Reiseroute: 5-Tage Zugreise in die polnische und slowakische Tatra

Ende Januar haben wir uns auf eine einwöchige Zugreise nach Krakau, Zakopane und in die polnische und slowakische Tatra begeben – auf dem Rückweg haben wir noch einen Stopp in Bratislava eingelegt. Die gesamte Reise durch die Hohe Tatra Slowakei und Polen haben wir mit Zügen und Bussen zurückgelegt, nur mit unseren Rucksäcken. Was wir gesehen haben, wie viel es gekostet hat und eine detaillierte Reiseroute zum Nachmachen findet ihr genau in diesem Artikel.

Über unsere Erlebnisse, wie wir in der polnischen Tatra feststeckten und fast wieder nach Hause gefahren wären, könnt ihr HIER lesen!

Karte der Route

Berlin/Wien > Krakau > Zakopane > Tatranská Bystrica > Bratislava > Berlin/Wien

Was wir gesehen haben, wo wir geschlafen haben und wie wir gereist sind – Schritt für Schritt

Krakau

Unser erster Halt war das polnische Krakau. Von Deutschland aus erreicht ihr Krakau bequem mit FlixBus oder per Zug über Wien/Breslau. Es gibt auch günstige Flüge von vielen deutschen Städten. Vom Busbahnhof in Krakau ist alles fußläufig erreichbar.

Wenn ihr zur Stoßzeit ankommt, empfehlen wir kein Taxi zu nehmen – wir haben mit dem Taxi genauso lange gebraucht wie am nächsten Tag zu Fuß für die gleiche Strecke.

Als Unterkunft empfehlen wir die BC 29 Residence – eine wunderschöne Unterkunft nahe dem Zentrum, wo ein Zimmer inklusive (luxuriösem) Frühstück ca. 52 € kostet.

Unser erstes Ziel: Krakau
Unser erstes Ziel: Krakau

Nach unserer Ankunft (am Nachmittag) haben wir es geschafft, das königliche Schloss Wawel zu besichtigen. Außerdem empfehlen wir einen Besuch im MOCAK – Museum für Zeitgenössische Kunst in den Hallen der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler.

Krakau schafft man an einem halben Tag

Zum Abendessen empfehlen wir das Plac Nowy 1 – es liegt in der Nähe der Unterkunft und hat ausgezeichnete Pizza. Probiert unbedingt eines der lokalen Biere.

Die historische Altstadt haben wir an einem Vormittag zu Fuß erkundet – ganz ohne öffentliche Verkehrsmittel. Wenn euch viel Laufen nichts ausmacht, könnt ihr euch die Fahrkarten also sparen.

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg in die polnische Tatra, ins Skidorf Zakopane. Von Krakau kommt ihr mit dem Bus für ca. 4,50 € pro Person nach Zakopane – die Fahrt dauert etwas über zwei Stunden.

Zakopane

Nach Zakopane fährt man vor allem zum Skifahren, und so ist das Dorf voller entzückender Villen mit kompletter Ausstattung und traumhaften Ausblicken auf das Tatra Gebirge.
Busse und Züge kommen am selben Ort an und ab – dort gibt es auch eine Gepäckaufbewahrung, also kein kompliziertes Suchen.
Unsere Unterkunft in der Villa 11 Folk & Design bot neben einer charmanten Atmosphäre auch einen Meditationsraum mit Liegen, eine Sauna und einen Speiseraum, in dem rund um die Uhr kleine Snacks, Tee und Kaffee bereitstanden. Die Übernachtung kostete ca. 80 € inklusive Frühstück.
Villa in Zakopane
Villa in Zakopane

Was tun in Zakopane?

Ihr könnt im Zentrum shoppen gehen, euch das auf dem Kopf stehende Haus ansehen oder früh morgens eine Wanderung zum angeblich schönsten Bergsee Europas unternehmen – dem Morskie Oko. Dieser Ausflug gehört zu den schönsten Wanderungen in der Hohen Tatra.
Wir hatten leider mieses Wetter und sind deshalb im Café gelandet.

Wie weiter?

Um zum nächsten Ziel, Tatranská Bystrica, zu gelangen, müsst ihr die Grenze überqueren – und da liegt das Problem. Über die Grenze fahren am Tag nur drei Minibusse von Leo Express, und diese fahren nicht über Zakopane. Ihr müsst erst nach Dolní Bukowina fahren, wo ihr in den Leo Express umsteigt.
Besonders in der Wintersaison solltet ihr vorsichtig sein – die 15 km lange Fahrt mit dem Lokalbus von Zakopane nach Dolní Bukowina dauert normalerweise 25 Minuten, wir brauchten wegen verstopfter Straßen und Schneechaos aber über zwei Stunden und mussten am Ende ungeplant noch eine Nacht auf der polnischen Seite verbringen.
Ab hier wussten wir, dass wir die Tatra nicht sehen werden
Fußmarsch zur Bushaltestelle, 5 km
Diese lokalen polnischen Kurzstrecken kann man nicht vorab reservieren (sie funktionieren eher wie Stadtbusse), kosten ca. 1,20 € und unser Fahrer fuhr sogar 5 Minuten früher los.
Der eigentliche Leo Express von Dolní Bukowina nach Tatranská Bystrica (oder bis Poprad) kostet 12 € pro Person.

Tatranská Bystrica / Poprad

Der Hauptgrund, auf die slowakische Seite der Tatra zu fahren, ist der Lomnický štít (Lomnitzer Spitze). Man fährt mit zwei Seilbahnen hinauf, und für die obere muss man das Ticket im Voraus reservieren. Man muss zwar nicht, aber es kann passieren, dass man nicht mehr drankommt oder der Tag komplett ausverkauft ist und man umsonst hingefahren ist. Der Preis pro Person beträgt 44 €, Tickets kauft man auf Gopass.sk, und man startet direkt von Tatranská Bystrica aus. Dieser Ausflug gehört zu den Top-Tatra Slowakei Sehenswürdigkeiten.
Wenn ihr wie wir einen Tag länger in Polen feststeckt, verliert ihr eure Reservierung und könnt sie nicht umbuchen.

Ausflug zum Lomnický štít

Für den Ausflug auf den Lomnický štít solltet ihr mindestens einen halben Tag einplanen. Übernachten könnt ihr entweder direkt in Tatranská Bystrica, was mindestens ca. 80 € kostet, oder ihr fahrt weiter nach Poprad (ca. 30 Minuten längere Fahrt mit Leo Express), übernachtet dort zum Beispiel in der Pension Darinka für die Hälfte und fahrt am nächsten Tag mit der Straßenbahn nach Tatranská Bystrica (die Fahrt kostet nur ein paar Cent).
Wenn ihr vor acht Uhr morgens aus Poprad losfahrt und spätestens um elf Uhr die Seilbahn nehmt, schafft ihr bequem die Nachmittagsverbindung um 14:43 Uhr von Tatranská Lomnica nach Bratislava. Das kostet ca. 16 € pro Person.
Wenn ihr Studenten seid und in der Slowakei kostenlos Zug fahren wollt, müsst ihr euch an einem beliebigen Bahnhof in der Slowakei eine Karte ausstellen lassen. Dafür braucht ihr ein ausgefülltes Formular, das von eurer Hochschule bestätigt wurde.

Bratislava

Bratislava ist eine wunderschöne, aber etwas teurere Stadt. Es lohnt sich auf jeden Fall, rechtzeitig nach einer Ferienwohnung zu schauen – zentrumsnahe Unterkünfte gibt es schon ab ca. 40 €. Wir haben bei Tomáš übernachtet und können sein Apartment wärmstens empfehlen – selten findet man eine so gemütliche und gut ausgestattete Wohnung zu einem fairen Preis. Hotels kosten dagegen schnell das Dreifache. Alternativ findet ihr tolle Angebote auch über Booking.com.
Zum Frühstück empfehlen wir das Bistro Žufaňa, auf einen Kaffee geht ins Gorilla.sk Urban Space und als spätes Mittagessen empfehlen wir die absolut göttlichen Palatschinken im Palacinka Lacinka (mit Atmosphäre wie in den 80er Jahren).
Besucht die Bratislavaer Burg, das Slavín-Denkmal und verpasst auf keinen Fall die Wohnungsgalerie FLAT GALLERY.
Nach Hause könnt ihr auch erst am späten Nachmittag aufbrechen – Züge und Busse fahren regelmäßig. Wir sind gegen sechs Uhr abends mit dem Zug zurückgefahren.

Was kostet die Reise?

Unsere (teurere) Variante

  • Unterkunft – ca. 250 €
  • Essen – ca. 175 €
  • Transport – ca. 170 €
  • Eintritte – ca. 8 €
  • Seilbahn auf den Lomnický štít – ca. 88 €

Insgesamt ca. 690 € (für zwei Personen).

Unterkunft

Ausgaben aufgeschlüsselt nach Tagen und Kategorien:

Günstigere Variante

Bei den Transportkosten lässt sich nicht viel sparen, aber ihr könnt günstigere Unterkünfte wählen und bei den Mahlzeiten sparen.

So kommt man auf ca. 500 € (und unter 410 € ohne Seilbahn) für zwei Personen.

So sähe die Budget-Version aus:

  • Unterkunft – ca. 125 €
  • Essen – ca. 112 €
  • Transport – ca. 170 €
  • Eintritte – ca. 8 €
  • Seilbahn auf den Lomnický štít – ca. 88 €

Unterkunft

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Vergiss die Reiseversicherung nicht

Eine gute Reiseversicherung schützt dich vor Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Flugstornierungen. Wir haben bereits einige Krankenhausbesuche im Ausland hinter uns, daher wissen wir, wie wichtig es ist, eine solide Versicherung abgeschlossen zu haben.

Wo wir uns versichern: SafetyWing (am besten für alle) und TrueTraveller (für extra lange Reisen).

Warum empfehlen wir keine deutsche Versicherung? Weil sie zu viele Einschränkungen haben. Sie setzen Limits für die Anzahl der Tage im Ausland, verlangen bei Kreditkarten-Reiseversicherungen oft, dass medizinische Kosten nur mit dieser Karte bezahlt werden, und begrenzen häufig die Anzahl der Rückreisen nach Deutschland.

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