Wenn Sie in der Türkei Urlaub machen und das Strandliegen oder die All-Inclusive-Bar Sie irgendwann langweilen, dann empfehle ich Ihnen wärmstens einen Ausflug zum „verschneiten“ Pamukkale in der Türkei.
Von der türkischen Riviera ist es zwar etwas weiter (etwa 3 Stunden Fahrt), dafür erwartet Sie aber ein atemberaubender Blick auf eine fast winterlich anmutende Landschaft mitten in der heißen Türkei.

Grundlegende Infos: Ausflug nach Pamukkale
Pamukkale, ein faszinierendes Naturwunder der Türkei, bedeutet übersetzt „Baumwollburg“ und besticht durch seine Kalksteinterrassen, die von mineralreichen heißen Quellen gespeist werden. Das Areal der Terrassen mit ihren Becken misst ca. 2.700 Meter in der Breite und 160 Meter in der Höhe.
Pamukkale liegt im Landesinneren der südwestlichen Türkei, also recht weit von der Küste und den beliebten Badeorten entfernt. Vom beliebten Antalya sind es 240 km und von Side 310 km. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass sich der Ausflug nach Pamukkale absolut lohnt.
Ausflüge in die Region werden meist von Reiseveranstaltern organisiert oder Sie können eine der organisierten Touren über das Reiseportal GetYourGuide buchen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, Pamukkale auf eigene Faust zu erkunden. Das hängt ganz von Ihren Vorlieben ab.

Eintrittspreise Pamukkale
Das Gelände hat insgesamt drei Eingänge: den nördlichen, den südöstlichen und den südwestlichen. Touristengruppen kommen in der Regel über den nördlichen und südöstlichen Eingang von einem der Badeorte an. Der südwestliche Eingang ist individuellen Fußgängern vorbehalten, die aus dem nahegelegenen Dorf kommen.
Der Eintritt zu den Terrassen kostet 200 Türkische Lira, das entspricht umgerechnet etwa 5,50 Euro.

Baden in den Kalksteinterrassen
Pamukkale liegt auf einer tektonischen Verwerfung, weshalb hier heißes Wasser mit hohem Kalziumgehalt austritt. Beim Abkühlen des Wassers bildet sich Kalziumkarbonat, das sich nach und nach als Travertin ablagert. Der Travertin verleiht der gesamten Region die typische weiße Färbung, da es sich um ein weißes Gestein handelt. So wirkt Pamukkale wie ein schneebedecktes Paradies.
Die Terrassen dürfen nur barfuß betreten werden, um sie nicht zu beschädigen. Auf den Terrassen befinden sich kleine Becken voller heißem Mineralwasser. Sie sind flach – man kann darin waten oder sich ein wenig eintauchen. Allerdings sind die Becken oft voller Touristen und nicht alle sind zugänglich. Die kaskadenartigen Becken zum Beispiel, die geradezu zum Baden einladen, stehen unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes.
Von den Terrassen aus hat man außerdem wunderschöne Ausblicke auf die Umgebung.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Den Ausflug nach Pamukkale verbindet man am besten mit weiteren Aktivitäten in der Umgebung. Besuchen können Sie hier zum Beispiel antike Denkmäler, das archäologische Museum oder die Kleopatra-Thermen.
Hierapolis
Oberhalb des Travertinhangs finden Sie die Ruinen der antiken römischen Stadt Hierapolis mit einem großen, gut erhaltenen Amphitheater und einer Nekropole. Hier können Sie frei zwischen antiken Ruinen umherwandern und den Geist der Geschichte in sich aufnehmen. TIPP: Mehr erfahren Sie in unserem Artikel.

Kleopatra-Thermalbad
Im Gelände können Sie auch in einem Thermalbad mit antiken Marmorsäulen schwimmen. Der Legende nach verlobte sich hier Kleopatra mit Marcus Antonius. Das Becken ist umgeben von Ruinen antiker Steine und Säulen, die während des Erdbebens im Jahr 1334 hineingefallen sind. Die Säulenreste befinden sich auch auf dem Grund des Beckens.
Das Wasser im Kleopatra-Bad hat eine konstante Temperatur von etwa 36 Grad und enthält verschiedene Mineralien, die für die Gesundheit förderlich sind. Das Bad ist von verschiedenen Bars und Restaurants umgeben. Der Eintritt zum Thermalbad wird allerdings extra berechnet.

Denizli
In der Nähe von Pamukkale liegt das Kurstädtchen Denizli. Die Stadt bietet ebenfalls Kultur, hervorragende Gastronomie und Wandermöglichkeiten in den umliegenden Bergen. Wenn Sie dort übernachten möchten, finden Sie passende Unterkünfte auf Booking.com.
Häufig gestellte Fragen:
Was ist Pamukkale?
Pamukkale, was auf Türkisch „Baumwollburg“ bedeutet, ist eine Naturattraktion im Südwesten der Türkei, die für ihre weißen Kalksteinterrassen (Travertinterrassen) bekannt ist. Diese entstanden durch die Ablagerung von Kalziumkarbonat aus heißen Mineralquellen.
Was kann man in Pamukkale machen?
Die einzigartigen weißen Terrassen und Ausblicke bewundern, in den heißen Quellen und Thermalbecken baden (einschließlich des Antiken Beckens, in dem angeblich auch Kleopatra gebadet hat), die Ruinen der antiken Stadt Hierapolis erkunden, die sich auf dem Gipfel der Travertinterrassen befindet, oder das archäologische Museum besuchen.
Wie sind die Öffnungszeiten?
Pamukkale ist jeden Tag geöffnet. Im Sommer (April – Oktober) von 6:30 bis 21:00 Uhr, im Winter (November – März) von 6:30 bis 17:30 Uhr.
Wie komme ich nach Pamukkale?
Pamukkale ist am einfachsten über die Stadt Denizli erreichbar, die per Bus von den meisten großen türkischen Städten angefahren wird. Von Denizli aus fahren regelmäßig lokale Verkehrsmittel nach Pamukkale, und es stehen auch Taxis zur Verfügung. Alternativ können Sie organisierte Ausflüge nutzen.
Ist Pamukkale für Kinder geeignet?
Ja, Pamukkale ist für Familien mit Kindern geeignet. Es ist jedoch wichtig, auf die Sicherheit zu achten und die Regeln zu befolgen, insbesondere an den Becken und auf den nassen Travertinterrassen, die rutschig sein können.
Was sollte man mitnehmen?
Wir empfehlen bequeme Kleidung und Schuhe, einen Hut, eine Sonnenbrille, Sonnencreme und ausreichend Trinkwasser. Wenn Sie ein Bad in den Thermalbecken planen, vergessen Sie nicht Badesachen und ein Handtuch.
Gibt es in Pamukkale besondere Regeln oder Einschränkungen?
Es ist verboten, die Travertinterrassen mit Schuhen zu betreten, um den empfindlichen Travertin nicht zu beschädigen. Außerdem ist es wichtig, die Natur zu respektieren und keinen Müll zu hinterlassen.
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