinere bedrohte Arten, und so hat Jonáš hier zum ersten Mal in seinem Leben Rote Pandas gesehen und war vor Begeisterung kaum zu halten. Auch Flamingos und Affen könnt ihr beobachten. Eintritt: Erwachsene 13 €, Kinder unter 3 Jahren kostenlos.

💡 Tipp von uns: Direkt neben dem Zoo findet ihr die großartige Grande Galerie de l’Évolution (Große Galerie der Evolution) im Naturkundemuseum. Durch den riesigen Saal schreitet ein Zug ausgestopfter Tiere der afrikanischen Savanne. Das ist visuell absolut überwältigend – auch für die Allerkleinsten.

Parc Monceau (8. Arrondissement)

Wenn ihr eine ruhigere Oase sucht, die vor allem von lokalen Kindermädchen und Müttern aus dem eleganten 8. Arrondissement besucht wird, seid ihr hier richtig. Der Park ist von wunderschönen bürgerlichen Häusern umgeben, hat breite Asphalt-Wege – ideal für Kinderwagen – und einen großen Rasen, der hier (Wunder über Wunder) ausnahmsweise betreten werden darf.

Wir kommen immer wieder gern hierher, wenn wir eine Pause vom Lärm der großen Boulevards brauchen. Außerdem gibt es hier ein wunderschönes altmodisches Karussell, das Jonáš eine gute halbe Stunde beschäftigt hat.

💡 Tipp von uns: Kauft euch vor dem Parkbesuch frisches Gebäck und Käse in der nahen Rue de Lévis – eine der besten lokalen Marktstraßen in Paris – und macht auf dem Rasen im Parc Monceau ein Picknick.

In Paris mit Kindern essen gehen (ohne wahnsinnig zu werden)

Franzosen lieben Kinder, aber sie lieben auch ihre klar definierten Regeln. In Paris sind die Kleinen am Tisch willkommen, niemand wird euch hinausweisen – aber ihr müsst nach ihren Regeln spielen. Der größte Stolperstein für deutsche Eltern sind die Essenszeiten. Das Mittagessen wird strikt zwischen 12:00 und 14:30 serviert.

Punkt halb drei schließen die Küchen in klassischen Bistros kompromisslos. Das Abendessen beginnt frühestens um 19:30, oft aber erst nach acht. Was tun, wenn das Kleinkind um fünf Uhr nachmittags Hunger hat? Da retten euch Lokale mit durchgehendem Service (achtet auf das Schild service continu), traditionelle Brasseries oder Bäckereien (Boulangeries), wo ihr jederzeit eine Quiche oder ein frisches Baguette-Sandwich kaufen könnt.

Eine weitere Regel ist das Zauberwort Bonjour. Jeder Eintritt in ein Restaurant oder Geschäft muss mit diesem Gruß beginnen. Auch wenn ihr ein schreiendes Kleinkind auf dem Arm habt – bleibt in der Tür stehen, stellt Blickkontakt mit dem Kellner her und grüßt. Ohne das wird nicht mit euch kommuniziert. Als Vegetarierin muss ich außerdem sagen, dass sich die Situation in der Stadt enorm verbessert hat. Sogar das legendäre Drei-Sterne-Restaurant Arpège ist 2026 komplett auf ein pflanzliches Menü umgestiegen – ein Erdbeben für die Gastroszene. Hier sind unsere bewährten Orte, wo ihr mit Kinderwagen reinpasst und gut essen könnt:

Treize au Jardin (6. Arrondissement)

Direkt gegenüber dem Jardin du Luxembourg findet ihr dieses fantastische Lokal. Es hat eine riesige Terrasse und serviert südamerikanischen Brunch mit französischem Flair.

Das Lokal ist großzügig geschnitten, das Personal ist an Kinder gewöhnt und für euch gibt es tolle vegetarische Varianten voller Gemüse und Käse. Preis pro Gericht: Um die 20–25 € für einen Hauptgang.

💡 Tipp von uns: Bestellt die hauseigenen herzhaften Pfannkuchen oder den Karottenkuchen, der so riesig ist, dass ihn zwei Erwachsene mit Kindern kaum aufessen können.

Traditionelle Bouillons (Chartier, Pigalle, République)

Diese riesigen, historischen und günstigen Speisehallen aus dem späten 19. Jahrhundert sind die Rettung für alle Eltern. Warum hierher mit Kleinkind? Genau wegen des Lärms.

Der Geräuschpegel von Hunderten von Gästen und das Klirren von Besteck schluckt jedes Kindergeschrei zuverlässig. Das Essen kommt blitzschnell, ist klassisch französisch (es gibt immer irgendein Omelett oder einen Lauchsalat für Vegetarier) und die Preise sind für Pariser Verhältnisse unschlagbar. Preis pro Gericht: Einen Hauptgang bekommt ihr schon ab ca. 12 €.

💡 Tipp von uns: Nehmt keinen großen Kinderwagen mit – die Gänge zwischen den Tischen sind eng und Kinderwagen müssen zusammengeklappt am Eingang gelassen werden. Trage oder Kind auf dem Schoß ist hier die ideale Wahl.

Frau in grauem Kleid betrachtet einen barocken Brunnen in Versailles

Marché des Enfants Rouges (3. Arrondissement)

Der älteste überdachte Markt in Paris im Herzen des Marais-Viertels ist ein idealer Stopp zum Mittagessen. Ihr könnt euch ein vegetarisches marokkanisches Tajine, libanesische Salate oder ein japanisches Bento holen, während euer Partner etwas Fleischhaltiges vom Nachbarstand nimmt.

Man sitzt draußen auf gemeinsamen Holzbänken, die Atmosphäre ist ungezwungen, laut und für Kleinkinder eine großartige visuelle Show voller Düfte. Preis pro Gericht: Portionen an den Ständen kosten 15–18 €.

💡 Tipp von uns: Der Markt hat montags geschlossen. Am Wochenende zur Mittagszeit herrscht hier riesiger Andrang – kommt lieber an einem Wochentag oder am Wochenende schon um 11:45, bevor sich die Schlangen bilden.

La REcyclerie (18. Arrondissement)

Dieser tolle Ort an der ehemaligen Bahnstrecke Petite Ceinture im Norden der Stadt hat die Atmosphäre einer großen Gemeinschaftskantine. Familiäre Gemütlichkeit, selbstgemachtes nachhaltiges Essen, viele vegetarische und vegane Optionen zu sehr erschwinglichen Preisen.

Kinder haben hier jede Menge Platz und niemand stört sich daran, wenn sie um die upcycelten Möbel herumrennen. Für uns war es eine wunderbare Oase mitten im sonst so trubeligen 18. Arrondissement. Preis pro Gericht: Tagesmenü um die 16 €.

💡 Tipp von uns: Nach dem Essen könnt ihr mit den Kindern direkt entlang der alten Eisenbahnschienen spazieren, die von Grün überwuchert sind und als Stadtfarm mit Community-Hühnern fungieren.

Kleiner Junge in weißem T-Shirt mit Autos hält französisches Gebäck auf einer Pariser Straße

Breizh Café (mehrere Standorte, z. B. im 3. Arrondissement)

Bretonische Crêperien sind für Familien die absolute Rettung. Ihre herzhaften Galettes werden aus echtem Buchweizenmehl gemacht und sind damit von Natur aus glutenfrei und leicht verdaulich.

Es gibt viele fleischlose Varianten und Kinder lieben die süßen Crêpes mit hausgemachtem Karamell. Das hat uns gleich am ersten Tag gerettet, als Jonáš müde von der Anreise war und schnell etwas Gutes in den Magen brauchte. Preis pro Gericht: Eine herzhafte Galette kostet ungefähr 12–15 €.

💡 Tipp von uns: Wenn ihr zu den Crêpes einen traditionellen bretonischen Apfel-Cidre bestellt, bekommt ihr ihn stilecht in breiten Keramikschalen (Bolées) serviert – ganz wie es die Tradition verlangt.

Museen und Sehenswürdigkeiten: Was kleine Füße schaffen

Mit einem Kleinkind einen Marathon durch die Sehenswürdigkeiten zu planen, ist der direkte Weg in die Hölle. Jonáš hat uns das gleich im Louvre unmissverständlich klargemacht, als er nach fünfzig Metern auf den Boden gesetzt hat und sich weigerte weiterzugehen, weil er eine interessante Fuge im Pflaster entdeckt hatte. Euer Kind wird Impressionisten nicht zu schätzen wissen und gotische Architektur ist ihm herzlich egal – also wählt klug und habt immer einen Rettungsplan in Form des nächsten Parks parat.

Eiffelturm und warum ihr nicht hochfahren solltet

Den Eiffelturm zu sehen ist Pflicht. Aber stundenlang in der Schlange an den Sicherheitskontrollen stehen, sich mit Kinderwagen in den beengten Aufzug quetschen und oben mit den Massen um ein Stück Aussicht kämpfen – das ist mit Kindern die reinste Qual. Wir mit Lukáš haben eine klare Regel: Den Eiffelturm betrachten wir von unten oder aus der Ferne. Macht ein Picknick auf dem Rasen des Champ de Mars oder spaziert zum Fluss.

Wollt ihr die Stadt von oben sehen, ohne das Kinderwagen-Martyrium? Fahrt auf die Dachterrasse der Galeries Lafayette im 9. Arrondissement, wo ihr per Aufzug auf die riesige Dachterrasse mit Blick über ganz Paris und den Eiffelturm in der Ferne gelangt (und der Eintritt ist komplett kostenlos).

💡 Tipp von uns: Wenn ihr das beste Familienfoto mit dem Eiffelturm im Hintergrund sucht, geht nicht auf das überfüllte Trocadéro. Steuert stattdessen die Brücke Pont de Bir-Hakeim an. Von der unteren Ebene unter dem Metro-Viadukt gelingen euch ikonische Fotos ohne Menschenmassen im Hintergrund.

Louvre im Familienmodus

In den Louvre mit Kind? Geht, aber ihr braucht einen klaren Plan – sonst endet es wie bei uns beim ersten Mal: irgendwo in der mittelalterlichen Kunst verloren, mit einem in der Trage tobenden Jonáš. Vergesst die Vorstellung, alles zu sehen. Wählt nur einen Flügel aus (zum Beispiel die ägyptische Sammlung, die Kinder dank Mumien und großen Statuen fasziniert).

Einen Kinderwagen könnt ihr mitnehmen, das Museum (offizielle Louvre-Website) ist überraschend gut mit Aufzügen ausgestattet – auch wenn deren Suche an einen Orientierungslauf erinnert. Für uns war es eine Herausforderung, aber wenn ihr euch ein striktes Limit von maximal zwei Stunden setzt, ist es gut machbar. Eintritt: Erwachsene 22 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos.

💡 Tipp von uns: Geht niemals durch den Haupteingang über die Glaspyramide, wo die längsten Schlangen sind. Nutzt den Seiteneingang Porte des Lions oder den Zugang über die unterirdische Einkaufsgalerie Carrousel du Louvre. Und kauft Tickets im Voraus online für eine bestimmte Uhrzeit.

L‘Atelier des Lumières (11. Arrondissement)

Das ist für Kinder der absolute Knaller. Es handelt sich um eine ehemalige Gießerei, die zum Zentrum für digitale Kunst umgebaut wurde. Gemälde berühmter Maler werden hier direkt auf riesige Wände und Böden projiziert, begleitet von umhüllender Musik.

Kinder dürfen frei herumlaufen, den projizierten Farben auf dem Boden nachjagen und niemand zwingt sie zur Ruhe. Jonáš hat dort fasziniert auf die schwebenden Lichter gestarrt und wir konnten uns einen Moment setzen und einfach nur die Atmosphäre genießen. Eintritt: Erwachsene 17 €, Kinder 5–25 Jahre 12 €, unter 5 Jahren kostenlos.

💡 Tipp von uns: Ab dem 19. April 2026 startet hier eine brandneue immersive Ausstellung zum Thema Dinosaurier. Für kleine Urzeit-Fans wird das ein visuelles und akustisches Erlebnis, das in Paris seinesgleichen sucht.

Was ihr 2026 auslassen solltet (Wichtige Warnungen)

Früher hätte ich euch ohne Zögern das Wissenschafts- und Entdeckermuseum Cité des Enfants im Park La Villette empfohlen. ⚠️ Achtung aber: Die Abteilung für kleinere Kinder (2 bis 7 Jahre) wird gerade komplett umgebaut und ist bis zum 9. Juni 2026 GESCHLOSSEN! Plant keinen Besuch dorthin, ihr wärt enttäuscht.

Vergesst ebenfalls das ikonische Museum für moderne Kunst Centre Pompidou. Das Gebäude mit den bunten Röhren an der Fassade wurde Ende 2025 komplett geschlossen und wird fünf Jahre lang renoviert. Wiedereröffnung erst 2030. Von außen könnt ihr es fotografieren, aber hinein kommt ihr nicht.

Die gute Nachricht hingegen: Die Kathedrale Notre-Dame ist nach dem verheerenden Brand endlich wieder geöffnet. Von außen strahlt sie vor Neuheit und der Eintritt ist kostenlos (kauft niemals Tickets von Schwarzhändlern vor der Kirche – das ist Betrug).

Ausflüge außerhalb der Stadt: Zu Parks und Märchen

Paris ist vereinnahmend und laut, und manchmal braucht ihr einfach eine Flucht aus den steinernen Straßen, um durchzuatmen und das Kleinkind frei laufen zu lassen. Die Umgebung von Paris hat uns mehrfach vor dem kollektiven Zusammenbruch bewahrt.

Disneyland Paris: Taktische Operation mit einem Zweijährigen

Viele Leute denken, dass ein Disneyland-Besuch mit Kleinkind keinen Sinn hat – und ich selbst dachte das auch, bis wir mit Jonáš dort waren und ich sein Gesicht sah, als er zum ersten Mal Mickey Mouse erblickte. Das Pariser Disneyland (offizielle Website) ist für kleine Kinder überraschend gut ausgestattet – man muss nur wie bei einer militärischen Operation herangehen. Kinder bis 2 Jahre (einschließlich) haben FREIEN Eintritt. Nehmt auf jeden Fall euren eigenen Kinderwagen mit (er dient als rollende Basis für Snacks und Nachmittagsschläfchen) und eigenes Essen. Eintritt für Erwachsene: Die Preise sind dynamisch und beginnen bei etwa 65 € pro Tag/Park, wenn ihr weit im Voraus bucht.

Euer Revier wird das Fantasyland sein. Hier befinden sich die Attraktionen ohne Mindestgröße. Kinder lieben die Bootsfahrt It’s a Small World (Tausende singende Puppen), die fliegenden Dumbo-Elefanten oder das klassische Pferde-Karussell.

💡 Tipp von uns: Schaut in der App nach der genauen Uhrzeit der nachmittäglichen Parade der Festwagen. Für ein Zweijähriges ist es oft ein viel größeres Erlebnis, Mickey Mouse und Prinzessinnen in Lebensgröße zu sehen, als die Karussells selbst. Sichert euch mindestens 30 Minuten vorher einen Platz am Straßenrand.

Schloss Versailles: Die umgekehrte Strategie

Versailles mit Kinderwagen ist eine Herausforderung. Tausende Menschen strömen zu den Toren. Die meisten Reiseführer schicken euch auf die RER-Linie C. Macht es aber anders. Mit Kinderwagen ist der Zug der Linie N vom Gare Montparnasse bis zur Station Versailles Chantiers deutlich bequemer.

Der Bahnhof ist viel angenehmer und ihr spart euch die Nerven bei Umstiegen im Untergrund. Tickets für das Schloss Versailles kauft online für eine bestimmte Uhrzeit. Eintritt: Das Schloss kostet 21 €, die Gärten sind an den meisten Tagen kostenlos (außer an Tagen mit den musikalischen Fontänen).

💡 Tipp von uns: Während alle direkt ins Schloss rennen, geht ihr zuerst in die Gärten. Lasst euer Kind am Grand Canal herumtoben und steuert das Dorf von Marie Antoinette an (Hameau de la Reine). Es ist so etwas wie ein Freilichtmuseum im Miniaturformat mit echten Hühnern, und Jonáš hat dort mehr Zeit verbracht als im gesamten Schloss zusammen. Geht erst am Nachmittag ins Schloss, wenn das Kleinkind idealerweise in der Trage eingeschlafen ist.

Giverny und Monets Gärten

Wenn ihr den Impressionismus liebt, fahrt mit dem Zug in die Normandie ins Dörfchen Giverny. Claude Monet hat hier sein größtes Meisterwerk angelegt – den Garten mit der ikonischen japanischen Brücke und dem Seerosenteich.

Die Fahrt vom Gare Saint-Lazare nach Vernon und der anschließende Bus-Shuttle sind sehr bequem. Für Kinder ist es ein wunderschöner Spaziergang voller Farben, und ihr genießt das echte französische Landleben. Eintritt: Erwachsene 13 €, Kinder unter 7 Jahren kostenlos.

💡 Tipp von uns: ⚠️ Wichtige Warnung für 2026: Giverny ist am Wochenende des 19. und 20. September 2026 anlässlich der Europäischen Tage des Kulturerbes komplett geschlossen. Plant euren Reiseplan mit Rücksicht auf dieses Datum, damit ihr nicht umsonst fahrt!

Praktische Infos: Sicherheit, Gesundheit und Packliste

Paris ist wunderschön, aber naive Touristen kommen hier teuer davon – und mit Kinderwagen und einer Tasche voller Babysachen seid ihr für Taschendiebe ein willkommenes Ziel. Ein paar Tricks und ihr seid auf der sicheren Seite.

Taschendiebe und Straßenbetrug

Touristenmassen ziehen organisierte Betrügergruppen an. Lasst euer Handy niemals auf dem Tisch einer Café-Terrasse liegen und haltet die Handtasche nah am Körper – besonders auf dem Montmartre und beim Louvre. Auf welche konkreten Tricks solltet ihr achten?

Der goldene Ring: Jemand „findet“ vor euch auf der Straße einen massiven goldenen Ring und bietet ihn euch gegen eine kleine Belohnung an. Es ist ein wertloser Messingring. Einfach ignorieren. Freundschaftsarmbänder: Auf den Treppen unter der Basilika Sacré-Cœur operieren Männer, die versuchen, euch schnell eine Schnur ums Handgelenk zu binden und dann aggressiv Geld fordern. Lasst sie nicht in euren persönlichen Raum eindringen, Hände in die Taschen und schnell weitergehen. Falsche Petitionen: Junge Mädchen (die oft Taubstummheit vortäuschen) reichen euch Klembretter mit einer Petition zum Unterschreiben. Während ihr lest, räumt ein Komplize euren Rucksack aus.

Gesundheitsversorgung (wenn es ernst wird)

Wenn euer Kind nachts plötzlich Fieber bekommt – keine Panik. Paris hat ein hervorragendes Netz an Apotheken (achtet auf das leuchtende grüne Kreuz) und für alltägliche Beschwerden berät euch der Apotheker gut. Braucht ihr aber einen echten Arzt direkt im Hotel, gibt es den Dienst SOS Médecins (Telefon 3624).

Die sind an Touristen gewöhnt, arbeiten rund um die Uhr und der Arzt kommt direkt zu euch. Ihr zahlt zwar eine Gebühr in bar oder mit Karte (um die 70 bis 100 Euro), aber mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) und eurer Reisekrankenversicherung bekommt ihr das zu Hause erstattet.

💡 Tipp von uns: Sucht Kindermedikamente nicht im Supermarkt. In Frankreich werden selbst gewöhnliche Fiebersäfte (z. B. Doliprane) ausschließlich in Apotheken verkauft.

Was ihr extra einpacken solltet

Neben den üblichen Sachen für ein Kleinkind lohnt es sich in Paris, Spezialausrüstung dabeizuhaben. Wir haben nach und nach gelernt, dass es sich wirklich nicht auszahlt, Unnötiges mitzuschleppen – aber auf der anderen Seite retten euch ein paar Dinge zuverlässig den Tag (und die Nerven).

Hier ist unsere bewährte Liste mit dem Wichtigsten:

  • Leichter Falt-Kinderwagen mit Federung (große Dreirad-Jogger passen schlicht nicht in die Metro und enge Geschäfte).
  • Babytrage (ja, ich habe es schon erwähnt, aber es ist wirklich das Wichtigste auf der gesamten Reise).
  • Reise-Wickelunterlage.
  • Trinkflasche (in Paris gibt es jede Menge Trinkbrunnen mit kostenlosem Trinkwasser, die sogenannten Fontaines Wallace).

Weiterlesen

Wenn ihr das Gefühl habt, Paris mit Kindern im Griff zu haben und weiterplanen wollt, schaut euch unsere weiteren Artikel an:

Häufig gestellte Fragen

Tipps und Tricks für deinen Urlaub

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Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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