Charlottetown, Prince Edward Island: 15 Tipps für Kanadas kleinste Provinz

Ich gebe zu: Als wir unseren Roadtrip durch Ostkanada geplant haben, stand Prince Edward Island eher als „na ja, wenn wir schon in der Nähe sind, warum nicht“ auf der Liste. Keine großen Erwartungen. Kleine Insel, ein paar Leuchttürme, Kartoffeln — so ungefähr sah meine Vorstellung aus. 😅

Und dann fuhren wir über die Confederation Bridge, hielten in Charlottetown an und mir wurde klar, wie sehr ich mich getäuscht hatte.

Charlottetown Kanada ist ein Städtchen, das einen verzaubert, bevor man sich das erste Lobster Roll bestellt hat. Bunte viktorianische Häuschen, ein Hafen, der nach Meer duftet, Gassen voller kleiner Galerien und Restaurants, in denen die Köche persönlich zum Fischen gehen — das alles eingehüllt in eine Atmosphäre, die so entspannt ist, dass man das Gefühl hat, die Zeit hätte sich etwas verlangsamt. Charlottetown Kanada gehört zu den Orten, an die man für einen Tag kommt und mit dem Plan abreist, irgendwann für immer zurückzukehren.

In diesem Artikel findet ihr 15 Tipps, was man in Charlottetown und auf Prince Edward Island sehen und unternehmen kann — vom historischen Province House, wo die kanadische Konföderation geboren wurde, über das Hafenviertel Peake’s Wharf bis hin zu den besten Hummer-Restaurants der Insel. Ich verrate euch, wann ihr am besten hinfahren solltet, was das Ganze kostet und wo ihr am besten übernachtet, um alles zu Fuß erreichen zu können.

Confederation Bridge über die Bucht nach Prince Edward Island

Artikelinhalt

Zusammenfassung

  • Charlottetown ist die Hauptstadt von Prince Edward Island — Kanadas kleinster Provinz. Ein Städtchen mit rund 40.000 Einwohnern, in dem 1864 die Idee zur Gründung Kanadas entstand.
  • Die beste Reisezeit ist Juni bis September — warmes Wetter, alles geöffnet, Festivalstimmung. Juli und August sind am lebhaftesten, aber auch am teuersten.
  • Für Charlottetown reichen 2–3 Tage, aber wenn ihr die ganze Insel erkunden wollt (und das wollt ihr, glaubt mir), plant 4–5 Tage ein.
  • Anreise: Auf die Insel gelangt ihr mit dem Auto über die Confederation Bridge von New Brunswick, mit der Fähre von Nova Scotia oder per Flugzeug zum Flughafen Charlottetown.
  • Die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden — das historische Zentrum, die Uferpromenade und die meisten Restaurants sind fußläufig erreichbar.
  • Hummer, Austern und Kartoffeln sind die drei Säulen der lokalen Küche. Ein Lobster Roll bekommt ihr hier praktisch an jeder Ecke — und es wird fantastisch sein.
  • Province House ist der Geburtsort Kanadas — und der Eintritt ist kostenlos.
  • Das Musical „Anne of Green Gables“ wird im Confederation Centre seit 1965 aufgeführt und ist das am längsten laufende Musical Kanadas.
  • Budget für zwei: Rechnet mit 100–180 €/Nacht für die Unterkunft, 30–60 € pro Tag für Essen zu zweit und Aktivitäten nach Lust und Laune.
  • Tipp: Mietet euch ein Auto und fahrt die ganze Insel ab — rote Klippen, Leuchttürme, Strände und Hofläden mit frischen Erdbeeren warten überall auf euch.

Wann nach Charlottetown reisen und wie kommt man auf Prince Edward Island

Prince Edward Island ist eine Insel, die saisonal lebt — und der Unterschied zwischen dem sommerlichen und winterlichen Charlottetown ist enorm. Es ist nicht so, dass die Stadt im Winter nicht existiert, aber viele Restaurants und Sehenswürdigkeiten schließen von Oktober bis Mai und die Atmosphäre ist eine völlig andere. Deshalb beeinflusst der Zeitpunkt eurer Reise ziemlich stark, was ihr erlebt.

Beste Reisezeit

Juni bis September ist die Hauptsaison und eindeutig die beste Zeit für einen Besuch. Die Temperaturen liegen bei 20–25 °C, das Wasser in den Buchten erwärmt sich auf angenehme 18–22 °C (was für Kanada fast schon tropisch ist 😁), und die ganze Insel lebt im Rhythmus von Essens-, Musik- und Theaterfestivals. Das Wetter in Charlottetown Kanada ist dann am zuverlässigsten.

Juli und August sind die geschäftigsten Monate — das Musical Anne of Green Gables läuft, das PEI Shellfish Festival findet statt und die Stadt ist voller Touristen. Unterkünfte sind teurer und sollten rechtzeitig gebucht werden.

Juni und September sind unserer Meinung nach der ideale Kompromiss — das Wetter ist wunderbar, alles hat schon/noch geöffnet, aber die Menschenmassen sind kleiner und die Preise angenehmer. Im September beginnt außerdem die Herbst-Hummersaison (Fall Lobster Season) und die Insel färbt sich in Orange- und Rottöne.

Oktober kann wunderschön sein wegen der Herbstfarben, aber rechnet damit, dass einige Attraktionen bereits geschlossen sind.

Wie kommt man auf die Insel

Mit dem Auto über die Confederation Bridge: Die häufigste Art der Anreise. Die 12,9 km lange Brücke verbindet New Brunswick mit Prince Edward Island und die Überfahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Maut wird nur bei der Abfahrt von der Insel fällig — 50,25 CAD (ca. 35 €) für einen Pkw. Die Anfahrt ist kostenlos, was ein netter psychologischer Trick ist — auf die Insel kommt man gratis, aber das Verlassen muss man bezahlen. 😅

Mit der Fähre von Nova Scotia: Die Fähre von Northumberland Ferries verkehrt von Caribou (bei Pictou) nach Wood Islands im Süden von PEI. Die Überfahrt dauert 75 Minuten und ist ein wunderbares Erlebnis. Der Preis für ein Auto mit Fahrer liegt bei rund 85 CAD (ca. 58 €), bezahlt wird wieder nur in eine Richtung — bei der Abfahrt von der Insel.

Mit dem Flugzeug: Der Charlottetown Airport (YYG) hat Verbindungen nach Toronto, Montreal, Halifax und weitere Städte. Fliegen ergibt Sinn, wenn ihr aus größerer Entfernung anreist und nicht fahren wollt.

Wenn ihr einen Roadtrip durch den Westen Kanadas plant — der Osten ist eine völlig andere Welt: ruhiger, maritimer und mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Die ideale Kombination.

Von Deutschland aus fliegt ihr am besten über Toronto oder Montreal (z. B. mit Lufthansa, Air Canada oder Condor von Frankfurt, München oder Düsseldorf) und nehmt dann einen Inlandsflug nach Charlottetown. Alternativ könnt ihr nach Halifax fliegen und von dort mit dem Mietwagen über die Confederation Bridge anreisen — das sind etwa 3 Stunden Fahrt durch wunderschöne Landschaft.

Günstige Flüge findet ihr am besten über Vergleichsportale wie Kiwi — dort lassen sich auch Verbindungen mit Umsteigen bequem suchen.

Wo übernachten in Charlottetown + was kostet ein Urlaub auf PEI

Charlottetown ist eine kleine Stadt und Unterkünfte findet ihr hier in Laufdistanz zu allem Wichtigen. Am besten übernachtet ihr direkt im Zentrum oder in der Nähe der Uferpromenade — dann braucht ihr praktisch kein Auto (zumindest für die Erkundung der Stadt).

Unterkunftsarten und Richtpreise

Historische B&Bs und Boutiquehotels (75–165 €/Nacht) — Das ist wohl die schönste Art, Charlottetown zu erleben. Viktorianische Häuser, die zu Pensionen umgebaut wurden, mit hausgemachtem Frühstück, Gärten und Besitzerinnen, die euch die besten Restaurants empfehlen. Sucht in der Gegend um Great George Street und Fitzroy Street.

Hotels (100–225 €/Nacht) — Im Zentrum gibt es mehrere größere Hotels, zum Beispiel das Holman Grand Hotel direkt an der Queen Street oder das Delta Hotels by Marriott am Hafen. Komfortabel, modern, aber mit weniger Charme.

Airbnb und Apartments (60–145 €/Nacht) — Eine tolle Wahl für längere Aufenthalte. Viele Vermieter bieten ganze Häuschen oder Wohnungen im Zentrum an.

Campingplätze und Hütten (25–80 €/Nacht) — Auf der Insel gibt es zahlreiche Campingplätze, oft direkt am Strand. Ideal, wenn ihr ein Auto habt und die ganze Insel erkunden wollt.

Was kostet ein Urlaub in Charlottetown

Prince Edward Island ist nicht das günstigste Reiseziel in Kanada, aber es wird euch definitiv nicht ruinieren. Orientierungsbudget für zwei Personen für 4 Tage/3 Nächte:

  • Unterkunft: 300–540 € (100–180 €/Nacht)
  • Essen: 190–360 € (50–90 €/Tag für zwei — hängt davon ab, wie viel Hummer ihr esst 😁)
  • Mietwagen: 120–200 € (falls ihr noch keinen vom Roadtrip habt)
  • Aktivitäten und Eintritte: 80–200 € (Musical, Food Tour, Kajaks…)
  • Maut/Fähre: 35–58 € (eine Richtung)

Insgesamt: ca. 725–1.360 € für zwei Personen für 4 Tage, je nach Reisestil.

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Tipp zur Versicherung: Für kürzere Reisen nach Kanada empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung — lest unsere SafetyWing-Bewertung, die wir am eigenen Leib getestet haben. Und wenn ihr auf der Insel sorgenfrei Internet haben wollt, schaut euch unsere Holafly eSIM Bewertung an — in Kanada sehr praktisch.

Charlottetown Kanada Sehenswürdigkeiten: 10 Orte, die ihr besuchen müsst

Schauen wir uns das Beste an, was Charlottetown zu bieten hat. Die Stadt ist zwar klein, aber überraschend reich an Erlebnissen — von Geschichte über Kultur bis hin zu kulinarischen Abenteuern. Die meisten Orte lassen sich an ein oder zwei Tagen zu Fuß abklappern, aber ihr werdet euch nicht beeilen wollen. Und genau das ist das Schönste an Charlottetown.

1. Province House — der Ort, an dem Kanada geboren wurde

Province House in Charlottetown, Wiege der kanadischen Konföderation
Foto: Hayden Soloviev / CC BY 4.0 / Wikimedia Commons

Province House ist der Grund, warum Charlottetown als „Birthplace of Confederation“ bezeichnet wird — die Wiege der kanadischen Konföderation. Genau hier trafen sich im September 1864 Politiker aus den britischen Kolonien und diskutierten zum ersten Mal ernsthaft die Idee einer Vereinigung zu einem Land. Drei Jahre später war Kanada geboren.

Das Gebäude selbst ist ein wunderschöner neoklassizistischer Sandsteinbau aus dem Jahr 1847. Im Inneren findet ihr die Confederation Chamber — den Raum, in dem die historischen Verhandlungen stattfanden, erhalten im Originalzustand mit zeitgenössischem Mobiliar. Es ist ein überraschend intimer Raum — man erwartet einen prunkvollen Saal und steht stattdessen in einem gemütlichen Zimmer, in dem man denkt: Hier wurde tatsächlich über die Zukunft eines ganzen Landes entschieden.

Der Eintritt ist kostenlos und die Besichtigung dauert etwa 30–45 Minuten. Die Guides (wenn gerade Führungen stattfinden) sind begeistert und können Geschichte so vermitteln, dass es Spaß macht, auch wenn man historische Gebäude normalerweise überspringt.

Hinweis: Province House wird umfassend renoviert. Überprüft vor eurem Besuch auf der Website von Parks Canada, ob es geöffnet ist — eine temporäre Ausstellung befindet sich normalerweise im Gebäude gegenüber.

2. Victoria Row — die fotogenste Gasse der Stadt

Backsteinerne Gasse Victoria Row mit Restaurants in Charlottetown
Foto: Robert Cutts from Bristol, England, UK / CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons

Victoria Row ist eine kurze Gasse (offiziell die Richmond Street zwischen Queen und Great George), die im Sommer für Autos gesperrt wird und sich in eine Fußgängerzone mit Restaurantterrassen, Livemusik und bunten viktorianischen Fassaden verwandelt. Es ist wohl der instagramtauglichste Ort in Charlottetown — und das völlig zu Recht.

Abends, wenn die Lichterketten angehen und aus den Restaurants Musik und Düfte strömen, hat Victoria Row die Atmosphäre eines kleinen europäischen Städtchens — ein bisschen so, als hätte man ein Stück Lissabon genommen und nach Kanada verpflanzt. Setzt euch auf eine Terrasse, bestellt ein Glas lokalen Wein (ja, auf PEI wird Wein angebaut!) und schaut den Leuten zu. Mehr braucht ihr nicht.

Tagsüber herrscht hier angenehme Ruhe, man kann in kleine Galerien und Boutiquen hineinschauen. Aber die wahre Magie beginnt nach Einbruch der Dunkelheit.

3. Peake’s Wharf und die historische Uferpromenade — das Herz des Hafens

Blaues COWS-Gebäude an der Uferpromenade Peake's Wharf in Charlottetown
Foto: Ryan Sharpe / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

Das Hafenviertel Peake’s Wharf ist der Ort, an dem Charlottetown auf das Meer trifft. Ein Holzsteg mit Läden, Eisständen, Cafés und einem kleinen Hafen, von dem Ausflugsboote ablegen. Es ist keine überlaufene Touristenfalle — sondern ein authentischer Hafen, in dem Fischerboote neben Segelbooten und Touristenkatamaranen ankern.

Schlendert über den Boardwalk, holt euch ein Eis von COWS (legendäres Insel-Eis — dazu mehr im Abschnitt über Essen) und schaut den Booten zu. Wer Sonnenuntergänge liebt, hat am Waterfront einen großartigen Platz zum Zuschauen.

Von Peake’s Wharf aus starten auch Hafenrundfahrten und Lobster Boat Tours — ihr fahrt aufs Meer hinaus, der Kapitän zeigt euch, wie Hummer gefangen werden, und ihr genießt dabei den Blick auf die Stadt vom Wasser aus. Der Preis liegt bei etwa 40–65 CAD (27–45 €) pro Person.

4. Confederation Centre of the Arts — ein Musical, das seit 60 Jahren läuft

Künstlerin in einer Galerie und Atelier auf Prince Edward Island

Das Confederation Centre of the Arts ist ein Kulturzentrum, das 1964 zum hundertsten Jahrestag der berühmten Konferenz erbaut wurde. Der Hauptgrund, warum ich es erwähne, ist aber das Musical „Anne of Green Gables — The Musical™“, das hier jeden Sommer seit 1965 aufgeführt wird und damit das am längsten ununterbrochen laufende Musical in Kanada ist.

Selbst wenn ihr die Geschichte von Anne auf Green Gables nicht kennt (das rothaarige Mädchen, das auf einer Farm auf PEI ankommt und alle mit ihrer Fantasie und Aufrichtigkeit verzaubert), lohnt sich das Musical. Es ist eine charmante, gut gespielte Aufführung mit wunderschönen Kostümen und Livemusik. Tickets kosten zwischen 30 und 85 CAD (20–58 €) je nach Platz und Wochentag. Im Sommer schnell ausverkauft — bucht im Voraus.

Neben dem Musical hat das Zentrum eine Galerie für zeitgenössische Kunst (Eintritt frei), die kanadische Künstler mit Schwerpunkt auf die Seeprovinzen ausstellt. Oft gibt es interessante Wechselausstellungen.

5. Great George Street — viktorianischer Charme in jedem Detail

Historisches Gebäude an der Great George Street in Charlottetown
Foto: Robert Cutts from Bristol, England, UK / CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons

Wenn Victoria Row die fotogenste Gasse ist, dann ist Great George Street die schönste Straße in Charlottetown. Breit, gesäumt von perfekt erhaltenen viktorianischen Häusern in Pastellfarben — Rosa, Blau, Gelb, Grün. Jedes Haus sieht aus wie von einer Postkarte.

Die Straße führt vom Hafen direkt zum Province House, und ihr wandelt auf den Spuren der Delegierten, die 1864 von den Schiffen zu den Konföderationsverhandlungen gingen. Heute findet ihr hier Boutiqueunterkünfte, B&Bs, Restaurants und ein paar kleine Geschäfte.

Verpasst nicht die St. Dunstan’s Basilica — eine gotische Kirche mit zwei imposanten Türmen, die von der ganzen Stadt aus sichtbar ist. Das Innere ist überraschend prächtig, mit Buntglasfenstern und detailreicher Ausschmückung. Eintritt frei.

6. Founders‘ Hall — interaktive Reise durch die kanadische Geschichte

Gebäude der Founders' Hall an der Uferpromenade von Charlottetown
Foto: Larry from Charlottetown, PEI, Canada / CC BY 2.0 / Wikimedia Commons

Founders‘ Hall ist ein interaktives Museum, das der Entstehung Kanadas gewidmet ist. Ihr durchlauft den Weg von der Kolonialzeit über die Konföderationsverhandlungen bis zum modernen Kanada. Es ist kein trockener Vortrag — die Ausstellung ist gut gemacht mit multimedialen Elementen, Kostümen und Repliken.

Besonders interessant ist der Abschnitt darüber, warum sich die Kolonien überhaupt vereinigen wollten — wirtschaftliche Gründe, Angst vor amerikanischer Expansion, die Eisenbahn… Wenn man darüber nachdenkt, ist es faszinierend, dass eine Entscheidung, die einen ganzen Kontinent beeinflusste, in dieser winzigen Stadt auf einer Insel fiel.

Der Eintritt kostet rund 12 CAD (8 €) pro Erwachsenen. Die Besichtigung dauert etwa eine Stunde. Wenn euch Geschichte interessiert, ruhig auch länger.

Hinweis: Informiert euch über den aktuellen Stand — Founders‘ Hall hat in den letzten Jahren Veränderungen durchgemacht. Eine ähnliche Ausstellung bietet auch das PEI Visitor Centre.

7. Charlottetown Farmers‘ Market — Samstagsritual der Einheimischen

Charlottetown Farmers' Market mit Kunstinstallation
Foto: Larry from Charlottetown, PEI, Canada / CC BY 2.0 / Wikimedia Commons

Jeden Samstagmorgen (von Mai bis Oktober, im Winter seltener) findet in Charlottetown ein Bauernmarkt statt, der einer der ältesten in Kanada ist. Und es ist keine touristische Erfindung — hier kommen hauptsächlich Einheimische, und ihr werdet euch unter ihnen wie zu Hause fühlen.

Ihr findet frische Austern (die direkt vor euren Augen geöffnet werden), hausgemachtes Gebäck, Käse, Obst und Gemüse vom Bauernhof, Marmeladen, Honig und jede Menge anderer lokaler Leckereien. Plus Kaffee, natürlich. Der Markt befindet sich in einem Gebäude an der Belvedere Avenue und die Atmosphäre ist einfach zauberhaft — die Leute begrüßen sich, plaudern, Kinder laufen zwischen den Ständen herum.

Tipp: Kommt früh, idealerweise gegen 9 Uhr morgens. Die besten Sachen sind schnell ausverkauft, und ihr genießt die ruhigere Atmosphäre, bevor die Massen eintreffen.

8. Confederation Bridge — ein Erlebnis, nicht nur eine Brücke

Confederation Bridge, die Prince Edward Island mit dem Festland verbindet

Die Confederation Bridge ist nicht nur ein Verkehrsmittel — sie ist ein technisches Wunderwerk und ein Erlebnis für sich. Die 12,9 km lange Brücke über die Northumberland Strait ist die längste Brücke über zufrierendes Gewässer der Welt. Die Überfahrt dauert etwa 10 Minuten und die Ausblicke auf beide Seiten sind fantastisch — endlose Meeresfläche, in der Ferne die Konturen der Insel.

Wissenswertes: Die Brücke wurde zwischen 1993 und 1997 gebaut und kostete 1,3 Milliarden CAD. Vor ihrer Eröffnung konnte man die Insel nur per Fähre oder Flugzeug erreichen. Man kann sich vorstellen, wie sehr die Brücke das Leben der Inselbewohner verändert hat.

Am schönsten ist die Überfahrt bei Sonnenuntergang — wenn es sich einrichten lässt, lohnt es sich. Auf der Seite von New Brunswick gibt es am Brückenkopf das Gateway Village mit Informationszentrum, Geschäften und Café, wo ihr anhalten und die Brücke von der Küste aus fotografieren könnt.

Die Maut von 50,25 CAD (ca. 35 €) wird nur bei der Abfahrt von der Insel fällig. Die Anfahrt ist kostenlos.

9. Beaconsfield Historic House — wie wohlhabende Familien auf der Insel lebten

Viktorianische Villa Beaconsfield Historic House in Charlottetown
Foto: Neil and Kathy Carey from Edmonton, Canada / CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons

Das Beaconsfield Historic House ist eine wunderschöne viktorianische Villa aus dem Jahr 1877, die zu den eindrucksvollsten Wohngebäuden in Charlottetown gehört. Das Haus wurde vom wohlhabenden Schiffsmagnaten James Peake Jr. erbaut und dient heute als Museum unter der Verwaltung der PEI Museum and Heritage Foundation.

Die Besichtigung zeigt euch, wie eine wohlhabende Familie im 19. Jahrhundert auf der Insel lebte — erhaltene Interieurs, Originalmöbel, eine wunderschöne Holztreppe und ein Blick auf den Hafen vom Garten aus. Im Sommer finden hier auch Konzerte und Vorträge im Garten statt.

Der Eintritt kostet symbolische 6 CAD (4 €). Das Haus steht an der Kent Street, unweit des Zentrums.

10. Stadtführung mit den Confederation Players — Geschichte in Kostümen

Das ist eine dieser Aktivitäten, bei denen man denkt „das wird bestimmt furchtbarer Touristenkitsch“ — und dann ist man total begeistert. Die Confederation Players sind Schauspieler in historischen Kostümen, die euch durch das Zentrum von Charlottetown führen und die Geschichte der Konföderation so erzählen, als wärt ihr Teil der Ereignisse von 1864.

Die Führungen sind kostenlos (finanziert von der Stadt und Parks Canada), dauern etwa eine Stunde und finden in den Sommermonaten mehrmals täglich statt. Die Schauspieler sind großartig — witzig, gebildet und sie beziehen das Publikum ein. Ihr erfahrt Dinge, die ihr in keinem Museum finden würdet, und seht die Stadt mit völlig neuen Augen.

Tipp: Die Führungen starten normalerweise an der Founders‘ Hall oder beim Province House. Genaue Zeiten findet ihr im Touristeninformationszentrum an der Uferpromenade.

Über die Stadtgrenzen hinaus: 5 Ausflüge auf Prince Edward Island

Charlottetown ist wunderschön, aber es wäre eine Sünde, nicht ein paar Ausflüge über die Insel zu unternehmen. Prince Edward Island ist klein — man kann die gesamte Insel in wenigen Stunden durchqueren — aber auf so kleinem Raum findet man eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften. Rote Sandsteinklippen, endlose Strände, Bauernhöfe, Leuchttürme und Fischerdörfer. Alles in greifbarer Nähe.

11. Cavendish und Anne of Green Gables Heritage Place — für Fans der rothaarigen Anne

Green Gables Haus in Cavendish, Heimat von Anne auf Green Gables
Foto: Robert Linsdell from St. Andrews, Canada / CC BY 2.0 / Wikimedia Commons

Wenn ihr jemals die Geschichten von Anne auf Green Gables gelesen habt (oder den Animationsfilm bzw. die Netflix-Serie gesehen habt), ist Cavendish ein Pflichtbesuch. Green Gables Heritage Place ist der Bauernhof, der Autorin Lucy Maud Montgomery zu ihrem berühmten Buch inspiriert hat. Das grüne Haus mit weißen Fensterläden steht inmitten von Wiesen genau so, wie man es sich vorstellt.

Ihr könnt über den Haunted Wood Trail und Lover’s Lane spazieren — Pfade, die Anne in den Büchern beschrieben hat. Selbst wenn ihr die Bücher nicht kennt, ist es ein wunderschöner Spaziergang durch Wald und Wiesen.

In Cavendish findet ihr auch den PEI National Park mit herrlichen roten Klippen und Sandstränden. Cavendish Beach ist einer der schönsten Strände der Insel — roter Sand kontrastiert mit türkisfarbenem Wasser und weißer Gischt. Der Eintritt in den Nationalpark kostet 8,50 CAD (6 €) pro Person/Tag.

Entfernung von Charlottetown: 40 km, ca. 35 Minuten mit dem Auto.

12. Point Prim Lighthouse — der älteste Leuchtturm der Insel

Weißer Leuchtturm am Wasser auf Prince Edward Island

Der Point Prim Lighthouse steht seit 1845 an der Südspitze der Insel und ist der älteste Leuchtturm auf PEI. Der runde weiße Turm sieht genau so aus, wie man sich einen Leuchtturm vorstellt — einfach perfekt. Ihr könnt hinaufsteigen und die Ausblicke auf die Northumberland Strait sind atemberaubend.

Auf dem Rückweg nach Charlottetown lohnt sich ein Stopp im Point Prim Chowder House — einem kleinen Fischrestaurant direkt am Wasser, das wohl die beste Clam Chowder der Insel serviert. Ihr sitzt auf der Terrasse, schaut aufs Meer und löffelt eine cremige Suppe voller Muscheln. Herrlich.

Entfernung von Charlottetown: 60 km, ca. 50 Minuten mit dem Auto.

13. North Shore — rote Klippen und endlose Strände

Rote Klippen und Strand an der Nordküste von Prince Edward Island
Foto: Steve Sutherland from Edmonton, Alberta, Canada / CC BY 2.0 / Wikimedia Commons

Die Nordküste von PEI ist das, was die meisten Menschen auf Fotos der Insel sehen — dramatische rote Sandsteinklippen, die ins Meer stürzen, breite Strände mit rotem Sand und grasbewachsene Dünen. Es ist atemberaubend und völlig anders als alles, was man aus Deutschland kennt.

Neben Cavendish Beach (siehe Tipp 11) lohnen sich Brackley Beach (ruhiger, weniger Touristen) und Dalvay Beach (beim historischen Hotel Dalvay by the Sea). An der Nordküste findet ihr auch die Greenwich Section des Nationalparks — mit wunderschönen Dünen und Boardwalks, die euch durch ein einzigartiges Ökosystem führen.

Wenn ihr gerne wandert, schaut euch unsere Tipps zu den besten Wanderschuhen an — über Strände und Dünen läuft es sich wunderbar, aber bequemes Schuhwerk ist ein Muss.

14. Victoria-by-the-Sea — das entzückendste Dörfchen der Insel

Weißer Leuchtturm in Victoria-by-the-Sea mit Holzsteg zwischen Hortensien

Victoria-by-the-Sea ist ein winziges Fischerdorf an der Südküste, das aussieht wie eine Filmkulisse. Etwa vierzig bunte Häuschen, ein kleiner Hafen, eine Schokoladenmanufaktur, ein Leuchtturm, ein Theater und ein paar Restaurants — das ist ganz Victoria, und es ist absolut perfekt.

Besucht Island Chocolates für handgemachte Schokolade (der Duft empfängt euch schon in der ganzen Straße), spaziert zum Leuchtturm, und wenn gerade eine Vorstellung im Victoria Playhouse läuft, kauft Karten. Ein winziges Theater mit fantastischen Kammerstücken.

Zum Abendessen empfehle ich das Landmark Café — ein kleines Restaurant mit wechselnder Karte, je nachdem, was gerade frisch ist. Reserviert im Voraus, es gibt nur wenige Tische.

Entfernung von Charlottetown: 35 km, ca. 30 Minuten mit dem Auto.

15. Central Coastal Drive — Roadtrip rund um die Insel

Hafen mit Scheunen und Leuchtturm an der Küste von PEI

Wenn ihr mehr als zwei Tage auf PEI habt, macht den Central Coastal Drive — eine der drei ausgeschilderten Panoramastraßen der Insel. Die Route führt entlang der Süd- und Nordküste und durch Charlottetown, Victoria-by-the-Sea, Cavendish und wieder zurück. Insgesamt sind es etwa 253 km, die sich an einem Tag fahren lassen, aber besser ist es, zwei Tage einzuplanen, um in Ruhe anhalten zu können.

Unterwegs seht ihr Kartoffelfelder (PEI produziert ein Viertel aller kanadischen Kartoffeln!), rote Klippen, Leuchttürme, Fischerhäfen und Naturschutzgebiete. Auf der Insel gibt es über 60 ausgeschilderte Leuchttürme — jeder anders, jeder fotogen.

Praktischer Tipp: Auf der Insel funktioniert die Navigation am Handy problemlos, aber wenn ihr sorgenfrei Internet haben wollt, schaut euch unsere Holafly eSIM Bewertung an.

Essen und Trinken: ein Guide für Genießer

Prince Edward Island ist ein gastronomisches Paradies. Punkt. Ohne Übertreibung. Dies ist ein Ort, an dem Küchenchefs das Meer im Blick haben, aus dem ihre Zutaten kommen, und den Bauern kennen, von dem sie das Gemüse kaufen. Das Konzept „Farm-to-Table“ ist hier kein Marketing-Trick — es ist schlicht Realität.

Hummer (Lobster)

Auf PEI ist Hummer kein Menüpunkt, sondern ein Lebensstil. Ein Lobster Roll — ein warmes Butterbrötchen gefüllt mit frischem Hummerfleisch — ist wohl das berühmteste Gericht der Insel. Der Preis liegt zwischen 20 und 35 CAD (14–24 €) je nach Restaurant und Größe. Ja, das ist nicht billig, aber es ist ein Erlebnis, an das ihr euch noch lange erinnern werdet.

Wo bekommt man das beste: Dave’s Lobster am Peake’s Wharf hat ein fantastisches Lobster Roll. Water Prince Corner Shop im Zentrum serviert Hummer in allen Varianten — gegrillt, als Suppe, als Sandwich. Es kann eine Schlange geben, aber es lohnt sich.

Wer ein wirklich authentisches Erlebnis sucht, sollte ein Lobster Supper besuchen — ein gemeinschaftliches Abendessen, bei dem ein ganzer Hummer mit Kartoffeln, Maiskolben und Kuchen serviert wird. New Glasgow Lobster Suppers ist wohl die bekannteste Adresse (seit 1958), aber man findet sie auf der ganzen Insel.

Austern (Oysters)

PEI-Austern gelten als einige der besten der Welt — das Salzwasser des Atlantiks verleiht ihnen einen markanten, frischen Geschmack. Auf der Insel gibt es über 100 Austernfarmen, und auf dem Bauernmarkt in Charlottetown werden sie direkt vor euren Augen geöffnet.

Im Restaurant Claddagh Oyster House in der Sydney Street werden Austern in verschiedenen Variationen serviert — roh auf Eis, gegrillt, mit Champagner… Der Preis für ein halbes Dutzend rohe Austern liegt bei etwa 18–24 CAD (12–16 €).

COWS Eiscreme

Das ist eine Inselinstitution. COWS Ice Cream wurde 1983 auf PEI gegründet und hat heute Filialen in ganz Kanada, aber die Originale in Charlottetown (Peake’s Wharf) ist einfach anders. Sie stellen ihr Eis aus lokaler Milch her und die Sorten sind fantastisch — Gooey Mooey, Wowie Cowie, PEI Strawberry…

Ihr kleiner Laden mit lustigen Kuh-Souvenirs ist ein beliebtes Mitbringsel. Eine Kugel kostet rund 6 CAD (4 €).

Food Tour

Wenn ihr in kurzer Zeit möglichst viel probieren wollt, ist eine Food Tour durch Charlottetown eine großartige Idee. Ein Guide führt euch in verschiedene Restaurants und Geschäfte, ihr probiert Hummer, Austern, Käse, Schokolade und erfahrt jede Menge über die lokale Esskultur. Der Preis liegt bei 80–120 CAD (55–82 €) pro Person, aber es gibt so viel zu essen, dass ihr das Mittagessen getrost ausfallen lassen könnt.

Weitere Restauranttipps

  • The Gahan House — Brauhaus und Restaurant in einem. Toller Ort für lokale Craft-Biere und Pub Food.
  • Sim’s Corner Steakhouse & Oyster Bar — wenn ihr ein gehobenes Abendessen sucht, ist das die Top-Adresse in der Stadt. Steaks und Austern.
  • Receiver Coffee Co. — das beste Café in Charlottetown für Spezialitätenkaffee. Mehrere Filialen in der Stadt.
  • Terre Rouge Craft Kitchen — moderne kanadische Küche aus lokalen Zutaten. Klein, reserviert im Voraus.
  • Leonhard’s — fantastisches Café mit hausgemachtem Gebäck und Frühstück. Morgens kann es eine Schlange geben, aber das Warten lohnt sich.

Praktische Tipps zum Schluss

Fortbewegung auf der Insel

Charlottetown selbst lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden — das Zentrum ist kompakt und alles Wichtige ist fußläufig erreichbar. Aber für Ausflüge über die Insel braucht ihr definitiv ein Auto. Öffentlicher Nahverkehr existiert auf PEI praktisch nicht (obwohl es im Sommer einige Shuttlebusse nach Cavendish gibt).

Wir haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars gemacht, das wir weltweit nutzen. Auf PEI empfehle ich, das Auto entweder am Flughafen oder im Zentrum von Charlottetown abzuholen.

Was einpacken

Das Wetter auf PEI ist angenehm, aber wechselhaft — der Ozeanwind weht ständig und selbst im Sommer kann es morgens und abends abkühlen. Auf jeden Fall eine Windjacke, eine leichte Jacke und eine Regenjacke. Dazu bequeme Schuhe für Strandspaziergänge und die Stadt. Schaut euch unseren Guide an, wie man nur mit Handgepäck reist — auch auf PEI lässt es sich leicht reisen.

Internet und Verbindung

Auf der Insel funktioniert der Mobilfunkempfang problemlos. Wenn ihr aber keinen kanadischen Tarif habt, empfehle ich Holafly eSIM — ihr richtet es noch vor dem Abflug ein und habt direkt nach der Landung Internet.

Währung

Bezahlt wird in kanadischen Dollar (CAD). Kartenzahlung ist praktisch überall möglich, Bargeld braucht ihr nur selten — vielleicht bei einigen Ständen auf dem Bauernmarkt. 1 CAD ≈ 0,68 € (ungefähr, der Kurs schwankt).

Häufig gestellte Fragen zu Charlottetown und Prince Edward Island (FAQ)

Wie viele Tage sollte man in Charlottetown verbringen?

Für Charlottetown allein reichen 1–2 Tage, aber wenn ihr auch den Rest der Insel erkunden wollt (und das empfehle ich wärmstens), plant mindestens 3–5 Tage für ganz Prince Edward Island ein. Die Insel ist zwar klein, aber es gibt so viele schöne Orte, Strände und Restaurants, dass ihr euch über jeden zusätzlichen Tag freuen werdet.

Wie kommt man von Deutschland nach Charlottetown?

Direktflüge von Deutschland gibt es nicht. Die häufigste Route führt über Toronto oder Montreal (dorthin fliegen Lufthansa, Air Canada oder Condor direkt von Frankfurt, München oder Düsseldorf) und dann weiter mit einem Inlandsflug nach Charlottetown. Alternativ könnt ihr nach Halifax (Nova Scotia) fliegen und PEI mit dem Auto über die Confederation Bridge erreichen — das sind etwa 3 Stunden Fahrt durch wunderschöne Landschaft.

Kann man Charlottetown zu Fuß erkunden?

Ja, und es ist die beste Art, die Stadt kennenzulernen. Das historische Zentrum ist kompakt — von der Uferpromenade zum Province House sind es etwa 10 Minuten zu Fuß. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Geschäfte sind fußläufig erreichbar. Ein Auto braucht ihr nur für Ausflüge außerhalb der Stadt.

Ist Prince Edward Island teuer?

PEI gehört zu den preisgünstigeren Reisezielen in Ostkanada — definitiv günstiger als Toronto oder Vancouver. Unterkünfte in der Saison liegen bei 70–170 € pro Nacht, Essen im Restaurant bei 10–30 € pro Person. Hummer ist der teurere Posten, aber günstiger als man denkt — ein Lobster Roll für 14–24 € ist ein hervorragendes Preis-Erlebnis-Verhältnis.

Wann ist die beste Reisezeit für Prince Edward Island?

Die Hauptsaison ist Juni bis September. Der beste Kompromiss zwischen Wetter, Preisen und Menschenmassen ist Juni oder September. Im Juli und August ist es am wärmsten und lebhaftesten, aber auch am teuersten und am vollsten. Außerhalb der Saison (Oktober–Mai) ist es auf der Insel ruhig, aber viele Attraktionen und Restaurants sind geschlossen.

Wie viele Inseln hat Kanada und wie groß ist Prince Edward Island?

Kanada hat über 52.000 Inseln, was es zum Land mit den meisten Inseln der Welt macht. Prince Edward Island ist zwar die kleinste kanadische Provinz (5.660 km² — etwa so groß wie das Bundesland Saarland und Luxemburg zusammen), aber keineswegs die kleinste Insel. PEI hat rund 170.000 Einwohner und ist die einzige Provinz, die komplett aus einer Insel besteht. Übrigens: Die flächenmäßig größte kanadische Provinz ist Québec und die größte Stadt Kanadas ist Toronto. Kanada grenzt im Süden an die USA — den einzigen Landnachbarn.

Lohnt sich PEI mit Kindern?

Auf jeden Fall! Prince Edward Island ist wie geschaffen für einen Familienurlaub. Sichere Strände mit sanftem Einstieg ins Wasser, Anne of Green Gables für kleine Leseratten, COWS-Eiscreme, Bauernmärkte, Leuchttürme zum Erkunden und insgesamt eine entspannte Atmosphäre, in der Kinder herumtoben und spielen können. Viele Unterkünfte bieten Familienzimmer oder Hütten mit Küchenzeile.

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Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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